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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Bitte um ehrliche Kritik - "Ein Dehnjahr in Großwerder"


 

 
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zomb23
Schreiberassi


Beiträge: 36



BeitragVerfasst am: 28.12.2017 16:34    Titel: Bitte um ehrliche Kritik - "Ein Dehnjahr in Großwerder" eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi, habe über die Feiertage mal wieder ein wenig Zeit gefunden an meiner Geschichte weiter zu schreiben und würde nun gerne eure Meinung zu dieser kleinen Leseprobe wissen. Es ist ein kurzer Ausschnitt aus einer längeren Geschichte, an der ich grade arbeite.

___________________________________________

Der Schnee lag bereits Knöchelhoch und fiel stetig weiter. Die Welt schien in ein stilles, farbloses Rauschen verfallen zu sein. Semgog stapfte die leere Hauptstraße in Richtung Norden entlang und an einem sonnigen Tag hätte er sein Ziel bereits am Horizont erspähen können. Er war allein. Die Menschen schienen in ihren Häusern zu verharren, um dem ungemütlichen Gestöber zu entgehen. Aber was erwarteten sie? Früher oder später würde der Alltag weitergehen müssen. Ob Dehnjahr oder nicht. Er konnte ihre Gesichter an den Fensterscheiben sehen. Starr und mit gerunzelter Stirn. Dabei wusste Semgog nicht, ob sie den schicksalhaften Schneefall abschätzten oder den hochgewachsenen Mann mit dem dunkelbraunen Ledermantel beargwöhnten, der durch ihr Dorf spazierte. Vermutlich beides. Was machte das schon für einen Unterschied? Die Dinge hatten sich schließlich geändert, seit Semgog die erste dünne Schneeschicht auf den staubigen Straßen Großwerders hatte liegen sehen. Damit war sein Auftrag hier beendet. Schambusu würde toben aber dem Einwirken Jason‘s konnte eben niemand etwas entgegensetzen oder es auch nur in Frage stellen. Das Wichtigste war jetzt, dass Semgog sein Zeug packte und in Richtung Print aufbrach bevor die Pässe nicht mehr begehbar waren. Den Jungen würde er mitnehmen müssen. Semgog musste sich beeilen. Eigentlich sollte er in diesem Moment bereits die Sachen in seinem Zimmer zusammenklauben und sich um einen Esel oder Lasten-Kondo kümmern, anstatt zu Gerrards Farm zu gehen. Im Grunde war ein Besuch nicht mehr von Bedeutung, aber er musste den Eindruck erwecken, dass seine Arbeit hier getan sei, bevor er verschwand. Er bezweifelte zwar, dass diese Hinterwäldler dazu in der Lage waren ihm Schwierigkeiten zu bereiten aber so arbeitete Semgog nicht.

Er hatte das Farmtor erreicht und blickte sich noch einmal in Richtung des Ortskerns um. Die Farmauffahrt war eine direkte Verlängerung der Hauptstraße Großwerders. Semgogs Augen fielen auf etwas Grünes im Schnee hinter ihm. Seine eigenen Fußstapfen. Überrascht bückte er sich, nahm ein wenig des grünen Schnees in die Finger und roch daran. Der schwache Bilirium Geruch war unverkennbar und ein kurzer Moment der Panik überfiel Semgog. Hatte er während des Modalos einen Fehler gemacht? Nein. Er hatte klar und deutlich die Konturen der Perlen gesehen bevor er das Geflecht gefestigt hatte. Aber das konnte nur bedeuten, dass jemand in seinem Zimmer gewesen sein musste. Er würde dieser Frage später auf den Grund gehen müssen. Die grüne Farbe würden bald unter dem Neuschnee verschwinden, und falls doch jemand gesehen hatte, dass Semgog bei seinem Spaziergang farbige Tupfen im Schnee hinterließ, würde das nur seiner Tarnung dienen. Eine gewisse mystische Aura wurde von einem Kabuki schließlich erwartet.

Mit einer Spur von Unbehagen ging Semgog an der großen Scheune vorbei auf das Haupthaus zu.

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MoL
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Beiträge: 1008
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Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 28.12.2017 17:13    Titel: Re: Bitte um ehrliche Kritik - "Ein Dehnjahr in Großwerder" Antworten mit Zitat

Liebe/r zomb23!

Ich schreib einfach mal ein bisschen was dazwischen.

zomb23 hat Folgendes geschrieben:

Der Schnee lag bereits Knöchelhoch Bitte klein schreiben! und fiel stetig weiter. Die Welt schien in ein stilles, farbloses Rauschen verfallen zu sein. Etwas langweilig. Das kannst du sicher schöner beschreiben. Semgog stapfte die leere Hauptstraße in Richtung Norden entlang und an einem sonnigen Tag hätte er sein Ziel bereits am Horizont erspähen können. Er war allein. Die Menschen schienen in ihren Häusern zu verharren, um dem ungemütlichen Gestöber zu entgehen. Sie schienen? Tun sie es oder tun sie es nicht? Aber was erwarteten sie? Früher oder später würde der Alltag weitergehen müssen. Ob Dehnjahr oder nicht. Er konnte ihre Gesichter an den Fensterscheiben sehen. Starr und mit gerunzelter Stirn. Er kann von der Straße aus durch das Schneegestöber sehen, wenn jemand hinter einer Fensterscheibe die Stirn runzelt? Dabei wusste Semgog nicht, ob sie den schicksalhaften Schneefall abschätzten oder den hochgewachsenen Mann mit dem dunkelbraunen Ledermantel beargwöhnten, der durch ihr Dorf spazierte. Vermutlich beides. Was machte das schon für einen Unterschied? Die Dinge hatten sich schließlich geändert, seit Semgog die erste dünne Schneeschicht auf den staubigen Straßen Großwerders hatte liegen sehen. Damit war sein Auftrag hier beendet. Schambusu würde toben Komma bitte! Überhaupt mangelt es hier erheblich an Kommas. aber dem Einwirken Jason‘s Bitte kein Apostroph! konnte eben niemand etwas entgegensetzen oder es auch nur in Frage stellen. Das Wichtigste war jetzt, dass Semgog sein Zeug packte und in Richtung Print aufbrach KOMMA bevor die Pässe nicht mehr begehbar waren. Den Jungen würde er mitnehmen müssen. Semgog musste sich beeilen. Eigentlich sollte er in diesem Moment bereits die Sachen in seinem Zimmer zusammenklauben besser: zusammenpacken und sich um einen Esel oder Lasten-Kondo kümmern, anstatt zu Gerrards Farm zu gehen. Im Grunde war ein Besuch nicht mehr von Bedeutung, aber er musste den Eindruck erwecken, dass seine Arbeit hier getan sei, bevor er verschwand. Er bezweifelte zwar, dass diese Hinterwäldler dazu in der Lage waren ihm Schwierigkeiten zu bereiten KOMMA aber so arbeitete Semgog nicht.

Er hatte das Farmtor erreicht und blickte sich noch einmal in Richtung des Ortskerns um. Die Farmauffahrt war eine direkte Verlängerung der Hauptstraße Großwerders. Semgogs Augen fielen auf etwas Grünes im Schnee hinter ihm. Aua! lol2 Du meinst sicher, sein BLICK fiel auf etwas. Seine eigenen Fußstapfen. Überrascht bückte er sich, nahm ein wenig des grünen Schnees in die Finger und roch daran.

An dieser Stelle klinke ich mich mal aus, weil ich nicht einschätzen kann, welche Informationen der Leser zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon hat; für mich ist das was jetzt kommt unverständlich und schon im nervigen Bereich. Kann aber wie gesagt daran liegen, dass mir Infos fehlen.

Insgesamt hast du ein kleines Kommaproblem und viele Flüchtigkeitsfehler. Ich mag deinen Stil, der allerdings hin und her schwankt, so, als würdest du dir nur bei 3 von 4 Sätzen so richtig Mühe geben. Mich hast du auf jeden Fall neugierig gemacht. Ich mag die Szene und mit etwas mehr Training/Sorgfalt wird das bestimmt richtig klasse! Smile




_________________
"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag, Februar 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Glühender Hass", acabus Verlag, Januar 2019.
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Gewürz
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Beiträge: 182



BeitragVerfasst am: 28.12.2017 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

HI Zomb23

Ich bin nicht sonderlich geübt im Kritik geben, also hoffe ich dass dir noch andere was dazu sagen können, allerdings will ich dir trotzdem ein paar Dinge schreiben, die mir beim Lesen aufgefallen sind.
Erstmal Danke dass die Leseprobe nicht so lang war. Oft entmutigt mich das durchlesen, wenn ich schon fünfmal nach unten scrollen muss.

Du schreibst, es ist nur ein Ausschnitt einer längeren Geschichte, also weiß ich nicht ganz was davor oder danach passiert, aber ich fand die Leseprobe jetzt nicht so spannend oder vielsagend. Sie hat mich eher verwirrt weil ich ganz viele Namen gelesen habe, zu niemandem aber ein Bild habe. Es liegt wohl Schnee und es schneit weiter. Ist Semgog für den Schnee verantwortlich?

Zitat:
Dabei wusste Semgog nicht, ob sie den schicksalhaften Schneefall abschätzten oder den hochgewachsenen Mann mit dem dunkelbraunen Ledermantel beargwöhnten, der durch ihr Dorf spazierte.

... beargwöhnten ... hui da bin ich aber mehr als zweimal drüber gestolpert. Das würde ich anders schreiben. Das behindert den Lesefluß. "musterte" passt da zum Beispiel besser. Oder etwas wie: ... oder ihn, den hochgewachsenen Mann mit dunkelbraunem Ledermantel beobachteten.

Zitat:
Er hatte das Farmtor erreicht und blickte sich noch einmal in Richtung des Ortskerns um
Warum? Wenn er einen Grund dazu hat sich umzuschauen, würde ich den mit reinschreiben. Hat er Angst vor Verfolger? Will er sein Werk noch einmal begutachten? etc.
Dann wird es etwas runder.

Zitat:
Er hatte klar und deutlich die Konturen der Perlen gesehen bevor er das Geflecht gefestigt hatte. Aber das konnte nur bedeuten, dass jemand in seinem Zimmer gewesen sein musste. Er würde dieser Frage später auf den Grund gehen müssen.
Wenn er kurz zuvor panisch reagiert, dann passt es nicht so ganz, dass er im nächsten Satz erst später nach einer Antwort für seine Frage suchen will.

Ich hatte ein paar Mal den Gedanken, dass du mit einem spannenden Satz einsetzt, ihn aber im nächsten Moment komplett zunichte machst, bzw. ihn aushebelst und es wieder nicht so spannend mit seinem Gang durch die Straßen weitergeht.

Auch wenn es nicht viel ist, aber vielleicht hilft dir ja das ein oder andere,
Lg Gewürz


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Für jeden Grund zu lügen gibt es einen besseren die Wahrheit zu sagen.

Halbwesen - Diener zweier Welten, Hybrid Verlag, 2018
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zomb23
Schreiberassi


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BeitragVerfasst am: 28.12.2017 17:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@MoL: Danke für die schnelle Antwort und das Feedback. Da hast du mich aber tatsächlich auf einiges aufmerksam gemacht. Sehr hilfreich. Die leidigen Kommas sind irgendwie immer mein Problem. Normalerweise wandern die Texte erstmal bei meiner Freundin, die dann die kleinen Stiche ergänzt. War wohl zu voreilig diesmal. Hatte in diesem Jahr schon eine Steile Lernkurve. Alleine dadurch, dass ich sauviel gelesen habe. Ich hoffe, dass ich es bald schaffe auf einem durchgehenden Niveau zu schreiben.

@Gewürz: Danke auch an dich. Ebenfalls eine sehr hilfreiche Kritik und die drei Punkte werde ich definitiv einpflegen. Natürlich hab ich in der Geschichte zuvor schon einiges erklärt. Nichtsdestotrotz mag ich es persönlich sehr, erstmal ein paar Namen und Ereignisse zu erwähnen und dann später im Laufe der Geschichte dem Ganzen einen Sinn zu geben. Das macht die ganze Sache ein wenig verflochtener und nicht so statisch.

Falls es noch mehr Anmerkungen gibt, immer her damit. Ansonsten poste ich bald mal eine kleine Fortsätzung.

LG zomb23
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zomb23
Schreiberassi


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BeitragVerfasst am: 04.01.2018 13:03    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wie angedroht, hier die nachfolgende Passage. Ich würde mich über weitere Kritik sehr freuen smile

Er hatte das Farmtor erreicht und schaute über die Schulter, um einen Blick auf den großen Zeitgeber am Glockenturm zu werfen. Außer einer Schattierung im dichten Gestöber konnte er allerdings nichts erkennen, stattdessen fiel Semgogs Blick auf etwas Grünes im Schnee hinter ihm. Seine eigenen Fußstapfen. Überrascht bückte er sich, nahm ein wenig des grünen Schnees in die Finger und roch daran. Der schwache Bilirium Geruch war unverkennbar. Hatte er während des Modalos einen Fehler gemacht? Nein, das konnte nicht sein. Er hatte klar und deutlich die Konturen der Perlen gesehen bevor er das Geflecht gefestigt hatte. Das konnte nur bedeuten, dass jemand in seinem Zimmer gewesen war. Ein kurzer Moment der Panik überfiel Semgog. Er würde dieser Frage auf den Grund gehen müssen und damit konnte er hier bei Gerrard anfangen. Kordo hatte ihn schließlich gestern im Hammel gesehen; wer weiß, was der neugierige Bastard dort getrieben hat. Die grüne Farbe würden bald unter dem Neuschnee verschwinden, und falls doch jemand gesehen hatte, dass Semgog bei seinem Spaziergang farbige Tupfen im Schnee hinterließ, würde das nur seiner Tarnung dienen. Eine gewisse mystische Aura wurde von einem Kabuki schließlich erwartet.

Mit einer Spur von Unbehagen ging Semgog an der großen Scheune vorbei auf das Haupthaus zu. Für ein Farmhaus sah das Gebäude einigermaßen prächtig aus. Die Synthese des großen Fensters in der Giebelwand musste ein Vermögen gekostet haben. Es war ungewöhnlich, dass ein Landwirt sein Geld für solche Überflüssigkeiten ausgab, aber Gerrard war schließlich das selbsternannte Oberhaupt dieser Stadt. Ein Ort an dem ein Bauer eine solche Macht hatte, konnte nur ein Kaff sein, aber solange der Steuereintreiber zum Jahresende sein Geld bekam, konnte der Adel von Gagon die kleinen Orte jenseits der großen Hügel wunderbar vergessen. Nunja, den Steuereintreiber wird man nun vermutlich für eine Weile nicht mehr sehen. Semgog erschauderte als er sich an sein letztes Dehnjahr erinnerte und er beschleunigte unwillkürlich seine Schritte.

Eine Gestalt tauchte hinter dem mannhohen Fenster auf und Blickte auf ihn hinab, die Arme hinter dem Rücken verschränkt. Semgog nickte kurz in Richtung der Gestalt und stiefelte dann die Stufen zur Veranda hinauf. Die Tür öffnete sich von selbst und ein kleines Mädchen erschien im Türrahmen. Sie lächelte ihm schüchtern zu. „Vater sagt, du darfst reinkommen. Er ist oben, im Salon.“ Semgog trat durch die Tür und erwiderte ihr Lächeln, aber ihr Blick war nun auf den Boden hinter ihm gerichtet. „Mister, warum machen deine Füße den Schnee grün?“ Semgog schmunzelte, „Hast du etwa nie von den grünen Schritten eines Kabuki gehört?“ Sie schüttelte den Kopf, sichtlich erpicht darauf mehr zu erfahren. „Nunja, wenn ein Kabuki Jasons Reich betritt, muss er sich vorher die Schuhsohlen mit einer speziellen, grünen Tinktur einpinseln. Ansonsten kann es passieren, dass er die andere Seite nicht mehr verlassen kann.“ Sie atmete tief ein und sah ihn mit großen Augen an. „Du warst in Demolan? Hast du mit den Toten gesprochen?“ Das kleine Mädchen zog den Kopf zwischen die Schultern und sah sich verschwörerisch um, als hätte sie Angst, dass die Toten höchstpersönlich zuhören könnten. Sie senkte ihre Stimme zu einem Flüstern: „Hast du vielleicht den großen Jason gesehen? Vater sagt, dass die Kabuki mit ihm reden können.“, „Da hat dein Vater ganz recht. Bei meinen Ausflügen zu den Toten, habe ich ihn schon einige Male getroffen. Aber das sind keine Geschichten für ein kleines Mädchen.“ Sie dachte kurz nach, schien aber nicht weiter nachbohren zu wollen. Dann senkte sie ihren Kopf. Semgog stand einige Sekunden verwirrt vor ihr, bis es ihm einfiel. Er legte seine linke Hand auf den Kopf des Mädchens und versuchte möglichst viel Nachdruck in seine Stimme zu legen: „Gehe nun! Jason ist dankbar über unsere Begegnung. Kunkun Malabeth!“ Sie sah ihn noch einmal an, lächelte und flitzte davon. Semgog schaute ihr nach. Es war wirklich ein Wunder, dass er noch nicht aufgeflogen war. Die Dorfbewohner mussten ihn für den unfähigsten Kabuki halten, der je in Jasons Namen gedient hatte.
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Christof Lais Sperl
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Beiträge: 377
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Der silberne Roboter


BeitragVerfasst am: 04.01.2018 14:08    Titel: Farm Antworten mit Zitat

Schöner Text, gute Melodie. Liest sich flüssig. Doch wie geht es weiter? Warum sind die Namen so seltsam? Und Farm und Großwerder, das passt nicht. Klingt wie Sheherazade Hinterhuber.smile

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Lais
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zomb23
Schreiberassi


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BeitragVerfasst am: 25.01.2018 20:28    Titel: Re: Farm pdf-Datei Antworten mit Zitat

Christof Lais Sperl hat Folgendes geschrieben:
Schöner Text, gute Melodie. Liest sich flüssig. Doch wie geht es weiter? Warum sind die Namen so seltsam? Und Farm und Großwerder, das passt nicht. Klingt wie Sheherazade Hinterhuber.smile


Irgendwie jetzt erst gesehen, dass mir geantwortet wurde. Danke erstmal, dass du es gelesen hast und den Text mochtest. Namen sind in der Tag seltsam. Also ich bin mit Grosswerder auch noch gar nicht zu frieden und will den noch ändern. Aber wollte anfangen und da brauchte ich was.

Was genau danach kommt, weiß ich nicht. Bin glaube ich eher "discovery writer" und lasse der Geschichte einfach erstmal seinen Lauf. wink
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zomb23
Schreiberassi


Beiträge: 36



BeitragVerfasst am: 25.01.2018 20:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ach, und hier noch eine kurze Fortsetzung. Kritik jeglicher Art ist natürlich wieder wilkommen.

Die Tür öffnete sich von selbst und ein kleines Mädchen erschien im Türrahmen. Sie lächelte ihm schüchtern zu. „Vater sagt, du darfst reinkommen. Er ist oben, im Salon.“ Semgog trat durch die Tür und erwiderte ihr Lächeln, aber ihr Blick war nun auf den Boden hinter ihm gerichtet. „Mister, warum machen deine Füße den Schnee grün?“ Semgog schmunzelte, „Hast du etwa nie von den grünen Schritten eines Kabuki gehört?“ Sie schüttelte den Kopf, sichtlich erpicht darauf mehr zu erfahren. „Nunja, wenn ein Kabuki Jasons Reich betritt, muss er sich vorher die Schuhsohlen mit einer speziellen, grünen Tinktur einpinseln. Ansonsten kann es passieren, dass er die andere Seite nicht mehr verlassen kann.“ Sie atmete tief ein und sah ihn mit großen Augen an. „Du warst in Demolan? Hast du mit den Toten gesprochen?“ Das kleine Mädchen zog den Kopf zwischen die Schultern und sah sich verschwörerisch um, als hätte sie Angst, dass die Toten höchstpersönlich zuhören könnten. Sie senkte ihre Stimme zu einem Flüstern: „Hast du vielleicht den großen Jason gesehen? Vater sagt, dass die Kabuki mit ihm reden können.“, „Da hat dein Vater ganz recht. Bei meinen Ausflügen zu den Toten, habe ich ihn schon einige Male getroffen. Aber das sind keine Geschichten für ein kleines Mädchen.“ Sie dachte kurz nach, schien aber nicht weiter nachbohren zu wollen. Dann senkte sie ihren Kopf. Semgog stand einige Sekunden verwirrt vor ihr, bis es ihm einfiel. Er legte seine linke Hand auf den Kopf des Mädchens und versuchte möglichst viel Nachdruck in seine Stimme zu legen: „Gehe nun! Jason ist dankbar über unsere Begegnung. Kunkun Malabeth!“ Sie sah ihn noch einmal an, lächelte und flitzte davon. Semgog schaute ihr nach. Es war wirklich ein Wunder, dass er noch nicht aufgeflogen war. Die Dorfbewohner mussten ihn für den unfähigsten Kabuki halten, der je in Jasons Namen gedient hatte.


Als Semgog den Salon betrat, stand Gerrard weiterhin vor dem großen Fenster, den Blick in das Schneegestöber gerichtet und die Arme nach wie vor hinter dem Rücken verschränkt. Wenn er jetzt noch anfangen würde mit Semgog zu sprechen, ohne sich ihm zuzuwenden und etwas zu sagen wie „ich habe dich bereits erwartet“, wäre das Klischee perfekt. Stattdessen drehte Gerrard sich um, murmelte eine Begrüßung und setzte sich auf einen der Sessel, die vor dem Fenster standen. Semgog tat es ihm gleich. „Warum bist du hier, Kabuki?“ „Ich habe die Nachricht von dem Vorfall in der Scheune erhalten und dachte mir, ich sollte mich der Sache annehmen.“ „Nein, nein! Warum bist du hier? In Großwerder. Warum bist du nicht in einem der Tempel in Print, oder Lond, oder wer weiß wo ihr sonst eure üppigen Paläste habt?“ Semgog konnte den Alkohol, den der Mann ausdünstete, riechen. Er bemühte sich zu einem Lächeln: „Die Tempel der Kabuki sind keinesfalls Paläste. Wir leben ein einfaches Leben in der Stadt und versuchen nur das zu verbrauchen, was dem Orden gespendet wird.“ Gerrard schüttelte den Kopf und erwiderte: „Ein einfaches Leben, in der Tat. Jeden Tag Essen auf dem Tisch, warme Betten und keine harte Arbeit. Nur hier und da ein bisschen von eurem Hokuspokus. Das nenne ich ein einfaches Leben.“
“Wir nehmen nur das, was wir zum Leben brauchen. Auch wenn unsere Arbeit zumeist nicht körperlicher Natur ist, kann man nicht sagen, dass sie uns Kabuki nicht viel abverlangt. Der Kontakt zu Demolan ist ein außerordentlich zerender, geistiger Akt.” Semgog war froh, dass er sich vor seiner Anreise einige Schriften über das Leben der Kabuki besorgt hatte. Das meiste davon gehörte in Print zwar zur Allgemeinbildung, aber es lohnte sich einige Schriften zu lesen, die von einem richtigen Gelehrten verfasst wurden. Am nützlichsten war sicherlich das umfangreiche Werk Tagebuch eines Kabuki, welches er zufällig bei einem der Händler vor den Toren Prints während seiner Abreise gefunden hatte. Er würde zwar nie und nimmer einen echten Vertreter Jasons von seiner Tarnung überzeugen können, hier in den Waldlanden würde er einem Solchen aber ohnehin niemals begegnen. Das hier war ein Land des Aberglaubens, wo die klassische Theologie im Grunde nur noch die Basis für aberwitzige Wahnvorstellungen bildete.
Gerrard starrte Semgog weiter stumm in die Augen und schwankte dabei auf seinem Sessel hin und her. Der Mann hatte sich anscheinend fast zur Besinnungslosigkeit betrunken. “Was machst du als nächstes, Kabuki?” Das letzte Wort spuckte er buchstäblich in Semgogs Gesicht. “Der erste Schnee ist gefallen. Packst du jetzt deine Lumpen und verschwindest nach Print? Um mit deinen Kabukifreunden am Kamin zu sitzen und über die Leute von hinter den großen Hügeln zu lachen? Um von den Spenden der Gläubigen Feste zu schmeißen?” Gerrard setzte ein Grinsen auf, das vermutlich bedeuten sollte, dass er Semgog, den nutznießerischen Kabuki, nun durchschaut hatte. Wenn der wüsste.

“Ich werde gehen, aber nicht wegen des Dehnjahres. Ich habe während meiner Ausbildung bereits einen der langen Winter im Exil verbracht, wie es von unserem Ordensträger erwartet wird. Dort habe ich gelernt, mich nicht zu fürchten. Nicht vor dem Geschehenen, dem Gegenwärtigen und nicht vor dem, was danach ist. Kalatham Noct.” Bei den Worten klopfte er sich zweimal gegen den Kopf, bevor er fortfuhr. “Ich muss mich mit einem höhergestellten Kabuki beraten. Euer Dorf befindet sich in einer gefährlichen Lage. Ich spüre es ganz deutlich, und bei meinem letzten Ausflug nach Demolan habe ich eine Warnung von den Toten erhalten. Auch sie spüren es. Aber ich bin der Aufgabe nicht gewachsen. Den Stimmen der Toten nach zu urteilen handelt es sich um eine Angelegenheit für einen Dangh, oder mindestens einen Kenth. Wenn ich, als Rangloser, mit Jason ins Gespräch trete, könnte es die gegenwärtige Lage nur noch verschlimmern.” Gerrard schwankte nun nicht mehr. Das hat wohl gewirkt. Auch wenn dieser Mann gegenüber den Kabuki kritisch eingestellt war, glaubte er doch an Jason und die göttliche Korrespondenz.
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zomb23
Schreiberassi


Beiträge: 36



BeitragVerfasst am: 15.02.2018 22:49    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Auch wenn beim letzten Mal kein Feedback für mich abgefallen ist, hier nochmal ein wenig mehr. Ist nur ein kurzer neuer Abschnitt.


“Ich werde gehen, aber nicht wegen des Dehnjahres. Ich habe während meiner Ausbildung bereits einen der langen Winter im Exil verbracht, wie es von unserem Ordensträger erwartet wird. Dort habe ich gelernt, mich nicht zu fürchten. Nicht vor dem Geschehenen, dem Gegenwärtigen und nicht vor dem, was danach ist. Kalatham Noct.” Bei den Worten klopfte er sich zweimal gegen den Kopf, bevor er fortfuhr. “Ich muss mich mit einem höhergestellten Kabuki beraten. Euer Dorf befindet sich in einer gefährlichen Lage. Ich spüre es ganz deutlich, und bei meinem letzten Ausflug nach Demolan habe ich eine Warnung von den Toten erhalten. Auch sie spüren es. Aber ich bin der Aufgabe nicht gewachsen. Den Stimmen der Toten nach zu urteilen handelt es sich um eine Angelegenheit für einen Dangh, oder mindestens einen Kenth. Wenn ich, als Rangloser, mit Jason ins Gespräch trete, könnte es die gegenwärtige Lage nur noch verschlimmern.” Gerrard schwankte nun nicht mehr. Das hat wohl gewirkt. Auch wenn dieser Mann gegenüber den Kabuki kritisch eingestellt war, glaubte er anscheinend doch an Jason und die göttliche Korrespondenz.


“Du wirst niemals rechtzeitig zurück sein.” Alle Gehässigkeit war aus seiner Stimme verschwunden und eine stille Nachdenklichkeit hatte ihren Platz eingenommen. “Die Pässe werden zu sein, noch bevor du einen deiner Danghs gefunden hast. Bei Jason! Vermutlich werden die Pässe schon zu sein, bevor du selbst es in die Berge schaffst.” Er schaute einige Momente aus dem Fenster, bevor er fortfuhr. “Ich hätte es wissen müssen. Die Fröste haben viel früher eingesetzt, als die Winterschauer es vorhergesagt haben. Ich habe mir nichts dabei gedacht. Und dann war Ksim plötzlich verschwunden. Ich sage dir Kabuki, der alten Junge ist ohne Umwege in Jasons Reich eingefahren. Ich hatte es nicht glauben wollen. Es war Medek, der unbedingt einen Kabuki anheuern wollte, um der Sache auf den Grund zu gehen. Ich habe sogar dagegen gestimmt. Dachte das Ksim wohl einfach nach Lond gegangen ist. Jetzt weiß ich, dass ich dumm war.”
Verblüfft schaute Semgog den elenden Mann an. Das hatte er nicht kommen sehen. Er dachte, er würde ihm irgendeine Geschichte auftischen und dann verschwinden. Mit dem gehässigen Gerrard konnte er umgehen, aber das hier? Dieser Mann war bemitleidenswert. Auch wenn er es nie zugegeben hätte, zeigte es, dass er einige Hoffnung in Semgog gesetzt hatte. Diese Leute waren doch verrückt. Ein Wetterphänomen, ein verschwundener Dorfbewohner und schon wird von Heimsuchungen gesprochen und ein Kabuki beauftragt, der Sache auf den Grund zu gehen.

Semgog legte Gerrard die Hand auf das Bein und versuchte beruhigend zu klingen. “Wir werden dieses Rätsel lüften. Ich bin guter Dinge, dass der Schneefall sich beruhigt und noch genügend Zeit bleibt, um mit einem Dangh zurück zu kehren. Ich habe deinen Schimmel auf dem Hof gesehen. Das Tier sieht stark aus. Wenn ich mir das Pferd ausborge und mich spute, schaffe ich den Weg bis nach Print und zurück in weniger als 8 Tagen. Du solltest jetzt dafür sorgen, das ihr alle Vorbereitungen für den Winter trefft, bis wir zurückkehren.”
Gerrard schaute noch immer aus dem Fenster und sagte: “Das doppelte Kabuki. Nein. Ich zahle dir das dreifache von unserem ausgemachten Sold. 300 Vah. Von dem Geld kannst du dir in Print ein Dutzend göttliche Einsichten kaufen und in den Rang eines Kenths aufsteigen. So ist es doch? Der dreifache Sold, dafür das du den Winter hier verbringst und mit Jason ins Gespräch trittst.”
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RememberDecember59
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 30
Beiträge: 459
Wohnort: Franken


BeitragVerfasst am: 21.02.2018 18:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zomb23,
die Geschichte macht mich schon irgendwie neugierig, auch wenn (oder gerade weil) ich noch nicht so recht weiß, wo das hinführen soll. Es wird viel angedeutet und Fragen werden beim Lesen aufgeworfen, aber es ist meiner Meinung nach recht gut gemacht und nicht zu plump.
Mir sind das alles in allem ein paar zu viele fremde Namen und Begriffe, sind die denn alle schon jetzt nötig? Vielleicht kann man manche auch nach und nach einstreuen. Gut finde ich aber wiederum, dass du nicht alle unbekannten Phänomene und Begriffe gleich erklärst und dich im Infodump verlierst.
Die Geschichte schafft eine gute Atmosphäre, man könnte das aber durch gezielt eingesetzte, kurze und stimmungsvolle Beschreibungen z.B. des Dorfes, der Landschaft, des Bauernhauses etc. sogar noch verbessern, glaube ich.

Soweit meine bescheidene Meinung zu den bisher eingestellten Ausschnitten.

P.S.: Wenn man mehr Feedback möchte, kann es helfen, sich hin und wieder auch mal selbst mit den Texten anderer User zu beschäftigen und einen Leseeindruck dazulassen. Das muss ja kein komplettes Lektorat sein, viele freuen sich auch über einen kurzen Kommentar a la "Folgendes hat mir (nicht) gefallen: ...". Geben und nehmen, eben. Das nur als lieb gemeinter Tipp. smile


_________________
Bartimäus: "...-was ist das?"
Kobold: "Hätte mich das jemand anders gefragt, o Herr, der ihr Schrecklich und Unübertrefflich seid, hätte ich ihn einen Dummkopf genannt, bei Euch jedoch ist diese Frage ein Zeichen jener entwaffnenden Schlichtheit, welche der Born aller Tugend ist. ..."

Bartimäus I (Jonathan Stroud)
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