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Die Flucht


 
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AchimS
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 42
Beiträge: 51
Wohnort: Bayreuth


BeitragVerfasst am: 21.12.2017 23:04    Titel: Die Flucht eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Hallo miteinander,

ich weiß, der Text ist lang (Lesezeit ca. 6 Minuten), aber vielleicht wollt ihr ihm ja eine Chance geben. Ich habe ihn vor zwei Jahren geschrieben als actionreichen Prolog (d.h. einige Threads werden eröffnet, z.B. dass es eine Verschwörung gibt, die natürlich aufgeklärt werden will).

Natürlich nehme ich jedes Feedback gerne an, wünsche mir aber vor allem Hinweise zum Schreibstil. Die kursiv gesetzten Teile sollen Gedankeneinschübe sein.

Herzliche Grüße & danke für's Lesen
Achim

---

Die Flucht

Bei allem Ärger, den John am Hals hatte - ein wenig Freude kam schon auf. Das Knistern der Ladespulen setzte bei ihm eine Extraportion Endorphine frei. Das Display der Kontrolleinheit zeigte den Fortschritt des Ladevorgangs, der binnen Sekunden abgeschlossen sein würde. Die Seymour war bereits in Reichweite und für das hochintelligente Zielerfassungssystem seines Electrolyzers leichte Beute.

Kommt schon, ihr Arschgeigen. Zeigt mir Eure Schokoladenseite!

Langsam führte die Automatik den Geschützturm entsprechend der Flugbahn des Bombers mit. Das System wartete nur auf Johns Befehl, den er mit dem etwas altertümlich anmutenden Abzugshebel geben müsste. Danach würde sich die Seymour in einer Staubwolke des Wohlgefallens auflösen und seine Probleme wären Geschichte. Er wartete noch kurz bis das Schiff auf voller Breitseite in der Zielerfassung zu sehen war und drückte entschlossen den Abzug. Sein Mundwinkel verzog sich zu einem angedeuteten Grinsen. Die Kanone entlud ein mächtiges Gewitter aus tiefblauen Funken und Blitzen, sodass für einen kurzen Moment nichts auf dem Display zu erkennen war. Das Bild normalisierte sich und die Seymour war weg.

Fahrt zur Hölle ihr…

Etwas riss ihn zur Seite. Er spürte nur die brachiale Beschleunigung, dann hörte er einen brechenden Donner und es wurde dunkel und still.

„Mr. Smith. John?“ Es hörte sich an, als versuchte jemand mit Watte im Mund zu sprechen. „Können Sie mich hören?“ Er öffnete langsam seine schmerzenden Augen. Einen kurzen Moment dachte er, er wäre bereits im Jenseits. Zumindest entsprach die Situation in etwa der vagen Vorstellung, die er davon hatte. Das Tageslicht blendete ihn stark und er nahm nur verschwommene Umrisse war. Doch dann klärte sich sein Blick und er erkannte den Mann der gerade im Begriff war, ihm in den Oberarm zu kneifen.
„Oh, Mr. Smith! Die Seymour ist unversehrt davongekommen. Irgendwie haben die Ihren Beschuss überstanden und sofort mit einer Gegenoffensive geantwortet.“
Es wahr Johannson, der Plasmatechniker, den sie vor zwei Wochen zum Dienst auf der Station eingeteilt hatten. Soweit John wusste, machte der Mann seine Arbeit gut. Jedenfalls hatte das Versorgungssystem endlich einwandfrei funktioniert, seit der dürre Nerd die Verantwortung dafür trug.
„Mindestens vier Katalytbomben haben sie abgeworfen. Die Basis ist nahezu vollständig zerstört.“

Diese Arschlöcher!

Langsam richtete John sich auf. In seinem Schädel pochte es. Sein Gehör schien sich nur langsam zu erholen. Neben der dumpfen Geräuschkulisse und Johannsons Wattestimme nahm er ein schrilles, aber leises Pfeifen wahr. Er kannte das nur zu gut, schon oft hatte er in Gefechten beinahe seinen Hörsinn eingebüßt. Auf jeden Fall hörte er bei weitem nicht mehr so gut als noch zu seinen Glanzzeiten - wann immer das war. Bei jeder Bewegung spürte er seine Knochen. Es hatte ihn ganz schön erwischt.
„Sie können von Glück sagen, dass Sie das überlebt haben.“ Johannson kniff die Augen mitleidvoll zusammen. „Die erste Druckwelle hat sie wohl hier runter geschleudert“, schlussfolgerte er in einem winzigen Anflug von Begeisterung.
Jetzt erst begriff John wo sie sich befanden: der Lichtgraben für die Besprechungsräume im Untergeschoss des Hauptgebäudes. Die Detonation hatte ihn also mindestens fünfundzwanzig Meter weit katapultiert.

Tja, Alter. Du hältst halt doch noch einiges aus.

„Aber das war ihr Glück. Die nächsten Explosionen haben die Basis dem Boden gleichgemacht.“ Er riss die Augen auf, als hätte er die Zerstörung gerade noch einmal erlebt.
„Gibt es weitere Überlebende?“, fragte John routiniert.
„Sie sind der erste, den ich gefunden habe“, antwortete der Ingenieur resigniert.
John kroch aus dem Graben und half dem Techniker, nachzukommen. Von der Basis war nur noch ein Trümmerhaufen übrig. Er vermutete, dass die Untergeschosse noch halbwegs intakt waren, aber allzu große Hoffnungen machte er sich nicht. Klar, mehrere kaltsprengende Katalytbomben, dafür war die Station nicht gerüstet. Die Verteidigungssysteme beschränkten sich auf den Electrolyzer und ein paar tragbare Waffen in einem abgeschlossenen Schrank. Gegen Bomben waren sie machtlos.

John hätte nie gedacht, die Station einmal gegen seine eigenen Leute verteidigen zu müssen. Und noch weniger, dass er versagen würde. Wie hat es die Seymour eigentlich geschafft, der Electrolyzer-Ladung zu entkommen? Das Zielsystem hatte den Bomber doch erfasst?
„Wie lange ist der Angriff her?“ Für persönliches Geplauder hatte John in dieser Situation keinen Nerv. Auch der schüchterne Techniker zeigte keine Lust auf Small-Talk. Er hatte vielmehr eine Scheiß-Angst. „Zwanzig Minuten etwa.“

Wenn jetzt noch kein Bodenteam da ist, heißt das wir sind sicher. Vorerst. Mit etwas Glück funktioniert das EES noch und wir kommen von diesem verdammten Klumpen runter.

John versuchte sich zu orientieren. Sie mussten nur einen der Eingänge zum Emergency Evacuation System finden. Die Kapsel würde dann etwa hundert Kilometer durch den nahezu parallel zur Oberfläche angelegten Tunnel geschossen werden um sich anschließend selbstständig auf den Weg zur nächsten Basis zu machen. Das könnte zwar ebenfalls zu einem Problem werden, denn er wusste nicht, wie weit die Infiltration von Altech schon fortgeschritten war. Aber bleiben und abwarten kam ebensowenig in Frage.
Die Rettungsprozedur hatte er im Laufe der Jahre schon zweimal mitgemacht. Falls man kein Raumfahrer oder Testpilot war, blieb einem bei so einer Evakuation die Spucke weg. Wie es um Johannson stand, wusste er nicht. Er verzichtete darauf, es herauszufinden, hatte aber kurz ein Bild des bleichen Technikers im Kopf, dem bei der Beschleunigung der Atem stockte.

„Da drüben zwischen Hauptgebäude und Lager müsste eine EES-Luke sein“, teilte er trocken mit. Er wirkte, als hätte er diese Situation schon zigmal durchgespielt. Dabei war es gerade mal zwei Stunden her, seit er die Verschwörung bei Altech aufgedeckt hatte. Er wollte sich eigentlich zur Ruhe setzen. Doch die Abteilung für interdisziplinäre Raumforschung konnte ihn überzeugen, eine letzte Mission zu übernehmen. Es war auch zu verlockend, das Energieproblem der Menschheit wäre gelöst gewesen. Und er hätte seinen Beitrag als Beschützer des wichtigsten Außenpostens dazu geleistet. Er wäre dann mit einem großartigen Gefühl abgetreten. Doch jetzt spielte nur das Überleben eine Rolle. Um die Arschlöcher von Altech würde er sich später kümmern.
„Wir holen die Waffen aus dem Lager. Vorräte sind in den EES-Kapseln.“
Johannson nickte. Er schien froh zu sein, dass John wusste was zu tun war. Er lies seinen Blick über das Trümmerfeld wandern.
„Glauben Sie, dass das hier jemand überlebt hat?“
Zur Zeit des Angriffs waren wir insgesamt sieben Leute auf der Station. Johannson werkelte wohl in einem Engergieschacht rum. Marek und Jana waren im Labor. Soyan und dieser komische Alien - wie hieß er noch? - arbeiteten am Antennensystem. Bleibt nur noch Dr. Steward. Ihn konnte man eigentlich nur im Büro oder im Labor antreffen…

„Nein.“ Er lies sich seine Betroffenheit nicht anmerken. Trotzdem ballte er die Fäuste bis seine Knöchel weiß wurden. Seine Wut drohte, die Kontrolle zu übernehmen. Der alte Haudegen hatte kein Problem damit, einen Bösewicht umzulegen, aber er hasste es, wenn es Unschuldige erwischte. Er wusste, wie unnötig es war, all diese Leute zu opfern. Seine Auftraggeber wollten wohl gründlich sein und alle Spuren beseitigen.

Voll bepackt mit den Waffen aus dem Schrank gingen die beiden Männer den EES-Schacht entlang. Aus jedem Gebäude führten Schächte zu der Abschusskammer, was dem System den Spitznamen „Labyrinth“ einbrachte. Dafür gab es an den Schachträndern leuchtende Pfeile, die den kürzesten Weg zur Abschusskammer anzeigten. In der Kammer wirkte alles so friedlich. Die Vorstellung, dass die komplette Station zerstört und sie die einzigen beiden Überlebenden waren, wirkte abstrakt und bizarr. John wollte beinahe zurücklaufen, um sich davon zu überzeugen, dass es wirklich geschehen war. Die Luken der drei Kapseln standen offen. Neben jeder Türe prangte ein kleines Display, das den Systemstatus anzeigte - alles war in Ordnung. Smith bedeutete Johannson, die mittlere Kapsel zu besteigen, und kroch hinterher.
„Evakuierung von zwei Personen. Bitte nehmen Sie ihre Plätze ein und schnallen Sie sich an.“ Die Computerstimme gab sich wie eine Flugbegleiterin auf einem Urlaubsflug. Sobald beide ihre Gurte angelegt hatten, verriegelte das EES die Luke automatisch und schoss die beiden ins All.

Nachdem die schlimmste Phase der automatischen Evakuierung vorbei war, konkretisierte sich in Johns Geist ein beissender Gedanke. Etwas kam ihm schon die ganze Zeit merkwürdig vor.

Johannson arbeitete doch in einem Energieschacht. Jedenfalls war er zum Zeitpunkt des Angriffs nicht an der Oberfläche. Er konnte nicht wissen, dass es die Seymour war!

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Yorinde
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 31
Beiträge: 135
Wohnort: Stendal


BeitragVerfasst am: 22.12.2017 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Achim!
Danke für deinen Text und vor allem für die Gliederung, dadurch kam er mir gar nicht so lang vor. Das Thema ist grundsätzlich gar nichts für mich, aber das heißt ja nichts. Wink
Dein Stil hat mir gefallen, ließ sich leicht lesen und vor allem hab ich das Gefühl, du weißt, wovon du schreibst. Auch wenn ich mit der ganzen Technologie nichts anfangen kann, wirkt es auf mich alles sehr glaubwürdig.
 Daumen hoch²
Ich hätte zwei, drei Anmerkungen bzw. Fragen.

Zitat:
Die Seymour war bereits in Reichweite und für das hochintelligente Zielerfassungssystem seines Electrolyzers leichte Beute (...) Langsam führte die Automatik den Geschützturm entsprechend der Flugbahn des Bombers mit.


Mir war ziemlich schnell klar, dass es hier um irgendwas SciFi-mäßiges geht, das Wort "Bomber" hat mich dann aber total irritiert, weil ich dachte, vielleicht geht es doch um den 2. WK?

Zitat:
Mr. Smith. John


Mmh, was soll ich sagen. Das ist für mich sowas von ein Allerweltsname. Ist ok, aber irgendwie dürfte es auch was ausgefalleneres sein, für meinen Geschmack.
Vor meiner Hochzeit hieß ich Stefanie Schmidt. Ein Postbote sagte mal zu mir: Das ist kein Name, das ist ein Zustand. Shocked
Weißt du, was ich meine?

Zitat:
John hätte nie gedacht, die Station einmal gegen seine eigenen Leute verteidigen zu müssen.


Das verstehe ich nicht ganz. Wieso verteidigen? Er hat doch zuerst angegriffen, oder?

Zitat:
Seine Wut drohte, die Kontrolle zu übernehmen. Der alte Haudegen hatte kein Problem damit, einen Bösewicht umzulegen, aber er hasste es, wenn es Unschuldige erwischte. Er wusste, wie unnötig es war, all diese Leute zu opfern.


Das ist jetzt vielleicht Geschmackssache. Aber wenn es ihn so mitnimmt, dass diese Leute tot sind (sein sollen), warum geht er nicht nachsehen sondern glaubt einem einfachen Techniker? Klar, für den Verlauf der Geschichte ist dieses Vorgehen wahrscheinlich genau richtig und sicher könnte man das auch mit dem Schockzustand oder so erklären. Es macht nur deinen Prota ein klein bisschen unglaubwürdig, für mich. Vielleicht wäre das schon gelöst, wenn er nicht so viel Emotion zeigen würde. Oder wenn richtig Zeitdruck herrscht, weil er sich eben noch nicht sicher sein kann, dass nicht im nächsten Moment die Bodentruppen aufkreuzen.

Ansonsten fand ich das Ende gut, ein super Cliffhanger. Smile
Schau, was du brauchen kannst von meinen Anmerkungen, den Rest kannst du getrost ins All schießen. Wink

Viel Freude weiterhin! Yorinde


_________________
Es heißt, das Leben schreibe die besten Geschichten. Hin und wieder sollten wir dem Leben aber auch einen Stift leihen.
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Selanna
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 613
Wohnort: Süddeutschland


BeitragVerfasst am: 23.12.2017 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Achim,

Zitat:
Die Seymour

Den Namen würde ich kursiv schreiben

Zitat:
des Bombers

Da stimme ich Yorinde zu, das klingt sehr nach Flugzeug 20. Jh.
Zitat:
Er wartete noch kurz Komma bis das Schiff auf voller Breitseite in der Zielerfassung zu sehen war und drückte entschlossen den Abzug. Sein Mundwinkel verzog sich zu einem angedeuteten Grinsen. Ich bin kein Sci-Fi-Leser, aber für die Marine, die vllt vergleichbar ist, gilt, dass man gegnerische Schiffe versenkt, weil es sein muss, aber nicht mit einem Grinsen. Und wenn das gegnerische Schiff versenkt ist, versucht man, so viele feindliche Seeleute wie möglich zu retten. Ich finde das Grinsen hier unsympathisch, er überlegt ja, eine Besatzung von mehreren Dutzend (bis hundert?) Menschen zu töten, oder?

Fahrt zur Hölle ihr…

Sehr hasserfüllt, der John.

Zitat:
„Mr. Smith. John?“

Da stimme ich wieder Yorinde zu. Seit John Smith Pocahontas begegnet ist bis dahin, als Brad Pitt in gleichnamiger Rolle Angelina Jolie verhauen hat, ist der Name wirklich sehr ausgelutscht. (Ganz davon abgesehen, dass mein Opa so hieß: Johann Schmid wink  ). Du hast Dir sicher Gedanken gemacht, aber als Leser würde mich der Name schon sehr stören, denn er legt eigentlich nahe, dass Du in die Namensfindung keine Mühe gesteckt hast…
Zitat:
Das Tageslicht

Wo ist er denn? Ist er nicht in einem Raumschiff im All? Im All gibt’s doch kein Tageslicht, sondern nur auf rotierenden Planeten. Oder?
Zitat:
er erkannte den Mann   Komma der gerade im Begriff war,
„Oh, Mr. Smith! Die Seymour ist unversehrt davongekommen. Irgendwie haben die Ihren Beschuss überstanden und sofort mit einer Gegenoffensive geantwortet.“

Da John bisher eher als grimmig und hasserfüllt rüberkam, habe ich jetzt kein Mitleid mit ihm.

Zitat:
Es wahr war Johannson,

Diese Arschlöcher!

Hat er gedacht, die lassen sich kampflos abschießen? Damit hat er doch sicher gerechnet, dass sie versuchen, auszuweichen und zurückzuschießen, oder?

Zitat:
Auf jeden Fall hörte er bei weitem ich glaube: bei Weitem nicht mehr so gut als noch zu seinen Glanzzeiten …
Johannson kniff die Augen mitleidvoll mitfühlend fänd ich schöner, denn ein Untergebener, der den Vorgesetzten mit Mitleid ansieht, kratzt ja fast schon an dessen Autorität, die John doch hier sicher haben soll, oder? zusammen. „Die erste Druckwelle hat sie Sie wohl hier runter geschleudert“, schlussfolgerte er in einem winzigen Anflug von Begeisterung echt? Wie begeistert wärst denn Du, wenn Du siehst, dass ein Bauarbeiter vier Meter vom Gerüst fällt und jetzt angeschlagen am Boden vor Dir liegt? Wärst Du nicht eher erstaunt, geschockt, erleichtert (dass nicht mehr passiert ist), vllt noch fasziniert? Aber begeistert? Bringe ich mit der Situation nicht zusammen, sorry..
Jetzt erst begriff John Komma wo sie sich befanden: …

„Aber das war ihr Ihr Glück. Die nächsten Explosionen haben die Basis dem Boden gleichgemacht.“ Gibt’s da jetzt keine Probleme mit der Außenhülle, mit Luft, Druckerhalt etc.? Er riss die Augen auf, als hätte er die Zerstörung gerade noch einmal erlebt. die Mimik von Johannson finde ich sehr melodramatisch
„Gibt es weitere Überlebende?“, fragte John routiniert der ist aber schon ein sehr harter Knochen und kein Offizier, der irgendwie mit seiner Mannschaft verbunden ist, hm? Willst Du das „routiniert“ nicht weglassen? Ihn einfach so fragen lassen?.

Wenn jetzt noch kein Bodenteam da ist, heißt das Komma wir sind sicher. Vorerst. Mit etwas Glück funktioniert das EES noch und wir kommen von diesem verdammten Klumpen runter.

John versuchte Komma sich zu orientieren. Sie mussten nur einen der Eingänge zum Emergency Evacuation System finden. Die Kapsel würde dann etwa hundert Kilometer durch den nahezu parallel zur Oberfläche angelegten Tunnel geschossen werden Komma um sich anschließend selbstständig auf den Weg zur nächsten Basis zu machen. …

„Da drüben zwischen Hauptgebäude und Lager müsste eine EES-Luke sein“, teilte er trocken „trocken“ bedeutet für mich, dass man etwas mit anderer Stimmung antwortet, vllt jemand bes. Lustigem/Aufgebrachten/Begeisterten einen erdenden, auch leicht ironischen Kommentar hinwirft. Hier fände ich „nüchtern“ passender mit. …
Johannson nickte. Er schien froh zu sein, dass John wusste Komma was zu tun war. Er lies ließ  seinen Blick über das Trümmerfeld wandern.
…Zur Zeit des Angriffs waren wir „wir“ ist ein Perspektivwechsel. Bisher war alles in 3.Pers. insgesamt sieben Leute auf der Station. …

„Nein.“ Er lies ließ sich seine Betroffenheit nicht anmerken. ich bin erleichtert, endlich einmal ist John auch betroffen Trotzdem ballte er die Fäuste Komma bis seine Knöchel weiß wurden. Seine Wut drohte, die Kontrolle zu übernehmen… Seine Auftraggeber wollten wohl gründlich sein und alle Spuren beseitigen. „Seine“ heißt Johns Auftraggeber? Das wirkt, als seien die alles andere als seriös?

… John wollte beinahe zurücklaufen, um sich davon zu überzeugen, dass es wirklich geschehen war. wäre er als oberster Befehlshabender nicht dazu verpflichtet, nach seiner Mannschaft zu sehen?
Bitte nehmen Sie ihre Ihre Plätze ein und schnallen Sie sich an.“ Die Computerstimme gab sich wie eine Flugbegleiterin auf einem Urlaubsflug. Sobald beide ihre Gurte angelegt hatten, verriegelte das EES die Luke automatisch und schoss die beiden ins All.

Nachdem die schlimmste Phase der automatischen Evakuierung vorbei war, konkretisierte sich in Johns Geist ein beissender wenn Du kein Schweizer bist: beißender Gedanke. …


Gut fand ich die eingeschobenen, kursiv geschriebenen Gedanken Johns! Dadurch hat das Ganze sehr an „Pepp“ gewonnen und die Gefühlswelt Johns wird sehr direkt an den Leser übermittelt. Allerdings ist mir der „alte Haudegen“ zu kalt, zu abgebrüht, um mir als Leser sympathisch zu sein. Ich bleibe distanziert und kritisch. Aber das kann auch an mir liegen.

Für Hard Sci-Fi fehlt mir die Beschreibung der Station, in der sie sich aufhalten, eine genaue technische Erläuterung der Waffen (ich bekomme manchmal die Hörbücher meines Mannes mit. Er mag technisches Sci-Fi).
Dein Schreibstil ist gut, man kann der Geschichte folgen, es entsteht Atmosphäre. Außer ein paar Kommafehler habe ich kaum etwas zu beanstanden wink

Ich hoffe, Dir helfen ein paar Dinge weiter!
Liebe Grüße
Selanna


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Nur ein mittelmäßiger Mensch ist immer in Hochform. - William Somerset Maugham
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AchimS
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BeitragVerfasst am: 23.12.2017 16:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Selanna,

vielen Dank für Deine ausführliche Kritik. Ich werde die Erzählung dahingehend ein bisschen überarbeiten und hier eine Korrektur posten. Folgendes ist mir durch Deine Hinweise aufgefallen:

1) die Szene spielt eigentlich auf einem Asteroiden (im Text "Klumpen" genannt), das sollte vielleicht im ersten Absatz noch klar gemacht werden

2) der Asteroid hat atembare Atmosphäre und Tageslicht (es ist kein Hard Sci-Fi, von daher ist die physikalische Korrektheit auf dem Level von Star Trek Smile )

3) die Station auf dem Asteroiden wird von der Seymour angegriffen, John hat ja diese Verschwörung aufgedeckt und deshalb soll die Station mit ihm und allen Leuten darauf vernichtet werden

4) die Begeisterung Johannsons ist eher Faszination darüber, dass John das überlebt hat -> werde ich besser formulieren

5) Johns Lächeln resultiert aus seiner Faszination für Waffen - das ist bei diesem Haudegen einfach so - und die Seymour ist ein Bomber mit einer Besatzung von zwei Leuten -> auch das sollte ich noch rausarbeiten

6) meine Kommasetzung ist bescheiden - was das angeht bin ich schwer von Begriff, aber ich versuch mein Bestes

John Smith ist natürlich kein origineller Name, aber ich bleibe dabei. Für einen Roman wäre das natürlich nix (wobei Sakey in der Brilliance-Saga den Anta einfach John Smith genannt hat).

BTW: die Geschichte hat von der Idee bis zu der hier geposteten Fassung exakt 45 Minuten Zeit gehabt, d.h. allzu viel Gedanken habe ich mir tatsächlich nicht gemacht - ich hab nur die Muse genutzt Smile

Vielen Dank nochmal, wie gesagt, ich poste nochmal eine neue Fassung

Herzliche Grüße
Achim
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AchimS
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BeitragVerfasst am: 23.12.2017 16:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Yorinde,

Yorinde hat Folgendes geschrieben:
Das ist jetzt vielleicht Geschmackssache. Aber wenn es ihn so mitnimmt, dass diese Leute tot sind (sein sollen), warum geht er nicht nachsehen sondern glaubt einem einfachen Techniker? Klar, für den Verlauf der Geschichte ist dieses Vorgehen wahrscheinlich genau richtig und sicher könnte man das auch mit dem Schockzustand oder so erklären. Es macht nur deinen Prota ein klein bisschen unglaubwürdig, für mich. Vielleicht wäre das schon gelöst, wenn er nicht so viel Emotion zeigen würde. Oder wenn richtig Zeitdruck herrscht, weil er sich eben noch nicht sicher sein kann, dass nicht im nächsten Moment die Bodentruppen aufkreuzen.


das ist ein guter Hinweis - ich werde bei der nächsten Überarbeitung nochmal klarer machen, dass man getrost davon ausgehen kann, dass die Leute nicht überlebt haben. Die Frage nach Überlebenden ist an und für sich überflüssig aber ich denke, ich würde in so einer Situation trotzdem fragen...

Viele Grüße
Achim
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Yorinde
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BeitragVerfasst am: 23.12.2017 17:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Achim!

Zitat:
Die Frage nach Überlebenden ist an und für sich überflüssig


Da muss ich jetzt noch mal einhaken. Der Schluss dieser Szene hat bei mir folgendes Bild im Kopf erzeugt:
Der Techniker behauptet, weitere Bomben hätten die Basis zerstört. John fällt darauf rein und geht nicht nachsehen, sondern lässt sich mit dem Techniker evakuieren. In Wirklichkeit war das genau der Plan des Technikers, jetzt hat er John in seiner Gewalt und die Überlebenden auf der Station (denn die weiteren Bomben hat es nicht gegeben) sind plötzlich sich selbst überlassen. Auch weil du noch mal explizit erwähnst, dass in den Untergeschossen alles normal erscheint dachte ich, der Typ erzählt Unsinn, um John hinter's Licht zu führen.
Vielleicht kannst du mit dem Eindruck irgendwas anfangen.
Gruß, Yorinde


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BeitragVerfasst am: 23.12.2017 17:50    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Yorinde,

gut, dass Du es nochmal erwähnst: die Untergeschosse habe ich gerade gestrichen. Die sind völlig unnötig. In der neuen Fassung sollte deutlicher rauskommen, dass die Station dem Erdboden gleichgemacht wurde und man von Überlebenden gar nicht ausgehen kann.

Nachdem der Text ein Prolog ist, kann er natürlich nicht alles aufklären. Auch nicht, was genau es mit Johannson auf sich hat. Tatsächlich steckt Johannson mit Altech unter einer Decke, und sollte den Angriff überleben - als einziger. Dummerweise hat John es auch geschafft und nun muss Johannson ein Schauspiel abziehen, denn gegen John hätte er im Kampf keine Chance.

Herzliche Grüße
Achim

PS: die neue Fassung kommt gleich
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AchimS
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BeitragVerfasst am: 23.12.2017 17:51    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die Flucht

Bei allem Ärger, den John am Hals hatte - ein wenig Freude kam schon auf. Er aktivierte das Flugabwehrsystem. Die kleinen Außenposten, die auf vielen der winzigen Asteroiden errichtet wurden, hatten keine großartige Bewaffnung, aber mit einem Zwei-Mann-Bomber wie der Seymour wurde das System noch fertig. Das Knistern der Ladespulen setzte bei ihm eine Extraportion Adrenalin frei. Natürlich hatte er Angst. Aber er war solche Situationen gewohnt. Wenn er keine Wahl hatte, als seine Feinde zu töten, dann half er sich mit herablassenden Gedanken.

Kommt schon, ihr Arschgeigen. Zeigt mir Eure Schokoladenseite!

Langsam führte die Automatik den Geschützturm entsprechend der Flugbahn des Bombers mit. Das System wartete nur auf Johns Befehl, den er mit dem etwas altertümlich anmutenden Abzugshebel geben müsste. Danach würde sich die Seymour in einer Staubwolke des Wohlgefallens auflösen und seine Probleme wären erstmal Geschichte. Er wartete noch kurz bis das Schiff auf voller Breitseite in der Zielerfassung zu sehen war. Fest entschlossen, seinen Auftrag zur Verteidigung der Station zu erfüllen drückte er den Abzug. Sein Mundwinkel verzog sich zu einem kaum wahrnehmbaren, siegessicheren Grinsen. Die Kanone entlud ein mächtiges Gewitter aus tiefblauen Funken und Blitzen, sodass für einen kurzen Moment nichts auf dem Display zu erkennen war. Das Bild normalisierte sich und die Seymour war weg.

Tut mir leid Leute, aber wer mir den Arsch wegbomben will...

Etwas riss ihn zur Seite. Er spürte nur die brachiale Beschleunigung, dann hörte er einen brechenden Donner und es wurde dunkel und still.

„Mr. Smith. John?“ Es hörte sich an, als versuchte jemand mit Watte im Mund zu sprechen. „Können Sie mich hören?“ Er öffnete langsam seine schmerzenden Augen. Einen kurzen Moment dachte er, er wäre bereits im Jenseits. Zumindest entsprach die Situation in etwa der vagen Vorstellung, die er davon hatte. Das Tageslicht blendete ihn stark und er nahm nur verschwommene Umrisse war. Doch dann klärte sich sein Blick und er erkannte den Mann der gerade im Begriff war, ihm in den Oberarm zu kneifen.
„Oh, Mr. Smith! Die Seymour ist unversehrt davongekommen. Irgendwie haben die Ihren Beschuss überstanden und sofort mit einer Gegenoffensive geantwortet.“
Es war Johannson, der Plasmatechniker, den sie vor zwei Wochen zum Dienst auf der Station eingeteilt hatten. Soweit John wusste, machte der Mann seine Arbeit gut. Jedenfalls hatte das Versorgungssystem endlich einwandfrei funktioniert, seit der dürre Nerd die Verantwortung dafür trug.
„Mindestens vier Katalytbomben haben sie abgeworfen. Die Basis ist nahezu vollständig zerstört.“

Diese Arschlöcher!

Langsam richtete John sich auf. In seinem Schädel pochte es. Sein Gehör schien sich nur langsam zu erholen. Neben der dumpfen Geräuschkulisse und Johannsons Wattestimme nahm er ein schrilles, aber leises Pfeifen wahr. Er kannte das nur zu gut, schon oft hatte er in Gefechten beinahe seinen Hörsinn eingebüßt. Auf jeden Fall hörte er bei weitem nicht mehr so gut als noch zu seinen Glanzzeiten - wann immer das war. Bei jeder Bewegung spürte er seine Knochen. Es hatte ihn ganz schön erwischt.
„Sie können von Glück sagen, dass Sie das überlebt haben.“ Johannson half ihm auf die Beine. „Die erste Druckwelle hat sie wohl hier runter geschleudert“, schlussfolgerte der Techniker fasziniert. Sie befanden sich im Lichtgraben für die Besprechungsräume im Untergeschoss des Hauptgebäudes. Die Detonation hatte John also mindestens fünfundzwanzig Meter weit katapultiert.

Tja, Alter. Du hältst halt doch noch einiges aus.

„Aber das war ihr Glück. Die nächsten Explosionen haben die Basis dem Boden gleichgemacht.“ Er riss die Augen auf, als hätte er die Zerstörung gerade noch einmal erlebt.
„Gibt es weitere Überlebende?“, fragte John routiniert. Seine Gefechtserfahrung lies ihn manchmal kälter wirken, als er tatsächlich war.
Der Ingenieur lies die Schultern hängen. „Sie sind der einzige, den ich gefunden habe“, antwortete er resigniert.
John kroch aus dem Graben und half Johannson, nachzukommen. Von der Basis war nur noch ein Trümmerhaufen übrig. Klar, mehrere kaltsprengende Katalytbomben, dafür war die Station nicht gerüstet. Die Verteidigungssysteme beschränkten sich auf den Electrolyzer und ein paar tragbare Waffen in einem abgeschlossenen Schrank. Gegen Bomben waren sie machtlos.

John hätte nie gedacht, die Station einmal gegen seine Auftraggeber verteidigen zu müssen. Und noch weniger, dass er versagen würde. Wie hat es die Seymour eigentlich geschafft, der Electrolyzer-Ladung zu entkommen? Hatte das Zielsystem den Bomber nicht erfasst?
„Wie lange ist der Angriff her?“ Für persönliches Geplauder hatte John in dieser Situation keinen Nerv. Auch der schüchterne Techniker zeigte keine Lust auf Small-Talk. Er hatte vielmehr eine Scheiß-Angst.
„Zwanzig Minuten etwa.“

Wenn jetzt noch kein Bodenteam da ist, heißt das sie glauben, uns hat es erwischt. Vorerst. Mit etwas Glück funktioniert das EES noch und wir kommen von diesem verdammten Klumpen runter.

John versuchte sich zu orientieren. Sie mussten nur einen der Eingänge zum Emergency Evacuation System finden. Die Kapsel würde dann etwa zehn Kilometer durch den nahezu parallel zur Oberfläche angelegten Tunnel geschossen werden um sich anschließend selbstständig auf den Weg zur nächsten Basis zu machen. Das könnte zwar ebenfalls zu einem Problem werden, denn er wusste nicht, wie weit die Infiltration des Altech-Konzerns schon fortgeschritten war. Aber bleiben und abwarten kam ebensowenig in Frage. Die Rettungsprozedur hatte er im Laufe der Jahre schon zweimal mitgemacht. Falls man kein Raumfahrer oder Testpilot war, blieb einem bei so einer Evakuation die Spucke weg. Wie es um Johannson stand, wusste er nicht. Er verzichtete darauf, es herauszufinden, hatte aber kurz ein Bild eines kreidebleichen Technikers im Kopf, dem bei der Beschleunigung der Atem stockte.

„Da drüben zwischen Hauptgebäude und Lager müsste eine EES-Luke sein“, teilte er nüchtern mit. Er wirkte, als hätte er diese Situation schon zigmal durchgespielt. Dabei war es gerade mal zwei Stunden her, seit er die Verschwörung bei seinem eigenen Auftraggeber - Altech - aufgedeckt hatte. Er wollte sich eigentlich zur Ruhe setzen. Doch die Abteilung für interdisziplinäre Raumforschung konnte ihn überzeugen, diese letzte Mission zu übernehmen. Es war auch zu verlockend, das Energieproblem der Menschheit wäre gelöst gewesen. Und er hätte seinen Beitrag als Beschützer des wichtigsten Außenpostens dazu geleistet. Nach all den Kämpfen, Gefechten und Geheimeinsätzen wäre er dann mit einem großartigen Gefühl abgetreten. Doch jetzt spielte nur das Überleben eine Rolle. Um die Arschlöcher bei Altech würde er sich später kümmern.
„Wir holen die Waffen aus dem Lager. Vorräte sind in den EES-Kapseln.“
Johannson nickte. Er schien froh zu sein, dass John wusste was zu tun war. Er lies seinen Blick über das Trümmerfeld wandern.
„Glauben Sie, dass das hier jemand überlebt hat?“

Zur Zeit des Angriffs waren wir insgesamt sieben Leute auf der Station. Johannson werkelte wohl in einem Engergieschacht rum. Marek und Jana waren im Labor. Soyan und dieser komische Alien - wie hieß er noch? - arbeiteten am Antennensystem. Bleibt nur noch Dr. Steward. Ihn konnte man eigentlich nur im Büro oder im Labor antreffen…

„Nein.“ John lies sich seine Betroffenheit nicht anmerken. Trotzdem ballte er die Fäuste bis seine Knöchel weiß wurden. Seine Wut drohte, die Kontrolle zu übernehmen. Der alte Haudegen hatte kein Problem damit, einen Bösewicht umzulegen, aber er hasste es, wenn es Unschuldige erwischte. Er wusste, wie unnötig es war, all diese Leute zu opfern. Seine Auftraggeber wollten wohl gründlich sein und alle Spuren beseitigen.

Voll bepackt mit den Waffen aus dem Schrank gingen die beiden Männer den EES-Schacht entlang. Aus jedem Gebäude führten Schächte zu der Abschusskammer, was dem System den Spitznamen „Labyrinth“ einbrachte. Dafür gab es an den Schachträndern leuchtende Pfeile, die den kürzesten Weg zur Abschusskammer anzeigten. In der Kammer wirkte alles so friedlich. Die Vorstellung, dass die komplette Station zerstört und sie die einzigen beiden Überlebenden waren, wirkte bizarr. John wollte beinahe zurücklaufen, um sich davon zu überzeugen, dass es wirklich geschehen war. Die Luken der drei Kapseln standen offen. Neben jeder Türe prangte ein kleines Display, das den Systemstatus anzeigte - alles war in Ordnung. Smith bedeutete Johannson, die mittlere Kapsel zu besteigen, und kroch hinterher.
„Evakuierung von zwei Personen. Bitte nehmen Sie ihre Plätze ein und schnallen Sie sich an.“ Die Computerstimme gab sich wie eine Flugbegleiterin auf einem Urlaubsflug. Sobald beide ihre Gurte angelegt hatten, verriegelte das EES die Luke automatisch und schoss die beiden ins All.

Nachdem die schlimmste Beschleunigungsphase vorbei war, konkretisierte sich in Johns Geist ein beissender Gedanke. Etwas kam ihm schon die ganze Zeit merkwürdig vor.

Johannson arbeitete doch in einem Energieschacht. Jedenfalls war er zum Zeitpunkt des Angriffs nicht an der Oberfläche. Er konnte nicht wissen, dass es die Seymour war!

...
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Murmel
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BeitragVerfasst am: 23.12.2017 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ich tue mich mit der auktorialen Erzählweise oft ein wenig schwer, denn sie verhindert ein echtes Eintauchen in die Person, das wirkliche Miterleben. Das versuchst du nun mit direkten Gedanken auszugleichen (eigentlich ein Nono in der Erzählposition, denn es würde bedeuten, dass das die Gedanken des auktorialen Erzählers sind)  - aber warum dann nicht den endgültigen Schritt zur personalen gehen?

Wenn das der Einstieg zu deinem Roman werden soll, muss die Ausgangssituation klarer werden. Wo ist die Basis? Woher weiß John, dass die Basis zerstört ist? Ich weiß, dass die Entscheidung zwischen zu viel Info und zu wenig schwierig ist. Während viele sich fürs zu viel entscheiden, bist du zu karg geblieben.

Ansonsten gefällt mir das, was sich da andeutet.
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AchimS
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BeitragVerfasst am: 23.12.2017 20:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Murmel,

auktorialer Erzähler - den Begriff kannte ich gar nicht - wieder was gelernt Smile Aber diese Erzählperspektive ist mir schon wichtig. Sicher, in dem vorliegenden Text sind viele Gedankeneinschübe, aber in SciFi und Fantasy ist diese Art der Gedankendarstellung nicht unüblich. Ich habe eine Trilogie gelesen, die voll davon war und es hat sich perfekt in den Lesefluss integriert.

Mein Romanprojekt ist ein völlig anderes. Diesen Text habe ich vor längerem geschrieben, als Übung sozusagen. Ich habe mir dabei vorgestellt, einen Prolog zu einem SciFi-Roman zu schreiben, der einerseits einige Fragen aufwirft, andererseits die Gesamtsituation anreisst. Möglicherweise würde John in dem Roman gar keine weitere Rolle bekommen...

LG
Achim
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Murmel
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BeitragVerfasst am: 23.12.2017 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

AchimS hat Folgendes geschrieben:
Hallo Murmel,

auktorialer Erzähler - den Begriff kannte ich gar nicht - wieder was gelernt Smile Aber diese Erzählperspektive ist mir schon wichtig. Sicher, in dem vorliegenden Text sind viele Gedankeneinschübe, aber in SciFi und Fantasy ist diese Art der Gedankendarstellung nicht unüblich. Ich habe eine Trilogie gelesen, die voll davon war und es hat sich perfekt in den Lesefluss integriert.

Gedankeneinschübe macht man normalerweise in der personalen Erzählweise, und kennzeichnet diese mit "Dachte er/sie". Mit Auktorial verbindet man das eigentlich nicht. Ich sage damit nicht, dass das nicht funktioniert, aber mir ist das zu merkwürdig, denn du musst sehr aufpassen, dass die Gedanken dann der richtigen Person zugeordnet werden können.
Theorien über Perspektive gibt es viele, man kann es sich einfach oder auch schwer machen, aber wenn man Regeln brechen will, muss man sie zuerst kennen.

Der Text personal geschrieben, inklusive der Gedanken, hätte mehr Power.

Es gibt Romane, da passt die auktoriale prima, aber meistens inszeniert sie den Erzähler als eigene Person. Dann ist sie richtig gut, aber die meisten heutigen Autoren beherrschen das nicht und Auktorial mit willkürlichem Headhopping. Dass viele Leser das nicht erkennen, ist eine andere Frage. Es gibt viele Romane, die würden gewinnen, lernte der Autor, was Perspektive heißt.

ABer das ist nur Murmels Meinung:)
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AchimS
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BeitragVerfasst am: 23.12.2017 21:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi,

Murmel hat Folgendes geschrieben:
Der Text personal geschrieben, inklusive der Gedanken, hätte mehr Power. ... Es gibt viele Romane, die würden gewinnen, lernte der Autor, was Perspektive heißt.


was Du über Perspektive schreibst, finde ich schon eine interessante Anregung. Jedenfalls habe ich da noch nicht ausführlich drüber nachgedacht und werde das nachholen.

Aber bei einer SciFi-Erzählung, wo es - wie im vorliegenden Text - ja auch ein Stück weit um die äußere Action geht und nicht nur darum, was die Person gerade empfindet oder welche Eindrücke sie hat, finde ich auktorial schon sehr angebracht. Die Spannung entsteht ja nicht nur durch die Emotionen des Prota, sondern auch und vor allem durch die Konflikte, die sich außenherum zusammenbrauen. Siehst Du das auch so, oder würdest Du SciFi-Autoren auch empfehlen, mehr personal zu schreiben? Würdest Du sagen, das ganze Buch personal, oder auch gemischt?

LG
Achim
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Murmel
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BeitragVerfasst am: 23.12.2017 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

ich bin immer für eine informierte, bewusste Entscheidung. Bei vielen (deutschen) Autoren vermute ich, sie schreiben einfach drauflos, ohne sich darüber Gedanken zu machen. Auch, weil auktorial sehr oft in älteren Büchern zu finden ist, wird das kopiert und leider nicht immer richtig.  

Nur zum Beispiel: Die Star Wars Bücher, egal ob Canon oder Original sind personal geschrieben. Auch die Star Trek ... nur um mal solche zu nennen.
Personal kann ein- und aus-zoomen, also durchaus einmal einen kurzen Einschub zur Info bringen. Ich schreibe meine Krimis personal, aber aus verschiedenen Perspektiven, die alle zum Hauptstrang beitragen, nur eben aus verschiedenen Blickwinkeln.
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Günter Leitenbauer
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BeitragVerfasst am: 24.12.2017 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

Gehört zum besten, was ich in letzter Zeit hier gelesen habe.
Ich würde weiterlesen - und das Buch kaufen.
"John Smith" hat etwas, eben WEIL es so ein gewöhnlicher Name ist.

Kurz: Ich finde keine wichtigen Kritikpunkte. Kommasetzung wurde ja schon angesprochen.

Frohe Weihnachten


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Günter
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Günter Leitenbauer
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BeitragVerfasst am: 24.12.2017 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

Murmel hat Folgendes geschrieben:

Gedankeneinschübe macht man normalerweise in der personalen Erzählweise, und kennzeichnet diese mit "Dachte er/sie". Mit Auktorial verbindet man das eigentlich nicht.


Gut, dass dies niemand Stephen King gesagt hat, bevor er Millionen Bücher verkauft hat, in denen es davon wimmelt. Wink


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Günter
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Murmel
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BeitragVerfasst am: 26.12.2017 01:19    Titel: Antworten mit Zitat

Günter Leitenbauer hat Folgendes geschrieben:
Murmel hat Folgendes geschrieben:

Gedankeneinschübe macht man normalerweise in der personalen Erzählweise, und kennzeichnet diese mit "Dachte er/sie". Mit Auktorial verbindet man das eigentlich nicht.


Gut, dass dies niemand Stephen King gesagt hat, bevor er Millionen Bücher verkauft hat, in denen es davon wimmelt. Wink



Ich weiß jetzt nicht, was das soll. Stephen King schreibt meistens personal, und wenn auktorial, dann fügt er "dachte er/sie" hinzu, damit der Bezug klar ist. Wenn du ein Beispiel hast, bei dem der auktorial schreibt und die Gedanken nicht eindeutig zuordnet, dann verrate es mir.

Aber vermutlich hast du nicht verstanden, worauf ich hinauswollte.
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AchimS
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BeitragVerfasst am: 26.12.2017 22:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo miteinander,

ich bin nicht Stephen King und habe auch noch nicht viel von ihm gelesen. Aber Mark Sakey hat das in seiner Brilliance-Saga gemacht und das hat wunderbar funktioniert. Klar, vielleicht sind seine Leser zu blöd, guten von schlechtem Stil zu unterscheiden, aber so eine Behauptung würde ich mir nicht anmaßen wollen.

Ich mag die personale Sicht eher nicht - das ist reine Geschmackssache. Ich mag sie als Leser nicht und wenn ich etwas schreibe, finde ich den Erzähler doch meist passender (für meine Zwecke, wohlgemerkt). Hier mal ein Beispiel:

Zitat:
Ein widerlicher, übelschmeckender Gedanke reifte in seiner Magengegend heran. Er war ihm noch keineswegs bewusst, aber er würde sich unaufhaltsam in Richtung seines Bewusstseins vorarbeiten.


Hier weiß der Erzähler etwas über die Gefühlswelt des Prota, der er sich selbst gar nicht bewusst ist. Da ist für mich der Erzähler das Werkzeug schlechthin. Würde man das aus der Ich-Perspektive schreiben, wäre das Gefühl im Bewusstsein schon einen Schritt weiter - alleine dadurch, dass der Ich-Erzähler davon berichtet.

Herzliche Grüße
Achim
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Murmel
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BeitragVerfasst am: 27.12.2017 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich ist das ein *bangs head on the desk moment*. Es ging mir NICHT darum, ob du oder sonst wer auktorial bevorzugt, sondern nur, dass man eigentlich, aus der auktorialen Perspektive heraus, die Gedanken mit einem "dachte er" kennzeichnen sollte, denn sonst wären es die Gedanken des auktorialen Erzählers. Du schaffst nämlich mit dem auktorialen Erzähler eine eigene Figur, die zwar nicht per Namen (außer sie stellt sich vor) oder Aussehen beschrieben wird, aber sie ist eine vom Autor unabhängige Person der Geschichte. Was du, Achim, gemacht hast, ist eigentlich eine Vermischung von auktorial mit personal.


Uff. Laughing

Das hier:
Zitat:
Ein widerlicher, übelschmeckender Gedanke reifte in seiner Magengegend heran. Er war ihm noch keineswegs bewusst, aber er würde sich unaufhaltsam in Richtung seines Bewusstseins vorarbeiten.

Ist ein Vorgriff auf die Zukunft, die nur der auktoriale Erzähler hat. Manche mögen das, aber es nimmt Spannung heraus, wenn man nicht vorsichtig ist.
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AchimS
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BeitragVerfasst am: 27.12.2017 11:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi,

Murmel hat Folgendes geschrieben:
Ich tue mich mit der auktorialen Erzählweise oft ein wenig schwer, denn sie verhindert ein echtes Eintauchen in die Person, das wirkliche Miterleben.


Murmel hat Folgendes geschrieben:
Für mich ist das ein *bangs head on the desk moment*. Es ging mir NICHT darum, ob du oder sonst wer auktorial bevorzugt, sondern nur, dass man eigentlich, aus der auktorialen Perspektive heraus, die Gedanken mit einem "dachte er" kennzeichnen sollte


verzeih bitte meine Dummheit Rolling Eyes Ich bin davon ausgegangen, dass Deine Empfehlung eher in Richtung personaler Perspektive geht, zumindest habe ich das dem oberen Zitat entnommen.

Ansonsten muss dazu gesagt werden, dass diese Gedankeneinschübe bei einem auktorialen Erzähler IMMER zur selben Person gehören müssen (meiner Meinung nach, und ich habe auch noch nichts anderes gesehen). Damit ist dann auch klar, wem die Gedanken zuzuordnen sind.

Herzliche Grüße
Achim[/quote]
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AchimS
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BeitragVerfasst am: 27.12.2017 11:50    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Murmel hat Folgendes geschrieben:

Das hier:
Zitat:
Ein widerlicher, übelschmeckender Gedanke reifte in seiner Magengegend heran. Er war ihm noch keineswegs bewusst, aber er würde sich unaufhaltsam in Richtung seines Bewusstseins vorarbeiten.

Ist ein Vorgriff auf die Zukunft, die nur der auktoriale Erzähler hat. Manche mögen das, aber es nimmt Spannung heraus, wenn man nicht vorsichtig ist.


Trust me, I know what I'm doing.

Aber formuliere sowas mal aus der personalen Perspektive. Diese feine Nuance zwischen unbewusstem und bewusstem bekommt m.E. nur der auktoriale Erzähler hin.
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Murmel
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BeitragVerfasst am: 27.12.2017 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

AchimS hat Folgendes geschrieben:

Aber formuliere sowas mal aus der personalen Perspektive. Diese feine Nuance zwischen unbewusstem und bewusstem bekommt m.E. nur der auktoriale Erzähler hin.

... wenn du den Vorgriff auf die Zukunft meinst, kann das nur der auktoriale Erzähler. Wie gesagt, er ist eine eigene Figur, die die Story im Nachhinein erzählt. Er ist der klassische Geschichtenerzähler. Subtil ist der allerdings nicht.

Wenn du nur die Grenze zwischen Unbewusstem und Bewusstem meinst, also das, was man als Vorahnung bezeichnen könnte, dann kann man das sehr wohl im personalem Erzähler, sofern man den Erzähler in die Person platziert.  Hast du einen dritten Person Erzähler, der außerhalb der Figur sitzt, geht das natürlich nicht.

Aber ich höre jetzt auf, denn ich gewinne den Eindruck, du hast dir deine Meinung bereits gebildet.
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AchimS
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BeitragVerfasst am: 27.12.2017 22:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Naja, mich hätte schon interessiert, wie man diese beiden Sätze in personaler Erzählweise hinbekommen soll. Ich will ja nur lernen.
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