13 Jahre Schriftstellerforum!
 
Suchen
Suchabfrage:
erweiterte Suche

Login

Jetzt erhältlich! Eine Anthologie von und mit unseren Usern. Jetzt bestellen! Die erste, offizielle DSFo-Anthologie! Lyrikwerkstatt Das DSFo.de DSFopedia


Bitte um Kritik - bin nicht auf der Suche nach Bestätigung!


 
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Prosa -> Einstand
 Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Günter Leitenbauer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 54
Beiträge: 102
Wohnort: Gunskirchen


BeitragVerfasst am: 29.11.2017 10:40    Titel: Bitte um Kritik - bin nicht auf der Suche nach Bestätigung! eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Neue Version »

Mein aktuell entstehender Roman beginnt folgendermaßen. Bitte zerpflückt den Text, ich vertrage das schon!


Prolog

Ein Sommerabend im Jahr 1963

Als der Mann von seinem erotischen Abenteuer auf einem einsamen Feldweg, das auch für die beteiligte Frau, die er gerade nach Hause gebracht hatte, noch Folgen haben sollte, mit seinem alten Fiat gegen Mitternacht in Richtung seiner Wohnung in Marchtrenk fuhr, juckte ihn eine Körperregion, die ihm kurz vorher noch ziemlich viel Spaß bereitet hatte. Er griff unter den Bund seiner Hose, um sich zu kratzen, zog die Hand wieder hervor und roch unwillkürlich daran, wie das Männer nunmal so machen, wenn sie alleine sind (oder zumindest glauben, dass sie niemand beobachtet). Verdammt, er hatte den Geruch der Frau, mit der er zusammen gewesen war, noch immer an sich, was seiner Gattin wohl kaum entgehen konnte, wenn er sich dann zu ihr ins Bett legen würde. Frauen riechen den Duft einer anderen Geschlechtsgenossin an ihrem Mann selbst dann noch, wenn schon lange jeder Bluthund verzweifelt aufgegeben hätte.

Auch das Jucken machte ihm ein wenig Sorgen. Er würde sich doch wohl keine neuen Bewohner in die gute Stube geholt haben? Das fehlte noch! In seine Hose hatte niemand einzuziehen, den er nicht persönlich dazu eingeladen hatte!

Um seine nach außen intakte Ehe nicht zu gefährden, die, wenn man es nüchtern und mit etwas mehr Insiderwissen betrachtete, de facto schon ziemlich am Ende war (wie die meisten intakten Ehen, wirft der Advokatus diaboli ein), zweigte er daher an der nächsten Kreuzung ab und nahm statt des direkten Heimwegs eine Straße, von der er wusste, dass sie ihn an bald einen kleinen Teich brächte. Es war eine laue Sommernacht hier in Oberösterreich, und der Mond grinste hinter den Wolken hervor, als wollte er ihm sagen: „Na Alter? Zuerst dreigängig auswärts essen gehen und dann ein schlechtes Gewissen wegen der Kalorien?“ Und es waren in der Tat drei saftige Gänge gewesen. Eine Leistung, zu der er bei seiner Frau niemals in der Lage gewesen wäre. Fast bedauerte er es, dass er damit vor seiner Frau nicht angeben durfte. Es würde ihr nicht schaden zu wissen, was für einen Hengst sie da im Stall hätte, wenn sie nur ein bisschen weniger frigide wäre!

Er musste ein Bad im Teich nehmen. Ein Handtuch hatte er immer im Auto, man weiß ja nie, nein, präziser muss es heißen: Mann weiß ja nie!

Unser immer noch stolzer Lover parkte also am Ufer des kleinen, zwar etwas trüben aber sauberen Gewässers, stieg aus dem Wagen, zog sich hastig aus – es war spät und schön langsam würde sich seine Frau wohl fragen, warum er heute so lange nicht nach Hause kam – und ging ins angenehm kühle Wasser. Es war schon ziemliches Pech, dass er beim Aussteigen, ohne es zu bemerken, den Ganghebel in den Leerlauf drückte, aber das wäre ja noch nicht so schlimm gewesen, wenn er zumindest die Handbremse ordentlich angezogen hätte. Oder vielleicht hatte er das auch, und das Ding versagte einfach. Natürlich gab es damals noch keine akustische Warnung, wie sie moderne Autos heutzutage haben. Piep, piep, du hast das Licht angelassen! Piep, piep, du bist nicht angeschnallt! Piep, piep, das Handschuhfach ist offen! Piep, piep, du hast deinen Hosenstall noch offen! Piep, piep, du riechst nach Schlampe! Piep, piep, hast du dein Testament gemacht?

So aber setzte sich der Wagen, als der Mann gerade ins samtigweiche Teichwasser stieg, in Bewegung, fast als wollte er sich an ihn anschleichen wie Winnetou an die feindlichen Comanchen in einem Roman von Karl May, und rollte, immer schneller werdend, in Richtung des Teichs, wobei er auf der feuchten Wiese nach guter, alter Indianerart kaum ein Geräusch machte. Er drückte Halm um Halm nieder und beschleunigte weiter, blieb aber langsam genug, damit sich wenigstens die Grillen alle noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.

Unser namenloser Held war keine Grille. Er war ein Hengst, der seine besten Jahre – eigentlich alle seine Jahre – jetzt hinter sich hatte.

Genau in dem Moment, als er sich bis zum Nabel im seichten Wasser stehend am Unterleib wusch, vernahm er hinter sich ein leises Knirschen, als der Wagen den Kies am Ufer des Teichs erreichte, und drehte sich um.

Manchmal hätte man gern die Sprungkraft einer Grille.

Das letzte, was der bemitleidenswerte Pechvogel sah, bevor ihn sein eigenes Auto unter Wasser drückte, waren die Scheinwerfer, die er angelassen hatte, um beim Baden etwas Licht zu haben. Wäre er weniger müde gewesen, und hätte er die zwei oder drei Glas Sekt nicht getrunken, dann hätte er das schwankende Licht vielleicht als Anzeichen einer sich nähernden Gefahr interpretiert, aber in seinem Alter hat Sex, vor allem wenn er über die volle Amateurdistanz von drei Runden geht, nunmal die Folge, dass ein Mann danach wirklich entspannt ist. Und eben auch ein kleinwenig schläfrig.

Er sah die Scheinwerfer auch noch, als er schon unter dem Wagen lag und verzweifelt schrie, was im Wasser nur ein leises Gurgeln erzeugte. Du hast heute kein Glück. Er sah die Lichter auch noch, als er so vergeblich wie panisch versuchte, sich zu befreien. Du hast heute überhaupt kein Glück! Ein letztes Gurgeln.

Dann gingen die Lichter aus. Zuerst die des Wagens, als das eindringende Wasser einen Kurzschluss verursachte, und dann die des Mannes. Bei vollem Bewusstsein zu ertrinken ist kein schöner Tod, aber er würde keinem mehr davon erzählen können.

Als die letzten Reste von Luft aus seinen Lungen entwichen waren (Du hattest heute wirklich ziemlich beschissenes Pech!), und sich diese mit dem Wasser des Teichs gefüllt hatten, hatten sich die Wellen an der Oberfläche bereits wieder beruhigt und der Mond grinste hämisch auf einen Teich, in dem erst nach einigen Tagen ein Spaziergänger mit seinem neugierig herumschnüffelnden Hund den bedauernswerten Mann, oder vielmehr zuerst das knapp unter der Wasseroberfläche gut sichtbare Auto, entdecken würde.

Es war schon fast eine Gnade, die das Schicksal dem Bedauernswerten als letzte Wiedergutmachung widerfahren ließ, ihn nie mit dem Wissen zu belästigen, dass er in dieser Nacht einen Sohn gezeugt hatte, der nicht nur ihm kein Glück bringen würde.

Vorsichtig formuliert.



_________________
Liebe Grüße
Günter
leitenbauer.net
"Ich bin Schriftsteller!" - "Und? Schon was verkauft?" - "Ja, mein Haus und mein Auto."
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
nebenfluss
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3815
Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 29.11.2017 13:49    Titel: Re: Bitte um Kritik - bin nicht auf der Suche nach Bestätigung! Antworten mit Zitat

Hallo Günter,

wilkommen im dsfo. Dann zerpflücke ich mal - und zwar zunächst nur den ersten Satz, an den weiteren können sich dann andere abarbeiten.

Günter Leitenbauer hat Folgendes geschrieben:
Als der Mann von seinem erotischen Abenteuer auf einem einsamen Feldweg, das auch für die beteiligte Frau, die er gerade nach Hause gebracht hatte, noch Folgen haben sollte, mit seinem alten Fiat gegen Mitternacht in Richtung seiner Wohnung in Marchtrenk fuhr, juckte ihn eine Körperregion, die ihm kurz vorher noch ziemlich viel Spaß bereitet hatte.


Dies ist ein Paradebeispiel, warum (Anfänger-)Schreibratgeber von Schachtel-("Bandwurm")sätzen abraten. Statt den Leser zum entspannten Erfassen deiner Geschichte einzuladen, nötigst du ihm zunächst ein mühsames Dekodieren deines Satzbaus auf.
Nicht falsch verstehen: Schachtelsätze können wunderbar sein.
Meine Faustregel lautet:
Schachtelsätze nur dann, wenn es letztlich um eine einzige wesentliche Information geht, um einen zusammengehörigen Gedankengang oder nur eine Handlung, die in den Nebensätzen durch Details ausgeschmückt wird.
In deinem Satz haben wir aber eine Vielzahl von Informationen, die sich kreuz und quer auf verschiedene Zeitpunkte und Orte der Handlung beziehen:
- Der Mann kehrt von einem erotischen Abenteuer (Zeitpunkt 1 - Vergangenheit 1 /gedachter Ort 1) zurück
- Er befindet sich gerade (Zeitpunkt 3 - Gegenwart) auf einem einsamen Feldweg (Ort 2)
- Er hat die Frau nach Hause (Ort 3) gebracht (Zeitpunkt 2 - Vergangenheit 2)
- Irgendwas (siehe unten) wird auch für die beteiligte Frau noch Folgen haben (Zeitpunkt 5 - Zukunft 2)
- Er wohnt in einer Wohnung in Marchtrenk (Ort 4) und will da hin (gedachter Zeitpunkt 4 - Zukunft 1)
Des Weiteren Infos, die im ersten Satz sicherlich noch nicht relevant sind (er fährt einen alten FIat).

Dazu kommt, dass der Satz grammatikalisch schlecht gebaut ist:
Günter Leitenbauer hat Folgendes geschrieben:
Als der Mann von seinem erotischen Abenteuer auf einem einsamen Feldweg, das auch für die beteiligte Frau [...] noch Folgen haben sollte,

Man würde im ersten Moment meinen, der Feldweg hätte noch Folgen für die beteiligte Frau.
Richtig (leicht verständlich) müsste es lauten:
Günter Leitenbauer hat Folgendes geschrieben:
Als der Mann von seinem erotischen Abenteuer, das auch für die beteiligte Frau [...] noch Folgen haben sollte, auf einem einsamen Feldweg,


Ehrlich gesagt hätte ich die Lektüre 'normalerweise' nach diesem furchtbaren Satz schon abgebrochen und das Buch "entsorgt".

Mein Tipp (zumindest als Übung/Experiment) wäre, die fünf Zeit-Ort-Korrelationen in jeweils einen Satz zu packen, und das ganze mit der entscheidenden Information einzuleiten - also als ersten Satz:

"Es juckte."

Nur zwei Worte - sicher eine sehr radikale Lösung, aber wirkungsvoll, um den Leser gleich auf der "Gefühlsebene" anzusprechen.

LG


_________________
fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Günter Leitenbauer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 54
Beiträge: 102
Wohnort: Gunskirchen


BeitragVerfasst am: 29.11.2017 14:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Herzlichen Dank!
Das sind genau die Gründe, warum ich es hier einstelle. Fundierte Kritik!
LG Günter


_________________
Liebe Grüße
Günter
leitenbauer.net
"Ich bin Schriftsteller!" - "Und? Schon was verkauft?" - "Ja, mein Haus und mein Auto."
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
nebenfluss
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3815
Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 29.11.2017 14:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Günter,

ich melde mich heute abend noch mal. Mein Gesamteindruck zum Text ist sehr viel positiver als der zum ersten Satz. Hoffe, dass bis dahin hier noch nicht die Hölle los ist. Frigide, also ehrlich. Dein Prota sollte sich schämen Laughing (aber tut er ja irgendwie auch)


_________________
fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Günter Leitenbauer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 54
Beiträge: 102
Wohnort: Gunskirchen


BeitragVerfasst am: 29.11.2017 14:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das wäre nett Smile

Ich bin für jede Hilfe dankbar. Meister fallen nie vom Himmel, außer vielleicht beim Skispringen.


_________________
Liebe Grüße
Günter
leitenbauer.net
"Ich bin Schriftsteller!" - "Und? Schon was verkauft?" - "Ja, mein Haus und mein Auto."
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3214

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 29.11.2017 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Günter,

ich würde das auch nicht lesen wollen. Das hört sich jetzt ziemlich vernichtend an, ist es aber eigentlich gar nicht.

Was mich am ehesten abschreckt, ist der (mir unsympathische) Typ bzw. seine Sicht auf die Welt und die Tendenz, die das ganze zur "Altherrenliteratur" hat.
Er nimmt sich zwar durchaus auch selbst ein wenig auf die Schippe, aber mehr so auf die Art "ja, ich weiß, das ist jetzt nicht so doll, aber so bin ich halt und das wird man ja wohl sagen dürfen" und na ja, das macht es für mich nicht besser.

Das ist eigentlich schade, denn davon abgesehen, finde ich es recht amüsant zu lesen. Wie er so ganz nebenbei vom eigenen Auto überrollt wird, das hat schon was. Und klar könnte man da jetzt an einzelnen Sätzen herumpflücken, aber es lässt sich schon auch ganz gut lesen, so vergleichsweise. Manchmal ist es ein wenig umständlich geschrieben, andererseits könnte man diese Umständlichkeit das eine oder andere Mal durchaus als Erzählton verkaufen.

Um aber doch noch ein wenig herumzupflücken, nehme ich mal diesen Absatz:
Zitat:
Er sah die Scheinwerfer auch noch, als er schon unter dem Wagen lag und verzweifelt schrie, was im Wasser nur ein leises Gurgeln erzeugte. Du hast heute kein Glück. Er sah die Lichter auch noch, als er so vergeblich wie panisch versuchte, sich zu befreien. Du hast heute überhaupt kein Glück! Ein letztes Gurgeln.

Er schrie: Du hast heute kein Glück?
So liest sich das, aber das wird er ja wohl nicht geschrieen haben? Ich meine, wer schreit denn sowas, wenn er gerade ertrinkt. Also muss es die Erzählstimme sein, aber das passt auch nicht. Die würde doch Er sagen. Und dann würde es immer noch nicht passen.
(Der erste Satz dieses Zitats ist für mich übrigens auch so ein Beispiel an unnötiger Umständlichkeit bzw. eher den Lesefluss behindernd als fördernd.)
(Genau wie der allererste Satz, aber den hat sich nebenfluss ja schon vorgeknöpft.)

Was mich auch etwas verwundert, ist die Thriller-Kategorie, die du gewählt hast. Krimi, ja, das würde ich schon eher abnehmen, aber für einen Thriller wäre mir das als Einstieg zu "lustig." Und hätte zu wenig von dieser latent bedrohlichen Beängstigung, die ich mir von einem Thriller erwarte.

Aber nun ja, ich lese normalerweise sowieso keine Thriller. Und wie gesagt, mit der Tendenz zur Altherrenliteratur hättest du mich eh verloren.
Aber für so etwas gibt es ja genug andere Leser.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
RememberDecember59
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 516
Wohnort: Franken


BeitragVerfasst am: 29.11.2017 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Günter,
ich hab den Text bis zum Ende durchgelesen, was ein gutes Zeichen ist, denn bei den meisten schaffe ich es nicht über die ersten paar Zeilen hinaus.
Ja, die Schachtelsätze - die sind mir auch aufgefallen, vor allem, weil es gleich mit so einem Ungetüm losgeht. Und es sind sehr viele Füllwörter drin - ich würde gar nicht alle rausstreichen, weil die hier als Stilmittel für mich gut funktionieren.

Davon abgesehen: Ich finde, der Prolog hat was. Diese Art von Komik spricht mich irgendwie an Laughing . Der Mann, der nach einem Seitensprung heimfährt, in einem Teich ein Bad nimmt und dann von seinem eigenen Wagen überrollt wird - die Situation ist wirklich schräg und die Erzählweise, die du dafür verwendest, lässt das Ganze regelrecht skurril erscheinen (ich hoffe, das ist gewollt). Das mag ich. smile

Ich hab jedenfalls ein paar Mal herzlich lachen müssen, meine persönlichen Highlights:

...der Mond grinste hinter den Wolken hervor, als wollte er ihm sagen: „Na Alter? Zuerst dreigängig auswärts essen gehen und dann ein schlechtes Gewissen wegen der Kalorien?“ Und es waren in der Tat drei saftige Gänge gewesen.

Ein Handtuch hatte er immer im Auto, man weiß ja nie...

Piep, piep, du hast das Licht angelassen! Piep, piep, du bist nicht angeschnallt! Piep, piep, das Handschuhfach ist offen! Piep, piep, du hast deinen Hosenstall noch offen! Piep, piep, du riechst nach Schlampe! Piep, piep, hast du dein Testament gemacht?

Ich finde, für einen Prolog funktioniert das recht gut, auch wenn es noch nicht ganz rund ist und Überarbeitungsbedarf besteht. Und obwohl ich nicht weiß, was du mit dem Projekt noch vorhast.


_________________
Bartimäus: "...-was ist das?"
Kobold: "Hätte mich das jemand anders gefragt, o Herr, der ihr Schrecklich und Unübertrefflich seid, hätte ich ihn einen Dummkopf genannt, bei Euch jedoch ist diese Frage ein Zeichen jener entwaffnenden Schlichtheit, welche der Born aller Tugend ist. ..."

Bartimäus I (Jonathan Stroud)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 59
Beiträge: 1924
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 30.11.2017 01:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Günter,
fürs Zerpflücken ist es einerseits schon recht spät für meinen Kopf und andererseits gibt es gar nicht sooo viel, das ich dafür als zwingend empfinde. Smile
Schachtelsätze mag ich grundsätzlich gern. Aber – wie nebenfluss schon so schön begründet hat – nicht gleich am Anfang eines Romans.
Was mich auch hat stolpern lassen, war, dass du den Leser direkt ansprichst. „Unser immer noch stolzer Lover“  „Unser namenloser Held“
Das macht sich in einem Prolog, der ja  Neugier wecken soll, nicht so gut. An dieser frühen Stelle weiß der Leser noch gar nicht, ob er sich einlassen will/sollte. Da kommt das „Unser“ ein bisschen wie plumpe Vertrautheit daher, die – ich zumindest – noch nicht annehmen mochte.
Zitat:
Genau in dem Moment, als er sich bis zum Nabel im seichten Wasser stehend am Unterleib wusch, vernahm er hinter sich ein leises Knirschen, als der Wagen den Kies am Ufer des Teichs erreichte, und drehte sich um.

Das wäre ein perfekter Schluss für den Prolog. Vielleicht noch zusammen mit einem Satz über den Sohn, ein wenig spannender formuliert. Alles Weitere ist zu erklärend und könnte m.E. auch weg. (Obwohl ich verstehen kann, dass die Sätze dir wahrscheinlich gefallen. Mir ja auch, aber nicht so und nicht an dieser Stelle.)
Bin mal gespannt, wie es sich entwickelt.
LGT


_________________
Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Andy1982
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 37
Beiträge: 25



BeitragVerfasst am: 30.11.2017 02:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mir deinen Text auch mal vorgenommen.

-Also, der erste Satz ist viel zu lang und umständlich. Aber das wurde ja schon erwähnt.

-Dann bin ich ein wenig beim Genere und der Perspektivwahl durcheinander gekommen. Warum wählst du für einen Krimi/Thriller einen Allwissenden Erzähler? Das passt meines erachtens Gar nicht.
Der AWE ist gut für Commedy, Märchen, Fabeln oder Kinderbücher. Aber ein Thriller bei dem der Erzähler ständig kommentare dazwischen haut? Ich muss zugeben, ich fühlte mich von den ausklammerungen im Text dann auch etwas gestört, sowas mag ich eigentlich gar nicht.
Grundsätzlich ist deine Schreibe nicht verkehrt. Auch der Erzähler mit seinem eigenwilligen Humor gefällt mir. Nur zu einem Krimi/Thriller passt das einfach nicht. So ein Hinterwäldler-Krimi mit bierbäuchigem Provinz-Cop der mehr Zeit in der Kneipe als auf dem Revier verbringt, würde wohl auch noch gehen, aber das wäre dann auch kein Thriller wink

Zitat:
Es war schon ziemliches Pech, dass er beim Aussteigen, ohne es zu bemerken, den Ganghebel in den Leerlauf drückte

Das geht nicht. Zumindest sehe ich nicht, wie. Der Typ schiebt seine linke Körperhälfte aus dem Auto und stellt dabei versehentlich den Rechten Fuß auf die Kupplung und hat den rechten Arm an der Gangschaltung OHNE das zu merken? Eines von beiden, ja. Beides Gleichzeitig? Keine Chance. Für eine Solche Verrenkung müsste ich mich schon ziemlich breit machen ... und mein Auto ist nur klein.
Die einzige Möglichkeit wie sowas ginge ist bei einem Automatikgetriebe, weil es da zumindest keine Kupplung gibt. Das wäre zwar auch ein Kunststück, aber noch vorstellbar.
Aber dann sagt man nicht "Ganghebel" und "Leerlauf" sondern "Wählhebel" und "Neutralstellung".

Das wäre allerdings alles. Smile
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Günter Leitenbauer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 54
Beiträge: 102
Wohnort: Gunskirchen


BeitragVerfasst am: 30.11.2017 07:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Oh danke, so viele Tipps - und wertvolle!

Ich will jetzt nicht einzeln darauf eingehen, sondern werde sie mir zur Brust nehmen und unter Berücksichtigung der Ratschläge nochmal über den Text gehen, nur eines kann ich nicht stehen lassen:

FIATs in der Zeit hatten Lenkradschaltung. Da konnte man tatsächlich leicht den Gang rausnehmen, auch ganz ohne Kupplung. Ich recherchiere da normalerweise immer recht genau Wink

Danke euch herzlich!


_________________
Liebe Grüße
Günter
leitenbauer.net
"Ich bin Schriftsteller!" - "Und? Schon was verkauft?" - "Ja, mein Haus und mein Auto."
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 6890
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 30.11.2017 08:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Günter,

ich halte deinen Schreibstil für sehr gut! Es ist deutlich die eigene Note zu erkennen, inklusive Schachtelsatz zu Beginn (mutig!) und sonstiger Eigenarten. Es ist ein bisschen gefährlich für jemanden, der mit dem Schreiben schon so weit (und entsprechend souverän) ist wie du (der Humor in den Text legen kann, der gut formuliert, originell und einfallsreich ist), sich hier die Tipps zum Abschleifen des Textes zu holen, bis wir ganz bei 08/15 sind. Ich glaube, du solltest besser auf dich selbst hören und deinen hervorragenden Schreibstil nicht verwässern lassen. Wenn Leute schon beim ersten Satz rausfliegen, möchte ich nicht wissen, was sie sonst so lesen.

Ich denke, dein Stil ist durchaus unterhaltungsliteraturkonform (das soll er wohl auch sein), aber eben trotzdem individuell. Bei Thomas Raab mit seiner "Metzger" Reihe (Kriminalromane) hat das ja auch ganz gut geklappt und seinen Höhepunkt im Roman "Still" gefunden, bei dem er sich der Autor noch weiter von Genrekonventionen entfernt hat.

Gut! Diesen eigenen Stil gilt es also zu bewahren. Schade, dass immer sogleich der Mantel des Mainstreams von manchen Kritikern über alles gelegt wird, anstatt wirklich einmal die Stärken eines Schreibers zu erkennen und diese herauszustellen (oder noch mehr einzufordern).

BN
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Günter Leitenbauer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 54
Beiträge: 102
Wohnort: Gunskirchen


BeitragVerfasst am: 30.11.2017 08:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Erste Überarbeitung. Der Tipp mit dem kurzen Einleitungssatz gefällt mir sehr gut, auch das "unser Held" habe ich eliminiert, einige Füllwörter ebenso. Diesmal habe ich auch die im original kursiven Passagen hier ebenfalls kursiv wiedergegeben, ich hoffe, damit ist das Missverständnis, dass er schreit "Du hast kein Glück" eliminiert?

Die Idee, den Prolog nach dem Knirschen des Wagens abzubrechen, hat durchaus seinen Reiz. Noch konnte ich mich aber zu dieser Amputation nicht entschließen - es würde für den Rest des Romans einfach zu viel fehlen?

Zum berechtigten Kritikpunkt der Genreeinordnung: Thriller trifft es nicht ganz. Krimi trifft es nicht ganz. Fantasy träfe es nicht ganz. Horror träfe es nicht ganz. Es ist irgendwie ein Konglomerat von allem.

Zum Protagonisten: Der Mann ist - daher Prolog - nicht der Protagonist des Romans. Der in dieser Nacht gezeugte Sohn ist es. Der Mann ist eigentlich nur der erste, dem der Protagonist Pech bringt, denn davon handelt die Geschichte.

Ja, sowohl der Mann als auch andere Protagonisten der Geschichte sind nicht unbedingt Sympathieträger. Ich bin zu unerfahren, um zu beurteilen, ob das im Prolog ein Fehler ist?

Also momentan stehe ich hier, wobei ich euch jetzt auch den ersten Teil des ersten Kapitels angefügt habe:


Prolog

Ein Sommerabend im Jahr 1963

Es juckte!

Er griff unter den Bund seiner Hose, um sich zu kratzen, zog die Hand wieder hervor und roch unwillkürlich daran, wie das Männer nunmal so machen, wenn sie alleine sind (oder zumindest glauben, dass sie niemand beobachtet). Verdammt, er hatte den Geruch der Frau noch immer an sich, was seiner Gattin wohl kaum entgehen konnte, wenn er sich dann zu ihr ins Bett legen würde. Frauen riechen den Duft einer Geschlechtsgenossin an ihrem Mann selbst dann noch, wenn schon lange jeder Bluthund verzweifelt aufgegeben hätte.

Das Jucken machte ihm Sorgen. Er würde sich doch wohl keine neuen Bewohner in die gute Stube geholt haben? Das fehlte noch! In seine Hose hatte niemand einzuziehen, den er nicht persönlich dazu eingeladen hatte!

Um seine nach außen intakte Ehe nicht zu gefährden, die, wenn man es nüchtern und mit etwas mehr Insiderwissen betrachtete, de facto schon ziemlich am Ende war (wie die meisten intakten Ehen, wirft der Advokatus diaboli ein), zweigte er mit seinem alten Fiat daher an der nächsten Kreuzung ab und nahm statt des direkten Heimwegs einen Feldweg, der zwar in keiner Karte verzeichnet war, ihn aber alsbald zu einem kleinen Teich bringen würde. Es war eine laue Sommernacht hier in Oberösterreich, und der Mond grinste hinter den Wolken hervor, als wollte er ihm sagen: „Na Alter? Zuerst dreigängig auswärts essen gehen und dann ein schlechtes Gewissen wegen der Kalorien?“ Und es waren in der Tat drei saftige Gänge gewesen. Eine Leistung, zu der er bei seiner Frau niemals in der Lage gewesen wäre. Fast bedauerte er es, dass er damit vor ihr nicht angeben durfte. Es würde der Guten nicht schaden zu wissen, was für einen Hengst sie da im Stall hätte, wenn sie nur ein bisschen weniger frigide wäre!

Er musste ein Bad im Teich nehmen. Ein Handtuch hatte er immer im Auto, man weiß ja nie, nein, präziser muss es heißen: Mann weiß ja nie!

Der immer noch stolze Lover parkte also am Ufer des kleinen, zwar etwas trüben aber sauberen Gewässers, stieg aus dem Wagen, zog sich hastig aus – es war spät und schön langsam würde sich seine Frau wohl fragen, warum er heute so lange nicht nach Hause kam – und ging ins angenehm kühle Wasser. Es war schon ziemliches Pech, dass er beim Aussteigen, ohne es zu bemerken, den Ganghebel in den Leerlauf drückte, aber das wäre ja noch nicht so schlimm gewesen, wenn er zumindest die Handbremse ordentlich angezogen hätte. Oder vielleicht hatte er das auch, und das Ding versagte einfach. Natürlich gab es damals noch keine akustische Warnung, wie sie moderne Autos heutzutage haben. Piep, piep, du hast das Licht angelassen! Piep, piep, du bist nicht angeschnallt! Piep, piep, das Handschuhfach ist offen! Piep, piep, du hast deinen Hosenstall noch offen! Piep, piep, du riechst nach Schlampe! Piep, piep, hast du dein Testament gemacht?

So aber setzte sich der Wagen, als der Mann gerade ins samtigweiche Teichwasser stieg, in Bewegung, fast als wollte er sich an ihn anschleichen wie Winnetou an die feindlichen Comanchen in einem Roman von Karl May, und rollte, immer schneller werdend, in Richtung des Teichs, wobei er auf der feuchten Wiese nach guter, alter Indianerart kaum ein Geräusch machte. Er drückte Halm um Halm nieder und beschleunigte weiter, blieb aber langsam genug, damit sich wenigstens die Grillen alle noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.

Aber der Mann war keine Grille. Er war ein Hengst, der seine besten Jahre – eigentlich alle seine Jahre – jetzt hinter sich hatte.

Genau in dem Moment, als er sich bis zum Nabel im seichten Wasser stehend am Unterleib wusch, vernahm er hinter sich ein leises Knirschen, als der Wagen den Kies am Ufer des Teichs erreichte, und drehte sich um.

Manchmal hätte man gern die Sprungkraft einer Grille.

Das letzte, was der bemitleidenswerte Pechvogel sah, bevor ihn sein eigenes Auto unter Wasser drückte, waren die Scheinwerfer, die er angelassen hatte, um beim Baden etwas Licht zu haben. Wäre er weniger müde gewesen, und hätte er die zwei oder drei Glas Sekt nicht getrunken, dann hätte er das schwankende Licht vielleicht als Anzeichen einer sich nähernden Gefahr interpretiert, aber in seinem Alter hat Sex, vor allem wenn er über die volle Amateurdistanz von drei Runden geht, nunmal die Folge, dass ein Mann danach wirklich entspannt ist. Und eben auch ein kleinwenig schläfrig.

Das Letzte, was er sah, als er schon unter dem Wagen lag und verzweifelt nach Hilfe gurgelte, waren die Scheinwerfer seines Wagen. Du hast heute kein Glück. Er sah die Lichter auch noch, als er so vergeblich wie panisch versuchte, sich zu befreien. Du hast heute überhaupt kein Glück! Ein letztes Gurgeln.

Dann gingen die Lichter aus. Zuerst die des Wagens, als das eindringende Wasser einen Kurzschluss verursachte, und dann die des Mannes. Bei vollem Bewusstsein zu ertrinken ist kein schöner Tod, aber er würde keinem mehr davon erzählen können.

Als die letzten Reste von Luft aus seinen Lungen entwichen waren (Du hattest heute wirklich ziemlich beschissenes Pech!), und sich diese mit dem Wasser des Teichs gefüllt hatten, hatten sich die Wellen an der Oberfläche bereits wieder beruhigt und der Mond grinste hämisch auf einen Teich, in dem erst nach einigen Tagen ein Spaziergänger mit seinem neugierig herumschnüffelnden Hund den bedauernswerten Mann, oder vielmehr zuerst das knapp unter der Wasseroberfläche gut sichtbare Auto, entdecken würde.

Es war schon fast eine Gnade, die das Schicksal dem Bedauernswerten als letzte Wiedergutmachung widerfahren ließ, ihn nie mit dem Wissen zu belästigen, dass er in dieser Nacht einen Sohn gezeugt hatte, der nicht nur ihm kein Glück bringen würde.

Vorsichtig formuliert.

1

Freitag, 13. März 1964

Waltraud schrie.

Dass eine Geburt schmerzhaft sein konnte, hatte sie schon vorher gewusst, aber wer so etwas noch nicht selbst erlebt hat, kann sich keine Vorstellung davon machen, wie irrwitzig diese Schmerzen sind. Am ehesten kann man das vielleicht noch damit vergleichen, in einem mehrstündigen Versuch einen Tennisball zu scheißen, fiel ihr zwischen zwei Wehen ein, worauf sie sogar kurz lachen musste, nur um von der nächsten Wehe sofort und gnadenlos für diesen Anflug von Galgenhumor bestraft zu werden. Das Allerschlimmste an der Sache war aber, dass man genau wusste, dass demnächst die nächste Schmerzwelle heranrollen würde, in einer Regelmäßigkeit wie eine Dünung am Atlantik. Dass man genau wusste, diese würde noch schlimmer sein, weil jede zuvor immer noch schlimmer gewesen war. Dass man genau wusste, dass die Abstände immer kürzer und die Erholungspausen immer weniger ergiebig sein würden. Und dass man eben nicht wusste, wie lange dieser ganze, verdammte Mist noch dauern würde.

„Pressen Sie!“, befahl die Hebamme. „Und wenn die Wehe vorbei ist, ruhig atmen und die Pause zur Erholung nutzen!“

„Als wenn ich das nicht wüsste, du blödes Arschloch!“, dachte sie sich. Waltraud war keine ordinäre Frau, sie hätte sich zu jeder anderen Gelegenheit über Ausdrücke, wie sie ihr jetzt in den Sinn und teilweise auch über die Lippen kamen, auf das Heftigste entrüstet, aber eine Geburt ist eine Sache, bei der Frauen ihren Humor verlieren und auf eine Art und Weise zu fluchen beginnen, die man sonst eher von Fußballfans eines Unterligavereins kennt, wenn mal wieder der Schiedsrichter für die Gegenmannschaft pfeift. Vermutlich war das der Grund, warum die Väter jahrhundertelang draußen warten mussten und erst in den letzten Jahrzehnten mitleiden dürfen, können, sollen – und angeblich auch wollen. Sagen zumindest die Frauen. Das war praktisch die Maut, die Männer für den kurzen Ritt auf dem Motorrad der Extase zu entrichten hatten, wenn sie ihr bestes Stück nicht mit einem Gummihelm schützen wollten. Oder vielleicht auch nur in ihrer Erregung darauf vergaßen. Wenn der Schwanz steht, steht eben auch das Hirn.

Mit Waltraud litt kein Mann mit. Das war in den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts auch noch nicht üblich. Zudem war der Erzeuger ihres Sohnes – sie wusste instinktiv, dass es ein Sohn werden würde – schlicht und einfach nicht zur Stelle. Gott verfluche ihn, wer immer das auch war, man konnte sich ja unmöglich alle merken. Eine neue Wehe donnerte herein wie ein Tsunami und hinderte sie an weiteren Gedanken. Verpiss dich, du verdammtes Luder!

Waltraud führte ein, wie man ein klein wenig verharmlosend sagen könnte, promiskuitives Leben. Sie hatte keine Ahnung, wer als Erzeuger (Vater wollte sie ihn unbewusst nicht nennen, nicht einmal in Gedanken) in Frage kommen könnte. Dazu hatte es im letzten Sommer zu viele Nächte mit zu vielen Männern und vor allem mit viel zu viel Alkohol gegeben. Wobei manchmal der Alkohol die Männer zur Folge hatte und noch öfter die Männer den Schnaps, weil ersteres die Auswahl erleichterte und zweiteres über eine wieder einmal schlechte Auswahl ganz passabel hinwegtröstete. Sie hätte ein Buch schreiben können, wie unfähig und wenig einfühlsam viele Männer im Bett oder auf der Rückbank oder, sei’s drum, auch auf dem Klo einer drittklassigen Spelunke waren. Wobei das mit dem Klo ja meistens noch ging, keine Ahnung warum. Vor allem auf der Rückbank war es oft einfach nur enttäuschend, anscheinend hatte die Krone der Schöpfung es im Auto nicht nur beim Fahren eilig, nein, Autos schienen ihnen generell Stress zu machen!

Und manchen dieser Kreaturen war es dann auch schlichtweg egal, was die Frau beim Sex empfand, wenn sie denn überhaupt etwas dabei spürte. Man musste ja schon froh sein, wenn einer nicht noch fragte ob er gut war, nachdem sie ihm gerade einen geblasen hatte! Der Alkohol hüllte über diese Unzulänglichkeiten der Männer eine besänftigende Decke, dachte sie. Sicher hatte eine Frau den Schnaps erfunden, vierzigprozentig! Vermutlich eine Ägypterin mit irgend einem dämlichen Machoarsch von Pharao als Mann oder sowas in der Art. „Aua, verpiss dich, du Miststück!“ Das galt der nächsten Wehe, und diesmal schrie sie es laut heraus.

Die Abstände der aus dem Nirgendwo hereinbrechenden Schmerzwellen wurden stetig kürzer, die Wehen selbst immer heftiger. Als wenn da drinnen ein Sturm wüten und die Schmerzen aufpeitschen und an eine Steilküste werfen wollte, wo sie die Felsen hochjagten um dann in eine Gischt aus Nadelstichen zu zerplatzten. Selbst die Hebamme hätte auf eine diesbezügliche Frage zugeben müssen, dass es eine besonders schwere Geburt war, was sie aber Waltraud weder sagte noch spüren ließ. Hebammen sind berufsbedingt einiges gewohnt – auch, immer Zuversicht auszustrahlen, egal, wie verzwickt die Lage ist. Und die Lage war in der Tat verzwickt, im Sinne des Wortes. Dieses Baby hatte einen ziemlich großen Kopf für das zierliche Becken der Gebärenden. „Wenn das nur gut geht!“, dachte die Hebamme, die sich langsam mit dem Gedanken anfreunden musste, dass ihr geplantes und vereinbartes Rendezvous mit diesem so unverschämt gutaussehenden Freund ihrer Bekannten heute wohl platzen dürfte. Naja, wäre sowieso wieder nichts daraus geworden. Das mit den Männern klappte bei ihr einfach nicht. Verdammt, man sollte der armen Frau den Rest ersparen und das Baby mit einer Sectio holen, dachte sie beim nächsten Schrei Waltrauds.

In einem christlichen Krankenhaus der 1960er Jahre war aber eine Geburt mittels Kaiserschnitt das allerletzte Mittel und wurde nur angewendet, wenn die werdende Mutter schon halb tot war. So ein wenig wie damals bei Cäsar, von dem dieser Eingriff angeblich ja den Namen hat, und den man, wenn man der Legende trauen darf, ohne Rücksicht auf die Mutter dieser aus dem Leib geschnitten hatte, was zwar der Sohn aber nicht die Mutter überlebte. Also ließ man Waltraud gebären und dabei langsam krepieren, wie Frauen es seit tausenden von Jahren taten, obwohl ein Kaiserschnitt vermutlich ihr Leben hätte retten können.

Die nächste Wehe, und mit ihr eine gewaltige Willensanstrengung Waltrauds, die genau spürte: „Jetzt oder nie!“, brachte endlich den Kopf des Knaben – es war wirklich ein prächtiger, kleiner Bursche, wie sich nun zeigte – zum Vorschein. Und dann ging es sehr schnell.

Das Baby kam.

Die Mutter schrie.

Das Baby schrie.

Im Kopf der Mutter platzte ein Aneurysma, das ist eine kleine Ausbuchtung einer Arterie an einer Stelle, wo die Gefäßwand etwas zu dünn war, und das sie schon seit ihrer Kindheit unerkannt mit sich herumgetragen hatte, das aber ohne die große Anstrengung bei der Geburt wohl auch in fünfzig Jahren nicht aufgerissen wäre. Niemand konnte etwas dafür. Es war einfach Pech. Manchen Leuten platzte ein Reifen, manchen der Gartenschlauch beim Bewässern der Radieschen, manchen nur der Kragen – und Waltraud eben ein großes Blutgefäß im Kopf. Peng! Bewusstlos!

Waltraud lebte noch eine knappe Stunde, dann war der kleine Felix, wie ihn die Schwestern in der Klinik genannt hatten, Vollwaise. Er hatte seiner Mutter trotz seines Namens kein Glück gebracht.

1Wie es weitergeht »



_________________
Liebe Grüße
Günter
leitenbauer.net
"Ich bin Schriftsteller!" - "Und? Schon was verkauft?" - "Ja, mein Haus und mein Auto."
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Günter Leitenbauer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 54
Beiträge: 102
Wohnort: Gunskirchen


BeitragVerfasst am: 30.11.2017 08:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

BlueNote hat Folgendes geschrieben:
Hallo Günter,

ich halte deinen Schreibstil für sehr gut! Es ist deutlich die eigene Note zu erkennen, inklusive Schachtelsatz zu Beginn (mutig!) und sonstiger Eigenarten. Es ist ein bisschen gefährlich für jemanden, der mit dem Schreiben schon so weit (und entsprechend souverän) ist wie du (der Humor in den Text legen kann, der gut formuliert, originell und einfallsreich ist), sich hier die Tipps zum Abschleifen des Textes zu holen, bis wir ganz bei 08/15 sind. Ich glaube, du solltest besser auf dich selbst hören und deinen hervorragenden Schreibstil nicht verwässern lassen. Wenn Leute schon beim ersten Satz rausfliegen, möchte ich nicht wissen, was sie sonst so lesen.

Ich denke, dein Stil ist durchaus unterhaltungsliteraturkonform (das soll er wohl auch sein), aber eben trotzdem individuell. Bei Thomas Raab mit seiner "Metzger" Reihe (Kriminalromane) hat das ja auch ganz gut geklappt und seinen Höhepunkt im Roman "Still" gefunden, bei dem er sich der Autor noch weiter von Genrekonventionen entfernt hat.

Gut! Diesen eigenen Stil gilt es also zu bewahren. Schade, dass immer sogleich der Mantel des Mainstreams von manchen Kritikern über alles gelegt wird, anstatt wirklich einmal die Stärken eines Schreibers zu erkennen und diese herauszustellen (oder noch mehr einzufordern).

BN


Danke für die Aufmunterung!


_________________
Liebe Grüße
Günter
leitenbauer.net
"Ich bin Schriftsteller!" - "Und? Schon was verkauft?" - "Ja, mein Haus und mein Auto."
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 6890
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 30.11.2017 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Der Prolog und das Konstrukt der Geschichte ("Der Mann ist eigentlich nur der erste, dem der Protagonist Pech bringt, denn davon handelt die Geschichte") erinnern schon ein bisschen an "Still" und dessen Vorbild (Das Parfum, Patrick Süskind), oder?

Ich finde das Buch jetzt schon toll!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Günter Leitenbauer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 54
Beiträge: 102
Wohnort: Gunskirchen


BeitragVerfasst am: 30.11.2017 08:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

BlueNote hat Folgendes geschrieben:
Der Prolog und das Konstrukt der Geschichte ("Der Mann ist eigentlich nur der erste, dem der Protagonist Pech bringt, denn davon handelt die Geschichte") erinnern schon ein bisschen an "Still" und dessen Vorbild (Das Parfum, Patrick Süskind), oder?

Ich finde das Buch jetzt schon toll!


Der Vergleich ehrt mich!
Ja, ich lese Süskind gerne, aber auch Stephen King. Wenn das ein wenig abgefärbt hat, freut mich das!


_________________
Liebe Grüße
Günter
leitenbauer.net
"Ich bin Schriftsteller!" - "Und? Schon was verkauft?" - "Ja, mein Haus und mein Auto."
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3214

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 30.11.2017 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Tjana hat Folgendes geschrieben:
Das wäre ein perfekter Schluss für den Prolog.

 Question Das würde doch nur dann Sinn machen, wenn für alles folgende die Frage aufgeworfen werden sollte, ob er nun davon kommt oder nicht und/oder ob er selbst zu blöd war oder ob da noch ein anderer die Hand im Spiel hatte.
Aber so ist es ja nicht, denn wie Günter jetzt auch noch mal bestätigte, hat der Prolog-Prota mit dem Rest der Geschichte nur insofern zu tun, als dass er einen Sohn gezeugt hat.

Günter Leitenbauer hat Folgendes geschrieben:
Ja, sowohl der Mann als auch andere Protagonisten der Geschichte sind nicht unbedingt Sympathieträger. Ich bin zu unerfahren, um zu beurteilen, ob das im Prolog ein Fehler ist?

Das kommt natürlich mal wieder drauf an.
Ich glaube es aber in deinem Fall nicht (dass es ein Fehler ist). Ich schätze, die meisten deiner Leser bekommst du mit deinem Humor und der zeichnet sich im Prolog ja auch ab, unsympathischer Prota hin oder her.
Ich habe wohl auch weniger ein Problem mit deinem Prota als vielmehr mit dieser Art des Humors. Bei der ich doch sehr versucht bin, den Humor in Anführungszeichen zu setzen, da er mich eben nicht zum Lachen bringt, sondern mehr dazu, am laufenden Band den hier zu machen: Rolling Eyes

Das ist denn auch der Grund, warum ich an dieser Stelle tatsächlich aussteige:
Zitat:
Das war praktisch die Maut, die Männer für den kurzen Ritt auf dem Motorrad der Extase zu entrichten hatten, wenn sie ihr bestes Stück nicht mit einem Gummihelm schützen wollten.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Günter Leitenbauer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 54
Beiträge: 102
Wohnort: Gunskirchen


BeitragVerfasst am: 30.11.2017 14:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@hobbes:

Danke für deine Anmerkungen!

Ja, mein schwarzer Humor ist nicht jedes Menschen Sache, das ist mir absolut bewusst. Ich hoffe aber, dass der Rest des Buchs die Relationen zurechtrückt. Man muss das halt immer auch im Kontext betrachten. Ich bin aber definitiv kein Chauvinist oder Sexist, genausowenig wie militanter Feminist. Ich ordne mich im Bereich des liberalen Humanismus ein.

Was aber nicht heißt, dass ich nicht solche Charaktere thematisiere. Die Beurteilung darüber trifft ja doch immer der Leser, wie du eben. Und das ist für mich vollkommen in Ordnung, wie auch immer das Urteil ausfällt.


_________________
Liebe Grüße
Günter
leitenbauer.net
"Ich bin Schriftsteller!" - "Und? Schon was verkauft?" - "Ja, mein Haus und mein Auto."
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
meerenblau
Dichter und Denker


Beiträge: 1112



BeitragVerfasst am: 01.12.2017 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde Deinen Schreibstil auch völlig in Ordnung. Klar, er entspricht wohl nicht diversen Schreibratgebern, aber das empfinde ich sogar als Vorteil, denn dieser pauschalen Einheitsbrei, der dabei rauskommt, wenn man deren Regeln sklavisch anwendet, wird nie etwas wirklich Tolles hervorbringen.

Ich habe eher ein Problem, mir den Ablauf vorzustellen. Zum einen - sich in den Schritt fassen und dann an den Fingern riechen: Ich habe noch nie einen Mann getroffen, der das getan hätte, ich habe es auch noch nie gesehen, ich halte das für ein ziemliches Klischee.

Gravierender ist aber die Szene mit dem hinterherrollenden Wagen: Ich verstehe einfach nicht, wieso der den Typen überfahren kann. Zum einen kann der Wagen auf der kurzen Distanz doch kaum Geschwindigkeit aufnehmen, zum anderen wird er doch durch das Wasser abgebremst, also beim Eintritt ins Wasser nochmal langsamer. Und dann müßte der Typ doch den Lärm hören. Irgendwie hakt da bei mir der Film gewaltig.

Aber stilistisch finde ich den Text durchaus gelungen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Günter Leitenbauer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 54
Beiträge: 102
Wohnort: Gunskirchen


BeitragVerfasst am: 01.12.2017 14:29    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

meerenblau hat Folgendes geschrieben:

Gravierender ist aber die Szene mit dem hinterherrollenden Wagen: Ich verstehe einfach nicht, wieso der den Typen überfahren kann. Zum einen kann der Wagen auf der kurzen Distanz doch kaum Geschwindigkeit aufnehmen, zum anderen wird er doch durch das Wasser abgebremst, also beim Eintritt ins Wasser nochmal langsamer. Und dann müßte der Typ doch den Lärm hören. Irgendwie hakt da bei mir der Film gewaltig.



Erstmal danke, dass du dir die mühe machtest, den Text zu lesen! Und danke für das Lob!

Deine Kritik am Ablauf muss ich mir genauer durchdenken und ggf. den Text diesbezüglich nochmal überarbeiten.


_________________
Liebe Grüße
Günter
leitenbauer.net
"Ich bin Schriftsteller!" - "Und? Schon was verkauft?" - "Ja, mein Haus und mein Auto."
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
AchimS
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 41
Beiträge: 51
Wohnort: Bayreuth


BeitragVerfasst am: 25.12.2017 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Günter,

also erstmal: die überarbeitete Fassung gefällt mir viel besser. Jetzt liest es sich schon flüssig genug, damit der Humor richtig Druck aufbauen kann. Einzelne Sätze sind für meinen Geschmack noch zu lang - mein Hirn straft das immer mit Verlagerung der Rechenkapazität vom inhaltlichen Verständnis hin zur formalen Satzanalyse Smile

Ansonsten finde ich diesen Ansatz große Klasse. Der Prota bringt noch bevor möglicherweise die Eizelle befruchtet ist, seinen Vater um die Ecke - herrlich!

Positiv finde ich auch, dass ich noch keinen inhaltlichen Fehler entdecken konnte; bspw. dass die Geburt im März ist, passt perfekt zum angenehm kühlen Wasser, von dem im Prolog die Rede ist (denn die Zeugung muss ja dann im Sommer gewesen sein).

Bin gespannt, wie's weitergeht.

Achim
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Murmel
Geschlecht:weiblichSchlichter und Stänker

Alter: 63
Beiträge: 7550
Wohnort: USA
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 26.12.2017 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde auch, dass der neue Ansatz deutlich besser ist. Der Ton ist sarkastisch und individuell, aber vielleicht nicht jedermanns Sache. Hier fehlt deutlich der Klappentext oder der Rückumschlagstext, der den Leser vorbereitet, um was es eigentlich geht. Das darf man bei der Beurteilung eines Einstiegs nicht vergessen. Sympathisch muss der Protagonist nicht sein, nur interessant muss der Einstieg sein, unser Interesse wecken, um weiterlesen zu wollen.

Soll ich nun nach dem Prolog weiterlesen wollen, weil ich den Ton und den Stil des Autors mag?
Oder soll ich weiterlesen wollen, weil mich interessiert, wie es weitergeht? Ohne Klappentext oder U4 habe ich nach dem Prolog keine Ahnung, was das Ziel der Story ist. Kapitel 1 ist hilfreicher, denn wir kommen gaaaanz am Ende zum Punkt.

Zum Nachdenken:
Der Prolog sollte so bleiben, wie er ist, d.h. mit dem Tod enden. Aber vielleicht könntest du der Frau, bei der er war, den Namen Waldtraut geben und schon hast du die Verknüpfung, dass der Kerl des Prologs der Vater des armen Kinds ist. Wäre das was?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Günter Leitenbauer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 54
Beiträge: 102
Wohnort: Gunskirchen


BeitragVerfasst am: 27.12.2017 18:30    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich danke euch - auch für die Aufmunterung!

Bin gerade beim Überarbeiten des an sich fertigen ersten Wurfs. Da wird noch eine Menge Arbeit reinzustecken sein.


_________________
Liebe Grüße
Günter
leitenbauer.net
"Ich bin Schriftsteller!" - "Und? Schon was verkauft?" - "Ja, mein Haus und mein Auto."
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Prosa -> Einstand Alle Zeiten sind GMT - 11 Stunden
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2



 
 Foren-Übersicht Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.
In diesem Forum darfst Du keine Ereignisse posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen

Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Grammatik - Fälle ... ich bin verwirrt. Minerva Rechtschreibung, Grammatik & Co 16 12.11.2019 11:52 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge an all die Freunde, die ich noch nich... Sofia Roter Teppich & Check-In 5 11.11.2019 19:47 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Ich bin so unfassbar traurig und frus... Ottilie Agenten, Verlage und Verleger 39 11.11.2019 19:30 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge der ewigkeit entronnen Patrick Schuler Trash 0 11.11.2019 18:09 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Erstes Kapitel - Kritik erwünscht Hippo1612 Einstand 7 11.11.2019 15:27 Letzten Beitrag anzeigen


Impressum Datenschutz Marketing AGBs Links
Du hast noch keinen Account? Klicke hier um Dich jetzt kostenlos zu registrieren!