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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Das Verschwinden unserer Nachbarn


 

 
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warnblinkanlage
Sonntagsschreiber


Beiträge: 21



BeitragVerfasst am: 20.11.2017 21:10    Titel: Das Verschwinden unserer Nachbarn eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich besitze drei Bäume der Trockenheit. Den Baum der Trockenheit 1, den baum der Trockenheit 2 und den Baum der Trockenheit 3, der bei unseren Nachbarn steht. Obwohl ich die Existenz des dritten Baumes der Trockenheit nicht mehr unter Beweis stellen kann und demnach mich manchmal dabei erhasche meinen dritten Baum der Trockenheit als ins unbekannte fort zu erklären. Es scheint so als hätte er sich entweder auf die Flucht begeben oder sich verstecken wollen. Neben meinen Bäumen der Trockenheit gibt es viele Büsche der Trockenheit, vor allem bei unseren Nachbarn. Aber sie nützen mir nichts. Wir haben eine Katze die das weiß. Sie meint die Büsche würden daher ihr gehören. Unsere Nachbarn stört es nicht. Meine Eltern meinen sie seihen tot. Das glaube ich nicht. Meine Nachbarn, das sind Vater, Mutter, Kind. Wir haben nie viel mit ihnen zu tun gehabt. Meine Eltern haben sich manchmal mit ihnen unterhalten. "Eine Gute Beziehung zu den Nachbarn ist wichtig", meinten sie oft zu mir. Die Verwendung der Beschreibung "gut" ist meist eher ein Lückenfüller. Ich verstehe das Wort "gut" nicht. Wann ist etwas "gut", wenn es nicht "schlecht" ist, ist es besser als "gut", wenn etwas ok ist, ist es schlechter und wenn etwas "sehr gut" oder "super" ist, ist es besser. Das Kind von unseren Nachbarn war älter als ich. Das Alter der Eltern des Kindes weiß ich nicht. Ich verdanke meinem kleinen Zimmerfenster mein Wissen über unsere Nachbarn. Meine Eltern meinen ich solle mich mit anderen Dingen beschäftigen, doch ich weiß, dass sie falsch liegen mit ihren Behauptungen. Schließlich war ich es, der am 22. August aus meinem Fenster blickend bemerkte wie sie verschwanden. "Sie sind im Himmel", das meinen zumindest die Leute. Da ich aber weiß wie man in den kommt, und gesehen habe wie sie verschwunden sind, kann ich mit einer logischen Schlussfolgerung behaupten, dass sie definitiv nicht im Himmel sind. Es gibt nämlich genau neun verschiedene Arten in den Himmel zu kommen:
1) Die, die wirklich jeder kennt: Mit dem Raumschiff. Da hab ich neulich eins gesehen: rote Spitze, silberner Umhang und mega große Düsen. (Anhang: RAUM-SCHIFF? - WELT-RAUM - SCHIFF, gleitet auf dem Wasser - gleitet im Raum)
2) Durch die Leiter bei uns im Keller. Die ist so groß. Ich bin schonmal hochgeklettert. Aber nicht bis ganz oben, das darf nur mein Dad. Der kommt auch wieder runter und muss nicht oben im Himmel bleiben. Er ist schließlich viel schwerer als ich. Wenn ich einmal auf der obersten Sprosse der Leiter stehen würde, würde mich der Wind davon pusten.
3) Fliegende Teppiche. Auch wenn ich noch nie einen gesehen habe. Aber ich habe in meinem Zimmer so ein Buch, da ist Aladin auf einem fliegenden Teppich. Er wäre bestimmt in den Himmel damit gekommen.
4) Wenn der fliegende Teppich erwähnt wird, dann auch der fliegende Besen.
5) Ich stelle alle meine Sachen aufeinander und baue einen Turm. Wahrscheinlich ist dies die schwierigste Variante in den Himmel zu gelangen. Ich wollte schon einmal einen kleinen Turm bauen. Er ist wieder umgefallen.
6) Wer an Einhörner mit Flügeln glaubt, würde jetzt sagen man kommt damit in den Himmel. Da ich mir nicht sicher bin, ob, wenn es Einhörner gäbe, ihre Flügelbelastbarkeit ausreichen würde um so hoch zu steigen, bin ich mir nicht sicher ob das klappen würde. Außerdem ist ein Einhorn ein Lebewesen. Es müsste dann vielleicht im Himmel bleiben.
7) Wenn man sich auf ein Fahrrad mit angebauten Flügeln setzt und damit einen Berg hinab fährt, auf eine Abflugschanze zu, fliegt man so hoch, dass man in den Himmel gelangt.
8) Man wird Weltmeister im Hochspringen, weil man so lange trainiert hat, bis man über die Wolken springen kann. Da ist nämlich der Himmel zu finden von dem jeder spricht.
9) Die für mich offensichtlichste Variante. Man muss nur in dieses Gerät steigen im Kaufhaus in der Stadt. Da gibt es alles, im Kaufhaus, von Hilfsmitteln für unsere Küche, Badezimmereinrichtungen, Möbel für den Garten, Schreibwaren bis hin zu Spielzeug. Und der Verkaufsraum ist unterteilt in mehrere Ebenen. Meine Mom hat gesagt, dass, wenn alles auf einer Ebene untergebracht wäre, das Kaufhaus einem Labyrinth ähneln würde. Aber das fände ich gar nicht so schlimm. Ich mag unser Kaufhaus und dann würden wir noch mehr Zeit darin verbringen. Außerdem müssten wir dann die Ebenen nicht wechseln und das Gerät betreten. Ein Kasten der uns von Ebene zu Ebene bringt indem wir Knöpfe betätigen. Meine Mom hat mir neulich gezeigt, was ich drücken muss um an einen bestimmten Ort zu gelangen und hat mir den Notruf-Knopf gezeigt. Ich vertraue dem Aufzug, so heißt das Teil nicht im geringsten. Da hinein zu steigen kann einen schließlich ohne, dass man weiß, dass es soweit ist in den Himmel zu gelangen, in den Himmel bringen. Ich verstehe nämlich absolut nicht woher das Gerät, allein durch das betätigen eines Knopfes weiß, wohin ich will. Es langt wenn das gerät einmal vergisst anzuhalten und immer weiter fährt und erst im Himmel anhält. Oder durch den Himmel hindurch fährt. Aber wahrscheinlich gibt es nichts hinter dem Himmel, darum muss es spätestens dort anhalten. Dann kommt man aber nicht mehr zurück. Und man muss dort oben bleiben.

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Soleatus
Autor


Beiträge: 745



BeitragVerfasst am: 20.11.2017 23:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Warnblinkanlage,

ich mag, was du hier versuchst; auch wenn ich finde, dass du ziemlich vollständig scheiterst. Ich denke, bei dieser Art von Text muss der Leser das Gefühl bekommen, jeder Satz ist etwas sehr wertvolles, jedes Wort etwas besonderes; da muss ein Staunen sein nicht nur über den Inhalt, sondern auch über die Sprache, die ihn vermittelt. Deine Sprache aber, entschuldige das harte Wort: brabbelt vor sich hin. Was sicherlich noch nichts heißt - mit ein wenig Arbeit, die einerseits ein Stückweit "Leerwörter" entfernte, andererseits den Satzbau bewusster gestaltete, gewönne der Text mit Sicherheit gewaltig?! (Dabei könntest du dann auch die Zeichensetzung in Ordnung bringen - die ist sehr fehlerhaft - und unangenehm viele Klöpse der Art "sie seihen tot" berichtigen; derlei reicht schon, um einen Leser gegen einen Text einzunehmen ...)

Aber, trotz des Geschimpfes: Allemal ein besonderer Text!

Gruß,

Soleatus
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warnblinkanlage
Sonntagsschreiber


Beiträge: 21



BeitragVerfasst am: 21.11.2017 23:57    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Soleatus,

Vielen Dank für deine Kritik, die Sprache mit den vielen Füllwörtern würde ich gerne so belassen, ich gebe dir aber recht, dass ich noch bewusster mit Sprache umgehen sollte, da ich mich wirklich nie sehr lange daran aufhalte, weil ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin und ich den Inhalt oder meine Idee aufs Papier bringe ohne, dass ich mich zu sehr an meiner Sprache aufhalte...
Mir ist auch bewusst, dass ich noch einiges an Zeichensetzung aufholen sollte, vor allem verwende ich auch häufig in anderen texten Umgangssprache und kann sie nicht richtig kennzeichnen. Bisher schreibe ich in Notizbücher und lasse dort auch Groß und Kleinschreibung außen vor, weil ich dies als etwas unnötiges betrachte... Ich bin in der Hinsicht ein wenig schwierig Wink

Grüßle
die warnblinkanlage
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jon
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 52
Beiträge: 250
Wohnort: Leipzig


BeitragVerfasst am: 23.11.2017 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe den Eindruck, dass etwas fehlt. Ist das nur der Anfang von einem größeren Text?

Ich habe den Eindruck, das hier ein geistig behindertes großes Kind bzw. ein entsprechender Erwachsener erzählt. Naivität und gleichzeitige Selbstsicherheit, dazu eine durchaus „erfahrene“ Sprache …
Aber selbst wenn dieser Eindruck den Kern trifft: Was sind „Bäume/Büsche der Trockenheit“, wieso sind ein paar davon weg und was hat das mit der Katze zu tun? Das ist so verworren, dass ich argwöhne, dass der hier nicht erzählte Teil (darüber, was mit den Nachbarn passierte) unverständlich bleiben wird.

Die Sache mit dem Einhorn passt nicht gut - das erfordert viel mehr analytisch-spekulatives Denken als der Rest des Textes dem Erzähler zugesteht. Der Erzähler sieht die Dinge zwar nicht so, wie wir sie sehen (und/oder wie sie sind), aber er beschreibt sie immer so, wie er sie sieht – wie andere etwas sehen oder wie etwas sein könnte, was er nicht sieht, das ist ihm offenbar nicht zugänglich.


_________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt. (Klaus Klages)
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MoL
Geschlecht:weiblichQuelle


Beiträge: 1202
Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 24.11.2017 00:29    Titel: Antworten mit Zitat

Wow, der Text gefällt mir von der Idee her richtig gut. Und ist ganz schön gruselig - kannst Du bitte auflösen, was mit den Nachbarn geschehen ist?

Ansonsten pflichte ich Soleatus bei.

Definiere doch mal ganz allein für Dich, wie alt oder in welcher Verfassung der Erzähler ist und geh seine Aussagen dann noch einmal Schritt für Schritt durch, da ist so Manches schief im Ausdruck.
Bin gespannt, wie es wird! Smile


_________________
"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag, Februar 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Glühender Hass", acabus Verlag, Januar 2019.
NEU - NEU - NEU:
"Die Tote in der Tränenburg", Alea Libris, Oktober 2019.
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warnblinkanlage
Sonntagsschreiber


Beiträge: 21



BeitragVerfasst am: 28.11.2017 17:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

hey Very Happy

jon, das problem, das du an dem text siehst (unfertig etc.) liegt wahrscheinlich daran, dass ich zuerst eine andere Idee verfolgt hatte, bzw zuerst keine Idee hatte wie ich meine bezeichnungen "bäume der Trockenheit" einbringen sollte. ich hatte zuerst die Bezeichnungen hab damit angefangen und daraus hat sich dann die Geschichte entwickelt Confused  
auf bäume der Trockenheit bin ich gekommen beim fahrradabstellend unter bäumen beim regen... und dachte in der Geschichte an ein kind/einen erwachsenen, der geistig behindert ist und sich immer unter den bäumen/büschen versteckt um sich vorm regen zu schützen...

der Charakter um den es also in der Geschichte geht ist nicht wirklich definiert, sondern frei zu interpretieren...

MoL also die Nachbarn sind schon tot. es kann sein, dass sie durch einen brand ums leben gekommen sind, da ein baum der Trockenheit ja fehlt, der könnte mit abgebrannt worden sein... hingegen könnte der Protagonist den baum auch nicht mehr sehen, weil jemand den baum ausgepflanzt hat... die Nachbarn könnten auch vom bestattungsunternehmend abgeholt worden sein, warum sie gestorben sind würde dann offen bleiben aber der protagonist würde drei Leichen nicht in Verbindung mit seinem Verständnis vom Tod bringen, daher meint er sie sind eben nicht tot/ im Himmel...

vielen dank und grüße smile smile extra
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