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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Backlash - Erzählung eines somalischen Piraten


 

 
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Nina C
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 32
Beiträge: 460
Wohnort: Nordrhein-Westfalen


BeitragVerfasst am: 27.10.2017 00:39    Titel: Backlash - Erzählung eines somalischen Piraten eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

wie geplant & gehofft, habe ich ein kleines Herzensprojekt bei Bod e-short veröffentlicht, um ein wenig Erfahrung zu sammeln. Gleichzeitig möchte ich damit eine Geschichte über ein Thema erzählen, das mich schon lange interessiert und fasziniert: Moderne Piraterie.
Obwohl es „nur“ eine Kurzgeschichte beziehungsweise Novelle ist (70.000 Zeichen), schwanke ich -gefühlt stündlich - zwischen Stolz und Nervosität, der Dinge harrend, die nun kommen! Smile



Kurzbeschreibung:

Hanad wünscht sich nichts mehr als eine Zukunft jenseits von Armut und Trostlosigkeit. Als er und sein bester Freund die Gelegenheit erhalten, bei einer Piratenmannschaft anzuheuern und schnell zu viel Geld zu kommen, kann er der Versuchung nicht widerstehen. Doch damit gerät er in einen Strudel aus Angst, Gewalt und Gefahr, der jeden auf dem gekaperten Schiff mit sich zu reißen droht.

Zu kaufen bei...

BOD:
https://www.bod.de/buchshop/backlash-nina-casement-9783739235370

Amazon:
https://www.amazon.de/Backlash-Nina-Casement-ebook/dp/B076SSR3GJ/ref=sr_1_8?ie=UTF8&qid=1509053490&sr=8-8&keywords=backlash

... und hoffentlich bald auch überall sonst, wo es E-Books gibt.

Leseprobe:


„Der Wind pfiff Hanad eisig ins Gesicht, kleine Gischttropfen auf seine Wangen sprühend. Heute Mittag war es brütend heiß gewesen, doch nun zog er fröstelnd die dünne Jacke enger um seine Schultern. Niemand auf dem Schnellboot sprach - es wäre auch kaum möglich gewesen einander zu verstehen, beim Röhren des Außenbordmotors und dem regelmäßigen Klatschen, wenn der Bug hart auf der Wasseroberfläche auftraf.

Neben dem ohrenbetäubenden Lärm war es zudem stockfinster. Ibrahim, der Boss, gleichzeitig auch ihr Steuermann, hatte aus gutem Grund eine Neumondnacht für ihr Unterfangen gewählt. Hanad hoffte bloß, dass der Mann wusste, was er tat und sie nicht in diesem Tempo mit einem der anderen beiden Boote kollidierten. Dann würde er hier draußen sterben, bevor es überhaupt begonnen hatte und niemand würde seinem Vater sagen können, wohin er verschwunden war. Denn hätte der gewusst, was er vorhatte, er hätte ihn niemals gehen lassen - bloß eine Tracht Prügel hätte Hanad bezogen, ungeachtet seines Alters, das wusste er genau.

Hanad schloss die Augen und versuchte sich abzulenken, doch seine Gedanken landeten erneut unweigerlich bei seinem Vater. Er war ein strenger Mann, mit sich selbst, mit Anderen und auch mit seinem jüngsten Sohn. Der hatte sich früher oft ungerecht behandelt gefühlt und es hatte häufig Streit gegeben, weil er weniger gedurft hatte als all die anderen Jungen, stattdessen unter der unbeugsamen Härte des Mannes zu leiden gehabt hatte. Erst später war dieser milder und das Verhältnis besser geworden, auch weil Hanad nun mehr Verständnis für seine Sorgen hatte. Nicht zuletzt, weil er mittlerweile einige davon teilte.

Ihre Väter, Onkel oder Brüder hatten den anderen Jungen Schießen beigebracht, wenn sie eine Waffe besaßen – seiner dagegen hatte ihn geohrfeigt, als er einmal eine verrostete Pistole daheim angeschleppt hatte. Farah, sein ältester Freund, hatte ihn dann später mit in die Berge genommen, um dort mit der AK seines Cousins auf Dosen zu schießen. Hanad hätte es später nie offen zugegeben, aber eigentlich war das Gefühl überhaupt nicht cool gewesen, eher unheimlich.

Auch als die riesigen Fässer am Strand angespült worden waren und das halbe Dorf losgezogen war, um sie zu begutachten, hatte sein Vater ihm verboten mitzugehen. Die Fässer seien von den Weißen und den Männern aus China, sie stopften ihre Gifte und Krankheiten hinein, um sie im Meer zu versenken und so loszuwerden, erklärte er ihm. Deswegen hätten sie dort keine Krankheiten. Hanad war schon alt genug gewesen, um am Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu zweifeln, doch er hatte trotzdem gehorcht und die riesigen, korrodierten Büchsen nur aus der Ferne betrachtet. Wie überdimensionale Eier lagen sie harmlos im Sand, kaum vorstellbar, dass sie irgendetwas Schreckliches beinhalteten. Doch zwei Tage darauf waren die ersten Menschen im Nachbardorf krank geworden, entstellt von heftigem Ausschlag, geschüttelt von Fieber und Brechdurchfall und nicht wenige kurz darauf tot. Da war er sich dann doch nicht mehr so sicher gewesen, ob sein Vater nicht Recht gehabt hatte.

Am Horizont hob sich eine vage Silhouette ab, die noch schwärzer zu sein schien als der Rest. Nur ein Schemen im Licht der wenigen Sterne, der größer und größer wurde, je näher sie kamen. Ibrahim drosselte das Tempo, der Motor erstarb, nun glitten sie nur noch lautlos auf den Giganten zu. Bald ragte er übermächtig vor ihnen auf, den Himmel fast vollständig verschluckend. Als hätte sich einer der Berge hinter dem Dorf eine neue Heimat gesucht und an diesem Platz niedergelassen, um ihnen nun die blanke, undurchdringliche Felswand darzubieten. Hanad hatte noch niemals ein so gewaltiges Schiff aus der Nähe gesehen und ihm rutschte das Herz in die Hose – worauf hatte er sich da nur eingelassen? Aber jetzt gab es kein Zurück mehr. [...]“



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Wenn ihr nicht die gequälten Sklaven der Zeit sein wollt, macht euch trunken, ohn’ Unterlass! Mit Wein, mit Poesie mit Tugend, wie es euch gefällt. (Charles Baudelaire)
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Rheinsberg
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Bronzenes Messer


BeitragVerfasst am: 29.10.2017 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nina,

liest sich interessant - herzlichen Glückwunsch!
Ich habe es erst einmal auf meiner Wunschliste geparkt, bis es als ebook erhältlich ist, dann möchte ich es aber bestimmt lesen!

Edit: Huch, ging ja schon! Und ... meins!


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Nina C
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BeitragVerfasst am: 31.10.2017 03:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat


Hallo Rheinsberg!

Vielen Dank! Ich dachte mir bei der übersichtlichen Länge macht ein Print einfach nicht so viel Sinn.
Ich hoff es gefällt dir! Da ich das ja nun zum ersten Mal (alleine) mache: Sollte dir etwas auffallen – Cover doof, Formatierung unübersichtlich, Inhalt unverständlich [...] – freue ich mich darüber, wenn du es mir verrätst! Ich habe selbst keinen ebook-Reader (nur ein Programm, das den quasi imitiert) daher bin ich mir gerade bei Formatierungssachen echt unsicher.

Was habe ich außerdem vergessen? Die ISBN:

ISBN-13: 978-3-7392-3537-0

Liebe Grüße,

Nina


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Pütchen
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BeitragVerfasst am: 02.11.2017 15:09    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Nina,

herzlichen Glückwunsch zur Veröffentlichung! smile extra

Du hast dich an ein spannendes Thema gewagt. Nachdem ich letztes Jahr durch den Golf von Aden gesegelt bin, ist das natürlich etwas, das mich interessiert und mit dem ich mich viel beschäftigt habe smile

Dein Buch kommt auf meine Liste Very Happy

Dauert noch, weil die Bücherliste ist ellenlang, aber ich werde dann berichten.

Viel Erfolg und begeisterte Leser! smile extra


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(Isaac Newton, 1642-1726)

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Nina C
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BeitragVerfasst am: 03.11.2017 23:12    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank!!

Wie lange das dauert ist wurscht, ich freue mich auf jeden Fall über Rückmeldungen Smile

Das Thema und die Recherche dazu fand ich irrsinnig spannend (wenngleich nicht selten desillusionierend und deprimierend). Nun hab ich zum ersten Mal ernsthaft Angst der Sache nicht gerecht geworden zu sein - also nicht schreiberisch, das ist mal themenunabhängig, sondern inhaltlich. Bis jetzt waren die Reaktionen aber sehr positiv, bloß müsste ich natürlich im Grunde einen somalischen Piraten dazu fragen...

Liebe Grüße,

Nina


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Rheinsberg
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Bronzenes Messer


BeitragVerfasst am: 26.12.2017 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Inzwischen habe ich es auch gelesen - viel Inhalt für ein so kurzes Stück, ich fand die Verwirrung des jungen Mannes gut vermittelt. Aber ich glaube, um etwas Fundiertes dazu zu schreiben, muss ich es tatsächlich noch einmal lesen - ein Problem, das ich mit den eBooks ständig habe, leider ist Print bei mir meist nicht möglich.

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Nina C
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BeitragVerfasst am: 10.01.2018 02:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank!
Du hast Recht, im Grunde ist das Thema eher etwas für ein längeres Buch - da ich aber gerade schon ein Langprojekt verfolge und ein weiteres korrigiere, habe ich das nicht auch noch gewagt.
Digital lese ich auch schlechter als Print, aber manchmal geht es eben nicht anders.
So oder so freue ich mich, dass du es gelesen hast Smile

Liebe Grüße,

Nina


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