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Montagstiefgangstück


 

 
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Tiphan
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 44
Beiträge: 7
Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 05.10.2017 15:13    Titel: Montagstiefgangstück eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Montagstiefgangstück

Die Türe offen
Und es kühlt kurz herein
Sommer ist nicht mal mehr draußen

Die Stadt mit Wuascht und Heats
Geht dem Winter ins Netz
Die Leute sind einsam egal
Und mir auch nicht

Die Herzen beschädigt
Schließen um eine unbekannte Wette
Alle sind Täufer, laufen, saufen umher
Damit irgendwelche Stellen noch nass werden

Damals, vorher, grade eben,
Sogleich, bald, irgendwann
War's so schön

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Pickman
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 51
Beiträge: 373
Wohnort: Diaspora


BeitragVerfasst am: 05.10.2017 22:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Tiphan,

vielleicht möchtest Du diesen zusammen mit deinem anderen Einstand lieber in in Richtung Lyrik-Einstand verschieben lassen. Dort wirst Du wahrscheinlich zahlreichere und substantiellere Kommentare bekommen als im Prosa-Einstand.

Liebe Grüße

Pickman
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Tiphan
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 44
Beiträge: 7
Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 06.10.2017 10:50    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ok. Danke für die Info.

grüße
Tiphan


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Zeitgeist spukt lässig. Seine Lieblingspose ist Menschlichkeit
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KiaKahawa
Sonntagsschreiber

Alter: 24
Beiträge: 14
Wohnort: Hannover


BeitragVerfasst am: 10.10.2017 04:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tiphan,

mir erschließt sich die Sprache deines Gedichts nicht. Ist es Absicht, dass sie sich verändert? Ich sehe einen Bruch zwischen zeitgenössischer Umgangssprache und poetisch-gehobener Sprache. Mich stört das, aber vielleicht ist das Absicht. Hab mich übrigens noch nie getraut, Poesie zu kritisieren.

Doch eine Sache irritiert mich. Was meinst du mit "Netzt"? Ist das ein Wort, das ich als Prosatype nicht kenne, oder meinst du "Netz" und hast da einen Tippfehler?

Liebe Grüße


_________________
"Je mehr du liest, desto Autor" – Kia Kahawa
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Tiphan
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 44
Beiträge: 7
Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 10.10.2017 11:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo KiaKahawa

Das heißt also, deine Poesiekritik debütiert an diesem Text?
Kann ich fast nicht glauben.

Es freut mich, wenn meine Gedichte befragt, hinterfragt und kritisiert werden. Mir selbst ist vieles gar nicht so bewußt, was/wie ich schreibe, da die theoretische Auseinandersetzung mit Lyrik nie eine schulisch geleitete war. "Bruch zwischen zeitgenössischer Umgangssprache und poetisch-gehobener Sprache"  - kann da keinen Bruch erkennen, da ja beides miteinander in diesem Text agiert.

Was Netzt betrifft, ist nicht Netzt
Ist ein Lyrotippischer Verfingler der Eile.

Danke
Liebe Grüße

Ps: Hast du auch schon den Text "Nachladen" gelesen?


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KiaKahawa
Sonntagsschreiber

Alter: 24
Beiträge: 14
Wohnort: Hannover


BeitragVerfasst am: 10.10.2017 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tiphan,

danke für das Kompliment. Ja, das war mein Debüt, wenn man es so will Embarassed
 
Den Bruch zwischen den Sprachstilen habe ich jetzt beim zweiten Lesen mit zeitlichem Abstand besser sehen können. Es ist gar kein Bruch und ich kann jetzt diese gewisse Symbiose erkennen und verstehen.
Es ist definitiv Poesie, die man mehrmals lesen muss; finde ich gut.

Deinen Text "Nachladen" habe ich noch nicht gelesen, das wird sich aber ziemlich schnell ändern wink

Liebe Grüße


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sleepless_lives
Geschlecht:männlichSchall und Wahn

Moderator
Alter: 54
Beiträge: 6505
Wohnort: Guildford, UK
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Pokapro und Lezepo 2014 Pokapro VI


BeitragVerfasst am: 10.10.2017 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Aus der Prosa in die Lyrik verschoben.

_________________
Es sollte endlich Klarheit darüber bestehen, dass es uns nicht zukommt, Wirklichkeit zu liefern, sondern Anspielungen auf ein Denkbares zu erfinden, das nicht dargestellt werden kann. (Jean-François Lyotard)

If you had a million Shakespeares, could they write like a monkey? (Steven Wright)
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MrPink
Geschlecht:männlichLyromane

Moderator
Alter: 47
Beiträge: 2803
Wohnort: Oberbayern
Der Bronzene Wegweiser


BeitragVerfasst am: 12.10.2017 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Tiphan hat Folgendes geschrieben:

Was Netzt betrifft, ist nicht Netzt
Ist ein Lyrotippischer Verfingler der Eile.


Hab´s entfingert. Wink


_________________
„Das Schreiben wird nicht von Schmerzen besorgt, sondern von einem Autor.“
(Buk)
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Tiphan
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 44
Beiträge: 7
Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 12.10.2017 22:11    Titel: Sehr Lieb pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dankeschön

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Gast







BeitragVerfasst am: 16.10.2017 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ein wunderbarer Einstandstext.

Ist schon etwas her, dass ich hier was gelesen habe, in dem es jemand versteht, mit wenigen Worten sehr viel auszusagen.

Bin beeindruckt,
Monochrom
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A-post-roph
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 41
Wohnort: Irgendwo in Brandenburg


BeitragVerfasst am: 24.11.2017 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Tiphan,

das Gedicht finde ich recht gelungen. Viel besser als das museumsbedeutungsschwangere, nominalstilige Gedicht. Smile

Aber, mir gefallen auch die Verben, Prädikate sind was ganz Wunderbares und sollten nicht völlig gegen die harten und starren Substantivmauern ausgetauscht werden. Die sich polarisierenden Nomen lassen durch ihre Dichte oft keinen Raum für Entfaltung und Deutung.
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Tula
Geschlecht:männlichSchreiberling


Beiträge: 293
Wohnort: die alte Stadt


BeitragVerfasst am: 01.12.2017 01:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tiphan

mir gefällt es auch. Ein bekanntes lyrisches Thema (oder zwei: Montag und Novemberlaune) auf sprachlich doch originelle Weise verarbeitet. Gelungen der Abschluss, der auf angenehme Erinnerungen hindeutet, die einem in solch einer Tief-Laune ja wieder auf die Beine helfen.

Auf jeden Fall ein gelungener Einstand.

LG
Tula


_________________
aller Anfang sind zwei ...
(Dichter und Leser)
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 848



BeitragVerfasst am: 01.12.2017 07:25    Titel: Re: Montagstiefgangstück Antworten mit Zitat

Tiphan hat Folgendes geschrieben:
Montagstiefgangstück

Die Türe offen
Und es kühlt kurz herein
Sommer ist nicht mal mehr draußen

Die Stadt mit Wuascht und Heats
Geht dem Winter ins Netz
Die Leute sind einsam egal
Und mir auch nicht

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Damals, vorher, grade eben,
Sogleich, bald, irgendwann
War's so schön



Hallo Tiphan,

die Nähe zwischen den Menschen untereinander. Und die Nähe zwischen den Menschen und dem Glück, dem "war's so schön".

Diese kleine Distanz wird nicht überwunden, sie wird zu einer "ewigen Distanz".

Aber spürbar wird die Nähe doch - in Deinem Gedicht.

Ein schöner kleiner Text.

Gruß,
Eulenbaum
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