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Vor dem Sturm 2

 

 
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Herr N.
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 317
Wohnort: Augsburg


BeitragVerfasst am: 01.10.2017 18:00    Titel: Vor dem Sturm 2 eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich glotze in seine pickeligen Augäpfel und frage mich, warum ich mir das angetan habe. Warum er? Hatten sich doch so viele andere gemeldet in den letzten Tagen; Akademiker, Berufssoldaten, Landwirte, und nun er. Es ist zu spät, das muss ich mir eingestehen, der Vorlauf hat zu lang gedauert, ein Zurück gibt es jetzt nicht mehr. Wie auch? Morgen kommt der Sturm. Die Wege, Straßen und Pfade, die zum Anwesen führen werden überflutet sein.
Gott, wie er dort sitzt, fettbauchig, schmatzend am Dornfelder, dicke, fleischige Lippen - knallrot sind sie, wie bei einem pausigen Schuljungen, der zum ersten Mal eine nackte Frau sieht. Aber er sieht ja nur mich, Anton Greback, Metzger aus Duisburg. Ich greife zum Messer und hacke die Zwiebeln klein. Und dazu im Takt sein Rülpsen und Kauen. Er hat sich für schwarze Schokolade entschieden. Er frisst wie ein Schwein. Ich hasse ihn. So war der Abend nicht gedacht, es sollte etwas Wundervolles, etwas nie Dagewesenes sein, aber mit seinem einfältigen Verhalten macht er alles zunichte. Ich schiebe die Zwiebeln beiseite und nehme mir eine Knoblauchzehe. Und morgen kommt der Sturm. Ein Jahrhundertsturm sagen sie. Es sei ihm wichtig, dass der Abend vor dem Sturm stattfände, für ihn habe das etwas Urzeitliches, die Verbindung zwischen Fleisch und Natur, ein zackiger Ausbruch der Normalität beider Seiten, zusammengeführt, auf einen Nenner gebracht, alles innerhalb einer Nacht. Ich beobachte ihn und habe eher das Gefühl, dass er von Anmut und Romantik keinen blassen Schimmer hat. Seine geschwollenen Finger wühlen in der Panade herum wie fettige Wurmwesen. Er hat es nicht mal für notwendig erachtet sich einen Anzug anzuziehen, geschweige denn sich zu rasieren, nein, er sitzt dort am Tisch und schaufelt sich die Schokolade in den Rachen, während er mit klobigen Füßen genüsslich auf dem Boden herumtrippelt.
Ich schiebe die Zwiebeln und das Knoblauch in Reichweite des großen Woks, auch die Flasche mit dem griechischen Öl stelle ich dazu. Wenn es soweit ist, muss es schnell gehen. Vom Kochtopf direkt in die Pfanne und vorher blanchieren. Die Anleitungen sind detailliert beschrieben, es wird alles funktionieren. Wenn nur er nicht wäre.
Als ich fertig bin, werfe ich ihm einen vielsagenden Blick zu. Er nickt nur und wischt sich den Mund sauber, dann nehmen wir unsere Weingläser und gehen raus auf die Veranda. Es liegt ein seltsam süßlicher Geruch in der Luft, bleiern, grasig, ein bisschen wie luftgemachter Honig. Andernorts hat die Sturmfront bereits das Land auseinandergehoben und hunderte Kilometer vor sich hergetrieben. Nun fällt und regnet das, was nicht zusammengehört vom Himmel und schafft das Unbekannte. Es sind die Vorläufer.
Während wir den Wein trinken schweigen wir, aber ich merke, dass eine schmalzige Wollust auf seinem Gesicht klebt, er genießt es, der Mittelpunkt des Abends zu sein und ein bisschen habe ich das Gefühl, er nimmt es innerlich mit dem Sturm auf, ganz so, als erhebe er sich und sein Leben über die Mächte der Natur. Warum sonst, sollte er diesen Abend gewählt haben?
Es wird kühl und langsam bekomme ich Hunger. Wir gehen wieder in die Küche, wo wir gemeinsam die Gläser ausspülen und in den Schrank zurückstellen, dann setzt er sich an den Tisch und glotzt auf meinen Teller. Mag sein, dass er Zweifel bekommen hat, aber schon im selben Moment springt er auf und umarmt mich. Dann legt er seine blasigen Lippen auf meinen Mund und streichelt mir den Kopf. Es ist mir ein unangenehmer Kuss, aber ich muss ihm das zugestehen.
Durch die geöffneten Fenster stößt der erste Wind und das Brechen des Donnerschlags klingt vom Horizont aus der Ferne, ebbt in die Küche und bleibt auf unseren Gesichtern haften. Er lächelt mich an. Dann schreitet er voraus, durch den Flur und in das hintere Zimmer. Er legt sich auf das Bett, ich schnalle die Gurte fest und als ich das Messer ansetze hebt er den Kopf, fixiert mich mit einem Blick, in dem der pure Schrecken liegt und sagt:
„Anton, eigentlich wollte ich es für mich behalten, aber lass bitte die Panade weg, mir ist vorhin ein Haar hineingefallen.“

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Herr N.
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 317
Wohnort: Augsburg


BeitragVerfasst am: 01.10.2017 21:30    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

mein gott: "den Knoblauch" ... der mal "das Öl" war angel

_________________
Das Herrliche:
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femme-fatale233
Geschlecht:weiblichFüßchen

Alter: 25
Beiträge: 2042
Wohnort: München
Das Bronzene Pfand


BeitragVerfasst am: 01.10.2017 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

Kannibalismus?
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V.K.B.
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 45
Beiträge: 1440
Wohnort: an der Nordseeküste
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 01.10.2017 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,
die Idee an sich ist nicht schlecht, auch wenn ich beim Lesen schon schnell geahnt habe, worum es geht.  Ich finde nur leider, dass dein letzter Satz die Geschichte ruiniert. Ja, ich weiß, die Zeit war knapp, gar nicht so einfach, da einen Abschluss zu finden. Das Problem ist aber, der Satz ließt sich wie die Pointe eines Witzes, und lässt damit den ganzen Text wie einen zu lang geratenen Witz wirken. Schade.

Punkte verteile ich erst, wenn ich alles gelesen habe.


_________________
»Sticks & stones may break your bones – but words … they will define you!«
(Phil Orani)
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Uwe Helmut Grave
Geschlecht:männlichOpa Schlumpf

Alter: 63
Beiträge: 1029
Wohnort: Wolfenbüttel


BeitragVerfasst am: 02.10.2017 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Dazu fällt mir nur eins ein: Würg!
Immerhin hat sich der/die Autor/in etwas einfallen lassen, abseits vom handelsüblichen Futtern-und-nachdenklich-warten, das hier wohl die meisten Geschichten prägt.


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U.H.G. - Freude am Lesen
"Wie sind des Kaisers neue Kleider unvergleichlich!" - "Aber er hat ja gar nichts an!" (Hans Christian Andersen) - Die Welt ist anders(en) als sie es dir erzählen.
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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1564
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 02.10.2017 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Jetzt verstehe ich, warum ich in einem früheren Wettbewerb für die uninspirierte Überschrift kritisiert wurde.
Du wirfst ein kaltes Licht auf die Szene, eine seelische Kälte, die vielleicht die Andersartigkeit des Ich-Erzählers markieren soll. Dabei übertreibst Du nach meiner Wahrnehmung. Glotzen, pickelige Augäpfel (wie soll das gehen?) drehen den Ekelfaktor hoch, aber nicht die Qualität der Geschichte.
Wofür ich Punkte vergebe, ist diese klare Zeichnung, die so viel Kälte vermittelt. das muss man erst mal hinbekommen. Sympathie für die Geschichte ist es nicht.
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MoL
Geschlecht:weiblichQuelle


Beiträge: 959
Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 02.10.2017 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Text hat von mir leider keine Punkte bekommen.

Lieber Inco!
Exakt ab dieser Stelle "Ich glotze in seine pickeligen Augäpfel" war ich raus. Ekelhaft.
Und vor Allem auch: Wie soll das gehen? Aber nein, danke, ich möchte das lieber nicht so genau wissen. Dann wurde es leider nicht besser.
Ich habe eine sehr bildhafte Phantasie und Dein Text hat mir eher den Appetit verdorben. Ich bin mir auch nicht sicher, ihn verstanden zu haben  - geht es um Kannibalismus? - aber ich möchte das vielleicht auch garnicht.
Mich interessiert jetzt ernsthaft, was Du Dir dabei gedacht hast? Oder habe ich da etwas überlesen bzw. nicht erkannt?


_________________
"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Gühernder Hass", acabus Verlag, Frühjahr 2019.
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hobbes
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 2981

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 02.10.2017 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glotze in seine pickeligen Augäpfel - börks. Schon bin ich raus. Wäre ich raus. Aber ist ja Wettbewerb und somit lese ich weiter.

Das also ist die (erste) Hä?-Geschichte des Wettbewerbs. Obwohl, ganz so Hä? ist sie gar nicht, man kann sich zumindest irgendwas herleiten, ich leite mir her, dass Anton den Fetten entweder gleich ganz umbringt (um ihn dann zu blanchieren?) oder ihn einfach nur ein bisschen mit dem Messer ärgert. Vermutlich ersteres.

Das dumme: Ich verspüre keinerlei Lust, die Geschichte noch zwanzig Mal zu lesen, um dem Hä? auf die Spur zu kommen. Genaugenommen habe ich keine Lust, die Geschichte überhaupt noch einmal zu lesen. Das liegt hauptsächlich daran, dass Anton im Grunde nur über die Widerwärtigkeit des Fetten schreibt, ansonsten erfahre ich eher wenig und das wenige macht mich auch nicht neugierig.
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Schlomo
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 62
Beiträge: 156
Wohnort: Waldperlach


BeitragVerfasst am: 02.10.2017 23:25    Titel: Antworten mit Zitat

Pickelige Augäpfel? Hm. Was auch immer das sein mag...

Den Schluss kapier ich nicht.


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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 56
Beiträge: 2915
Wohnort: Wangen im Allgäu


BeitragVerfasst am: 03.10.2017 09:11    Titel: Antworten mit Zitat

Laughing ich muss sagen... der Schluss ist ein schöner Twist. Irgendwie hatte ich sowas schon vermutet, aber trotzdem ... Laughing
Für mich sind die Vorgaben umgesetzt. Allerdings habe ich zweieinhalb Mecker:
erstens: was sind picklige Augäpfel und wie muss ich mir die vorstellen?
zweitens: pausig ist ein Ausdruck, der mir auch nicht so bekannt ist und zweieinhalbig - aber das ist meiner Region geschuldet - Vorlauf ist für mich das, was beim Schnapsbrennen entsteht.
Für die Kürze der Zeit jedenfalls: Schön geschrieben.


_________________
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original: Lapidar
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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

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Beiträge: 1863
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 03.10.2017 14:14    Titel: Antworten mit Zitat

Bei den pickeligen Augäpfeln wollte ich gleich nicht mehr weiterlesen. Vielleicht verstehe ich aber nur mal wieder eine Metapher nicht.
Im Grunde verstehe ich die ganze Geschichte nicht. Haben sich da zwei zum Essen getroffen, von denen einer die Mahlzeit werden wird?
Wenn ja, dann hat der es so gewollt. Dann aber widersprechen sich der schreckerfüllte Blick auf das Messer und der coole letzte „Rat“.
Hm. Für mich noch zu unausgegoren


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TZH85
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 33
Beiträge: 307
Wohnort: Essen


BeitragVerfasst am: 04.10.2017 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Igitt.
Wirklich igitt - was ja wohl auch deine Absicht war.
Schon bei der Hälfte dachte ich plötzlich "Rothenburg", also hast du deine Idee von Anfang an gut vermittelt.

Einige Bilder sind echt ... man sollte vorher nicht gegessen haben. Wobei ich mich frage, wie picklige Augäpfel funktionieren sollen. Egal. Weckt widerliche Assoziationen, funktioniert also.


Punkte vergebe ich erst zum Schluss.
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2605

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 04.10.2017 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour

Zitat:
Ich glotze in seine pickeligen Augäpfel und frage mich, warum ich mir das angetan habe. Warum er? Hatten sich doch so viele andere gemeldet in den letzten Tagen; Akademiker, Berufssoldaten, Landwirte, und nun er. Es ist zu spät, das muss ich mir eingestehen, der Vorlauf hat zu lang gedauert, ein Zurück gibt es jetzt nicht mehr. Wie auch? Morgen kommt der Sturm. Die Wege, Straßen und Pfade, die zum Anwesen führen werden überflutet sein.
Gott, wie er dort sitzt, fettbauchig, schmatzend am Dornfelder, dicke, fleischige Lippen - knallrot sind sie, wie bei einem pausigen Schuljungen, der zum ersten Mal eine nackte Frau sieht. Aber er sieht ja nur mich, Anton Greback, Metzger aus Duisburg. Ich greife zum Messer und hacke die Zwiebeln klein. Und dazu im Takt sein Rülpsen und Kauen. Er hat sich für schwarze Schokolade entschieden. Er frisst wie ein Schwein. Ich hasse ihn. So war der Abend nicht gedacht, es sollte etwas Wundervolles, etwas nie Dagewesenes sein, aber mit seinem einfältigen Verhalten macht er alles zunichte. Ich schiebe die Zwiebeln beiseite und nehme mir eine Knoblauchzehe. Und morgen kommt der Sturm.[...]


Der Text krankt für mich leider an vielen Stellen. Es wird zu Beginn eine sehr angespannte Situation geschildert, kommt mir wie ein Blind Date mit Abendessen daheim vor oder ähnlichem, sehr bedeutungsschwanger und sehr dramatisch. Warum diese Zeitnot und was es mit dem Anwesen und dessen morgiger Überflutung zu tun hat, um dieses kannibalistische Koch-Ereignis unbedingt an diesem Abend stattfinden lassen zu müssen, erschließt sich mir leider nicht. Und all das in Deep-POV, mit Vor- und Nachnamen und dazu Berufsbezeichnung samt Stadt des erzählenden Protas (mir u.a. perspektivisch zu dick aufgetragen).
Und dann?
Es wird nur um den heißen Braten gesprochen, so dass mir diese Geheimniskrämerei zu konstruiert und unglaubwürdig erscheint und die Pointe, die ja ein Knalleffekt sein soll, mich langweilt.
Die Geschichte wird insgesamt eher erdrückt als entfaltet.

Es tut mir leid, im Vergleich zu anderen teilnehmenden Texten hat es dein Beitrag nicht in meine Top Ten geschafft: zéro points.

Merci beaucoup
Constantine
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Eliane
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 508



BeitragVerfasst am: 04.10.2017 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, das sind mal eng erfüllte Vorgaben. Das Abendessen bereitet sich selbst zu. Dennoch, ich bleibe an einigen Punkten hängen, wo ich die Kombinationen einfach nicht schlüssig finde:

- "pickelige Augäpfel" (man kann an vielen Punkten Pickel haben, da aber nicht)
- "pausiger Schuljunge" (pausbackig?)
- "in Reichweite des Woks" (der hat keine Arme, mit denen er die Zwiebeln packen kann)
oder auch
- "mit klobigen Füßen genüsslich auf dem Boden herumtrippelt" (da passt m.E. gar nichts zusammen, außer dass die Füße auf dem Boden sind)

usw.

Daher wohl eher wenig bis keine Punkte. Sorry.
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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 37
Beiträge: 1152
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 06.10.2017 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Was für ein ekliger Kerl. Aber Schweine werden für gewöhnlich paniert. Warum nun ausgerechnet er? Das frage ich mich auch.
Die Sprache passt sich dem Sturm an, der Sturm wird fühlbar, sowohl äußerlich - auf der Veranda kann ich ihn riechen, erleben - als auch innerlich. Die Welt ist im Sturm, dein Metzger ist im Sturm. Jetzt muss er diesen Schweinemenschen schlachten. Was für ein schweres Los.

Sehr verstörend finde ich diesen Kuss. Anton muss ihn küssen, ihm bleibt keine Wahl. Ich denke noch immer darüber nach, warum er das tun muss, überhaupt, warum Anton den Typen schlachten und vorher mästen muss, warum gerade er bei ihm Schokolade zum Abendbrot isst. Der Kerl weiß ja darüber Bescheid, was später mit ihm geschehen wird, sonst würde er zum Schluss anders reagieren.

Sprachlich beeindruckt mich dein Text am meisten von allen. Das liegt unter anderem daran, dass "schwere" Worte locker fließen. Das hinterlässt nach dem Lesen einen Eindruck; es drückt sich etwas ab, das ich später in mir weitertrage und bearbeite, etwas, das mich nicht loslässt - das hat selbstverständlich auch mit dem Inhalt zu tun, getrennt kann man Sprache und Inhalt ohnehin nur bedingt betrachten. Sie gehören zusammen.
Auch werden (siehe oben) Fragen aufgeworfen, es ist also genug Offenheit für meine Fantasie vorhanden.
Die vorstürmische Atmosphäre wird erlebbar und die Figur "Anton" spürbar, er besitzt einen Charakter, ich erlebe sein Innenleben sehr direkt. Sein Gegenüber bleibt mysteriös. Ich bekomm diesen Menschen kaum zu fassen. Sympathisch ist er mir allerdings nicht - dafür sorgen Antons Gedanken und Gefühle. Aber das Beste kommt zum Schluss (oje, eine Floskel).
Ich darf lachen und ich lache gerne.
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gold
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger

Alter: 65
Beiträge: 5412
Wohnort: ebenda
DSFo-Sponsor Ei 10


BeitragVerfasst am: 07.10.2017 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inco,

Titel: Einfallslos
Thema: Gut umgesetzt
Inhalt:
Sehr skurril. Sehr gut die Gier auf beiden Seiten beschrieben. Mir fehlt jedoch das Element der Lust. Aber vielleicht ist das Absicht. Denn wenn man zu viel erklärt, wird es langweilig.
Sprache: Passt

Anmerkung: picklige Augäpfel. Was ist darunter zu verstehen?

Macht summa, summarum: acht Federn

LG gold


_________________
es sind die Krähen
die zetern
in wogenden Zedern

Make Tofu Not War (Goshka Macuga)
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poetnick
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 56
Beiträge: 402
Wohnort: Möglichkeiten


BeitragVerfasst am: 02.11.2017 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

.


Hallo Herr N.

Was ist denn geschehen?
Steht zu befürchten, dass hinter Ihrem Schweigen die eigentliche Pointe der Geschichte steckt? Verstecken Shocked

Mit sorgenvollen Grüßen - Poetnick


.


_________________
Wortlos ging er hinein,
schweigend lauschte er der Stille
und kam sprachlos heraus
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