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"Der Dämon am Eingang des Hauses" von Kristyna von Dolega-Kasherovsky

 

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 05/2017
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menetekel
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 100
Beiträge: 1675
Wohnort: Planet der Frühvergreisten


BeitragVerfasst am: 21.05.2017 18:00    Titel: "Der Dämon am Eingang des Hauses" von Kristyna von Dolega-Kasherovsky eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat




Der Dämon am Eingang des Hauses

Kristyna von Dolega-Kasherovsky


Okkulter Thriller



Im 19. Jahrhundert hätte man nach flüchtiger Durchsicht des Buches vermutlich eine weitere theosophische Gesellschaft gegründet.
Der steinerne Dämon über der Tür einer Jugendstilvilla vermag es nämlich, in die Seelen der Eintretenden zu dringen, hält ihnen zunächst einen Spiegel vor, um ihre erkennbaren Laster danach ins Unendliche zu überhöhen. Nur bei wenigen trifft er auf Widerstand; die meisten sind von ihrem erworbenen Zuwachs an Macht begeistert.  Auch um den Preis ewiger Wiederkehr.
Am Ende ist es der Dämon selbst, der verzweifelt – und Blut speit.
In „natürlicher“ Nachfolge Gustav Meyrinks beschreibt von Dolega-Kasherovsky das Dämonische um uns und in uns. Die Furcht davor und ihre Folgen.
Dabei durchbricht sie die Grenzen bekannter Naturgesetze, schildert Geister und Gespenster ebenso stofflich wie die Körper der Lebenden.
Dies alles erzeugt einen magischen Sog.

Günther Böcker
Berliner Morgenpost

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Uwe Helmut Grave
Geschlecht:männlichOpa Schlumpf

Alter: 63
Beiträge: 1029
Wohnort: Wolfenbüttel


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

Gegen die Formulierung "hält anderen den Spiegel vor" bin ich allergisch - selbige wird gern von Buch- und Theaterkritikern (oder sich selbst lobenden Autoren) verwendet, um die Wichtigkeit des jeweiligen Werkes zu unterstreichen. Und jetzt kommt auch noch ein Dämon mit diesem Spiegel-Unsinn daher!
Na ja, zum Glück versagt er und speit letztendlich Blut - danke fürs Vorausschicken des Buchschlusses, somit muss ich es wenigstens nicht lesen (bzw. müsste ich es nicht lesen, wenn es dieses Buch geben würde).


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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 58
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Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

Kein Klappentext im eigentlichen Sinne - eine Rezension. Aber das entspricht ja noch den Vorgaben.
Meyrink, einen der ersten Schreiber phantastischer Romane, als "natürlichen" Vorreiter zu nennen, setzt die Latte hoch. Das und die Inhaltshinweise bringen Spannung und Interesse für den Roman. Ist die Autorin seine illegitime Tochter oder Enkelin? Der Autorenname scheint zumindest zu Prag zu passen.
Die Wahl des Covers finde ich dagegen nicht so gelungen für diese Geschichte.
Mal schauen, was am Ende noch im Verteilertopf bleibt.


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Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 56
Beiträge: 2916
Wohnort: Wangen im Allgäu


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 18:38    Titel: Antworten mit Zitat

Als Idee sehr interessant. Aber die Ausführung ist nicht so ganz überzeugend.

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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 37
Beiträge: 1152
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Frau Dolega-Kasherovsky,

der Titel Ihres okkulten Thrillers passt ausgesprochen gut zum Cover, für meinen Geschmack schon etwas zu gut, er zeigt mir nichts Neues, sondern eher das, was ich ohnehin sehe – ein wenig mehr Freiraum hätte ich mir diesbezüglich gewünscht. Dennoch wagte ich einen Blick auf den Buchrücken und las mit Interesse den Klappentext, der einerseits einen leichten Lesedrang in mir weckte, andererseits nicht sehr spannend klingt. Es scheint eher um das Böse an sich zu gehen, als um lebendige Figuren, was in meinem Lesen von großer Bedeutung ist. Um dem entgegenzuwirken, wäre ein Textausschnitt gut gewesen - vielleicht irre ich mich in meinem Denken über die Figuren in Ihrem Buch. Des Weiteren wird viel verraten, die Geschichte wirkt schon jetzt vorhersehbar.
Frau Dolega-Kasherovsky, bitte seien Sie mir nicht böse, aber ich werde Ihr Buch nicht lesen, was hauptsächlich daran liegt, weil der Klappentext keine große Neugierde in mir weckt (und das, obwohl ich mich für okkulte Themen durchaus begeistern kann und auch gerne einen Thriller in die Hand nehme).

Herzliche Grüße
H.


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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


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Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 24.05.2017 07:33    Titel: Antworten mit Zitat

Kein Klappentext?

Der Text besteht ausschließlich aus der Buchbesprechung eines fiktiven Kritikers. Der fasst kurz den Inhalt zusammen und gibt eine Wertung ab.
Die Wertung wirft mich allerdings raus. Den magischen Sog spüre ich zumindest beim Lesen der Kritik noch nicht.
Ein Satz frisst sich fest, der beste Satz des Textes: "Am Ende ist es der Dämon selbst, der verzweifelt – und Blut speit." Das Blut verstehe ich nicht, aber die Umkehr (selbst die Geister verzweifeln an den Begierden der Menschen) könnte den Kern einer spannenden Geschichte bilden. Das ist der zentrale Ansatz, darum (und nicht um stoffliche Geister) würde ich die Geschichte aufbauen.
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Municat
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BeitragVerfasst am: 24.05.2017 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber unbekannter Autor,

eine Rezension als Klappentext ... warum eigentlich nicht. Schade, dass die große Auflösung (die Tatsache, dass der Dämon selbst verzweifelt, weil die sündigen Menschen seine Maßnahmen genießen statt zu leiden) gleich mit lieferst ... oder ist Hauptinhalt des Romans vielleicht, was passiert, nachdem der Dämon Blut gespuckt hat? Dann passt das wieder.

Dein Pseudonym ist abenteuerlich, der Buchtitel profan. Beides zusammen ergibt ein Spannungsverhältnis, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob ich wirklich einen Okkulten Thriller erwarten soll oder eher eineParodie.

Zitat:
Im 19. Jahrhundert hätte man nach flüchtiger Durchsicht des Buches
flüchtige Durchsicht ... da bin ich gedanklich eher im Büru und wühle in Akten. Das bringt mich stimmungstechnich nicht zu dem Dämon.

Zitat:
Der steinerne Dämon über der Tür einer Jugendstilvilla vermag es nämlich,
hier fände ich so was wie " ... der Jugendstilvilla in Soundso ... "treffender.

Punkte vergebe ich, nachem ich alle Klappentexte gelesen habe.


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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 24.05.2017 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist so gut formuliert, dass ich dies Buch lesen wollen würde.
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 848



BeitragVerfasst am: 25.05.2017 19:29    Titel: Re: "Der Dämon am Eingang des Hauses" von Kristyna von Dolega-Kasherovsky Antworten mit Zitat

Postkartenprosa hat Folgendes geschrieben:



Der Dämon am Eingang des Hauses

Kristyna von Dolega-Kasherovsky


Okkulter Thriller



Im 19. Jahrhundert hätte man nach flüchtiger Durchsicht des Buches vermutlich eine weitere theosophische Gesellschaft gegründet.
Der steinerne Dämon über der Tür einer Jugendstilvilla vermag es nämlich, in die Seelen der Eintretenden zu dringen, hält ihnen zunächst einen Spiegel vor, um ihre erkennbaren Laster danach ins Unendliche zu überhöhen. Nur bei wenigen trifft er auf Widerstand; die meisten sind von ihrem erworbenen Zuwachs an Macht begeistert.  Auch um den Preis ewiger Wiederkehr.
Am Ende ist es der Dämon selbst, der verzweifelt – und Blut speit.
In „natürlicher“ Nachfolge Gustav Meyrinks beschreibt von Dolega-Kasherovsky das Dämonische um uns und in uns. Die Furcht davor und ihre Folgen.
Dabei durchbricht sie die Grenzen bekannter Naturgesetze, schildert Geister und Gespenster ebenso stofflich wie die Körper der Lebenden.
Dies alles erzeugt einen magischen Sog.

Günther Böcker
Berliner Morgenpost



Herausgelöst aus dem Zitat oben:
Zitat:
Der steinerne Dämon über der Tür einer Jugendstilvilla vermag es nämlich, in die Seelen der Eintretenden zu dringen, hält ihnen zunächst einen Spiegel vor, um ihre erkennbaren Laster danach ins Unendliche zu überhöhen. Nur bei wenigen trifft er auf Widerstand; die meisten sind von ihrem erworbenen Zuwachs an Macht begeistert.  Auch um den Preis ewiger Wiederkehr.
Am Ende ist es der Dämon selbst, der verzweifelt – und Blut speit.


Ich würde das so reduzieren, und dann bleibt meine Frage: Und dann?
Mit irgenderwas würde ich gern noch angefüttert werden.

Ich brauche einen Anhaltspunkt, "ob das schon alles ist" oder ob es noch weitergeht.

Ein Blick ins Buch würde mich vielleicht entscheiden lassen, daß mir das ausreicht, das würde mir zeigen, ob der Erzählstil spannend ist usw.

Vielleicht würde ich mich ja dann (je nach Erzählstil, Sprache usw.) auf das Buch einlassen, obwohl mir etwas fehlt.

Denn an sich ist das Thema spannend.

Gruß,
Eulenbaum
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Oktoberkatze
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Alter: 53
Beiträge: 324

Ei 1 Ei 9


BeitragVerfasst am: 26.05.2017 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hört sich nach einem spannenden Buch an.

Bei deinem Text fände ich irgendwie das andere Cover treffender, denn mir fehlt zumindest ein kleiner Hinweis auf den Lippenstift. Gibt es womöglich eine weibliche Person, die dem Dämon auf die Schliche kommt? Auch der Kommentar des Herrn Böcker nach dem gelungenen Cliffhanger wirkt im Vergleich zum ersten Teil etwas unbeholfen Confused


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Die meisten Denkmäler sind innen hohl
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shatgloom
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BeitragVerfasst am: 27.05.2017 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Klappentext besteht eigentlich aus einer einzigen Pressestimme. Nachdem diese aber grob und ausreichend den Inhalt umreißt, ist das für mich okay. Sprachlich ist mir das etwas zu trocken, erzeugt nicht genug Atmosphäre.
Der Text schafft es zumindest, mich auf den Inhalt neugierig zu machen, obwohl ich das Genre nicht gerade mag.


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Gruß von Karolin
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traumLos
Schreiberling


Beiträge: 260



BeitragVerfasst am: 28.05.2017 02:35    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr geehrte Frau von Dolega-Kasherovsky, geschätzte Kollegin,

eine Gruselgeschichte, die Fragen nach unserer Existenz stellt. Nach dem Dämonischen in und um uns. Nach Macht und ihrem Missbrauch. Nach der Lust an der Macht. Vielleicht auch ohne Überhöhung durch einen Dämon.

Aber was ich nie mag ist dieses Am Ende …

Da verliere ich die Lust. Und so habe ich ihr Buch doch wieder zurückgelegt.

Cordiales salutations

Clothilde Mercier


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Meine Beiträge geben nur meine Meinung wieder. Jede Einbeziehung realer oder fiktiver Personen wäre nur ein Angebot. Zwinkersmiley
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ArtFaulII
Schreiber-Lehrling


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BeitragVerfasst am: 28.05.2017 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Das Thema und den Inhalt des Romans wie er hier dargestellt wird, finde ich sehr interessant (leider erfährt man nicht noch mehr zum Inhalt, aber das hat der Text in seiner Funktion als Klappentext betrachtet auch nicht nötig). Das Einzige, was mich ein wenig irritiert ist die Aussage: "Am Ende ist es der Dämon selbst, der verzweifelt – und Blut speit." Ist das schon das Ende des Romans, das hier verraten wird? Und wie kann ein Dämon, der hier eher als eine abstrakte, aber nicht-gute Entität dargestellt wird, die Schabernack mit den Menschen treibt, wirklich "verzweifeln"?
Der kurze und noch etwas mysteriöse Text weckt auf jeden Fall meine Neugierde und lässt mich wünschen, der Roman würde tatsächlich existieren - in der Qualität, die der Kommentar verspricht. smile
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TZH85
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BeitragVerfasst am: 29.05.2017 08:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hm... bei diesem Beitrag tue ich mich etwas schwer. Zum einen finde ich, dass das andere Cover besser zu einem okkulten Thriller gepasst hätte. Das ist aber wahrscheinlich Ansichtssache.
Der Klappentext liest sich für mich eher wie eine kurze Textanalyse. Ein Thriller braucht einen Spannung versprechenden Konflikt - hier wird mir aber nicht einmal der Protagonist der Story benannt. Nur die Grundidee, dass ein Dämon die Fähigkeit besitzt, Menschen ihre Laster aufzuzeigen. Offenbar geht das mit der Übertragung von irgendwelchen übersinnlichen Kräften einher, die aber nicht spezifiziert werden.
Die Sprache finde ich auch etwas zu hochgestochen fürs Genre. Besonders das "um ihre erkennbaren Laster danach ins Unendliche zu überhöhen" hat mich aus dem Lesefluss geworfen. Ist damit gemeint, dass z. B. ein geiziger Mensch durch den Dämon noch geiziger wird? Für mich klingt es eher nach einem wissenschaftlichen Text und nicht nach einem spannenden Thriller.

Von mir leider keine Federn.
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Piratin
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 29.05.2017 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Gelungener Text, der neugierig macht und das nicht nur auf die Erzählung an sich, sondern auch auf die Fragen, die der Roman mit Sicherheit aufwerfen wird und – davon gehe ich aus – auch nicht alle beantworten wird, sodass dem Leser eigenes Nachdenken bleibt (was ich sehr gut finde).  Gelungener Titel und auch der Autorenname macht neugierig und Punkte gibt es auch,
viele Grüße
Piratin


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menetekel
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BeitragVerfasst am: 30.05.2017 07:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja, der weibliche Hochadel hatte schon immer Sinn für's Okkulte!
Darum wundert es nicht, dass von Dolega-Kasherowsky mit Inbrunst der Lebenswelt eines Dämons folgt und ihn bei seinem Treiben, psychologisch ausgefeilt, beobachtet.
Leider gibt es außer der Berliner Morgenpost keine weiteren Pressestimmen - einer Zeitung, die sicherlich nicht die erste Adresse für derlei ist, den Namen Meyrink vermutlich nur von Google kennt ...

 hmm


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holg
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BeitragVerfasst am: 31.05.2017 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

Kriegt nen Punkt. Wegen dem Titel. Wegen dem Autorinnennamen. Wegen diesem Satz:
Zitat:
Im 19. Jahrhundert hätte man nach flüchtiger Durchsicht des Buches vermutlich eine weitere theosophische Gesellschaft gegründet.


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rieka
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BeitragVerfasst am: 31.05.2017 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich am Wettbewerb nicht teilgenommen habe, kann ich mir jetzt den Luxus erlauben, einfach nur meine Gedanken schweifen zu lassen ohne zu punkten.
Also Inco, hier meine Überlegungen:
Ein anspruchsvolles Thema, an dem sich schon Viele mehr oder weniger erfolgreich und mitreißend versucht haben. Das Dämonische um uns und in uns in Worte fassen. Aber auch immer wieder neu und bearbeitungs- und lesenswert.
Aber, lieber Inco, du musst schon gut schreiben und dich einfühlen können, um die Abgründe des menschlichen Seins auszuloten, und nicht in oberflächlichen Aktionismus abzugleiten. Du hast harte Konkurrenz. Ich könnte das nicht.
Wenn du das gut machst, das würde ich durchs Reinlesen überprüfen – du wirst von  mir gelesen. Dein Klappentext hat mich neugierig genug gemacht.
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V.K.B.
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Beiträge: 1443
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Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 31.05.2017 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Vorweg: Meine Bewertungskategorien sind Idee, Durchführung (also Schreibstil), literarischer Mehrwert (Das muss ich erklären: Wurde das Medium Buchrückseite literarisch genutzt, so dass mehr als nur ein Klappentext für ein fiktionales Buch entsteht? Paradebeispiel wäre: Autorenbiographie und Inhaltsangabe des Buches spielen so zusammen, dass man erkennen kann, wie der fiktionale Autor mit dem Buch Problemstellen seiner Biographie aufzuarbeiten versucht und dann "nebenbei" ein stimmiges Psychogramm der eigentlichen Hauptfigur (nämlich des "Autors") entsteht. Aber dafür müsste man wohl schon so genial wie Hemmingway sein, der eine Geschichte in fünf Worten auf einem Bierdeckel erzählen konnte), und Reviewer's Tilt (Abzüge für viele Fehler, Unstimmigkeiten oder Bonuspunkte für was auch immer). Die Punkte dieser Kategorien addiere ich und ordne danach die Liste, die ersten zehn kriegen dann die Punkte in Reihenfolge meiner Liste.

Ach ja: Ob ich ein Buch jetzt spontan kaufen wollen würde, ist für mich KEIN Kriterium (es sei denn, der Klappentext ist schon so schlecht geschrieben, dass ich vom Buch selbst auch nichts gutes mehr erwarten würde) denn das ist für mich immer noch ein Literatur- und kein Marketingwettbewerb hier.



Hallo Inko,
das ist mir hier ein typischer Fall von "Tolle Idee – mäßige Umsetzung", leider.
Die Grundidee mit dem Dämonen gefällt mir wirklich gut und den Autor in Nachfolge Meyrinks zu stellen hat auch was. Dürftig finde ich leider die Umsetzung. Das geht schon beim Cover los. Okay, ich weiß, du hast das nicht gemacht – aber ausgewählt. Ich persönlich finde dieses Cover so daneben, dass ich mir ein Buch damit in der Buchhandlung niemals ansehen würde – da kann der Titel noch so interessant sein.
Dann lässt du Günther Böcker sprechen, und seine Zusammenfassung ist alles andere als gelungen, ich versteh sie nämlich nicht. Der Dämon sieht sich die Laster der Menschen an und erhöht sie "ins Unendliche" (die Logik-Frage, wie man ein Laster bei einem Menschen "ins Unendliche" überhöhen kann, lassen wir mal weg). Dann spricht er von einem Machtzuwachs. Wieso ist eine unendliche Lasterüberhöhung jetzt plötzlich Machtzuwachs? Nehmen wir Faulheit. Ins Unendliche überhöht wäre das ein Einfrieren in der Zeit. Keine Bewegung, keine Gedanken, kein nichts. Machtzuwachs? Anderes Beispiel: Völlerei. Ins Maximum gesteigert frisst die Person sich binnen weniger Stunden (wenn überhaupt so lange) tot. Machtzuwachs? Keine Spur. Welches Laster bringt ins Maximum gesteigert (=Person ist ganz davon erfüllt und kümmert sich um nichts anderes mehr) einen Machtzuwachs statt den Untergang? Mir fällt dazu nichts ein.
Dann soll man den Preis der "ewigen Wiederkehr" (Nietzsche?) dafür bezahlen. Wie darf ich das verstehen? Verliert man eine zirkulare Zeitstruktur oder bekommt man sie? Und wieso ist das ein Preis? Wenn immer alles von vorne beginnt, ist es für den Menschen ziemlich irrelevant, das gleiche Leben immer wieder zu leben, weil er eben auch die Einnerungen immer wieder neu sammelt, es wird also nicht langweilig (aus der Froschperspektive jedenfalls). Das zu bekommen oder zu verlieren ist beides irrelevant, weil es absolut keinen Unterschied macht.
Dann verzweifelt der Dämon selbst – woran? Hier wird kein wirklicher Konflikt angedeutet. Dem "magischen Sog" kann ich leider nicht folgen, weil ich ihn noch nicht spüre.

Mal sehen, ob es am Ende trotzdem noch für Punkte reicht.
Edit: Leider ganz knapp doch nicht (Platz 11). Sorry.


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»Sticks & stones may break your bones – but words … they will define you!«
(Phil Orani)
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Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 28
Beiträge: 1269

Ei 3


BeitragVerfasst am: 02.06.2017 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Die Grundidee ist ganz interessant angelegt. Falls ich sie überhaupt richtig verstanden habe. Hier hätte ich vielleicht einen Satz mehr gebraucht. Oder einen kurzen Buchauszug. Bin halt so neugierig. Auch welch Drama dem Dämon droht. Aber ich weiß. Nicht zu viel verraten, ist auch schwer.
Dann kommt in der "Analyse" wieder so ein Phrasensatz mit den Naturgesetzen und stofflichen Geistern und Lebenden und dem magischen Sog. Kann mich leider nicht überzeugen.


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Verschrieben. Verzettelt.
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menetekel
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BeitragVerfasst am: 02.06.2017 19:29    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Herzlichen Dank für eure zahlreichen Kommentare.
Bezogen auf das "falsche" Cover gebe ich meinen Kritikern Recht. Ich bemerkte zunächst gar nicht, dass dies auch mit auszuwählen war. Embarassed
Später fand ich mich damit ab und erkannte seinen eigenen, klamottigen Reiz.
Der Moewig Verlag hat nämlich in seiner Reihe "Phantastica" den armen Meyrink auf ähnliche Weise beworben. Und für 20 Minuten Arbeit ist das Dingens ganz ok, denke ich.

Ich freue mich über jede einzelne verständige Anmerkung. Idea smile

Und keine Sorge: Ich hatte und habe keineswegs vor, mich dem Okulten zu widmen. Wenn ich mich jemals in Richtung Unterhaltungsliteratur bewegen sollte, dann eher in Richtung Raoul Tranchirer ...

Liebe Grüße
m.


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Alles Amok! (Anita Augustin)
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