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Verfolgungswahn

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Lesezeichenpoesie 05/2017
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gold
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger

Alter: 65
Beiträge: 5412
Wohnort: ebenda
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BeitragVerfasst am: 21.05.2017 18:00    Titel: Verfolgungswahn eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat





Er kotzt ihn aus
Den Graus
Des Tages

Die Tarnkappe
Rot
Kore(g)atabs
Im Gepäck
Betet er an
Den Glanz
Seiner  Mutter
In Titangrün

L´état c´est moi
Skandiert er
Als Hexe
Und Verbeugt  sich
Vor den Saudis -
Die seine Frau
angrabschen

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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2605

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 21.05.2017 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour,

werter Verfasser, du lässt deiner Fantasie freien Lauf und spinnst um die Fratze und dem roten Band aus dem Lesezeichen viele Bilder und öffnest Türen zu vielen Geschichten. Prima.

Du hast es in meine Punkteränge geschafft: deux points.

Merci beaucoup,
Constantine
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Stimmgabel
Geschlecht:männlichBestseller-Autor


Beiträge: 4375
Wohnort: vor allem da
Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 22.05.2017 01:32    Titel: Antworten mit Zitat

-


Wirres Versatzgestückel [ ohne Ende ] ???? ... was das mit einem Lesezeichen zu tun hat????


Gruß Stimmgabel ...


-


_________________
Gabel im Mund / nicht so hastig...
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Literättin
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 53
Beiträge: 1754
Wohnort: im Diesseits
Das silberne Stundenglas Der goldene Roboter
Lezepo 2015 Lezepo 2016


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 07:59    Titel: Antworten mit Zitat

Reichlich thematisches Durcheinander auf dem schmalen Platz, den das Lesezeichen bietet. Ich komme nicht rein in dieses Gebilde, komme aber schnell wieder raus: Die Sprache, sie holzt hier ziemlich herum. Der Titel verweist auf ein "Psychostück", dann geht es mit Kotze los, ein Komplementärkontrast der üblen Sorte (bei Rot und Titangrün entsteht jedenfalls in meinem Kopf ein ätzend hässlicher Kontrast) und ich will auf jeden Fall eines: Dieses Buch sofort wieder weglegen. Das letzte Ströphlein hinterlässt in mir der grabschenden Saudis etwas Schales, wobei ich nicht einmal einordnen kann, ob es durch das Chaos der Kombination aus dem Zitat des sechzehnten Ludwigs, dem Verweis auf die Hexenverfolgung und den Fingerzeig auf grabschende Saudis ist, oder einfach nur dieses letzte, für mich nicht passende Verkürzen jenes absolutistischen Herrschafts-Staates mit simpler blöder Lüsternheit. Alles mögliche stimmt hier für mich einfach nicht. In sich selbst wirkt das sehr zusammengewürfelt, gestaucht und grobschlächtig und hinterlässt in mir einen wirren, unangenehmen Hauch von Brutalität, mehr nicht. Es mag um absolutistische Gewaltherrscher gehen. Der in meinen Augen nicht wirklich gelungene Hinweis auf Korea mag dies "vervollständigen", so wie die rote Tarnkappe. Insgesamt ergibt das für mich dennoch nicht mehr als zufällig-willkürliches Geholze. Aber wohin will dann dieser Titel deuten? Ich mag mich bei all dem irren. Dennoch: Mich erreicht hier nichts.
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Longo
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 863



BeitragVerfasst am: 23.05.2017 08:43    Titel: Antworten mit Zitat

Passt mit meiner Vorstellung zum Lesezeichen nicht zusammen, auch wenn der Text an sich gut geschrieben und schmissig ist. Ich könnte mir einfach nicht vorstellen, dass ein Romantext mit diesem Lesezeichen veröffentlicht würde. Hier wurde eher ein eigenständiger Text ohne Romanbezug (im Hintergrund) geschrieben. Leider keine Punkte.


MFG Longo
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Municat
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 51
Beiträge: 288
Wohnort: Zwischen München und Ingolstadt


BeitragVerfasst am: 24.05.2017 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber unbekannter Dichter,

ich habe leider ziemlich wenig Ahnung von Lyrik. Meine Vorstellung geht nicht weit über Songtexte und gereimte, rythmische Texte hinaus. Den übrigen Beiträgen zu diesem Wettbewerb sehe ich an, dass moderne Lyrik mit der Moritaten-Schreiberei, die ich für Geburtstage ab und an von mir gebe, nicht viel zu tun hat. Ich werde also keine Stilmittel bewerten, weil ich nicht beurteilen kann, was in moderner Lyrik möglich, gut, verpöhnt oder schlecht ist. Ich werde nach meinem subjektiven Eindruck werten, nach dem Gefühl, das der Text bei mir verursacht ... und natürlich danach, ob ich die Vorgaben irgendwie sehe. Also bitte nicht böse sein, wenn ich wahrte Perlen nicht erkenne oder plumpe Versuche gutheiße.

In Deinem Gedicht fühle ich mich nicht wirklich wohl. Vielleicht weil "die Saudis" für Dich einfach nur Leute sind, die die Frau des Dichters angrabschen: Vielleicht, weil sich sich die Bilder, die Du im Mittelteil malst, mir nicht erschließen. Vielleicht, weil ich zu dämlich bin, um den wahren Sinn Deiner Worte zu erfassen.

Punkte vergebe ich, wenn ich alle Gedichte gelesen habe.


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Gräme dich nicht, weil der Rosenbusch Dornen hat, sondern freue dich, weil der Dornbusch Rosen trägt smile
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menetekel
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 100
Beiträge: 1657
Wohnort: Planet der Frühvergreisten


BeitragVerfasst am: 24.05.2017 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Mmh.

Erschließt sich mir nur mühsam. Erscheint unrund, insbesondere das rote Band als Tarnkappe. Und dann noch die Saudis ... na ja.
Manchmal hat man allerdings eine komplette und gute (!) Story im Hirn und nix auf dem Papier, wusste schon Thomas Mann.

Bei näherer Betrachtung spielst du wohl auf den beliebtesten Präsidenten aller Zeiten an. In diesem Zusammenhang vielleicht auf sein rotes Band zum Erbfeind.
Als Lesezeichen möchte ich den Erstaunlichen aber nicht nutzen, eher als "Geißel Gottes", wenn dieser schöne Begriff nicht schon Einlass in einen anderen Film gefunden hätte ...

m.


_________________
Alles Amok! (Anita Augustin)
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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 37
Beiträge: 1141
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 24.05.2017 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist mir zu direkt, zu sehr auf das aktuelle Zeit(politische)geschehen abzielend. Du lässt mir hier nicht viel Raum, sagst konkret, was Sache ist. Das muss auch mal sein, ist aber schlichtweg Geschmackssache. Ich mags lieber schwebend oder auch gerne provokant - was beides nicht auf deinen Text zutrifft. Das Gedicht passt sich dem Lesezeichen gut an. Ich gucke mal, ob Pünktchen übrig bleiben.
Ja, sind noch welche da für dich.


_________________
Meer
ein Rauschen unter den Füßen
bewegen sich Blätter fliegen

zerstäuben im Wind
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 848



BeitragVerfasst am: 26.05.2017 15:21    Titel: Re: Verfolgungswahn Antworten mit Zitat

Postkartenprosa hat Folgendes geschrieben:




Er kotzt ihn aus
Den Graus
Des Tages

Die Tarnkappe
Rot
Kore(g)atabs
Im Gepäck
Betet er an
Den Glanz
Seiner  Mutter
In Titangrün

L´état c´est moi
Skandiert er
Als Hexe
Und Verbeugt  sich
Vor den Saudis -
Die seine Frau
angrabschen


Das Gedicht versteh ich nicht. Er als Hexe?
Seine Mutter hat einen Glanz in Titangrün?

Ich verstehe die Zusammenstellung der Bilder nicht. Ich finde keine überzeugende Klammer für die einzelnen Bild-Teile bzw. für die einzelnen Sprach-Teile im Gedicht.

Und der Schluß läßt einen schalen Geschmack zurück. Wieder einmal die bösen Bösen. Ich kriege aber den Zusammenhang zum restlichen Gedicht nicht, auch die Bilder allgemein kriege ich nicht in ein "Ganzes".

Zusammengeschmissene Assoziationen.

Einzig interessant das mögliche "Zusammenlesen" von Textzeilen: im Gepäck betet er an. Aber das ist wohl Zufall, keine handwerkliche Absicht, ist jedenfalls mein Eindruck.

Gruß,
Eulenbaum
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Zinna
Geschlecht:weiblichschweißt zusammen, was


Beiträge: 1627
Wohnort: zwischen Hügeln und Aue...
Das Silberne Pfand Lezepo 2015
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 27.05.2017 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Hm, Bezug ua. auf aktuellpolitische Dinge.
Trump (ein must have), der ebenfalls Gefährliche K.J.U. (wozu dient das "g" in Koreatabs?)
Müsste, wenn ich nicht falsch schlussfolgere tatt Hexe Hexer stehen?
Zu unausgegoren, so wirkt es auf mich, sorry.


Lieber Gruß
Zinna


_________________
Wenn alle Stricke reißen, bleibt der Galgen eben leer...
(c) Zinna
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MoL
Geschlecht:weiblichQuelle


Beiträge: 958
Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 28.05.2017 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hat was. 3 Punkte!

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"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Gühernder Hass", acabus Verlag, Frühjahr 2019.
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Aranka
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Beiträge: 3371
Wohnort: Umkreis Mönchengladbach
Pokapro und Lezepo 2014



BeitragVerfasst am: 30.05.2017 06:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hier geht es recht versatzstückend zu und ich als Leser werde zwischen Tarnkappe , Koregataps, Hexen und Politischem hin und her geworfen. Mir fehlt der rote Faden.

 Auch sprachlich und tonal findet der Text nicht seine Haltung. Er bewegt sich zwischen auskotzen / angrapschen und Stellen wie diese:

Zitat:
Betet er an
Den Glanz
Seiner  Mutter
In Titangrün


Es ist nicht wirklich ein Text, zu dem ich Zugang finde.


_________________
"Wie dahingelangen, Alltägliches zu schreiben, so unauffällig, dass es gereiht aussieht und doch als Ganzes leuchtet?" (Peter Handke)

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Terhoven
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 329



BeitragVerfasst am: 30.05.2017 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

[Lyriklaie hier]

Ich vermute: ein Schmähgedicht auf den Potus. Ok, dann versuch ich es als solches zu entschlüsseln.

    Die erste Strophe hab ich schon gleich nicht ganz einordnen können. Ich hab so ein dumpfes Twitter-Gefühl dabei?
    Tarnkappe -- Föhnwelle, hehe
    Rot -- Haare? Hautfarbe? Republikanerfarbe? Unsicher
    Die Vermischung von Korea und Korega hab ich nicht verstanden. Korega, weil er der älteste vereidigte Präsident ist, ok, aber Koreatabs? Ja, er zofft sich mit Korea, aber dennoch ist mir hier das Bild unklar.
    Glanz seiner Mutter -- auch hier versag ich
    L´état c´est moi -- kann ich nachvollziehen, das passt gut (erschreckend gut, leider)
    Hahahaha, sehr gut, das rote Band als Schlips des Potus, das mag ich.
    als Hexe -- ok, das ist aus einer Wutrede über Ermittlungen
    die seine Frau angrabschen -- das haben sie nun nicht gemacht, vielleicht hier lieber sein Interesse an Waffendeals nehmen, schon um bei ihm zu bleiben?


Summa summarum: Der Schlips ist super, der bleibt hängen, der Rest ist mir nur teilweise klar. Der Titel ist gut, könnte auch auf Twitter abzielen.
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V.K.B.
Geschlecht:männlichDichter und Denker

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Beiträge: 1439
Wohnort: an der Nordseeküste
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 02.06.2017 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich zu Lyrik sowieso nur wenig Qualifiziertes sagen kann, nur ein stummer Bewertungskommentar, um bepunkten zu können. Denn bepunkten will ich trotzdem. Auch auf die Gefahr hin, dass meine Bewertung nicht wirklich qualifiziert ist, sondern größtenteils mein persönliches Gefallen an dem Gedicht, Originalität der Sprache sowie von mir erkennbaren Themenbezug widerspiegelt.

_________________
»Sticks & stones may break your bones – but words … they will define you!«
(Phil Orani)
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Eulenbaum
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BeitragVerfasst am: 03.06.2017 07:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gold,

die Textklammer, die ich vermißt habe, habe ich einfach nicht erkannt, andere Leser haben das aber.

Wenn ich das Gedicht mit dieser Klammer zwischen den Bildteilen lese, bekommt es als Ganzes einen kleinen Reiz.

Der Textsinn - und eben der Sinn der einzelnen Bestandteile - "verändert" sich durch diese Klammer, bzw. es bekommt alles seinen Platz.

Es hätte dann wohl sogar für eine Punktbewertung gereicht, wenn ich diese Klammer gefunden hätte.

Gruß,
Eulenbaum
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Eulenbaum
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BeitragVerfasst am: 03.06.2017 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

Teil 2 zum Thema


"Habe die Textklammer, die das Gedicht für mich zu einem Gedicht macht, in den Kommentaren oben gefunden und lese nun das Gedicht noch einmal mit Klammer":

Zitat:
Und Verbeugt sich
Vor den Saudis -
Die seine Frau
angrabschen


Mit dieser Textklammer stellt z.B. diese Textstelle, die ich als zusammengeschmissen empfunden habe, gekonnt den Widerspruch dar, der in Trumps Verhalten(?) Weltsicht(?) liegt.

Und ich sehe, weil ich jetzt diese Klammer habe, daß z.B. hier gutes Handwerk zu lesen ist. Weil hier etwas mit gedicht-eigenen treffenden Worten ausgedrückt und auf den Punkt gebracht wird, das sonst viel mehr Worte brauchte.

Auch die Hexe ... der Hexer wäre wirklich an der Stelle besser, bekommt Sinn: Er braut ständig etwas zusammen. Verschiedene Zutaten, immer neue Mixturen - Sturm. Gewitter, was so alles großräumig dann losgeht durch seine Aktivitäten.

Das Titangrün kriege ich nicht, der mittlere Teil insgesamt hat es bei mir schwer, aber ich sehe, daß es alles jetzt seinen Ort hat - und ich gehe davon aus, daß "dahinter", hinter dem, was ich nicht verstehte bzw. nicht inhaltlich einordnen kann, eine gut durchdachte Absicht liegt, die wohl mit mehr Hintergrundwissen für mich nachvollziehbar wäre. Davon gehe ich nun aus.

Für mich zeigt sich, mit dieser Textklammer, die mir fehlte, daß das Gedicht wohldurchdacht und mit Können erarbeitet wurde.

Gruß,
Eulenbaum
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gold
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BeitragVerfasst am: 03.06.2017 12:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo, ihr lieben Kommentatoren,

vielen Dank vorerst für eure Mühe, euch mit meinem Text auseinanderzusetzen.
Und an Eulenbaum ein Wohow Daumen hoch und ein bzw. mehrere Dankeschön!!! Wink

Da ich im Moment etwas busy bin, fehlt mir die Zeit, mich ausführlicher zu äußern. Aber kommt Zeit, kommt der Metakommentar. Versprochen. Wink

Liebe Grüße
gold


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Make Tofu Not War (Goshka Macuga)
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Eulenbaum
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BeitragVerfasst am: 03.06.2017 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Teil 3:

Zitat:
Er kotzt ihn aus
Den Graus
Des Tages


Da bin ich hin und her gerissen. Ich finde es mal richtig gut, und ich finde es getroffen (weil das eben nichts sichtbar mit überlegtem Sprechen zu tun hat, was da wieder zu lesen, zu hören von ihm ist), mal ist mir das "kotzt" zu platt, zu "hau drauf".

Das schwankt.

Gruß,
Eulenbaum
PS: Hat sich überschnitten mit Deinem post.
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gold
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017 09:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
Er kotzt ihn aus
Den Graus
Des Tages

Die Tarnkappe
Rot
Kore(g)atabs
Im Gepäck
Betet er an
Den Glanz
Seiner  Mutter
In Titangrün

L´état c´est moi
Skandiert er
Als Hexe
Und Verbeugt  sich
 Vor den  Saudis -
Die seine Frau
angrabschen


Hallo, liebe Leser,

möchte mich zu meinem Text äußern und ein paar Gedanken dazu darlegen, die mich bewegt und veranlasst haben, die Strophen zu verfassen:
Natürlich handelt es sich hier um den POTUS, wie von MOL explizit benannt.


Zitat:
Er kotzt ihn aus, den Graus des Tages

bezieht sich auf die Annahme,  dass diese Figur Trump das Leben als Graus erfahren haben muss und daher so verfährt, wie er das tut.  Den Graus im Hinterkopf, als angestaute Erfahrung, gibt er ihn weiter, indem er ihn auskotzt- vielleicht wäre ein Bespucken besser gewesen…

Zitat:
Die Tarnkappe
Rot

Naja, die rote Tarnkappe, habe auch Tarnkappenbomber dabei assoziiert, ist ja bei ihm nicht zu übersehen.
Zitat:
Kore(g)atabs
Im Gepäck

Die Koregatabs waren für mich nichts als Wortspielerei, wollte aus dem Ganzen die Tragik etwas herausnehmen.

Zitat:
Betet er an
Den Glanz
Seiner  Mutter
In Titangrün

Der Glanz seiner Mutter, damit ist die Mutter aller Bomben gemeint, die die USA  vor Kurzem auf Afghanistan abgeworfen hatte.  Aber, ich denke, hier habe ich einen Fehler gemacht, nicht die Bombe ist aus Titan und grün, sondern die Rakete.
Nun denn, ich habe ja nun mal nicht die Welt an Punkten bezogen, somit verzeihe ich mir diesen Fehler. Aber man könnte diesen Bezug vielleicht auch als dichterische Freiheit sehen?

Zitat:
Skandiert er
Als Hexe

Er sieht sich selbst als Opfer einer Hexenverfolgung und nicht einer Hexerverfolgung.

Zitat:
Und Verbeugt  sich
 Vor den  Saudis -
Die seine Frau
angrabschen

Die Saudis haben seine Frau natürlich nicht angegegrapscht, diese Darstellung unterliegt auf jeden Fall meiner dichterischen Freiheit, aber sie waren sehr angetan von seinem weiblichen Gefolge, das ja unverhüllt zumindest von den Blicken gegrapscht wurde.

Resümee:
Nicht mehr und nicht weniger wollte ich mit meinen Zeilen ausdrücken. Einen Bezug auf einen Roman habe ich nicht hergestellt, so hatte ich die Aufgabenstellung auch nicht verstanden. Die Lesepausen, wobei ein  Lesezeichen hilfreich ist, nämlich als Orientierungs- und  Gedächtnishilfe nach Lesepausen, hatte ich symbolisch durch die Leerzeilen zwischen den Strophen darzustellen versucht.  

Wie manches Mal in der Vergangenheit bereits geschehen, zeigt  mir  mein Lyriktext wieder einmal, dass ich etwas Distanz zu meinen Emotionen gewinnen sollte, ehe ich mich an die Vervollständigung eines Textes mache. Bin gespannt, wann ich es kapiere… Rolling Eyes


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Make Tofu Not War (Goshka Macuga)
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017 09:29    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Constantine hat Folgendes geschrieben:
Bonjour,

werter Verfasser, du lässt deiner Fantasie freien Lauf und spinnst um die Fratze und dem roten Band aus dem Lesezeichen viele Bilder und öffnest Türen zu vielen Geschichten. Prima.

Du hast es in meine Punkteränge geschafft: deux points.

Merci beaucoup,
Constantine


Danke, lieber Constantine! Wink


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BeitragVerfasst am: 08.06.2017 09:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
-


Wirres Versatzgestückel [ ohne Ende ] ???? ... was das mit einem Lesezeichen zu tun hat????


Gruß Stimmgabel ...


-


Kann deinen Einwand nach vollziehen, liebe Stimmgabel.
Siehe auch:
Zitat:
Die Lesepausen, wobei ein Lesezeichen hilfreich ist, nämlich als Orientierungs- und Gedächtnishilfe nach Lesepausen, hatte ich symbolisch durch die Leerzeilen zwischen den Strophen darzustellen versucht.


Danke für deine Punktvergabe, die du trotzdem vorgenommen hast. Wink


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BeitragVerfasst am: 08.06.2017 10:00    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Literättin hat Folgendes geschrieben:
Reichlich thematisches Durcheinander auf dem schmalen Platz, den das Lesezeichen bietet. Ich komme nicht rein in dieses Gebilde, komme aber schnell wieder raus: Die Sprache, sie holzt hier ziemlich herum. Der Titel verweist auf ein "Psychostück", dann geht es mit Kotze los, ein Komplementärkontrast der üblen Sorte (bei Rot und Titangrün entsteht jedenfalls in meinem Kopf ein ätzend hässlicher Kontrast) und ich will auf jeden Fall eines: Dieses Buch sofort wieder weglegen. Das letzte Ströphlein hinterlässt in mir der grabschenden Saudis etwas Schales, wobei ich nicht einmal einordnen kann, ob es durch das Chaos der Kombination aus dem Zitat des sechzehnten Ludwigs, dem Verweis auf die Hexenverfolgung und den Fingerzeig auf grabschende Saudis ist, oder einfach nur dieses letzte, für mich nicht passende Verkürzen jenes absolutistischen Herrschafts-Staates mit simpler blöder Lüsternheit. Alles mögliche stimmt hier für mich einfach nicht. In sich selbst wirkt das sehr zusammengewürfelt, gestaucht und grobschlächtig und hinterlässt in mir einen wirren, unangenehmen Hauch von Brutalität, mehr nicht. Es mag um absolutistische Gewaltherrscher gehen. Der in meinen Augen nicht wirklich gelungene Hinweis auf Korea mag dies "vervollständigen", so wie die rote Tarnkappe. Insgesamt ergibt das für mich dennoch nicht mehr als zufällig-willkürliches Geholze. Aber wohin will dann dieser Titel deuten? Ich mag mich bei all dem irren. Dennoch: Mich erreicht hier nichts.


Hallo, liebe Literättin,

habe mich einzig und allein auf den POTUS bezogen. Bis auf die letzten drei Verse in denen die Saudis auftreten, hat jede dieser Strophen nur mit ihm und seinem Gehabe zu tun. All das, worauf ich Bezug nehme, ging in der letzten Zeit durch die Presse.

Zitat:
gestaucht und grobschlächtig und hinterlässt in mir einen wirren, unangenehmen Hauch von Brutalität, mehr nicht


Prima, dieser Ausschnitt deines Kommentares zeigt mir, dass ich mit meinem Lesezeichen erreicht habe, was ich wollte. Das stellt für mich ein Kompliment dar. Danke!

 
Zitat:
Insgesamt ergibt das für mich dennoch nicht mehr als zufällig-willkürliches Geholze.

Nun, das war nicht meine Intention s.o. und ist es m.E. auch nicht.


Zitat:
Aber wohin will dann dieser Titel deuten?


Der Titel, Verfolgungswahn, ist vielleicht ein bisschen überspitzt dargestellt. Wobei ich mich ernsthaft frage, ob nicht doch ein Fünkchen oder auch ein Feuer Wahrheit darin steckt. Welch anderen Beweggrund könnte er sonst für bestimmte Aktionen wie den Mauerbau, das Einreiseverbot, die Bewaffnung einer Nation bis zu den Zähnen, etc. haben?

Was außerdem für den Titel spricht, ist seine Äußerung, sich als Opfer einer Hexenjagd vorzukommen.  


Danke für dein Feedback. Wink


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