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"Liegen im Falschen" von Maria Birnzapf

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 05/2017
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Autor Nachricht
Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1566
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 21.05.2017 18:00    Titel: "Liegen im Falschen" von Maria Birnzapf eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat




„Auf den Ranken des Gittertors treibt der Rost neue Blüten. Die Ketten, mit denen es abends verschlossen wird, haben eine Furche in das Eisen geschliffen, als wäre ein Pflug durch die Erde gegangen. Ich trete ein und lasse die Welt der Lebenden hinter mir.“

Nach dem Tod ihrer alleinerziehenden Mutter findet Ulla in der Familie ihrer besten Freundin ein neues Heim. Doch Ullas Vater, der sich nie um sie gekümmert hat, reißt sie aus ihrer Ersatzfamilie und zwingt sie, zu ihm zu ziehen. Ihre Mutter hatte ihn damals verlassen. Jetzt rächt er sich für die Kränkung und überwacht jeden Schritt seiner Tochter. Niemand soll ihm jemals wieder die Kontrolle entziehen.
Aber Ulla hat von ihrer Mutter gelernt. Sie kämpft um die Hoheit über ihr Leben – bis ins Grab.

„Eine junge Frau wehrt sich unerschrocken gegen die Rolle, die der Vater ihr aufzwingen will. Lesen!“
Igitte Weekly

„Maria Birnzapf sendet eine starke Botschaft: Lebt euer eigenes Leben, nicht das der anderen!“
Frowenpower

„Beeindruckend. Bedrückend.“
Inge Westpfahl in der MAZ

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traumLos
Schreiberling


Beiträge: 260



BeitragVerfasst am: 21.05.2017 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr geehrte Frau Birnzapf, geschätzte Kollegin,

ein Titel der stutzig macht. Fehlt da etwas. Aber deshalb auch ein Titel der aufmerksam macht auf ihr Buch. Ich bleibe stehen und greife danach. Und entdecke ein Buch über das Leben. Das eigene Leben. Den Kampf um das eigene Leben.

Liegen im Falschen. Ahne ich das Richtige. Ich bin neugierig.

Cordiales salutations

Clothilde Mercier
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Gießkanne
Geschlecht:weiblichVolle Kanne ungeduldig

Alter: 16
Beiträge: 705
Wohnort: Nicht mehr in deiner Welt


BeitragVerfasst am: 21.05.2017 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo fleissige/r Schreiber/in,

dein Klappentext erinnert mich an viele, die ich auch in Buchhandlungen oft entdecke. Natürlich ist das eine subjektive Meinung, aber mich hat dein Klappentext leider überhaupt nicht mitgenommen.

Wenn du dir schon so eine bedrückende Story überlegst, dann gestalte den Klappentext ansprechender, es geht hier um eine Tochter, die um ihre Freiheit kämpft - aber du erzählst den Klappentext wie eine Zusammenfassung, die du leider, gezwungendermaßen in der Schule schreiben musstest, um deinen nervigen Lehrer zufriedenzustellen.

Dein Ansatz, eine herzergreifende Story zu erzählen, ist doch gut: Dann mach was draus! smile

Edit: Als ich deinen Text noch einmal las, und die Pressestimmen durchging, kam mir ein Gedanke: Soll der Text extra so monoton geschrieben sein und eigentlich eine sarkastische Komödie darstellen? Ich stehe zugegebenermaßen ein bisschen auf dem Schlauch.

Das Kännchen


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Don’t say the old lady screamed. Bring her on and let her scream.
Mark Twain

The only place in the world where success comes before work is in a dictionary.
Mark Twain

Die Schlacke einer verbrannten Liebe im Hochofen des Herzens ist ein Nebenprodukt, das man so schnell leider nicht loswird.
Mogmeier
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Gießkanne
Geschlecht:weiblichVolle Kanne ungeduldig

Alter: 16
Beiträge: 705
Wohnort: Nicht mehr in deiner Welt


BeitragVerfasst am: 21.05.2017 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

Doppelpost - sorry.

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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 848



BeitragVerfasst am: 22.05.2017 05:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
„Auf den Ranken des Gittertors treibt der Rost neue Blüten. Die Ketten, mit denen es abends verschlossen wird, haben eine Furche in das Eisen geschliffen, als wäre ein Pflug durch die Erde gegangen. Ich trete ein und lasse die Welt der Lebenden hinter mir.“

Nach dem Tod ihrer alleinerziehenden Mutter findet Ulla in der Familie ihrer besten Freundin ein neues Heim. Doch Ullas Vater, der sich nie um sie gekümmert hat, reißt sie aus ihrer Ersatzfamilie und zwingt sie, zu ihm zu ziehen. Ihre Mutter hatte ihn damals verlassen. Jetzt rächt er sich für die Kränkung und überwacht jeden Schritt seiner Tochter. Niemand soll ihm jemals wieder die Kontrolle entziehen.
Aber Ulla hat von ihrer Mutter gelernt. Sie kämpft um die Hoheit über ihr Leben – bis ins Grab.

„Eine junge Frau wehrt sich unerschrocken gegen die Rolle, die der Vater ihr aufzwingen will. Lesen!“
Igitte Weekly

„Maria Birnzapf sendet eine starke Botschaft: Lebt euer eigenes Leben, nicht das der anderen!“
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„Beeindruckend. Bedrückend.“
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Das Zitat aus dem Buch ist sprachlich schön, das Thema an sich interessant, wichtig, ich finde aber, die Geschichte als solche ist im Klappentext so dargestellt, daß sie das geschichts-eigene Anliegen letztlich nicht hergibt.

Auch den "herausgezogenen (zitierten) Satz" kann ich schwer ins Ganze einfügen, für mich paßt das Zitat und der restliche Klappentext nicht zusammen.

Für den wirklich gut gemachten, sprachlich langsamen und genauen Satz und das Thema als solches (Kontrolle über Menschen und der Versuch, sich zu entziehen): Punkte im unteren Bereich.

Gruß,
Eulenbaum
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TZH85
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 33
Beiträge: 307
Wohnort: Essen


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 08:17    Titel: Antworten mit Zitat

Der Plot wird schlicht und unumwunden dargestellt - verspricht aber doch viel Spannung und vielleicht sogar etwas wie Psycho-Horror/Thriller. Die Stimmung des Covers empfinde ich als gut eingefangen, ohne dass das Titelbild direkt in die Handlung eingebettet worden ist.

Der kurze Textauszug gefällt mir sehr gut, er hat etwas poetisches.
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Municat
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 51
Beiträge: 288
Wohnort: Zwischen München und Ingolstadt


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 09:32    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber unbekannter Autor,

Du packst gleich mehrere sehr ernste Theman an: Ein Vater, der die Kränkung durch seine Ex auf dem Rücken der gemeinsamen Tochter austrägt und einen ausgeprägten Kontrollzwang lebt, den Umgang mit dem Tod geliebter Bezugspersonen und die Frage, ob man den Kampf um ein selbstbestimmtes Leben im Zweifelsfall bis in die allerletzte Konsequenz - also bis in den (Frei-)Tod durchziehen sollte. Dabei nimmst Du das Ende voweg. Sowohl in dem Zitat, alsauch im Schlussatz teilst Du uns mit, dass Ulla für sich eine endgültige Lösung findet. Eine Lösung, die ich für fragwürdig halte. Eine Stimme in mir schreit: "Es gibt immer einen anderen Weg als diesen!". Natürlich ist es wichtig, für seine Überzeugung einzustehen und sich nicht dominieren oder bis zur Unkenntlichkeit verbiegen zu lassen. Aber das Leben ist ein sehr hoher Preis für die Freiheit ...

Die Andeutung darauf, dass Ulla von ihrer Mutter gelernt hat, lässt mich vermuten, dass auch die Mutter gestorben ist, weil sie bis zum bitteren Ende an ihren Idealen festgehalten hat.

Da Ullas Tod bereits feststeht, erwarte ich hier keine Tragödie, die zu diesem Punkt führt, sondern eine reflektierte Rückschau von der Prtagonistin an der Schwelle des Todes - vor dem rostigen Gitter.

Stilistisch finde ich kaum Ansatzpunkte für Kritik. Am ehesten vielleicht hier:
Zitat:
als wäre ein Pflug durch die Erde gegangen.
Der Ausdruck ist mir im Vergleich zum Rest des ersten Absatzes zu profan.

Ich bin mir nicht schlüssig, ob ich das Buch kaufen würde, aber der Klappentext berührt mich. Er wühlt auf.

Punkte vergebe ich erst, wenn ich alle Klappentexte kommentiert habe.


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Gräme dich nicht, weil der Rosenbusch Dornen hat, sondern freue dich, weil der Dornbusch Rosen trägt smile
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Uwe Helmut Grave
Geschlecht:männlichOpa Schlumpf

Alter: 63
Beiträge: 1029
Wohnort: Wolfenbüttel


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 16:10    Titel: Antworten mit Zitat

Wow! Würde mich diese Art von Selbstfindungsromanen auch nur die Bohne interessieren, würde ich das Buch allein auf Grund dieses Klappentextes sofort kaufen! Zielpersonen erkannt, Volltreffer!

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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 58
Beiträge: 1863
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 00:16    Titel: Antworten mit Zitat

Der erste Satz verspricht tiefgründige Geschichte (ich sehe einen Friedhof)

Dann eine schon oft beschriebene Story. Im Klappentext erfährt man mehr über den bösen Vater, als über die starke Ulla. Wie geht sie es denn nun an?

Verbindung zum Cover und auch zum Titel erschließt sich mir nicht.


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Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1566
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 14:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hm. Den Roman würde ich tatsächlich gern schreiben (und die Schokolade einsacken). Aber als Pitch würde ich das hier noch nicht einschicken.
Lesen! - Lesen? Erst mal schreiben.
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ArtFaulII
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 99
Wohnort: Baumhaus


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 14:37    Titel: Antworten mit Zitat

Den kurzen Romanauszug finde ich sprachlich wunderschön, gleichzeitig vermittelt er sofort ein Bild der Atmosphäre des Romans - perfekt.
Die Inhaltszusammenfassung deutet recht wenig der Handlung an, ist aber im Zusammenhang mit dem Auszug absolut ausreichend, wie ich finde. Nur dass so oft erwähnt wird, dass Vater und Mutter getrennt waren, empfinde ich ein bisschen als störend ("alleinstehend", "er hatte sich nie um sie gekümmert", "sie hatte ihn damals verlassen"). So wirkt der Satz "Ihre Mutter hatte ihn damals verlassen." alleinstehend(!) eher wie eingeschobener Infodump. Ich weiß, dass es das ist, was die Kontrollsucht des Vaters motiviert und in dem Zusammenhang ist es auch wieder eine neue Infomation, aber alleinstehend hat mich der Satz tatsächlich gestört und ein bisschen rausgebracht.
Der Rest gefällt mir aber gut, bis auf das Ende. "Bis ins Grab" wirkt entweder zu vorausdeutend oder zu pathetisch - "und ihre Zukunft" hätte ich an der Stelle schöner gefunden, als Ausblick, wofür es sich lohnt zu kämpfen.
Ich hätte auf jeden Fall reingelesen und, wenn der Rest des Romans sprachlich genauso gelungen ist, sogar gekauft smile
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shatgloom
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 334
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Wohnort: ja, gelegentlich


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich nur den ersten Satz lesen würde, wäre ich ausgesprochen neugierig auf das Buch. Ich würde mir etwas Mystisches, evtl. etwas mit Vampiren, Geistern oder was weiß ich, vorstellen. Mir gefällt der erste Satz gut.
Die Beschreibung, die folgt, deutet auf ein Familiendrama hin. Das einzige, was eine Beziehung zum ersten Satz hat, ist die letzte Bemerkung „– bis ins Grab“.
Den Pressestimmen wiederum entnehme ich, dass es eher darum geht, dass eine junge Frau sich gegen die Bevormundung ihres Vaters wehrt.
Ich bin bei diesem Klappentext etwas verwirrt, kann das Genre nicht so zuordnen.


_________________
Gruß von Karolin
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Heidi
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BeitragVerfasst am: 23.05.2017 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Frau Birnzapf,

der Titel Ihres Romans fügt sich gut ein in das Bild auf dem Cover, über dem er thront, und dennoch werde ich dadurch nicht übermäßig neugierig auf den Inhalt. Ich habe den Klappentext dann doch gelesen und siehe da: Ullas Werdegang scheint interessant zu sein, in meinem Kopf formt sich das Bild von einer Geschichte, die dem Innenleben ihrer Figuren viel Raum bietet. Auch der kleine Textauszug überzeugt mit einer gewählten Sprache, die ich bestimmt gerne lesen werde. Einzig die Tatsache, dass die Geschichte eine klare Botschaft hat, stört mich, weshalb ich mir Ihren Roman nicht sofort zu Gemüte führen werde, sondern erst ganz am Ende meiner Liste.

Herzliche Grüße
H.


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bewegen sich Blätter fliegen

zerstäuben im Wind
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nothingisreal
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor


Beiträge: 4222
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BeitragVerfasst am: 24.05.2017 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Interessant. Ich hätte die Ersatzfamilie weggelassen. Ich würde auf jeden Fall reinschauen ins Buch.

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"Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten." - William Somerset Maugham
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 56
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BeitragVerfasst am: 25.05.2017 08:02    Titel: Antworten mit Zitat

Vor allem das Zitat hat mich gefesselt (wenn auch nicht mit eisernen Ketten). Ich war mir nur aus dem Klappentext unsicher, ob es ein Entwicklungsroman ist oder ein Grusel/Fantasy (in die Richtung ging ich, gedanklich nach dem Zitatlesen) oder eine Art Zwischendings. Könnte jedenfalls spannend sein, es zu lesen, wenn du es dann geschrieben hast.

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"Tod am Hexenwasser"
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Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 28
Beiträge: 1269

Ei 3


BeitragVerfasst am: 25.05.2017 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Das könnte interessant werden.
Die Ausgangssituation ist spannend, das Interesse an der Geschichte hinge für mich am Erzählton und wie (emotional) "heftig" es wird, ab. Da kommt mir der Klappentext ein wenig zu brav rüber, was natürlich Geschmacksache ist. Der Textauszug, obwohl künstlerisch-verschlungen, gefällt mir aber, sodass ich wohl mal reinlesen würde.
Ich kann mir überhaupt keinen Reim auf den Titel machen, was (bei mir) für den Text spräche, allerdings klingt er nicht besonders schön oder vielversprechend. Ich glaube wegen dem Liegen. Aber vielleicht erklärst du, wie der Titel gemeint ist?


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
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Oktoberkatze
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 53
Beiträge: 324

Ei 1 Ei 9


BeitragVerfasst am: 25.05.2017 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hört sich nach einem intensiven Buch an, das ich bei Gelegenheit vielleicht sogar lesen würde.

Sprachlich sehe ich allerdings noch Verbesserungspotential in deinem Text. Die "alleinerziehende" Mutter z. B. ergibt sich eigentlich schon durch die spätere Feststellung, dass sie den Vater "damals" verlassen hatte. Wobei ich mich dann auch wieder frage, warum du das "damals" nicht etwas näher konkretisierst.
Der Hinweis "- bis ins Grab" im Zusammenhang mit dem Titel macht aber auf jeden Fall neugierig Razz


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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 5676
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
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BeitragVerfasst am: 26.05.2017 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Als Klappentext finde ich das recht gut.
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MoL
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Beiträge: 960
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Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 28.05.2017 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

Die Leseprobe ist wunderschön, die Inhaltsbeschreibung auch, da hätte es die "Pressestimmen" gar nicht gebraucht.
Genau so sollte ein Klappentext sein: Neugierig machen, ohne zu viel zu verraten, ein klares Bild zeichnen, ohne dass der Leser das Gefühl hat, die erste Hälfte des Buches erst garnicht lesen zu müssen.

Mit Freude gebe ich 10 Punkte! Smile


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"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Gühernder Hass", acabus Verlag, Frühjahr 2019.
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menetekel
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 100
Beiträge: 1671
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BeitragVerfasst am: 29.05.2017 16:20    Titel: Re: "Liegen im Falschen" von Maria Birnzapf Antworten mit Zitat

Postkartenprosa hat Folgendes geschrieben:



„Auf den Ranken des Gittertors treibt der Rost neue Blüten. Die Ketten, mit denen es abends verschlossen wird, haben eine Furche in das Eisen geschliffen, als wäre ein Pflug durch die Erde gegangen. Ich trete ein und lasse die Welt der Lebenden hinter mir.“

Nach dem Tod ihrer alleinerziehenden Mutter findet Ulla in der Familie ihrer besten Freundin ein neues Heim. Doch Ullas Vater, der sich nie um sie gekümmert hat, reißt sie aus ihrer Ersatzfamilie und zwingt sie, zu ihm zu ziehen. Ihre Mutter hatte ihn damals verlassen. Jetzt rächt er sich für die Kränkung und überwacht jeden Schritt seiner Tochter. Niemand soll ihm jemals wieder die Kontrolle entziehen.
Aber Ulla hat von ihrer Mutter gelernt. Sie kämpft um die Hoheit über ihr Leben – bis ins Grab.

„Eine junge Frau wehrt sich unerschrocken gegen die Rolle, die der Vater ihr aufzwingen will. Lesen!“
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Hui, eine birnenzapfende Adornokennerin mitten im dsfo! love
Wenn es jedoch "kein richtiges Leben im Falschen gibt", stellt sich natürlich die Frage, ob man im falschen liegen kann ... Ich bin jedenfalls dafür.

Dein Titel lässt mich also aufhorchen und auch der este Absatz.
Dadenach aber, wie der Hesse saacht, wird es recht schwummersbächlich.
Warum müssen denn dauernd alleinerziehende Mütter, Mafiosi, und Muttis der Mütter herhalten?
Das Leben kann so schön sein, sogar vor dem Grab. Selbst wenn es das falsche ist ...  Cool

Gut gefallen mir deine Pressemitteilungen, die mich hoffen lassen, dass die Chose nicht wirklich ernst gemeint ist.

m.


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Alles Amok! (Anita Augustin)
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Piratin
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BeitragVerfasst am: 29.05.2017 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Schade, dass hier das Alter der Protagonistin nicht erwähnt wird, denn in dem Auszug der Igitte Weekly steht, es handele sich um eine junge Frau. Diese wiederum hätte in dem Alter wohl keine Veranlassung zu ihrem Vater ziehen zu müssen, sonst wäre sie noch ein Teenager. So kann ich auch nicht einordnen, für welche Zielgruppe es geschrieben ist. Autorenname und Titel sprechen mich leider nicht so an.
Viele Grüße
Piratin


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lupus
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Beiträge: 4173
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BeitragVerfasst am: 29.05.2017 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Frau Birnzapf,

als erstes würd ich Ihnen gaaanz dringend zu einem Pseudonym raten. Wink

Was nun den Text angeht, bin ich ziemlich unschlüssig. Da ist zunächst eine Idee, die mir irgendwie gefällt, die Potenzial hat. Hätte.

Der Titel ist genial gewählt. Der sagt nämlich genau nix, gleichzeitig schießen die seltsamsten Assoziationen durch den Kopf. Genau das erwarte ich mir von einem Titel, der dann auch noch auf einem Buch steht, mit so einem Inhalt zwischen den Deckeln.

Dann ist da dieser Text-Auszug. Möglicherweise beginnt so dieser Roman? Jedenfalls löst er bei mir Unbehagen aus, was den Stil betrifft. Ich weiß nicht warum, aber mit diesem Satz wird mir eine Bilderflut suggeriert, die ich eigentlich nicht unbedingt haben will.

„Auf den Ranken des Gittertors treibt der Rost neue Blüten. Die Ketten, mit denen es abends verschlossen wird, haben eine Furche in das Eisen geschliffen, als wäre ein Pflug durch die Erde gegangen. Ich trete ein und lasse die Welt der Lebenden hinter mir.“

mir gefällt die etwas ältliche Formulierung mit 'gegangen', allerdings halt ich dieses Bild erstens für schief und außerdem für redundant. Darüberhinaus nimmt es dem superminikurztext die Würze. Aber gut, weiter kein Problem.

Dann kommt der Text selbst: und hier stehen dann einige Dinge zu viel drin, obwohl er so kurz ist.

Zitat:
Nach dem Tod ihrer alleinerziehenden Mutter findet Ulla in der Familie ihrer besten Freundin ein neues Heim. Doch Ullas Vater, der sich nie um sie gekümmert hat, reißt sie aus ihrer Ersatzfamilie und zwingt sie, zu ihm zu ziehen. Ihre Mutter hatte ihn damals (wann damals? - entweder genauer oder gar nicht) verlassen. Jetzt rächt er sich für die Kränkung und überwacht jeden Schritt seiner Tochter (mit dem 'jetzt' und dem was er tut ist die Rache ersichtlich). Niemand soll ihm jemals wieder die Kontrolle entziehen.
Aber Ulla hat von ihrer Mutter gelernt (hier wird das damals wichtig: wenn das nämlich sehr früh war, kann die Tochter nicht wirklich gelernt haben). Sie kämpft um die Hoheit über ihr Leben – bis ins Grab.


Jetzt könnte man sagen: ja aber hallo, das is ja ein Klappentext. Wenn aber mir diese paar Zeilen schon soviel vermittelt wie: dort zu viel, dort zu wenig, der Stimmungsfunke mag nur bedingt übersprigen ... was ist dann erst im Buch?

Wie auch immer ... die Idee find ich gut, v.a. ist es eine, die glaub ich einen ganzen Roman zu tragen vermag. Ich hab das Gefühl, da ist der ganze Roman in deinem Birnzapf-Kopf schon fertig. Und dasss ich das glaube, zeigt mir, dass da mehr drin steckt, als ich im Moment raus lesen kann.

lgl


_________________
lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

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"Ich bin leicht zu verführen. Da muss nur ein fremder Mann herkommen, mir eine Eiskugel kaufen und schon liebe ich ihn, da bin ich recht naiv. " (c) by Hubi
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