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"Fluss ohne Ufer" von Gábor Szolt

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 05/2017
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Autor Nachricht
lupus
Geschlecht:männlichBestseller-Autor

Alter: 50
Beiträge: 4173
Wohnort: wien



BeitragVerfasst am: 21.05.2017 18:00    Titel: "Fluss ohne Ufer" von Gábor Szolt eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat




Am Ende sollte alles unverändert geblieben sein. So beginnt diese Erzählung, die sich zu einer großen Auseinandersetzung steigert - mit allem Unpolitischen, mit der Gleichgültigkeit vor Veränderungen, mit dem sich Treiben lassen bis die Katastrophe unausweichlich ist.

Ein alternder Schriftsteller und der ehemalige Bürgermeister einer europäischen Großstadt treffen zufällig in der Kneipe eines kleines ungarischen Straßendorfes auf einander. Sie kommen ins Gespräch und versuchen zu erörtern, wodurch der gesellschaftlichen Zusammenbruch ausgelöst wurde. Unterschiedlicher könnten die Analysen nicht ausfallen, aber beide müssen sich eingestehen, mit ihrem Latein am Ende zu sein. Stellt sich die große Aufgabe, aus der Geschichte zu lernen als noch größere Illusion heraus? Oder: was wäre wenn? Wenn wir doch gehandelt hätten?

Gábor Szolt verwebt die zwei ungleichen Familiensagas der Protagonisten, greift dabei weit in die Geschichte des 20. Jahrhundert zurück, lässt historische Ereignisse – insbesondere jene des Jahres 2020 - logisch erscheinen, um im Verlauf der nächsten dreißig Jahre alles wieder auf den Kopf zu stellen.

Ein zutiefst politischer Roman über Verantwortung, Macht, Ideologielosigkeit. Ein zutiefst menschlicher Roman über die Abgründe und Grenzen individueller Freiheit –  erkenntnisreich, amüsant, mutig. Und ermutigend. Aber auch brutal absurd.



Wer jemals der Meinung gewesen sein sollte, der Verlauf
der Geschichte folge einer wie auch immer gearteten Logik, wird
nach Gábor Szolts Fluss ohne Ufer seine Ansicht revidieren müssen.
Herbert Kopfmann, KAZ


Gábor Szolts Botschaft könnte eindringlicher nicht sein:
Die Aufklärung hat nicht versagt!
Belà Nagy, HUNT

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traumLos
Schreiberling


Beiträge: 260



BeitragVerfasst am: 21.05.2017 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr geehrter Herr Szolt, geschätzter Kollege,

dem kleinen Fehler zum Trotz, habe ich zu Ihrem Buch gegriffen. Diese Nachlässigkeiten haben mich bei anderen Werken, die ich zur Auswahl hatte, dagegen entscheiden lassen, die Bücher in meinen Korb zu legen. Warum habe ich bei Ihnen eine Ausnahme gemacht?

Ein Dorf, zwei, vermutlich beide, ältere Männer und eine virulent, aktuelle Frage. Im zurückgezogenen Kleinen, Großes zu thematisieren. Existentielles. Eine Sprache, die mir schon dieser Klappentext als Lesegenuss verspricht. Ein Klappentext, der unter der verfügbaren Auswahl heraussticht, weil er versucht, Literatur literarisch näher zu kommen.

Zitat:
wodurch der gesellschaftlichen Zusammenbruch ausgelöst wurde


Cordiales salutations

Clothilde Mercier
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 848



BeitragVerfasst am: 22.05.2017 05:19    Titel: Antworten mit Zitat

Thematisch interessant, sowohl es ist sowohl der Inhalt gut dargestellt als auch von der Sprache her wirklich gut. Verspricht interessante Erzählstränge, u.a. wird das wohl über die Figuren und ihre Herkunftsgeschichten geführt.

Die Familiengeschichten geben der Geschichte dann den nötigen Raum und die nötigen Impulse, Entwicklungen zu erforschen bzw. darzustellen.

Natürlich ist auch die Verlagerung der Handlung in die Zukunft spannend.

Viel Stoff, viel inhaltliches Angebot. Sinnig zusammengestellt.
Sprachlich gut.

Es ist alles gut passend.

Nicht zuletzt klingt der Tital spannend.

Favorit!

Gruß,
Eulenbaum
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Uwe Helmut Grave
Geschlecht:männlichOpa Schlumpf

Alter: 63
Beiträge: 1029
Wohnort: Wolfenbüttel


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ein zutiefst politischer Roman ...? Wohl eher ein zutiefst abstruser Roman, zudem mit orthographischen Fehlern, nur sehr wenige, doch gerade in einem Klappentext sollte kein einziger vorkommen. Den Autor würde ich als einseitig denkenden Ideologen einordnen und zurück ins Regal stellen. (Wohlgemerkt: Gemeint ist der fiktive Buchautor, nicht der Verfasser des Wettbewerb-Klappentextes.)

_________________
U.H.G. - Freude am Lesen
"Wie sind des Kaisers neue Kleider unvergleichlich!" - "Aber er hat ja gar nichts an!" (Hans Christian Andersen) - Die Welt ist anders(en) als sie es dir erzählen.
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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 58
Beiträge: 1863
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 00:51    Titel: Antworten mit Zitat

Alternder Schriftsteller und Bürgermeister treffen sich zufällig in Kneipe in Ungarn.
Ich kann mir die beiden richtig gut vorstellen, wie sie über die Weltgeschichte philosophieren.
Eindeutig oberes Drittel


_________________
Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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Municat
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 51
Beiträge: 288
Wohnort: Zwischen München und Ingolstadt


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber unbekannter Autor,

in 2020 passieren also Dinge, die einen gesellschaftlichen Zusammenbruch nach sich ziehen und von zwei alternden Denkern nachträglich analysiert werden. Klingt nach einer soziologisch-philosophisch-politologischen Diskussion. Dabei auch noch zwei komplette Familiengeschichten aufzurollen, könnte den theoretischen Diskussionen Fleisch geben, wenn es Gábor gelingt, die Bilder, die ja letztendlich nicht mehr als aneinandergereihte Rückblicke sein können, mit Leben zu füllen.

Sprachlich überzeugt mich der Klappentext nicht überall. Auch wenn es letztendlich um ein sehr theoretisches Thema geht, könntest Du den Text noch besser auf den Punkt bringen. Hier mal ein Beispiel:
Zitat:
Ein alternder Schriftsteller und der ehemalige Bürgermeister einer europäischen Großstadt treffen zufällig in der Kneipe eines kleines ungarischen Straßendorfes auf einander.
der ehemalige Bürgermeister einer europäischen Großstadt ... entweder solltest Du hier konkret werden und die Stadt benennen oder aber Du lässt es bewusst austauschbar, weil es für den Text keine Rolle spielt, ob der Kerl nu Bürgermeister von Barcelona, Stockholm oder Düsseldorf war. Dann reicht es aber auch, wenn hier steht: "Ein alternder Schriftsteller und ein ehemaliger Bürgermeister treffen sich ..."
treffen sich zufällig in der Kneipe eines ungarischen Straßendorfes ... was ist ein Straßendorf? Und warum so umständlich? Was mir (aber das kann natürlich absolut subjektiv sein) an der Stelle besser gefallen würde, wäre: "... treffen in einer ungarischen Dorfkneipe aufeinander ..."

Allgemein fehlt mir in dem Klappentext ein Kick, ein Aufhänger. Kann natürlich durchaus Absicht sein - um auf den Stil hinzuweisen, in dem auch der Roman selbst verfasst ist. Ich habe den Eindruck, dass der Autor bestrebt ist, nicht durch allzu aufregende Handlungsstränge von den tiefgründigen Themen abzulenken. Nur holt mich der Text eben nicht an allen Stellen ab.

Was mir bei Deinem Text sehr gut gefällt, sind Titel und Pseudonym. Beides spiegelt genau das wieder, was Du dann auch tatsächlich beschreibst.

Punkte vergebe ich erst, wenn ich alle Klappentexte kommentiert habe.


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Gräme dich nicht, weil der Rosenbusch Dornen hat, sondern freue dich, weil der Dornbusch Rosen trägt smile
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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1564
Wohnort: Südwest
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Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Seeehr belletristisch. Und ansprechend. Würde ich nicht gerade als Urlaubslektüre kaufen (zum Erscheinungzeitraum dürfte ich fertig kompostiert sein), aber als gewollt schwierige Abendlektüre.

Der erste Absatz mach neugierig, sollte aber noch auf Rechtschreibung gefilzt werden.
Die Zusammenfassung des Hinhaltes (zweiter Absatz) ist etwas zu ausführlich geraten und wabert etwas nebulös. Zusammenbruch? Welcher? Ein Schlüsselwort oder zwei, das die Richtung weist, wäre hier hilfreich.
Der letzte Werbetext, ganz unten, macht mich so richtig neugierig.
Fazit: Gelungen. Gefällt mir.
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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

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Beiträge: 1152
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Herr Szolt,

ich kann selbst nicht glauben, dass ich den Klappentext Ihres Romans „Fluss ohne Ufer“ überhaupt gelesen habe, denn Cover und Titel passen meiner Meinung nach nicht im geringsten zusammen; und nun bin ich froh, dass ich auf meine weibliche Intuition gehört und mich mit dem Inhalt ihrer Geschichte befasst habe, denn es scheint sich doch um eine spannende Charakterstudie zu handeln, die sich auf politischem und historischem Hintergrund abspielt, was ich als Idee sehr anregend finde. Etwas enttäuscht war ich dann, als ich erfuhr, dass Ihr Roman erst geschrieben werden muss. Aber was solls, es wird ohnehin etwas dauern, bis ich überlegt habe, ob ich über den unglücklich gewählten Titel hinwegsehen kann und ihr Buch lesen werde. Bis dahin haben Sie Zeit den Roman zu schreiben.

Was ich Ihnen und Ihrem Verlag hoch anrechne, ist, dass sie Zitate von HUNT und KAZ mit auf Ihren Klappentext genommen haben – zwei Tageszeitungen die mich sehr amüsieren.

Herzliche Grüße
H.


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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 24.05.2017 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Auseinandersetzung mit allem Unpolitischen, in einem zutiefst politischen Roman. Das, und alles andere klingt spannend.
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Lapidar
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BeitragVerfasst am: 25.05.2017 09:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ein politischer Roman, der wenn, denn nun geschrieben, durchaus mit der momentan aktuellen Situation in Europa zu tun hätte.
Könnte auf jeden Fall ein sehr interessantes Thema sein.

Was ich wiederum spannend fand, war, dass das von mir persönlich als Fantasy oder Krimi-Cover empfundene  Bild durchaus hier auch gut für ein sozial-politische Epos passen täte.


_________________
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shatgloom
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BeitragVerfasst am: 25.05.2017 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

In diesem Wettbewerb fallen mir häufig die ersten Sätze auf. So auch hier. Der erste Satz macht mich neugierig.
Ich habe diesen Klappentext oft gelesen, ich kann immer noch nicht benennen woran es liegt, dass irgendwann am Ende des zweiten Absatzes mein Interesse nachlässt. Es liegt nicht am Inhalt, was da beschrieben wird, hört sich so an, als ob man es gelesen haben müsste.

Vielleicht ist es mir einfach zu viel, was in diesen Text hineingepackt wurde, oder es ist einfach nicht mein Ding.


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Gruß von Karolin
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ArtFaulII
Schreiber-Lehrling


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Wohnort: Baumhaus


BeitragVerfasst am: 25.05.2017 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

Das Thema des Romans, das mir da versprochen wird, finde ich interessant.
Zitat:
lässt historische Ereignisse – insbesondere jene des Jahres 2020 - logisch erscheinen, um im Verlauf der nächsten dreißig Jahre alles wieder auf den Kopf zu stellen.
Insbesondere die Kausalität historischer Ereignisse zu hinterfragen.
Allerdings kommen mir beim Lesen des Klappentexts Zweifel, inwiefern das Thema gut umgesetzt wird. Das liegt an Rechtschreib- und Grammatikfehlern und an Phrasen wie "mit ihrem Latein am Ende sein", die schon normalerweise besser nicht, aber auf keinen Fall in einem kurzen Klappentext auftauchen sollten. Die Handlung ist auch noch zu vage angerissen, um mir diese Zweifel zu nehmen. Letztendlich wird hier mehr über den Roman behauptet, als der Ausblick auf den Inhalt überhaupt hergibt (das finde ich besonders vor dem Hintergrund, dass der Roman ja gar nicht existiert, relevant).
Trotzdem finde ich den Roman, der im optimalen Fall in meinem Kopf entsteht, sehr interessant, den Roman, der im schlechtesten Fall in meinem Kopf entsteht genau das Gegenteil. Ich glaube, ich würde reinlesen, um zu sehen, was denn nun zutrifft.
Ein kleiner Ausschnitt aus dem Buch wäre vielleicht hilfreich gewesen. smile
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Oktoberkatze
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 53
Beiträge: 324

Ei 1 Ei 9


BeitragVerfasst am: 26.05.2017 13:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hört sich nach einem interessanten Buch an.

Ohne die Rechtschreibfehler könnte ich mir gut vorstellen, das Buch lesen zu wollen. Da der Klappentext aber auch die Visitenkarte eines Buches darstellt, verkneife ich mir die Lektüre dann doch lieber. Schade eigentlich Rolling Eyes

Zitat:
Ein alternder Schriftsteller und der ehemalige Bürgermeister einer europäischen Großstadt treffen zufällig in der Kneipe eines kleines kleinen ungarischen Straßendorfes auf einander aufeinander. Sie kommen ins Gespräch und versuchen zu erörtern, wodurch der gesellschaftlichen gesellschaftliche Zusammenbruch ausgelöst wurde. Unterschiedlicher könnten die Analysen nicht ausfallen, aber beide müssen sich eingestehen, mit ihrem Latein am Ende zu sein. Stellt sich die große Aufgabe, aus der Geschichte zu lernen als noch größere Illusion heraus? Oder: was Was wäre wenn? Wenn wir doch gehandelt hätten?


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MoL
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Beiträge: 959
Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 28.05.2017 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Absolut nicht Meins, weder Genre noch Inhalt. Technisch allerdings ist dieser Klappentext recht gut gelungen: Er reißt an, reizt, macht neugierig (wenn man soetwas mag). Auch die versteckten Informationen ("lässt historische Ereignisse – insbesondere jene des Jahres 2020 - logisch erscheinen") sind gut platziert.

Daher gibt es von mir 3 Punkte. Smile


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"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Gühernder Hass", acabus Verlag, Frühjahr 2019.
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TZH85
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Beiträge: 307
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BeitragVerfasst am: 29.05.2017 08:20    Titel: Antworten mit Zitat

Was ich positiv anmerken möchte, ist dass dieser Beitrag einer von zweien ist, die mit einer Meta-Ebene arbeiten: ein fiktiver Roman für eine fiktive Zukunft. "Die Tränen der Medusa" macht das auch. Ein mutiger, origineller Schritt, finde ich.
Allerdings stehen für mich beide Werke damit praktisch auch in direkter Konkurrzenz und da fällt "Fluss ohne Ufer" für mich ab. Und zwar weil der andere Beitrag es schafft, anzudeuten, wie diese fiktive Zukunft, in der der Roman veröffentlicht wird, aussieht, ohne sie direkt zu benennen. Im Vergleich ist mir der Klappentext von "Fluss ohne Ufer" zu vage. Da ist die Rede vom gesellschaftlichen Zusammenbruch nach 2020, aber kein Hinweis darauf, wie die Welt in dieser fiktiven Zukunft aussieht oder was die Gründe für den Zusammenbruch gewesen sein könnten. Beim "Konkurrenz"-Beitrag ist zwischen den Zeilen erkennbar, welche heutigen Strömungen in der fiktiven Zukunft an die Macht gekommen sind, hier ist mir die Zukunft leider zu schwammig eingefangen.
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Piratin
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 29.05.2017 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Eigentlich hatte ich den Text in den Punkten ein wenig weiter oben gesehen, aber da erst in der Aussage über den Autor klar wird, in welcher Zeit der Roman spielt (hätte mir das oben im direkten Klappentext als Hinweis gewünscht), hat aber noch für ein Pünktchen im Vergleich gereicht. Titel und Autorenname gefällt mir.
Viele Grüße
Piratin


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menetekel
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Beiträge: 1658
Wohnort: Planet der Frühvergreisten


BeitragVerfasst am: 30.05.2017 06:19    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht ganz korrekte Rechtschreibung.
Und trotz der Ankündigung

Zitat:
erkenntnisreich, amüsant, mutig. Und ermutigend. Aber auch brutal absurd.


bleibst du zumindest den amüsanten Part schuldig. Zudem wollte ich der Absurdität nicht zwingend Brutalität zuordnen ...
Könnte sein, dass es sich bei einem derart angekündigten Buch um einen Ladenhüter handeln wird. hmm

Strenge Grüße
m.


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V.K.B.
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Beiträge: 1440
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Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 30.05.2017 23:12    Titel: Antworten mit Zitat

Vorweg: Meine Bewertungskategorien sind Idee, Durchführung (also Schreibstil), literarischer Mehrwert (Das muss ich erklären: Wurde das Medium Buchrückseite literarisch genutzt, so dass mehr als nur ein Klappentext für ein fiktionales Buch entsteht? Paradebeispiel wäre: Autorenbiographie und Inhaltsangabe des Buches spielen so zusammen, dass man erkennen kann, wie der fiktionale Autor mit dem Buch Problemstellen seiner Biographie aufzuarbeiten versucht und dann "nebenbei" ein stimmiges Psychogramm der eigentlichen Hauptfigur (nämlich des "Autors") entsteht. Aber dafür müsste man wohl schon so genial wie Hemmingway sein, der eine Geschichte in fünf Worten auf einem Bierdeckel erzählen konnte), und Reviewer's Tilt (Abzüge für viele Fehler, Unstimmigkeiten oder Bonuspunkte für was auch immer). Die Punkte dieser Kategorien addiere ich und ordne danach die Liste, die ersten zehn kriegen dann die Punkte in Reihenfolge meiner Liste.

Ach ja: Ob ich ein Buch jetzt spontan kaufen wollen würde, ist für mich KEIN Kriterium (es sei denn, der Klappentext ist schon so schlecht geschrieben, dass ich vom Buch selbst auch nichts gutes mehr erwarten würde) denn das ist für mich immer noch ein Literatur- und kein Marketingwettbewerb hier.


Hallo Inko,
ah, das ist gut! Endlich jemand, der das Medium Buchrückseite wirklich für Literatur nutzt und damit einen Mehrwert liefert, der über einen simplen Klappentext hinausgeht. Wir haben also ein Buch aus der Zukunft, das rückbesinnend die Geschichte zu erklären versucht, in die wir gerade hineinschlittern. Die Katastrophe bleibt abstrakt, die Warnung aber sehr eindringlich, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben. Das gefällt mir (ungeachtet dessen, ob ich es lesen wollen würde, wenn ich in dieser Zeit lebte). Und ist zudem noch stimmig geschrieben.
Einziger Wehrmutstropfen: Du meinst das 21. Jahrhundert und nicht das 20., oder?


Das gibt Punkte!

Aber die verteile ich erst, wenn ich alles gelesen habe.


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(Phil Orani)
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holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1406
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Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 31.05.2017 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

Das klingt wie die Idee zu einem unauffälligen sehr schlauen Buch, das ich gerne lesen würde.

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Froh zu sein bedarf es wenig.
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rieka
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Beiträge: 972



BeitragVerfasst am: 31.05.2017 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich am Wettbewerb nicht teilgenommen habe, kann ich mir jetzt den Luxus erlauben, einfach nur meine Gedanken schweifen zu lassen ohne zu punkten.
Also Inco, hier meine Überlegungen:
Auweia, hier versucht sich INCO an einer der kompliziertesten Fragen des Menschseins und des Weltgeschehens. Schwierig, schwer.
Das Thema finde ich hochgradig interessant, es beschäftigt mich zeitlebens. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie diese Thematik in einem Gespräch, angedeutet als Streitgespräch, Auseinandersetzung, in einem Roman umgesetzt werden kann. Es scheint dir zu gelingen, in diese Auseinandersetzung zwei Familiengeschichten aufleben zu lassen, um diesen Streit zu untermauern und lebendig werden zu lassen. Also würde ich wissen wollen, wie du das machst. Am stärksten interessieren mich allerdings die Schlüsse, die du ziehst und die Begründungen dazu.
Dass Cover passt. Es beschreibt das Aufbäumen gegenüber dem quälenden Zustand.
Obwohl ich in einem Gespräch mit einem 1.Weltkriegsveteranen über dieses Thema ein ganz anderes Gesicht gesehen habe. Müde, traurig, und er hinterließ den resignierten Satz: „Mit den Menschen wird’s nichts.“  Mich würde auch interessieren, wie umfassend du dem Erwerb der Empathie des Menschen in sich und andere, nicht durch aufgesetzte schulische Belehrung, sondern durch gelungenes Begleiten und der Schwierigkeit solcher Begleitung, berücksichtigst.    
Das von dir gezeichnete Bild des Titels "Fluss ohne Ufer" weckt in mir Widerspruch. Ich sehe bei deiner Thematik eher einen Fluss ohne Mündung. Aber, noch weiß ich ja auch nicht, wie dein Buch wirklich aufgebaut ist und innere Bilder sind immer sehr subjektiv.
Den Autorennamen finde ich ok. Er ist nicht alltäglich, aber auch nicht außergewöhnlich, dem Thema angemessen.
Das Buch würde ich sicher kaufen.
An deinem Text merke ich wieder, wie stark diese Bewertung innerhalb des Wettbewerbs von persönlichen Interessen abhängt. Denn diese eher sachliche, wenig reißerische Beschreibung deines Textes habe ich bei anderen Texten kritisiert. Doch hier finde ich sie passend, dem Thema entsprechend.
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Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 28
Beiträge: 1269

Ei 3


BeitragVerfasst am: 02.06.2017 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Ja und nein.
Ein Roman, der von den sich doch häufenden Thriller-/Krimiplots abweicht, irgendwie Bildungsbürgerliteratur, ungarisches Straßendorf, Bürgermeister und Schriftsteller, Gespräch und so. Das find ich eigentlich gut.
Und dann ... ist es Sprache, die mir so erklärend, oder Dringichkeit unterstreichend vorkommt? Wegen irgendwas bleibt es mir fremd.
Den ersten Satz finde ich gelungen.
Die Feststellung "aber auch brutal absurd" überflüssig.
Aber ich schätze, ich sortiere es doch noch irgendwo weiter oben rein.


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
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nebenfluss
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3542
Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 02.06.2017 17:12    Titel: Antworten mit Zitat

Noch kein Kommentar, bekommt aber Punkte.

_________________
fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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