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"Der Harlekin-Komplex" von Alain Camouflé

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 05/2017
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Autor Nachricht
Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 58
Beiträge: 1878
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 21.05.2017 19:00    Titel: "Der Harlekin-Komplex" von Alain Camouflé eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat




Der Harlekin-Komplex

Ganz Paris atmet auf, denn der Serientäter, der die Stadt monatelang in Angst und Schrecken versetzt hat, ist endlich gefasst und sitzt im Gefängnis.
Allein Kommissar Dacour bereitet die allzu schnell akzeptierte Erleichterung Sorgen. Er ist überzeugt, das bestialische Auflachen „Eccomi!“ schon sehr bald wieder neben einer grausam arrangierten Leiche geschrieben zu sehen.
Für ihn trägt der Mörder teuflische Züge, spielt mit den Fäden des Kosmos. Eine Figur doppelter Natur, die Türen öffnen und Utopien einlassen kann – und sich nicht so einfach erwischen lässt.
Dacour wird verlacht, erfährt Abwehr und Anfeindung. In einer von Verstand und Regelwerken bestimmten Welt ist kein Platz für Doppelbödigkeit, die ein Unterlaufen der gängigen Ordnung ermöglicht.
Dennoch bleibt der Kommissar verbissen weiter an diesem Fall - selbst wenn sich die Kraft der Vernunft ihm dabei entgegenstellt. Er kann die Akte erst schließen, wenn es ihm gelungen ist, diesen gierigen Trickser in Grenzen zu bannen. Grenzen, die der Mörder nicht erkennt und deshalb weder überschreiten noch zerstören kann.   
Wird Dacour sich selbst in Zwischenräumen verlieren oder wird Paris die Metamorphose des Bürgerschrecks bitter zu spüren bekommen?

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TZH85
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 34
Beiträge: 307
Wohnort: Essen


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Die Suche nach einem Mörder und dessen teuflische Natur spiegeln sich gut im Cover wider.
An der Romanidee selbst habe ich nichts auszusetzen, sprachlich bin ich aber nicht ganz überzeugt. Ein paar Mal bin ich beim Lesen hängen geblieben. Etwa: "Er ist überzeugt, das bestialische Auflachen „Eccomi!“ schon sehr bald wieder neben einer grausam arrangierten Leiche geschrieben zu sehen."
"Auflachen" und "sehen" passt nicht zusammen - der Ermittler kann höchstens einen Schriftzug sehen und sich vorstellen, dass der Täter ihn auslacht.

Dann gibt es ein paar Stellen, die sich mir entziehen. Beispielsweise:
"Eine Figur doppelter Natur, die Türen öffnen und Utopien einlassen kann – und sich nicht so einfach erwischen lässt."
Wie passen die Utopien plötzlich ins Bild? Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber mir kommt es an dieser Stelle wie melodramatischer Wortsalat vor. Nicht ganz ausgereift.

Der gut eingefangenen Atmosphäre halber lasse ich trotzdem ein paar Federn da.
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Uwe Helmut Grave
Geschlecht:männlichOpa Schlumpf

Alter: 64
Beiträge: 1029
Wohnort: Wolfenbüttel


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Beim Lesen des Klappentextes habe ich mich ratlos gefragt: In welcher Zeit spielt dieser Pariser Utopie-Krimi überhaupt? Diese Information sollte man unbedingt einflechten, sie wäre für die Leser eine nützliche Entscheidungshilfe.

_________________
U.H.G. - Freude am Lesen
"Wie sind des Kaisers neue Kleider unvergleichlich!" - "Aber er hat ja gar nichts an!" (Hans Christian Andersen) - Die Welt ist anders(en) als sie es dir erzählen.
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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 58
Beiträge: 1878
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 20:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Da lag ich wohl falsch mit dem Gedanken, die meisten würden sich auf Cover B stürzen.
So viel Konkurrenz – Uhä!!


_________________
Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 37
Beiträge: 1218
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr geehrter Herr Camouflé,

ich muss sagen, dass der Titel in Kombination mit dem Cover Ihres Buches, mich unverzüglich dazu veranlassten, jenes mit großem Interesse auf den Buchrücken zu drehen, obwohl ich noch keinen klaren Zusammenhang zwischen beiden erkennen konnte. Vielleicht war es auch dieses Paradoxon, das mich zu meinem Handeln veranlasste.
Als ich dann die Inhaltsangabe las, breitete sich Enttäuschung in mir aus, denn diese scheint mir sehr lang geraten, sie verrät mir zu viel, anstatt meine Neugier zu wecken.

Hiermit meine ich Stellen, wie diese:

Zitat:
In einer von Verstand und Regelwerken bestimmten Welt ist kein Platz für Doppelbödigkeit, die ein Unterlaufen der gängigen Ordnung ermöglicht.
Dennoch bleibt der Kommissar verbissen weiter an diesem Fall - selbst wenn sich die Kraft der Vernunft ihm dabei entgegenstellt. Er kann die Akte erst schließen, wenn es ihm gelungen ist, diesen gierigen Trickser in Grenzen zu bannen. Grenzen, die der Mörder nicht erkennt und deshalb weder überschreiten noch zerstören kann.


Das könnte meiner Meinung nach bei der nächsten Auflage durchaus gestrichen werden.

Darüber hinaus liest sich der Klappentext so, als würde er zu einem Krimi gehören - und die haben es bei mir sehr schwer (was nicht ausschließt, dass ich nicht doch einen lesen würde, wenn der Inhalt auf eine besondere Weise abgedreht ist und sich von der Masse abhebt). Tut mir leid, Herr Camouflé, ich werde Ihr Buch nicht lesen.

Hochachtungsvoll
H.


_________________
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streichelt jeden Schritt
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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1735
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 24.05.2017 08:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Nicht Fisch, nicht Fleisch.
Ein bestialischer Mörder. Eine scheinbare Lösung. Und ein Kommissar, der nicht aufgibt. Solide zusammengefügt. Aber dann ist da noch dieses Mystery-Element. Und genau da wird der Text unscharf - nein, nicht weil das in der Natur der Sache liegt. Was ist so misteriös an dem unbekannten Täter? Kann er durch Mauern gehen? Ist er ein Geist? Ein, zwei etwas konkretere Hinweise hätten dem Klappentext gut getan.
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Municat
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 51
Beiträge: 365
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BeitragVerfasst am: 24.05.2017 09:55    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber unbekannter Autor,

starkes Thema, starker Aufmacher, schöner Teaser. Bereits das Pseudonym schubst mich in eine Richtung, in der es um die Dinge gehen könnte, die sich hinter den Masken verbergen. Im Text wird dann klar, dass diese Masken (und noch viel mehr all das, was hinter den Fassaden passiert) weit über die fassbare Realität hinausgehen. Auch der Titel ist perfekt gewählt, wie ich finde.

Ich würde das Buch definitiv kaufen und vermutlich würde es die erste Nacht in meinen Händen nicht ungelesen überstehen.

Sprachlich gibt es hier nur Kleinkram zu kritisieren.
Zitat:
Dacour wird verlacht, erfährt Abwehr und Anfeindung.
mit diesem Satz kann ich nicht so viel anfangen. Ich weiß, was Du meinst, aber besonders zu der Aussage "erfährt Abwehr" habe ich keine Vorstellung.
Die beiden letzten Fragen, die Du in den Raum wirfst, sind sehr fesselnd und genau richtig an der Stelle. Sie würden aber noch besser wirken, wenn Du sie einzeln stellst, jeder von ihnen ein eigenes Fragezeichen spendierst und nicht mit einem "oder" verbindest.

Punkte vergebe ich erst, wenn ich alle Klappentexte gelesen habe.

edi Tier
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Gräme dich nicht, weil der Rosenbusch Dornen hat, sondern freue dich, weil der Dornbusch Rosen trägt smile
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 5895
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BeitragVerfasst am: 24.05.2017 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Auch dieser kurzen Schilderung gelingt es, mir den Roman interessant erscheinen zu lassen.
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 56
Beiträge: 2980
Wohnort: Wangen im Allgäu


BeitragVerfasst am: 25.05.2017 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Mystery.
Ganz genau hab ich nicht kapiert, worauf der Klappentext raus will, aber trotzdem bin ich dabei.
Ich vermute eine Geschichte, die zwischen klassischem Mystery-Krimi und Fantasy liegt.
Ich würde das Buch kaufen.


_________________
"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
If you can't say something nice... don't say anything at all. Anonym.
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 848



BeitragVerfasst am: 25.05.2017 19:51    Titel: Re: "Der Harlekin-Komplex" von Alain Camouflé Antworten mit Zitat

Postkartenprosa hat Folgendes geschrieben:



Der Harlekin-Komplex

Ganz Paris atmet auf, denn der Serientäter, der die Stadt monatelang in Angst und Schrecken versetzt hat, ist endlich gefasst und sitzt im Gefängnis.
Allein Kommissar Dacour bereitet die allzu schnell akzeptierte Erleichterung Sorgen. Er ist überzeugt, das bestialische Auflachen „Eccomi!“ schon sehr bald wieder neben einer grausam arrangierten Leiche geschrieben zu sehen.
Für ihn trägt der Mörder teuflische Züge, spielt mit den Fäden des Kosmos. Eine Figur doppelter Natur, die Türen öffnen und Utopien einlassen kann – und sich nicht so einfach erwischen lässt.
Dacour wird verlacht, erfährt Abwehr und Anfeindung. In einer von Verstand und Regelwerken bestimmten Welt ist kein Platz für Doppelbödigkeit, die ein Unterlaufen der gängigen Ordnung ermöglicht.
Dennoch bleibt der Kommissar verbissen weiter an diesem Fall - selbst wenn sich die Kraft der Vernunft ihm dabei entgegenstellt. Er kann die Akte erst schließen, wenn es ihm gelungen ist, diesen gierigen Trickser in Grenzen zu bannen. Grenzen, die der Mörder nicht erkennt und deshalb weder überschreiten noch zerstören kann.   
Wird Dacour sich selbst in Zwischenräumen verlieren oder wird Paris die Metamorphose des Bürgerschrecks bitter zu spüren bekommen?


Ein Klappentext, den ich fast übersehen hätte.

Er ist komplex, nicht so schnell zu erfassen, es ist aber spannend, was ich da finde.

Allein schon das ist ein philosophischer Gedankenköder:  
Zitat:
Dacour wird verlacht, erfährt Abwehr und Anfeindung. In einer von Verstand und Regelwerken bestimmten Welt ist kein Platz für Doppelbödigkeit, die ein Unterlaufen der gängigen Ordnung ermöglicht.


Und so habe ich mich noch einmal an den Klappentext gemacht, erst war mir das mit den Fäden des Kosmos zu dick.

Aber jetzt habe ich mich auf den Klappentext noch einmal genauer eingelassen und bin froh, daß ich immer wieder "in der Regel muß ein Klappentext unkompliziert sein" geschrieben habe.

Denn hier gilt die Regel nicht.

Der Klappentext braucht Zeit (zu mindestens bei mir.), damit er in seinem spannenden Inhalt ankommt.

Er ist rund! Mal gucken, wie ich ihn noch in mein bestehendes Punktsystem reinbekomme.

Gruß,
Eulenbaum
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Oktoberkatze
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 53
Beiträge: 324

Ei 1 Ei 9


BeitragVerfasst am: 26.05.2017 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hört sich zunächst nach einem spannenden Buch an, wenn der letzte Satz nicht wäre.

Ein mystisch angehauchter Thriller, sowas hab ich lange nicht mehr gelesen. Sprachlich gibt es auch nichts auszusetzen, daher sicher ein Kandidat für die Punkte. Dein letzter Satz lässt allerdings nicht unbedingt auf den Erfolg des Kommissars schließen. Da überleg ich mir wohl doch lieber, ob ich mir so eine düstere Lektüre wirklich antun will Embarassed


_________________
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shatgloom
Geschlecht:weiblichHobbyautor


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BeitragVerfasst am: 27.05.2017 15:51    Titel: Antworten mit Zitat

So ganz kann mich dieser Klappentext nicht überzeugen.
Im vorletzten Absatz ist mir einiges unverständlich. Ich schließe nicht aus, dass die Geschichte dahinter ganz interessant sein kann. Aber aufgrund dieses Textes würde ich mich jetzt nicht auf den Roman einlassen, da er nicht genug Interesse bei mir weckt.


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Gruß von Karolin
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ArtFaulII
Schreiber-Lehrling


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Wohnort: Baumhaus


BeitragVerfasst am: 27.05.2017 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ein spannendes Thema, das mich zunächst an den Joker aus Batman erinnert (das musste ja kommen). Den ersten Teil des Klappentexts finde ich auch gut gelungen. Dann verliert er für mich ein wenig seiner Wirkung, allerdings ist es nicht so einfach festzumachen, weshalb.
Ich glaube, es liegt daran, dass der Inhalt von Satz zu Satz zwischen einer Beschreibung des Kommissars und des Mörders hin- und herspringt und dabei hauptsächlich bereits vorhandene Informationen in anderen Worten noch einmal wiederholt werden. Vielleicht wäre es interessanter gewesen, zu beleuchten, warum nun ausgerechnet Dacour das machen muss - hat er eine persönliche Bindung zum Täter? Sind Familie/Nahestehende bedroht oder jagt der Mörder Dacour eine solche Angst ein, weil Dacour Teile von sich in ihm wiederfindet?
Die letzte Frage finde ich wieder sehr spannend, aber aus dem Inhalt des Vorherigen noch ein wenig unmotiviert.
Das ist nur meine persönliche Meinung, und mir gefallen die Beschreibungen auch richtig gut, aber hier hätte ich mir noch ein paar Andeutungen auf etwas konkretere Konflikte/Ereignisse gewünscht - so bleibt es nach der Einleitung doch bei recht allgemeinen Behauptungen.
Hätte aber trotzdem reingelesen smile
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traumLos
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BeitragVerfasst am: 28.05.2017 03:20    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr geehrter Herr Camouflé, geschätzter Kollege,

holla, dass klingt spannend. Ein Kriminalfall wider die Vernunft. Ein Kommissar, der sich selbst in den Fall oder einer irrealen Wirklichkeit zu verlieren droht.

Leider sind für mich einige der Bilder schief Es wird etwas Unheimliches, Unfassbares, auch Mystisches um diesen Fall gewoben. Da sind für mich Zuschreibungen wie "gieriger Trickser" eher unpassend. Dann ist das bestialische Auflachen Eccomi geschrieben. Bestiallisch - Auflachen - Eccomi - Geschrieben.  Da passt für mich gar nichts zusammen.

Dann: Eine "Figur doppelter Natur"

Auch der Bürgerschreck will mir nicht recht zu "Angst und Schrecken", "grausam arrangierte Leichen" passen.

Und so ziehen sich Unstimmigkeiten durch die spannende Grundidee.

Ich denke, dieses Buch lege ich erst einmal beiseite.

Cordiales salutations

Cöothilde Mercier


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Piratin
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 29.05.2017 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

einzig das: „bereitet die allzu schnell akzeptierte Erleichterung“ irritiert mich. Ist damit die Erleichterung gemeint, weil ein Täter gefasst ist? Wieso ist diese dann akzeptiert? Das verwirrt mich. Titel und Autorenname passen sehr gut und Punkte gibt es auch,
viele Grüße
Piratin


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menetekel
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BeitragVerfasst am: 30.05.2017 07:57    Titel: Antworten mit Zitat

Mmmh.

Zitat:
Eine Figur doppelter Natur, die Türen öffnen und Utopien einlassen kann – und sich nicht so einfach erwischen lässt.

Wie macht'n der das?
Ich meine, klar, so eine Utopie kann schnell einmal ins Hirn schneien - aber durch die Haustür?
Die Wege des Herrn sind zwar unerforschlich, aber sich beim Hirnandrang mittels einer Utopie nicht erwischen zu lassen, ist selbst für den Frommen schwierig. Oder?

 wink m.


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Terhoven
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 334



BeitragVerfasst am: 30.05.2017 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Herr Camouflé,

dieser Text klingt sehr spannend und obwohl ich mir gewünscht hätte, einen klitzekleinen Auszug zu lesen, finde ich ihn doch insgesamt gelungen.

Welch eine wohlig schaurige Vorstellung, die Scharnierfigur als Harlekin in einer weniger guten Laune zu sehen.

Die Kombination aus komischer Theaterfigur und psychologisch belegtem Wort bildet einen gekonnt reißerischen Titel, der sich bestimmt schnell wegschmökern läßt. Anschließend kann man zwar schlecht einschlafen, weswegen ich persönlich Ihr Werk auch nicht für mich kaufen, aber einer krimiversessenen Person durchaus zum Geburtstag schenken würde.

Eine Frage noch -- heisst es wirklich Trickser oder ist der mythologische Trickster gemeint? Oder sind die beiden Begriffe austauschbar? Dies will nur der Wortklauber in mir wissen.
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V.K.B.
Geschlecht:männlichDichter und Denker

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Beiträge: 1706
Wohnort: an der Nordseeküste
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 31.05.2017 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Vorweg: Meine Bewertungskategorien sind Idee, Durchführung (also Schreibstil), literarischer Mehrwert (Das muss ich erklären: Wurde das Medium Buchrückseite literarisch genutzt, so dass mehr als nur ein Klappentext für ein fiktionales Buch entsteht? Paradebeispiel wäre: Autorenbiographie und Inhaltsangabe des Buches spielen so zusammen, dass man erkennen kann, wie der fiktionale Autor mit dem Buch Problemstellen seiner Biographie aufzuarbeiten versucht und dann "nebenbei" ein stimmiges Psychogramm der eigentlichen Hauptfigur (nämlich des "Autors") entsteht. Aber dafür müsste man wohl schon so genial wie Hemmingway sein, der eine Geschichte in fünf Worten auf einem Bierdeckel erzählen konnte), und Reviewer's Tilt (Abzüge für viele Fehler, Unstimmigkeiten oder Bonuspunkte für was auch immer). Die Punkte dieser Kategorien addiere ich und ordne danach die Liste, die ersten zehn kriegen dann die Punkte in Reihenfolge meiner Liste.

Ach ja: Ob ich ein Buch jetzt spontan kaufen wollen würde, ist für mich KEIN Kriterium (es sei denn, der Klappentext ist schon so schlecht geschrieben, dass ich vom Buch selbst auch nichts gutes mehr erwarten würde) denn das ist für mich immer noch ein Literatur- und kein Marketingwettbewerb hier.


Hallo Inko,
Dein Buch klingt auf jeden Fall interessant. Eine Giallo in Paris, mit Ausflügen in den Existenzialismus? Da könnte ich auf jeden Fall mal reinlesen. Einziges Problem: ich finde den Klappentext wirklich sehr holprig. Besonders diese Passage:
Zitat:
Dacour wird verlacht, erfährt Abwehr und Anfeindung. In einer von Verstand und Regelwerken bestimmten Welt ist kein Platz für Doppelbödigkeit, die ein Unterlaufen der gängigen Ordnung ermöglicht.
Da frage ich mich gleich, ob das wieder mal dem Übersetzer geschuldet ist und denke mir, das sollte man lieber im Original lesen (und merke sofort, dass mein Französisch wohl kaum dafür ausreichen wird, Schade).

Punkte verteile ich erst, wenn ich alles gelesen habe.


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rieka
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Beiträge: 976



BeitragVerfasst am: 31.05.2017 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich am Wettbewerb nicht teilgenommen habe, kann ich mir jetzt den Luxus erlauben, einfach nur meine Gedanken schweifen zu lassen ohne zu punkten.
Also Inco, hier meine Überlegungen:
Das klingt geheimnisvoll spannend. Ich würde sicher genauer hinschauen und das Buch in Betracht ziehen, obwohl ich Krimis inzwischen nicht mehr bevorzuge.
Im Text sind einige überflüssige Teile. z.B.: „Eine Figur doppelter Natur, die Türen öffnen und Utopien einlassen kann – und sich nicht so einfach erwischen lässt.“  Das sich nicht erwischen lassen müsste nicht betont werden. Es nimmt, nach meinem Gefühl dem Text als auch der Aussage den Fluss. Dass dieser Täter sich nicht leicht erwischen lässt ist doch schon aus der gesamten Vorstellung eine Selbstverständlichkeit, also etwas, das dir schon gelungen ist zu vermitteln.
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lupus
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Alter: 51
Beiträge: 4173
Wohnort: wien



BeitragVerfasst am: 01.06.2017 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber M. Camouflé, (hm, wie wär's mit einem Pseudonym, das den echten Namen ein bisserl versteckt? Wink )

Also dem Titel kann ich einiges abgewinnen, macht auf jeden Fall einmal neugierig.

Der Text selber ist mir dann allerdings ein bisserl zu fad, v.a für die an sich ja interessante Idee. Außerdem etwas zu ausführlich, es scheint, als würde da ein bisserl zu viel verraten, jedenfalls ist die, durch den Titel und die Idee erzeugte Spannung nach Lektüre des Textes nur krampfhaft aufrecht zu erhalten.

'Bürgerschreck'? Das scheint mir nicht der richtige Begriff zu sein.

lgl


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lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

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Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 29
Beiträge: 1271

Ei 3


BeitragVerfasst am: 02.06.2017 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist schwierig, das Bewerten irgendwo zwischen persönlicher Vorlieben für Geschichten, Ideen mit interessantem, neuartigem Kern einerseits und sprachlichem Können, logischem/gut gemachtem Aufbau eines Klappentextes andererseits.
Diesem Text würd ich letzteres Attestieren, der Text ist gut und abwechslungsreich formuliert. Inhaltlich ist es eben ein Krimi/Thriller von vielen, das wird ihm jetzt lieder zum Nachteil (bei mir).
Kein "Schnickschnack" wie Rezensionen, Auszüge, "Andeutungssätze". Das kann gut oder schlecht sein, hier kann ich mich jetzt nicht entscheiden.


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 848



BeitragVerfasst am: 04.06.2017 13:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lupus,

Zitat:
Er kann die Akte erst schließen, wenn es ihm gelungen ist, diesen gierigen Trickser in Grenzen zu bannen. Grenzen, die der Mörder nicht erkennt und deshalb weder überschreiten noch zerstören kann.


Auch das ein Grund, mir zu wünschen, daß das Buch geschrieben wird! Die Stelle weckt richtig meine Neugierde.

Schade, daß der Klappentext so weit unten gelandet ist.

Gruß,
Eulenbaum
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