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Ein stummer Schrei

 

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Lesezeichenpoesie 05/2017
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Municat
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 51
Beiträge: 288
Wohnort: Zwischen München und Ingolstadt


BeitragVerfasst am: 21.05.2017 18:00    Titel: Ein stummer Schrei eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat





Ein stummer Schrei

Das erste Wort
Es fängt Dich ein
Es trägt Dich fort
Gibt Dir ein Heim.

Du blätterst um
Du legst mich ein
Ich bleibe stumm
Und warte fein
Bis wieder Zeit
Und Muße bleibt
Zu lesen was
Ein andrer schreibt

Und ganz am Schluss
Legst Du mich raus ...
So ein Verdruss -
Das Buch ist aus!

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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2605

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 21.05.2017 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour,

werter Verfasser, dein Beitrag gefällt mir ausgesprochen gut. Aus der Sicht des Lesezeichens beschreibst du das Leseverhalten des LDu, vom Beginn des Lesens eines Buches bis zum Abschluss. Erreicht das LDu das Ende des Buches, ist das Lesezeichen missmutig, möchte am liebsten Schreien und weiterhin als Lesezeichen dienen. So ganz nehme ich deinem Lesezeichen den Missmut nicht ab, dafür kommt mir dein Gedicht zu beschwingt rüber. Da hätte ich mir gewünscht, dass das Lesezeichen als stummer Diener weiß, dass das Ende eines Buches den Neubeginn eines anderen bedeutet und somit für den Missmut und den stummen Schrei kein Grund besteht. Hätte zur netten Geschichte besser gepasst. Well. Dann wäre die Aufgabenstellung mit dem Motiv des Lesezeichens schwer zu realisieren gewesen. Verstehe.
Ungeachtet dessen, finde ich, hast du insgesamt einen die Wettbewerbsvorgaben umsetzenden Beitrag verfasst und dafür gibt's einen Platz in meiner Top Ten:   six points.

Merci beaucoup,
Constantine
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Stimmgabel
Geschlecht:männlichBestseller-Autor


Beiträge: 4381
Wohnort: vor allem da
Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 22.05.2017 01:26    Titel: Antworten mit Zitat

-


... ein nettes Poesie-Album Gereimtes [ formal sauber jambisch kreuz_gereimt, bis auf ... und durchgängig  Daumen hoch ... plus eine inszenierte Waise  ]; dennoch mir inhaltlich zu einfaltlos eben und brav, als hielte das Lesezeichen ein 1 zu 1 Nachtgebet über sich selbst, wollte es sich selbst in seiner Rein/Gutheit bestätigen Wink ...

  / was der Titel da soll??? erschließt sich mir überhaupt nicht.


Gruß Stimmgabel ...


-


_________________
Gabel im Mund / nicht so hastig...
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 848



BeitragVerfasst am: 22.05.2017 04:42    Titel: Antworten mit Zitat

Die Form wird durchgehalten, die Sprache des Gedichts, es ist einheitlich im Ganzen.
Unterer Punktbereich.


Zitat:

Ein stummer Schrei

Das erste Wort
Es fängt Dich ein
Es trägt Dich fort
Gibt Dir ein Heim.

Du blätterst um
Du legst mich ein
Ich bleibe stumm
Und warte fein
Bis wieder Zeit
Und Muße bleibt
Zu lesen was
Ein andrer schreibt

Und ganz am Schluss
Legst Du mich raus ...
So ein Verdruss -
Das Buch ist aus!

Das Buch als Wohnort. Als Ort, in dem das Lesezeichen Zeit verbringt.

Lesen, was ein anderer schreibt, auf den der das tut - und darauf, daß er es tut, darauf wartet das Lesezeichen hier.

Das Lesezeichen hat Verdruß, weil es eigentlich gern in diesem Ort sein will, im Buch.

Gereimt, gefällig. Aus der Sicht des Lesezeichens (allerdings der stumme Schrei aus der Überschrift paßt nicht zum übrigen Inhalt).
Eventuell mal aus dem Reimdenken ausbrechen. Und verdichten. Das wird etwas Anderes ja, aber man kann es ja mal probieren.


Das Lesezeichen denkt über seinen (eigenen) Ort nach. Und den des Lesers.

Gruß,
Eulenbaum
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Literättin
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 53
Beiträge: 1760
Wohnort: im Diesseits
Das silberne Stundenglas Der goldene Roboter
Lezepo 2015 Lezepo 2016


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 09:19    Titel: Antworten mit Zitat

Eine rhytmisch durchgereimte kleine Anleitung, oder ein begleitender Kommentar zum Lesen eines Buches. Klein, fein und mehr nicht. Scheint mir eine Fingerübung in Sachen Reimdichtung. Der Titel passt nicht!
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 5676
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe die Vorgaben so verstanden, dass der Lesezeichentext auf irgendeine Art sich auf die Funktion eines Lesezeichens beziehen soll. Das war ein wesentlicher Grund für die Auswahl der Texte, die ich unter Zeitdruck kommentiere.

Das ist hier eindeutig.
Bis zum Schluss. Und man ist traurig, das Lesezeichen nicht mehr (für dieses Buch) zu brauchen.
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Longo
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 863



BeitragVerfasst am: 23.05.2017 08:49    Titel: Antworten mit Zitat

Klassisch. Ein bisschen abgenutzt (milde ausgedrückt) ist das Lesezeichen schon, könnte so auch in einem alten Märchenbuch stecken, hast du es irgendwo abgeschrieben? Punkte gibt leider keine.

MFG Longo
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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 37
Beiträge: 1152
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 24.05.2017 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hm … das ist mir doch etwas zu direkt, obwohl sehr akribisch gereimt. Klingt wie die Sprüche, die mir zu meinen Schulzeiten von Freunden ins Poesiealbum geschrieben wurden.
Leider keine Punkte.


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Meer
ein Rauschen unter den Füßen
bewegen sich Blätter fliegen

zerstäuben im Wind
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Municat
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 51
Beiträge: 288
Wohnort: Zwischen München und Ingolstadt


BeitragVerfasst am: 26.05.2017 14:26    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Tja ... das Gedicht, dass ich nicht bewerten darf.

Ich habe mich beim schreiben an das gehalten, was ich als Laie von Gedichten weiß: dass sich ganz oder annähernd reimen sollten, dass sie einen Rhytmus beibehalten sollen und in dass sie in Verse aufgeteilt sollen. Der Vergleich mit den anderen Beiträgen zeigt mir, dass ich in der Unsetzung höchstwahrscheinlich hausbacken, brav und langweilig war wink

Trotzdem bin ich natürlich sehr neugierig, was Ihr dazu schreibt.


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Gräme dich nicht, weil der Rosenbusch Dornen hat, sondern freue dich, weil der Dornbusch Rosen trägt smile
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Zinna
Geschlecht:weiblichschweißt zusammen, was


Beiträge: 1627
Wohnort: zwischen Hügeln und Aue...
Das Silberne Pfand Lezepo 2015
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 27.05.2017 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Der stumme Schrei als eigentliches no go weckt Neugier.
Es folgen heiter leichte Reime.
Damit, mit dem angenehmen Rhythmus und mit seiner Einfachheit nimmt dein Gedicht mich für sich ein.

Lieber Gruß
Zinna


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Wenn alle Stricke reißen, bleibt der Galgen eben leer...
(c) Zinna
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menetekel
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 100
Beiträge: 1671
Wohnort: Planet der Frühvergreisten


BeitragVerfasst am: 28.05.2017 07:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ein sauber gereimtes, wohlklingendes Gedicht.
Aufgrund der kurzen Verse wirken die Reime hier allerdings ein wenig aufdringlich.

Wieso ein derartig scheußliches Dämonengesicht dir ein "Heim gibt" weiß ich auch nicht so genau ... Embarassed

m.


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gold
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger

Alter: 65
Beiträge: 5415
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DSFo-Sponsor Ei 10


BeitragVerfasst am: 28.05.2017 08:51    Titel: Antworten mit Zitat

Spricht mich leider nicht an. Bin nur dann ein Freund von Reimen, wenn sie ausgefallen und die einzelnen Verse länger sind.
Mit dem "Heim geben" hast du mich verloren.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass du dich m.E. zu wenig auf das Motiv beziehst (leider nur in der Überschrift). Das find ich schade, weil gerade das Motiv so viel mehr bietet.


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MoL
Geschlecht:weiblichQuelle


Beiträge: 960
Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 28.05.2017 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Mir gefält der grimmig-augenzwinkernde Humor, die Reserviertheit und die gleichzeitig vorangehende spielerische Leichtigkeit.
Und - nicht die geringste Leistung! - das muss man erst mal unter diesen Vorgaben schaffen, Reime so rund und und sauber hinzubekommen - Chapeau und 7 Punkte! Smile


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"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Gühernder Hass", acabus Verlag, Frühjahr 2019.
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Aranka
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3371
Wohnort: Umkreis Mönchengladbach
Pokapro und Lezepo 2014



BeitragVerfasst am: 30.05.2017 00:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Lesezeichen mit guter Erziehung:
brav, geduldig, dem Leser dienlich, sich höflich zurücknehmend, den Blick verständnisvoll auf den Leser gerichtet.

Zitat:
Du blätterst um
Du legst mich ein
Ich bleibe stumm
Und warte fein
Bis wieder Zeit
Und Muße bleibt
Zu lesen was
Ein andrer schreibt


Warum denke ich nur an „höhere Töchterschule“. Macht nichts, irgendwie hat mich der Text angesprochen und dass der Autor dem Lesezeichen eine solche „Haltung“ zukommen lässt,  finde ich erst einmal interessant und steige einfach mal ein.

Die nun gewählte Umsetzung passt zur Idee und stützt sie. Der im positiven Sinne „schlichte Reim“, die einfache Sprache und die schlichten inhaltlichen Gedankengänge, machen den Text zu einem „feinen“ Poesiealben-Text, oder eben zu einem Text für ein Lesezeichen – vielleicht jedoch für ein Lesezeichen aus der Zeit, als die Kinder  „Nesthäkchen“ lasen.

Den Titel finde ich etwas zu pathetisch für den Text, auch wenn er die Frage im Leser wachruft: Wer schreit hier? Das brave Lesezeichen? Oder gar der Autor, der sich so brave Leser (die einem solchen Zeichen folgen) nicht wünscht?

Auch wenn ich mir ein Lesezeichen mit diesem Text nicht unbedingt ins Buch legen würde, ist der Text in seiner Gesamtheit stimmig: saubere Metrik, Ton, Sprache und Form passen zusammen und sind konsequent durchgehalten. Das sind mir einige Punkte wert. Mal sehen wo sich der Text einreihen wird, wenn ich alle kommentiert habe.


_________________
"Wie dahingelangen, Alltägliches zu schreiben, so unauffällig, dass es gereiht aussieht und doch als Ganzes leuchtet?" (Peter Handke)

„Erst als ihm die Welt geheimnisvoll wurde, öffnete sie sich und konnte zurückerobert werden.“ (Peter Handke)
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Terhoven
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 329



BeitragVerfasst am: 31.05.2017 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

[Lyriklaie hier]

Hey, es reimt sich, das ist sehr schön.

Der Titel ist etwas seltsam. Klingt für mich eher wie aus einer Schublade für persönliche Schicksale. Verzeihung.

Die erste Strophe mag ich am wenigsten, denn die Behauptung, dass mich schon das erste Wort fesselt und mir auch noch ein Heim gibt, finde ich stark übertrieben.

In der zweiten Strophe gefällt mir das Bild sehr gut, dass das Lesezeichen vermutlich neidisch auf den Text ist, den ein anderer geschrieben hat. Das mag ich. Damit kann ich mich sehr gut identifizieren.

Die dritte Strophe ist sehr eingängig, allerdings werde ich mir unsicher, ob da wirklich Neid oder Eifersucht im Spiel war in der zweiten Strophe, denn das Lesezeichen findet es ja schade, dass das Buch zu Ende ist.
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V.K.B.
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 45
Beiträge: 1441
Wohnort: an der Nordseeküste
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 02.06.2017 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich zu Lyrik sowieso nur wenig Qualifiziertes sagen kann, nur ein stummer Bewertungskommentar, um bepunkten zu können. Denn bepunkten will ich trotzdem. Auch auf die Gefahr hin, dass meine Bewertung nicht wirklich qualifiziert ist, sondern größtenteils mein persönliches Gefallen an dem Gedicht, Originalität der Sprache sowie von mir erkennbaren Themenbezug widerspiegelt.

_________________
»Sticks & stones may break your bones – but words … they will define you!«
(Phil Orani)
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Municat
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 51
Beiträge: 288
Wohnort: Zwischen München und Ingolstadt


BeitragVerfasst am: 03.06.2017 13:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Moin Ihr Lieben smile

Ich hatte so gar keine Ahnung davon, wo ich in diesem Feld lande. Im Vergleich zu Euren Gedichten kamen mir meine zeilen vor wie aus Omas Kochbuch (was gute und schlechte Assoziationen wecken kann). Mit diesem Platz im Mittelfeld bin ich wirklich zufrieden - und Eure Kommentare freuen mich wirklich sehr smile


@ Constantine

Vielen Dank für Deine lieben Worte und die Punkte. Das Ende, das Du vorschlägst, hätte mir auch besser gefallen. Nur leider bin ich nicht drauf gekommen.



@ Stimmgabel

formal sauber, aber brav und langweilig. Ja, diese Art von bewertungen habe ich erwartet. Den Vergleich zum Poesie-Album finde ich nicht schlecht - ich sehe den Text auf einem Lesezeichen irgendwie ähnlich. Mit dem Titel ist gemeint, dass sich das Lesezeichen beschwert, dass ein Buch zugeschlagen wird, wenn es ausgelesen ist. Da das Lesezeichen aber keine Stimmbänder hat, bleibt der Schrei eben stumm.


@ Eulenbaum

Ja, ich werde es versuchen ... also von dem Reim- und Rhythmusdenken wegzukommen. Meine "lyrischen" Erfahrungen bestehen bisher halt aus Moritaten für Geburtstage und Liedertextenfür die LARP-Gruppe. Wenn ich mich wieder an einen Lyrik-Wettbewerb traue, versuche ich, moderner zu werden.


@ Literättin

Der Titel sllte sich auf die Wut des Lesezeichens beziehen, wenn das Buch ausgelesen und seine Aufgabe unnötig geworden ist. Da es sich nicht artikulieren kann, bleibt der Schrei eben stumm.


@ firstiffertio

Danke Dir für die lieben Worte smile


@ Longo

also abgeschrieben habe ich es definitiv nicht. Dass meine Auffassung von Lyrik die Modernste ist, war mir klar, als ich die übrigen Beiträge gelesen habe. Märchenbuch ist für mich allerdings kein Malus.


@ Heidi

Ja. Poesiealbum passt. Lesezeichen-Sprüche sehe ich irgendwie ähnlich.


@ Zinna

Vielen Dank für Dein Lob! Das läuft mir wirklich runter wie Honig.


@ menetekel

Das "Heim geben" war auf das Buch bezogen, in dem das Lesezeichen gerade steckt. Wie ich den Versen die aufdringliche Wirkung nehmen kann, weiß ich allerdings nicht.


@ gold

stimmt ... ich habe mehr das Lesezeichen selbst als Motiv verarbeitet als das Bild. Es sollte halt die Verzweiflung sein, dass sich das Lesezeichen kein Gehör verschaffen kann. Steckt aber mehr im Titel als in den Zeilen ... gebe ich zu.


@ MoL

uiiiiii ... das tut gut. Meine (gut versteckte) Lyriker-Seele ist gerade um mindestens 2 cm gewachsen.


@ Aranka

hehe ... die höhere Töchterschule ist auch ein Bild ... so Richtung Pucki, Trotzkopf oder so. Ich war gedanklich (als ich meinen Erguss mit Euren Werken verglichen habe) eher bei Omas Kochbuch. Aber das geht in die selbe Richtung. Vielen Dank jedenfalls für Dein Lob. Vielleicht gibt es ja für solche Verse doch noch irgendwo eine Nische.


@ Terhoven

ja. Das Lesezeichen ist sauer, dass das Buch zu Ende ist. Aber nicht aus Neid, weil ein Anderer was geschrieben hat, sondern weil es keine Aufgabe mehr hat, wenn das Buch ausgelesen ist. Sein persönlicher Sinn des Lebens ist ihm erst mal genommen (bis das nächste Buch kommt).


@ Veith

Da geht es Dir wir mir smile Ich habe einen ähnlichen Text verfasst für meine Kommentare.


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albaa
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 143



BeitragVerfasst am: 03.06.2017 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Municat,

Also mir gefiel dein (erfrischendes) Poesiealbum-Werk auch sehr gut - gerade wegen dieser Anmutung von "ordentlichem Handwerk" dessen halbwegse Beherrschung mE Grundvoraussetzung für frei(er)e Formen ist. Bleib dran!

Lieben Gruß
albaa
p.s. Der Titel war etws "zu groß" wink.
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Literättin
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 53
Beiträge: 1760
Wohnort: im Diesseits
Das silberne Stundenglas Der goldene Roboter
Lezepo 2015 Lezepo 2016


BeitragVerfasst am: 03.06.2017 16:10    Titel: Antworten mit Zitat

So sorry für meine Ratlosigkeit!

Herrlich: Arankas Kommentar, der hat mir die Schuppen von den Augen fallen lassen. Auf eine solche Lesart wäre ich nicht gekommen - vielleicht weil die ersten Zeilen mir dafür zu unauffällig zahm waren, da schien sich einfach einer Mühe mit Reimen geben zu wollen (ich war also mehr beim Schreibprozess ausloten als beim Inhalt) und mich irritierte die im Folgenden immer heimeliger werdende Idylle (auch bezogen auf das Lesezeichen-Abbild). Und da blieb ich dann stecken in meiner Verwirrung und zog erst einmal weiter. Doch, durchaus etwas, aus dem eine Kunstform-Nischen-taugliche Sache wachsen könnte, falls du dranbleiben willst. smile.
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Municat
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 51
Beiträge: 288
Wohnort: Zwischen München und Ingolstadt


BeitragVerfasst am: 06.06.2017 09:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ihr seid wirklich lieb! Danke Euch Very Happy

Und ja, ich werde dranbleiben und mich vielleicht mal wieder über Songtexte hinauswagen. Vielleicht dann auch ein bisschen freier und mutiger ... mal sehen.

Hat mir auf jeden Fall Spaß gemacht.


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