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[Disqualifiziert - Außer Konkurrenz] "Nichts ist verloren" von Carlos Águila Hernández

 

 
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sleepless_lives
Geschlecht:männlichSchall und Wahn

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BeitragVerfasst am: 21.05.2017 18:00    Titel: [Disqualifiziert - Außer Konkurrenz] "Nichts ist verloren" von Carlos Águila Hernández eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Disqualifizierter Beitrag. Bitte keine Punkte vergeben!





Carlos Águila Hernández

Nichts ist verloren

Señora Molina habe ihn wissen lassen, dass das Zimmer nicht mehr zur Verfügung stünde. Sie sei ausweichend gewesen, was den Grund für die plötzliche Änderung in den Umständen darstelle oder auch nur deren Natur ausmache. Er habe aber, so sagte er, durch die einen Spalt offenstehende Tür einen alten, schadhaften Flügel in dem Raum gesehen. Wie das Rentnerehepaar ihn über Nacht dort hineingebracht habe, sei ihm ein Rätsel.

In einer spanischen Kleinstadt geschehen merkwürdige Dinge. Weggeworfene Gegenstände kehren aus dem Müll zurück und finden sich an ihren angestammten Plätzen in den Häusern der Menschen wieder. Anfangs reicht die Wiederauferstehung nur ein paar Tage zurück, doch fortschreitend dehnt sie sich weiter in die Vergangenheit aus. Mit den Dingen kommen die Erinnerungen und nicht alle sind willkommen. Unfrieden breitet sich aus, man will sich wehren, aber keine der Gegenmaßnahmen zeigt Erfolg. Als die Leute an den sich ansammelnden Gegenständen zu ersticken drohen, richtet sich ihr Ärger gegen die Ladenbesitzerin Adelita, die allein in der heruntergekommenen Villa ihres lang verstorbenen Vaters lebt und unberührt von der allgemeinen Misere ihr normales Leben fortführt. Warum lächelt sie immer noch?  

»Hernández ist nie ganz Herr seiner Geschichte. Er wird von ihr überspült und unter die Oberfläche gedrückt und je länger sie andauert, desto tiefer. Am Ende kommt es, wie es kommen muss: Gemeinsam mit dem Leser ertrinkt er lustvoll in den erzählerischen Fluten, die er entfesselt hat.«
Surrey Book Review

»Kann zwanghaftes Horten die Welt retten? Unabsehbar.«
El Paraíso Libro

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lupus
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Beiträge: 4172
Wohnort: wien



BeitragVerfasst am: 21.05.2017 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Schade!!!

Eine geniale Idee, ein gut geschriebener Klappentext, der nicht zu viel verrät, aber dennoch neugierig macht, das Zitat lässt auf ansprechenden Stil schließen. Lediglich der Satz
Zitat:

 Anfangs reicht die Wiederauferstehung nur ein paar Tage zurück, doch fortschreitend dehnt sie sich weiter in die Vergangenheit aus.


holpert gewaltig Wink

also ich würd mir das Buch kaufen. Noch dazu bei so einem Autorennamen. Dem Autor steht 'magischer Realismus' auf die Stirn geschrieben. Smile Titel vlt zu vordergründig?


_________________
lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

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"Ich bin leicht zu verführen. Da muss nur ein fremder Mann herkommen, mir eine Eiskugel kaufen und schon liebe ich ihn, da bin ich recht naiv. " (c) by Hubi
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 847



BeitragVerfasst am: 22.05.2017 09:33    Titel: Antworten mit Zitat

Das klingt spannend. Jaja, die Bedeutung "abgelegter" Gegenstände.
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TZH85
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 34
Beiträge: 307
Wohnort: Essen


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 11:01    Titel: Antworten mit Zitat

Graaah. Ein Wort! Wie ärgerlich!
Ich hätte gern ein paar Federn dagelassen. Der Text konfrontiert die potentiellen Leser gleich mit dem Rätsel um die wiederauferstandenen Gegenstände - bei mir zieht so etwas  immer und weckt Neugierde. Auch sprachlich gefällt mir der Beitrag. Hätte der finktive Autor doch nur keinen zweiten Vornamen!
Sehr, sehr schade. Der Klappentext hätte meine Top 3 wahrscheinlich durcheinander gewirbelt.
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Piratin
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

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Beiträge: 2441
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 12:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

ein wirklicher Jammer, dass die Wortzahl nicht gepasst hat, denn das wäre für mich so weit vorne dabei. Und ... der Roman sollte geschrieben werden!
Viele Grüße
Piratin


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Das größte Hobby des Autors ist, neben dem Schreiben, das Lesen.
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ArtFaulII
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 99
Wohnort: Baumhaus


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

Sicher einer meiner Favoriten bei diesem Wettbewerb, auch wenn er leider außer Konkurrenz läuft. Die Idee ist interessant, der Textausschnitt gut geschrieben und verführt zum Weiterlesen und ganz besonders schön die Frage: "Warum lächelt sie immer noch?"
Auch die Rezensionen passen zum Thema des Romans.
Wäre ganz sicher in meinem Einkaufswagen gelandet und wahrscheinlich auch bei mir zuhause smile
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Heidi
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BeitragVerfasst am: 23.05.2017 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Herr Hernández,

es erstaunt mich selbst, wie gut mir der Titel Ihres Buches gefällt. Er passt einfach, scheint für das Cover wie gemacht zu sein, obwohl er ohne wohl etwas verloren daherkommen würde.
Den kleinen Textauszug, den ich mir zu Gemüte führen durfte, habe ich mit Freude gelesen; ich bin mir aber nicht sicher, ob ich Ihren Stil einen ganzen Roman lang durchhalten wollte, liest er sich doch etwas konservativ (eher gestern als heute, und schon gar nicht morgen), was nicht heißt, dass mir die Sprache nicht gefällt, oder anders ausgedrückt: hätte ich das Zitat Ihres Werkes vor hundert Jahren gelesen, dann hätte ich es mit Sicherheit als grandios bezeichnet. Oder andere Möglichkeit: Hätten Sie vor hundert Jahren gelebt und Ihr Buch wäre heute ein Klassiker, dann würde ich Ihren Stil auch heute noch grandios finden. Insofern wäre ich neugierig auf die ersten Seiten des Buches, mit der Frage, ob der Stil so weitergeht, oder eine (plötzliche) Verwandlung erfährt, denn die Inhaltsangabe klingt vielversprechend (und für plötzliche Verwandlungen oder irritierende/ausgefallene Stellen bin ich immer zu haben).
Nun musste ich bedauerlicherweise erfahren, dass Ihr Werk weder geschrieben ist, noch jemals existieren wird. Ein Buch, das schon vergriffen ist, noch ehe es in die Hände der Leser gelangen konnte. Wirklich schade, Herr Hernández. Ich wünsche Ihnen dennoch weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass Sie Ihr nächstes Buch vollenden können und es auch in die Öffentlichkeit gelangt.

Herzliche Grüße
H.


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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 24.05.2017 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Klasse Klappentext. Würde lesen wollen. Bin sicher, hier gefiele mir auch die Sprache.

(Mir kommt der Text gar nicht zu lang vor.)
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traumLos
Schreiberling


Beiträge: 295



BeitragVerfasst am: 25.05.2017 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr geehrter Herr Hernández, geschätzter Kollege,

da nimmt man sich vor, nicht mehr als zehn Bücher zu erstehen und wirft noch einen Blick auf den Wühltisch, sieht ein Mängelexemplar und schon hat man ein Buch mehr in der Tasche, außer der Reihe sozusagen.

Man kann sie nicht wegwerfen, nicht wegschieben. Weder die Dinge, noch die Erinnerungen und vielleicht auch nicht die Menschen. Ich werde es lesen.

Manches ist unabsehbar. Nur ein Wort. Aber mit großer Bedeutung.

Cordiales salutations

Clothilde Mercier
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Oktoberkatze
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Ei 1 Ei 9


BeitragVerfasst am: 25.05.2017 19:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hört sich nach einem spannenden Buch an, das ich gern lesen würde.

Für den Klappentext hätte ich mir allerdings etwas mehr Klarheit über die Hauptfigur gewünscht. So frage ich mich, ob es tatsächlich die Ladenbesitzerin Adelita sein wird oder vielleicht doch Senora Molina oder der abgewiesene Untermieter Confused


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shatgloom
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BeitragVerfasst am: 27.05.2017 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist so schade, dieses eine verflixte Wort! (Welches war es eigentlich??)

Der Text wäre ganz klar einer meiner Favoriten gewesen, ach, was sage ich -   der Favorit wäre es gewesen. Spannender Klappentext, alles passt. Super gemacht, bis auf das eine Wort....


_________________
Gruß von Karolin
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Michel
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Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
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BeitragVerfasst am: 28.05.2017 07:12    Titel: Antworten mit Zitat

Und warum ist der rausgeflogen?
Egal. Wäre er geblieben, hätte es wohl Punkte gehagelt. Ein Textauszug, der Lust auf mehr macht, eine gleichermaßen absurde wie unheimliche Bedrohung, die anscheinend nur den Hintergrund der Konflikte bildet. Eine scheinbar ausweglose Situation, wie ein King-Thriller gestrickt, in der die verzweifelte Suche nach einer Erklärung möglicherweise mörderische Folgen zeitigt. Und "Pressestimmen", die das Interesse anfachen.
Richtig klasse. Wann erscheint er?
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Stimmgabel
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Wohnort: vor allem da
Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 28.05.2017 08:30    Titel: Antworten mit Zitat

-

Gedanken zu:  "Nichts ist verloren" von Carlos Águila Hernández


Hallo Inko, obwohl ich die verborgene Idee sehr spannend finde [ wenn der Roman diese tiefen_Spur hätte Wink ... verneint der Autor nachdrücklich Wink ] : kehren weggeworfene Gegenstände vom Müll immer wieder an ihren Ort ihrer realen Lebensgeschichte zurück, als wehrten sie sich gegen das Vergessen werden ihrerselbst, wehrten sie sich gegen das Vergessen werden ihrer Lebensgeschichte mit den Besitzern;

lässt dieses Geschehen genauso die denk_Linie zu: passiere plötzlich jener Grund für die Besitzer, ihre Erinnerung, verbunden mit diesen Gegenständen nicht freigeben zu können ... als wollte die Vergangenheit nicht nur weiter leben, ja würde sie sich platznehmend, mehr und mehr anstelle der Gegenwart und Zunkunft genau vor diese breitmachen, bliebe das Leben dieser Menschen [ in diesem spanischen Ort ] quasi stehen, und so plötzlich; lebten sie einzig nur noch in der Vergangenheit,

so weit so fein und wenn es darum ginge Wink , wenn ...

beginnt nun der Klappentext interessanter Weise selbst [ zu seiner angetäuschten Fährte ] mehr und mehr das tatsächliche Brachholz im Roman auszuleuchten!

... fühlen sich diese Bewohner primär davon bedroht, an den zurückkommenden Gegenständen (raumgeengt?) zu ersticken???

... handele es ich hierbei wohl um ein Messie’eskes Psychosyndrom jener Bewohner??? ... einfach mal so [ siehe El Paraíso Libro ]

... ja noch einen draufgelegt [ siehe Surrey Book Review ]: als läg der Grund des Romans in der Schwall-Lust des Autors Hernández, weil’s ihm eben Spaß macht??? ... soll wohl dem Messie-Syndrom an_ähnlich sein?

Mit Sicherheit höchst interessant! Deckt dieser Klappentext den Romanzerbruch selbst auf, was den Leser erwartet: Lustplauderei über zuviel Worte und Gegenstände ... hi hi ...

Zur sprachlichen Umsetzung:  auch hier (mMn) fehlt’s dem Klappentext arg an Sprachqualität. Wie quält sich der Klappentext so stakelnd, wortwindend um einen Inhalt zum nächsten, kommt permanent immer mittels Tacken zuviel endlich zum Eigentlichen,

frage ich mich genauso, was die einführende Passage im Konjunktiv tatsächlich damit will?

Resümee:  Ein besonderer Klappentext insofern, zeigt er dem Leser ungeschminkt Gewissheit auf kommende Lese_dürre und die romane Oberfläche, immerhin.


Gruß Stimmgabel ...


-------------------------------------

Inko, nun zu deiner nebenbei Inszenierung   hat sie dann doch etwas eigen_Satirisches  Wink

 ... lässt du den Text einerseits bewusst disqualifizieren [ was hat der fiktive, vorangestellte Autorenname dort verloren? ... führt er genau zur ein_Worteüberschreitung ], andererseits stellst du geschickt mit diesem disquali_Kunstgriff einen Lesezugriff über das übliche Maß sicher [ hi hi ] ...

 wer hier nicht an Schelmerei denkt???


[ in der Lyrik gibt's mMn einen para_ähnlichen Spaßvogel. Will Autor mit seinem Text (komplett an der WB_Vorgabe vorbei) wohl einzig Werbung für ein (sein?) Buch machen, und macht es ... und lässt ihn, den Text dann schnell noch, offenkundig ohne jedwede Sprachnot ebenfalls in die Disqualifiktion reinrutschen, hi hi ...

sicherlich wird dieser Text ebenso adler_augig gelesen ]



-


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Gabel im Mund / nicht so hastig...
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Ithanea
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Alter: 29
Beiträge: 1271

Ei 3


BeitragVerfasst am: 28.05.2017 12:28    Titel: Antworten mit Zitat

Schade, dass dieser Beitrag nicht im Rennen ist. Definitiv einer der besseren. Hier sind die Kritikerstimmen nicht nichtssagend oder zu viel des Guten, sondern haben noch einen Mehrwert (nie Herr seiner Geschichte).
Auch die Story find ich interessant und wegen
Zitat:
Warum lächelt sie immer noch?

hätte ich auf jeden Fall reingelesen. Wie unverschämt!


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
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Tjana
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Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 30.05.2017 17:59    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist eine interessante Geschichte, und der Sprachstil reizt zusätzlich.
Schade, dass die Wortzähler von Word und Dsfo nicht identisch zählen.
(Da habe ich für künftige Wettbewerbe was gelernt)


_________________
Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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rieka
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Beiträge: 981



BeitragVerfasst am: 31.05.2017 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inco.
Du hast den Vogel abgeschossen, je öfter ich diesen Klappentext lese, umso vielfältigere Ebenen nehme ich innerhalb des Textes wahr.
Dieses Buch würde ich lesen wollen.
Aus wenigen Worten erschließt sich nie ganz sicher, ob die Aussage des Schriftstellers der Vermutung des Lesers über den Inhalt des Buchs entspricht. Deine karge Vorgabe gibt viel Unterschiedliches her, nicht alles würde mich gleichermaßen stark ansprechen. Es kann sich bei den zurückgekehrten Erinnerungen um innerörtlichen „Kleinkram“ halten, um Erinnerungen mit geschichtlichem Bezug, um psychologisch tiefgehende emotionale Aufarbeitungen, letzten Endes auch um Beziehungsklamauk, um was auch immer. Konflikte gibt es auf jeder Ebene zu Genüge und das Buch würde sich vermutlich mit jedem Hintergrund lohnen zu lesen. Egal, ob es eher erheitert oder am Ende bedrückt. Dein Text regt die Neugierde und die Fantasie an. Auch ein simpler Hintergrund der Penetranz der Erinnerung ist durch die Idee als solche interessant.
Als Käufer würde ich trotzdem gerne wissen, in welche Richtung es geht.
Dass der Autor als nicht Herr seiner Geschichte dargestellt wird, deutet für mich einerseits auf einem geschickten Schreiber dieser wenigen dürren, aber gekonnt gesetzten, Worte hin. Ein Autor, der „mit seinem Text versinkt“. Eine Geschichte für sich.
Und lässt mich vermuten, dass INCO sich in der Aufgabe, innerhalb des Wettbewerbs den Klappentext zu erstellen, selbst beschreibt.  
Schade, dass du ein Wort des Guten zu viel von dir gegeben hast. Das hätte nicht sein müssen. Tut aber den Gedanken darin keinen Abbruch. Überhaupt nicht. Weil, allerdings -
Allerdings auch hier! Hallo? Hallo?
So gekonnt, wie die Worte gesetzt sind, so geschickt wie die Sprache gebraucht wird, so erfahren wie der Verfasser wirkt, kann ich nicht glauben, dass ihm dieser Lapsus mit diesem einen überschüssigen Wort passiert.
Naja… und der Sprachstil allein des ersten Satzes….. Outet sich doch Inco damit, oder nicht? Oder tut er nur so?
Mir kommt beim nochmal lesen des Textes gerade der Gedanke, bzw. die Frage:
Gibt es eigentlich auch ein rein geistiges Messietum? Vermutlich schon. Nicht ganz ungefährlich das. Hast du es etwa metaphorisch gemeint?
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V.K.B.
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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 01.06.2017 05:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hölle und Giftzahn!
Disqualifiziert wegen einem verdammten Bug im DSFO-Wortzähler! Weil ich diesen Beitrag so mochte und ihm gerne Punkte gegeben hätte, hab ich mal nachgezählt, auf wieviel Wörter ich komme, und es waren immer genau 250 und damit im Rahmen. Sagt auch der LibreOffice Wortzähler. Dann hab ich mal Satz für Satz ausprobiert, wo DSFO mehr zählt. (Natürlich hab ich hinten angefangen, Murphy's Law)

Unglaubliches Ergebnis: "Señora" sind bei DSFO ZWEI Wörter. Und damit müsste diese Disqualifizierung eigentlich unrechtens sein. Okay, da stand zwar, es zählt der DSFO-Wortzähler und der Absender hätte darauf schauen müssen und nicht nur auf seinen eigenen, aber trotzdem bitter!

Bitte mal dem Wortzähler korrigieren, denn das ist reproduzierbar:
Der Fantasyname "Oñañiñahoñopoñy" sind wie viele Wörter? Ich würde sagen eins, der DSFO-Zähler sagt 6! Weil er nach jedem ñ ein neues Wort zählt.

Bitteres Fazit also für den Autor: Hättest du auf die korrekte spanische Schreibweise von Señora verzichtet und stattdessen einfach Senora geschrieben, wärst du im Rennen gewesen. Aber hätte, hätte, Fahrradkette und wenn Pferde Katzen wären könnte man auf Bäume reiten. Tut mir so leid für dich! cry

Edit: Hatte dem orga-Team das mitgeteilt und gerade erfahren, dass es einen anderen Hauptgrund für die Disqualifizierung gibt, der sich morgen erschließen wird, wenn all das hier öffentlich wird. Also vielleicht doch nicht so ärgerlich, wie ich dachte. Nichts für ungut, dein Text hat mir trotzdem zugesagt und hätte bei mir den 3. Platz belegt.

Edit2: Jetzt bin ich wirklich gespannt auf den wahren Disqualifizierungsgrund. Kann eigentlich nur sein, dass sich ein erkennbarer Name da verbirgt, denn was sollte sonst offensichtlich werden, wenn der Schleier gelüftet wird? Aber auch da muss ich wild spekulieren bzw. ins Blaue raten. Señora Molina, hat MoL das geschrieben? Wenn dem so sein sollte, das wäre mir allein beim Lesen nicht eingefallen. Oder wo verbirgt sich der Name?

beste Grüße,
Veith


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sleepless_lives
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BeitragVerfasst am: 02.06.2017 00:57    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mein Text war natürlich schon disqualifiziert bevor er überhaupt geschrieben war, das 251 Wort nur eingebaut, damit wir den wirklichen Grund nicht erklären mussten. Anonymität war für das Experiment mit dem Einstellen von disqualifizierten Texten wichtig. Wir dachten auch, dies sei der einzige Text, den wir so der Öffentlichkeit preisgeben würden, und das war nicht ganz der Fall, weil wir in der Lyrik eine Silbe übersehen hatten. Hier war es einfach die Genehmigung des Autors vorab für das Experiment zu bekommen, dort mussten und wollten wir konsequent sein.

Der Text ist in der Schreibzeit entstanden, genau genommen als Reaktion auf die Hinweise, dass das Prosa-Thema von einigen als schwer empfunden wurde. Wir hatten das so nicht erwartet, aber man kann vieles so dahersagen und -denken, wenn man sich nicht selbst der konkreten Aufgabe gestellt hat. Im Kopf so mancher Leute finden sich die tollsten Geschichten, erst mit dem Niederschreiben merkt man die Schwierigkeiten. Also hieß es, selbst die Feder in die Hand zu nehmen (= die Computertastatur zu bearbeiten). Es hat mir einen Eindruck gegeben von der Aufgabe, auch wenn es natürlich immer noch nicht vergleichbar ist mit der Erfahrung aller anderen Teilnehmer. Ich wusste Thema und Aufgabenstellung lang vorher, habe sie mitkreiert, und das ist natürlich ein riesiger Vorteil. Aber die Erfahrung war trotzdem interessant, allein das fast beängstigende Gefühl von Weite, von den Massen von Romanen, die man (nicht) hätte schreiben können. Als ob einem jemand im Traum eine gewaltige Bibliothek gezeigt hätte mit Regalen voll von Büchern bis zur kaum sichtbaren Decke des Raumes und gesagt hätte: Das sind alles deine. Und wie das im Traum oft so ist, versucht man, einzelne Bücher anzuschauen oder zumindest die Titel zu lesen und es klappt nicht.

Und wenn jemand anderes nun käme und sagen würde, spar dir deine Erklärungen, in Wirklichkeit hat dir das Verfassen des Klappentextes einfach Spaß gemacht, ich würde die Hand zur Faust ballen und gut sichtbar schütteln und ich würde sagen: "Du ... du ... du hast recht." Entschuldigung für die Täuschung, aber der Spaß, den das Schreiben bereitet hat, kam sehr gelegen für das oben genannte Experiment und es gibt auch einen früheren Fall: Beim dritten FFF hat auch ein Organisator außer Konkurrenz mitgeschrieben. Vielen Dank für die Kommentare, die ich in diesem Moment auch noch nicht einsehen kann, aber ich muss zugeben, auf die hatte ich auch ein wenig geschielt.
 
Als positiven Seiteneffekt haben wir zwei Hinweise auf eine Merkwürdigkeit des Forumwortzählers bekommen, der wir nachgehen werden. Schon deshalb hat es sich eigentlich gelohnt.


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Es sollte endlich Klarheit darüber bestehen, dass es uns nicht zukommt, Wirklichkeit zu liefern, sondern Anspielungen auf ein Denkbares zu erfinden, das nicht dargestellt werden kann. (Jean-François Lyotard)

If you had a million Shakespeares, could they write like a monkey? (Steven Wright)
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traumLos
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BeitragVerfasst am: 03.06.2017 08:46    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist eine gelungene Überraschung. Gefällt mir richtig gut.

Schade, dass der Gedanke, zukünftig disqualifizierte Texte schon mit den Wettbewerbstexten einzustellen, vielleicht schon in Frage zu stellen wäre.

Oder es muss mehr disqualifiziert werden, damit nicht der Verdacht aufkommt, es stecke ein / e Organisator / in dahinter. Very Happy Crying or Very sad


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