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Die Mutter aller Bomben


 

 
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poetnick
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 56
Beiträge: 418
Wohnort: Möglichkeiten


BeitragVerfasst am: 14.04.2017 18:21    Titel: Die Mutter aller Bomben eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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die potenzen wachsen
den herrschern aus den händen

die der bomben steigen wie
raketen und sie fallen
dann auch wieder sammelt sich ein
potential von hekatomben

und ein schaudern ohne
macht beseelt uns tumbe

zerschmeisst sie
steigern wir die dosis fundamental listig
gleitet am schirm herab
diese bomben-
mutter



_________________
Wortlos ging er hinein,
schweigend lauschte er der Stille
und kam sprachlos heraus
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Stimmgabel
Geschlecht:männlichBestseller-Autor


Beiträge: 4401
Wohnort: vor allem da
Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 14.04.2017 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

-


Die Mutter aller Bomben

die potenzen wachsen
den herrschern aus den händen

die der bomben steigen wie
raketen und sie fallen
dann auch wieder sammelt sich ein
potential von hekatomben

und ein schaudern ohne
macht beseelt uns tumbe

zerschmeisst sie
steigern wir die dosis fundamental listig
gleitet am schirm herab
diese bomben-
mutter

-------------------------


Hallo  poetnick, sei mir nicht bös, dass ich hierzu meine gemeinten Gedanken fallen lasse.

Mir kommt dieser Text wie ein heischendes Tischfeuerwerkle vor, ohne echte Papierschlangen, ohne tatsächlich fliegende Pappmaché Kugeln querbeet, ohne spürbaren Grund, was es hier mit den Bomben auf sich haben will ... außer, es bombt fleißig allgemeinplätzig vor sich hin [ okay, will hier der epigone Anlass die letzten Trump-Bombe sein   / und sicher könnte man aus dem Titel  "Die Mutter aller Bomben" etwas lyrisches machen ...]. Könnte der Text einen Grund haben, hätte er mMn einen mindestens fein_bitzligen bomben_Grund in seiner Immanenz; vielleicht: Motivation, fallen tatsächlich, der zerfetzte Grund, greifbare Surrealität, Figurationen im Vor oder Danach, usw ...

aber so, mMn einzig ne stammtischende Plauderei mit üblichen leer_Plakationen; seitbei stehn die Humpen Bier, spritzt der Schaum beim Anstoßen  / klar, nur meine Meinung.


Die bruch_Stelle, die mir assoziativ gefällt:

gleitet am schirm herab
diese bomben-
mutter


----------------------------------------  ne fein_leise Provokation, die eine Umgebung sucht

Gruß Stimmgabel ...


-


_________________
Gabel im Mund / nicht so hastig...
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Harald
Geschlecht:männlichFlachmann-Preisträger

Alter: 70
Beiträge: 5245
Wohnort: Schlüchtern


BeitragVerfasst am: 15.04.2017 00:28    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Kurzversion:

Die Mutter aller Bomben

Die Nutte eines Tumben


_________________
Liebe Grüße vom Dichter, Denker, Taxi- Lenker

Harald

Um ein Ziel zu erreichen ist nicht der letzte Schritt ausschlaggebend, sondern der erste!
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Lorraine
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 696
Wohnort: France
Das goldene Stundenglas Ei 10
Pokapro 2016


BeitragVerfasst am: 15.04.2017 08:39    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
aber so, mMn einzig ne stammtischende Plauderei mit üblichen leer_Plakationen; seitbei stehn die Humpen Bier, spritzt der Schaum beim Anstoßen  / klar, nur meine Meinung.


Hallo Poetnik,

ich kann nachvollziehen, dass einer mit seinen Mitteln reagieren möchte - dass man dabei gewisse Risiken eingeht (na ja, verhältnismässig Rolling Eyes ), geschenkt. Ich sehe das ähnlich wie Stimmgabel, er schränkt das "stammtischende" ja auch ein.

Anders Harald. Der haut noch einen Humpen drauf. Little Boy und Fat Man lassen grüssen.

Harald hat Folgendes geschrieben:
Meine Kurzversion:

Die Mutter aller Bomben

Die Nutte eines Tumben


Manches wird nicht besser, nur weil's kurz ist.
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Tula
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 383
Wohnort: die alte Stadt


BeitragVerfasst am: 15.04.2017 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Poetnick

Ich finde das Gedicht bis zur tumbe eigentlich recht gelungen, bis dort kommt die Stimmung des ohnmächtigen Zuschauers für mich überzeugend durch.

Beim Aufruf in der letzten Strophe habe ich dann einige Probleme: was soll zerschmissen werden? Und wie geht's von dort zum Schirm ... (?)

Dennoch  gern gelesen

LG
Tula


_________________
aller Anfang sind zwei ...
(Dichter und Leser)
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poetnick
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 56
Beiträge: 418
Wohnort: Möglichkeiten


BeitragVerfasst am: 16.04.2017 12:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Stimmgabel,

Zitat:
Hallo  poetnick, sei mir nicht bös, dass ich hierzu meine gemeinten Gedanken fallen lasse.


Aber nicht doch, nur herein! Frank und frei, ist mir lieber als notorische Fliedergrüsse  durch die Blume gesprochen. Setz Dich einfach an den (Stamm)-Tisch.

Zitat:
Mir kommt dieser Text wie ein heischendes Tischfeuerwerkle vor, ohne echte Papierschlangen, ohne tatsächlich fliegende Pappmaché Kugeln


Werde den metaphorischen Beifang mal beiseite nehmen – Luftschlangen, Tischteufelchen, Pappmache und Pappnasen- Karneval ist doch reichlich vorbei.  Trotzdem, das Bier bleibt auf dem Tisch, versprochen und so bleiben auch Hopfen und Malz – hopfentlich… Smile

Zitat:
aber so, mMn einzig ne stammtischende Plauderei mit üblichen leer_Plakationen; seitbei stehn die Humpen Bier, spritzt der Schaum beim Anstoßen  / klar, nur meine Meinung.


Ja, der vielgeschmähte Stammtisch. Als wohlfeile Plattitüde hat der Begriff den so Bezeichneten doch mehr als einmal links und rechts und untendurch überholt.

Doch aus dieser feuerwerkenden Breitseite nehme ich durchaus etwas mit. Die Aussagen für mich paraphrasiert, leidet der Text an allzu Offensichtlichem, Aktionistischem, Alarmistischem.

Und diese Meinung kann ich mit gewonnenem Abstand und aufgrund Deiner und Lorrains Rückmeldung inzwischen nur teilen.

Enthält er doch einige Elemente, die zum einen missverständlich sind und zum anderen plakativ ‚aufmucken‘.
Weiter unten werde ich darauf zurückkommen und eine andere Version einstellen.
Bin aber froh, dass Du, kurz vor dem Aufschlag der Bombe, eine Dir ge-fallende Stelle entdeckt hast.
 
Ob ich dieser mehr Umgebung verschaffen kann, wird sich zeigen.
Danke Dir für Zeit, Gedanken, Gemeintem und dem Kommentieren.

Gruss – Poetnick



Hallo Harald,
Zitat:
Meine Kurzversion:

Die Mutter aller Bomben

Die Nutte eines Tumben


Bombe auf Bombe, sozusagen…ist mir hier zu kurz. Mir geht es auch nicht um D. Trump, oder andere. Vielleicht ist er nur so etwas wie der Aufschlagzünder vorhandener Sprengstoffe. Von daher war der Gebrauch der ‚Herrscher‘ im ersten Vers schon missverständlich. Zu meiner Absicht werde ich weiter unten noch etwas sagen.

Danke für Dein Reinschauen… Gruss – Poetnick



Hallo Lorraine,

Zitat:
ich kann nachvollziehen, dass einer mit seinen Mitteln reagieren möchte - dass man dabei gewisse Risiken eingeht (na ja, verhältnismässig  ), geschenkt. Ich sehe das ähnlich wie Stimmgabel, er schränkt das "stammtischende" ja auch ein.


Im Wesentlichen also das, wozu ich mich oben schon geäussert habe. Werde versuchen den Stammtisch vom Rednerpult wegzuschieben. Überschaubare Risiken bleiben dabei… Wink

Danke für Deine Meinung zum Text.

Gruss – Poetnick




Hallo Tula,

Zitat:
Ich finde das Gedicht bis zur tumbe eigentlich recht gelungen, bis dort kommt die Stimmung des ohnmächtigen Zuschauers für mich überzeugend durch.

Beim Aufruf in der letzten Strophe habe ich dann einige Probleme: was soll zerschmissen werden? Und wie geht's von dort zum Schirm ... (?)


schön, dass Du dem Stück etwas an Stimmung abgewinnen konntest und Du fragst zu Inhaltlichem.

Weiter oben habe ich geschriebe, dass  ich bei der Schilderung rund um die Mutterbombe einiges zu laut Gemalte ändern möchte. Dazu gehört auch:  „Zerschmeisst Sie“.
Eigentlich eine Äusserung Luthers zu den Bauernaufständen in seiner Zeit, als aufgebrachte Bauern marodierend Klöster und Kirchen heimsuchten. Ein ganz anderer Kontext natürlich.

Dieses ‚zerschmeissen‘ bezieht sich nicht auf die Bombe, sondern eben auf jene die diese Bombe treffen soll.
Es handelt sich mit so einem Kampfruf im Grunde um die höchstmögliche Form von Eskalation.  

Begriffe wie ausmerzen, vom Erdboden tilgen, auslöschen treffen heute in ihrer archaischen Vernichtungswut  auf diese ‚Mutter aller Bomben‘. Und fast lässt es sich vorstellen, dass vor ihrem Einsatz noch ein Kränzchen als Ritual gesungen wird.

Das war es was mich an dem Vorgang beschäftigte.
 Für ein, zwei Tage war die Bombe in den Medien omnipräsent und es liessen sich Schaudern, Staunen wie aber auch Faszination und Erlösungsgefühle durch Vergeltung/Tilgung beobachten, (Schrecken gegen Schrecken).

„Die Mutter aller Bomben“, dieser regressiv-magische Sprach – und Bildgebrauch, gepaart mit solchem (Vernichtungs)-Potential, lässt für die derzeitige Fieberkurve nichts Gutes ahnen.

Der Schirm ist schliesslich das Vehikel mit dem diese Bombe sachte und schlau zu Boden gesteuert wird.

Ich danke Dir für Dein Reinlesen – und Spüren.

Liebe Grüsse - Poetnick




Die Mutter aller Bomben

potenzen gewinnen enorm
an höhe steigen wie
raketen fallen
dann auch wieder bildet sich
potential an hekatomben

und ein staunen
beseelt uns tumbe

steigern wir die dosis fundamental
listig
gleitet sie am schirm
herab
eine bomben-
mutter



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Franz Moor
Abc-Schütze


Beiträge: 7



BeitragVerfasst am: 16.04.2017 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Poetnick,

das Gedicht gefällt mir sehr: Die immerwährende Steigerung, der Wettkampf, die mächtigen Potenzen... ehe die MOAP noch kurz am Schirm ihre Spur hinterlässt.

Das beseelte Staunen der Tumben triftt en Kern - wohl aus der Beobachtung entstanden - Faszination, Erlösungsgefühle, wie du geschrieben hast.

Zitat:
dann auch wieder bildet sich
potential an hekatomben


Erklärend, anzeigend; die Gefahr wird mir schon gut in den vorhergehenden drei Zeilen bewusst.

Frohe Ostern,
Franz
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poetnick
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 56
Beiträge: 418
Wohnort: Möglichkeiten


BeitragVerfasst am: 17.04.2017 21:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Franz,

es freut mich natürlich, dass Dir der Text gefällt.
Und, dass etwas von den
fundamentalen Wirkkräften um diese 'Mama-Bombe' vermittelt wurde, die-
in Kindersprache angerufen, Staunen, (Ehr)-Furcht und auch wohl so etwas wie (Er)-lösungshoffnung herbeisprengt.

Dank für Deine Rückmeldung.

Schönen Abend noch - Poetnick

12Wie es weitergeht »



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Cholyrika
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 55
Beiträge: 215



BeitragVerfasst am: 21.04.2017 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

Mmmmmh,

ich finde das Gedicht nicht sooooo toll.
Es spielt ausschließlich mit Klischees und gibt mir als Leser keine
Anreize, die ich lyrisch für lesenswert halte.
Mir fehlt hier eine Metapher, die das ganze etwas abhebt von einer
Beschreibung in Gedicht-Form.

Sorry
LG
ML
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poetnick
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 56
Beiträge: 418
Wohnort: Möglichkeiten


BeitragVerfasst am: 24.04.2017 12:50    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Cholyrika,

Zitat:
Mir fehlt hier eine Metapher, die das ganze etwas abhebt von einer
Beschreibung in Gedicht-Form.


Es scheint als habe es keine Mutter aller Metaphern in das Gedicht geschafft. Rolling Eyes

Vielleicht auch durch die schnelle Re-ation auf die Bombe verursacht...

Danke für Deine Beobachtung und Rückmeldung. Sie zeigt mir -ganz ohne sorry- wichtige Koordinaten.

LG - Poetnick

« Was vorher geschah12



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Cholyrika
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 55
Beiträge: 215



BeitragVerfasst am: 26.04.2017 10:49    Titel: Antworten mit Zitat

Das Gedicht ist ja ganz gut, aber bei Deinen eigenen Ansprüchen bleibt es halt eher blass.
Schön das Du verstanden hast, was ich meinte.


LG
ML
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