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Alles normal in Großwerder (Romananfang)


 

 
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zomb23
Schreiberassi


Beiträge: 36



BeitragVerfasst am: 28.03.2017 22:50    Titel: Alles normal in Großwerder (Romananfang) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich versuche mich grade an einem Roman. Habe schon einiges geschrieben. Das Neueste ist diese Einstiegs-Szene. Würde mich über ein wenig Feedback und Kritik freuen.

Spoileralarm: Es geht nicht gut aus für die liebe Elli.

____________________________________

Pfeifend schob Elenor den Karren in Richtung Scheune. Es dämmerte und sie musste noch mindestens einmal zurück auf die Weide, um den letzten Rest des riesigen Strohschobers zu holen und ihn auf den Heuboden zu bringen. Das war zwar keine Frauenarbeit, aber was sollte das schon? Wenn es auf das Dehnjahr zugeht helfen die Kinder den Frauen, die Frauen den Männern und die Männer den Tieren, hatte ihre Mutter einmal passenderweise gesagt. Ein Anflug von Melancholie stieg mit dem Gedanken an Ihre Mutter die Kehle hoch. Elenor schüttelte kurz den Kopf und zwang sich zum Weiterpfeifen.

Sie zog den letzten Ton von Öffne dich du Blütenzauber dramatisch in die Länge und ließ ihn tief ausklingen, während sie die Scheune betrat. Es war dunkel und roch ein wenig moderig. Elenor schickte ein kurzes Stoßgebet zum alten Samson, um darum zu bitten, er möge das Heu im langen Winter nicht schimmeln lassen. Sie ging tiefer in die Scheune und in Richtung Leiter. Sie konnte die zusammengeschnürten Bündel nicht hinaufwerfen. Nach ein paar kläglichen Versuchen am Vormittag hatte sie eingesehen, dass sie hinaufklettern musste, um das Heu auf dem trockenen Boden abzulegen. Sie hörte ein Geräusch hinter sich, hielt den Atem an und fuhr herum. Es war das Scheunentor. Es hatte sich knarrend in Bewegung gesetzt und wurde jetzt, nachdem die träge Masse erst einmal in Fahrt war, vom Wind hin und her geschoben. Vom Wind? Als Elenor die Scheune betreten hatte war es windstill, ja gar mild gewesen. Sie hatte sich die Jacke ausgezogen, weil sie leicht ins Schwitzen gekommen war. Die Jacke lag jetzt neben dem restlichen Stroh auf der Weide und auf ihren nackten, zarten Armen zeichnete sich eine Gänsehaut ab. Außer dem Wind, dem knarren des Tores und ihrem eigenen Atem, der nun schwerer ging, war nichts zu hören. Die Amseln, die vorher noch mit ihr zusammen gepfiffen hatten, waren verstummt. Elenor, die immer noch in Richtung Tor blickte, hörte erneut ein Geräusch. Diesmal kam es aus der anderen Richtung. Es kam vom Heuboden. Kurz überlegte Elenor das Stroh einfach fallen zu lassen und wegzulaufen. Sie nahm tief Luft und schüttelte die angespannten Schultern um sich zu lockern. „Du hast keine Angst, Elli.“ Sagte sie leise zu sich selbst. Ihre Stimme klang fremd in der Stille und während sie sprach, konnte sie im schwachen Schein, der noch durch das Tor drang, weiße Wölkchen aus ihrem Mund stoßen sehen. „Elli, es ist nur ein Wetterumbruch. Nichts Außergewöhnliches.“ Setzte sie nach und verdrängte den Gedanken, der ihr antwortete, es hätte in ihrem ganzen Leben noch keinen so schnellen und extremen Wetterumbruch gegeben. Elenor atmete noch einmal tief durch und ging weiter in Richtung Heuboden. Sie stand jetzt vor der Leiter, deren Ende im Dunkeln der Scheune verschwand und endlos zu sein schien. Elenor streckte ihre Hände nach den Streben aus und schreckte zurück. Obschon der Maserung und Resten von Baumrinde, fühlte sich das Holz merkwürdig glatt und kalt an. Wie Knochen in einer Gruft dachte Elenor und ein kalter Schauer durchfuhr ihr Leib. Sie wollte nicht. Sie wollte gehen und morgen früh wiederkommen, wenn die Scheune hell erleuchtet war. Aber was würde ihr Mann sagen? Er würde die restliche Karrenladung Stroh auf der Weide sehen und sie für faul halten. Na Elli, lieber vor dem Kamin gelegen als deine Familie zu unterstützen? Jetzt regnet es. Das restliche Stroh können wir vergessen. Daran erinnerst du dich hoffentlich, wenn im Winter die Stute eingeht.

Elenor nahm all ihren Mut zusammen, packte die Leiter mit überschwänglicher Heftigkeit und fing an zu klettern. Die Stille schien sie verrückt zu machen und sie begann zögerlich zu pfeifen. Aber das gebrochene und tonlose Gefiepse machte alles nur schlimmer und noch bevor sie die erste Strophe von Oh du schöner Winter! beendet hatte, verstummte sie wieder. Nun … sie musste die Strophe gar nicht vollenden. Die letzten drei Töne, die Töne die normalerweise den Text Uuuund der Winter klopft an der Tür! untermalte, ertönten ohne ihr Zutun vom Heuboden. Gefolgt wurden die Pfiffe von drei rauen Schlägen auf die Holzdielen über ihr. Poff! Poff! Poff!

Elenor blieb wie angewurzelt gut drei Meter über dem Scheunenboden, auf der Leiter stehen.

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Stefanie
Dichter und Denker


Beiträge: 1076



BeitragVerfasst am: 29.03.2017 12:07    Titel: Re: Alles normal in Großwerder (Romananfang) Antworten mit Zitat

zomb23 hat Folgendes geschrieben:
Pfeifend schob Elenor den Karren in Richtung Scheune. Es dämmerte und sie musste noch mindestens einmal zurück auf die Weide, um den letzten Rest des riesigen Strohschobers zu holen und ihn auf den Heuboden zu bringen. Das war zwar keine Frauenarbeit, aber was sollte das schon? Wenn es auf das Dehnjahr zugeht helfen die Kinder den Frauen, die Frauen den Männern und die Männer den Tieren, hatte ihre Mutter einmal passenderweise gesagt. Ein Anflug von Melancholie stieg mit dem Gedanken an Ihre Mutter die Kehle hoch. Elenor schüttelte kurz den Kopf und zwang sich zum Weiterpfeifen.

Sie zog den letzten Ton von Öffne dich du Blütenzauber dramatisch in die Länge und ließ ihn tief ausklingen, während sie die Scheune betrat. Es war dunkel und roch ein wenig moderig. Elenor schickte ein kurzes Stoßgebet zum alten Samson, um darum zu bitten, er möge das Heu im langen Winter nicht schimmeln lassen. Sie ging tiefer in die Scheune und in Richtung Leiter. Sie konnte die zusammengeschnürten Bündel nicht hinaufwerfen. Nach ein paar kläglichen Versuchen am Vormittag Also macht sie das zum ersten Mal? hatte sie eingesehen, dass sie hinaufklettern musste, um das Heu Ich dachte, sie holt Stroh. auf dem trockenen Boden abzulegen. Sie hörte ein Geräusch hinter sich, hielt den Atem an und fuhr herum. Es war das Scheunentor. Es hatte sich knarrend in Bewegung gesetzt und wurde jetzt, nachdem die träge Masse erst einmal in Fahrt war, vom Wind hin und her geschoben. Hin und her? Da müsste der Wind ja dauernd die Richtung wechseln. Vom Wind? Als Elenor die Scheune betreten hatte war es windstill, ja gar mild gewesen. Sie hatte sich die Jacke ausgezogen, weil sie leicht ins Schwitzen gekommen war. Die Jacke lag jetzt neben dem restlichen Stroh auf der Weide und auf ihren nackten, zarten Armen zeichnete sich eine Gänsehaut ab. Außer dem Wind, dem knarren des Tores und ihrem eigenen Atem, der nun schwerer ging, war nichts zu hören. Die Amseln, die vorher noch mit ihr zusammen gepfiffen hatten, waren verstummt. Die singen eher morgens, aber nicht in der Abenddämmerung. Elenor, die immer noch in Richtung Tor blickte, hörte erneut ein Geräusch. Diesmal kam es aus der anderen Richtung. Es kam vom Heuboden. Kurz überlegte Elenor das Stroh einfach fallen zu lassen und wegzulaufen. Sie nahm tief Luft und schüttelte die angespannten Schultern um sich zu lockern. „Du hast keine Angst, Elli.“ Sagte sie leise zu sich selbst.  Würde sie nicht eher rufen, ob da jemand ist? Ihre Stimme klang fremd in der Stille Wieso Stille? Der Wind pfeifft und das Tor knarrt. und während sie sprach, konnte sie im schwachen Schein, der noch durch das Tor drang, weiße Wölkchen aus ihrem Mund stoßen sehen. „Elli, es ist nur ein Wetterumbruch. Nichts Außergewöhnliches.“ Setzte sie nach und verdrängte den Gedanken, der ihr antwortete, es hätte in ihrem ganzen Leben noch keinen so schnellen und extremen Wetterumbruch gegeben. Elenor atmete noch einmal tief durch und ging weiter in Richtung Heuboden. Sie stand jetzt vor der Leiter, deren Ende im Dunkeln der Scheune verschwand und endlos zu sein schien. Wieso hat sie keine Lampe? Elenor streckte ihre Hände nach den Streben aus und schreckte zurück. Obschon der Maserung und Resten von Baumrinde, An Leitersprossen ist keine Rinde. Es wäre zu gefährlich, weil man abrutscht, wenn sie sich löst. fühlte sich das Holz merkwürdig glatt und kalt an. Wie Knochen in einer Gruft dachte Elenor und ein kalter Schauer durchfuhr ihr Leib. Sie wollte nicht. Sie wollte gehen und morgen früh wiederkommen, wenn die Scheune hell erleuchtet war. Aber was würde ihr Mann sagen? Er würde die restliche Karrenladung Stroh auf der Weide sehen und sie für faul halten. Na Elli, lieber vor dem Kamin gelegen als deine Familie zu unterstützen? Jetzt regnet es. Das restliche Stroh können wir vergessen. Daran erinnerst du dich hoffentlich, wenn im Winter die Stute eingeht.

Elenor nahm all ihren Mut zusammen, packte die Leiter mit überschwänglicher Heftigkeit und fing an zu klettern. Die Stille schien sie verrückt zu machen und sie begann zögerlich zu pfeifen. Würde sie nicht eher nach Geräuschen lauschen?  Aber das gebrochene und tonlose Gefiepse machte alles nur schlimmer und noch bevor sie die erste Strophe von Oh du schöner Winter! beendet hatte, verstummte sie wieder. Nun … sie musste die Strophe gar nicht vollenden. Die letzten drei Töne, die Töne die normalerweise den Text Uuuund der Winter klopft an der Tür! untermalte, ertönten ohne ihr Zutun vom Heuboden. Gefolgt wurden die Pfiffe von drei rauen Schlägen auf die Holzdielen über ihr. Poff! Poff! Poff!

Elenor blieb wie angewurzelt gut drei Meter über dem Scheunenboden, auf der Leiter stehen.


Du beschreibst die Szene sehr detailliert, um eine gruselige Stimmung zu erzeugen. Das funktioniert zwar, nimmt aber auch das Tempo heraus. Da würde ich ein wenig straffen.
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zomb23
Schreiberassi


Beiträge: 36



BeitragVerfasst am: 30.03.2017 17:03    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Stefanie: Danke für die kurze Kritik. Es sind sehr hilfreiche Anmerkungen dabei. Einige davon finde ich etwas zu pedantisch. So finde ich zum Beispiel, dass man sehr wohl von einer Stille sprechen kann, wenn nur der Wind pfeift und die Tür knarrt. Das sie keine Lampe hat ist dem Umstand zu verschulden, dass in der Scheune eigentlich ausreichend Licht war um schnell das Stroh auf den Heuboden zu werfen. Warum sie pfeift und nicht horcht, liegt daran, dass sie zu dem Zeitpunkt nur von Hirngespinsten ausgeht und ihre Angst ein bisschen überspielen will. Aber den Rest werde ich gerne abändern smile

Hat sonst noch jemand Feedback?

Edit: Hab mal das Ende der Szene angefügt falls sich jemand fragt wie es für Elenor ausgeht.
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zomb23
Schreiberassi


Beiträge: 36



BeitragVerfasst am: 30.03.2017 17:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

[...] Elenor blieb wie angewurzelt gut drei Meter über dem Scheunenboden, auf der Leiter stehen. Sie hielt den Atem an und horchte. Das Knarren der Tür, der Wind. Hatte sie sich das etwa nur eingebildet? Solche Dinge passierten. Die alte Frau Hadwig hat auf ihre letzten Tage sehr viele Trugbilder gehabt. Ganz leise und mit der Vorsicht einer verängstigten Maus, pfiff Elenor einen einzigen langen Ton. Es viel ihr schwer die trockenen Lippen schwingen zu lassen und es klang mehr nach den ersten Pfeifversuchen eines Kindes. Sie verstummte. Sie horchte. Die Erinnerung an ihr eigenes Pfeifen schien noch in der leeren Scheune zu schweben aber es kam keine Antwort. Merkwürdigerweise machte sich dadurch keine Erleichterung breit, stattdessen wuchs ihr Unbehagen weiter an. Sie war schon so weit oben, dass sie das Ende der Leiter zumindest erahnen konnte. Wenn sie sich zurücklehnte und das Strohbündel mit einer schwungvollen Bewegung nach oben warf, konnte sie es vielleicht schaffen. Sie hob das Bündel probeweise an, musste sich dann aber eingestehen, dass es zu schwer und zu gross für einen Wurf in die Höhe war. Jetzt, nachdem ein wenig Zeit vergangen war, kam ihr das unheimliche Geschehen immer mehr wie ein Trugbild vor. Der plötzliche Wetterumschwung hatte sie verängstigt. Sie hatte ein Lied mit einer sehr einprägsamen Melodie gepfiffen und die letzten Töne ausgelassen. Sie hatte Oh du schöner Winter! bestimmt tausend Mal gehört und ihr Kopf musste die restlichen Töne einfach ergänzt haben. Und das Klopfen? Naja, wurde das Lied in einer Schenke gesungen gehörte es dazu, am Ende der Strophe auf den Tisch zu klopfen. Uuuund der Winter klopft an der Tür! Tok. Tok. Tok.

Aber das Klopfen, das sie soeben gehört hatte, oder zumindest meinte gehört zu haben, war kein schnelles Tok. Tok. Tok. gewesen, sondern ein raues und langsames Poff!... Poff!... Poff!. Und ist ihr nicht feines Heu ins Gesicht gerieselt, als sie nach oben ins Dunkel gestarrt hatte?
Dann kam ihr ein anderer Einfall. „Suze! Suzie, bist du es? Es ist nicht schlimm. Komm einfach raus und hilf mir das letzte Bündel von der Weide zu holen. Danach mach ich uns eine Suppe.“ Elenor seufzte. Ach wie sehr sie sich eine Suppe wünschte. Wie sehr sie sich wünschte endlich hier raus zu kommen. Die letzten Minuten, sie kamen ihr vor wie eine Unendlichkeit, hatten sie mehr ermüdet als der gesamte restliche Tag. „Bitte, antworte mir! Suz…“ Poff!... Poff!... Poff!

Ihr Körper verkrampfte und sie riss die Augen auf. „Suzie. Das ist nicht lustig!“ Auch wenn ihr Herzschlag beschleunigt war und sie nun trotz der Kälte schwitzte, hatte sich der Gedanke an Suzie, die sich im Stroh versteckte, um ihr Angst zu machen, in ihrem Kopf manifestiert. Mit diesem Bild vor Augen ging sie, fast schon energisch, weiter. Noch zehn Streben bis sie oben war. 9...8...7…6…5…4 Sie hielt noch einmal inne. „Du kannst was Erleben Suze. Wenn wir zu Hause sind geht’s ohne Umwege ins Bett!“. Ein leises Krachen hinter ihr. Elenor sah sich um, konnte allerdings nichts erkennen. Das Scheunentor musste zugefallen sein, denn das einzige Licht, das jetzt noch in die Scheune fiel kam durch das winzige und überwucherte Dachfenster. Es spendete gerade genug Licht, so dass Elenor die Streben der Leiter in ihrer unmittelbaren Nähe erkennen konnte. Das war zu viel. „Suuuze… bitte. Es war nicht ernst gemeint. Bitte Suze…“ Elenor fing leise an zu weinen. „Bitte….bitte…bitte“ Schluchzte sie, aber anstatt umzukehren, nahm sie noch die letzten vier Streben nach oben. Sie stand noch immer auf der Leiter aber ihr Oberkörper ragte jetzt über den Dielen des Heubodens. Sie zog die Nase hoch und rieb sich mit dem freien Arm die Tränen aus den Augen. Was auch immer hier in der Dunkelheit lauerte, ob Suzie, einer der Jungen aus dem Dorf oder irgendein Tier was sich vor der Witterung versteckte, Elenor würde einfach den Strohballen über die Schulter werfen und verschwinden. Ab der Hälfte der etwa 5 Meter hohen Leiter könnte sie springen und so schnell sie konnte ins Haus rennen. Sollte ihr Mann doch später das restliche Stroh und ihre Jacke holen. Es war ihr egal ob er sie für faul hielt oder nicht. Mit einem Schwung warf sie das Bündel Stroh soweit sie konnte in die Dunkelheit vor sich. Es landete irgendwo mit einem dumpfen Rascheln. Ein Wimmern ertönte.
„Oh beim grossen Samson! Suzie? Suzie ist alles in Ordnung!? Habe ich dich getroffen?“ Das wimmern kam näher und wurde lauter. Innerhalb eines Augenblicks schwoll der weinerliche Laut zu einem Schrei des Irrsinns an. Elenor, die Augen weiter in die Dunkelheit gerichtet, umklammerte das Ende der Leiter und konnte sich nicht bewegen. Etwas kaltes stiess gegen ihre Stirn, stoppte kurz auf Grund des Wiederstandes und bohrte sich dann seinen Weg tiefer unter die Haut, unter die Knochen und in ihren Kopf. Elenor griff an die Stelle wo sie getroffen wurde, konnte allerdings nur ihre eigene Schweissnasse aber unversehrte Stirn fühlen. Ihr Magen drehte sich, ihr wurde schwarz vor Augen und als sie wieder zu sich kam, spürte sie in ihrer Brust bereits die Beschleunigung des freien Falls. Sie streckte die Arme aus, doch das einzige was sie zu Greifen bekam war ein einzelner Strohhalm, der mit ihr vom Heuboden gefallen war. Erst jetzt merkte Elenor, dass sie schrie. Doch anstelle eines angemessenen Ausrufes des Schreckens, war es derselbe, irrsinnige Schrei den sie zuvor gehört hatte. Es glich eher dem hysterischen Lachen einer Hexe. Ein verrücktes Lachen der freudigen Erwartung. Elenor wollte den Mund schliessen und verstummen, doch sie konnte nicht. Ein letzter Gedanke an Suzie. Dann donnerte sie auf den Scheunenboden.

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fancy
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BeitragVerfasst am: 30.03.2017 18:37    Titel: Re: Alles normal in Großwerder (Romananfang) Antworten mit Zitat

zomb23 hat Folgendes geschrieben:
Ich versuche mich grade an einem Roman. Habe schon einiges geschrieben. Das Neueste ist diese Einstiegs-Szene. Würde mich über ein wenig Feedback und Kritik freuen.

Spoileralarm: Es geht nicht gut aus für die liebe Elli.

____________________________________

Pfeifend schob Elenor den Karren in Richtung Scheune. Es dämmerte und sie musste noch mindestens einmal zurück auf die Weide, um den letzten Rest des riesigen Strohschobers zu holen und ihn auf den Heuboden zu bringen. Das war zwar keine Frauenarbeit, aber was sollte das schon? Wenn es auf das Dehnjahr zugeht helfen die Kinder den Frauen, die Frauen den Männern und die Männer den Tieren, hatte ihre Mutter einmal passenderweise gesagt. Ein Anflug von Melancholie stieg mit dem Gedanken an Ihre Mutter die Kehle hoch.(Ups, wo kommen den ihre Gedanken her? Aus dem Magen? ) Elenor schüttelte kurz den Kopf und zwang sich zum Weiterpfeifen.

Sie zog den letzten Ton von Öffne dich du Blütenzauber dramatisch in die Länge und ließ ihn tief ausklingen, während sie die Scheune betrat. Es war dunkel und roch ein wenig moderig. Elenor schickte ein kurzes Stoßgebet zum alten Samson, um darum zu bitten, er möge das Heu im langen Winter nicht schimmeln lassen. Sie ging tiefer in die Scheune und in Richtung Leiter. Sie konnte die zusammengeschnürten Bündel nicht hinaufwerfen. Nach ein paar kläglichen Versuchen am Vormittag hatte sie eingesehen, dass sie hinaufklettern musste, um das Heu auf dem trockenen Boden abzulegen. Sie hörte ein Geräusch hinter sich, hielt den Atem an und fuhr herum. Es war das Scheunentor. Es hatte sich knarrend in Bewegung gesetzt und wurde jetzt, nachdem die träge Masse erst einmal in Fahrt war, vom Wind hin und her geschoben. Vom Wind? Als Elenor die Scheune betreten hatte (Komma) war es windstill, ja gar mild gewesen. Sie hatte sich die Jacke ausgezogen, weil sie leicht ins Schwitzen gekommen war. Die Jacke lag jetzt neben dem restlichen Stroh auf der Weide und auf ihren nackten, zarten Armen zeichnete sich eine Gänsehaut ab.(Hm, sie zieht die Jacke aus, als sie die Scheune betritt und dann liegt die plötzlich auf der Weide? ) Außer dem Wind, dem (K) knarren des Tores und ihrem eigenen Atem, der nun schwerer ging, war nichts zu hören.(Außer xxx, hört sie nichts) Die Amseln, die vorher noch mit ihr zusammen gepfiffen hatten, waren verstummt.(... gepfiffen hatten, verstummten)  Elenor, die immer noch in Richtung Tor blickte, hörte erneut ein Geräusch.(Ist außer ihr noch jemand da, der ein Geräusch hören könnte? Wenn nicht, müsste der Name nicht unbedingt genannt werden.)
 Diesmal kam es aus der anderen Richtung. Es kam vom Heuboden. Kurz überlegte Elenor das Stroh einfach fallen zu lassen und wegzulaufen. Sie nahm tief Luft und schüttelte die angespannten Schultern (Komma)  um sich zu lockern. „Du hast keine Angst, Elli.“ Sagte sie leise zu sich selbst. Ihre Stimme klang fremd in der Stille und während sie sprach, konnte sie im schwachen Schein, der noch durch das Tor drang, weiße Wölkchen aus ihrem Mund stoßen sehen. „Elli, es ist nur ein Wetterumbruch. Nichts Außergewöhnliches.“ Setzte sie nach und verdrängte den Gedanken, der ihr antwortete, es hätte in ihrem ganzen Leben noch keinen so schnellen und extremen Wetterumbruch gegeben. Elenor atmete noch einmal tief durch und ging weiter in Richtung Heuboden. Sie stand jetzt vor der Leiter, deren Ende im Dunkeln der Scheune verschwand und endlos zu sein schien (Nur das Ende, oder die ganze Leiter?) . Elenor streckte ihre Hände nach den Streben aus und schreckte zurück. Obschon (Trotz wäre hier in Deutschland gebräuchlicher.)  der Maserung und Resten von Baumrinde, fühlte sich das Holz merkwürdig glatt und kalt an. Wie Knochen in einer Gruft dachte Elenor und ein kalter Schauer durchfuhr ihren Leib. Sie wollte nicht. Sie wollte gehen und morgen früh wiederkommen, wenn die Scheune hell erleuchtet war. (sein würde.) Aber was würde ihr Mann sagen? Er würde die restliche Karrenladung Stroh auf der Weide sehen und sie für faul halten. Na Elli, lieber vor dem Kamin gelegen als deine Familie zu unterstützen? Jetzt regnet es. Das restliche Stroh können wir vergessen. Daran erinnerst du dich hoffentlich, wenn im Winter die Stute eingeht. (Wow! Das scheint ja ein netter Zeitgenosse zu sein.)

Elenor nahm all ihren Mut zusammen, packte die Leiter mit überschwänglicher Heftigkeit und fing an zu klettern.(Lass sie lieber gleich klettern, als nur damit anzufangen.)  Die Stille schien sie verrückt zu machen und sie begann zögerlich zu pfeifen. Aber das gebrochene und tonlose Gefiepse machte alles nur schlimmer und noch bevor sie die erste Strophe von Oh du schöner Winter! beendet hatte, verstummte sie wieder. Nun … sie musste die Strophe gar nicht vollenden. Die letzten drei Töne, die Töne die normalerweise den Text Uuuund der Winter klopft an der Tür! untermalte,(untermalten, weil Töne = Mehrzahl) ertönten ohne ihr Zutun vom Heuboden. Gefolgt wurden die Pfiffe von drei rauen Schlägen auf die Holzdielen über ihr. Poff! Poff! Poff!

Elenor blieb wie angewurzelt gut drei Meter über dem Scheunenboden, auf der Leiter stehen.


Hallo Zomb 23,

hier bei mir singen die Amseln auch abends, das brauchst du also nicht zu ändern.
Schau mal, ob du einige 'war' und 'hatte' ersetzen kannst, und ob du nicht lieber chronologisch erzählen magst, dann fallen automatisch einige 'hatte' weg. Die restlichen Anmerkungen habe ich im Text hinterlassen.

Liebe Grüße

fancy


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Wenn Kritiker uneins sind, befindet sich der Künstler im Einklang mit sich selbst. (Oscar Wilde)
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zomb23
Schreiberassi


Beiträge: 36



BeitragVerfasst am: 31.03.2017 11:38    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@fancy: Danke auch an dich für die Anmerkungen. Ist das eine Art Faustregel, dass man, wenn möglich auf die Vorvergangenheit verzichtet? Stört es beim Lesen sehr? Ich persönlich mag es ganz gerne ab und zu zurückgeführt zu werden. Damit anzufangen, dass Elenor beispielsweise ihre Jacke auf dem Feld auszieht würde die Szene unnötig in die länge ziehen oder nicht? Dann wäre sogar noch ein Ortswechsel mit drin.
Ein anderes Beispiel. Elenor bemerkt Wind und wundert sich dann, weil es ja zuvor windstill war. Die Tatsache das es windstill war hat für die Protagonistin ja erst Bedeutung nachdem sie bemerkt das es jetzt doch etwas zügig geworden ist.

Mich würde auch interessieren was ihr im Allgemeinen von meinem Sprachstil haltet. Ich lese hier immer wieder sehr "besondere" Schreibstile im Forum, bin aber selber eher Fan von einer eher rationalen Sprache die sich aber auch nicht zu ernst nimmt. Falls ich das so beschreiben kann :p

Ist der Text gut lesbar? Gibt es langweilige oder sogar redundante Passagen? Bei meinen vergangenen Texten wurde immer "show don't tell" gepriesen. Ich habe versucht die beschreibenden Sätze in diesem Text zu minimieren und mich nur auf das Geschehen zu konzentrieren. Allerdings mag ich es auch hin und wieder ein wenig aus der Vergangenheit der Personen zu erzählen (natürlich nur wenn es im weitesten Sinne mit der Szene zusammenhängt) wie zum Beispiel der Leitspruch von Elenors Mutter, die Trugbilder der alten Frau Hadwig, usw.
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Piratin
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BeitragVerfasst am: 31.03.2017 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zomb23,

leider packt es mich schon am Anfang nicht ganz, weil ich nicht nachvollziehen kann, dass Elli unbedingt das Stroh in diesem Augenblick nach oben schaffen muss. Sie fühlt sich unwohl, es ist dunkel, sie muss noch einmal den letzten Rest holen -> warum kann es nicht für eine Nacht unten am Boden in der Scheune liegen? Sie könnte es am nächsten Tag nach oben schaffen und in der Zwischenzeit läge es doch in der Scheune trocken? Deshalb packt mich die Spannung nicht, weil es keine Notwendigkeit für Elli gibt, sich in diese Bedrohungssituation weiter hineinzubegeben.
Viele Grüße
Piratin


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fancy
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BeitragVerfasst am: 31.03.2017 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

zomb23 hat Folgendes geschrieben:
@fancy: Danke auch an dich für die Anmerkungen. Ist das eine Art Faustregel, dass man, wenn möglich auf die Vorvergangenheit verzichtet?
Es ist immer gut, wenn du den Leser mitnimmst. Das tust du in der Regel besser, wenn er beim Geschehen, das gerade passiert, dabei sein darf.
Rückblenden dürfen sein, aber um zu lange Passagen in der vollendeten Vergangenheit zu vermeiden, die sich nicht angenehm lesen, verwenden viele Autoren den Trick kurz in die Rückblende rein und raus zu führen und die Rückblende selbst auch in der einfachen Vergangenheit zu erzählen.
Schreib mal eine Seite in der vollendeten Vergangenheit und stelle dem eine in einfacher Vergangenheit gegenüber. Was spricht dich mehr an? Was liest sich abwechslungsreicher? Wo bist du eher im Geschehen drin?

Stört es beim Lesen sehr? Ich persönlich mag es ganz gerne ab und zu zurückgeführt zu werden. Damit anzufangen, dass Elenor beispielsweise ihre Jacke auf dem Feld auszieht würde die Szene unnötig in die länge ziehen oder nicht?

Du kannst wie oben gesagt kurze Rückblenden verwenden, aber die Zuordnung muss immer stimmen. Ich hätte jetzt auf die Information verzichten können, wo und wann sie die Jacke auszog. Mit hätte gereicht zu lesen, dass sie fröstelt.

 Dann wäre sogar noch ein Ortswechsel mit drin.
Ein anderes Beispiel. Elenor bemerkt Wind und wundert sich dann, weil es ja zuvor windstill war. Die Tatsache das es windstill war hat für die Protagonistin ja erst Bedeutung nachdem sie bemerkt das es jetzt doch etwas zügig geworden ist.

Das ist ein gutes Beispiel, denn um das auszusagen, brauchst du wirklich keine Rückblende.
Wo kam der Wind denn plötzlich her? Sie fragte sich, wo der Wind auf einmal herkam. Bei beiden Sätzen weiß der Leser auch so, dass es wohl vorher Windstill gewesen sein muss.
 
Mich würde auch interessieren was ihr im Allgemeinen von meinem Sprachstil haltet. Ich lese hier immer wieder sehr "besondere" Schreibstile im Forum, bin aber selber eher Fan von einer eher rationalen Sprache die sich aber auch nicht zu ernst nimmt. Falls ich das so beschreiben kann :p

Ein Text kommt beim Leser umso interessanter an, desto vielfältiger die verwendeten Verben sind und desto mehr er mitgenommen wird.
Handlungen aktiv passieren lassen, ist ein Mittel, das zu erreichen.

Ist der Text gut lesbar? Gibt es langweilige oder sogar redundante Passagen?

Meiner Meinung nach schaffst du schon alleine dadurch Distanz, dass ich das Gefühl habe, du berichtest etwas, das du beobachtet hast. Wenn du zum Beispiel als Elenor berichten würdest, schätzte ich ging dieser Erzählcharakter vielleicht verloren. Ich sehe, dass der Text unheimlich oder gruselig sein soll, aber für meine Empfinden ist er es nicht. Wir wissen zu wenig über die Person und ihre Beweggründe. Wir können  uns schwer mit ihr identifizieren.

Bei meinen vergangenen Texten wurde immer "show don't tell" gepriesen. Ich habe versucht die beschreibenden Sätze in diesem Text zu minimieren und mich nur auf das Geschehen zu konzentrieren. Allerdings mag ich es auch hin und wieder ein wenig aus der Vergangenheit der Personen zu erzählen (natürlich nur wenn es im weitesten Sinne mit der Szene zusammenhängt) wie zum Beispiel der Leitspruch von Elenors Mutter, die Trugbilder der alten Frau Hadwig, usw.
[i

Ich hoffe, du kannst mit meinen Erläuterungen was anfangen. Du darfst aber gerne nachfragen, wenn du möchtest.

Liebe Grüße

fancy [/i]


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