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Suscst
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BeitragVerfasst am: 09.03.2017 17:55    Titel: Schreibversuch Fantasy eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Hallo erstmal. Ich bin neu hier und weiss noch nicht so genau wie das hier normalerweise so läuft... Ich habe heute meine Mittagspause für diesen Text geopfert und möchte wissen ob die Kritik die ich dafür kriege es wert war. wink    Es ist irgendwie aus der Sicht einer Zwergen geschrieben. Es könnte wohl in etwa ein Kapitel sein? Es sollten einige Sätze kursiv geschrieben sein. Das wurde nicht von Word übernommen. Jedenfalls hatte einfach mal damit angefangen und erst die Schreib -und grössten Logikfehler korrigiert. Deswegen hoffe ich, dass ihr mit eurer Kritik jeweils nicht zu sehr auf ein bestimmtes Thema eingeht und mir stattdessen einen groben Überblick über meine "Verbrechen" verschafft. Wink

Ich weiss dass der Text sehr holprig und anstrengend ist, bitte euch aber darum euch da durchzukämpfen. Schimpft mich ruhig einen Sadisten, aber bitte bewertet das Geschreibsel. Auch wenn ich nicht denke dass ihr das tun würdet, bitte ich euch vorsichtshalber darum mich nicht zu verschonen. Solange die Kritik übersichtlich ist, und mich nicht persönlich beleidigt, sondern nur meine Fähigkeiten Wink , möchte ich sie mir sehr zu Herzen nehmen

Und um das noch klarzustellen: Ich habe noch keinerlei Ansprüche an meine Schreibfertigkeiten und unbändig viel Motivation mich zu bessern. Confused



Was war das? Eine Explosion? Schreie schwangen durch den kahlen Gang und drangen durch den Vorhang als wäre er nicht existent. „Verflucht!“ Kann man diese Bergtrottel keine Sekunde aus den Augen lassen? Als sie aufsprang flog Mittagessen wie auch ihre Lektüre durch die Luft und auf den Boden. Ich hatte ihm doch gesagt wir bräuchten keine Hilfe. Zu überhastet setzte sich Kwörnel ihren schweren Helm auf und klemmte sich schmerzhaft die langen Haare ein. Verdammt. Kaum wird man befördert, kann man nicht mal in Ruhe sein zweites Abendessen geniessen. Mit einer ungewohnt wirksamen Bewegung schaffte sie es ihre Haare unter den Helm zu ziehen. Nicht sicher ob sie den letzten Bissen ausspucken oder hinunterschlucken sollte, verschluckte sie sich daran. Während sie aus dem Pausenraum stolperte zog sie sich den Rest der Schutzkleidung über. Von wegen er hätte all seine Arbeiter unter Kontrolle. Lichtspiele an den grauen Wänden des Ganges kündeten von Feuer. Ihre Augen weiteten sich während sie auf den Brandort zu rannte. Wie haben sie das überhaupt hingekriegt? Jetzt hörte sie den Brandherd auch. So schnell sie ihre Zwergenfüsse tragen konnten, lief sie auf den hell leuchtenden Eingang zu. „Wo ist Duanrah?“, brüllte sie den Schemen zweier ihr entgegenlaufenden Arbeiter entgegen, doch alle Geräusche gingen in dem von Feuer gefressenen Holz unter. In der grossen Werkhalle angekommen blieb sie fassungslos stehen. Die Hitze des Infernos trieb ihr Tränen in die Augen. Überall um sie herum wuselten im Kampf gegen das Feuer laut rufende Zwerge umher. Sie war die einzige die sich nicht rührte, nicht rühren konnte. Wie ein Fels in der Brandung zog sie ihren Blick über das Geschehen. Die Schmiede war nicht wiederzuerkennen. Der Heizkessel hatte die ganze Maschinerie in Stücke gesprengt. Brennendes Öl floss durch die Gänge zwischen den Arbeitsplätzen. Langsam schob sich die davon ausgehende Feuerwand durch den weiten Raum und setzte alles in Brand. Jetzt kamen Kwörnels Tränen nicht mehr von der Hitze. Die Welt schien sich um sie zu drehen. Ihr wurde schlecht. Mein Zuhause. So hilflos war sie sich noch nie vorgekommen. Sie wischte sich mit einer schnellen Bewegung verschwitzte Haare und eine Träne aus dem Gesicht. Nicht jetzt! Nach wenigen Sekunden hatte sie sich gefasst. „Alle raus hier!“, brüllte sie mit gebrochener Stimme gegen den Lärm an. Mit weiten Schritten ging sie durch die Menge und stiess alle erreichbaren Körper in die Richtung des Ausgangs. Diese Tölpel sterben mir nicht weg, ohne für ihr Versagen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Besorgt zählte sie ihre eigenen Leute durch. Bald hatte sie sich durch die kleine Menge in den Hinterteil der Schmiede gekämpft. „Und holt mir einen Magier!“, rief sie noch über die Schulter, war aber nicht sicher ob sie sie hören konnten.  In einer Ecke versuchten Mitglieder ihres Teams einen von Duanrahs Gefolge zu bergen. Mit verrenktem Körper lag der Bewusstlose unter den Trümmerteilen einer Schleifmaschine. Wieso muss sowas gerade in meiner Werkstadt passieren. „Lasst ihn liegen! Wir müssen sofort verschwinden.“ Sie hängte sich an die kleine, zum Ausgang spurtende Gruppe. Stopp! Sie blieb stehen. Wo ist Archibald? Da hörte sie leises Scherbeln und Rasseln über den Geräuschen des malträtiert werdenden Holzes. Er wird doch wohl nicht… Einem zusammenstürzenden Regal ausweichend rannte sie zurück. Die verschwitzte Arbeiterkleidung machte den Aufenthalt in der Werkstadt, die langsam mehr Ähnlichkeit mit einem Ofen hatte, mittlerweile kaum mehr erträglicher. Panisch stolperte sie die Treppe zu der kleinen aber stolzen Galerie hinauf. „Hey, Archi! Lass das!“ Nicht sicher wie lange das Holzgerüst noch halten würde rannte sie zu ihm. Der eher kränklich wirkende Zwerg hörte erst auf wertvolle Waffen und Werkzeuge in seinen überdimensionalen Sack zu werfen als sie ihn bei den Schultern packte. Das Gesicht des Alten wirkte schuldbewusst und unter den buschigen weissen Augenbrauen blinzelten seine Augen Verzweifelt: „Wir können diese Stücke nicht zurücklassen.“ Kwörnel hörte seine wehleidige Stimme durch das Getöse hinter ihnen kaum. „Was?“ Ein unheilverkündendes Splittern liess sie aufblicken. Im letzten Augenblick konnte sie den Mitarbeiter von einer Stelle wegziehen an der brennendes Gebälk niederkrachte: „Wir müssen los, sonst schneidet uns das Feuer den Weg ab.“ Er hustete vom Rauch der begonnen hatte, sich  auszubreiten. „Fiorn hätte das nicht gewollt.“ Scheisse! Seine Besessenheit von der Vorstellung zu wissen, was der ehemalige Meisterschmied gewollt hätte und was nicht, hatte sie schon immer aufgeregt. „Es gibt keinen Fiorn mehr! Ich bin die neue Meisterschmiedin, ob es dir passt oder nicht.“ Auch sie musste, ob des Rauches husten. „Jetzt beweg deinen alten Hintern hier weg!“ Sie zog den unentschlossenen Zwerg mit sich. Mit dem einen Arm um Nase und Mund gelegt kam sie bis an das Geländer der Balustrade. Durch den Rauch und das grelle Licht der Flammen konnte sie ihre Umgebung nur noch schlecht sehen und was sie sah machte ihr einen Knoten ins Herz und liess ihre Knie weich werden. Sie war zu spät. Die glühende dunkle Masse hatte schon beinahe den ganzen Boden eingenommen. Nein! Die Treppe brannte lichterloh. Verzweiflung machte sie sich in ihrem Geist breit. Wieso hier? Wieso jetzt? Die Gesichter ihrer Mutter und das ihres Vaters blitzten in ihrem Kopf auf. Ihre Gedanken schweiften weiter. Der Rauch scheint mir nicht gut zu tun. Sie dachte an ihre kleine Schwester und wurde plötzlich wütend. Weswegen konnte, nein wollte sie sich nicht erklären. Wenn das mein Schicksal sein soll, werde ich es ihm nicht so leicht machen. Sie biss die Zähne zusammen, drehte sich um und hob den zerstreuten Zwerg vom laut knarzenden Boden. Die harte Arbeit mit dem Schmiedehammer hatte sich ausgezahlt. Mit einem lauten Schrei riss sie ihn über das Geländer, welches unter ihrer Kraft zersplitterte. Archibald fiel auf einen der massiven brennenden Werkbänke die unten im ganzen Raum regelmässig verteilt waren. Sein stöhnen war aus dem Tosen nicht mehr zu vernehmen. Sie sprang ohne weiter zu überlegen hinterher. Hinterher in ein wütendes Flammenmeer. Der schwere Eichentisch zerbrach unter der Erschütterung des zusätzlichen Gewichts. Schaden schien der Alte nicht genommen zu haben, aber er wie auch sie würden hier in wenigen Sekunden gebraten sein. Mühsam kämpfte Kwörnel sich auf die grösseren Bruchstücke um nicht im Flammenmeer zu enden. Hier unten jagten Meterhohe Flammenzungen an allem halbwegs brennbaren hoch. Die Luft flimmerte vor Hitze. Als sie um zu Atmen den Mund öffnete hatte sie das Gefühl, dass Sauerstoff aus ihr hinausgesogen wurde. Sie schüttelte heftig den Kopf, wie um den Schwindel loszuwerden. Dass es nicht klappte machte sie bloss noch wütender. Mit aller Kraft zog sie den brennenden Archibald aus den Trümmern des Arbeitsplatzes und warf ihn ein weiteres Mal. Diesmal hatte sie es auf einen Tisch näher bei der Türe abgesehen. Sind das noch ein, zwei oder drei weitere Tische? Sie wusste es nicht. Sie wusste nichts mehr. Dennoch sprang sie auf den nächsten Tisch. Ihre blasenwerfenden Beine protestierten. Dennoch hob sie den Bewusstlosen hoch. Speichel der aus ihrem Mund troff verdampfte ehe er den Boden berührte. Sie warf ihn, sprang hinterher. Sie wurde durch die geschlossenen Lider geblendet. Sie warf ihn, sprang hinterher. Am Rande der Bewusstlosigkeit verfluchte sie ihre Wehrlosigkeit. Sie warf ihn, sprang hinterher. Nicht weit genug. Sie zog sich die brennende Tischplatte hoch  Jemand rief etwas. Nein, mehrere Leute. Sich sicher zu halluzinieren stand sie mühselig und leicht torkelnd auf. Da hörte sie es wieder. Es gibt noch Hoffnung. Ein letztes Mal hob sie den alten Zwerg über ihre Schultern. Dann kippte sie vornüber. Bewusstlos blieb sie liegen. In einem Meer aus Flammen.

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Moonbow
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BeitragVerfasst am: 09.03.2017 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Um es den Lesern ein wenig leichter zu machen, solltest du ab und zu Absätze machen. Ich habe dies mal für dich getan/versucht. Dies hier im Forum zu tun, ist echt schwierig, da die Eingabe ein Graus ist. Aber besser lesbar als vorher, sollte es so schon sein.

ss und ß Regeln musst du dir auf jeden Fall nochmal zu Gemüte führen, sagt Gerold! (Die Rechtschreibprüfung des Forums)

Für mehr reicht meine Zeit grade erstmal nicht Wink

Zitat:
Was war das? Eine Explosion? Schreie schwangen durch den kahlen Gang und drangen durch den Vorhang als wäre er nicht existent.
„Verflucht“ Kann man diese Bergtrottel keine Sekunde aus den Augen lassen?
Als sie aufsprang flog Mittagessen wie auch ihre Lektüre durch die Luft und auf den Boden. Ich hatte ihm doch gesagt wir bräuchten keine Hilfe. Zu überhastet setzte sich Kwörnel ihren schweren Helm auf und klemmte sich schmerzhaft die langen Haare ein.
Verdammt. Kaum wird man befördert, kann man nicht mal in Ruhe sein zweites Abendessen geniessen. Mit einer ungewohnt wirksamen Bewegung schaffte sie es ihre Haare unter den Helm zu ziehen. Nicht sicher ob sie den letzten Bissen ausspucken oder hinunterschlucken sollte, verschluckte sie sich daran.
Während sie aus dem Pausenraum stolperte zog sie sich den Rest der Schutzkleidung über. Von wegen er hätte all seine Arbeiter unter Kontrolle. Lichtspiele an den grauen Wänden des Ganges kündeten von Feuer. Ihre Augen weiteten sich während sie auf den Brandort zu rannte. Wie haben sie das überhaupt hingekriegt? Jetzt hörte sie den Brandherd auch. So schnell sie ihre Zwergenfüsse tragen konnten, lief sie auf den hell leuchtenden Eingang zu.
„Wo ist Duanrah?“, brüllte sie den Schemen zweier ihr entgegenlaufenden Arbeiter entgegen, doch alle Geräusche gingen in dem von Feuer gefressenen Holz unter.
In der grossen Werkhalle angekommen blieb sie fassungslos stehen. Die Hitze des Infernos trieb ihr Tränen in die Augen. Überall um sie herum wuselten im Kampf gegen das Feuer laut rufende Zwerge umher. Sie war die einzige die sich nicht rührte, nicht rühren konnte. Wie ein Fels in der Brandung zog sie ihren Blick über das Geschehen. Die Schmiede war nicht wiederzuerkennen. Der Heizkessel hatte die ganze Maschinerie in Stücke gesprengt. Brennendes Öl floss durch die Gänge zwischen den Arbeitsplätzen. Langsam schob sich die davon ausgehende Feuerwand durch den weiten Raum und setzte alles in Brand. Jetzt kamen Kwörnels Tränen nicht mehr von der Hitze. Die Welt schien sich um sie zu drehen. Ihr wurde schlecht. Mein Zuhause. So hilflos war sie sich noch nie vorgekommen.
Sie wischte sich mit einer schnellen Bewegung verschwitzte Haare und eine Träne aus dem Gesicht. Nicht jetzt! Nach wenigen Sekunden hatte sie sich gefasst.
„Alle raus hier!“, brüllte sie mit gebrochener Stimme gegen den Lärm an. Mit weiten Schritten ging sie durch die Menge und stiess alle erreichbaren Körper in die Richtung des Ausgangs. Diese Tölpel sterben mir nicht weg, ohne für ihr Versagen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Besorgt zählte sie ihre eigenen Leute durch. Bald hatte sie sich durch die kleine Menge in den Hinterteil der Schmiede gekämpft.
„Und holt mir einen Magier!“, rief sie noch über die Schulter, war aber nicht sicher ob sie sie hören konnten.  In einer Ecke versuchten Mitglieder ihres Teams einen von Duanrahs Gefolge zu bergen. Mit verrenktem Körper lag der Bewusstlose unter den Trümmerteilen einer Schleifmaschine. Wieso muss sowas gerade in meiner Werkstadt passieren.
„Lasst ihn liegen! Wir müssen sofort verschwinden.“
Sie hängte sich an die kleine, zum Ausgang spurtende Gruppe. Stopp! Sie blieb stehen. Wo ist Archibald? Da hörte sie leises Scherbeln und Rasseln über den Geräuschen des malträtiert werdenden Holzes. Er wird doch wohl nicht…
Einem zusammenstürzenden Regal ausweichend rannte sie zurück. Die verschwitzte Arbeiterkleidung machte den Aufenthalt in der Werkstadt, die langsam mehr Ähnlichkeit mit einem Ofen hatte, mittlerweile kaum mehr erträglicher. Panisch stolperte sie die Treppe zu der kleinen aber stolzen Galerie hinauf.
„Hey, Archi! Lass das!“
Nicht sicher wie lange das Holzgerüst noch halten würde rannte sie zu ihm. Der eher kränklich wirkende Zwerg hörte erst auf wertvolle Waffen und Werkzeuge in seinen überdimensionalen Sack zu werfen als sie ihn bei den Schultern packte. Das Gesicht des Alten wirkte schuldbewusst und unter den buschigen weissen Augenbrauen blinzelten seine Augen Verzweifelt: „Wir können diese Stücke nicht zurücklassen.“
Kwörnel hörte seine wehleidige Stimme durch das Getöse hinter ihnen kaum.
„Was?“ Ein unheilverkündendes Splittern liess sie aufblicken. Im letzten Augenblick konnte sie den Mitarbeiter von einer Stelle wegziehen an der brennendes Gebälk niederkrachte:.
„Wir müssen los, sonst schneidet uns das Feuer den Weg ab.“
Er hustete vom Rauch der begonnen hatte, sich  auszubreiten.
„Fiorn hätte das nicht gewollt.“
Scheisse! Seine Besessenheit von der Vorstellung zu wissen, was der ehemalige Meisterschmied gewollt hätte und was nicht, hatte sie schon immer aufgeregt.
„Es gibt keinen Fiorn mehr! Ich bin die neue Meisterschmiedin, ob es dir passt oder nicht.“
Auch sie musste, ob des Rauches husten.
„Jetzt beweg deinen alten Hintern hier weg!“
Sie zog den unentschlossenen Zwerg mit sich. Mit dem einen Arm um Nase und Mund gelegt kam sie bis an das Geländer der Balustrade. Durch den Rauch und das grelle Licht der Flammen konnte sie ihre Umgebung nur noch schlecht sehen und was sie sah machte ihr einen Knoten ins Herz und liess ihre Knie weich werden. Sie war zu spät. Die glühende dunkle Masse hatte schon beinahe den ganzen Boden eingenommen.
Nein! Die Treppe brannte lichterloh. Verzweiflung machte sie sich in ihrem Geist breit. Wieso hier? Wieso jetzt? Die Gesichter ihrer Mutter und das ihres Vaters blitzten in ihrem Kopf auf. Ihre Gedanken schweiften weiter. Der Rauch scheint mir nicht gut zu tun. Sie dachte an ihre kleine Schwester und wurde plötzlich wütend. Weswegen konnte, nein wollte sie sich nicht erklären. Wenn das mein Schicksal sein soll, werde ich es ihm nicht so leicht machen.
Sie biss die Zähne zusammen, drehte sich um und hob den zerstreuten Zwerg vom laut knarzenden Boden. Die harte Arbeit mit dem Schmiedehammer hatte sich ausgezahlt.
Mit einem lauten Schrei riss sie ihn über das Geländer, welches unter ihrer Kraft zersplitterte. Archibald fiel auf einen der massiven brennenden Werkbänke die unten im ganzen Raum regelmässig verteilt waren. Sein stöhnen war aus dem Tosen nicht mehr zu vernehmen. Sie sprang ohne weiter zu überlegen hinterher. Hinterher in ein wütendes Flammenmeer. Der schwere Eichentisch zerbrach unter der Erschütterung des zusätzlichen Gewichts. Schaden schien der Alte nicht genommen zu haben, aber er wie auch sie würden hier in wenigen Sekunden gebraten sein. Mühsam kämpfte Kwörnel sich auf die grösseren Bruchstücke um nicht im Flammenmeer zu enden. Hier unten jagten Meterhohe Flammenzungen an allem halbwegs brennbaren hoch. Die Luft flimmerte vor Hitze. Als sie um zu Atmen den Mund öffnete hatte sie das Gefühl, dass Sauerstoff aus ihr hinausgesogen wurde. Sie schüttelte heftig den Kopf, wie um den Schwindel loszuwerden. Dass es nicht klappte machte sie bloss noch wütender.
Mit aller Kraft zog sie den brennenden Archibald aus den Trümmern des Arbeitsplatzes und warf ihn ein weiteres Mal. Diesmal hatte sie es auf einen Tisch näher bei der Türe abgesehen. Sind das noch ein, zwei oder drei weitere Tische? Sie wusste es nicht. Sie wusste nichts mehr. Dennoch sprang sie auf den nächsten Tisch.
Ihre blasenwerfenden Beine protestierten. Dennoch hob sie den Bewusstlosen hoch. Speichel der aus ihrem Mund troff verdampfte ehe er den Boden berührte. Sie warf ihn, sprang hinterher. Sie wurde durch die geschlossenen Lider geblendet. Sie warf ihn, sprang hinterher. Am Rande der Bewusstlosigkeit verfluchte sie ihre Wehrlosigkeit. Sie warf ihn, sprang hinterher. Nicht weit genug. Sie zog sich die brennende Tischplatte hoch.
Jemand rief etwas. Nein, mehrere Leute. Sich sicher zu halluzinieren stand sie mühselig und leicht torkelnd auf. Da hörte sie es wieder. Es gibt noch Hoffnung. Ein letztes Mal hob sie den alten Zwerg über ihre Schultern. Dann kippte sie vornüber. Bewusstlos blieb sie liegen. In einem Meer aus Flammen.


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Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.
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Corydoras
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BeitragVerfasst am: 09.03.2017 18:41    Titel: Antworten mit Zitat

Moonbow hat Folgendes geschrieben:

ss und ß Regeln musst du dir auf jeden Fall nochmal zu Gemüte führen, sagt Gerold!


Er ist Schweizer. Also muss er das nicht.

Zu Suscst:

Wenn du etwas von uns willst (Kritik), dann tu auch was für uns. Sprich:
Zieh Absätze rein, mach das Kursive wieder kursiv (nein, beim copy-pasten wird das nicht übernommen, aber kursiv schreiben ist mit obigen Knöpfen durchaus möglich.)
Setze Kommata, wo sie hingehören. In dem Text sind nämlich kaum welche drin.
Und bitte überarbeite einen Text selber, bevor du ihn reinstellst. DAFÜR ist das Forum nämlich nicht zuständig. Erst wenn du selber nichts mehr findest, sind wir dran.

Alles klar? smile


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Suscst
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BeitragVerfasst am: 09.03.2017 20:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Erstmals vielen Dank für die raschen Antworten.

Ich hatte andere Kritik erwartet und bessere bekommen. Es scheint als hätte ich mit meinem zweiten Satz mehr als recht gelegen:
"Ich bin neu hier und weiss noch nicht so genau wie das hier normalerweise so läuft..."

Zu meinen Rechtfertigungen: Very Happy

Natürlich hätte ich mir denken sollen, dass niemand diesen Block lesen will. Die Funktion kursiv zu schreiben hatte ich kurz gesucht, aber nicht erwartet, dass es in der Leiste durch ein i vertreten wird. Deswegen und weil ich teilweise, besonders wenn ich aufgeregt bin, zu konzentriert bin um logisch und vor allem genügend lange zu denken, bitte ich euch um Entschuldigung.
 
Auch dass man sein bestes geben soll um es kritisieren zu lassen, leuchtet mir natürlich ein. Dabei muss ich noch anfügen, dass ich wahrscheinlich nichts viel besseres zustande bringen kann, ohne dazwischen von anderen kritisiert zu werden. Es besteht ansonsten nämlich die Chance, dass ich meinen Text "Verschlimmbessere", unwahrscheinlich aber in meinem Fall die harte Realität, weil ich schlicht zu wenig Erfahrung habe um festlegen zu können was gut und was schlecht ist.

Ich werde den Text nochmals überarbeiten und in angenehmerem Format "präsentieren".

Danke vielmals für eure Zeit.


PS: Ich hatte eben eine unangenehme Erkenntnis über meine Persönlichkeit:
Wahrscheinlich hatte ich zu viel Angst, dass mein bestes zu schlecht ist, um in diesem Forum halbwegs akzeptabel zu sein. Wahrscheinlich hatte ich den Text deswegen nicht zu lange bearbeiten wollen. Es ist, als ob ich, bzw. mein Unterbewusstsein, mich von euch gar nicht wirklich kritisieren lassen wollte. Das lässt wohl auf eine niedrige emotionale Intelligenz schliessen.  Confused [/i]


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Akiragirl
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BeitragVerfasst am: 09.03.2017 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Suscst hat Folgendes geschrieben:

PS: Ich hatte eben eine unangenehme Erkenntnis über meine Persönlichkeit:
Wahrscheinlich hatte ich zu viel Angst, dass mein bestes zu schlecht ist, um in diesem Forum halbwegs akzeptabel zu sein. Wahrscheinlich hatte ich den Text deswegen nicht zu lange bearbeiten wollen. Es ist, als ob ich, bzw. mein Unterbewusstsein, mich von euch gar nicht wirklich kritisieren lassen wollte. Das lässt wohl auf eine niedrige emotionale Intelligenz schliessen.  Confused [/i]

Nur kurz Off-Topic: Das hat mit emotionaler Intelligenz gar nichts zu tun, sondern ist ein weit verbreitetes Phänomen, nicht nur unter Künstlern. Wenn man bei einer Sache wirklich sein Allerbestes gibt, sich richtig reinhängt und dann "versagt" (durch die Prüfung fällt, den Job nicht kriegt, einen schlimmen Verriss erntet), dann ist das für das eigene Selbstwertgefühl sehr bedrohlich. Es vermittelt die Botschaft: Egal, wie sehr du dich anstrengst, du bist einfach zu dumm/untalentiert/unfähig.
Deshalb ist es ein natürlicher Schutzmechanismus, sich weniger Mühe zu geben, denn wenn man dann "versagt" kann man sich immer noch selbst einreden: Naja, ich hab mich ja auch nicht richtig angestrengt. Hätte ich wirklich alles gegeben ...
Glaub mir, damit bist du nicht allein wink Ich kannte sehr viele Studenten, die so tickten; manchmal auch unbewusst.


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Suscst
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BeitragVerfasst am: 09.03.2017 21:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Interessant... Bedeutet das, dass alle Menschen eine schlechte Emotionale Intelligenz haben? Laughing

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BeitragVerfasst am: 09.03.2017 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

Es bedeutet, dass Menschen, durch ihr Unterbewusstsein gesteuert, oft nicht sehr rational handeln und dazu neigen, sich selbst zu sabotieren Laughing

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Suscst
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BeitragVerfasst am: 09.03.2017 21:37    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

In diesem Fall hat mir meine Erkenntnis seltsamerweise überhaupt nicht geholfen. Ich denke zwischendurch noch immer darüber nach, wie ich einer solchen Prüfung meiner "Fähigkeiten" entgehen könnte.
Das scheint mir gerade echt krankhaft. Diese Seite an mir ist mir bisher kaum aufgefallen. Rolling Eyes

Um dieses Problem auszubügeln könnte ich mich irgendwo, irgendwie vollkommen erniedrigen lassen. So dass ich wieder auf dem Boden der Tatsache stehen kann. Ich glaube, dass das der kürzeste Weg zu meinem Ziel ist, dieses Laster loszuwerden: Alle Überheblichkeit/Selbstachtung verlieren, um dann einen Neuanfang zu starten.

Ich werde etwas in diese Richtung noch heute versuchen. Zumindest was das Thema "Schreiben" betrifft. Wahrscheinlich mit einer "Mindmap" oder so. Das ist vermutlich eine dumme Idee, aber diese Zeit ist es mir Wert.

PS: Ist es ein weiteres Zeichen von psychischer Behinderung, wenn ich meine Gedanken in Worte fasse um sie fremden Menschen aus dem Internet unter die Nase zu reiben? Laughing
Tut mir Leid, dass ich euch Leser als Selbsthilfegruppe für psychische Probleme missbrauche. Davon werde ich in Zukunft absehen.


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Rainer Prem
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BeitragVerfasst am: 10.03.2017 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Suscst hat Folgendes geschrieben:
In diesem Fall hat mir meine Erkenntnis seltsamerweise überhaupt nicht geholfen. Ich denke zwischendurch noch immer darüber nach, wie ich einer solchen Prüfung meiner "Fähigkeiten" entgehen könnte.
Das scheint mir gerade echt krankhaft. Diese Seite an mir ist mir bisher kaum aufgefallen. Rolling Eyes


Hallo,

vielleicht hilft dir ja die Bemerkung, dass die aller-allermeisten Schriftsteller üben, üben, üben müssen, um ihr Handwerk zu beherrschen. Leute, die ohne darüber nachzudenken, einen perfekten Roman herunterschreiben, sind seltener als ein Siebener im Lotto.

Deswegen sollte man (= der normale Schreibanfänger) nie etwas schreiben und sofort eine Meinung dazu hören wollen. Lass den Text einen Tag lang liegen, und dann lies ihn nochmal durch. Dir wird garantiert auffallen, dass du gelegentlich einen Schreib-, Komma- oder Grammatikfehler gemacht hast, dass dir die Autokorrektur dazwischen gefunkt hat, oder dass du irgendetwas viel besser formulieren kannst, als du es beim ersten (oder zweiten oder dritten) Durchlesen gedacht hättest.

Auch hier gilt 1% Inspiration und 99% Transpiration.

Grüße
Rainer
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Kätzchen
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BeitragVerfasst am: 10.03.2017 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Suscst,

meinen Vorrednern stimme ich einfach mal vorbehaltlos zu.

Da ich allerdings dasselbe "Problem" hatte, meine "tatsächlichen" Fähigkeiten beurteilen zu lassen, habe ich nur einen radikalen Tipp für dich, der mir geholfen hat:

Man muss sich brechen lassen, um sich besser aufbauen zu können.

Irgendwann stellte ich das Beste ein, was ich hatte, um zu lernen, dass es noch viel besser geht, wenn ich mal von meinem Ross steige und meinem Ego die Hand gebe.

Das klingt jetzt seltsam und hart, aber es hilft: Raus damit. Lass dich brechen. Fang noch einmal an. Es wird, das garantiere ich, tausendfach besser werden. (Übrigens können schon kleine Kritiken brechend wirkend. Bei mir. z.B. hatte nie jemand ein Problem mit Sprache oder Stil, aber ganz gewaltig mit vielen anderen Dingen.)

Ich hoffe ich konnte dir etwas "radikalen" Mut machen.
Aber durch musst du, wenn du wirklich willst Laughing
Und wenn du wirklich willst, werden deine Gedanken dich solange quälen, bis du doch nachgibst.

LG
Katze


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Erwachsener und unvernünftiger als je zuvor.
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Kätzchen
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BeitragVerfasst am: 10.03.2017 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

Aber weil ich gerade etwas Zeit habe und du wissen solltest, was dich erwartet:

(Die Kommata erwähne ich nicht extra, sonst bin ich morgen beschäftigt. Ich mach sie dir rot)

Zitat:
Was war das für ein Knall/Laut/Geräusch? [Deine erste Schwäche ist ganz klassisch die der undefinierten Bezüge. Ich rieche das. Aber mal sehen, ob es sich bewahrheitet!] Eine Explosion? [Absatz hilft zur Orientierung, nach einem so direkten Einstieg.]
Schreie schwangen durch den kahlen Gang und drangen durch den Vorhang, als wäre er nicht existent. „Verflucht!“ Kann man diese Bergtrottel keine Sekunde aus den Augen lassen? [Falsche Zeit. Du erzählst in der Vergangenheit und denkst in der Gegenwart. Richt wäre: "Konnte man diese Bergtrottel denn keine Sekunde aus den Augen lassen?"]

Als sie [ha, ich wusste es. Der undefinierte Bezug hat sich ja bereits im ersten Satz angekündigt. Dazu ist zu sagen: Schön, dass du deine Geschichte gut kennst, der Leser tut es nicht. Normalerweise würde ich nach zwei undefinierten Bezügen, die offensichtlich auf fehlendem Denken beruhen, nicht weiterlesen. Wer ist sie? Die Tür? Die Frau? Die Giraffe mit Hut?] aufsprang, flog ihr Mittagessen, wie auch ihre Lektüre durch die Luft und auf den Boden. [Immernoch ihre, sie. Ich kapier nicht was passiert. Naja, steht ja auch nicht da.] Ich [jetzt kommt noch ein Ich dazu. Ich du er wir ihr sie! Du brauchst meine Lieblingsgeschichte, die gibts gleich im Anschluss. ]hatte ihm doch gesagt, wir bräuchten keine Hilfe.
Zu überhastet setzte sich Kwörnel ihren schweren Helm auf und klemmte sich schmerzhaft die langen Haare ein. [Perspektive! Wer zur Hölle ist Kwörnel? Sie oder Ich? egal wer es ist, es ist ein Bruch]


So, ich habe mal mit Absicht meine harter-Tonfall-Korrektur-Ader ausgepackt, um dir zu zeigen:

Das da oben ist Mist. Wegen dem, WIE es geschrieben ist, glaube ich, du kannst das besser. Und kein Lektor/Kritiker dieser Welt hat Lust, nur deinen "Müll" zu korrigieren. Gib uns was, das Hand und Fuß hat, etwas, das du wirklich mit aller Kraft geschrieben hast, nur so kann ich dir genau sagen, wo es hängt.

Bisher:
- Kommata sind in deinem Text nicht vorhanden. Der Zustand ist desolat.
- Perspektive ist nicht vorhanden. Irgendwer labert mir nur Müll an die Stirn.
- Undefinierte Bezüge:

Dies ist eine kleine Geschichte über 4 Kollegen namens
Jeder, Jemand, Irgendjemand und Niemand.

Es ging darum, eine wichtige Arbeit zu erledigen und Jeder war sicher,
dass sich Jemand darum kümmert.
Irgendjemand hätte es tun können, aber Niemand tat es.
Jemand wurde wütend, weil es Jeder's Arbeit war.
Jeder dachte, Irgendjemand könnte es machen,
aber Niemand wusste, dass Jeder es nicht tun würde.
Schließlich beschuldigte Jeder Jemand, weil Niemand tat,
was Irgendjemand hätte tun können.


Dein Text ließt sich genau so.


Sooo und abschließend ohne Krallen:

Ich wollte dir mal zeigen, was dich erwartet. Aber das erwartet dich lustigerweise in solch harscher Art nur,
wenn Kritiker riechen, dass du nur "was hinschmeißt" und auf Lobhasche bist.
Verstehst du?
Gib uns mal etwas, worüber du länger als zwei Minuten nachgedacht hast, denn das dort oben hat nichts,
wirklich nichts Positives. Außer eben die grundsätzlich durchscheinende Art, WIE du schreibst.
Ohne die ganzen Fehler und Missachtungen von allem, könnte da wirklich was draus werden und das meine
ich sehr ernst! Aber erwarte einfach nicht, dass dir jemand helfen kann, wenn du nur halbherzig Texte hinrotzt.

Spannend fand ichs trotzdem - lustig, oder? Laughing
Also gib dir mal Mühe, überwinde deine Ängste und ab dafür. Keiner hier will sich mit B-Ware die Zeit vertreiben,
denn so viel Zeit hat hier kaum einer über.

Krönchen richten und weiter!

LG
Katze


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Suscst
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BeitragVerfasst am: 10.03.2017 13:51    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für die Info Praimer Prem.


Zum Kätzchen

Bitte stell dir bitte vor, dass das was jetzt kommt, von einem ruhigen, gut aussehenden alten Mann stammt und nicht von einem aufgebrachten Schüler. Wink

Deine harte-Tonfall-Korrektur hat auf den Text, wie er dort steht, bezogen natürlich in allen Punkten Recht. Ich hoffte, genau auf solche Kritik zu stossen. Danke.
Ich kann mit ein wenig würde behaupten, dass ich mich, als Dilettant Klasse C ohne Talent und Erfahrung, natürlich nicht bei einem Schriftsteller-Forum angemeldet habe, um bestätigt zu werden.
Ich hoffte von beginn an, wenn auch nur indirekt, dass mir meine Fehler vor die Augen gepresst werden, bis mein Selbstwertgefühl vernichtet ist. Das vermag meine Familie nämlich irgendwie nicht. (Zum Glück. Shocked )

Danke vielmals für deine Zeit.


Noch kurz zu den Missverständnissen, die die Formatierung des Geschreibsels verursacht hat:
Es sollte wie ein Ausschnitt aus einem Buch wirken. Deswegen habe ich keine Personen vorgestellt, was ich wohl besser hätte tun sollen und auch gekonnt hätte, wenn ich mir zuerst vorgestellt gehabt hätte, wie sehr es Leser vor den Kopf stossen werden wird. (Was für ein Satz) Es hätte mir aber wohl zu lange gedauert für ein kurzes "Schreibexperiment". Natürlich ist es stümperhaft geschrieben, weil ich nichts besseres draufhabe, aber "Zeitdelikte" habe ich keine, oder kaum welche verbrochen. Eigentlich sollten einige Sätze, nämlich die in denen "Sie" Laughing denkt, kursiv formatiert sein.


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Kätzchen
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BeitragVerfasst am: 10.03.2017 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Suscst,

Na dann streichen wir die Zeitdelikte einfach Laughing

Nein im Ernst: Du kannst das einfach besser. Und Lobhasche trifft bei dir in keinsterweise zu, das ist mir klar.
Es war mehr eine überspitzte Darstellung, keine Sorge. Ich denke genauso gut von dir, wie zu Beginn auch Pfiffig Blinzeln

Ich möchte dich einfach nur gerne mal rütteln und schütteln, weil ich gespannt bin, dein Talent mal zu sehen,
also dein richtiges Talent. Nicht einen Mittagspausen-Text, ich bin doch kein Duden Razz

Du könntest ziemlich einfach die Dinge wie Kommata beheben, ganz alleine sogar, dank der heutigen Technik.
Und wenn DU glaubst, alles in deiner Macht stehende getan zu haben, dann rede ich gerne stundenlang mit dir
über offene Bezüge und dergleichen, weil ich dann auch das Gefühl habe, dass meine Anmerkungen dir helfen werden,
besser zu schreiben. An diesem Text ist eben alles anzumerken und das kann ich mir nicht vorstellen, dafür ist deine
Sprache viel zu lebendig.

Geduld, ist das Stichwort! Ich weiß, man will gleich posten und sich vorstellen, das ist normal.
Ist auch legitim und immerhin hat es dir ja auch irgendwie geholfen, die Handbremse zu ziehen,
kurz zurückzusetzen und sich mit deinem Geschriebenen auseinanderzusetzen.

Mein Katzennäschen riecht nämlich Potenzial und da tut es einfach weh, Texte in so "schlampiger" Form lesen zu müssen.
Ich freue mich trotzdem schon sehr auf eine Korrektur oder etwas Neues.

Lass dir Zeit. Schreiben. Nen Tag Pause. Korrigieren. Nochmal lesen.
Was gefunden? Unsicher? ---> liegen lassen
Dir fällt nichts mehr auf? --- > einstellen - dann sind wir gefragt.

Natürlich gilt das nicht zu 100% für den Einstand, aber in Zukunft wäre das für dich von großem Vorteil, um
anständige und treffende Kritiken zu bekommen. Ich könnte dich z.B. 100 Stunden lang mit Kommata nerven,
während du mit den Augen rollst und dir denkst: Das kann ich doch. War bloß zu faul.
Oder zu den Bezügen denkst: Da ist nur, weil ich so schnell geschrieben habe. Normalerweise passiert mir das nicht.

Dann hast du deine und jemands andere Zeit verschwendet, für nichts.

Also hau mal rein, man ließt sich wieder Laughing

LG
Katze


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Kätzchen
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BeitragVerfasst am: 10.03.2017 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Internet-Doppelpost.
Soooorry Zipped


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Suscst
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BeitragVerfasst am: 10.03.2017 15:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zuerst natürlich: Ich nehme mir deine Tipps und Ermutigungen zu Herzen. Danke Nochmals. Very Happy

Ehrlich gesagt hatte ich den Text gleich heute Mittag überarbeitet und bereit gemacht, um ihn heute Abend erneut zu posten. Eine Sache die ich lieber lassen werde. Ich nehme mir am Wochenende nochmals Zeit dafür. Da sieht man wieder einmal, dass Lesen nicht gleich Verstehen bedeutet.  Laughing Hoffentlich verliere ich mit der Zeit nicht die Motivation dazu und beginne nichts neues.

Tja... Bis dann.


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Suscst
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BeitragVerfasst am: 31.03.2017 15:39    Titel: Schreibversuch Fantasy "returns" pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo mal wieder. Ich habe den alten Text überarbeitet. Das was ihr dort unten seht, ist traurigerweise das Beste was ich aus einer selbst vorgegebenen "Storyline" machen kann. Ich hatte alle Zeit der Welt (wohl einfach nur sehr viel), einige neue Ideen und eine Autokorrektur zur Hand.

Jedes mal, wenn ich mich an die Arbeit gesetzt hatte, fand ich viele Fehler und unangenehme Formulierungen, welche ich dann natürlich immer abgeändert hatte. Nach etwa zwei Wochen wurden diese Fehler nicht mehr weniger. Sie wurden auch nicht mehr. Egal was ich versucht habe. Es scheint, als ob ich mich von da an im Kreis geschrieben hätte Kopf an die Wand . Das war sehr unangenehm. Ich fürchte, dass ich meine ganze Motivation dafür, dafür verbraten habe. (Was ja eigentlich gut ist, weil ich ihn sonst nicht präsentieren würde) Alleine wegen den unangenehmen Erinnerungen daran, wollte ich ihn nämlich nicht hochladen. Aber bevor ich ein neues "Projekt" anfange, wollte ich noch zeigen, dass ich den Text nicht einfach aufgegeben habe.


Wozu ihr nicht unbedingt Stellung nehmen müsst, weil ich das selbst erkannt habe, aber nicht noch nicht ändern konnte oder wollte (wieder keine Entschuldigung):
Ich verwende immer in etwa die gleichen Satzarten. - Erst seit kurzem erkannt, wird umgehend erweitert.
In einer "Zwergenwerkstadt" gibt es wohl kaum eine Galerie. Ich habe diese "Scene" nicht geplant, sondern einfach mal geschrieben was mir in den Sinn gekommen ist. Das ist keine Entschuldigung. Ich stehe trotz allem dahinter. Meine Zwerge haben halt besondere Bedürfnisse und seltsame Gebräuche Razz .
Am Ende habe ich zu viel beschrieben und zu wenig damit ausgesagt. (Das scheint mir jedenfalls so.) Ich habe mich zu dieser "Art" zu schreiben hinreissen lassen und bringe es nicht übers Herz das zu ändern. (Mit diesem Satz wollte ich mich auch nicht entschuldigen, sondern nur erklären, weshalb ich dort noch auf eine andere Art unangenehm geschrieben habe als sonst.)


Trotz allem hoffe ich, den einen oder anderen hilfreichen Tipp zu bekommen. Bitte zeigt mir an was ich arbeiten muss.


Dann mal los:
Die Zwergin Helena sass, wie jeden Tag um diese Zeit, im Pausenraum, der ihrer Schmiede am nächsten war.
Während sie ihre Portion Pilzbrei in sich hineinschaufelte, studierte sie mit zusammengezogenen Brauen eine Liste mit Gütern. Das gedimmte Licht war nicht gut, aber es reichte für seinen Zweck. Was es ausser der krakeligen Schrift ihres Vorgesetzten preisgab, waren ein paar abgesessene Bänke am Rande -und den klotzigen Speiseaufzug in der Mitte des Raumes. Ausserdem redeten im Halbschatten noch zwei Zwerge eindringlich, aber leise aufeinander ein. Es ging dabei vor allem um die erst kürzlich abgeschlossenen Wartungsarbeiten der grossen Maschinen, wie Helena richtig vermutete.
Mit einem Finger fuhr sie einer Zeile nach, welche kaum als Schrift zu erkennen war. Ziemlich neu in ihrer Position als Meisterschmiedin, musste sie jeden Eintrag ein zweites -und drittes Mal Lesen, um sicher zu sein, keine Fehler zu machen. Für was brauchen die dort oben solche Scharniere? Die halten doch keine paar Tage. Irritiert blinzelte sie. Tja. Dann müssen sie eben sehen, wie sie damit zurechtkommen. Vor sich hin mampfend, hatte sie bald ihr letztes Häkchen gesetzt. Endlich. Mit einem zufriedenen Seufzer sackte sie zusammen. An der rauen Wand lehnend genoss sie die Kühle im Nacken. Hoffentlich schaffe ich es heute, zeitig Schluss zu machen. Wenn ich die Ausgangssperre verpasse, gibt es schon wieder nur diesen Ziegenfrass. Ausserdem habe ich Mutter und Vater schon lange versprochen, sie wieder einmal zu besuchen.
„BUUMMMM!“ Helena schreckte auf und liess Mittagessen wie Klemmbrett durch den Raum fliegen. Was war das? Eine Explosion? Schreie schwangen durch das Höhlensystem und wurden von einem schaurigen Echo tausendfach wiederholt. Auch die beiden anderen Zwerge waren aufgestanden. Unentschlossen, ob sie den letzten Bissen ausspucken oder hinunterschlucken sollte, verschluckte sie sich daran. Das schlimmste befürchtend, stolperte sie aus dem Pausenraum. Die infernalen Geräusche schwangen aus dem Gang zu einer Schmiede. Ihrer Schmiede. Ihre Augen weiteten sich. Nein!
Aus allen möglichen Ein-und Ausgängen, kamen erstaunte Arbeiter gelaufen. Diese kümmerten Helena nicht. Mit einer Schulter bahnte sie sich einen Weg, bis sie Platz zum Laufen hatte. Lichtspiele an den Wänden kündeten von Feuer. Wie konnte das passieren!? So schnell es ihre kurzen Beine erlaubten, rannte sie auf den hell erleuchteten Eingang zu.
In der grossen Werkhalle angekommen, blieb sie fassungslos stehen. Die Hitze des Infernos trieb ihr Tränen in die Augen. Überall um sie herum wuselten, im hoffnungslosen Kampf gegen die Flammen, laut rufende Zwerge umher. Alleine, wie ein Felsen in der Brandung stand sie dort und zog ihren Blick über das Geschehen. Die Schmiede war nicht wiederzuerkennen. Der Heizkessel hatte die ganze Maschinerie in Stücke gesprengt und ein Öltank flutete langsam den Boden mit seiner heiss brennenden Flüssigkeit. Stück für Stück, wurden die regelmässig verteilten Werkbänke von einer dadurch gespeisten Feuerwand verschluckt.
Jetzt kamen Helenas Tränen nicht mehr von der Hitze. Ihr wurde schlecht. Mein Zuhause. So hilflos hatte sie sich noch nie gefühlt. Sie wischte sich mit einer schnellen Bewegung verschwitzte Haare und das salzige Nass aus dem Gesicht. Nicht jetzt!
Nach wenigen Sekunden fühlte sich die Zwergin zur Genüge gefasst. „Alle raus hier!“, rief sie mit gebrochener Stimme gegen den Lärm an. Diese Tölpel sterben mir nicht einfach weg, ohne für ihr Versagen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Mit weiten Schritten ging sie durch die Menge und stiess alle erreichbaren Körper in Richtung Ausgang. Ihre aufgewühlten Gefühle hinter einer harten Miene versteckt, zählte sie ihre Leute durch.
Bald hatte sie sich durch die kleine, zum Ausgang strömende Menge und bis in die Mitte der Halle gekämpft. „Und holt mir einen Magier!“
Erst jetzt erkannte sie das wirkliche Ausmass der Katastrophe. Sogar das Holzgerüst der schmiedeeigenen Galerie, welche weiter oben in den Raum eingebaut war, und die Regale, die an den Wänden standen, hatten zu brennen begonnen. Dieser Ofen von einer Werkstadt, würde auch kein Magier mehr retten können. In dem immer grösser werdenden Teppich aus Feuer lagen dunkle Umrisse von langjährigen Mitarbeitern. Ziegenmist. Sie riss ihren Blick von den verkohlten Leichnamen los und wurde noch unruhiger. Da fehlen ganz bestimmt noch welche! Das können nicht alle gewesen sein!
Aus dem Augenwinkel erhaschte sie eine Bewegung. Da. Weiter vorne! Die klobigen Tische umgangen, hatte Helena bald  die kleine, um Trümmer kauernde Gruppe erreicht. Es waren Judith, ihre Tante mütterlicherseits, und drei andere, die sie in der Eile nicht erkannte. Sie mühten sich dabei ab, eine der schweren Schleifmaschinen von einem verrenkten Körper zu ziehen. Ist das Onkel Wrackbann? Wieso muss Sowas passieren? Sie wollte schon mitanpacken, als sie aufschrak und zurückschaute. Wenn das so weiter geht, schneidet uns das Öl den Weg ab. Mit Mühe und einem bitteren Geschmack im Mund, kam ihr über die Lippen: „Lasst ihn liegen! Wir müssen sofort raus hier!“ Sie glaubte kaum, sich das sagen gehört zu haben. Das vor Leid rot aufgedunsene Gesicht Judiths drehte sich um. Es war nicht zu hören was sie sagen wollte, aber klar, dass sie die Grausamkeit der Welt verwünschte. Schliesslich wurde sie von den Anderen drei, die ihren Befehl glücklicherweise befolgten, weggetragen.
Traurig blieb die junge Zwergin zurück und zählte ihr Team an den Fingern ab. Ein letzter Blick auf ihren ehemaligen Arbeitsplatz. Ein letzter Blick auf Wrackbann. Das blutige Gesicht reagierte nicht. Fünf Opfer sind fünf zu viel. Viel zu viel. Sie wisperte kaum hörbar: „Wo auch immer du hinkommst…“, und wusste nicht mehr weiter. Betrübt ging sie zum Ausgang -und dabei durch, wen sie alles verloren hatte. Verdammt. Mit dem Gefühl versagt zu haben, schickte sie sich an die letzten Schritte zu rennen. Sie wollte weg von diesem Ort. So weit weg wie möglich.
Stopp! Helena kam abrupt zum Stehen. Wieso eigentlich Archibald? Sie hätte beinahe ihren ehemaligen Lehrmeister vergessen. Als Buchhalter hätte er keinen Grund gehabt beim Heizkessel zu sein. Habe ich ihn einfach übersehen? Kann das sein? Da hörte sie plötzlich leises Scherbeln und Rasseln über dem Brüllen des Feuers. Die Geräusche schienen von oben zu kommen. Er wird doch nicht…
Einem zusammenstürzenden Regal ausgewichen, rannte sie quer durch die Halle. Dieser Idiot! Panisch stolperte sie die Treppe zur Galerie hinauf. Da stand Archibald zwischen den vielen Vitrinen und Podien. „Hey, Archi! Lass das!“
Der Alte Zwerg schien sie nicht zu hören. Er hörte erst auf, Waffen und Werkzeuge in einen Sack zu stopfen, als sie ihn bei den Schultern packte. Das Gesicht des Alten wirkte verzweifelt und unter den buschigen weissen Augenbrauen glitzerten Tränen: „Diese Stücke sind... Wir können die nicht einfach zurücklassen.“ Sie hörte seine wehleidige Stimme durch das Getöse kaum: „Was?“ Er schaute ihr in die Augen: „Sie sind mein Le…“
Ein unheilverkündendes Splittern liess Helena aufblicken. Im letzten Augenblick konnte sie den Alten von der Stelle wegziehen, auf die das Gebälk niederkrachte. Durch den Schreck betäubt, hatte sie Mühe sich zu konzentrieren: „Wir müssen los. Sonst sind wir bald nicht mehr von Spanferkeln zu unterscheiden!“ Er hustete ob des beissenden Rauches: „Fiorn hätte das nicht gewollt.“ Ziegenmist! Seine Besessenheit von der Vorstellung, zu wissen, was der ehemalige Vorgesetzte gewollt hätte und was nicht, hatte Helena schon oft aufgeregt: „Es gibt keinen Fiorn mehr! Ich bin die neue Meisterschmiedin, ob es dir passt oder nicht.“ Sie keuchte. Die ganze Galerie erzitterte. „Jetzt komm endlich!“ Sie zog den unentschlossenen Zwerg mit sich. Den freien Arm um Nase und Mund gelegt, kam sie an das Geländer der Balustrade.
Durch den Rauch und das blendende Licht der Flammen, konnte sie den unter ihr liegenden Raum nur schlecht sehen und was sie sah liess ihre Knie weich werden. Sie waren zu spät. Das brennende Öl, hatte mittlerweile den ganzen Boden eingenommen. Nein! Hektisch suchte ihr Blick nach einem Ausweg. Alles brannte. Das einzige Heile, was sie vom ganzen Rest zu schützen schien, war das Geländer, welches sie mit kreideweissen Händen fest umklammerte. Verzweiflung machte sich in ihrem Geist breit.
Ist das das Ende? Die Gesichter ihrer Mutter und  ihres Vaters blitzten in ihrem Kopf auf. Ich werde wohl schon wieder nicht zum Abendessen kommen können. „Es tut mir Leid“, sagten Helena und Archibald gleichzeitig. Am Rande zur Hölle auf Erden stehend, schauten sie sich gegenseitig an. Der alte Zwerg wirkte noch niedergeschlagener als zuvor. Die Situation hatte etwas Endgültiges. Eine Ruhe breitete sich in Helena aus. Sie hatte sich mit ihrem Tod abgefunden.
Dann spürte sie etwas Anderes, Erregendes. Es war, als würde das Leben selbst zu ihr wispern. Sie bildete sich ein, warmes Moss zu spüren. Sie sah ihre Eltern, jünger und glücklich. Sie erlebte das Gefühl von der Freiheit, laufen gelernt zu haben. Ihr erstes Mal an der Oberfläche der Erde. Sie sah sich freudig zur Schule gehen. Sie sah Archibald, ihr begeistert sein Handwerk erklären. Sie fühlte die Aufregung der ersten Tage in der Werkstadt. Sie erlebte ihren vierzigsten Geburtstag. Sie lernte ihren Freund kennen. Ihr Freund.
Mein Freund! Meine Familie! Mein Leben! Sie spürte eine ungeahnte Wut in sich aufkochen. Wenn das mein Schicksal sein soll, dann werde ich es ihm nicht leicht machen!
Sie biss die Zähne zusammen, drehte sich um und zog den weinenden Archibald hoch. Von jahrelanger Arbeit gestählte Muskeln begannen zu arbeiten. Mit einem lauten Schrei riss sie den alten Zwerg über das Geländer, welches unter ihrer Kraft zersplitterte. Nach einem erstaunten Quiken, krachte dieser auf einen der brennenden Werkbänke. Sie sprang, ohne Zeit für weitere Gedanken zu verschwenden, hinterher.
Der schwere Eichentisch zerbrach unter der Erschütterung des zusätzlichen Gewichts. Um abzufedern in die Knie gegangen, schaffte Helena es, sich im Gleichgewicht zu halten. Gierige Flammen leckten an ihr hoch. Um kein Feuer zu fangen kämpfte sie sich mühselig auf die grösseren Bruchstücke. Die Luft flimmerte vor Hitze und liess nur noch Umrisse erahnen, welche durch die überreizten Augen kaum zu erkennen waren. Als sie japsend den Mund öffnete, hatte sie das Gefühl, dass Sauerstoff aus ihr hinausgesogen wurde. Sie schüttelte heftig den Kopf, wie um ihr Schwindelgefühl abzuschütteln. Dass es nicht funktionierte, machte sie bloss noch wütender.
Habe ich so überhaupt eine Chance zum Ausgang zu kommen? Verzweifelt führte sie ihren Plan weiter. Jetzt hatte sie es auf eine Werkbank, näher beim Ausgang abgesehen. Mit aller Kraft, zog sie den mittlerweile lodernden Archibald aus den Bruchstücken des Arbeitsplatzes und warf ihn hinüber. Sind das noch ein, zwei oder drei weitere? Sie wusste es nicht. Sie wusste nichts mehr. Ihr Gehirn bekam nicht genügend Sauerstoff. Sie sprang auf den Schatten des Tisches zu. Keine Sekunde zu spät.
Das Gerüst, das die Galerie trug, gab der Belastung nach und das Gebilde begrub die hintere Hälfte des Raumes mit Schutt. Eine Welle aus brennendem Öl rollte über den Boden und brach sich an den Werkbänken. Glühende Gischt spritze durch die Luft.
Von der heissen Masse besprenkelt, protestierte Helenas Körper. Die Hitze war nah und überall. Reflexartig zuckten ihren Händen zurück, doch sie konnten der Hölle nicht entfliehen. Nur mit Mühe überwand sie sich, den Bewusstlosen abermals hochzuheben. Speichel rann ihr über das Kinn und verdampfte an der heissen Luft. Sie warf ihn und sprang hinterher.
Ihre Sinne wurden langsam träge. Ein lautes Piepen in ihrem Ohr übertönte alle anderen Laute. Beim Ausholen zum Wurf strauchelte sie und wäre beinahe in den sicheren Tod gestürzt. Sie warf ihn und sprang hinterher.
Nicht weit genug. Ihre Beine fühlten sich an, als wären sie in Flüssiges Eisen getaucht. Schmerz jenseits aller Vorstellungskraft. Ächzend zog sie sich die Tischplatte hoch. Verbrannte Haut wurde von ihrem Körper geschabt, aber sie wollte leben.
Helena stand mit letzter Kraft, langsam und torkelnd auf. Ein kühler Luftzug liebkoste ihr Gesicht. Der Ausgang musste in erreichbarer Nähe sein. Ein letztes Mal bückte sie sich und hob den alten Zwerg mit einem gehauchten Stöhnen über ihre Schultern.
Dann kippte sie nach hinten.
In ein Meer aus Flammen.


Helena wurde übrigens kurz darauf irgendwie gerettet. Ein Magier hat sie  heilgezaubert und danach gab es Zwergenpizza für alle.





Huh... Hoffentlich habe ich nicht wieder einen fatalen Fehler begangen. Rolling Eyes


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