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Anzahl abgelehnter Manuskripte pro veröffentlichtem Verlagstitel?

 
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Hanna Aden
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 53
Wohnort: Bochum


BeitragVerfasst am: 21.02.2017 17:34    Titel: Anzahl abgelehnter Manuskripte pro veröffentlichtem Verlagstitel? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich entsinne mich, dass es Zahlen dazu gibt, wie viele Bücher von Verlagen pro Veröffentlichung abgelehnt werden - also so was wie "nur eine von hundert Manuskripteinsendungen schafft es tatsächlich in den Verlag".

Aus irgendeinem Grund finde ich bei Google jedoch keine Quellen, die mehr oder weniger verlässliche Zahlen ausspucken, sondern immer nur Werbeposts für DKZVs. Hat jemand anders vielleicht einen oder mehrere Links, die mir weiterhelfen könnten?

Vielen Dank!


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Eris Ado
Schreiberling


Beiträge: 171



BeitragVerfasst am: 21.02.2017 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.literaturcafe.de/die-wichtigsten-tipps-eines-verlagslektors/
Zitat:
Paschedags »Erfolgsmeldungen« sind jedoch ernüchternd: In den sechs Jahren seiner Lektorenzeit für den Aufbau-Verlag sind von mehreren Tausend Manuskripten gerade mal zwei als Buch erschienen.


Ist zwar auch keine genaue Angabe, aber ich denke, dass so ungefähr 1 Promille der unverlangt eingesandten Manuskripte veröffentlicht werden.
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Belfort
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 651
Wohnort: tief im Herzen


BeitragVerfasst am: 21.02.2017 18:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich gehe davon aus, dass das von Verlag zu Verlag total unterschiedlich ist und man deshalb keine allgemeinen Zahlen finden kann.
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Eris Ado
Schreiberling


Beiträge: 171



BeitragVerfasst am: 21.02.2017 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hier noch ein Link:
https://www.anne-mehlhorn.de/2013/04/06/unverlangte-manuskripte-wie-man-es-richtig-macht/
Zitat:
Die Verlage wiederum werden jeden Tag aufs Neue mit solchen sogenannten „unverlangt eingesandten Manuskripten“ zugeschüttet. Wie viele davon später tatsächlich veröffentlicht werden, darüber gibt es viele deprimierende Zahlen – einer von 3000 oder auch nur einer von 10.000, je nachdem, wen man fragt.
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Pickman
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 52
Beiträge: 607
Wohnort: Diaspora


BeitragVerfasst am: 21.02.2017 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schreibe, was mir Spaß macht und wenn ich Lust dazu habe, vor allem aber zerbreche ich mir nicht den Kopf über die Chancen, dass irgend etwas davon gedruckt wird.

Ich muss sagen, es geht mit gut dabei.
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Willebroer
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3020
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 21.02.2017 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man Glück hat, erfährt man von einem Verlag, wie viele Manuskripte jedes Jahr dort eingehen (resp. Angebote aus Exposé und Leseprobe oder allgemeine Anfragen). Dann braucht man nur noch im Programm zu gucken, wie viele tatsächlich erscheinen.
 
Die Zahlen werden sich aber stark unterscheiden. Verlage von Unterhaltungs- und Genreliteratur dürften deutlich mehr Manuskripte bekommen. Theoretisch sieht es bei Verlagen mit hohen Auflagen schlechter aus, wenn man ein bestimmtes Verhältnis von Lesern und Will-auch-Autoren annimmt.
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Hanna Aden
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 53
Wohnort: Bochum


BeitragVerfasst am: 21.02.2017 23:54    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für die Links smile.

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Murmel
Geschlecht:weiblichSchlichter und Stänker

Alter: 64
Beiträge: 7622
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BeitragVerfasst am: 22.02.2017 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Es wird wirklich auf den Verlag ankommen und auch, ob es ein Printverlag oder ein E-Book Label/Verlag ist. Ich habe den Eindruck, dass E-Book Verlage mehr und schneller annehmen als Print, was in den unterschiedlichen Kosten begründet ist.

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber eine Agentur meinte einmal, 2012, glaube ich, dass sie 100 Angebote oder Anfragen pro Monat bekommen, um die zehn Autoren im Jahr annehmen und davon ein oder zwei bei einem Verlag unterbringen können.

D.h. aus angebotenen 1200 Manuskripten wurden 15 Bücher.

Deprimierend, was?


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Arcularius
Geschlecht:männlichSchreiberling


Beiträge: 204



BeitragVerfasst am: 22.02.2017 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ich notiere mir in einer Tabelle in kurzen Stichpunkten die Begründung, wenn ich eine Absage rausschicke. Ein nicht geringer Teil (16%) an Autorinnen und Autoren hat sich dabei leider nicht einmal Gedanken über die grundlegenden Voraussetzungen gemacht, z.B.: bedient der Verlag überhaupt das Genre? Dazu kommt ein kleiner Prozentsatz (9%) an Einsendungen, die ich am ehesten unter "creepy" einordnen würde. Daher sehe ich die Chance etwas optimistischer, als es die Zahlenvergleiche Einsendungen-Veröffentlichungen vielleicht darstellen. Hier eine ganz grobe Zusammenfassung der Absagegründe:

Gesamtzahl Einsendungen 32
Neugründung: da sind die Einsendungen noch überschaubar.

Überarbeitungsbedarf 12
Handwerkliche Schwächen und zuviel Überarbeitungsbedarf: Infodumps, zuviel Erklärung, Perspektive nicht konsistent, Protagonisten zu passiv, fehlender Spannungsbogen, wirkt wie Erstentwurf, viel Streichbedarf (überflüssige Szenen, die Handlung nicht voranbringen), eigenwillige Grammatik, Story kommt nicht vom Fleck, zuviele Adjektve und Füllwörter, usw.; Sachbuch erfüllt nicht die grundlegenden qualitativen Anforderungen.

Verlegergeschmack 8
Hier sind nur die Werke erfasst, die handwerklich passen, aber den Verlegergeschmack nicht treffen. Gerade im kleinen Verlag muss die Verlegerin oder der Verleger zu 100 Prozent hinter dem Buch stehen, deswegen hat der Geschmack einen nicht geringen Einfluss. Die Zahl ist hier allerdings relativ hoch, da ich mir verschiedene Leseproben habe zuschicken lassen, weil mir der Schreib-Stil der Autorin gefallen hat. Für ein Werk bekam sie eine Gesamtmanuskript-Anforderung.

Anforderungen 5
Leider nicht die Anforderungen auf der Webseite gelesen oder trotzdem eingeschickt: falsches Genre, kein Happy End, Melancholie, Drama, passt nicht ins Programm.

Kategorie "creepy" 3
Zutiefst frauenfeindlich, handwerkliche Katastrophe.

Sonderfall 1
Spielt in einer Stadt im benachbarten Ausland. Musste ich leider ablehnen, weil der Verlag noch nicht über ausreichende Vertriebsstrukturen dorthin verfügt. Bei einem Lokalroman aber absolut notwendig.

Anforderung des Gesamtmanuskriptes 3
- Nr. 1 keine Rückmeldung mehr vom Autor
- Nr. 2 noch in Arbeit, sieht bisher gut aus
- Nr. 3 wird gerade geprüft

In anderen Verlagen wird die Aufteilung anders aussehen, da es auf viele Faktoren ankommt: Verlagsgröße, Programmplätze, usw. Vielleicht können die Zahlen dennoch dazu beitragen, die Chancen für eigene Manuskriptangebote an die Verlagswelt ein klein wenig positiver zu sehen. Smile
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zwima
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 820
Wohnort: Reihenhausidyll


BeitragVerfasst am: 22.02.2017 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Zahlen von de Gespräch mit der Programmleiterin "Frauenunterhaltung" des Taschenbuch-Imprints eines Großverlags:

Täglich landen ca. 30 - 50 bereits VORSELKTIERTE Manuskripte auf ihrem Tisch. D.h. das sind die, die bereits schon von Agenturen kommen, etc.

Und aus denen sucht sie die raus, die am ehesten das bieten, von dem sie VORHER weiß, dass sie es will. 75% Porzent der Programmplätze sind bereits durch Lizenzen vergeben und die Lücken müssen dann thematisch gefüllt werden.

Da ist es ein anderer, für sie einfacherer, Weg ist, Stammautoren, oder Autoren, die sich im Haus bereits positiv hervorgetan haben, initiaiv zu fragen, ob sie das, was sie suchen, schreiben wollen.


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"Winterglück am Meer" (MIRA Taschenbuch)
"Im süßen Duft der Apfelblüten" (CORA Romana)
"Fest der Liebe - Zeit der Wunder" (CORA Romana)
Arbeitstitel "Winterzauber in den Bergen" (CORA Romana 10/2020)
Arbeitstitel "Spanish Kisses 1-3" (Lübbe 2021)
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Niederrheiner
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Beiträge: 301



BeitragVerfasst am: 22.02.2017 18:58    Titel: Antworten mit Zitat

Das kann man nicht allgemein beantworten.

Bei unverlangt eingereichten Manuskripten von Autoren sind es bei den großen Verlagen (Print, nicht Ebook Imprints!) annähernd 0.

Alle paar Jahre geht mal eines irgendwie durch und wird zum Buch.
Das kann man also vergessen.

Bei Manuskripten, die von Agenturen eingeschickt werden, ist die Chance natürlich ungleich höher, weil die den ganzen Mist vorher schon aussortieren, die guten Sachen noch besser machen und viel gezielter anbieten.
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Wortwörtlich
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Beiträge: 130
Wohnort: Schweiz


BeitragVerfasst am: 22.02.2017 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Belfort hat Folgendes geschrieben:
Ich gehe davon aus, dass das von Verlag zu Verlag total unterschiedlich ist und man deshalb keine allgemeinen Zahlen finden kann.


Klar, dass ein Verlag, der ausschliesslich Bücher über die Klimaentwicklung in Indochina in den Jahren 1956 bis 1957 veröffentlicht, eine eher höhere Erfolgsquote verspricht, weil die Anzahl an Einsendungen ja - jenseits von völlig kognitionsdefizienten Giesskannenautoren - überschaubar sein dürfte.
Umgekehrt gelten die Erfolgsaussichten bei den Grossverlagen als Spontananbieter ohne Agentur wie hier mehrfach erwähnt als näherungsweise 0.

Spannend wäre ja, zu erfahren, wie viele fertige und irgendwo offerierte Manuskripte den Weg in irgendeinen Verlag finden. Für die Belletristik meine ich einmal eine Zahl von 1:3000 gelesen zu haben, weiss die Quelle aber nicht mehr.
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Unstern
Autor


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BeitragVerfasst am: 24.02.2017 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Über die schlechten Chancen bei Random House und Co. ist ja genug gesagt worden ...

Aber ich denke, dass die Statistik auch noch dadurch verzerrt wird, dass absolut jeder, egal, wie unerfahren und verpeilt, es wohl schafft, an eine Verlagsadresse eines Marktführers zu kommen. Selbst wenn jemand auch heute noch das Internet verweigert, mit Verlagsprospekten aus dem Handel geht das.
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Akiragirl
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BeitragVerfasst am: 24.02.2017 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Eris Ado hat Folgendes geschrieben:
Hier noch ein Link:
https://www.anne-mehlhorn.de/2013/04/06/unverlangte-manuskripte-wie-man-es-richtig-macht/
Zitat:
Die Verlage wiederum werden jeden Tag aufs Neue mit solchen sogenannten „unverlangt eingesandten Manuskripten“ zugeschüttet. Wie viele davon später tatsächlich veröffentlicht werden, darüber gibt es viele deprimierende Zahlen – einer von 3000 oder auch nur einer von 10.000, je nachdem, wen man fragt.

Off-T: Yeah, jetzt hab ichs geschafft ... Cool

On-T: Die reinen Zahlen verkennen aber (in meinen Augen) die riesige Menge komplett unbrauchbarer Einsendungen. Ich durfte während meines Praktikums den Stapel eingegangener Manuskripte mehrerer Monate für einen Kleinverlag sichten. Wohlgemerkt, wir hätten durchaus gute Manuskripte angenommen, der Verlag wollte sich zu dem Zeitpunkt vergrößern. Es ist wirklich schauderlich, ich bezweifle, dass das bei Großverlagen anders ist. Gut 80% ist völlig am Thema (Verlagsprogramm) vorbei oder einfach Schrott. Der Rest ist zumindest "okay", aber ich habe in mehr als 100 Einsendungen genau zwei gefunden, die einigermaßen professionell gemacht waren (Exposé und Leseprobe) und von denen wir dann das Gesamtmanuskript angefordert haben.
Im Klartext: einer von 10.000 klingt total unwahrscheinlich, aber das ganze ist dennoch keine Lotterie. Wenn davon 8.000 Schrott sind, 1.000 weitere sehr überarbeitungsbedürftig und weitere 500 "nur" so lala, dann stehen wir schon bei 1 zu 500 wenn die Einsendung was taugt. Ist immer noch unwahrscheinlich, aber doch "anders".


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Niederrheiner
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BeitragVerfasst am: 25.02.2017 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Man muss sich auch gar nicht unbedingt Random House angucken, um die Chancen von unverlangt eingesandten Manuskripten beurteilen zu können.

Kann mich z.B. an ein Interview mit einer Lektorin vom Jugendbuch-Verlag Loewe erinnern.

In zwölf Jahren hat sie es einmal erlebt, dass dort ein Unverlangtes zum Buch wurde!

Und bei den großen Verlagen im Erwachsenen-Bereich ist es auch so.
Alle paar Jahre mal eines.

Wer zu den großen Verlagen will, muss über die Agenturen gehen, sonst hat man keine Chance.
Wenn es für die Agenturen nicht reicht, sollte man ein paar Stufen runtergehen (kleinere Verlage oder Ebook Imprints).
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Murmel
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BeitragVerfasst am: 25.02.2017 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Akiragirl hat Folgendes geschrieben:
Off-T: Yeah, jetzt hab ichs geschafft ... Cool

Das verstehe ich nicht?

Akiragirl hat Folgendes geschrieben:
On-T: Die reinen Zahlen verkennen aber (in meinen Augen) die riesige Menge komplett unbrauchbarer Einsendungen. Ich durfte während meines Praktikums den Stapel eingegangener Manuskripte mehrerer Monate für einen Kleinverlag sichten. Wohlgemerkt, wir hätten durchaus gute Manuskripte angenommen, der Verlag wollte sich zu dem Zeitpunkt vergrößern. Es ist wirklich schauderlich, ich bezweifle, dass das bei Großverlagen anders ist. Gut 80% ist völlig am Thema (Verlagsprogramm) vorbei oder einfach Schrott. Der Rest ist zumindest "okay", aber ich habe in mehr als 100 Einsendungen genau zwei gefunden, die einigermaßen professionell gemacht waren (Exposé und Leseprobe) und von denen wir dann das Gesamtmanuskript angefordert haben.
Im Klartext: einer von 10.000 klingt total unwahrscheinlich, aber das ganze ist dennoch keine Lotterie. Wenn davon 8.000 Schrott sind, 1.000 weitere sehr überarbeitungsbedürftig und weitere 500 "nur" so lala, dann stehen wir schon bei 1 zu 500 wenn die Einsendung was taugt. Ist immer noch unwahrscheinlich, aber doch "anders".

Das mag sein, 1 MS aus 500 einigermaßen brauchbaren schafft es, und wer weiß, 1 aus 10 wirklich brauchbaren, weil es zufällig zur rechten Zeit dem richtigen Verlag angeboten wurde - aber die wenigsten Autoren sind, vor allem am Anfang ihrer Karriere, in der Lage zu beurteilen, wo sie mit ihrer Angebotsqualität stehen. Für diese Autoren gilt eben 1 aus 10000 wird es schaffen.


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Akiragirl
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BeitragVerfasst am: 25.02.2017 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

Murmel hat Folgendes geschrieben:
Akiragirl hat Folgendes geschrieben:
Off-T: Yeah, jetzt hab ichs geschafft ... Cool

Das verstehe ich nicht?

Ach ich fands einfach lustig, dass von meiner Webseite etwas zitiert wird hier im DSFO. Das hat sich irgendwie ein bisschen wie ein Meta-Zirkelschluss angefühlt, cool wäre gewesen, wenn jemand das Zitat in der Diskussion benutzt hätte um etwas zu widerlegen, was ich vorher hier geschrieben hab.
Ist einfach schräg für mich; muss man nicht verstehen Laughing

Murmel hat Folgendes geschrieben:

Das mag sein, 1 MS aus 500 einigermaßen brauchbaren schafft es, und wer weiß, 1 aus 10 wirklich brauchbaren, weil es zufällig zur rechten Zeit dem richtigen Verlag angeboten wurde - aber die wenigsten Autoren sind, vor allem am Anfang ihrer Karriere, in der Lage zu beurteilen, wo sie in ihrer Angebotsqualität stehen. Für diese Autoren gilt eben 1 aus 10000 wird es schaffen.

Für mich klingt dieses "einer von zehntausend" halt immer so nach Lotterie. Aber es ist definitiv keine Lotterie, es ist nicht so: wenn du 10.000 mal einen Verlag anschreibst ist die Chance irgendwann 100% ... So kommt mir manchmal die Denke bei den Leuten vor. Wenn man schlecht schreibt, ist die Chance 0. Wenn man gut schreibt und über Jahre dran bleibt und nicht direkt in den Großverlag "muss", sondern bereit ist, sich hochzuarbeiten, ist die Chance, irgendwann dahinzukommen, bestimmt 10% oder höher. Ja, es ist schwer, aber wer hart arbeitet ist nicht chancenlos. Das wollte ich eigentlich bloß sagen, weil es hier im Thread manchmal so klingt als würden wir alle ne Runde am Glücksrad drehen.


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Murmel
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BeitragVerfasst am: 25.02.2017 14:49    Titel: Antworten mit Zitat

Akiragirl hat Folgendes geschrieben:
Murmel hat Folgendes geschrieben:
Akiragirl hat Folgendes geschrieben:
Off-T: Yeah, jetzt hab ichs geschafft ... Cool

Das verstehe ich nicht?

Ach ich fands einfach lustig, dass von meiner Webseite etwas zitiert wird hier im DSFO. Das hat sich irgendwie ein bisschen wie ein Meta-Zirkelschluss angefühlt, cool wäre gewesen, wenn jemand das Zitat in der Diskussion benutzt hätte um etwas zu widerlegen, was ich vorher hier geschrieben hab.
Ist einfach schräg für mich; muss man nicht verstehen Laughing

Aha, ok. Laughing

Akiragirl hat Folgendes geschrieben:
Für mich klingt dieses "einer von zehntausend" halt immer so nach Lotterie. Aber es ist definitiv keine Lotterie, es ist nicht so: wenn du 10.000 mal einen Verlag anschreibst ist die Chance irgendwann 100% ... So kommt mir manchmal die Denke bei den Leuten vor. Wenn man schlecht schreibt, ist die Chance 0. Wenn man gut schreibt und über Jahre dran bleibt und nicht direkt in den Großverlag "muss", sondern bereit ist, sich hochzuarbeiten, ist die Chance, irgendwann dahinzukommen, bestimmt 10% oder höher. Ja, es ist schwer, aber wer hart arbeitet ist nicht chancenlos. Das wollte ich eigentlich bloß sagen, weil es hier im Thread manchmal so klingt als würden wir alle ne Runde am Glücksrad drehen.

Im Prinzip klingt auch 1 aus 500 nach Lotterie, nur halt mit größeren Chancen. Das ist das Problem mit Statistik, welcher Population die Daten entstammen, macht das Ergebnis.

Glück spielt durchaus eine Rolle, das kann man nicht leugnen. Haben drei Autoren zufällig dieselbe Idee, was bei den vielen Zehntausenden durchaus der Fall sein kann, gewinnt, bei vergleichbarer Qualität, derjenige, der zur rechten Zeit beim rechten Verlag anklopft. Das ist die Stelle, wo Glück eine Rolle spielt.
Das ist wie im Berufsleben. Du kannst noch so gut in deinem Berufsleben sein, wenn aber die Konstellationen nicht passen, wirst du zwar immer noch Karriere machen, aber der Zugang zum Top ist dir verstellt. Das kann durch die Altersverteilung sein, weil deine Bude dicht macht, oder du halt an den falschen Vorgesetzten gerätst. Natürlich spielt auch hier Geschick im Networking eine Rolle, aber eben auch das Quäntchen Glück.

Als Autor kann man seine Chancen vor allem durch harte Arbeit verbessern, nicht nur am Stil und Handwerk feilen, sondern gezielt erfolgreiche Bücher analysieren, warum die und die anderen nicht. Tust du das lange genug, werden dir Muster auffallen, die du zu deiner Strategie nutzen kannst. Doch am Ende nimmt dir vielleicht dann doch Autor B die Position ab, weil er schon Hausautor ist, weil der den Verleger kennt, weil er ein bekannter Journalist oder TV Mensch ist, (ich rede hier nicht von den unsäglichen Biografien!), und du deswegen den kürzeren ziehst. Hätte Autor B seinen Vorschlag drei Monate später unterbreitet, dann wärst du vorne gelegen. Pech halt.
Oder?


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Akiragirl
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BeitragVerfasst am: 25.02.2017 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Klar, ich stimme dir zu 100% zu, dass Glück ein Faktor ist und auch kein geringer in der Verlagswelt. Selbst wenn man den Verlagsvertrag bekommt geht das Spiel weiter; wie viele Faktoren unabhängig von der Qualität des Buches bestimmen, ob es sich verkauft ... Auf nicht viele davon hat man Einfluss.
Aber der Vergleich mit dem Berufsleben gefällt mir. Ja, Top-Noten, eine gefragte Studienrichtung/Ausbildung, gute Berufserfahrung und Ehrgeiz sind keine Garantie für eine Mega-Karriere. ABER mit all diesen Faktoren ist die Wahrscheinlichkeit, arbeitslos zu werden auch extrem gering. Das heißt, die Chancen, dass man in irgendeiner Weise zumindest halbwegs erfolgreich ist, sind doch recht hoch.
So ähnlich sehe ich es auch im Verlagswesen. Wer über Jahre dran bleibt, den Markt analysiert, gute Ideen hat, gut schreibt, sich gut verkauft - der wird seinen Platz finden. Vielleicht nicht im Großverlag, nicht mit Auflagen im 5-stelligen Bereich. Aber so ist es ja nun überall im Leben.
Die "nackten" Zahlen lesen sich immer so extrem entmutigend, deshalb wollte ich das gern mal einwerfen.


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Rübenach
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Beiträge: 2491



BeitragVerfasst am: 25.02.2017 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde, die hier diskutierten Zahlenverhältnisse geben ein völlig falsches Bild ab. Mag sein, dass ein Verlag von dreitausend angebotenen Manuskripten nur eins als Buch veröffentlicht, aber die meisten Autoren schicken ihr Manuskript ja an mehr als einen Verlag/eine Agentur.

2015 gab es in Deutschland 76.547 Erstauflagen, davon waren 9.454 Übersetzungen. (Bücher allgemein, also incl. Schul-, Koch-, Ausmalbücher, incl. Comics, Kunstbände, Fachliteratur). In der Belletristik lag der Anteil der Übersetzungen an den Erstauflagen bei 24,7%.

Kämen auf jedes veröffentlichte Buch 3.000 Manuskripteinsendungen, dann hätten deutsche Verlage mit über 200 Millionen Einsendungen pro Jahr zu kämpfen, jeder Einwohner Deutschlands (vom Säugling bis zum Pflegefall im Altenheim) würde 2,5 Manuskripte pro Jahr einreichen.


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Flar
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BeitragVerfasst am: 25.02.2017 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

Genaue Zahlen sind schwierig...
Ergänzend noch ein Beispiel in Sachen Relativität: Mein Krimi wurde im November mündlich angenommen, der Vertrag dann in der ersten Dezemberwoche abgeschlossen (zeitnah auf die www-Seite geschrieben). Bis einschließlich Gestern gab es danach noch (zu den bereits davor) 2 Absagen, Standardtext, und 2 MS-Anforderungen, was ich dann höflich/dankend abgelehnt habe.
Aus meiner Sicht ist zusätzlich zu berücksichtigen, dass ggf. mehrere Verlage nacheinander/gleichzeitig angeschrieben werden (wie bei mir) und das manche Angebote irgendwo "rumliegen", obwohl sie in der Zwischenzeit eine Heimat gefunden haben.
Für mich habe ich die Zahlen immer so gelesen: Es wird nicht einfacher, aber nur wer etwas anbietet/einreicht, hat die Chance auf eine Antwort. Ja okay, man kann warten, bis einer fragt, aber soweit bin ich noch nicht ... Smile Smile Smile
Also: Zahlen weiter aufmerksam verfolgen, nicht verrücktmachen lassen, am Ball bleiben. Und weiterschreiben...


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"Leute fragen mich, warum ich so grausame Sachen schreibe. Ich erkläre ihnen dann gerne, dass ich das Herz eines kleinen Jungen habe… und es in einem Einmachglas auf meinem Schreibtisch steht."

(King of Horror Stephen King)
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Autor.Bernd.Stephanny
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Beiträge: 32
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BeitragVerfasst am: 19.03.2017 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
vor allem aber zerbreche ich mir nicht den Kopf über die Chancen, dass irgend etwas davon gedruckt wird.


Liegt wohl am Alter und der mit dem zunehmenden Alter einhergehenden Reife.
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