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Spinat auf Asphalt

 
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traumLos
Eselsohr


Beiträge: 375



BeitragVerfasst am: 17.02.2017 19:00    Titel: Spinat auf Asphalt eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Unter heißem Asphalt brodelt die Erde
Deren Oberfläche den Blick
Auf das Innere verschließt
In den

T
i
e
F
E
N

Schichten


                                         türmt  
                                 ge
Ihr Auswurf hoch                                 
    Ist planiert

Für die Aussicht auf W e i t s i c h t.

Lebens__ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __Weg
Begonnen unterhalb der Parkbucht
Wenige Monate nachdem die letzte Planierraupe in
Das Depot zurückgekehrt war um bald darauf
Eine neue Straße von irgendwo nach irgendwo
Mit anderen Geschichten … … … … … … … …


Verdeckt vom

G
     
    BL
     
WR


    
E
                 
    Ä


            
    TT
                         
    RR


              
E
                
    I
       
D
    E
R





Gezeugt zwischen Abfall und Insekten

Geburtstagsspaziergang immer bis zum Anfang des Lebens
Schon im Kinderwagen wie die Erzählungen [Hohlräume]
Immer nur bis dort bis zum Anfang wurde dieser Weg wie Spinat
Im Fluss der Zeit mit der Mutter immer wieder
Der dann trotz allem seitdem alleine gegangen wird
Und stets mit einer Spinatmahlzeit endet

Dann blättern in gesammelten Zeitungsberichten
Über Ereignisse vom ersten Kilometerstein bis zu jenem
An dem Kreuz mit Lauries Namen verweilen
Sie war eine Austauschschülerin aus Wales
Auf der Überholspur wo keine war war
Der Unfallversucher der seine Beine verlor dreiundzwanzig


    Und das andere Mädchen verlor seine Mutter
    Die den Wagen fuhr nur sie selbst blieb körperlich unversehrt
    Wollte nicht den Namen der Mutter auf dem Kreuz das
    Die Andere aufgestellt hat und jedes Jahr eine weiße Blume
    Für die Tochter mitbrachte an diesem Tag


[Hohlräume]

Irgendwann aufs Klo weil der Spinat im Darm rumort
Danach runter auf die Straße eine Zigarette rauchen
Und zu Fritz ans Büdchen der schon die Bierflasche öffnet
Und ein weitblickender Mann ist für den Rituale
Instrumente der Kundenbindung sind so dass er den Aschenbecher rüber schiebt
Noch eine Zigarette und das Lachen im Ohr vom Entstehungsort

An dem nun die Bierdosen zurückbleiben und das Lachen verfliegt
Als homöopathischer Schall vom leichten Sommerwind zerstäubt
Und im Kopf gespeichert als Erinnerung [Hohlräume]
Und die Vorstellung auch sie könnte gelacht haben damals
An einem mild warmen Herbsttag mit ihm unter ihm auf ihm
Als der Moment ihr Gefühl gab und ihm [Hohlräume]


    Weitergehen bis der Weg abgelaufen ist der Asphalt verrottet
    Gräser deren Samen unter dem Asphalt ruhten aus Ritzen sprießen
    Als ihre Zeit gekommen ist aber wahrscheinlich ist diese Straße
    Nur vernachlässigt worden weil seit ein paar Jahren die Autobahn
    Wenige hundert Meter entfernt schneller ans Ziel führt


Unter kaltem Asphalt brodelt die Erde

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traumLos
Eselsohr


Beiträge: 375



BeitragVerfasst am: 18.02.2017 11:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kommentar zum Bewerten. Geht nicht. Ich prangere das an.

Wenn ihr an ein zwei Stellen unsicher seid. Ja, Absicht.

Danke fürs Lesen. Und habt ihr sogar einen Kommentar dagelassen, freut mich das ganz besonders.
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Zinna
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BeitragVerfasst am: 19.02.2017 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Bewertungen aus dem subjektiv/objektiv gemischten Bauchgefühl.

Am Anfang fragte ich mich, ob da wer ausprobiert, was an Gestaltung möglich ist. Wink
Dann wird dein Beitrag sehr erzählend, hat stellenweise Berichtcharakter.
Die [Hohlräume] als wiederkehrendes Element überzeugt mich nicht.

Ob es zu mitterem Rang reicht, weiß ich noch nicht.

Gruß
Zinna


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Wenn alle Stricke reißen, bleibt der Galgen eben leer...
(c) Zinna
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 19.02.2017 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,
von der Form her wirkt mir dein Gedicht am Anfang wesentlich passender als am Ende, wo du eine traditionellere Strophenstruktur benutzt. Lyrische Elemente kann ich nur wenig entdecken, es wirkt eher wie Prosa in (eher zufälliger) Versform.

Inhaltlich okay, das Festhalten an Ritualen und Gewohntem, dann die Reduktion aufs Trivial, den Spinat. Obwohl mir nicht alle Verbindungen deutlich werden: Wer wurde da gezeugt und wer hatte einen Unfall? Und wer war der Unfallverursacher, und wieso war er das, wenn die andere Person sich auf einer "Überholspur" befand wo keine war (also Gegenfahrbahn)? Ich komme hier also logisch und kontextuell nicht ganz mit. Auch eine tiefere Verbindung zwischen Inhalt und Form kann ich nicht entdecken (mag aber auch an mir liegen)

Ist leider nicht ganz mein Ding, von daher wohl eher keine Punkte. Die verteile ich aber erst, wenn ich alles mehrfach gelesen habe.


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BlueNote
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BeitragVerfasst am: 20.02.2017 08:07    Titel: Antworten mit Zitat

Kommentar
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


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BeitragVerfasst am: 20.02.2017 08:20    Titel: Antworten mit Zitat

Bei diesem Gedicht könnte es sein, dass ich es zu niedrig bewerte, es unterschätze, es gewinnt, je mehr man sich damit beschäftigt.

Der Themenschwerpunkt Straße gefällt mir dabei ausgezeichnet: Sterben, Zeugung, Geburtstag. Vieles findet auf/an dieser Straße statt, zwischen Abfall und Insekten. Und es brodelt unter dieser Straße. Mit dem Spinat aber kann ich weniger anfangen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass man sich auf das Wesentliche (die Straße) konzentriert hätte.

Aber, irgendwie gefällt mir der Text doch, wegen seiner erzählerischen Sprache und seinem Motiv (das der Straße).
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dürüm
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BeitragVerfasst am: 20.02.2017 19:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

insgesamt eine schöne Geschichte, sprachlich angenehm, aber außer den Bemerkungen am Anfang und am Ende, und den geklammerten Hohlräumen finde ich nur spärliche Assoziationen mit dem Magma Thema.

Die Formatierung ist "bemüht", im Sinne von, fast zufällig wirkend, dadurch durchaus chaotisch, doch fehlen mir für einen höheren Platz ein durchgehendes Gestaltungsthema und sprachlich mehr Hinweise auf das Magma Thema.

So leider nur der 7. Platz und damit von mir

Quatre points

Gruß
Kerem


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Heidi
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BeitragVerfasst am: 20.02.2017 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist niederschmetternd, vielleicht zu niederschmetternd, zu real für meinen Geschmack.
Die Struktur: Eine der Besten. Vor allem der Buchstabensalat gefällt mir ausgesprochen gut, weil er mich zum genauen Schauen auffordert. Wie du mit Worten umgehst, finde ich auch hervorragend. Nur inhaltlich so finster, dass es mir schwer fällt etwas für mich selbst herauszuziehen. Also, etwas Allgemeinmenschliches, außer vielleicht, dass einer nach dem andern stirbt – auch auf grausame Weise, wir in den Medien danach gieren und es am nächsten Tag wieder vergessen haben. Aber für diese Erkenntnis muss ich schon arg um die Ecke denken.

Sechs Punkte


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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 21.02.2017 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

ch werde nicht genug Zeit haben, mich eingehend mit den Texten dieses Wettbewerbs auseinanderzusetzen.

Deswegen beschränke ich mich darauf, wie ich auf Geschildertes reagiere, und auf Relation von Inhalt und Formatierung.

Hier bin ich mir noch unsicher.
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HerbertH
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BeitragVerfasst am: 23.02.2017 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Strukturell am Anfang super magmatisch. Danach etwas weniger.
Am meisten überzeugt mich der letzte Satz.

Im Mittelfeld bei mir angesiedelt.


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Jenni
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Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 24.02.2017 23:21    Titel: Antworten mit Zitat

Prosaaffin wie ich bin, finde ich es natürlich prinzipiell auch mal schön, wenn mir eine Geschichte erzählt wird, der ich folgen kann, ohne dass sich meine Gedanken unauflöslich verknoten. Diese Geschichte ist die Lebensgeschichte von einer, die auf der Straße gezeugt wurde, auf dem Asphalt, unter dem das Magma brodelt. Und auf dieser Straße spielen sich alle Dramen ihres Lebens ab, der Tod der Mutter - vielleicht ist es eigentlich deren Geschichte, sind es deren Dramen, das Ich ist mehr das Überbleibsel, und so fühlt es sich wohl auch. Wie der Bezug ist, zum Magma darunter, das Leben kommt aus diesem Erdinneren und geht dahin zurück? Hm. Wie die Spinatmahlzeit ihren Platz darin hat, da kann ich dir leider überhaupt nicht folgen.
Die formale Umsetzung des Magmas ist ein bisschen optische Spielerei, in der Sprache findet sie sich nicht wieder. Oder ich finde sie darin nicht. Die Sprache bleibt sehr prosaisch, da lässt mich nichts aufhorchen. Die Stelle über den Unfall finde ich sogar sehr mühsam erzählt, da konnte ich kaum folgen. Die Hohlräume allerdings gefallen mir gut, in denen kann ich etwas erspüren, etwas Unerzähltes.
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Lorraine
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BeitragVerfasst am: 25.02.2017 09:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Es wurden ganz bewusst keine inhaltlichen Vorgaben zum Thema gegeben, mit der »Struktur eines Magmas« sollte sich formal auseinandergesetzt werden. »Ein Magma ist e i n Magma«, hieß es, mir bleibt also beim Lesen eines jeden Gedichts, zu schauen: wie setzt sich dieses hier zusammen, was ist für mich erkennbar, welche Motive sind eingeschmolzen, gibt es Verhärtungen, wieder Aufgelöstes, Hinweise auf hohen Druck oder beginnende Erkaltung? Ist es Magma, das auf einen Aufbruch aus ist, oder wird es, im Gegenteil, dort wo es sich befindet, bleiben, immer neu verschmelzend, einem zähen, langanhaltenden Prozess unter hohem Druck zwar unterworfen, aber nicht zu einem aus der Tiefe an die Oberfläche gelangenden Streben, zu keiner Richtung gezwungen?

Formales in der Lyrik, vielleicht noch speziell in einem Langgedicht, das heißt für mich: Was für sprachliche Mittel, welche Art von Figuren werden eingesetzt: Wort- und Klangfiguren; Symbole, Vergleiche, Metaphern, also Tropen im weiteren Sinn; Satzfiguren?
Wie wirkt auf mich – und das ist in diesem Wettbewerb auffällig oft zur Anwendung gelangt – all das, was der konkreten Poesie entliehen ist? Vereinfacht ausgedrückt wäre meine Frage an die Texte, wie oder wodurch im Einzelnen visuell ausgedrückt werden sollte, was Sprache allein nicht hat leisten können; erhält dieser oder jener Text einen Mehrwert durch eine vollständige oder teilweise Gestaltung als eine Art Piktogramm?

Wie funktioniert An- oder Abwesenheit der Sprache und gibt es da einen Widerspruch zu dem, was gerade ein Langgedicht kann oder könnte, nämlich die Sprache aus ihrer Verknappung zu entlassen, ihr Gelegenheit zu geben, innerhalb eines Textes auf jegliche Einschränkung zu verzichten (eine, die in anderen, kürzeren Gedichtformen für einen Verfasser keine Einschränkung darstellt)? Ein Verzicht, der das Langgedicht vielleicht seiner Möglichkeiten beraubt?
Gibt es unter den vorliegenden Texten einen oder mehrere, die eine (in meinen Augen) gelungene Kombination versuchen?

Was ich hier vorausschicke, sollte dazu dienen, mir klar zu werden, unter welchen Aspekten ich versuchen kann, mich nicht ausschließlich über ein Gefallen/Nicht-Gefallen zu nähern. Und wenn es schon um ein Beurteilen gehen sollte, wollte ich jedem Text möglichst »vorurteilsfrei« begegnen, soweit das überhaupt ginge, angesichts meines inzwischen recht ausgeprägten »Eigensinns«, was die Rezeption von Lyrik und gerade auch die Erwartungen an längere Texte angeht. Was ich zu den einzelnen Texten zu sagen habe, kann immer nur der Versuch sein, mein Lesen zu beschreiben – ich wehre mich dagegen, einem Gedicht ungefragt Veränderungen oder gar Verbesserungen vorzuschlagen, so etwas ist Sache des Verfassers, dem es vorbehalten bleibt, seinen Text so oft und so lange neu zu bedenken, bis er in ihm ein zufriedenstellendes Maß an Qualität zu finden glaubt.



Zu: Spinat auf Asphalt

Geschichten um Lebenswege und eine Todes-Strasse, kalt soll das nicht lassen, was da brodelt und rumort, oder wird gerade das versucht: den Abstand, ja die Gleichgültigkeit gegenüber dem, was so ein Augenblick der Raserei verursacht, durch eine distanzierte Sprache, vereinzeltes Aufblitzen von Erinnerungen an Details oder Namen, die so schnell aus dem Blick verschwinden, wie eines dieser Kreuze an Strassenrändern, sobald man vorbei gefahren ist?
Ein Gedicht kann man wiederlesen, man (ich) überprüft die Lesart, die man ihm vorerst zugewiesen hatte. Hier geht es mir so, dass ich zwischen dem Gefühl von etwas nur Behauptetem und dem Verständnis schwanke, dass sich Sprachlosigkeit oder Traumata von Betroffenen durch diese Annäherung an ihre Rituale darstellen lässt und es (hier) dem Leser überlassen bleiben muss, wie tief er vordringen kann oder will oder ob das

Zitat:
Unter heißem Asphalt brodelt die Erde
Deren Oberfläche den Blick
Auf das Innere verschließt


nicht Programm ist, es nirgends darum geht, durchblicken zu lassen. Ist das  mehr als ein Blättern in
Zitat:
in gesammelten Zeitungsberichten


?

Es ist, denke ich, die zurückgebliebene Tochter, deren Ritual um einen Gedenktag, an dem sich Vieles reduziert auf das Bild um den Spinat herum, hier seziert wird, diesem Ich bleibt man vom Leib, eine Ahnung davon, wie sich alles in ihrem Reflektieren um ein Ereignis vermengt, gibt dieser Teil, den ich für den stärksten halte:

Zitat:
Noch eine Zigarette und das Lachen im Ohr vom Entstehungsort

An dem nun die Bierdosen zurückbleiben und das Lachen verfliegt
Als homöopathischer Schall vom leichten Sommerwind zerstäubt
Und im Kopf gespeichert als Erinnerung [Hohlräume]
Und die Vorstellung auch sie könnte gelacht haben damals
An einem mild warmen Herbsttag mit ihm unter ihm auf ihm
Als der Moment ihr Gefühl gab und ihm [Hohlräume]


Wenn ich aber glaube, einen Versuch, ein Sich-Vorstellen von Vorstellung zu lesen? Wenn ich weiss, wie ich an einer Gefühls-Schreibung festklebe, dann bin ich wieder bei der beobachtenden Distanz und was bleibt, ist die Behauptung.
Zitat:
Unter kaltem Asphalt brodelt die Erde

Reicht es (mir), gleichmässig verteilte [Hohlräume] selbst besetzen zu dürfen? Mir im dem Teil mit den wirbelnden Buchstaben die (zusammen-)passenden herauszusuchen? Es bleibt bei einem Druck-Bild, was diesen Teil betrifft, das passt wiederum zum Titel "Spinat auf Asphalt", der mir als Bild zwar einleuchtet, aber eins bleibt, dem arg viel zugemutet wird, in meinen Augen jedenfalls.

Grüsse

Lorraine
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gold
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Alter: 67
Beiträge: 6400
Wohnort: Persepolis
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BeitragVerfasst am: 26.02.2017 08:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo long Johnson,

dein Gedicht habe ich immer wieder vor mir hergeschoben. Als ich es das erste Mal  las, war ich begeistert, von deinen Gedanken und Szenen, Geschichten.
Später aber stellte ich fest, dass ich Mühe habe, es als Gedicht zu sehen.
Dein Text stellt für mich eher eine Kurzgeschichte dar, die von Lyrik eingerahmt ist.

Daher bin ich leider nicht so überzeugt von deinem Beitrag.

LG gold


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es sind die Krähen
die zetern
in wogenden Zedern

Make Tofu Not War (Goshka Macuga)

Es dauert lange, bis man jung wird. (Pablo Picasso)
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poetnick
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Beiträge: 702
Wohnort: Europa


BeitragVerfasst am: 26.02.2017 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Autor,

kam über den Spinat nicht so in das Erleben elementarer Kräfte.
Dein Gedicht geht von einer, wie ich finde, sehr originellen Idee aus und einer
berührenden, verdichteten Erzählung.

Habe hier 3 Punkte vergeben. Vielen Dank!

Liebe Grüsse - Poetnick


_________________
Wortlos ging er hinein,
schweigend lauschte er der Stille
und kam sprachlos heraus
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albaa
Geschlecht:weiblichLeseratte


Beiträge: 136



BeitragVerfasst am: 26.02.2017 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, ich bin mit dem Kommentieren nicht fertig geworden bzw. nicht damit zufrieden gewesen. Mit dem Bepunkten bin ich teilweise auch nicht ganz glücklich (nur bei meinem Favoriten bin ich ganz sicher, schon bei Platz zwei und drei hab ich mehr oder weniger zwischen zwei Texten gewürfelt, die mir beide eigentlich gleich gut gefielen). Vielleicht liegt meine Unsicherheit auch daran, dass ich mich bei dieser Langdings-Schwurbel-Form auch nicht wirklich wohl fühle - weder als Schreiber (ich habs einfach einmal versucht) noch als Leser (beim überwiegenden Teil der Beiträge zumindest). Als Teilnehmer muss ich aber wohl auch Punkte vergeben. Ich habe mich wirklich bemüht und immer wieder gelesen. Also tut mir leid, falls sich jemand ungerecht bepunktet fühlt.

Lieben Gruß
albaa
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traumLos
Eselsohr


Beiträge: 375



BeitragVerfasst am: 26.02.2017 20:55    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo und ein dickes Dankeschön, an alle, die sich mit meinem Text beschäftigt haben. Beim Lesen aller Texte stellte sich mir die Frage nach Linie orange oder Linie grau. Nun ist es doch noch orange geworden. Very Happy

Erklären muss ich, denke ich, nichts, dafür habt ihr genügend Lesweisen angeboten.

Nur zwei Anmerkungen:
Spinat: Nun ja, Kinder hassen Spinat
Und die [Hohlräume] sollten keine Aufforderung an den Leser sein, hier Lücken selbst zu besetzen. Sie bezogen sich an den Stellen auf LI. Mal vielleicht nie gewusst, mal vielleicht verdrängt.
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

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Beiträge: 3059
Wohnort: Nullraum
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
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BeitragVerfasst am: 26.02.2017 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

traumLos hat Folgendes geschrieben:
Spinat: Nun ja, Kinder hassen Spinat
Nö. Wie kommst du darauf? Manche vielleicht, aber nicht alle. Verallgemeinern lässt sich das nicht. Meine Sechsjährige ist ganz wild darauf. Ich selbst habe als Kind Spinat geliebt. Heute hasse ich ihn.

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traumLos
Eselsohr


Beiträge: 375



BeitragVerfasst am: 27.02.2017 20:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
traumLos hat Folgendes geschrieben:
Spinat: Nun ja, Kinder hassen Spinat
Nö. Wie kommst du darauf? Manche vielleicht, aber nicht alle. Verallgemeinern lässt sich das nicht.


Nee, das nicht. Ist halt so ein Klassiker, das mit dem Spinat. Scheint heute nicht mehr so bekannt zu sein. Very Happy
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traumLos
Eselsohr


Beiträge: 375



BeitragVerfasst am: 28.02.2017 21:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zinna hat Folgendes geschrieben:
Hallo Inko,

Bewertungen aus dem subjektiv/objektiv gemischten Bauchgefühl.

Am Anfang fragte ich mich, ob da wer ausprobiert, was an Gestaltung möglich ist. Wink


Hallo Zinna,

danke für deinen Kommentar. Die Frage, die du dir gestellt hast, muss ich leider mit Nein beantworten. Die Formatierungen zu Beginn, waren bereits in der Konzeption des Textes geplant, ohne dass ich wirklich wusste, ob ich sie tatsächlich so umsetzen kann. Ist aber genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Schade, dass es für dich und andere nicht erkennbar war.
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traumLos
Eselsohr


Beiträge: 375



BeitragVerfasst am: 28.02.2017 21:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Lyrische Elemente kann ich nur wenig entdecken, es wirkt eher wie Prosa in (eher zufälliger) Versform.


Hallo V.K.B.,

vielen Dank, dass du dir Zeit für den Text genommen hast.
Prosa ist richtig, hielt ich auch bei einem Langgedicht für machbar. Das ist allerdings mehrfach negativ aufgenommen worden.

Die Umbrüche sind jedoch nicht zufällig entstanden, sondern alle geplant.
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traumLos
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Beiträge: 375



BeitragVerfasst am: 28.02.2017 21:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

BlueNote hat Folgendes geschrieben:
Aber, irgendwie gefällt mir der Text doch, wegen seiner erzählerischen Sprache und seinem Motiv (das der Straße).


Hallo BlueNote,

danke dafür, das du erzählerische Sprache und Motiv in Verbindung mit Gefallen gebracht hast.
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traumLos
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Beiträge: 375



BeitragVerfasst am: 28.02.2017 21:41    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

dürüm hat Folgendes geschrieben:
aber außer den Bemerkungen am Anfang und am Ende, und den geklammerten Hohlräumen finde ich nur spärliche Assoziationen mit dem Magma Thema.


Hallo dürüm,

dabei ist der Text, fortfließend ohne Interpunktion auf der formalen Seite und inhaltlich trotz äußerlicher Distanz, innerlich brodelnd, von Magma durchdrungen.

Hatte ich zumindest gedacht. Very Happy
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