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Gelb, Geschichte

 
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hobbes
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 2983

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 01.12.2016 19:00    Titel: Gelb, Geschichte eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Gelb, Geschichte

Mensch, Vreni, ich hab das doch nicht gewusst.
Mensch, Vinz, du bist der letzte Depp.

Nicht gewusst. Verena stapft den Berg hoch, weiter, immer weiter hinauf. Nur sie und der Schnee; extrem viel Schnee, genauso wie es der Puntigammer gesagt hat.  
Die Hände hat sie in den Jackentaschen, Immer die Hände aus den Taschen, Vreni, wenn du fällst, kannst du dich wenigstens abfangen.
Nein. Die Hände bleiben in den Taschen. In der rechten ist immer noch das Eukalyptusbonbon. Eukalyptus, echt jetzt.
Da fällt ihr nichts mehr ein.

Das wäre schön, wenn ihr nichts mehr einfallen würde.  

Mach Schluss mit ihm. Die Lene.
Ach komm, der Vinz wusste es nicht, der hat das doch nicht böse gemeint. Die Barbara.  
Vinz, der Depp. Musst du wissen. Der Peter.

Wollen's wirklich da raufgehen? Mit einem Nicken zum Berg hin stellt der Puntigammer diese Frage. 's wird noch mehr Schnee geben.
Als sie ihn hinter sich lässt, hat sie sein Kopfschütteln vor sich. Verrückt sans, alle verrückt.

Der Puntigammer hat sicher den Vinz angerufen. Dein Mädel will den Berg hinauf, Vinz.
Der Vinz lacht es weg. Ach was, Puntigammer, sie ist doch nicht blöd.
Wenn du es sagst, Vinz.
Nachdem er aufgelegt hat, der Vinz, wirft er einen besorgten Blick aus dem Fenster. Seit der Sache mit dem Zettel ist sie komisch. Und es soll noch mehr Schnee geben. Und der Puntigammer, der ruft nicht einfach so an, ohne Grund.

Bergwacht-Vinz, kannst mich ja retten, wenn du mich findest, denkt sie. Kannst es versuchen. Aber ich lass mich nicht (finden, retten).

So schön, der Schnee. Deckt alles zu. Hat schon den zugefrorenen Edelweißsee zugedeckt, türkisgrün war er im Sommer. Vinz spritzt sie nass, Na los, trau dich Vreni, so kalt ist es gar nicht.
Lügner.

So kalt ist es gar nicht. Also jetzt, heute, hier im Schnee. Nur an den Füßen. Du brauchst ordentliche Schuhe, Vreni, nicht dieses Gelump. Verächtlicher Blick zu ihren Nikes.
Die hat sie heute nicht an, sie ist ja nicht blöd. Sie will sich auch nicht umbringen. Nur ein bisschen vergessen. So ein Schnee, der deckt alles zu.

Und später schmilzt er wieder weg. Wenn es an der Zeit ist. Reißende Bäche, Bodenerosion. Oder auch nicht. Zahmer Schmelz, leises Tröpfeln. Man weiß es nicht; nur der Puntigammer, der weiß es.

Was willst du denn im Süden, fragt Großmutter Helene.
Großmutter Helene und der Puntigammer, die würden sich gut verstehen. Dabei hat der Puntigammer höchstens einen Volksschulabschluss.

Was willst du im Süden, neu anfangen will sie da.

Hat ja super geklappt.

Mensch Vreni, ich hab das doch nicht gewusst!

Der Vinz, wie er an der Kasse sitzt, ein Bonbonpapier faltet. Zusammen, auseinander, zusammen, auseinander. Sie hat ihm eine Weile dabei zugesehen, zwischen Vittel, Evian und Volvic.
Wie bitte, du hast ihn im Getränkemarkt kennengelernt? Er arbeitet dort? Ein Witz, oder? Die Lene.
Kein Witz.

Ein Euro fünfundsechzig, bitte.
Sie sucht. In der Tasche. In der Jacke. In der Hose. Findet nichts und sieht ihn an. Er hat ein Grübchen, links. Und Augen so blau.
Ich habe wohl mein Portemonnaie im Auto vergessen.
Immer vergisst sie alles im Auto. Das wäre nicht schlimm, aber jetzt steht das Auto in Rickensen und sie ist in Förchting, sechshundert Kilometer südlich. Ungefähr. Ist sowieso nicht ihr Auto. Was willst du denn im Süden, Verena.
Kein Problem, sagt er. Wenn er lacht, hat er zwei Grübchen.

Dann sind sie essen gegangen, Ich bin der Vinz, hat er gesagt und ein Holzfällersteak bestellt. Das hat er vorher schon gesagt, Ich bin der Vinz, im Getränkemarkt. Warum sagt er es jetzt noch einmal, sie weiß es nicht.
Verena, sagt sie, obwohl auch das schon gesagt wurde.
Sie entscheidet sich für den Salat mit Putenbrust und isst dem Vinz die Pommes weg. Er lacht. Zwei Grübchen.
Fünfunddreißig Euro achtzig, sagt die Bedienung später.
Der Vinz bezahlt und nimmt sie mit nach Hause (die Verena).

Ihr Magen knurrt. Sie hat nichts dabei, nur das Eukalyptusbonbon in der Jackentasche; Eukalyptus, mal ehrlich.
Immer was zu essen mit auf den Berg! Und eine Regenjacke. Mütze, Handschuhe. Genug zu trinken. Undsoweiterundsofort. Das Handy natürlich. Wenn was ist, rufst du die Bergrettung, 140. Oder mich. Ausnahmsweise lacht er nicht.

Wasser ist ja genug da, irgendwie. Sie sieht nach oben, öffnet den Mund und fängt eine Schneeflocke. Und noch eine. Im Süden schmeckt der Schnee anders.

Sie wird wieder hinuntergehen, natürlich, das wird sie. Aber zuerst muss sie noch ein bisschen vergessen, sich zudecken lassen vom Schnee, der Stille.
Diese Stille! Sie hat vorher nicht gewusst, wie still die Welt sein kann. Immer fährt irgendwo ein Auto vorbei. Straßenbahn. Fahrradklingel. Hundegebell. Und Menschen, überall Menschen.
Aber hier ist niemand.
Pst, sagt er am Edelweißsee. Als sie unter dem Ahorn im Gras liegen. Pst, sagt er und dass sie mal zuhören solle.
Sie lauscht.
Ich höre nichts, sagt sie.
Ja eben, sagt er und lacht. Zwei Grübchen.

Jetzt sitzt er zwischen Getränkekisten und lacht nicht. Sie wird doch nicht?

Sie wird. Bei Schnee ist die Stille noch stiller. Nur die Schneeflocken, die auf ihrer Kapuze zerschellen. Krpsch, krpsch.
Eine Softshelljacke, immerhin die hat sie an. Es ist seine, sie ist ihr zu groß.
Früher hätte sie nicht gewusst, was das ist, Softshell. Funktionstextilie. Ein Wort, bei dem sie Großmutter Helenes Gesicht lieber nicht sehen will.

Mit dieser blöden Jacke fing es überhaupt erst an, ohne die Jacke wäre sie jetzt nicht hier oben, sie kann nicht glauben, dass sie schon wieder diese Jacke angezogen hat.
Sie hat den Regenschirm im Auto vergessen, immer vergisst sie alles im Auto. Sie hätte natürlich den Schirm holen können, aber der Autoschlüssel war nicht da, vielleicht hatte Vinz das Auto genommen. Vinz' Jacke dagegen war da, also warum nicht.
Warum nicht, weil ein Zettel darin ist. Weil sie den Zettel findet und weil Vinz dann 'Mensch Vreni, ich hab das doch nicht gewusst' sagt.

Den Zettel hat sie weggeworfen.
(Was weg ist, ist weg. Kommt wieder, wenn der Schnee schmilzt).
Das Eukalyptusbonbon ist noch da.
Vinz und seine Bonbons. Die Bergwachtkumpels nennen ihn Koala, dabei hat Vinz nichts von einem Koala. Vinz ist nicht niedlich, Vinz ist einer, von dem man gern gerettet wird.  

Sie wird wieder hinuntergehen, sie ist doch nicht blöd. Aber noch nicht, zuerst wird sie noch ein bisschen weitergehen, vielleicht bis zum Grat, dorthin, wo einem der Wind um die Ohren pfeift.
Eine gute Orientierung hast du ja, Vreni. Überrascht ist er. Das hätte er nicht gedacht, so eine praktische Fähigkeit, eine, die man tatsächlich zu etwas gebrauchen kann. Alles andere, wozu braucht man das, für Trivial Pursuit. Braun, Kunst und Literatur. Wen liebte Don Quijote in seinen Tagträumen? Dulzinea. Was du alles weiß, Vreni.
Vinz, ganz das Klischee, hat es mehr mit Orange. Sport und Vergnügen. Welchen Rekord teilen sich alle acht Fußballmannschaften in der Endrunde der Europameisterschaft 1976? Verlängerung, die mussten alle in die Verlängerung. Das war doch geraten, Vinz! Vinz lächelt sein Zwei-Grübchen-Lächeln.
Blau, Erdkunde. Wie viel Schnee braucht es, alles neu zu machen?

Bald wird es dunkel, Vreni, bevor es dunkel wird, solltest du irgendwo ankommen.
Ein Kommilitone hat ihr vom Winter in Finnland erzählt. Von den Tagen, an denen die Sonne gar nicht mehr aufgeht. Draußen im Schnee bräuchte man kein Licht, man könne sogar Bücher lesen, so hell wäre es.
 
Sie ist aber nicht in Finnland.
 
Irgendwo hier oben ist die Jagdhütte von Vinz' Onkel Georg. Vorhin hat sie den Hochsitz passiert; im Sommer, auf dem Weg zum Edelweißsee, sind sie auch daran vorbeigekommen, hoch oben im Baum hängt er, sie würde diese Leiter lieber nicht hochklettern.
Vinz hat ehrfürchtig nach oben gesehen, nicht wegen der Höhe, da lacht er darüber, der Vinz. Nein, wegen dem Sechzehnender.
Da hat er mal einen Sechzehnender geschossen, der Onkel.
Ein Sechzehnender, sie wusste gar nicht, was das ist.

Und dann hängen sie überall diese toten Tiere auf! Kind! Großmutter Helene.

Der Puntigammer hat nur lebende Tiere. Bis sie geschlachtet werden, dann sind sie natürlich tot. Und werden gegessen, beim Puntigammer hängt nichts an der Wand. Nur der Jesus am Kreuz.
 
Und dann sind sie auch noch alle katholisch! Kind!

Verena mag die Ziegen am liebsten.
Der Puntigammer mag die Ziegen vielleicht auch ein bisschen. Fleckerl ist immerhin zwölf Jahre alt. Und lebt noch.

Verena ist achtundzwanzig Jahre alt (lebt noch?) und beim Vinz hängt jetzt ein Bild an der Wand. Von der Verena. Sie kennt sich aus mit Bildern, hat eine Zeitlang Kunstgeschichte studiert. Wer malte das Pastellbild 'La tasse de chocolat'? Degas, Edgar Degas.
Was du alles weiß, Vreni!
Hättest du doch mal was gewusst, Vinz.

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V.K.B.
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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 01.12.2016 23:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,
Gelb, Geschichte, die sollen wir raten, richtig? Welche Bedeutung der Zettel hat, was Vinz nicht wusste, weshalb sie jetzt diesen Berg hochstapft und vielleicht nie wiederkommt. Vielleicht bin ich ein Depp wie Vinz, aber ich komm gerade nicht drauf. Ein Brief einer anderen Frau, dass er Vater ist? Irgendwas Medizinisches, ein Aids-Test oder so? Muss ja irgendwas sein, weshalb andere ihr raten Schluss zu machen, von dem er sagen kann, er wusste nichts davon und ausreichend schlimm, dass sie deshalb allein den Berg hochrennt. Aber ich kann nichts eindeutiges ausmachen. Oder soll das unklar bleiben?

Auch egal. Die Geschichte ist gut geschrieben und hat was. Leider fehlen mir die Vorgaben etwas. Okay, Verena wollte neu anfangen, aber ein ständiges Motto kann ich da nicht entdecken. Auch das Thema Niemandsland wird durch den Berg und seine Stille nur etwas gestreift, ist aber kein wirkliches Thema.

So schwer es mit fällt, ich kann nur zehn Texte bepunkten und bisher gefallen mir alle, die ich gelesen habe. Ich brauche irgendein Ausschlusskriterium und halte mich daher erstmal an die Umsetzung der Vorgaben. Dein Text schafft es daher leider nicht in meine Top ten. Was mir wirklich leid tut, denn ich hab ihn gerne gelesen.



Edit: Nach langer Überlegung, ewigen Vergleichen, alles vergessen und immer wieder von vorne beginnen wie neu, meine endgültige Wertung: leider nicht in meine Top Ten geschafft und von daher keine Punkte. Was aber nicht heißt, dass dich die Geschichte jetzt schlecht fand, eigentlich habe ich alle gerne gelesen. Aber da man nur zehn bepunkten kann, muss der Rest eben leer ausgehen, auch wenn's schwer fällt.


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gold
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BeitragVerfasst am: 02.12.2016 08:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

So ein Dreppeneinstieg gefällt mir immer...muss unbedingt weiterlesen...mhm erfrischend am Anfang, dann aber etwas langatmig. Zu viel Kurzes, das macht es anstrengend. Und die Wörter in Klammern. Ich finde die Klammern müssen nicht sein. Und die Namen am Satzende. Das macht das Ganze etwas unbeholfen. Auch denke ich, dass die Umsetzung des Mottos nnicht gelungen ist. Wo ist ein Neubeginn?

Der Titel: Ich frage mich:Wodurch wird Schnee gelb? Sich kaputt lachen ... naja, wahrscheinlich hast du dir ja ganz andere Gedanken dazu gemacht. Ich komm leider nicht darauf.

Sorry, insgesamt wohl keine Punkte.

LG gold


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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 03.12.2016 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Also, dies hätte ich fast nicht weiter gelesen. Weil ich es nicht mag, wenn ich am Anfang einer Geschichte mit Namen überschüttet werde. Mit Namen hab ich's nicht so. Ich kann sie mir schlecht merken.

Bin aber froh, dass ich dann trotzdem weiter las, denn dann hat mich der Text gefangen, mit seinem Eukalyptusbonbon, den zwei Grübchen, und mit seiner "flapsige"n Schreibweise, die, wie der Schnee, einiges zu verbergen weiß.

Thema und Vorgaben sind für mich umgesetzt.

Das Niemandsland der Ort, wo sie sich befindet, aber auch ihr innerer. Trotz des Eukalyptusbonbons und der Grübchen ist sie allein auf sich gestellt. Vielschichtigkeit sehe ich im Kontrast des Erzaehlstils zu dem, was beschrieben wird.
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MoL
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Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 03.12.2016 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

7 Punkte von mir.

Rotzig, lieber Autor (Ich habe auch schon einen Verdacht ...), gleichzeitig ungeheuer liebenswürdig. smile

Gern gelesen, einfach rund, diese Geschichte. Klasse Schluß!

Der Titel ist allerdings irgendwie ... Weißt schon: "Gelb" und dann "Schnee" Confused

... und jetzt verrate mir bitte, WAS auf dem Zettel steht??? Shocked

LG, MoL


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"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Gühernder Hass", acabus Verlag, Frühjahr 2019.
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Constantine
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Beiträge: 2605

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 04.12.2016 01:12    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour,

tja, Vreni, da fällt mir nichts mehr ein. Ich suche das Thema und die Themenvorgabe vergebens. Stattdessen zieht es dich in den Schnee, weg von Vinz und eurer Beziehungskiste, in der es gerade rappelt, so dass Großmutter Helene und der Puntigammer eigentlich lieber Trivial Pursuit spielen sollten, als dir und Vinz gedanklich nachzuhängen. Vreni, deine Geschichte schweift immer weiter aus, kommt mMn ins Gefasel anstelle einem roten Faden zu folgen, und damit meine ich nicht Trivial Pursuit und den Rubriken der Farben, oder warum du mir im letzten Absatz noch dein Alter nachreichen musst, sondern, warum du dich nicht auf die Themenvorgabe fokussiert hast.

Verena, es tut mir leid, du hast es nicht in meine Top-Ten geschafft: zéro points.

Merci beaucoup,
Constantine
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Literättin
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Lezepo 2015 Lezepo 2016


BeitragVerfasst am: 04.12.2016 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mag die Vreni, den Vinz, ich mag die ganze Geschichte. Sie kommt in ihrer frischen Sprache, in diesem sympathischen Dialekt so lakonisch daher und ist einfach fabelhaft erzählt. Die Vreni, ja, sie will neu anfangen, aber es gelingt nicht. Aufgebracht stiefelt sie nun los in den Schnee in das etwas bemüht formulierte Niemandsland, um, nein, nicht zu sterben, denn sie will durchaus wiederkehren.

Wäre da nicht dieser Zettel in Vinz' Jacke, die sie nun trägt, die sie schon einmal trug und nun wieder. Zum letzten Mal?

Es bleibt ein Stück weit nicht ganz offen, ob sie da oben stirbt: Der Puntigammer deutet es wieder und wieder an, der Vinz hat am Ende Vrenis Bild an der Wand hängen. Eigentlich müsste sie der Logik der Geschichte nun tot sein, denn so offen wie das Ende ist, so eindeutig sind die gesetzten Hinweise, dass die Vreni ihren Neubeginn nun doch nicht überlebt hat.

Die Geschichte liest sich unheimlich gut. Ich marschiere da mit der Vreni mit, ich folge der Liebes und Liebesleidgeschichte gerne. In all dem wirkt diese kleine Erzählung nicht im mindesten dramatisch, sondern eher rotzfrech - des Dialektes wegen? Der Unmittelbarkeit der Charaktere wegen, die ich unheimlich gut gezeichnet finde?

Dennoch gibt es Schwächen: ich enträtsele diesen sehr reizvollen Titel nicht. Ich weiß zwar, das mit Gelb, Geschichte das gelbe Trivial-Pursuit-Tortenstück gemeint ist, und dass Vinz in dieser Hinsicht etwas hätte wissen sollen. Ich komme nur nicht auf den Zusammenhang.

Ebenso wenig komme ich auf die Bedeutung dieses geheimnisvollen Zettels, der so banal wirkt, wie eben ein aufgefundener Zettel in der Jackentasche des Liebsten eindeutig zweideutig sein kann. Was hat Vinz nicht gewusst? So sehr ich auch suche, im Text, ich kann es nicht finden, nicht entschlüsseln und bleibe hier sehr in der Luft hängen: ist dem Autor hier nichts eingefallen und hat er es deshalb so banal belassen, dass ich um ein simples Indiz für eine andere Liebschaft kreise? Aber was hätte er denn dann wissen sollen? Dass Vreni einen Neuanfang wollte? Mit ihm? Während er das nicht so ernst nahm? Ist es so einfach? Warum dann so ein Geheimnis darum machen? Hm.

Dieser leichte Lesefrust und der Umstand, dass mir das Niemandsland nicht wirklich erscheinen mag im Text, gibt ein paar Abzüge. Und trotzdem - da mir diese Geschichte einfach nicht mehr aus dem Kopf will und hin und wieder sich mit neuen Fragen meldet (was ist eigentlich die Bedeutung dieses nach-Süden-Ziehens, das die Oma nicht mag?) und diese ganze lakonische Frische (ein Vinziger Heimatfilm in unheimlich gut gemacht) lassen einfach nicht zu, dass er aus meinen Favoriten herausfällt. Landet irgendwo im oberen Drittel, punktemäßig, bei mir.
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Seraiya
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 914



BeitragVerfasst am: 05.12.2016 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,


Interessante Erzählweise, bin drangeblieben. Trotzdem lässt mich der Text leer zurück und erfüllt meiner Meinung nach nicht das kriterium der inhaltlich anspruchsvollen, ungefügigen und mehrschichtigen Literatur. Hier klingt für mich nichts nach, es bleibt nichts hängen. Keine Punkte.
Im Prosbereich des Forums hingegen hätte er mir sicher gut gefallen.


LG,
Seraiya
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Oktoberkatze
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 53
Beiträge: 324

Ei 1 Ei 9


BeitragVerfasst am: 06.12.2016 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Thema: seh ich deutlich umgesetzt
Motto: seh ich auch gut umgesetzt
Inhalt: eher schlicht gehalten, irgendwie wüsste ich ja schon gerne, was auf dem Zettel stand Laughing
Fazit: hat mir gut gefallen, 2 Punkte


_________________
Die meisten Denkmäler sind innen hohl
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 56
Beiträge: 2916
Wohnort: Wangen im Allgäu


BeitragVerfasst am: 06.12.2016 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

nun, das sich wiederholende seh ich da nicht.
Natürlich bin ich neugierig, was auf dem Zettel stand und ich nehme an Gelb steht für ein Thema in Trivial Pursuit.


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Heidi
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Alter: 37
Beiträge: 1152
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 07.12.2016 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Die Verpackung (ähm … der Titel) deiner Geschichte ist ausgesprochen originell, auch der Schreibstil gefällt mir, die Figuren sind allesamt speziell und interessant. Nur schade, dass der Titel wie Fassade wirkt, weil kein Zusammenhang zur Geschichte besteht (außer ich bin zu blöd dafür, den zu entdecken).
Das Thema kann ich auch nicht finden bzw. wird es beim Lesen nicht erlebbar. Aufgrund der einen oder anderen Bergerfahrung, kann ich nur bestätigen, dass es sich dort oben wie im Niemandsland anfühlt, aber wenn ich nie auf einen Berg gestiegen wäre, würde ich nicht auf die Idee kommen, dass deine Geschichte mit einem solchen im Zusammenhang steht.

Das Motto hast du wohl damit umgesetzt, weil Vreni aufm Berg ein bisschen vergessen will, weil der Schnee alles zudeckt (das finde ich als Bild schön) und im Süden neu anfangen möchte.

Fazit:
- inhaltlich anspruchsvoll: na ja
- mehrschichtig: na ja
- ungefügig: eindeutig (und das ist ein großes Kompliment von mir)
Das Motto ist gut umgesetzt, aber das Thema kann ich nicht finden.
Trotz interessantem Schreibstil, den ich gerne mag, leider keine Punkte.

Edit: Als Jugendliche wollte ich mal im Winter auf einen Berg steigen - nur mit Bergstiefeln an den Füßen. Ich bin nicht weit gekommen, schon nach wenigen Höhenmetern blieb ich beinahe im Schnee stecken. Laughing


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zerstäuben im Wind
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tronde
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Das goldene Aufbruchstück Das silberne Niemandsland


BeitragVerfasst am: 07.12.2016 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Ach, schon wieder so eine schöne Geschichte, bei der mir das Motto zu fern ist. Ein ganz eigener Schreibstil, passend zur zur Landschaft. Und klar, der unberührte Schnee ein Niemandsland. Aber das Vergessen und Neubeginnen finde ich nicht.
Vielleicht ein paar Punkte, weil die Geschichte so schön ist?

Liebe Grüße
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holg
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Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 08.12.2016 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

Schönes Erzählen. Erinnert mich an den Wettbewerb mit den Spiralen, vong Erzählweise her. (Glaube, eine_n Autor_in zu erkennen, sag aber nix, damit es nicht peinlich ist, falls ich daneben liege)

Verena im Niemandsland auf dem einschneienden Berg, in ihren Gedanken hat im Süden neu angefangen und will neu anfangen (nur noch ein wenig vergessen).
Mit Vinz?
Wohl kaum.

Besticht durch die scheinbare Einfachheit (die mich beim ersten Lesen gefoppt hat). Das ist mMn große Kunst.


_________________
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Michel
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Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 08.12.2016 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

War da jemand im Zillertal?
Gekonntes Spiel mit Klischees, überdeutlich erzählte wörtliche Rede, die die Figuren karrikiert, ohne sie wirklich in Erscheinung treten zu lassen. Aus Fragmenten muss ich mir beim Lesen den Rest zusammenreimen.
Und trotzdem zieht es mich mit. Das hat etwas Spanner-mäßiges, den Figuren so unmittelbar aufs Maul zu schauen. Sehr unmittelbar, Bilder von Schnee und Fichten.
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Ithanea
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Ei 3


BeitragVerfasst am: 10.12.2016 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

WAS STEHT AUF DEM ZETTEL!

Ja. Einer meiner Lieblingstexte. Naja, da ich die Punkte noch nicht verteilt hab, muss ich nichtmal umpunkten. Auf dich und 10K ist Verlass.
Neu im neu anfangen. Und wieder. Das mit dem Gelb versteh ich auch kein bisschen. Aber weißt. Irgendwann ist auch wurscht, weil man dem Text sowieso alles abkauft.

Edit: Trotzdem ganz knapp an Top3 vorbei. Leider.


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
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Lorraine
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Das goldene Stundenglas Ei 10
Pokapro 2016


BeitragVerfasst am: 11.12.2016 14:33    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, nur eine Platzhalter-Zeile, um bepunkten zu können.
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weltensegler
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Beiträge: 89
Wohnort: Nürnberg


BeitragVerfasst am: 12.12.2016 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

Feiner Text, den ich gern gelesen habe. Das Thema finde ich in anderen Beiträgen für mich treffender umgesetzt, deshalb habe ich leider keine Punkte für dich
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Municat
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Alter: 51
Beiträge: 288
Wohnort: Zwischen München und Ingolstadt


BeitragVerfasst am: 12.12.2016 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Unbekannter Autor smile

Ich habe ganz schön lang gebraucht, bis ich drauf gekommen bin, was die Überschrift mit dem Text zu tun hat ... aber klar: trivial persuit. Kommt im Text ja auch noch. Ich wüsste zu gerne, was denn nu auf dem unseligen Zettel stand. Die erste Idee ist da natürlich eine Notitz an eine andere Frau - aber dann müsste das "nicht gewusst" ein "nicht gewollt" sein. Vielleicht ist es auch ganz banal:"ich hab doch nicht gewusst, dass Du meine Jacke anziehst" (dann könnte es wieder alles sein), aber das glaube ich irgendwie nicht. Was hat er also nicht gewusst? Mit welcher Notitz, die auf einem kleinen Zettel Platz hat, kann Vinz seine Vreni so sehr verletzt haben, dass sie ihr Leben aufs Spiel setzt, um zu vergessen (kurioserweise an Orten, an denen sie sich ständig erinnert)

Obwohl Dein Text durchgehend in Vrenis Gedanken bleibt, kommen die Personen, über die sie nachdenkt, an die sie sich erinnert, sehr plastisch an. Der bergundige, pragmatische Puntigammer, die fürsorgliche Großmutter Helene ... und natürlich Vinz: Dorfschwarm, Bergretter und eben IHR Vinz ... der irgendeinen schlimmen Fehler gemacht hat.

Umsetzung der Aufgabenstellung

Das Niemandsland sehe ich zum einen in Vrenis Gedanken an sich (Die Gedanken sind frei), die sie einfach fließen lässt, zum anderen in der einsamen, verlassenen Berglandschaft. Außerdem beschleicht mich das Gefühl, dass Vreni sich im Norden nicht mehr und im Süden noch nicht Zuhause fühlt ... noch eine Art Niemandsland also.

Das immer wieder neu, immer wieder vergessen, alles andere zerstören (bzw. in Frage stellen) klingt in den einzelnen Gedankenfetzen an, die scheinbar unabhängig voneinander in Vrenis Kopf auftauchen. Erst mit der Zeit ergibt sich daraus ein Gebilde. Trotzdem erfahren wir bis zum Ende nicht, was auf dem Zettel stand, ob Vreni gerettet werden muss, als Leiche im Frühjahr unter dem Schnee gefunden wird oder in der Hütte vor dem offenen Kamin auf ihren Vinz wartet.

Übliche Unterhaltungsliteratur ist das jedenfalls nicht. Alles richtig gemacht also smile

Stilistisch ist der Text ein wenig gewöhnungsbedürftig, was mich aber absolut nicht stört. Die Wechsel der Bilder sind sehr aprupt, was auch den Gedanken eines aufgewühlten Menschen entspricht. Immer wieder greifst Du auf Formulierungen zurück, die an sms oder wa erinnern. Das schaffte in Bild davon, dass Vreni nicht sonderlich alt ist.

Fehler habe ich nicht entdeckt.

Meine Bewertung gebe ich erst ab, wenn ich alle Texte kommentiert habe.


_________________
Gräme dich nicht, weil der Rosenbusch Dornen hat, sondern freue dich, weil der Dornbusch Rosen trägt smile
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rieka
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Beiträge: 972



BeitragVerfasst am: 12.12.2016 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

Tragisches Erleben, äußerst humorvoll verpackt geschrieben.  
Sie gefällt mir, deine Geschichte. Toll geschrieben, locker, flockig, flüssig, mitnehmend, sehr gern gelesen, unterhaltsam. Deine Protagonistin ist mir mit ihrem Grummeln im Bauch ausnehmend sympathisch.
Jetzt wüsste ich allerdings zu gern, was denn Verstörendes auf dem Zettel stand. Die Worte einer Rivalin können es nicht gewesen sein, denn DAS hätte der Vinz gewusst. Was also hat er nicht gewusst, hätte es aber müssen.
Hätte ich es erkennen müssen?

Das andere  aber: Wo ist das Niemandsland? Mensch, ich bin offensichtlich wie der Vinz der letzte Depp. Ich weiß nicht, was der Vinz doch nicht wußte. Ich kann es nicht finden. Sie ist nicht ins Niemandsland gegangen, sondern in den Süden, zu Vinz, vermutlich mit Schmetterlingen im Bauch. Sitzt möglicherweise im HINTERland . Jetzt geht sie zum zur Ruhe kommen und um Vinz zu ängstigen auf den Berg. Und sie befindet sich dabei auch innerlich nicht im Niemandsland, sondern hat ziemlichen Brass und ziemliche Enttäuschung und ziemliche Traurigkeit und plagt sich mit Selbstvorwürfen. Wo ist das Niemandsland ?
Steh ich auf dem Schlauch? Hast du es so gut verpackt und ich bin blind deiner feinen Anspielung gegenüber? Oder hast du das Niemandsland vergessen? Kann nicht sein, du hättest die Geschichte ohne das nicht geschrieben. Für dich muss es Niemandsland geben, wo ich es nicht erkenne. Irgendwo in Gelb, Geschichte.
Ich bin gespannt.
Zu Punkten hat’s bei der Menge an guten Texten nicht ganz gereicht.
0 Punkte
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bamba
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BeitragVerfasst am: 13.12.2016 14:06    Titel: Antworten mit Zitat

Die Vreni vergisst immer alles im Auto, der Vinz hat zwei Grübchen beim Lachen, beides wird wiederholt erzählt. Haben die sich überhaupt lieb?
Was die Vreni im Schnee macht und ihre Beweggründe, bleiben mir ein Rätsel.
Der eigenwillige Erzählstil hat was. Sorry, keine Punkte.
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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 58
Beiträge: 1863
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 13.12.2016 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

Herrlich!
Diese Geschichte gefällt mir ausnehmend gut (und das nicht, weil ich zu gern Trivial Pursuit spiele).
Nein, sie gefällt mir, weil sie so leicht daherkommt, ganz unaufgeregt, und doch so nahe am ernsten Abgrund spaziert. Ach, nein, sie will ja wieder runter, sie ist ja nicht blöd. Oder?
Auch die Sprache mag ich. Schöne Sätze, wie
Zitat:
Bei Schnee ist die Stille noch stiller.

werden hervorragend als Überleitung zu den im Kopf umherpurzelnden Gedanken genutzt.
Thema (Niemandsland = Schnee?) und Motto intensiv umgesetzt.
Das sollte aufs Treppchen, denke ich.


_________________
Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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Jenni
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3727

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 14.12.2016 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Verena hat versucht neu anzufangen, ist jetzt die Vreni. Aber nicht so leicht mit dem Neuanfang, wenn man das alte immer dabei hat - toll umgesetzt durch die gedachten Kommentare der Freunde und der Großmutter. Jetzt versucht sie es mit vergessen, auch nicht so einfach allerdings.
Überhaupt ist das einfach grandios erzählt, das Wie und das Was. Beide, Vreni und Vinz sind einfach da, echte Menschen, so sparsam wie effektiv charakterisiert. Thema sowohl durch den Berg als auch durch das neue Leben umgesetzt, also mit jedem Neuanfang ein neues Niemandsland, und das Motto sowieso. Ach das gefällt mir einfach.
Nur der Zettel. Was stand auf dem Zettel, was hat der Vinz nicht gewusst? Das hätt ich gern verstehen wollen.

10 Punkte.
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