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Durchlebte Utopie

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Zehntausend 11/2016
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Dmitrij
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 45
Beiträge: 81
Wohnort: von der Zivilisation abgeschnitten in Wien-Umgebung


BeitragVerfasst am: 01.12.2016 19:00    Titel: Durchlebte Utopie eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Durchlebte Utopie
 
Glauben Sie an Zufall? Warum sollte ausgerechnet ich, hier und jetzt Ihnen diese Frage stellen. Ich heiße Lidija. Spielt es überhaupt eine Rolle, wie ich heiße? Und wenn Ja, möchte ich gerne erfahren warum?
 
Ich wurde 1937 in der Sowjetunion auf dem Gebiet der UdSSR geboren. In meinem Pass ist die Stadt Kuibyschew als Geburtsort angegeben,  wobei diese Stadt nicht mehr existiert. Seit dem Jahr 1991 heißt diese Stadt Samara. Es wurde während des Umbau-Prozesses sehr viel umbenannt und neu gestaltet, nur meine Erinnerungen und mein Name blieben unverändert.
 
Es gibt keinen Zufall, es gibt kein Entkommen, meine Gegenwart akkumuliert mit Ihrer Wahrnehmung. Meine Präsenz ist spürbar, obwohl ich abwesend bin. Nur ein Versuch der Kommunikation hält uns zusammen. Die Sprache verbindet uns.
 
Im Gegensatz zu mir und meiner Denkweise, bleibt dieser von mir verfasste Text konstant und unverändert. Ich sterbe, vielleicht bin ich bereits tot, und trotzdem reinkarniere ich in  diesem Monolog, das Gesetz der Zeit umgehend und alle Grenzen  missachtend. Es ist irrelevant wo ich bin, Sie sehen nur die Worte, eine bestimmte Zeichenkombination, eine logische Reihenfolge, welche von Ihrem Gehirn interpretiert und überarbeitet wird.
 
Bin ich ein heimatloser Schreiber, der in diesem Gespräch eine Zuflucht vor der Realität sucht? Konnte ich mich an einen Ort binden? Sollte ich? Habe ich eine Wahl?
 
Erinnern Sie sich noch an die Berliner Mauer, welche ein Land in Ost und West teilte? Haben Sie von Grenzzäunen gehört, die uns von einer Flüchtlingswelle abhalten sollten? Das sind reelle  Grenzen, die man sehen und anfassen kann.
 
Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Russe. Sie leben im Jahr 1937 auf dem Territorium der aus 15 Unionsrepubliken bestehenden Sowjetunion. Keine Mauern sind nötig, um Sie davon abzuhalten, Ihre Heimat zu verlassen. Die Reisefreiheit unterliegt der strengen Kontrolle der Geheimpolizei. Es herrscht das Totalitäre Regime und Sie befinden sich in seiner Gewalt. Sie sind einer kommunistischen „Ideologie des Proletariats“ unterworfen.
 
Nach jahrelang andauerndem Bürgerkrieg wurden die Kirchen längst zerstört, die Ausübung von Religion in jeglicher Form ist verboten. Es gibt keine Meinungsfreiheit. Im Prozess der Kollektivierung der Landwirtschaft wurde der größte Teil der mittelständischen Bauern deportiert und ausgerottet. Andersdenkende und Oppositionelle werden als Dissidenten eingestuft, als „Volksfeinde“ bezeichnet, verfolgt und getötet. Es beginnen die Stalinistischen Säuberungen. Jeder ist von diesen Repressionen direkt oder indirekt betroffen. Ein falsches Wort oder eine inkorrekte Meinungsäußerung reichen um einen Bürger zu verurteilen. Millionen Menschen sind verhaftet und ermordet, es folgen weitere Hinrichtungen.
 
Diese Epoche ist von Überdimensionalität und Kollektivismus geprägt. Man soll eigene Interessen denen der Gemeinschaft unterstellen.  Die neue Bodenreform erklärt der Grundbesitz zum Staatseigentum. Durch Zwangskollektivierung entstehen Kolchosen und Sowchosen. Alle Privatunternehmen sind verstaatlicht. Ihnen wurde ein Recht verliehen den Boden zu bearbeiten. Aufgrund Ihrer Abstammung gehören sie zu diesem Land, aber das Land gehört nicht Ihnen, es  gehört einer abstrakten Institution, namens „Staat“.
 
Da aber bei dieser totalitären Regierungsform und Machtzentralisierung keine Gewaltenteilung vorkommt, unterliegt die Staatsgewalt allein der führenden Partei. Die Parteimitglieder ihrerseits sind permanenten Säuberungen unterzogen, sie werden eliminiert und durch anderen Nachfolger ersetzt. Hiermit entsteht die berechtigte Frage: „Kann ein Land so einer Partei gehören?“
 
Wenn diese Partei nicht im Namen des Volkes handelt, sondern nur ihre eigenen Interessen vertritt und sich dadurch bereichert und sich am Wohle der gesamten Bevölkerung ernährt, dann handelt es sich nicht um die „Diktatur des Proletariates“, sondern um ein Verbrechen gegen die herrschende Ideologie des Kommunismus und gegen die Menschheit, und einem Verbrecher darf das Land auf keinen Fall gehören. In diesem Zusammenhang formuliere ich die Frage um: „Wem gehört das Land?“
 
Sie als Staatsbürger verfügen nur über ihr eigenes Leben, welches Sie nun in einem beschränkten Ausmaß innerhalb der von der sowjetischen Parteiideologie vorgegebenen Rahmen gestalten können. Erst im Jahr 1953 wird die poststalinistische „Tauwetter-Periode“ das Ende dieser gnadenlosen Diktatur symbolisieren. Im Jahr 1941 bricht der zweite Weltkrieg aus. Aber das alles wissen sie noch nicht.
 
Nirgendwohin können sie flüchten, niemand wird sie aufnehmen...
Sie sind gefangen in diesem Land. Ich bin gefangen.
 
Es spielt keine Rolle, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Mensch an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit geboren wird. Wichtig ist, dass man daran absolut nichts ändern kann.
 
Mit wem soll man sich identifizieren wenn die umgebenden Geschehnisse einem irrational und bedrohlich erscheinen? Kann man sich dem Eisernen Vorhang entziehen, indem man sich selbst von der Realität abschirmt?
 
Ich habe meinen Vater nie gesehen. Nach dem Doktoratstudium in Moskau, unterrichtete er am medizinischen Institut in Kuibyschew.  Im Jahr 1937 kurz vor meiner Geburt wurde er von Stalinisten ermordet. Der Grund dafür war unbekannt. Seine schwangere Frau Tatjana Klingelnberg, blieb mit ihrem Sohn allein, und wie viele andere russische Wolgadeutsche, wurde sie nach Kasachstan deportiert. Dort erzog sie mich und meinen Bruder Alexander in Armut. Alle Versuche den Kontakt mit den Verwandten ihres Mannes aufzunehmen blieben erfolglos. Vielleicht wurden sie auch umgebracht, oder sie hatten Angst mit der Frau eines Volksfeindes Kontakt aufzunehmen. In solche Zeiten konnte man das niemandem übel nehmen.
 
1946. Turkistan. Kasachstan. Dezember.
 
Ich sitze mit meinem älteren Bruder beim Fenster und wir schauen hinaus. Eine riesengroße weiße Fläche ist von kleinen Häusern umrahmt. Wie eingefroren bleibt die Zeit stehen, die Leere schluckt unsere Aufmerksamkeit. Mit einem Gespräch entziehen wir uns dieser versteiften Stille. Ich träume von einem Land am Äquator, wo es warm ist, wo die Bäume immer grün bleiben, wo die Menschen nicht hungern oder frieren müssen. Mein Bruder glaubt nicht, dass es so ein Land gibt, er hofft nur, dass wir selbst im eigenem Land bessere Zeiten erblicken werden.
Bei uns in der Küche, neben dem Holzofen an der Wand hängt eine Weltkarte. Wenn ich auf die schaue, denke ich oft, warum unsere Vorfahren noch zu Katharina II-Zeiten  von Deutschland nach Russland gekommen sind. Was hat sie dazu bewegt ihre Heimat zu verlassen? Aus welchem Grund ist mein Vater in Russland geblieben, um hier seinen Tod zu finden?
 
Es ist ein seltsames Gefühl, wenn man seinen Vater nicht kennt und nur ein einziges Foto von ihm hat. Ich kann mich sehr schwer mit seinem Nichtvorhandensein abfinden. Schließlich hat niemand von uns seine Leiche gesehen. Kann es sein, dass er noch am Leben ist und nach uns sucht? Manchmal ertappe ich mich mit dem Gedanken, dass ich ihn in Irgendjemandem wiedererkenne. Wir wohnen ganz nah zum Bahnhof. Derzeit bleiben dort sehr viele Züge mit politischen Häftlingen und mit deutschen Kriegsgefangenen stehen. Die Wagen mit halbverhungerten Insassen sind überwacht und es ist verboten mit ihnen zu sprechen, geschweige denn ihnen etwas zu Essen zu geben. Dieses Verbot gilt aber nur für Erwachsene.
 
Wir haben selbst nicht viel zu Essen, aber meine Mutter schickt jedes Mal mich und Alexander zu diesen armen Menschen, wenn sie dort vorübergehend stationiert sind. Viele Kinder aus der Nachbarschaft laufen mit. Wir bringen den Gefangenen Brot und Obst. Vor zwei Monaten hat ein Mann, der kein Russisch konnte, mir etwas auf einem Zettel geschrieben. Zu Hause habe ich es von meiner Mutter übersetzen lassen. „Du siehst meiner Tochter sehr ähnlich“, las sie und brach in Tränen aus, eine Mitleidswelle überkam mich und so weinten wir zusammen. Am nächsten Tag lief ich zu diesem Wagen, aber er war nicht mehr da. Ich weiß nicht wie dieser Deutsche hieß und warum er in Gefangenschaft geriet, ich hoffte nur, dass seine Tochter ihn eines Tages sehen wird.
 
1947. Turkistan. Kasachstan. März.

Ich bin bereits in die Pionierorganisation aufgenommen worden, so wie mein Bruder. Ich lerne sehr viel über die Marxistische Lehre und den Kommunismus. Das Prinzip der Gleichheit fasziniert mich. In der Schule erfahren wir, wie die Arbeitsklasse in kapitalistischen Ländern ausgebeutet wird und ich bin glücklich, dass ich in UdSSR aufwachse. Ich will schon jetzt meinen Beitrag zum Wohl des gesamten Proletariates leisten und nach der Schule gehe ich zu meiner Mutter ins Spital. Sie arbeitet als Krankenschwester und ich helfe ihr gerne. Es freut mich zu sehen wie die Patienten von ihren Krankheiten genesen und gesund werden. So, denke ich, wenn wir uns alle gemeinsam um die Zukunft kümmern, wird auch unser Leben sich verbessern, wir müssen nur unserem Ziel treu bleiben.
 
Mit einer Nostalgie denke ich an meine Kindheit. Früher erstickte man an Hunger und Not, heutzutage im 21 Jahrhundert erstickt man am Überfluss. Wie in einer verschwommenen Retrospektive erscheint mir die Zeit der kommunistischen Ära. Vielleicht bin ich ein Teil des Kollektivgedächtnisses, ein Überbleibsel der verwirklichten Utopie.
 
Ich erlebte wie die Ideologie der Selbstopferung, den freien Individuum zum Leben rief und danach begrub. Vielleicht scheiterte es an der Perfektion, an einer Theorie, welche der Realität weit voraus war. Wie oft hat die Menschheit versagt und wie oft hat uns die Menschlichkeit gerettet?  In dem Labyrinth  meiner Gedanken taste ich mich zur Erlösung. Ich sehne mich nach einem imaginären Land, wo der Wert jedes einzelnen Menschen der Gesellschaft gleichgestellt ist.

Weitere Werke von Dmitrij:
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V.K.B.
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 45
Beiträge: 1443
Wohnort: an der Nordseeküste
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 01.12.2016 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,
das ist der erste Text, den ich hier in diesem Wettbewerb lese. Gute Schilderung, wirkt fast autobiographisch, könnte es sogar sein. Das Thema Niemandsland ist gut getroffen und interessant umgesetzt, das Motto kann ich nur implizit hineinlesen. Schön auch die philosophischen Gedanken am Anfang.

Hat mir gefallen. Ob es in meiner Top Ten landet kann ich noch nicht sagen, denn es ist wie gesagt der erste Text, den ich lese.



Edit: Nach langer Überlegung, ewigen Vergleichen, alles vergessen und immer wieder von vorne beginnen wie neu, meine endgültige Wertung: leider nicht in meine Top Ten geschafft und von daher keine Punkte. Was aber nicht heißt, dass dich die Geschichte jetzt schlecht fand, eigentlich habe ich alle gerne gelesen. Aber da man nur zehn bepunkten kann, muss der Rest eben leer ausgehen, auch wenn's schwer fällt.


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»Sticks & stones may break your bones – but words … they will define you!«
(Phil Orani)
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Uwe Helmut Grave
Geschlecht:männlichOpa Schlumpf

Alter: 63
Beiträge: 1029
Wohnort: Wolfenbüttel


BeitragVerfasst am: 02.12.2016 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

Gut geschildert/analysiert, dieser Zusammenbruch einer Ideologie - nicht aus der Sicht von außenstehenden Klugscheißern, sondern anhand von Gedankengängen/Erinnerungen eines Menschen, der mittendrin war.

_________________
U.H.G. - Freude am Lesen
"Wie sind des Kaisers neue Kleider unvergleichlich!" - "Aber er hat ja gar nichts an!" (Hans Christian Andersen) - Die Welt ist anders(en) als sie es dir erzählen.
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hobbes
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 2981

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 02.12.2016 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Das finde ich sprachlich noch nicht 100%ig. Hier zum Beispiel
Zitat:
Es wurde während des Umbau-Prozesses sehr viel umbenannt und neu gestaltet, nur meine Erinnerungen und mein Name blieben unverändert.

Das hört sich so an, als wäre sie (also ihre Erinnerungen, ihr Name) die, beziehungsweise das einzige, was unverändert geblieben wäre. Aber so ist es ja nicht.

Die überzähligen Leerzeichen? Das erste, na gut, kann passieren, das zweite finde ich dann schon ein bisschen schlampig (und nach dem zweiten kamen noch einige mehr). Und es stört eben, beim Lesen.

Hm. Je weiter ich lese, desto mehr beschleicht mich der Verdacht, dass Deutsch eventuell nicht deine Muttersprache ist. Viele Sätze sind holprig, oft führt das dazu, dass ich innehalten muss, um herauszufinden, was nun eigentlich gemeint ist. Fehlende Kommas tun das ihre dazu.

Dann auch hier wieder viele Fragen, viel "ich sage dir jetzt mal, wie der Hase läuft" bzw. "so, ich erklär dir die Welt". Das mag ich nicht so.
Zwischendurch ist das durchaus packend und entwickelt auch einen gewissen Sog, aber na ja, der Teil, den ich nicht so gelungen finde, überwiegt leider.
Ich merke, dass ich das schade finde. Da ist schon etwas drin, in diesem Text, etwas, das mich anzieht. Aber es hapert dann leider doch an zu vielem.
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2605

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 04.12.2016 01:12    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour,

dieser Text ist sehr unausgegoren, was seinen erzählenden Schwerpunkt angeht. Als würde ich hier einen Ausschnitt aus einem umfangreicheren Werk lesen, wo hier und da ganze Abschnitte und Passagen gelöscht wurden, um die Zehntausend nicht zu überschreiten.

Zunächst dachte ich, es würde irgendwann, nach dem ganzen Infodumping,  der Bezug auf die Themenvorgabe folgen, zumindest die Themenüberschrift "Niemandsland" winkte mir von weitem, aber anstelle, dass sie näher kam, blieb sie dort, da hinten irgendwo und ging Verschütt, und auch der Bezug zum Zitat klopfte an, aber anstelle Einlass zu gewähren, ließ man die Tür geschlossen.
Schade, ich denke, mit einer starken Überarbeitung hätte man den Text gut zur Themenvorgabe und dem Zitat führen können. Stattdessen wird zu Beginn zu viel Wert auf die Beschreibung der kommunistischen Gesellschaft und des Machtapparates der Kommunistischen Partei unter Stalin gelegt, im letzten Drittel kommt der oberflächliche Sprung zum Nachkriegs-Leben der Protagonistin, ihres Bruders und ihrer Mutter und der Schluss ist mir zu sehr aufgepfropft, als dass eine homogene, erzählerische Entwicklung beschrieben wird.

Die Adressierung des Lesers würde ich überdenken und anstelle durch viele Fragen zu springen, wäre ein Konzentrieren auf eine Frage und deren Ausarbeitung zielführender gewesen.

Es tut mir leid, du hast es nicht in meine Top Ten geschafft: zéro points.

Merci beaucoup,
Constantine
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 56
Beiträge: 2916
Wohnort: Wangen im Allgäu


BeitragVerfasst am: 05.12.2016 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

ich finde diesen Text sehr gut. Aber: ich erkenne kein sich wiederkehrendes Muster.

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Every Woman needs a chainsaw for a Valentine.
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hypnobader
Geschlecht:männlichHobbyautor

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Beiträge: 427
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BeitragVerfasst am: 05.12.2016 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe die Texte nur quergelesen.
Aber hier bin ich hängengeblieben. Dieser Text ergreift und berührt mich. Trotz oder vlt sogar wegen aller stilistischen Mängel. Er erscheint echt.
Und das Thema der Vergessenheit und des Nullbeginns ist wiederholt und exemplarisch beschrieben.
 Ich kann nicht bewerten, weil ich nur punktuell lese. Aber hier würde ich ganz hoch gehen.

Chapeau, Michael


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Es gilt das gebrochene Wort
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Oktoberkatze
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 53
Beiträge: 324

Ei 1 Ei 9


BeitragVerfasst am: 06.12.2016 17:24    Titel: Antworten mit Zitat

Thema: sehe ich in der Verlorenheit der Vaterlosigkeit umgesetzt
Motto: sehe ich in anderen Texten deutlicher umgesetzt
Inhalt: wirkt auf mich wie eine Biografie mit Ansatz zu Systemkritik
Fazit: der Text hat mich durchaus berührt, auch wenn es für eine Punktvergabe leider nicht gereicht hat


_________________
Die meisten Denkmäler sind innen hohl
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tronde
Hobbyautor


Beiträge: 405

Das goldene Aufbruchstück Das silberne Niemandsland


BeitragVerfasst am: 06.12.2016 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Geschichte am Einzelschicksal festgemacht, damit also greifbar. Vom Stil teilweise  auf mich langatming wirkend. Sowietunion als Niemandsland für mich eher sehr weit hergeholt. Und das Motto auch nicht so recht umgesetzt. Nicht in den Punkten.

Liebe Grüße Thomas
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Seraiya
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 914



BeitragVerfasst am: 06.12.2016 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,


Leider kann ich die Texte aufgrund von Zeitmangel nicht so kommentieren, wie ich es gerne würde und wie sie es verdienen.
Dieser Text hat mich sehr schnell verloren.
Genauer gesagt ab dieser Stelle:
Zitat:
Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Russe. Sie leben im Jahr 1937 auf dem Territorium der aus 15 Unionsrepubliken bestehenden Sowjetunion.    

Ab diesem Zeitpunkt musste ich mich zwingen dranzubleiben. Es klang zunehmend belehrender, ohne dass es mich nachdenklich gestimmt hat, erinnert mich sehr an einen Vortrag.

Keine Punkte.


LG,
Seraiya
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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 37
Beiträge: 1152
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BeitragVerfasst am: 07.12.2016 19:08    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist eine sehr berührende Geschichte, informativ und offensichtlich von der Seele geschrieben – so wirkt sie auf mich. Offen, ehrlich, authentisch. Und ich hab da so eine Idee, welcher Autor hinter diesem Text steckt. Wink
Das Thema Niemandsland finde ich im Staat, der niemandem gehört, wieder. In der Frage

Zitat:
„Wem gehört das Land?“


die sich durch den ganzen Text zieht. Das Motto fehlt mir ein wenig. Ich kann es mir zusammenreimen, weil Lidija starke Sehnsucht empfindet, nach Menschlichkeit, nach einem Land, das es so noch nicht gibt, eines in dem der Wert der Individualität jedes Menschen anerkannt wird, aber so richtig kommt das nicht heran an das Motto, so wie ich es empfinde.
 „Alles, was man weiß, vergessen. Immer neu loslegen wie neu.“ beinhaltet für mich eher ein Ringen darum, Neues zu ergreifen, und wenn das Ziel dann erreicht ist, die Erkenntnis, dass es (noch) nicht gut genug ist, mit der Folge wieder von vorne beginnen zu müssen.
Ich hätte dieser Geschichte gerne ein paar Pünktchen gegeben, weil so schnell wird sie mir nicht aus dem Kopf gehen; das Thema das ihr zugrunde liegt, finde ich spannend, absolut zeitgemäß und wichtig.
Aber trotzdem, leider, es sind keine Punkte mehr übrig. sad


_________________
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Literättin
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Das silberne Stundenglas Der goldene Roboter
Lezepo 2015 Lezepo 2016


BeitragVerfasst am: 08.12.2016 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe etwas Mühe, durch diesen Text hindurch zu kommen. Am Anfang fühle ich mich regelrecht belagert, vom Erzähler, so, als säße er vorwurfsvoll und sich selbst sehr wichtig nehmend, mir direkt auf der Schulter und belehrte mich zwischen Zetern und Flüstern direkt in mein Ohr. Das ist mir zu dicht auf die pelle gerückt. Und ich frage mich, weshalb er das tut und will eigentlich schon zu Beginn nichts mehr in dieser Weise "reingedrückt" bekommen. Es wird dann in einem eher langatmig und trockenen historischen Bericht über die Sowjetunion Anfang-Mitte des letzten Jahrhundertsund die Lebensgeschichte Lidijas eingeflochten.

Ich mühe mich jetzt etwas ab mit meinem Kommentar - ich schätze, es geschieht, weil mir der Abriss von Stalinismus und allem, was da sonst noch angesprochen wird, in drögen Sätzen im Kopf herum fällt und ich nicht recht weiß, was ich mit alldem jetzt eigentlich tun soll? Und vor allem, weshalb Lidija so pampig rüberkommt. Dem Leser gegenüber. Sie schnauzt mich ja im ersten Absatz schon an. Und dann: Der erste Satz, die erste Frage ist für meinen Geschmack schon eine literarische Katastrophe.

mir ist bewusst, dass dieser Kommentar eher einer der unerfreulichen ist, ich kann aber beim besten Willen nicht mehr dazu sagen - dazu macht es mir dieser Text einfach zu schwer. So schwer, dass ich außer einer an die falsche Adresse (den Leser) gerichtete Moralpredigt eigentlich nichts anderes heraushöre und so nicht auf die eigentliche Intention des Textes komme. Also entweder ich habe mich komplett verlesen, oder dieser Text hat sein Ziel nicht erreicht. Ich hätte lieber positiveres hiergelassen.
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Michel
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Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 08.12.2016 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mich verirrt.
Irgendwie hängen die Textabschnitte zusammen, der rote Faden scheint die Lebensgeschichte des Protagonisten im Spiegel der Sowjetunion zu sein. Wahrscheinlich (ich habe nicht recherchiert) stimmen Zeit- und Ortsangaben, zumindest klingen sie überzeugend.
Trotzdem finde ich mich nicht zurecht in dem Hin- und Herspringen zwischen auktorialer Geschichtsstunde, eingesprengten Ich-Erzähl-Elementen und dem Ansprechen des Lesers. Wenn der Text, wie verlangt, sperrig ist, dann sperrt er sich mir zu sehr. U ist das jedenfalls nicht.
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Babella
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Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 09.12.2016 07:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sag mal so: Man könnte daraus etwas machen. Bisher weiß der Text nicht, ob er Fleisch oder Fisch ist: Historische Erklärungen wechseln sich ab mit Kindheitserinnerungen und allgemeinen Betrachtungen, man weiß einfach nicht, worauf man sich einschwingen soll, dazu solch sprachliche Unglücke wie "Arbeitsklasse", "mit einer Nostalgie denke ich an meine Kindheit", die etwas willkürlichen Wechsel in Tempus und Perspektive, das etwas unglückliche direkte Ansprechen des Lesers.

"Durchlebte Utopie": Das Scheitern des Kommunismus ist ja oft thematisiert worden, solche allgemeinen Betrachtungen können schnell banal wirken, Allgemeinplätze, wir träumen ja alle von Frieden, Freiheit, Wohlstand, und ja, der Überfluss ist beengend, allerdings ist er ja nicht bei allen das Problem, im Gegenteil, der Überfluss bei den einen wird bei den anderen zur Not, und man könnte vor Mitleid Tag und Nacht weinen, auch heute noch.

Ich komme bei dem Text ins Nachdenken, aber, wie gesagt, er ist unfertig, unklar, da müsste noch einiges geschehen. Die Kindheitserinnerungen wirken sehr viel glaubwürdiger als die Betrachtungen zur Berliner Mauer, und zum Teil wirkt es wie aus dem Geschichtsbuch abgeschrieben. Ich würde mich auf die persönlichen Erfahrungen konzentrieren und die geschichtlichen Tatsachen bestenfalls andeuten. Eine Überarbeitung würde sich lohnen, glaube ich.

"Niemandsland" kann auch so aussehen, und "Neuanfang" steckt auch drin, wenn auch nicht als Lebensphilosophie.


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- auch ich glaube, dass die Literatur das Beste ist, was gegen das Unglück erfunden wurde -

M. V. Llosa
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Municat
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BeitragVerfasst am: 09.12.2016 15:33    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Unbekannter Autor smile

Dein Einstieg in die Geschichte ist ungewöhnlich und macht erst mal neugierig auf den Rest. Du sprichst etwas aus, was unzähligen Autoren aller möglichen Epochen Hoffnung und Ansporn war (und immer noch ist):
Zitat:
Ich sterbe, vielleicht bin ich bereits tot, und trotzdem reinkarniere ich in diesem Monolog, das Gesetz der Zeit umgehend und alle Grenzen missachtend.
In seinem Werk unsterblich sein ... wer möchte das nicht.

Du lässt uns zuerst an den Gedanken der erwachsenen Frau teilhaben, die alle Schattenseiten des Lebens gesehen hat, das die totalitäre Regierung aus der Idee der Gleichheit gemacht hat. Sie reflektiert die Dinge, die hinter dem eisernen Vorhang selbstverständlich waren, aus einem neuen Blickwinkel: von außen. Erst danach zeigst Du uns Bilder aus Lidijas Kindheit, die von ehrlichen menschlichen Emotionen geprägt sind - aber auch von der Erziehung zu einem linientreuen Mitglied der russischen Gesellschaft. Ein Gedanke hat sich mir beim lesen aufgedrängt: Die schönste Idee bekommt Risse, wenn man sie in die Realität umsetzt.

Umsetzung der Vorgaben

Niemandsland? ... Ja, schon irgendwie. Hier zum Beispiel:
Zitat:
Aufgrund Ihrer Abstammung gehören sie zu diesem Land, aber das Land gehört nicht Ihnen, es gehört einer abstrakten Institution, namens „Staat“


Der Neubeginn ist wohl die Zeit nach dem Eisernen Vorhang ... aber auch die Änderung in der haltung der Erzählerin, die eben nicht mehr die linientreue Pionierin von einst ist, aber die durchlebte Utopie auch nicht verteufelt. Siehasst nicht die Utpoie, sondern das Leben, das daraus gemacht wurde.

Die Abgrenzung zur Unterhaltungsliteratur sehe ich auch. Der Text wirft philosophische Fragen auf. Die Handlungsstränge (sprich die Lidiyas Erlebnisse) stehen nicht im Vordergrund. Viel wichtiger ist der Umgang mit den Informationen.

Stilistisch sind mir einige Stellen aufgefallen, an denen Sätze nicht konsequent durchgesponnen sind. Hier zum Beispiel:
Zitat:
Die neue Bodenreform erklärt der Grundbesitz zum Staatseigentum.
Zitat:
Ich erlebte wie die Ideologie der Selbstopferung, den freien Individuum zum Leben rief und danach begrub.
Ich weiß, was Du damit sagen willst, aber die Konstruktionen passen nicht.

Meine Bewertungen gebe ich erst ab, wenn ich alle Texte kommentiert habe.


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gold
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BeitragVerfasst am: 11.12.2016 12:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

ein sehr guter Text, der nachdenklich macht.

Was mich jedoch etwas stört, sind die vielen Fragen. Es wäre m.E. eleganter gewesen, wenn du sie in den Text eingebaut hättest. Naja und die Sprache holpert etwas. Ein paar kleine Schnitzer gibt es. "With a little help of my friends" wären sie vielleicht nicht passiert?

Dein Text ist so völlig anders als der Rest, was gerade seinen Reiz darstellt, daher fällt mir ein Vergleich zu den anderen hier eingestellten Texten schwer, insbesondere die Bewertung.



Liebe Grüße
gold


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Make Tofu Not War (Goshka Macuga)
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Lorraine
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Das goldene Stundenglas Ei 10
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BeitragVerfasst am: 11.12.2016 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

xxx
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Tjana
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BeitragVerfasst am: 11.12.2016 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ein interessanter Text, gut geschrieben, aber auch ein Text, bei dem  ich Thema und Motto vermisse.
Das Thema findet sich am ehesten im letzten Satz, das Motto eher gar nicht, denn es wird nichts vergessen, auch nicht versucht.
Zitat:
Erinnerungen bleiben unverändert

Davon handelt der Text in großen Teilen. Kein Neubeginn.

Lieber Inko, ich fürchte, das reicht nicht für Punkte


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In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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weltensegler
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Beiträge: 89
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BeitragVerfasst am: 12.12.2016 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Neutraler Kommentar, um bewerten zu können.
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rieka
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Beiträge: 972



BeitragVerfasst am: 12.12.2016 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

Eine die Gedanken laufen lassende, fast meditative, Rückschau auf die im Stalinismus gerissenen inneren Wunden. Suche nach dem Richtigen, dem Guten, nach Wahrheiten, Kampf mit dem Zweifel, Suche nach dem eigenen ‚Platz/Land‘, im Innen und im Außen.  Geschichte aus individueller Sicht.
Ja. Dieser Text changiert. Er changiert zwischen Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit, zwischen Innenleben und Außenleben, zwischen dem Prota und dem Leser und deren Innenleben.
Ein toll geschriebener Text, einfach und anspruchsvoll zugleich, jede Menge Fragen stellend, Fantasie anregend und doch klar.
Und das Niemandsland . kommt auch auf mehrfachen Ebenen darin vor.
6 Punkte
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bamba
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Beiträge: 203



BeitragVerfasst am: 13.12.2016 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

Den historischen Bezug find ich gut. Da sind Sätze, die mich abholen, mich neugierig machen.
Bleibe aber etwas distanziert. Z.B.: Es sei ein seltsames Gefühl, wenn man seinen Vater nicht kannte. Gilt nach meinem Empfinden kaum für jemanden, der seinen Vater nicht kannte, denn für den ist dies normal, allenfalls traurig.
Es wird etwas viel erklärt, was ich schon wusste (kollektive Bilder).
Bekommt Punkte von mir für mMn spannende/interessante Idee und die Sprache.

4 Punkte
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Jenni
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3727

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 14.12.2016 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ein interessantes Thema, was du da gewählt hast, auf jeden Fall gut aufs Thema passend, und du hast auch offenbar interessantes dazu zu erzählen. Leider liest sich das für mich zunehmend wie eine trockene Geschichtsstunde, durch die Fragen noch wie die eines schlechten Pädagogen.
Ich habe das Gefühl, die Geschichte fängt dort an:
Zitat:
1946. Turkistan. Kasachstan. Dezember.

Ich sitze mit meinem älteren Bruder beim Fenster und wir schauen hinaus. Eine riesengroße weiße Fläche ist von kleinen Häusern umrahmt.

Und es wäre womöglich besser, all die Erklärungen dann in die Geschichte mit aufzunehmen. Vielleicht muss man auch gar nicht alles erklären, kann manches Wissen voraussetzen und anderes in der Geschichte verarbeiten.

Das Ende gefällt mir gut, also die Gedanken darin. Immer noch die gleichen Sehnsüchte, jedes Scheitern ignorierend. Darin sehe ich das Motto aus der Vorgabe gut umgesetzt.

Hm. Über Punkte entscheide ich am Ende im Vergleich.
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