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Nominierungen für den Aufbruchspreis

 
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sleepless_lives
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BeitragVerfasst am: 17.12.2016 20:00    Titel: Nominierungen für den Aufbruchspreis eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wir haben einen gute und eine schlechte Nachricht. Welche zuerst?

In Ordnung, zuerst die gute: Der Wettbewerb endet heute schon offiziell, es wird kein weiteres Warten mehr geben.

Die schlechte könnt ihr euch jetzt wahrscheinlich schon denken. Wir haben gelesen und dann quer gelesen, diskutiert und abgewägt, Argumente auf den Tisch im Zehntausend-Hinterzimmer gepackt und wieder beiseitegeschoben, und am Ende gab es doch keinen Text, den wir nominieren wollten. Das Niveau war unserer Meinung insgesamt hoch, aber es fehlte uns das Besondere, das, was die gut geschriebenen Texte noch überragt und dem Leser (sozusagen) den Kopf verdreht. Angesichts der Virginia-Woolf-beseelten Ankündigung und des Götz'schen Aufrufs zum Vergessen und zum Neubeginn haben wir außerdem Texte vermisst, die radikaler mit gewohntem Handwerk brechen und trotzdem augenöffnend überzeugen, vielleicht erst einmal ärgern, aber den Leser nicht mehr loslassen und ihn wie einen Alkoholiker zur Flasche zuückkehren lassen, nachdem er erneut nur einen kleinen Schluck davon probiert hat. Vielleicht erwarten wir zu viel, aber früher haben wir einmal im Zusammenhang mit diesem Wettbewerb geschrieben, dass der Nominierende das Gefühl habe sollte, seine Nominierung im Zweifelsfall bis aufs Blut verteidigen zu können. Und das war keinem von uns beiden diesmal möglich: Die Probleme traten immer dann zutage, wenn einer von uns anfing, ein Plädoyer vorzubereiten, aber sich eingestehen musste, dass er eigentlich nicht wirklich vollständig dahinterstehen konnte. Dass er eigenen oder fremden Einwänden gegen einen ins Auge gefassten Text, zum Beispiel eine nur streifende Verarbeitung des Mottos, nicht überzeugt mit einem zurückweisenden Argument begegnen konnte.     

Wie schon erwähnt, es ist nicht so, dass die eingereichten Beiträge nicht von hoher Qualität gewesen wären. Es ist unübersehbar, wie viel Arbeit in den Texten steckt, wie viele Gedanken sich die AutorInnen gemacht haben und wie viele von ihnen es gewagt haben, ihren persönlichen Behaglichkeitsbereich zu verlassen und Neues zu probieren. Zum Betreten von Neuland zu ermutigen und Raum zu schaffen jenseits des Mainstreams gehört zu den Zielen, die wir uns mit diesem Wettbewerb gesetzt haben, und das Ergebnis zeigt wieder einmal, dass der Weg in die richtige Richtung führt.  

Und so sagen wir "Auf Wiedersehen" und meinen es wörtlich. Es war ein toller Wettbewerb, der hoffentlich anregend war für euch und Freude bereitet hat, und wir bedanken uns noch einmal für die Beiträge, die vielen Kommentare und die Bewertungen. Ganz verwegen hegen wir sogar die Hoffnung, dass der eine oder die andere durch den Wettbewerb literarische Werke, die nicht gerade leichte Kost sind, vielleicht nun in einem anderen Licht sieht und gelegentlich sich ein derartiges Buch zulegt und liest oder sogar ... schreibt.

Euer Organisationsteam (Bananenfischin & sleepless_lives)


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Es sollte endlich Klarheit darüber bestehen, dass es uns nicht zukommt, Wirklichkeit zu liefern, sondern Anspielungen auf ein Denkbares zu erfinden, das nicht dargestellt werden kann. (Jean-François Lyotard)

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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 04:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ernstgemeinte Frage: Kriegen wir auch noch von euch Kommentare zu unseren Texten, warum genau es nicht für eine Nominierung gereicht hat?

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Literättin
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 08:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schließe mich V.K.B.s  Frage an, allein schon, um diesem ratlosen Füßescharren der so im Foyer stehen gelassenen zu entgehen, dem Schweigen einer vorzeitig abgebrochenen Veranstaltung, der leicht verkaterten Atmosphäre, diesem Unbehagen, wenn der Schlussakkord eines Konzertes nicht gespielt und so der vorletzte Ton zum Misston wird und Neurotiker wie mich in Grübeleien hineinschleudert, ob ihr uns mit diesem dissonanten nicht zum Schluss kommen vielleicht spiegeln wollt, wie letztlich doch unbefriedigend das Ganze für euch war.
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Rübenach
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 09:50    Titel: Antworten mit Zitat

hm. wenn ich mich richtig erinnere, gehörte die möglichkeit, im zweifel keinen text für den jurypreis zu nominieren, ja schon seit anbeginn des wettbewerbs zu den regularien dazu. klar hat das niemand so richtig ernst genommen, aber irgendwann musste es ja wohl auch einmal passieren. trotzdem habe ich gewisse bauchschmerzen dabei.

der zehntausender ist ja ein seltsamer wettbewerb. in einem forum, dessen prosaisten (gefühlt) zu 95% genreliteratur schreiben, einen e-literaturwettbewerb auszuschreiben, das ist zwar einigermaßen gewagt, aber für sich genommen kein problem. vielleicht ist es sogar eine ausgesprochen gute idee und ich stimme der anmerkung des organisationsteams

Zitat:
Ganz verwegen hegen wir sogar die Hoffnung, dass der eine oder die andere durch den Wettbewerb literarische Werke, die nicht gerade leichte Kost sind, vielleicht nun in einem anderen Licht sieht und gelegentlich sich ein derartiges Buch zulegt und liest oder sogar ... schreibt.


durchaus zu.

also: ein e-literaturwettbewerb, bei dem die überwiegende anzahl der texte aus der feder von autoren kommt, die eher in der u-literatur verankert sind: eigentlich eine gute idee.

mein problem dabei war immer (also auch bei den vorangegangenen wettbewerben) die entscheidungsfindung, welcher text denn nun gewinnt. traditionell ist es bei den dsfo-wettbewerben ja so, dass sich an der bewertung der texte überwiegend die teilnehmenden autoren beteiligen. es gab also nie einen "publikumspreis", weil dieses publikum sich hauptsächlich aus "mittätern" zusammensetzt.

überspitzt gesagt: die gewinnertexte eines e-literaturwettbewerbs werden von menschen gekürt, deren tägliches brot diese art von literatur nicht ist.

dies fand ich so lange in ordnung, wie es - als korrektiv - einen jurypreis gab. ein blick in die vergangenheit des zehntausenders zeigt ja auch, dass die juryentscheidungen in der regel deutlich vom "publikums"votum abwichen. dieses korrektiv fehlt nun. das macht die veranstaltung insgesamt unrund.

vielleicht könnte man den wettbewerb insgesamt tiefer hängen (und zum beispiel keinen materiell wertvollen preis für den besten text ausschreiben; hier macht ja niemand aus wirtschaftlichen überlegungen mit). anforderungen wie:

Zitat:
(...) dass der Nominierende das Gefühl habe sollte, seine Nominierung im Zweifelsfall bis aufs Blut verteidigen zu können.


könnte man dann auch getrost herunterschrauben und einfach nur den (nach meinung der jury) besten text prämieren. (mir kommt es im moment so vor, als würde man nach einem olympischen 100m lauf sagen: "eine goldmedaille wird nicht vergeben, es hat zwar jemand gewonnen und insgesamt war es ein ganz tolles rennen, aber irgendwie war die zeit doch zu weit weg vom weltrekord. vielleicht das nächste mal wieder.")

ich zumindest habe im gerade zu ende gegangenen wettbewerb einen, vielleicht auch zwei texte gefunden, die einer nominierung würdig gewesen wären. dass beide texte nicht perfekt sind, okay. erstens gab es eine enge zeitvorgabe, zweitens wird hier ja nicht der ingeborg-bachmann-preis vergeben (und selbst der hat immer einen gewinner).

eventuell liegt es aber auch nicht an der qualität der texte. wenn es eines jurors bedarf, der seine nominierung "bis aufs blut" verteidigen kann, dann liegt es in der natur der sache, dass weniger texte nominiert werden (im zweifelsfall also keiner), je kleiner die jury ist. ich kann mich an wettbewerbe erinnern bei denen die jury wesentlich größer war und damit die chance, einen preisträger zu finden, schon rein mathematisch wesentlich höher.


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"Nothing bad can happen to a writer. Everything is material." (Philip Roth)
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BlueNote
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht sollte man generell auch mal das Konzept überdenken, dass sich die Veranstalter kurzerhand und einfacherweise selbst zur Jury erklären (als ob ihr Urteilsvermögen über das der anderen hinausginge). Wenn die Jury nur aus zwei Personen besteht (so interpretierte ich zumindest den entsprechenden thread), ist das schon ein bisschen dürftig und man müsste nicht so viel Aufhebens deswegen in Ankündigungen etc. machen. Besser wäre es, mehrere Leute in die Jury zu berufen oder auch einmal auf externe Fachleute zurückzugreifen. Vielleicht Leute, die sich wirklich tiefer mit E-Literatur auseinandersetzten (bzw. diese schreiben), denn derer gibt es ja nicht wirklich viele in diesem U-Lit-dominierten Forum.

Dass ein Jurymitglied sein Urteil "bis aufs Blut" verteidigt, wäre mir neu, würde ich aber begrüßen. Auf mich machte der Juryspruch bislang eher den Eindruck, er hielte sich für "über alle Zweifel erhaben".
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Rainer Zufall
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Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 18.12.2016 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich gebe zu, ich war einen Moment auch ziemlich verdutzt.
Dann dachte ich sofort, oh weh, das gibt jetzt bestimmt Ärger.


Und dann beschloss ich ein bisschen darüber nachzudenken und vielleicht sogar ein wenig gegen die Misstimmung anzuschreiben.

Der Zehntausender ist ein wunderbarer Wettbewerb mit einem ganz bestimmten Zweck, den ich richtig finde: sich ein wenig an echter Literatur zu probieren. Mal sein show dont tell fallen zu lassen, mal nicht die Füllwörterzählmaschine anzuschmeißen oder die Satzlängenohrfeigenmaschine an den Schreibtisch zu plazieren. Sondern was Besonderes auszuprobieren. Gegen den Strich zu schreiben.
Und das ist doch gelungen. Mit Jurypreis oder ohne. Oder nicht?


Dass die Jury sich nicht einigen konnte auf einen Text, das kann ich einfach nicht so schwer nehmen.
Ich nehme das auch nicht als Abwertung der anderen Texte, sondern eher als Geschmacksurteil dieser Jury, mit dem sie es sich nicht leicht getan haben. Das entnehme ich sleepless Post.
Diese Geschmackskriterien lagen einerseits durchaus im inhaltlichen Bereich, wenn ein Text das Motto des Wettbewerbs nur gestreift hat, oder auch stilistischen Bereich, also Texte, gesucht wurden, die "radikal mit Gewohnheiten brechen" etc. und insgesamt in einem eher persönlichen statement, dass etwas "Besonderes" fehlte.
Für mich persönlich verschwimmen die Grenzen zwischen "objektiven" Kriterien und Geschmackskriterien in literarischen Fragen ohnehin.  
Vielleicht liegen die beiden ja falsch, könnte ja sein. Aber sie sind nun mal in der Jury. Und dann gilt deren Urteil.
Ich seh das so, dass es einfach keinen Text gab, auf den die beiden sich wirklich einigen und mit großer Ernsthaftigkeit beziehen mochten. Nur so verstehe ich den Satz hier:
Zitat:
der Nominierende das Gefühl habe sollte, seine Nominierung im Zweifelsfall bis aufs Blut verteidigen zu können.
Und deshalb sollte man das auch akzeptieren.
 
Ich finde es übrigens eine mutige Entscheidung, zu diesem Urteil zu stehen - es wäre sicherlich bequemer gewesen, einfach einen Text zu "suchen". Aber einfach wollten die beiden es sich nicht machen, sondern erklären, wie es dazu kommt, dass es dieses Mal keine Jurynominierung gab. Und ich akzeptiere das, wobei ich das leichter habe als andere, denn ich habe nicht mitgeschrieben - und mein Text wäre mit Sicherheit kein besonders literarischer geworden. lol

In der Jury sind nur zwei Mitglieder. Kann sein, dass es zu dritt leichter gewesen wäre, einen Text zu nominieren. Aber weiß man das so sicher? Und - Ich sags mal so, vielleicht wären die beiden froh gewesen über ein drittes oder viertes Organisations- und Jurymitglied? Vielleicht hat sonst keiner Zeit oder auch Lust, die ganze Arbeit auf sich zu nehmen?
Das ist nämlich die Kehrseite solcher Wettbewerbe. Dass wenige eine ziemliche Menge Arbeit haben, viel Energie und Herzblut reinstecken müssen. Ich zucke dann immer so ein bisschen, wenn ich recht ansprüchlich klingende Forderungen an so ein Organisationsteam lese.

Ich empfand die Jurynominierungen schon seitdem ich das erste Mal davon gelesen habe, immer als Zutat, als Möglichkeit, nicht als Pflichtprogramm. Und das macht es sicherlich leichter, die Meinung der beiden zu akzeptieren.
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 14:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich möchte mich an dieser Stelle mal bei sleepless und BaFi bedanken.
Für die Ausrichtung des Wettbewerbs. Für das tolle Thema, das mich zu einem Text angeschubst hat, auch wenn ich ihn am Ende nicht abgeschickt habe.
Und dafür, dass sie ihre Entscheidung, keine Texte zu nominieren, hier zur Diskussion stellen.

Ich kann das gut nachvollzehen.
Ich hatte starke Widerstände, meine eigene Idee auf E zu trimmen. Die Erzählung wuchs uns wuchs, und ich wollte ihr diesen Platz zum "Atmen" lassen und wäre mit der Zeichenbegrenzung nur durch radikalste Verknappung hingekommen, um alle Elemente drin zu haben, die mir wichtig waren.

Als ich dann die anderen Texte sah, dachte ich, mein Ansatz hätte da gut dazwischengepasst. Daran zeigt sich für mich aber auch das Problem. Denn ums "passen" soll es ja eigentlich gerade im 10k nicht gehen.

Ich hatte den Eindruck, dass sich alle Autoren - egal, was sie sonst schreiben - des Anspruch des Wettbewerbs bewusst gewesen sind, und das hat mich gefreut. Allerdings zeigte sich für mich auch, dass ernste Literatur (im dsfo?) auch bekannte Muster herausgebildet hat:
Der vorsätzlich fragmentierte Text.
Der vorsätzlich krytische Text.
Der Text, der sich einfach treiben lässt, ohne einen Plot abzuarbeiten, sondern mehr auf Emotionen und Metaphern setzt.
Der Text, der seine Ernsthaftigkeit aus einer relevanten, etwa gesellschaftskritischen Aussage bezieht.
Usw.

Dazu kommt, dass die allermeisten zwar die Vorgaben "Niemandsland" und "(Immer-wieder-)Neuanfang" berücksichtigt haben, ich eine tiefere Auseinandersetzung mit dem "Götz'schen Aufruf" aber nur bei ganz wenigen finden konnte.

Die drei Preisträger sind ohne Frage überdurschnittliche Texte, haben auch alle Punkte von mir bekommen. Aber sie sind auch gewissermaßen 'makellos'.


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fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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V.K.B.
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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 18.12.2016 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Von "Entscheidung nicht akzeptieren" war doch keine Rede, jedenfalls nicht in meiner ursprünglichen Frage. Ich hab lediglich nach Feedback gefragt. Wie muss man seine Texte weiter verbessern, um nominiert zu werden? Welche Fehler habe ich (und andere) gemacht, die der Nominierung im Wege standen?

Ich möchte dazulernen, was bei e-lit erwartet wird, nicht die Entscheidung der beiden kritisieren.

Und an dieser Stelle noch einmal ein großes Danke Schön an die Organisatoren des Wettbewerbs, der echt Spaß gemacht hat.


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ErnestH
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

Rübenach hat Folgendes geschrieben:

der zehntausender ist ja ein seltsamer wettbewerb. in einem forum, dessen prosaisten (gefühlt) zu 95% genreliteratur schreiben, einen e-literaturwettbewerb auszuschreiben, das ist zwar einigermaßen gewagt, aber für sich genommen kein problem. vielleicht ist es sogar eine ausgesprochen gute idee (...)

mein problem dabei war immer (also auch bei den vorangegangenen wettbewerben) die entscheidungsfindung, welcher text denn nun gewinnt.
(...)
überspitzt gesagt: die gewinnertexte eines e-literaturwettbewerbs werden von menschen gekürt, deren tägliches brot diese art von literatur nicht ist.

dies fand ich so lange in ordnung, wie es - als korrektiv - einen jurypreis gab. ein blick in die vergangenheit des zehntausenders zeigt ja auch, dass die juryentscheidungen in der regel deutlich vom "publikums"votum abwichen. dieses korrektiv fehlt nun. das macht die veranstaltung insgesamt unrund.


Ich muss Rübenach da in vielem Recht geben...
Für mich persönlich war es der erste Zehntausender, vlt. steht mir deshalb (nach Meinung des ein oder anderen) kein Kommentar in dieser jetzt aufkommenden Diskussion zu, dennoch möchte auch ein paar meiner Standpunkte einstreuen.

Wie Rübenach schreibt, halte ich den Jurypreis für ein wichtiges Instrument in diesem Wettbewerb! Nachdem ich mir die Zehntausend-Wettbewerbe der letzten Jahre angesehen hatte, Texte, als auch Kommentare, Wertungen, war mir als Neuling schnell die Bedeutung des Aufbruchspreises bewusst: Texte auffangen, die unverdienterweise untergehen würden und ihnen eine Bühne bieten!
Der Aufbruchspreis ist eine Qualitätssicherung. Er sorgt dafür, dass die Aufgabenstellung eine Berechtigung hat.

Mich hat die Publikumswertung ein Stück weit überrascht.
Gerade in der Schikanierbar wurde immer wieder betont, wie wichtig es sei, Texte, die auf stilistischer Ebene etwas wagen, besonders zu beachten und auch großzügiger zu bepunkten.
In der Endabrechnung sind aber einige Texte sehr weit oben gelandet, die hier gar nichts "riskieren"...
Eine hohe Platzierung solcher Texte widerspricht der Aufgabenstellung eigentlich; deshalb hätte ich mir den Aufbruchspreis im diesjährigen Wettbewerb besonders gewünscht... Er wäre nötig...
Es sind Texte gefordert, die nicht nur eine Wahnsinnshandlung aufweisen, sondern, im Gegenteil, in diesem Punkt etwas schlicht sind.
Dies wurde in den Wertungen nicht deutlich.
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Rainer Zufall
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Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 18.12.2016 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo V.K.B., ich antworte einfach mal, weil du eine Formulierung von mir aufgegriffen hast:
Zitat:
Ich möchte dazulernen, was bei e-lit erwartet wird, nicht die Entscheidung der beiden kritisieren.

Genau so hatte ich dich auch verstanden. Tut mir leid, wenn ich dich mit meinem Post in die Irre geführt hätte.
Meine Gedanken bezogen sich auf niemanden persönlich, ist doch klar, dass viele ihre Meinung mitteilen wollen. Eigentlich wollte ich lediglich ein bisschen gegen die Missstimmung "anschreiben", die ich in einigen Posts zu erkennen glaubte, einfach meine Gedanken dazu sagen. Ihr habt so schöne Texte geschrieben. Ich hab die allermeisten wirklich sehr gerne gelesen. Und der Wettbewerb war wie so oft sehr sehr toll. Manchmal hab ich alte Unke einfach Schiss, dass man das vergisst, wenn dann was passiert, womit man nicht gerechnet hat. lol

Viele Grüße an dich von Zufall
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Seraiya
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Beiträge: 903



BeitragVerfasst am: 18.12.2016 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

ErnestH hat Folgendes geschrieben:

Gerade in der Schikanierbar wurde immer wieder betont, wie wichtig es sei, Texte, die auf stilistischer Ebene etwas wagen, besonders zu beachten und auch großzügiger zu bepunkten.
In der Endabrechnung sind aber einige Texte sehr weit oben gelandet, die hier gar nichts "riskieren"...
Eine hohe Platzierung solcher Texte widerspricht der Aufgabenstellung eigentlich; deshalb hätte ich mir den Aufbruchspreis im diesjährigen Wettbewerb besonders gewünscht... Er wäre nötig...
Es sind Texte gefordert, die nicht nur eine Wahnsinnshandlung aufweisen, sondern, im Gegenteil, in diesem Punkt etwas schlicht sind.
Dies wurde in den Wertungen nicht deutlich.


Bananenfischin hat Folgendes geschrieben:
  Der »Zehn Tage, zehntausend Zeichen«-Wettbewerb ist, wie in der Ankündigung erwähnt, der sogenannten ernsten Literatur verschrieben; ausdrücklich erwünscht sind also inhaltlich anspruchsvolle, ungefügige und mehrschichtige Texte. Sie können formal experimentierfreudig sein, müssen es aber nicht - Schlichtheit ist kein Makel. Sie können komplex aufgebaut sein oder einfach und ruhig daherkommen und die äußere Handlung muss nicht im Vordergrund stehen, kann sogar ganz verschwinden.    


Alles andere - vom Motto abgesehen - habe ich als Inspiration verstanden und nicht als Vorgabe, die erfüllt werden muss. Confused
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Bananenfischin
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

Erst einmal: Wir hatten erwartet und uns auch gewünscht, dass hier nach der Verkündigung noch eine Diskussion in Gang kommen würde. Wir finden es selbst schade, dass wir beide aus den dargelegten Gründen nicht nominieren und somit den Aubruchspreis nicht vergeben konnten. Wir denken aber auch, dass es dem Gewinn, den man aus den Wettbewerben im DSFo ganz allgemein und vielleicht auch aus dem Zehntausender im Besonderen ziehen kann (eingefahrene Schreibwege verlassen, viel Feedback erhalten), keinerlei Abbruch tut.

@V.K.B.: Wir haben es bisher so gehalten, genau zu begründen, warum ein bestimmter Text letztlich den Aufbruchspreis erhielt, nicht, warum alle anderen ihn nicht erhielten, und das ist ja auch die übliche Vorgehensweise in der mir bekannten Wettbewerbslandschaft. Ich verstehe natürlich gut, dass es schön wäre, wenn jeder Text eine detaillierte Rückmeldung dieser Art bekäme, aber ich würde sagen, das ist selbst in unserem bescheidenen Rahmen kaum machbar. Außerdem halte ich für richtig, was MosesBob einmal schrieb: Es kann sie sowieso nicht geben, die
MosesBob hat Folgendes geschrieben:
Universalformel für E-Literatur, das absolute Expertentum mit der Allzweck-Schablone für eine Kunstform, die immer auch subjektiv konnotiert ist

Was uns in diesem Wettbewerb für die Vergabe des an die schon genannten speziellen Kriterien gebundenen Preises fehlte, auch gemessen an seiner speziellen Aufgabenstellung, haben wir hier schon zusammengefasst, und ich hoffe, dass das zumindest als kleiner Wegweiser fungieren kann:
Zitat:
Das Niveau war unserer Meinung insgesamt hoch, aber es fehlte uns das Besondere, das, was die gut geschriebenen Texte noch überragt und dem Leser (sozusagen) den Kopf verdreht. Angesichts der Virginia-Woolf-beseelten Ankündigung und des Götz'schen Aufrufs zum Vergessen und zum Neubeginn haben wir außerdem Texte vermisst, die radikaler mit gewohntem Handwerk brechen und trotzdem augenöffnend überzeugen, vielleicht erst einmal ärgern, aber den Leser nicht mehr loslassen und ihn wie einen Alkoholiker zur Flasche zurückkehren lassen, nachdem er erneut nur einen kleinen Schluck davon probiert hat.

Ich denke, es ist sowieso keine gute Idee, einen Text gezielt nach bestimmten Kriterien so verfassen zu wollen, dass er nominiert wird (so meintest du es sicher nicht, V.K.B., nur mal so allgemein gesagt).

Zusammenfassend @alle anderen:

Zur Vergabe des Sonder-/Jurypreises: Tatsächlich ist seine Vergabe seit Beginn des Zehntausenders optional (die Nichtvergabe eines Sonderpreises ist auch schon einmal eingetreten, allerdings bevor es den Zehntausend-Wettbewerb gab, und zwar bei einem FFF). Der Preis wird jeweils von einem anonymen Spender zur Verfügung gestellt und soll gemessen an dessen Intention an einen herausragenden Text vergeben werden. Welcher Text das nun jeweils ist oder ob es einen solchen gibt, darüber werden die Meinungen naturgemäß auseinandergehen, und natürlich können sie immer angezweifelt werden. Von der Jury selbst (dazu ist die Vorabdiskussion innerhalb der Jury da, und darauf bezieht sich im Prinzip auch das "bis aufs Blut verteidigen können"), aber natürlich auch von jedem sonst.

Zur Größe der Jury: Vor dem Wettbewerb im letzten Jahr haben wir aus internen Gründen entschieden, die Jury auf die Organisatoren zu beschränken, das ist jedoch nicht in Stein gemeißelt, sondern kann sich auch wieder ändern (externe hochrangige Literaturfachleute einzubinden ist natürlich eine tolle Idee, aber deren Umsetzung ist wohl eher unwahrscheinlich).
Davor bildeten wir die Jury zusammen mit einigen von uns angesprochenen Mitgliedern; die Anzahl der Jurymitglieder variierte dabei, je nachdem, wer Zeit und Willen aufbringen mochte.
Eines kristallisierte sich dabei jedoch deutlich heraus und widerspricht der hier angesprochenen und auch nachvollziehbaren Erwartung, eine größerer Jury bedeutete automatisch mehr Nominierungen: Die Jurymitglieder aus den Reihen der User haben sich sehr häufig dafür entschieden, keinen einzigen Text zu nominieren (zwei pro Mitglied sind möglich); einmal sind wir dabei auch nur knapp an einem Nominierungsausfall vorbeigeschrammt.
Ob nun die Maßstäbe vielleicht tatsächlich zu hoch sind, darüber können wir weiter diskutieren, allerdings würde ein Herabsetzen derselben dann eben der ursprünglichen Intention widersprechen.


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»Ob ich mir eine Dramatisierung meiner Bücher vorstellen kann? Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, in meinen letzten vier Büchern gibt es keine Handlung.« (Andreas Maier im Gespräch mit Raimund Fellinger, 2015)
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ganz verwegen hegen wir sogar die Hoffnung, dass der eine oder die andere durch den Wettbewerb literarische Werke, die nicht gerade leichte Kost sind, vielleicht nun in einem anderen Licht sieht und gelegentlich sich ein derartiges Buch zulegt und liest oder sogar ... schreibt


Das klingt ein bisschen eigenartig für mich, das präsupponiert doch, dass die Teilnehmer all das bisher nicht getan haben?

Nun würde ich schon gerne in eure Köpfe gucken können, was sie sich mit den Vorgaben gedacht und erwartet haben, und was sie nun meinen, warum das Erhoffte nicht geliefert wurde. Waren die Vorgaben vielleicht zu einengend? Oder im Gegenteil zu wenig gezielt? Haben die richtigen Autoren nicht teilgenommen?
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Literättin
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ich will hier nicht lang herumnölen, und mir geht es auch nicht um eine Jury-Begründung, warum es jeder einzelne teilnehmende Text nicht zur Nominierung geschafft hat (logisch ist das nicht machbar, aber ihr habt doch über einige Texte diskutiert, ob, oder ob nicht und weshalb dann nicht nominiert, das kann man dann doch als Ergebnis auch öffentlich machen?).

So, wie es jetzt gelaufen ist, bleibt mir dieses Gefühl, dass die Teilnehmer am Ende "einfach stehen gelassen werden" und das in einer Art "nachträglicher Disqualifikation" (war halt für die Jury so gar nichts dabei). Da stimmt was für mich nicht und es ist für mich einfach nicht rund und dann würde ich, ähnlich wie Rübenach, es so beschreiben und schlussfolgern:

 
Zitat:
(...) könnte man dann auch getrost herunterschrauben und einfach nur den (nach meinung der jury) besten text prämieren. (mir kommt es im moment so vor, als würde man nach einem olympischen 100m lauf sagen: "eine goldmedaille wird nicht vergeben, es hat zwar jemand gewonnen und insgesamt war es ein ganz tolles rennen, aber irgendwie war die zeit doch zu weit weg vom weltrekord. vielleicht das nächste mal wieder.")
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

Mir fallt gerade noch etwas auf.
Am 14. 12. wurde der Aufbruchpreis angekündigt. Da kannte die Jury bereits alle Texte.
Am 17.12. wurde der Preis dann plötzlich ausgesetzt.
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ErnestH
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Finde die Art, wie das Ganze jetzt beendet wurde auch mehr als merkwürdig. Ich meine: Ihr als Jury habt die Texte so frühzeitig, da wäre eine frühere Bekanntgabe über das Aussetzen des Preises schön gewesen...

Außerdem muss ich in diesem Punkt @Literättin mal recht geben: ihr habt ja anscheinend über Texte diskutiert.
Warum also nicht zumindest bekannt geben, was ihr am ehesten brauchbar fandet von den Texten?
Ihr habt euch selber da meines Erachtens ein Bein gestellt. Euere Ausschreibung, das, "was ihr wollt", ist ziemlich vage definiert, noch vager sind dann euere Aussagen, warum kein Text eure Kriterien erfüllt hat...
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holg
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, allein die Jury entscheidet, welchem Text sie den Sonderpreis geben will oder nicht und warum.

Natürlich haben sie einen Luftballon aufgeblasen und die Luft wieder raus gelassen, aber so ist das nun mal. Jetzt hört auf zu jammern.


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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Es sind tolle Texte aus dem Wettbewerb hervorgegangen. Gefehlt hat den Juroren lediglich das gewisse je ne sais quoi, das Sahnehäubchen, und wenn ich auf chefkoch.de nach Rezepten für Schlagsahne suche, finde ich 70.539 Ergebnisse, von gebackenen Quitten mit Schlagsahne über gespritzte Rosetten für's Kühlfach, bis hin zum gratinierten Knoblauch-Sahne-Hähnchen – 70.539 herkömmliche, teils aber auch sehr freizügige und grenzwertige Interpretationen von Schlagsahne.

Bei unserem Wettbewerbs-Sonder(!)preis geht es um die Entscheidung einer zweiköpfigen Jury. Ob die Entscheidung bei einer fünf-, acht- oder zehnköpfigen Jury anders ausgefallen wäre, kann niemand sagen. Welche Anforderungen die ausrichtenden Gourmets an das Sahnehäubchen stellen, ist oben nachzulesen. Dass eine solche Begründung nicht für jeden greifbar ist, liegt in der Natur der Sache, immerhin geht es dabei auch um den subjektiven Reiz: Warum gibt es Literaturnobelpreisträger, deren Werke ich ätzend langweilig finde? Warum sind Autoren, die ich für literaturnobelpreiswürdig halte, bisher nicht geehrt worden? Warum ist sich das literarische Quartett uneins gewesen über Haruki Murakami? Und warum ist er überhaupt ein Thema in diesem er- und belesenen Kreis gewesen? Warum hat Bob Dylan 2016 abgestaubt? Warum leuchtet die Begründung des Komitees nicht jedem ein? Und warum äußern sich die feinen Herrschaften nicht über all die Autoren, die nicht gekürt wurden?

Ich habe lieber eine aufrichtige Nicht-Nominierung, als eine halbgare Nominierung aus dem Zwang heraus, jemanden nominieren zu müssen.


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ErnestH
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

holg hat Folgendes geschrieben:
Ich denke, allein die Jury entscheidet, welchem Text sie den Sonderpreis geben will oder nicht und warum.

Natürlich haben sie einen Luftballon aufgeblasen und die Luft wieder raus gelassen, aber so ist das nun mal. Jetzt hört auf zu jammern.


Du, ich glaub den wenigsten geht's ums Jammern. Das ist hier vielmehr eine normale Diskussion.
Natürlich entscheidet allein die Jury, das ist ja Tatsache.
Aber wer wären wir, wenn wir uns keine Gedanken und uns selbst mundtot machen würden?
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sleepless_lives
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 20:15    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Literättin hat Folgendes geschrieben:
allein schon, um diesem ratlosen Füßescharren der so im Foyer stehen gelassenen zu entgehen, dem Schweigen einer vorzeitig abgebrochenen Veranstaltung, der leicht verkaterten Atmosphäre, diesem Unbehagen, wenn der Schlussakkord eines Konzertes nicht gespielt .

Das ist aber vielleicht doch ein wenig nachträglich dramatisiert. Immerhin gab es diesmal im Gegensatz zu früheren Wettbewerben nicht einen einzigen Kommentar zum Aufbruchspreis, weder bei seiner Ankündigung, noch als der Zeitpunkt der Nominerungsveröffentlichung näherrückte. Also ganz so Mittelpunkt kann er wohl (leider) nicht gestanden haben.


firstoffertio hat Folgendes geschrieben:
Mir fallt gerade noch etwas auf.
Am 14. 12. wurde der Aufbruchpreis angekündigt. Da kannte die Jury bereits alle Texte.
Am 17.12. wurde der Preis dann plötzlich ausgesetzt.

Am Abend des 1. Dezembers waren alle Texte bekannt, noch am 16. Dezember trafen Bewertungen ein. Also auch bei den Bewertern ist es normal, sich Zeit zu lassen. Aber beim Aufbruchspreis stellt das ein Problem dar? Seit wann ist überhaupt ein gründliches Abwägen bei der Findung eines Urteils ein No-go? Der Preis wurde nicht "ausgesetzt" und schon gar nicht "plötzlich". Dass es möglich ist, dass der Preis nicht vergeben wird, wurde wie in allen Jahren zuvor ausdrücklich angekündigt:
Organisationsteam hat Folgendes geschrieben:
Sowohl Nominierung wie auch finale Auswahl sind nicht zwingend, der Aubruchspreis kann durchaus in einem Jahr überhaupt nicht verliehen werden. Bisher ist es jedoch noch nicht vorgekommen.



Literättin hat Folgendes geschrieben:
Ich will hier nicht lang herumnölen, und mir geht es auch nicht um eine Jury-Begründung, warum es jeder einzelne teilnehmende Text nicht zur Nominierung geschafft hat (logisch ist das nicht machbar, aber ihr habt doch über einige Texte diskutiert, ob, oder ob nicht und weshalb dann nicht nominiert, das kann man dann doch als Ergebnis auch öffentlich machen?).

Nein, weil die Interrna einer Jurydiskussion nicht öffentlich gemacht werden, sie sind nicht dafür gedacht. Selbst beim Bachmannpreis wird, so weit ich weiß, nicht begründet, warum ein Text nicht eingeladen wurde, oder mitgeteilt, ob er in die engere Wahl kam. Und der Bachmann-Preis ist so ziemlich das Öffentlichste, was es gibt.    


Literättin hat Folgendes geschrieben:
ISo, wie es jetzt gelaufen ist, bleibt mir dieses Gefühl, dass die Teilnehmer am Ende "einfach stehen gelassen werden" und das in einer Art "nachträglicher Disqualifikation" (war halt für die Jury so gar nichts dabei). Da stimmt was für mich nicht und es ist für mich einfach nicht rund

Das würde ich aber genau als Nicht-Akzeptieren der Jury-Entscheidung beschreiben.


Literättin hat Folgendes geschrieben:
Iund dann würde ich, ähnlich wie Rübenach, es so beschreiben und schlussfolgern:

 
Zitat:
(...) könnte man dann auch getrost herunterschrauben und einfach nur den (nach meinung der jury) besten text prämieren. (mir kommt es im moment so vor, als würde man nach einem olympischen 100m lauf sagen: "eine goldmedaille wird nicht vergeben, es hat zwar jemand gewonnen und insgesamt war es ein ganz tolles rennen, aber irgendwie war die zeit doch zu weit weg vom weltrekord. vielleicht das nächste mal wieder.")

Der Vergleich von Rübenach hinkt, weil - wie von Bananenfischin oben schon gesagt - der Zweck des Aufbruchspreises nicht ist, den 'besten' Text unter den Einreichungen auszuzeichnen, sondern einen herausragenden (also auch keinen Text, bei dem sich die Jury mit Hängen und Krachen gerade so darauf einigen kann. Deswegen das Motto von der Verteidigung bis zum Letzten). Um beim 100-Meter-Lauf zu bleiben, wenn man einen Preis auslobt für den ersten Läufer, der unter 9,6 s bleibt, wird der auch nicht an einen Sieger mit 9,64 s vergeben, nur weil er der schnellste im Feld war.
Das ist auch nichts Besonderes und kommt von Zeit zu Zeit bei anderen Literaturpreisen auch vor.


Ich hätte sogar einen Text nominiert. Kleines Problem: Er hatte nicht am Wettbewerb teilgenommen. Klemens_Fittes "Stehen bei Dessau". Da der Text nie beabsichtigte, Thema und Vorgaben zu erfüllen, nicht nur weil er lang vorher entstanden ist, streift er das Motto nur. Aber das hätte ich verteidigen können. Glücklicher Zufall, vor allem auch was das Thema anging. Natürlich können wir den Aufbruchspreis nicht Wettbewerb-extern vergeben, schon allein aus Fairnessgründen. Aber das Kafkaeske oder Invers-Kafkaeske an der Situation (Klemens gewinnt einen Preis in einem Wettbewerb, an dem er nicht teilgenommen hat) wäre sehr reizvoll gewesen. Das wäre für mich ein herausragender Text gewesen. Ansosnten verweise ich auf MosesBobs Kommentar ein bisschen weiter oben.


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Literättin
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

sleepless_lives hat Folgendes geschrieben:
Literättin hat Folgendes geschrieben:
allein schon, um diesem ratlosen Füßescharren der so im Foyer stehen gelassenen zu entgehen, dem Schweigen einer vorzeitig abgebrochenen Veranstaltung, der leicht verkaterten Atmosphäre, diesem Unbehagen, wenn der Schlussakkord eines Konzertes nicht gespielt .

Das ist aber vielleicht doch ein wenig nachträglich dramatisiert. Immerhin gab es diesmal im Gegensatz zu früheren Wettbewerben nicht einen einzigen Kommentar zum Aufbruchspreis, weder bei seiner Ankündigung, noch als der Zeitpunkt der Nominerungsveröffentlichung näherrückte. Also ganz so Mittelpunkt kann er wohl nicht gestanden haben.

Nö, das ist lediglich die seltsame Atmosphäre, die nach dieser Bekanntgabe und ansonsten einen Abend lang Schweigen im Raum hier bei mir rüberkam. Die, die da gekommen waren (ich ging mal einfach davon aus, dass ich nicht als einzige um Sieben Uhr wieder da war) standen nun schön blöd da herum (ebenso ging ich von der normalsten aller Reaktionen aus: Kein "Hurra, niemand von uns hat es auch nur zur Nominierung geschafft, heißa, was sind wir unqualifizierte Wettbewerbsteilnehmer!"). Meiner Ansicht nach kein gutes Ende eines Wettbewerbs.



Literättin hat Folgendes geschrieben:
Ich will hier nicht lang herumnölen, und mir geht es auch nicht um eine Jury-Begründung, warum es jeder einzelne teilnehmende Text nicht zur Nominierung geschafft hat (logisch ist das nicht machbar, aber ihr habt doch über einige Texte diskutiert, ob, oder ob nicht und weshalb dann nicht nominiert, das kann man dann doch als Ergebnis auch öffentlich machen?).

Nein, weil die Interrna einer Jurydiskussion nicht öffentlich gemacht werden, sie sind nicht dafür gedacht. Selbst beim Bachmannpreis wird, so weit ich weiß, nicht begründet, warum ein Text nicht eingeladen wurde, oder mitgeteilt, ob er in die engere Wahl kam. Und der Bachmann-Preis ist so ziemlich das Öffentlichste, was es gibt.

Wenn Du schon den Bachmanpreis zum Vergleich heranziehst, dann sollte das Bild auch stimmen: Die Texte hier waren sämtlich angenommen worden (so wie die Bachmann-Preis-Texte von der Bachman-Preis-Jury in den Bachmann-Wettbewerb hinein genommen werden) und es ist noch nicht vorgekommen, dass die Jury des Bachmann-Preises die Publikums-Preise vergibt, den Preis der Jury aber wegen mangelhafter Qualität der eingereichten Texte nicht.

Literättin hat Folgendes geschrieben:
ISo, wie es jetzt gelaufen ist, bleibt mir dieses Gefühl, dass die Teilnehmer am Ende "einfach stehen gelassen werden" und das in einer Art "nachträglicher Disqualifikation" (war halt für die Jury so gar nichts dabei). Da stimmt was für mich nicht und es ist für mich einfach nicht rund

Das würde ich aber genau als Nicht-Akzeptieren der Jury-Entscheidung beschreiben.

Das von dir als Jury-Entscheidung so noch einmal bestätigt zu bekommen: Tja dann. Gibt es für mich (wenn ich mit meiner Antwort hierzu durch bin) nichts mehr zu sagen.
Literättin hat Folgendes geschrieben:
Iund dann würde ich, ähnlich wie Rübenach, es so beschreiben und schlussfolgern:

 
Zitat:
(...) könnte man dann auch getrost herunterschrauben und einfach nur den (nach meinung der jury) besten text prämieren. (mir kommt es im moment so vor, als würde man nach einem olympischen 100m lauf sagen: "eine goldmedaille wird nicht vergeben, es hat zwar jemand gewonnen und insgesamt war es ein ganz tolles rennen, aber irgendwie war die zeit doch zu weit weg vom weltrekord. vielleicht das nächste mal wieder.")

Der Vergleich von Rübenach hinkt, weil - wie von Bananenfischin oben schon gesagt - der Zweck des Aufbruchspreises nicht ist, den 'besten' Text unter den Einreichungen auszuzeichnen, sondern einen herausragenden (also auch keinen Text, bei dem sich die Jury mit Hängen und Krachen gerade so darauf einigen kann. Deswegen das Motto von der Verteidigung bis zum Letzten). Um beim 100-Meter-Lauf zu bleiben, wenn man einen Preis auslobt für den ersten Läufer, der unter 9,6 s bleibt, wird der auch nicht an einen Sieger mit 9,64 s vergeben, nur weil er der schnellste im Feld war.
Das ist auch nichts Besonderes und kommt von Zeit zu Zeit bei anderen Literaturpreisen auch vor.

Ja, die anderen Literaturpreise ... dies hier ist der dsfo-Zehntausender und ich habe als Teilnehmerin versucht, ganz oben ein Feedback zu geben, wie am sich als am Ende so stehen gelassener Teilnehmer hier fühlen kann. Wenn ihr damit kein Problem habt: Gut. Ich schon. Mir verdirbt auch euer stures nicht nachvollziehen wollen gerade echt die Laune an solcher Art durchgeführten Wettbewerben.

Ich hätte sogar einen Text nominiert. Kleines Problem: Er hatte nicht am Wettbewerb teilgenommen. Klemens_Fittes "Stehen bei Dessau". Da der Text nie beabsichtigte, Thema und Vorgaben zu erfüllen, nicht nur weil er lang vorher entstanden ist, streift er das Motto nur. Aber das hätte ich verteidigen können. Glücklicher Zufall, vor allem auch was das Thema anging. Natürlich können wir den Aufbruchspreis nicht Wettbewerb-extern vergeben, schon allein aus Fairnessgründen. Aber das Kafkaeske oder Invers-Kafkaeske an der Situation (Klemens gewinnt einen Preis in einem Wettbewerb, an dem er nicht teilgenommen hat) wäre sehr reizvoll gewesen. Das wäre für mich ein herausragender Text gewesen. Ansosnten verweise ich auf MosesBobs Kommentar ein bisschen weiter oben.

Letzteren Absatz (wie sehr ich Klemens Texte und seine hohen schriftstellerischen Fähigkeiten auch zu schätzen weiß) ist für mich eigentlich nur noch schlechtes Benehmen deinerseits und eine Klatsche, sowohl für alle Teilnehmer hier als auch ein bescheuertes ungefragtes Vorführen von Klemens, der so in die absurde Rolle des plötzlich ins Rampenlicht und dazu noch in einen unnötig ausufernden Streit hinein Gezerrten gerät.

Das war's von meiner Seite.
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016 21:05    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Literättin
Über den ganzen Rest kann man wenig diskutieren, weil es eher um unterschiedliche Auffassungen und Erwartungen geht, was allerdings diese betrifft:
Literättin hat Folgendes geschrieben:
Wenn Du schon den Bachmanpreis zum Vergleich heranziehst, dann sollte das Bild auch stimmen: Die Texte hier waren sämtlich angenommen worden (so wie die Bachmann-Preis-Texte von der Bachman-Preis-Jury in den Bachmann-Wettbewerb hinein genommen werden)

kann man die Fakten nachlesen.
Die Einladung zur Lesung entspricht unserer Nominierung. Vorgeschlagen werden viel mehr, als die, die eingeladen werden. Dazu aufgerufen, Vorschläge zu machen, werden alle Verlage und Literaturzeitschriften, entspricht also dem Aufruf zur Teilnahme an alle DSFo-Benutzer bei uns.


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