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Autor Nachricht
Luvinia
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 24
Beiträge: 76



BeitragVerfasst am: 11.10.2016 22:49    Titel: ..du eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey, ich habe hier mal eine Geschichte von mir hochgeladen.
Etwas zum nachdenken. Kommentare sind erwünscht und gewünscht.

Tief atme ich ein. Süßlicher Tulpen- und Rosenduft füllt meine Lungen mit einem einzigartigen Gefühl der Lebendigkeit. Ich sollte nicht fähig sein dies zu empfinden. ,,Ich wünschte ich könnte für immer mit dir hier liegen.", sagt er und legt einen Arm um mich. Zusammen blicken wir in den blauen Himmel, in dessen Blau sich weiße Wattebausche tummeln. ,,Das wünschte ich auch.", sage ich und küsse ihn leicht auf den Mund. ,,Können wir das denn nicht?", er guckt erst in den Himmel, dann dreht er seinen Kopf in meine Richtung. Ich setze mich auf und schüttel leicht, fast unmerklich den Kopf. ,,Wollen wir nicht zum Strand gehen?", meine Finger greifen nach seiner Hand und ich ziehe ihn hoch bis wir beide aufrecht stehen. Er lächelt mich an und sein Lächeln ist so unglaublich aufrichtig und warm, dass mein Herz anfängt zu schmerzen. ,,Linda, wie lange kennen wir uns nun?", er sieht mich an, mit diesen tief grünen Augen und ich umarme ihn, damit er meine Tränen nicht sehen kann.
,,Ich bin nicht Linda. Vielleicht sehe ich so aus wie sie, spreche wie sie, schmecke und rieche wie sie, aber Linda ist tot und das weißt du.", denke ich, traue mich aber nicht es auszusprechen.

Der Sandweg der zum Strand führt ist nicht lang. Wir gehen Hand in Hand. Neben uns fliegen kleine Feen, über die weite, angrenzende Wiese. Ich beobachte ihn skeptisch, ihm scheint nicht aufzufallen, dass dies nicht der menschlichen Logik entspricht. Vor uns erscheint in hellem stürmischen blau das Meer. Der Sand unter meinen Füßen ist weich und warm, eine leichte Brise weht mir dunkle locken ins Gesicht. Und auf einmal ist da diese Frau vor mir. Sie scheint um die Vierzig zu sein, aber dunkle Ränder unter den Augen lassen sie älter wirken. ,,Andy..?", sie spricht leise und ich kann sie kaum verstehen. ,,Andy..?"
Andy hat sie noch nicht bemerkt, er steht ein paar Schritte vor mir und blickt aufs Meer. Ich weiß mit einem Mal, wer die Frau vor mir ist. Sie soll verschwinden. Er ist noch nicht bereit. Er kann noch nicht gehen. Mein Hände greifen nach ihr, doch ich greife durch sie hindurch. Dann dreht Andy sich um.
,,Nein!", brülle ich doch meine Stimme wird von einem starken Windstoß davon getragen. Das Wasser zieht sich langsam vom Ufer zurück und für einen Moment ist alles Still. ,,Mama?", fragt Andy in die Stille. ,,Andy, bitte komm zurück. Bitte.", tränen laufen seiner Mutter, über die blassen Wangen. ,,Nein. Ich kann sie hier nicht alleine zurück lassen.", er nimmt meine Hand, doch seine fühlt sich nicht mehr so warm an wie sonst. Ich rieche die salzige Luft nicht mehr. ,,Linda ist tot.", seine Mutter macht einen Schritt auf ihn zu. Er sieht erst sie, dann mich verständnislos an. Seine Hand lässt die meine los und da weiß ich, dass er es weiß. Ich weine. Ich weine wie ein kleines Kind, laut und rücksichtslos. Er sieht mich an und auf einmal werden seine Augen leer: ,,Wer bist du?", fragt er mich und auch ich werde leer: ,,Ich bin..", dann bricht die Welle über uns zusammen und der ewige Traum findet ein Ende.

1 Jahr und 6 Monate
Koma

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V.K.B.
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 46
Beiträge: 1643
Wohnort: an der Nordseeküste
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 12.10.2016 02:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Luvinia,
erstmal vorweg: Die Idee finde ich interessant. Ich nehme an, Andy und Linda hatten einen Unfall, sie ist gestorben und er liegt im Koma (Frage:Träumt man da?). Erst als er im Traum akzeptiert, dass Linda tot ist, kann er nach ca 1 ½ Jahren aufwachen. Wobei ich zuerst dachte, dass seine Mutter (vielleicht ebenfalls schon verstorben) als Psychopompos (=Seelengeleiter) auftritt und ihn ins Jenseits holen will, doch mit der Zeitangabe unter dem Text scheint sie ihn eher zu wecken.

Alles richtig verstanden?

Eine Frage habe ich: Wer ist der Erzähler? Eine Traumfigur, die Erinnerung an Linda? Höchst ungewöhnlich, aber warum nicht? Oder eine Art Geist, weil ein Traum (wahrscheinlich) kein ich-Bewusstsein hat?

Kritik: Den Text einfach mit der erklärenden Zeitangabe enden zu lassen finde ich ungeschickt. Würde ich einfach streichen und offenlassen (wobei man dann eher denkt, er würde auch seinen eigenen Tod akzeptieren und es ginge um den Sterbeprozess).

Noch mehr Kritik: Deine Verwendung der wörtlichen Rede gefällt mir nicht und wirft mich raus. Ein Beispiel (von vielen):
Zitat:
,,Können wir das denn nicht?", er guckt erst in den Himmel…
Die Sätze hängen nicht wirklich zusammen, trotzdem trennst du mit Komma ab. Das irritiert und stört beim Lesen (mich zumindest). Ich würde es so machen: ,,Können wir das denn nicht?" Er guckt erst in den Himmel…
Also einfach nach der Rede einen neuen Satz beginnen, vielleicht sogar mit Absatz dazwischen.

So, hoffe da ist was Hilfreiches dabei.

LG,
Veith


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