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Equita
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber


Beiträge: 15
Wohnort: Deutschland


BeitragVerfasst am: 15.09.2016 20:31    Titel: Herr des Abgrunds 1. Kapitel eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Huhu,

ich dachte mir, dass ich euch mal den Anfang meines aktuellen "Projekts" vorstelle. Tobt euch an dem Text aus. Freue mich über Kritik.



Herr des Abgrunds

Prolog:
Ein Gesetz in Griffin besagt, dass töten erlaubt ist, solange es nutzen für alle hat. Wer scheitert, wird durch einen von den Gegnern ausgesprochenen Spruch in der eigenen Welt durch die Schließung des Portals festgehalten.
Achtung, der Mörder haftet für alle aus Griffin!

1. Kapitel:
»Ascardo, kommst du? Es ist so weit.«
Die Stimme meiner Schwester Ascarda drang durch die Tür meines Zimmers.
Erschrocken sah ich auf, als die Tür geöffnete wurde. Mein Blick blieb an ihrem Gesicht hängen. Ihre braunglänzenden, schulterlangen Haare hatte sie zu einem Dutt hochgesteckt. Mit der Zeit löste sich mein Blick wieder von ihr und ich erwachte aus meiner eigenen Gedankenwelt.
Wir würden heute mit vierzehn Jahren die vierjährige Ausbildung beginnen, während derer wir alles mögliche über den Kampf und die Beherrschung unseres Elementzeichen lernen sollten.
Ich zog noch den Reißverschluss meines Kampfanzuges am Rücken zu, dann stieg ich die Treppe zum Ausbildungssaal hinunter.
Meine Schwester hatte sich schon der Reihe der anderen Kinder angeschlossen, die nur darauf brannte, ihr Elementzeichen endlich zu erfahren.
Entschlossen stellte ich mich links neben meine Schwester.
Nacheinander sollten wir vortreten und unsere Hand über den vier Schüsseln mit den Elementen kreisen lassen. Die Schalen waren in einem Kreis angeordnet. Ich beobachtete, wie sich bei dem Ersten die Erde aus einer der Schüsseln in die Luft bewegte.
»Wenn sich ein Element aus der Schüssel in die Luft bewegt, ist das ein Merkmal dafür, dass dieses sein Elementzeichen ist«, hatte mein Vater Myron von Greif, der Anführer des Herr des Abgrunds, uns zuvor erklärt.
Bei meiner Schwester stieg das Feuer in die Luft empor, nachdem sie den Eid gesprochen hatte.
Nun war ich an der Reihe. Mein Vater erhob sich aus seinem Sessel.
»Ascardo von Greif, knie vor dem Heiligen Greif nieder.«
»Heiliger Greif, ich bleibe dir auf Lebzeiten treu, glaube an dich und ehre dich. Ich will in den Bund des `Herr des Abgrunds´ eintreten und dir bis ans Ende meiner Tage dienen. Es ist mir eine Ehre!«
»Hiermit erkläre ich dich im Namen des Heiligen Greifen zu einem vollständigen Mitglied des Bundes, Ascardo von Greif. Opfere dich im Notfall für den Bund, gebe ihm alles, was du ihm bieten kannst und ergib dich dem Heiligen Greifen. Dieser Bund wird nun, nachdem du dein Element erhalten hast, mit dem heiligen Zeichen besiegelt.«
Ich trat in den Kreis, der von den vier Schalen gebildet wurde. Laut Anweisung sollte ich mich genau in die Mitte stellen, die durch einen Greif gekennzeichnet war.
Ich fing mit der Schüssel mit dem Feuerzeichen an und ließ meine Hand über der Schale kreisen. Die schon entfachte Flamme stieg zur Decke des Saals hinauf. Ich versuchte sie mit meinen Handbewegungen zu lenken. Erstaunt beobachtete ich, wie das Feuer meinen Handbewegungen und sogar meinen Gedanken folgte. Ich spürte eine starke Verbindung zwischen mir und der Glut. Während meiner Experimente mit meinem Elementzeichen, würdigte mein Vater mich überraschten Blickes.
Mein Vater kam auf den magischen Kreis zu. Währenddessen kam meine Schwester zu mir in den Zirkel. Es war so üblich, dass Zwillinge gemeinsam ihr heiliges Zeichen als Brandmal kriegen. Ascarda hatte ihre Treue gegenüber dem heiligen Greif schon bekannt.
Ich schwenkte meinen Blick durch das düster erscheinende Fenster auf die dunkle Landschaft von Griffin. Griffin war unsere Welt, die nur durch ein Portal in der realen Welt erreichbar war und voller Magie und Geheimnisse steckte.
Das Ritual startete. In meinen Händen entfachte Feuer. Ich schwenkte meinen Blick zu meiner Schwester. Bei ihr stieg die Flamme gerade aus den Händen empor. Bei mir passierte das Gleiche.
Unsere Elementzeichen vereinigten sich. Von den Seiten kamen die Erde, die Luft und das Wasser auf uns zugeflogen. Es bildete sich ein Elementball aus den vier Zeichen. Meine Handflächen begannen zu kribbeln. Für das, was ich in diesem Moment empfand, gab es keine Worte. Das Gefühl war überwältigend. Fühlte sich so Magie an? Ich hatte den Eindruck, ein Kanal zu sein, Energie floss von meinen Füßen aufwärts, durch den ganzen Körper, bis zu den Fingerspitzen Zum ersten Mal erfuhr ich am eigenen Leib, wie es war, mächtig zu sein.
Die Verbindung zwischen meinen Fähigkeiten, Ascarda, ihren Fähigkeiten und mir wuchs jede Minute erneut. Unsere Fähigkeiten waren mächtiger als je zuvor.
Gemeinsam konnten Ascarda und ich erschreckende magische Kräfte erzeugen. Nur wenige von uns hatten jemals so etwas gemeinsam ausüben können. Wir besaßen die Macht des sogenannten „Zwillingsblutes“. Dadurch konnten wir zusammen eine beachtliche Stärke ausüben. Nur eineiige Zwillinge konnten die Potenz des Zwillingsblutes beherrschen.
Meine Gedanken begannen sich langsam wieder zu ordnen, sodass ich auch das Thema „Zwillingsblut“ korrekt bei mir einordnen konnte.
Ich wusste über das Können des Zwillingsblutes weitgehend Bescheid. Auch hatte ich Kenntnis davon, dass es diese Fähigkeit erst zweimal in der Geschichte des Herr des Abgrunds gegeben hat.
Schließlich fand ich komplett in die Realität zurück.

An einer Steinwand erschien eine mystische Erscheinung. Alle wandten sich zu der erscheinenden Person. Sie erhoben sich von ihren Stühlen und verbeugten sich. Mein Vater trat nach vorne und kniete auf einem rotem Teppich nieder.
»Heiliger Greif, es ist mir eine Ehre, dass Sie erschienen sind. Was verschafft uns diese Ehre, mein Herr?«
»Nun, es ist soeben etwas sehr Seltenes in der Geschichte des „Herr des Abgrunds“ geschehen. Die sogenannte Macht des „Zwillingsbluts“ ist erneut aufgetreten. Unsere neuen Mitglieder«, er blickte Ascarda und mich an,»haben es verdient, geehrt zu werden.«
Anstatt des Heiligen Greifes erschienen jetzt zwei Namen.
Die Augen von unserem Vater weiteten sich. Er traute ihnen kaum.
An der steinbedeckten Mauer waren die Wörter „Ascarda“ und „Ascardo“ zu sehen.
»Tretet bitte nach vorne.« Nun war wieder der heilige Greif zu erblicken.
Nervös standen meine Schwester und ich auf und gingen nach vorne.
»Als Anerkennung ihrer neuen Gabe, möchte ich ihnen ihr heiliges Zeichen persönlich verleihen.«
Der heilige Greif streckte seine Arme auseinander und startete mit dem Ritual.
In seinen Händen erschien ein verziertes Buch. Es öffnete sich von selbst an der korrekten Stelle.
Mit seinen Händen zog er Linien durch die Luft, die Ascardas und meinen Namen ergaben. Anschließend war das Zeichen eines Greifen zu sehen.
»Werde eins mit mir!«, sprach er nach einer mysteriösen Stille.
Ich nahm einen leichten Druck auf meinem Arm war. Er wurde stärker und ging in einen stechenden Schmerz über. Es fühlte sich an, als ob jemand mit einem Messer etwas in meinem Arm ritzen würde.
Auf meiner Hautoberfläche waren langsam die Umrisse eines Greifen zu erkennen.
Der Heilige Greif ließ seine Hände wieder sinken, als er mit der Brandmarkung fertig war. Erleichtert sah ich auf. Der Schmerz hielt noch eine Weile an, aber verflog mit der Zeit.

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Heldin_der_Nacht
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BeitragVerfasst am: 15.09.2016 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu Equita!

Dein Text gefällt mir - Das Thema ist vielleicht durchaus nicht neu, aber jede Geschichte hat es schon einmal gegeben. An sich finde ich die Idee schon gut. Du könntest vielleicht noch versuchen die Umgebung in der die beiden Geschwister sich befinden, etwas mehr zu beschreiben. Wie sieht die Welt aus, in der sie leben? Versuch dem Leser ein Bild mit deinen Worten zu malen.

Was mich verwirrt ist dein Prolog. Er ist irgendwie unstimmig geschrieben und ergibt für mich irgendwie keinen Sinn. Wer sind die Gegner? In welcher Welt genau wird die Person festgehalten? Wer bestimmt, dass das Töten eines bestimmten Menschen "nützlich" ist? Und wie haftet der Mörder für alle? Meinst du damit so eine Art Kollektivstrafe? Wenn dieses Gesetz für den weiteren Verlauf deiner Geschichte noch wichtig wird, dann würde ich den Prolog umschreiben, ansonsten würde ich ihn weglassen
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Stefanie
Dichter und Denker


Beiträge: 1077



BeitragVerfasst am: 16.09.2016 10:34    Titel: Re: Herr des Abgrunds 1. Kapitel Antworten mit Zitat

Mir gefällt der Text auch. Es muss ein bisschen nachgeschliffen werden, aber gerade angesichts deines Alters ist er bemerkenswert gut.
Equita hat Folgendes geschrieben:

Herr des Abgrunds

Prolog:
Ein Gesetz in Griffin besagt, dass töten erlaubt ist, solange es nutzen für alle hat. Wer scheitert, wird durch einen von den Gegnern ausgesprochenen Spruch in der eigenen Welt durch die Schließung des Portals festgehalten.
Achtung, der Mörder haftet für alle aus Griffin!


Den würde ich weglassen. Diese Regeln kann der Leser auch später lernen.
Wenn du unbedingt einen Prolog schreiben willst, würde ich als Thema eher etwas wählen, was auf den späteren Hauptkonflikt oder den Gegner hinweist. Ein Prolog ist sowas wie ein Appetithappen vor der Mahlzeit, der Lust auf die Geschichte machen soll.

1. Kapitel:
»Ascardo, kommst du? Es ist so weit.«
Die Stimme meiner Schwester Ascarda drang durch die Tür meines Zimmers.
Erschrocken sah ich auf, als die Tür geöffnete wurde. Mein Blick blieb an ihrem Gesicht hängen. Ihre braunglänzenden, schulterlangen Haare hatte sie zu einem Dutt hochgesteckt. Mit der Zeit löste sich mein Blick wieder von ihr und ich erwachte aus meiner eigenen Gedankenwelt.
Wir würden heute mit vierzehn Jahren die vierjährige Ausbildung beginnen, während derer wir alles mögliche über den Kampf und die Beherrschung unseres Elementzeichen lernen sollten.
Ich zog noch den Reißverschluss meines Kampfanzuges am Rücken zu, dann stieg ich die Treppe zum Ausbildungssaal hinunter.
Meine Schwester hatte sich schon der Reihe der anderen Kinder angeschlossen, die nur darauf brannte, ihr Elementzeichen endlich zu erfahren.
Entschlossen stellte ich mich links neben meine Schwester.
Nacheinander sollten wir vortreten Hier würde ich schon den Treueschwur andeuten, sonst es später verwirrend, wenn der auf einmal erwähnt wird. und unsere Hand über den vier Schüsseln mit den Elementen kreisen lassen. Die Schalen waren in einem Kreis angeordnet. Ich beobachtete, wie sich bei dem Ersten die Erde aus einer der Schüsseln in die Luft bewegte.
»Wenn sich ein Element aus der Schüssel in die Luft bewegt, ist das ein Merkmal dafür, dass dieses sein Elementzeichen ist«, hatte mein Vater Myron von Greif, der Anführer des Herr des Abgrunds, uns zuvor erklärt. Erklären ist langweilig. Lass es sie erleben. Beschreib, wie der Schüler die Hand über die Schüssel hält, auf eine Bewegung in der Erde wartet und wie er reagiert, als die Reaktion tatsächlich kommt. Und gib ihm einen Namen, sonst ist es zu unpersönlich. Wird ja später ein Mitschüler der Zwillinge.
Bei meiner Schwester stieg das Feuer in die Luft empor, nachdem sie den Eid gesprochen hatte.
Nun war ich an der Reihe. Mein Vater erhob sich aus seinem Sessel.
»Ascardo von Greif, knie vor dem Heiligen Greif nieder.«
»Heiliger Greif, ich bleibe dir auf Lebzeiten treu, glaube an dich und ehre dich. Ich will in den Bund des `Herr des Abgrunds´ eintreten und dir bis ans Ende meiner Tage dienen. Es ist mir eine Ehre!«
»Hiermit erkläre ich dich im Namen des Heiligen Greifen zu einem vollständigen Mitglied des Bundes, Ascardo von Greif. Opfere dich im Notfall für den Bund, gebe ihm alles, was du ihm bieten kannst und ergib dich dem Heiligen Greifen. Dieser Bund wird nun, nachdem du dein Element erhalten hast, mit dem heiligen Zeichen besiegelt.«
Ich trat in den Kreis, der von den vier Schalen gebildet wurde. Laut Anweisung sollte ich mich genau in die Mitte stellen, die durch einen Greif gekennzeichnet war.
Ich fing mit der Schüssel mit dem Feuerzeichen an und ließ meine Hand über der Schale kreisen. Die schon entfachte Flamme stieg zur Decke des Saals hinauf. Verbrennt er sich da nicht die Hand? Oder kann er sie einfach in die Flamme halten? Ich versuchte sie mit meinen Handbewegungen zu lenken. Erstaunt beobachtete ich, wie das Feuer meinen Handbewegungen und sogar meinen Gedanken folgte. Ich spürte eine starke Verbindung zwischen mir und der Glut. Während meiner Experimente mit meinem Elementzeichen, würdigte mein Vater mich überraschten Blickes.
Mein Vater kam auf den magischen Kreis zu. Währenddessen kam meine Schwester zu mir in den Zirkel. Es war so üblich, dass Zwillinge gemeinsam ihr heiliges Zeichen als Brandmal kriegen. Ascarda hatte ihre Treue gegenüber dem heiligen Greif schon bekannt. Wissen wir doch schon, weil das Ritual bekannt ist.
Ich schwenkte meinen Blick durch das düster erscheinende Fenster auf die dunkle Landschaft von Griffin. Griffin war unsere Welt, die nur durch ein Portal in der realen Welt erreichbar war und voller Magie und Geheimnisse steckte. Auch diese Infos würde ich erst später geben. In diesem Moment ist das nicht so wichtig.
Das Ritual startete. In meinen Händen entfachte Feuer. Ich schwenkte meinen Blick zu meiner Schwester. Bei ihr stieg die Flamme gerade aus den Händen empor. Bei mir passierte das Gleiche.
Unsere Elementzeichen vereinigten sich. Von den Seiten kamen die Erde, die Luft und das Wasser auf uns zugeflogen. Es bildete sich ein Elementball aus den vier Zeichen. Meine Handflächen begannen zu kribbeln. Für das, was ich in diesem Moment empfand, gab es keine Worte. Du findest doch Worte dafür. Das Gefühl war überwältigend. Fühlte sich so Magie an? Ich hatte den Eindruck, ein Kanal zu sein, Energie floss von meinen Füßen aufwärts, durch den ganzen Körper, bis zu den Fingerspitzen Zum ersten Mal erfuhr ich am eigenen Leib, wie es war, mächtig zu sein.
Die Verbindung zwischen meinen Fähigkeiten, Ascarda, ihren Fähigkeiten und mir wuchs jede Minute erneut. Unsere Fähigkeiten waren mächtiger als je zuvor.
Gemeinsam konnten Ascarda und ich erschreckende magische Kräfte erzeugen. Nur wenige von uns hatten jemals so etwas gemeinsam ausüben können. Wir besaßen die Macht des sogenannten „Zwillingsblutes“. Dadurch konnten wir zusammen eine beachtliche Stärke ausüben. Nur eineiige Zwillinge konnten die Potenz des Zwillingsblutes beherrschen. Der Abschnitt ist mir zu nüchtern, zu erklärend.
Meine Gedanken begannen sich langsam wieder zu ordnen, sodass ich auch das Thema „Zwillingsblut“ korrekt bei mir einordnen konnte.
Ich wusste über das Können des Zwillingsblutes weitgehend Bescheid. Auch hatte ich Kenntnis davon, dass es diese Fähigkeit erst zweimal in der Geschichte des Herr des Abgrunds gegeben hat.
Schließlich fand ich komplett in die Realität zurück. Erzähl mehr darüber, wie die anderen darauf reagieren! Sie sind sie überrascht, erschreckt, erfreut, neidisch?

An einer Steinwand erschien eine mystische Erscheinung. Alle wandten sich zu der erscheinenden Person. Sie erhoben sich von ihren Stühlen und verbeugten sich. Mein Vater trat nach vorne und kniete auf einem rotem Teppich nieder.
»Heiliger Greif, es ist mir eine Ehre, dass Sie erschienen sind. Was verschafft uns diese Ehre, mein Herr?«
»Nun, es ist soeben etwas sehr Seltenes in der Geschichte des „Herr des Abgrunds“ geschehen. Die sogenannte Macht des „Zwillingsbluts“ ist erneut aufgetreten. Unsere neuen Mitglieder«, er blickte Ascarda und mich an,»haben es verdient, geehrt zu werden.«
Anstatt des Heiligen Greifes erschienen jetzt zwei Namen.
Die Augen von unserem Vater weiteten sich. Er traute ihnen kaum.
An der steinbedeckten Mauer waren die Wörter „Ascarda“ und „Ascardo“ zu sehen.
»Tretet bitte nach vorne.« Nun war wieder der heilige Greif zu erblicken.
Nervös standen meine Schwester und ich auf und gingen nach vorne.
»Als Anerkennung ihrer neuen Gabe, möchte ich ihnen ihr heiliges Zeichen persönlich verleihen.«
Der heilige Greif streckte seine Arme auseinander und startete mit dem Ritual.
In seinen Händen erschien ein verziertes Buch. Es öffnete sich von selbst an der korrekten Stelle.
Mit seinen Händen zog er Linien durch die Luft, die Ascardas und meinen Namen ergaben. Anschließend war das Zeichen eines Greifen zu sehen.
»Werde eins mit mir!«, sprach er nach einer mysteriösen Stille.
Ich nahm einen leichten Druck auf meinem Arm war. Er wurde stärker und ging in einen stechenden Schmerz über. Es fühlte sich an, als ob jemand mit einem Messer etwas in meinem Arm ritzen würde.
Auf meiner Hautoberfläche waren langsam die Umrisse eines Greifen zu erkennen.
Der Heilige Greif ließ seine Hände wieder sinken, als er mit der Brandmarkung fertig war. Erleichtert sah ich auf. Der Schmerz hielt noch eine Weile an, aber verflog mit der Zeit.

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Liebe Grüße,
Equita


Das ist ein vielversprechender Anfang. Daumen hoch²
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 17.09.2016 15:46    Titel: Re: Herr des Abgrunds 1. Kapitel Antworten mit Zitat

So, ich schau auch mal durch:

Equita hat Folgendes geschrieben:
Huhu,

Herr des Abgrunds

Prolog:
Ein Gesetz in Griffin besagt, dass töten erlaubt ist, solange es nutzen für alle hat. Wer scheitert, wird durch einen von den Gegnern ausgesprochenen Spruch in der eigenen Welt durch die Schließung des Portals festgehalten.
Achtung, der Mörder haftet für alle aus Griffin! Dieser Prolog trägt erstmal so gut wie nichts zur Geschichte bei und ist auch nicht wirklich verständlich, bzw sehr holperig ausgedrückt. Was genau wird da angedroht? Man muss in Griffin bleiben, oder in der Welt, wo man sich aufgehalten hat? Sippenhaft? Lieber als Prolog streichen und als Zitat eines Gesetzestextes vor das entsprechende Kapitel stellen.

1. Kapitel:
»Ascardo, kommst du? Es ist so weit.«
Die Stimme meiner Schwester Ascarda drang durch die Tür meines Zimmers.
Erschrocken sah ich auf, als die Tür geöffnete wurde. Mein Blick blieb an ihrem Gesicht hängen. Ihre braunglänzenden, schulterlangen Haare hatte sie zu einem Dutt hochgesteckt. Mit der Zeit löste sich mein Blick wieder von ihr und ich erwachte aus meiner eigenen Gedankenwelt.
Wir würden heute mit vierzehn Jahren die vierjährige Ausbildung beginnen, während derer wir alles mögliche über den Kampf und die Beherrschung unseres Elementzeichen lernen sollten.
Ich zog noch den Reißverschluss meines Kampfanzuges am Rücken zu, dann stieg ich die Treppe zum Ausbildungssaal hinunter.
Meine Schwester hatte sich schon der Reihe der anderen Kinder angeschlossen, die nur darauf brannte, ihr Elementzeichen endlich zu erfahren.
Entschlossen stellte ich mich links neben meine Schwester.
Nacheinander sollten wir vortreten und unsere Hand über den vier Schüsseln mit den Elementen kreisen lassen. Die Schalen waren in einem Kreis angeordnet. Ich beobachtete, wie sich bei dem Ersten die Erde aus einer der Schüsseln in die Luft bewegte.
»Wenn sich ein Element aus der Schüssel in die Luft bewegt, ist das ein Merkmal dafür, dass dieses sein Elementzeichen ist«, hatte mein Vater Myron von Greif, der Anführer des Herr des Abgrunds wenn das ein Name oder Titel ist, bitte in Anführungszeichen, sonst ist es grammatikalisch falsch, uns zuvor erklärt.
Bei meiner Schwester stieg das Feuer in die Luft empor, nachdem sie den Eid gesprochen hatte.
Nun war ich an der Reihe. Mein Vater erhob sich aus seinem Sessel.
»Ascardo von Greif, knie vor dem Heiligen Greif nieder.«
»Heiliger Greif, ich bleibe dir auf Lebzeiten treu, glaube an dich und ehre dich. Ich will in den Bund des `Herr des Abgrunds´ eintreten und dir bis ans Ende meiner Tage dienen. Es ist mir eine Ehre!«
»Hiermit erkläre ich dich im Namen des Heiligen Greifen zu einem vollständigen Mitglied des Bundes, Ascardo von Greif. Opfere dich im Notfall für den Bund, gebe ihm alles, was du ihm bieten kannst und ergib dich dem Heiligen Greifen. Dieser Bund wird nun, nachdem du dein Element erhalten hast, mit dem heiligen Zeichen besiegelt.«
Ich trat in den Kreis, der von den vier Schalen gebildet wurde. Laut Anweisung sollte ich mich genau in die Mitte stellen, die durch einen Greif gekennzeichnet war.
Ich fing mit der Schüssel mit dem Feuerzeichen an und ließ meine Hand über der Schale kreisen. Die schon entfachte Flamme stieg zur Decke des Saals hinauf. Ich versuchte sie mit meinen Handbewegungen zu lenken. Erstaunt beobachtete ich, wie das Feuer meinen Handbewegungen und sogar meinen Gedanken folgte. Ich spürte eine starke Verbindung zwischen mir und der Glut. Während meiner Experimente mit meinem Elementzeichen, würdigte mein Vater mich überraschten Blickes. Dieser Satz holpert.
Mein Vater kam auf den magischen Kreis zu. Währenddessen kam meine Schwester zu mir in den Zirkel. Es war so üblich, dass Zwillinge gemeinsam ihr heiliges Zeichen als Brandmal kriegen. Ascarda hatte ihre Treue gegenüber dem heiligen Greif schon bekannt.
Ich schwenkte meinen Blick durch das düster erscheinende Fenster auf die dunkle Landschaft von Griffin. Griffin war unsere Welt, die nur durch ein Portal in der realen Welt erreichbar war und voller Magie und Geheimnisse steckte. Wenn es ihre Welt ist, warum bezeichnen sie sie dann als irreal?
Das Ritual startete. Raketen starten, Rituale… "begann" würde besser passen. In meinen Händen entfachte Feuer. Ich schwenkte meinen Blick zu meiner Schwester. Bei ihr stieg die Flamme gerade aus den Händen empor. Bei mir passierte das Gleiche.
Unsere Elementzeichen vereinigten sich. Von den Seiten kamen die Erde, die Luft und das Wasser auf uns zugeflogen. Es bildete sich ein Elementball aus den vier Zeichen. Meine Handflächen begannen zu kribbeln. Für das, was ich in diesem Moment empfand, gab es keine Worte. Das Gefühl war überwältigend. Fühlte sich so Magie an? Ich hatte den Eindruck, ein Kanal zu sein, Energie floss von meinen Füßen aufwärts, durch den ganzen Körper, bis zu den Fingerspitzen Zum ersten Mal erfuhr ich am eigenen Leib, wie es war, mächtig zu sein.
Die Verbindung zwischen meinen Fähigkeiten, Ascarda, ihren Fähigkeiten und mir wuchs jede Minute erneut. Unsere Fähigkeiten waren mächtiger als je zuvor.
Gemeinsam konnten Ascarda und ich erschreckende magische Kräfte erzeugen. Nur wenige von uns hatten jemals so etwas gemeinsam ausüben können. Wir besaßen die Macht des sogenannten „Zwillingsblutes“. Dadurch konnten wir zusammen eine beachtliche Stärke ausüben. Nur eineiige Zwillinge konnten die Potenz des Zwillingsblutes beherrschen. Infodump!
Meine Gedanken begannen sich langsam wieder zu ordnen, sodass ich auch das Thema „Zwillingsblut“ korrekt bei mir einordnen konnte.
Ich wusste über das Können des Zwillingsblutes weitgehend Bescheid. Auch hatte ich Kenntnis davon, dass es diese Fähigkeit erst zweimal in der Geschichte des Herr des Abgrunds Das klingt immer noch extrem holperig, denk dir irgendwas aus. Fall verändern, oder Anführungszeichen, oder ersetzte durch "in der Geschichte unseres Bundes" gegeben hat.
Schließlich fand ich komplett in die Realität zurück.

An einer Steinwand erschien eine mystische Erscheinung. Klingt sehr tautologisch.  Alle wandten sich zu der erscheinenden Person. Sie erhoben sich von ihren Stühlen und verbeugten sich. Mein Vater trat nach vorne und kniete auf einem rotem Teppich nieder.
»Heiliger Greif, es ist mir eine Ehre, dass Sie erschienen sind. Was verschafft uns diese Ehre, mein Herr?«
»Nun, es ist soeben etwas sehr Seltenes in der Geschichte des „Herr des Abgrunds“ geschehen. Die sogenannte Macht des „Zwillingsbluts“ ist erneut aufgetreten. Unsere neuen Mitglieder«, er blickte Ascarda und mich an,»haben es verdient, geehrt zu werden.«
Anstatt des Heiligen Greifes erschienen jetzt zwei Namen.
Die Augen von unserem Vater weiteten sich. Er traute ihnen kaum.
An der steinbedeckten Mauer waren die Wörter „Ascarda“ und „Ascardo“ zu sehen.
»Tretet bitte nach vorne.« Nun war wieder der heilige Greif zu erblicken. Verb passt nicht gut
Nervös standen meine Schwester und ich auf und gingen nach vorne.
»Als Anerkennung ihrer neuen Gabe, möchte ich ihnen ihr heiliges Zeichen persönlich verleihen.« Anreden groß
Der heilige Greif streckte seine Arme auseinander und startete mit dem Ritual. schon wieder?
In seinen Händen erschien ein verziertes Buch. Es öffnete sich von selbst an der korrekten Stelle.
Mit seinen Händen zog er Linien durch die Luft, die Ascardas und meinen Namen ergaben. Anschließend war das Zeichen eines Greifen zu sehen.
»Werde eins mit mir!«, sprach er nach einer mysteriösen Stille. Nee, das geht gar nicht! Oder soll das eine Parodie werden?
Ich nahm einen leichten Druck auf meinem Arm war. Er wurde stärker und ging in einen stechenden Schmerz über. Es fühlte sich an, als ob jemand mit einem Messer etwas in meinem Arm ritzen würde.
Auf meiner Hautoberfläche waren langsam die Umrisse eines Greifen zu erkennen.
Der Heilige Greif ließ seine Hände wieder sinken, als er mit der Brandmarkung fertig war. Erleichtert sah ich auf. Der Schmerz hielt noch eine Weile an, aber verflog mit der Zeit.

Joar, das fängt ganz ordentlich an, da könnte eine spannende Geschichte draus werden. Einige Formulierungen sind mir zu gestelzt, andere zu holperig. Wer ist die Zielgruppe?

Noch was, vielleicht nicht ganz so viel "Greif", das ist echt Overkill. Ich frag mich langsam schon, ob die auch "linker Greif" / "rechter Greif" auf den Schuhen stehen haben, wie die Greifensuppe als Nationalgericht schmeckt und ob die obligatorische Greifenbettwäsche auch kuschelig warm ist.

Vielleicht ist ja was Hilfreiches bei meinen Meckereien dabei. Und bitte nichts böse nehmen, ich neige zu Sarkasmus. Wenn ich mich fröhlich über Schwachstellen eines Texts lustig mache, heißt das, dass ich ihn mag. Sonst hätte ich nämlich gar nicht weitergelesen. Also bitte nicht missverstehen.

Edit: Oh, du bist erst 13, sehe ich? Wow, tolle Leistung! Chapeau! So hab ich mit 13 nicht schreiben können. Nimm als Kompliment, dass ich deinen Text erstmal wie den eines Erwachsenen angegangen bin.

Beste Grüße und danke für deinen Einstand,
Veith


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supermichail
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BeitragVerfasst am: 20.09.2016 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss mit V.K.B. zustimmen - sehr schön für 13 Jahre, aber wenn du eine wirkliche Person wärst... Razz (Tschuldigung.)

Nun, wie schon gesagt, der Prolog muss ein Zitat werden. Das kann auch natürlich rätselhaft sein, aber es scheint mir ein bisschen unzusammenhängend. Was ist wirklich die Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Sätzen? Vielleicht "wer scheitert", aber dann muss man wissen, scheitert in was, und das muss mit dem ersten Satz zu tun haben.

Der Anfang des Kapitels ist gut, aber das Ende scheint mir überstürzt. Angeblich passiert was erstaunlich, fast sobald Ascardo mit dem Ritual beginnt, aber alle reagieren, als ob alles in Ordnung ist. Es heißt, nur seine Schwester reagiert. Könnte ein bisschen mehr Gefühle, Reaktionen den Teilnehmer gebrauchen.

Abgesehen davon, starker Anfang, mit Schwung.


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Kopfkino
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BeitragVerfasst am: 21.09.2016 07:25    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen smile

Der Text hat einiges, was mein Interesse weckt.
Allerdings auch folgendes : Eineiige Zwillinge haben zwangsläufig immer das gleiche Geschlecht. Junge und Mädchen geht nicht.

Das Wort startete verwendest du mehrfach. Es klingt irgendwie, als wäre das aus dem Englischen übersetzt. Beginnen passt meiner Meinung nach besser zu deinem Setting.

Ein wenig stört mich, aber das ist eher im Hintergrund, dass deine Protagonisten so sehr herausgehoben werden, obwohl sie eigentlich nichts geleistet haben und auch, dass sie ziemlich overpowered wirken.

Du verwendest mehrfach den Vater als Spiegel des Erstaunens über diese Kräfte. Das ist deshalb seltsam, weil du aus Ascardos Sicht erzählst. Wieso sollte er in dieser Situation ständig im Gesicht seines Vaters nach Reaktionen suchen? Vielleicht könntest du das reduzieren bzw. Die deutlicheren Reaktionen des gesamten Publikums darstellen. Z.B. kollektives nach Luft schnappen. Die Außergewöhnlichkeit kannst du, falls nötig, auch später noch zum Ausdruck bringen.

Vielleicht kannst du damit ja etwas anfangen. wink

Grüßle


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Blaubeere
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BeitragVerfasst am: 21.09.2016 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

@ Kopfkino

In der Regel sind eineiige Zwillinge von gleichem Geschlecht. Aber nicht zwangläufig. In sehr seltenen Ausnahmefällen können auch eineiige Zwillige von beiderlei Geschlecht sein.

Zitat:

von Wikipedia:

In seltenen Fällen zeigen eineiige Zwillinge verschiedene Geschlechter. Das Y-Chromosom kann bei fehlerhaften Kernteilungen verloren gehen. Das Kind ohne Y-Chromosom entwickelt sich dadurch zum Mädchen. Diese Mädchen leiden unter den Folgen des Turner-Syndroms.

Zitatende


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Kopfkino
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BeitragVerfasst am: 21.09.2016 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

Gut. Das wäre allerdings sehr selten. Hinzu kämen körperliche Merkmale einer Turner-Frau inklusive Unfruchtbarkeit. Weiß nicht, wie der Charakter angelegt ist, ob das passt.

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BeitragVerfasst am: 22.09.2016 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Schein ganz cool zu werden. Eine Sache stört mich aber wirklich. Das Wort Elementzeichen. Das liest sich ihrendwie unrund (keine Ahnung wie ich s sonst beschreiben soll). Fände Elementarzeichen besser. Aber ansonsten echt gut! Daumen hoch²

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Equita
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BeitragVerfasst am: 27.09.2016 18:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für eure Verbesserungsvorschläge! Haben mir wirklich weitergeholfen!
Habe mich heute auch mal an die Arbeit, einiges davon umzusetzen.

@Heldin_der_Nacht, Stefanie & supermichail:
Dankeschön für eure Ratschläge, die den Prolog betreffen. Mir ist auch schon aufgefallen, dass der nicht ganz stimmig ist.

@V.K.B: Netter Vorschlag, es als Zitat eines Gesetztextes vor das entsprechende Kapitel zu stellen. Smile  Werde ich umsetzen

Ich habe übrigens einen "Lachflash" bei deinem "Noch was, vielleicht nicht ganz so viel "Greif", das ist echt Overkill. Ich frag mich langsam schon, ob die auch "linker Greif" / "rechter Greif" auf den Schuhen stehen haben, wie die Greifensuppe als Nationalgericht schmeckt und ob die obligatorische Greifenbettwäsche auch kuschelig warm ist. " bekommen. Lustige Beispiele, die es einem sehr gut klarmachen, dass das wirklich zu viel "Greif" ist.

@Kopfkino: In Ausnahmefällen ist es auch bei Jungen und Mädchen möglich. Bei mir ist es z.B so wink


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Equita
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber


Beiträge: 15
Wohnort: Deutschland


BeitragVerfasst am: 27.09.2016 18:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Habe den Text mal überarbeitet. Freue mich weiterhin über Kommentare, da ich diesen Abschnitt weiter verbessern möchte. Smile

Herr des Abgrunds


1. Kapitel

»Ascardo, kommst du? Es ist so weit.«
Die Stimme meiner Schwester Ascarda drang durch die Tür meines Zimmers.
Erschrocken sah ich auf, als die Tür geöffnete wurde. Mein Blick blieb an ihrem Gesicht hängen. Ihre braun-glänzenden, schulterlangen Haare hatte sie zu einem Dutt hochgesteckt. Mit der Zeit löste sich mein Blick wieder von ihr und ich erwachte aus meiner eigenen Gedankenwelt.
Wir würden heute mit vierzehn Jahren die vierjährige Ausbildung beginnen, während derer wir alles mögliche über den Kampf und die Beherrschung unseres Elementzeichen lernen sollten.
Ich zog noch den Reißverschluss meines Kampfanzuges am Rücken zu, dann stieg ich die Treppe zum Ausbildungssaal hinunter. Der
Saal war prunkvoll verziert.
Meine Schwester hatte sich schon der Reihe der anderen Kinder angeschlossen, die nur darauf brannte, ihr Elementzeichen endlich zu erfahren.
Entschlossen stellte ich mich links neben meine Schwester.
Nacheinander sollten wir vortreten, den Treueschwur sprechen und anschließend unsere Hand über den vier Schüsseln mit den Elementen kreisen lassen. Die Schalen waren in einem Kreis angeordnet.
»Wenn sich ein Element aus der Schüssel in die Luft bewegt, ist das ein Merkmal dafür, dass dieses sein Elementzeichen ist«, hatte mein Vater Myron von Greif, der Anführer des „Herr des Abgrunds“, uns zuvor erklärt.
Bei meiner Schwester stieg das Feuer in die Luft empor, nachdem sie den Eid gesprochen hatte.
Nun war ich an der Reihe. Mein Vater erhob sich aus seinem Sessel.
»Ascardo von Greif, knie vor dem Heiligen Greif nieder.«
»Heiliger Greif, ich bleibe dir auf Lebzeiten treu, glaube an dich und ehre dich. Ich will in den Bund des `Herr des Abgrunds´ eintreten und dir bis ans Ende meiner Tage dienen. Es ist mir eine Ehre!«
»Hiermit erkläre ich dich im Namen des Heiligen Greifen zu einem vollständigen Mitglied des Bundes, Ascardo von Greif. Opfere dich im Notfall für den Bund, gebe ihm alles, was du ihm bieten kannst und ergebe dich dem Heiligen Greifen. Dieser Bund wird nun, nachdem du dein Element erhalten hast, mit dem heiligen Zeichen besiegelt.«
Ich trat in den Kreis, der von den vier Schalen gebildet wurde. Laut Anweisung sollte ich mich genau in die Mitte stellen, die durch einen Greif gekennzeichnet war.
Ich fing mit der Schüssel mit dem Feuerzeichen an und ließ meine Hand über der Schale kreisen. Die schon entfachte Flamme stieg zur Decke des Saals hinauf. Ich versuchte sie mit meinen Handbewegungen zu lenken. Erstaunt beobachtete ich, wie das Feuer meinen Handbewegungen und sogar meinen Gedanken folgte. Ich spürte eine starke Verbindung zwischen mir und der Glut. Während meiner Experimente mit meinem Elementzeichen, ging ein Raunen durch die anwesenden Gäste.
Mein Vater kam auf den magischen Kreis zu. Währenddessen kam meine Schwester zu mir in den Zirkel. Es war so üblich, dass Zwillinge gemeinsam ihr heiliges Zeichen als Brandmal kriegen.
Das Ritual begann. In meinen Händen entfachte Feuer. Ich schwenkte meinen Blick zu meiner Schwester. Bei ihr stieg die Flamme gerade aus den Händen empor. Bei mir passierte das Gleiche.
Unsere Elementzeichen vereinigten sich. Von den Seiten kamen die Erde, die Luft und das Wasser auf uns zugeflogen. Es bildete sich ein Elementball aus den vier Zeichen. Meine Handflächen begannen zu kribbeln. Für das, was ich in diesem Moment empfand, gab es keine Worte. Das Gefühl war überwältigend. Fühlte sich so Magie an? Zum ersten Mal erfuhr ich, wie es war, mächtig zu sein.
Die Verbindung zwischen meinen Fähigkeiten, Ascarda, ihren Fähigkeiten und mir wuchs jede Minute erneut. Unsere Fähigkeiten waren mächtiger als je zuvor.
Gemeinsam konnten Ascarda und ich erschreckende magische Kräfte erzeugen. Nur wenige von uns hatten jemals so etwas gemeinsam ausüben können. Wir besaßen die Macht des sogenannten „Zwillingsblutes“. Dadurch konnten wir zusammen eine beachtliche Stärke ausüben. Nur eineiige Zwillinge konnten die Potenz des Zwillingsblutes beherrschen.
Meine Gedanken begannen sich langsam wieder zu ordnen, sodass ich auch das Thema „Zwillingsblut“ korrekt bei mir einordnen konnte.
Ich wusste über das Können des Zwillingsblutes weitgehend Bescheid. Auch hatte ich Kenntnis davon, dass es diese Fähigkeit erst zweimal in der Geschichte des Herr des Abgrunds gegeben hat.
Schließlich fand ich komplett in die Realität zurück. Ich spürte, dass eine gewisse Anspannung bei den anderen im Saal vorhanden war. Sie waren genauso geschockt und überrascht wie ich. Auch ich konnte das Geschehene noch immer noch nicht fassen. Es kam alles so unerwartet und fühlte sich so an, als hätte ich das alles nur geträumt.

An einer Steinwand kam eine mystische Erscheinung zum Vorschein. Alle wandten sich zu der erscheinenden Person. Sie erhoben sich von ihren Stühlen und verbeugten sich. Mein Vater trat nach vorne und kniete auf einem rotem Teppich nieder.
»Heiliger Greif, es ist mir eine Ehre, dass Sie erschienen sind. Was verschafft uns diese Ehre, mein Herr?«
»Nun, es ist soeben etwas sehr Seltenes in der Geschichte des „Herr des Abgrunds“ geschehen. Die sogenannte Macht des „Zwillingsbluts“ ist erneut aufgetreten. Unsere neuen Mitglieder«, er blickte Ascarda und mich an,»haben es verdient, geehrt zu werden.«
Anstatt des Heiligen Greifes erschienen jetzt zwei Namen.
Die Augen von unserem Vater weiteten sich. Er traute ihnen kaum.
An der steinbedeckten Mauer waren die Wörter „Ascarda“ und „Ascardo“ zu sehen.
»Tretet bitte nach vorne.« Nun war wieder der heilige Greif wahrzunehmen.
Nervös standen meine Schwester und ich auf und gingen nach vorne.
»Als Anerkennung ihrer neuen Gabe, möchte ich Ihnen ihr heiliges Zeichen persönlich verleihen.«
Der heilige Greif streckte seine Arme auseinander.
In seinen Händen erschien ein verziertes Buch. Es öffnete sich von selbst an der korrekten Stelle.
Mit seinen Händen zog er Linien durch die Luft, die Ascardas und meinen Namen ergaben. Anschließend war das Zeichen eines Greifen zu sehen.
»Werde eins mit mir!«, sprach er. .
Ich nahm einen leichten Druck auf meinem Arm war. Er wurde stärker und ging in einen stechenden Schmerz über. Es fühlte sich an, als ob jemand mit einem Messer etwas in meinem Arm ritzen würde.
Auf meiner Hautoberfläche waren langsam die Umrisse eines Greifen zu erkennen.
Der Heilige Greif ließ seine Hände wieder sinken, als er mit der Brandmarkung fertig war. Erleichtert sah ich auf. Der Schmerz hielt noch eine Weile an, aber verflog mit der Zeit.


_________________
Sei – versuche nicht, zu werden.

© Equita
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Kopfkino
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 36
Beiträge: 267
Wohnort: zwischen Fluss und Wald


BeitragVerfasst am: 27.09.2016 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, ich habe mich belesen und auch gesehen, dass es zweikernige Eizellen geben kann, die von zwei Spermien befruchtet werden. Nicht erbgleiche, aber dank einer fehlenden Zellteilung eineiige Zwillinge.

Allerdings bliebe die Frage, ob die Eineiigkeit in diesem Setting sinnvoll ist. Ich kenne es nicht, schätze es von der Magie, die gezeigt wird, als nicht sonderlich technologisch ein. Wenn es, wie oft im Bereich Fantasy ein mittelalterliches Setting ist, dann wissen sie nichts von Eizellen.

Zudem läufst du Gefahr, die Leser drauszubringen, denn die meisten sind es gewohnt, dass es heißt eineiig= gleiches Geschlecht.

Und nochmal edit: die neue Version liest sich wesentlich flüssiger. Daumen hoch


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Lächeln!
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...
Stop complainig said the farmer
who told you a calf to be?
...
But whoever treasures freedom
like a swallow has learned to fly.
...
(Donna Donna, Zeitlin und Secunda, Übers. Joan Baez)
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supermichail
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 31
Beiträge: 30
Wohnort: Russland, Sankt Petersburg


BeitragVerfasst am: 27.09.2016 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Persönlich dachte ich, dass die neue Version schlechter ist, aber ich weiß nicht, ob ich alle meine Gedanken darüber äußern sollte... Ich glaube, dass das wichtigste ist, dass Equita macht weiter. Die Teile überarbeiten ist nicht so wichtig.

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Ich spreche Deutsch nur schlecht, so Entschuldigung für Fehler und Missverständnisse.
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