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the world according to J.

 
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holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1406
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Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 11.09.2016 18:00    Titel: the world according to J. eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

The World according to J.

Wir waren schon so lange unterwegs, dass der Zeitpunkt, die Handlung des Losfahrens in surreale Ferne gerückt war. Die Dunkelheit hatte den Innenraum des Daimlers, beleuchtet von den Lichtern der Anzeigen, in einen eigenen, isolierten Mikrokosmos verwandelt. Ich sah aus dem Seitenfenster. Schemen und Lichter flitzten an der Scheibe entlang. Es war, als stünden wir still und irgend ein bisher unbekanntes Naturgesetz ließe die Welt an uns vorbei ziehen.
Rüdi tippte nervös auf dem Lenkrad herum. Natürlich den Takt von The world according to J.
»Meinst du ... ich meine, bist du dir sicher, dass sie echt ist?«
Ich sah ihn nicht an. Diese Diskussion hatten wir seit Berlin ungefähr achtmal geführt.
»Wir werden sehen.«
»Ja, aber ... stell dir mal vor.«
Und ich stellte mir vor. Nein, Rüdi betete mir vor. Wenn Morgen wirklich die Cousine von Leppi auf uns wartete, wovon ich ausging, denn ich hatte sie beinahe erkennungsdienstlich bearbeitet, und wenn sie wirklich im Besitz dieses Briefes wäre, mit der Rohfassung des Textes von The world according to J., würde die Rockgeschichte neu geschrieben werden müssen. Ok, The stoned Rhino sind nicht gerade U2 und Leppi war eher ein Prä-Nevermind Cobain als ein Bono, aber wenn schon Bono den Song kennt und sagt, er habe ihn beim Schreiben von All the wait that has never been in vain beeinflusst, ist das schon mindestens eine Story wert.
»Aber was, wenn nicht?«
Die Welt um uns herum stoppte. Wir fuhren weiter. So musste es sich anfühlen, aus dem Hyperraum heraus zu treten.
»Dann, Rüdi, wird Herr Schmaller uns vor dem ganzen Redakteursteam fragen, wie wir auf das schmale Brett geraten konnten, wegen der Hirngespinste einer ehemaligen drogenabhängigen Klapseninsassin, die das Verschwinden ihres wahrscheinlich mehr als nur platonisch geliebten Cousins nie verwunden hat, zweitausend Kilometer quer durch Deutschland zu fahren. Mit seinem Wagen. Und er wird behaupten, dass an der ganzen Story nichts dran ist, die letzten zwanzig Jahre nichts dran war und niemals etwas dran sein wird.«
»Aber er glaubt dran.«
»Er hat damals selbst den Artikel geschrieben. Rock ist tot, die vier Jungs aus der Provinz, bedeutender als Bowies Space Oddity, das größte Rätsel seit A whiter Shade of pale, blablabla. Er war ihr Nummer eins Fanboy. Und ist es noch.« Ich klatschte meine Hand auf Rüdis Knie. »Er glaubt daran!«
»Und sie weiss nicht, wohin Leppi verschwunden ist?«
»Niemand weiß das. Schmaller war damals bei Leppis Eltern, in diesem Kaff. Wie heißt das, wo wir hinfahren? Köllerbach. Nichts. Keine Nachricht, kein Hinweis.«
»Die Jungs von der Band wussten auch nichts.«
»Nö. Er war einfach weg. Kein Mädchen. Keine Drogen. Keinen Ärger. Er war einfach weg.«
»Und diese Cousine sagt, in dem Brief steht der Text von The world according to J. Der ganze Text. Und sie hat ihn bekommen, ein paar Monate, bevor die Platte heraus kam. Und jetzt fällt ihr ein, dass sie sich immer gewundert hat, warum da was fehlt?«
»Oh Rüdi, das haben wir schon so oft durchgekaut.«

Ich sehe rechts aus dem Fenster. Die Straße zieht vorbei. Ganz sicher. Es ist die Straße, nicht wir. Ich brauche Schlaf. Ich male mir aus, wie wir den Laden finden, in dem sie arbeitet. Blumen irgendwas, Engelfanger Straße. Sie hat gesagt, sie wolle erst mit mir reden; sehen, ob sie mir vertrauen kann. Sie war auf Droge, sie war in der Klapse. Sie hat von der ganzen Nummer nur was gehört, weil der Drummer mit seiner neuen Band ein paar Zeilen aus The world according to J. zitiert hat, das Lied in England in den Top Ten gelandet ist, und Bono diesen Satz in diesem Interview gesagt hat. Wahrscheinlich verarscht sie uns. Ich muss grinsen.
»Noch hundertdreiundsechzig Kilometer bis Saarbrücken.«
»Was?«
Rüdi zeigt auf das Autobahnschild. Es beginnt zu dämmern.

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halcyonzocalo
Geschlecht:männlichEinsamer Trancer

Alter: 28
Beiträge: 1252
Wohnort: Irgendwo im Nirgendwo


BeitragVerfasst am: 12.09.2016 14:06    Titel: Antworten mit Zitat

Eigentlich ist das eine ganz nett zu lesene kleine Geschichte. Sprachlich ist das Ganze sehr kurzweilig und flüssig zu lesen, das gefällt mir gut. Auch die Idee an sich finde ich nicht schlecht. "The stoned Rhino" und dieser Leppi sind fiktiv, nehme ich an (?). Ich kenne mich in der Materie nicht aus und habe nichts dergleichen finden können, auch nicht zu "The world according to J."
Unabhängig davon fehlt mir hier allerdings die Umsetzung des Wartens auf das Ereignis, welches in genau zwei Stunden eintritt. Das gibt leider Abzüge und das ist ein wenig schade, denn prinzipiell finde ich das nicht schlecht. Mal schauen, wie es sich am Ende ausgeht.

Edit: Es ist für mich mal wieder sehr schwer gewesen, hinter meinen persönlichen Top 3 eine Reihenfolge festzulegen, da ich einige Texte auf einem ähnlichen Level sehe. Letztendlich habe ich mich dazu entschlossen, deinem Beitrag einen Punkt zu geben. smile


_________________
Die minimaldeterministische Metaphernstruktur mit ihrer mytophoben Phrasierung spiegelt den ideeimmanent abwesenden Bedeutungsraum.
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Uwe Helmut Grave
Geschlecht:männlichOpa Schlumpf

Alter: 63
Beiträge: 1029
Wohnort: Wolfenbüttel


BeitragVerfasst am: 12.09.2016 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Geschichte für Rock-Interessierte - mit offenem Ende. Dabei hat doch bis auf die Wurst angeblich alles ein Ende ... Cool

_________________
U.H.G. - Freude am Lesen
"Wie sind des Kaisers neue Kleider unvergleichlich!" - "Aber er hat ja gar nichts an!" (Hans Christian Andersen) - Die Welt ist anders(en) als sie es dir erzählen.
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V.K.B.
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 45
Beiträge: 1440
Wohnort: an der Nordseeküste
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 12.09.2016 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,
ich kann das Ereignis in zwei Stunden, auf das gewartet wird, leider nicht in deinem Text entdecken. Von daher: Vorgabe nicht umgesetzt, eher keine Punkte. Das Thema fehlender Vers wird auch nur sehr vage gestreift.

Edit: Leider nicht in meine Top Ten geschafft, und daher keine Punkte. Sorry.

LG,
Veith


_________________
»Sticks & stones may break your bones – but words … they will define you!«
(Phil Orani)
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Municat
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 51
Beiträge: 288
Wohnort: Zwischen München und Ingolstadt


BeitragVerfasst am: 13.09.2016 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hey unbekannter Autor smile

Ich mag Deine Geschichte sehr. Natürlich kommt mir das Thema entgegen - sowohl die Musik, alsauch die Rätsel um den Prä-Nevermind Cobain (herrlich!) und die verlorene Textzeile in einem song, der sogar Bono beeinflusst hat.

Aus Schlafmangel verschiebt sich die Wahrnehmung des Erzählers so weit, dass er das Gefühl für die Bewegung verliert ... schön erdacht und erzählt! Wie gut, dass Rüdi am Steuer sitzt. Der Bezug zu den zwei Stunden kommt dann über Umwege: ich gehe mal davon aus, dass das Navi der Meinung ist, der Daimler braucht noch genau diese Zeit für die hundertdreiundsechzig Kilometer nach Saarbrücken.

Ich hoffe, der Brief ist echt. Ich möchte wirklich gerne The world according to J. in der kompletten Version hören smile


_________________
Gräme dich nicht, weil der Rosenbusch Dornen hat, sondern freue dich, weil der Dornbusch Rosen trägt smile
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poetnick
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 56
Beiträge: 406
Wohnort: Möglichkeiten


BeitragVerfasst am: 13.09.2016 19:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Guy Incognito,

die Geschichte nimmt mich mit auf die Reise! Die Umsetzung der 'Vorgaben' so beiläufig und doch bildhaft - ein starkes Textgewebe.
Das Auto als Container der Geschichte in dem Erleben und Handlung sich entlang der Strasse mit sehr viel dialogischem Drive 'abspulen'.

Sehr gerne gelesen - Gruss - Poetnick

P.S. habe 12 Punkte vergeben, für mich eine optimale Umsetzung.


_________________
Wortlos ging er hinein,
schweigend lauschte er der Stille
und kam sprachlos heraus
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Oktoberkatze
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 53
Beiträge: 324

Ei 1 Ei 9


BeitragVerfasst am: 13.09.2016 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

163 km sind in zwei Stunden gut zu schaffen, ich drück die Daumen, dass die Sensation perfekt ist Daumen hoch

_________________
Die meisten Denkmäler sind innen hohl
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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 37
Beiträge: 1152
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 14.09.2016 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

Rüdi und Ich auf der Suche nach dem verlorenen Text ... ähm ... fehlenden Vers.

Mir gefällt die Geschichte, die Dialoge lesen sich gut, überhaupt mag ich deinen Schreibstil. Da würd ich glatt weiterlesen, wenn es eine Fortsetzung gäbe smile Kommt eine?

Du bekommst Punkte.


_________________
Meer
ein Rauschen unter den Füßen
bewegen sich Blätter fliegen

zerstäuben im Wind
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Einar Inperson
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1742
Wohnort: Auf dem Narrenschiff


BeitragVerfasst am: 14.09.2016 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

die 10

_________________
Traurige Grüße und ein Schmunzeln im Knopfloch

Zitat: "Ich habe nichts zu sagen, deshalb schreibe ich, weil ich nicht malen kann"
Einar Inperson in Anlehnung an Aris Kalaizis

si tu n'es pas là, je ne suis plus le même

"Ehrfurcht vor dem Leben" Albert Schweitzer
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Lilly_Winter
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 38
Beiträge: 275
Wohnort: Dortmund


BeitragVerfasst am: 15.09.2016 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Vorgaben:
Thema »Der fehlende Vers«
Der fehlende Vers in dem Lied, der in der Rohfassung stehen soll.
Jemand steht an einer Kreuzung und kann sich nicht auf den Beinen halten / während einer Autofahrt kann einer der Insassen nicht sagen, ob der Wagen sich bewegt, oder nicht.
Die Welt zieht an dem Wagen vorbei.
Jemand wartet auf ein Ereignis, dessen Eintreffen in zwei Stunden erwartet wird.
Hm, je nach Geschwindigkeit, könnte man sagen, dass sie in zwei Stunden in Saarbrücken ankommen.


Mir sind keine Fehler aufgefallen.
Zitat:
Wir waren schon so lange unterwegs, dass der Zeitpunkt, die Handlung des Losfahrens in surreale Ferne gerückt war. Die Dunkelheit hatte den Innenraum des Daimlers, beleuchtet von den Lichtern der Anzeigen, in einen eigenen, isolierten Mikrokosmos verwandelt. Ich sah aus dem Seitenfenster. Schemen und Lichter flitzten an der Scheibe entlang. Es war, als stünden wir still und irgend ein bisher unbekanntes Naturgesetz ließe die Welt an uns vorbei ziehen.

Mir gefällt der Einstieg, ein schönes Bild. Mir gefällt auch, wie dieses Bild im Text wieder aufgenommen wird.
Mir ist klar, dass es in dem Text um einen Liedtext geht, an mancher Stelle war es mir aber zu viel Musik/Musikerinfo, und ich war geneigt, diese Info zu überfliegen.
Nicht unbedingt meins, aber rund geschrieben.
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hobbes
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 2983

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 17.09.2016 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Den Text mag ich auch. Er ist so schön stimmig. Die Sprache passt zu dem, was erzählt wird, die Namen!, die Namen sind super. Schmaller mag ich am liebsten.
Und Witz hat er auch.
Das einzige, was ihm fehlt: Das gewisse Etwas für die zwölf Punkte.
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Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 28
Beiträge: 1269

Ei 3


BeitragVerfasst am: 18.09.2016 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Coole Typen, coole Idee. Ich hoffe ja für die Jungs, dass die Cousine nicht spinnt und wirklich ein Wahnsinnsding rauskommt, sonst tät mir das schon Leid für die zwei, dass sie so Ärger kriegen wegen der Nummer und der Karre vom Schmaller.
Macht Bock der Text, vor allem seine Sprache. Punkte, das ist klar, Anzahl muss ich im Vergleich gucken.


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 58
Beiträge: 1863
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 18.09.2016 19:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ein leicht durchgeknallter Musik-Reporter rast mit seinem Kumpel durch halb Deutschland, um die Story des Jahrhunderts zu finden. 2000 km? Sind wohl nicht ernst gemeint. Zwischen Berlin und Saarbrücken liegen nur rund 725 km.
Ansprechend aufgebaut, das Rätsel um Luppi und den Rohtext des Titelsongs.
Leider erkenne ich nirgends die Vorgabe der zwei Stunden, in denen etwas Bestimmtes passieren wird.
Oder versteckt sie sich hierin
Zitat:
»Noch hundertdreiundsechzig Kilometer bis Saarbrücken.«  

Doch für die Strecke braucht es auch keine zwei Stunden. Hmmm. Hätte mir etwas mehr Auflösung in diese Richtung gewünscht.


_________________
Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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Pudelzucker
Schreiberassi

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Beiträge: 42



BeitragVerfasst am: 18.09.2016 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

Fand ich gut geschrieben, aber die Story hat mich leider nicht gepackt.
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Michel
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Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 19.09.2016 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ach, Rüdi.
Zwei Redakteure/Reporter (Musikmagazin?) suchen nach der echten Quelle für das Lied. Offenes Ende. Passende Sprache. Sprechende Bilder (Hyperraum). Anzeigentafelbeleuchtung im Benz, sorry: Daimler. Irgendwie passiert da nicht viel, und irgendwie finde ich das alles klasse, ohne den Finger drauf legen zu können, was mir da eigentlich gefällt. Aber ist Puppentheater nicht immer am schönsten, wenn man die Fäden nicht sieht?
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rieka
Geschlecht:weiblichSucher und Seiteneinsteiger


Beiträge: 972



BeitragVerfasst am: 19.09.2016 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo unbekannter Dichter. Erst einmal – Respekt, Respekt. Einen brauchbaren Text in zwei Stunden aus dem Nichts zu fertigen ist in meinen Augen eine tolle Leistung.
Bei der Punktevergabe war ich stark zerrissen zwischen meinen Vorlieben und dem Versuch, die Aufgabenstellung korrekt zu beachten. Das wirst du kennen.

Jetzt zum Inhalt:   
Hmmm, nicht schlecht. Zumindest nicht schlecht geschrieben. Oder anders rum. Gut geschrieben. Der Inhalt war mir etwas fremd und auch unruhig. Konfus halt. Für mich. Könnte mein Problem sein. Zumindest sehr individuell und speziell die Geschichte. Man muss die Atmosphäre kennen. Sehr schön fand ich die wechselnden Momente der Bewegung im Innen und Außen während der Fahrt dargestellt.
Aaaber dann:
Ja, es war wohl mein Problem. Denn beim wiederholten Lesen kamen die mich nicht sofort anspringenden Bilder nach und nach hervor geploppt. Neben dem Arbeitsstress tut sich ein weiter zurückliegendes menschliches Drama auf. Es ist nicht beschrieben, steht mehr zwischen den Zeilen.
Gut gemacht.
Vorgaben m.E. erfüllt.
- Ein fehlender VERS, der mit dem abhanden gekommenen Leppi in Zusammenhang gebracht wird, ist vorhanden. Der VERS und bestimmt auch der Leppi werden gesucht.
- Die Außenwelt gleitet, die Innenwelt stoppt
- und das Autobahnschild vermittelt: In zwei Stunden wissen die Protas mehr. Sie sind höllisch gespannt.
Ein bisschen muss man sie suchen diese Zeitvorgabe, aber sie ist da.
Das Rätselhafte macht die Geschichte anregender.
Punkte: 6
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holg
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Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 20.09.2016 10:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

- Wo sind die zwei Stunden geblieben?
- Gelöscht, weil das an der Stelle doof war. Dann nicht wieder sauber reingeschrieben.
- Da hast du aber glück gehabt, dass du nicht disqualifiziert wurdest.
- Danke, liebe Ausrichter. Aber jetzt habt ihr mcih dem Fegefeuer der Kommentatoren ausgeliefert. Die werden es mir deswegen ordentlich geben.
- Nur deswegen?
- Äh. Nein. Das ist wieder zu kompliziert, die Familie hat sich schon beschwert, dass man das mindestens dreimal lesen muss, um es zu verstehen.
- ist das alles?
- nee. Da sind noch ein paar Schnitzer drin. Das muss an zwei, drei Stellen einfach konkreter und nicht nur in Kontext gedacht. Wer weiss schon von den fehlenden Strophen von "A whiter shade of pale"? Und eigentlich, ganz eigentlich sollte das um 'ne echte Band gehen, die verschwunden ist. Aber bei der Kurzrecherche habe ich gesehen, dass es die noch/wieder gibt. Das gab dann doch neue Freiheit. Und die hat sich etwas verselbstständigt.
- Der U2-Titel?
- erfunden.


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Amaryllis
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BeitragVerfasst am: 21.09.2016 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Inko,

dein Text gefällt mir. Die Umsetzung der Zeitangabe fand ich jetzt etwas zu subtil, denn nur aus der Kilometeranzahl zu schließen, dass sie sich in zwei Stunden mit ihr treffen, das ist schon etwas vage und auch ungenau.

Sonst hab ich nichts zu meckern.

Alles Liebe,
Ama


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Eredor
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Traumtagebuch
BeitragVerfasst am: 22.09.2016 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Ich hab das jetzt mehrmals gegoogelt, aber... du hast dir den Songtitel ausgedacht, oder? Grr Na, auf jeden Fall macht das was mit mir. Und das ist Punkte wert!

LG Dennis


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- Lütfiye Güzel
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Seraiya
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 914



BeitragVerfasst am: 22.09.2016 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

Aufgrund von Zeitmangel muss ich mich das Nötigste beschränken.
0 Punkte


LG,
Seraiya


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Flush
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Alter: 44
Beiträge: 80



BeitragVerfasst am: 23.09.2016 13:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Teilnehmer,
eine gute, flüssig geschriebene Geschichte voller Hoffnung und Entschlossenheit.
Ich vermisse nur die direkte Umsetzung der Wettbewerbsbedingungen - die zwei Stunden
und den einzelnen Vers.
Grüße
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holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1406
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 26.09.2016 23:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Erstmal danke an alle , die gelesen und kommentiert haben. Besonderen Dank an die 12, die den Text mit Punkten bedacht haben. Einmal gab es einen Punkt, die anderen 11 haben satte 89 Punkte da gelassen. Das ist schon eine Aussage!
Zeigt mir, dass da einiges stimmt, aber auch, dass (hey, das war einer von drei Texten mit nur einer Seite Kommentaren) viele nichts damit anfangen konnten.
Da ist natürlich die 2 Stunden-Vorgabe. Ja, das hab ich mehr oder weniger verbockt und dachte, ich würde deswegen disqualifiziert werden. Die 163 km bis Saarbrücken (und ein paar km Landstraße in Leppis Heimatstadt) sollten natürlich 2 Stunden dauern. Ich hatte es nur doof formuliert, raus gestrichen und nicht wieder konkret reingeschrieben. Einige haben es so erkannt und darüber bin ich sehr, sehr froh.

@halcyonzocalo
immerhin gab es noch 1 Punkt.
Ja. Leppi, the Stoned Rhino, der Songtitel und der von U2 sind erfunden.

@Uwe Helmut Grave
Das ist wohl der Haken, dass die Story so rüber kommt. Denn eigentlich geht es gar nicht um die Musik.

@V.K.B.
Eigentlich geht es den beiden nur um den fehlenden Vers. Aber das scheint zu gut versteckt und ich gebe zu, dass es kein mal konkret da steht.

@municat
Danke für deinen Kommentar.
Manchmal glaube ich wirklich den Song zu kennen.

@poetnik
Das schreibe ich auf den Klappentext. Danke.

@Oktoberkatze
Die schaffen das. Und der Brief … wer weiss?

@Heidi
Danke. Fortsetzung eher nicht. Dann müsste ich ja einen der möglichen Ausgänge killen.

@Einar
Bedankt.

@Lilly
Ich danke für die Punkte und freue mich, dass die Geschichte es bei dir so weit nach oben geschafft hat, obwohl das Musikgedöns nicht so deins ist. Ich stimme dir zu. Das ist ein wenig zuviel des Guten.

@hobbes
Deine Meinung bedeutet mir ganz schön viel. Deswegen danke.

@Ithanea
Die kommen schon drüber weg. Und die Cousine - da bin ich auch gespannt.

@Tjana
Ja, die Details. Rüdi und ich müssen schon auch wieder zurück. Trotzdem werden sie kaum auf 1600km kommen. Ich kann mich da nur mit Schmallers Temperament und meiner mangelnden Kenntnis deutscher Autobahnkilometer rausreden.

@Pudelzucker
So geht's.


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Froh zu sein bedarf es wenig.
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