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Wolfin
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 127
Wohnort: Duisburg


BeitragVerfasst am: 24.03.2016 17:37    Titel: Der Nachtmäher. eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dieser Text soll Teil einer Episodengeschichte werden, in der Heinz die Hauptfigur ist. Im Herzen ist Heinz ein Drachentöter, in der Realität aber ein Pantoffelheld, der sich nach Heldentaten sehnt.

Gegenwart:
»Du Vollpfosten. Hör sofort auf damit!«, hallte es zwischen den Häusern.
Rumms! Ein Fenster wurde zugeschlagen. Heinz hielt inne. Er kramte aus der rechten Tasche seiner abgewetzten, ehemals hellbraunen Cordhose eine zerknitterte Schachtel Zigaretten hervor. Langsam zog Heinz eine Kippe raus und steckte sie sich in den Mund.
»Wo ist mein Feuerzeug?«
Während er mit beiden Händen von außen an seine Hosentaschen tastete, biss er leicht auf den Filter.
»Mist, nicht da«, fluchte Heinz.
Er überlegte. Ihm fiel ein, dass es in der Brusttasche seines Hemdes steckte. Richtig, da war es. Das Feuerzeug war knall-orange, mit einem gelben Schriftzug. Eins dieser Werbegeschenke, welche in zig Läden den Kunden hinterhergeworfen wurde. Heinz zündete die Zigarette an und nahm einen tiefen Zug. Er schaute dem Qualm nach, den er ausblies. Im schwachen Schein der Glut seiner Zigarette, schaute er auf seine alte Armbanduhr.
»Erst drei Uhr.«.
Vergangenheit:
Dieser Sommer war heiß. Ungewöhnlich heiß. Sogar nachts sanken die Temperaturen nicht unter fünfundzwanzig Grad. Schon seit Tagen war es windstill geblieben. In dem kleinen Haus, welches Heinz bewohnte, stand die Luft. Trotz geöffneter Fenster, blieb es warm und stickig. Wie viele Nächte schlief er jetzt schon nicht mehr richtig? Heinz wusste es nicht.
Er schaute in den Himmel. Kein Wölkchen in Sichtweite. Immer noch nicht. Es war wieder mal eine sternenklare Nacht.
»Die wievielte schon? «
Was würde er darum gegeben, wenn es jetzt regnete. Der Wettermann im Fernsehen sagte, dass in den nächsten Tagen keine Aussicht darauf bestand, auch nur die kleinste Wolke zu sehen. Tagsüber war es noch schlimmer. Es war eine Bullenhitze. Jeden Tag über vierzig Grad.
»Das hält kein Schwein aus«, dachte Heinz resignierend.
Es war am Tag so heiß, dass man nichts Vernünftiges schaffen konnte. Meistens lag er auf der Plastikliege, die auf seiner Terrasse stand und döste vor sich hin. Nachts war Heinz dann hellwach. In den ersten Nächten hatte er dann seine Hausarbeit erledigt. Putzen, waschen und was sonst noch so anfiel. Wenn Heinz damit fertig war, setzte er sich auf einen Stuhl und langweilte sich.
So war es auch vor ein paar Nächten gewesen. Es war so um Eins. Er nahm gerade einen großen Schluck von dem billigen Mineralwasser, welches er aus dem nahegelegenen Getränkemarkt holte. Sonderangebot. Ein Kasten für siebenneunundneunzig. Wasser war in diesen Tagen zum Luxusgut geworden. Für Markenmineralwasser verlangte man zurzeit bis zu zwanzig Euro pro Kasten. Zuviel für Heinz, der nur eine kleine Rente bezog. Das lebensnotwendige Nass wurde langsam knapp und so griffen die Regeln der Marktwirtschaft von Angebot und Nachfrage. Es konnte auch nicht mehr lange dauern, bis der örtliche Wasserversorger das Leitungswasser rationieren musste. Als Heinz die Flasche absetzte, das Wasser hatte seinen Durst nicht wirklich gelöscht, fiel sein Blick auf seinen Rasen. Die Fläche war nicht groß, alles in allem vielleicht so fünfundzwanzig Quadratmeter, aber sein ganzer Stolz. Heinz entschied sich seinerzeit bewusst für eine englische Rasenmischung. Dicht gewachsene Halme, gleichmäßig geschnitten, nicht höher als drei bis vier Zentimeter, durchgängig gleiche, sattgrüne Farbe. Angeblich ein Geheimtipp des Gärtners ihrer Majestät. Der Samen kostete ihm damals eine schöne Stange Geld. Heinz gönnte seinem Gras jeden Tag das jetzt so kostbare Wasser. Es hatte die schöne grüne Färbung behalten. Jetzt bemerkte er, dass die Halme die vorgeschriebene Höhe, von maximal vier Zentimetern, längst überschritten hatten. Das Schlimmste war aber, dass sich die Spitzen mehrerer Halme schon braun verfärbten. Es wurde Zeit für einen neuen Schnitt. Heinz überlegte. Tagsüber mähen ging gar nicht: zu heiß.
Nachts mit seinem Männerbenzinmotormäher mähen ging auch nicht: zu laut.
Einer dieser altmodischen Handmäher musste her. Mit so einem Gerät konnte er, fast geräuschlos, auch nachts sein geliebtes Grün mähen.
Am nächsten Tag fuhr Heinz zum Baumarkt seines Vertrauens. Sehr wenige Fahrzeuge waren unterwegs. Nur wer unbedingt musste, setzte sich in diesen Tagen ins Auto. Die Klimaanlage in seinem alten Gefährt kämpfte verzweifelt gegen die Hitze an. Ohne Erfolg.
Schweißgebadet betrat Heinz das Heimwerkerparadies, welches er sogar einigermaßen gut gekühlt vorfand. Heinz blieb im Eingangsbereich stehen und atmete ein paar Mal tief durch. Die kühle Luft hier tat ihm gut. Er sah sich um. Ein Hinweisschild sagte ihm, dass er den rechten Gang nehmen musste. Heinz ging vorbei an den hohen Regalen, die rechts und links an den Wänden standen. Er wurde auf ein großes Plakat aufmerksam, das über einem Regal hing und mit grellroten Buchstaben rief: »KLIMAGERÄTE / VENTILATOREN!«
Ja, das wäre die Rettung. Im gut klimatisierten Schlafzimmer endlich mal wieder eine Nacht durchschlafen. Nur eine einzige Nacht.
Das Regal war leer, weit und breit kein Klimagerät zu sehen, nicht einmal ein mickriger Ventilator war übriggelassen worden. Heinz hatte in der Vergangenheit niemals daran gedacht solch ein Gerät zu erwerben. Wofür auch? Die letzten Sommer waren immer kühl und nass. Ein Klimagerät war in der Anschaffung sehr teuer und es verbrauchte viel Strom. Heinz musste jeden Cent dreimal umdrehen bevor er ihn ausgab. Aber Zeiten ändern sich und das Klima wohl auch. Er war bereit, auf andere Dinge zu verzichten, wenn er dafür mal wieder im gekühlten Schlafzimmer im Bett liegen durfte.
Voller Hoffnung sprach Heinz einen Baumarktmitarbeiter an, ob Aussicht bestand, dass in der nächsten Zeit Ersatz für die verkauften Geräte kam. Der Mann zog achselzuckend von dannen. Heinz glaubte, ein leises Schluchzen gehört zu haben.
Er ging weiter, in die Gartenabteilung und plötzlich änderte sich sein Leben.
Dort stand der Grund dafür, präsentiert auf einer Bühne, extra für ihn gemacht. Er drehte sich unter einem hellen Scheinwerfer. So konnte er sich in seiner vollen Schönheit zeigen.
Leuchtend rot, mit großen Vollgummireifen auf gelben Felgen, seine Handgriffe mit hautsympathischem Naturgummi ummantelt.
»Handrasenmäher, Schnittbreite achtzig Zentimeter, für neununddreißig Euro neunundneunzig«, stand auf dem liebevoll gestalteten Plakat.
Heinz war schlagartig verliebt.
»Den oder keinen«, dachte er.
Was war schon sein fünf PS Männerbenzinmotorrasenmäher gegen dieses Prachtexemplar?
Hitze, Schlaflosigkeit und Klimageräte waren schlagartig vergessen. Heinz griff zu.
Er stöhnte, fluchte und schwitzte, als er den Karton mit dem Rasenmäher in sein kleines Auto verstaute. Zu Hause angekommen, baute er seine Neuerwerbung zusammen. Für ihn war das kein Problem. Schließlich war Heinz ein geübter Heimwerker.
Rotglänzend schmückte der neue Mäher seinen kleinen Rasen. Heinz setzte sich auf seinen Plastikstuhl, ein Glas kaltes Mineralwasser in der Hand. Er fühlte Stolz und große Freude. Er konnte kaum die Nacht erwarten, wenn es endlich kühler wurde. In seinen Gedanken ging er durch, wie er mit dem Rasenmäher sein edles Grün bearbeiten würde. Stunden vergingen, in denen Heinz nichts Anderes machen konnte als warten, schwitzen und trinken. Immer wieder streiften seine Blicke bewundernd über den Mäher, ganz so, als ob dieser eine Frau wäre, schön und begehrenswert.
Heinz hielt es kaum noch aus.
Endlich! Die Sonne ging unter und es wurde merklich kühler. Langsam näherte Heinz sich dem Handmäher. Dann schlossen sich seine Hände um die Gummigriffe.
»Welch wundervolles Gefühl«, schoss es ihm durch den Kopf.
Langsam schob er den Mäher vorwärts. Die spiralförmig angeordneten Messer begannen das Gras zu schneiden, fast geräuschlos. Bahn für Bahn fuhr er über den Rasen. Immer wieder hielt er an und strich liebevoll über die frischgeschnittenen Halme.
Wie so oft im Leben, geht alles Schöne einmal zu Ende. Nach zehn Minuten hatte Heinz sein Werk vollendet. Er setzte sich auf seinen Plastikstuhl und zündete sich eine Zigarette an. Sein Glücksgefühl schwand langsam und machte einer traurigen Leere Platz.  
»Was mache ich nun?«
Sein Rasen war geschnitten. In den nächsten Nächten blieb ihm nichts weiter, als in der Langeweile zu schwitzen und dem Gras beim Wachsen zuzusehen.
»Schöne Aussichten. Wenn ich doch nur mehr Wiese hätte.«
Während Heinz dem ausgestoßenen Qualm seiner Zigarette nachschaute, der langsam in den Nachthimmel aufstieg, hatte er die Idee.
»Warum mähe ich nachts nicht einfach fremde Rasen? Hier in der Gegend gibt es doch genug davon.«
In seiner Garage stand noch ein kleiner Anhänger für sein Auto. Er schaute auf seine Uhr.
»Zweiundzwanzig Uhr.«
Heinz fuhr planlos durch die Straßen, immer Ausschau haltend nach einer Gelegenheit. Im Rückspiegel konnte er seinen roten Rasenmäher sehen, der auf dem Anhänger im Rhythmus der Straße schaukelte.
Dann sah er sie. Die Wiese lag direkt an der Straße. Heinz schätze sie auf gut fünfhundert Quadratmeter. Das Rasengrundstück war nicht eingezäunt, kein Haus stand darauf.
Das Gras stand hoch und die Halme waren von der Sonne verbrannt. Heinz nahm seinen Mäher vom Anhänger und begann seine selbstauferlegte Arbeit. Im Licht der Straßenlaternen zog er wieder Bahn für Bahn. Drei Stunden lang, ohne innezuhalten. Als Heinz fertig war, betrachtete er die Wiese. Sie war zwar kurz geschnitten, aber trotzdem nicht schön anzusehen. Eine riesige braune Fläche, mit ein paar grünen Flecken zwischendrin.
Heinz zog an der Zigarette und sah auf seine Uhr.
»Einuhrdreißig.«
Er fühlte sich erschöpft, aber auch irgendwie befriedigt.
»Zeit nach Hause zu fahren. Für heute ist es genug. Es gibt noch mehr Wiesen in der Stadt und noch mehr heiße, trockene Nächte.«
In den kommenden Nächten fuhr Heinz durch die Stadt und mähte jeden Rasen, den er fand. Selbst Zäune hielten ihn nicht auf. Doch bei aller Vorsicht blieben seine nächtlichen Exkursionen nicht unbemerkt.
 Eines Morgens las er im Lokalteil seiner Tageszeitung die Schlagzeile:
»Geheimnisvoller Nachtmäher unterwegs.«
Heinz war zu einer regionalen Berühmtheit geworden. Die Leute fragten sich, wer der unbekannte Mäher war. Es wurde sogar über die Rückkehr der Heinzelmännchen spekuliert.
»Ich muss vorsichtiger sein.«
Gegenwart:
Für heute Nacht plante er, eine Siedlung mit großen Mehrfamilienhäusern aufzusuchen. Dort, in den Innenhöfen, gab es viele Rasenflächen, die nur auf ihn und seinen Mäher warteten.
Um zwei Uhr fünfundvierzig erreichte Heinz sein Ziel, das im Norden der Stadt lag. Vorsichtig betrat er den ersten Innenhof. Er beobachtete die Fenster.
»Alles dunkel«, dachte er erleichtert.
Dieser Rasen lag im satten Grün vor ihm. Es würde Spaß machen seinen roten Mäher darüber zu fahren. Heinz begann die Halme zu schneiden. Ungefähr nach der Hälfte geschah es. Irgendwo in den oberen Stockwerken rief jemand in die Nacht:
»Du Vollpfosten. Hör sofort auf damit!«, hallte es zwischen den Häusern.
Rumms! Ein Fenster wurde zugeschlagen. Heinz hielt inne. Er kramte aus der rechten Tasche seiner abgewetzten, ehemals hellbraunen Cordhose eine zerknitterte Schachtel Zigaretten hervor. Langsam zog Heinz eine Kippe raus und steckte sie sich in den Mund.
»Wo ist mein Feuerzeug?«
Während er mit beiden Händen von außen an seine Hosentaschen tastete, biss er leicht auf den Filter.
»Mist, nicht da«, fluchte Heinz.
Er überlegte. Ihm fiel ein, dass es in der Brusttasche seines Hemdes steckte. Richtig, da war es. Das Feuerzeug war knall-orange, mit einem gelben Schriftzug. Eins dieser Werbegeschenke, welche in zig Läden den Kunden hinterhergeworfen wurden. Heinz zündete die Zigarette an und nahm einen tiefen Zug. Er schaute dem Qualm nach, den er ausblies. Im schwachen Schein der Glut seiner Zigarette, schaute er auf seine alte Armbanduhr.
»Erst drei Uhr.«
Von einem Balkon rief plötzlich eine helle Stimme:
»Thomas, ruf die Zeitung an. Der Nachtmäher ist auf unserer Wiese. Schnell!«
Er musste hier weg, bevor noch mehr Bewohner ihn bemerkten. Der Rasen war erst zur Hälfte gemäht.
»Egal. Ich will nicht gesehen werden.«
Am nächsten Morgen las Heinz die Schlagzeile:
»Wer ist der geheimnisvolle Nachtmäher?«
In den kommenden Nächten fuhr Heinz wieder raus. Es ist fast schon zu einem Zwang geworden, mit seinem Mäher die Wiesen zu kürzen. Es wurde schwieriger für ihn, es unentdeckt zu tun. Durch die Zeitung waren die Menschen informiert und passten auf. Er soll in Facebook schon ein Star geworden sein. Jeder wollte wissen, wer der Nachtmäher war.
 In der letzten Nacht wurde es besonders knapp. Schnell entfernte er sich von dem Ort des Geschehens. Nur mit Mühe war Heinz einer Entdeckung entkommen.
 Zu Hause angekommen, setzte Heinz sich wieder auf seinen Plastikstuhl.
»Wo soll ich jetzt noch mähen? Eine Entdeckung wird immer wahrscheinlicher. Die Leute wissen jetzt, dass ein Nachtmäher unterwegs ist.«
Ihn erfüllte es auch mit Stolz, dass die Leute ihn so nannten.
Er hatte schon überlegt sich ein Kostüm zu nähen, so wie Superman. Seins würde grün sein, mit rot und gelb, wie sein Rasenmäher. Ein großes N würde auf seiner Brust prangen. Dann könnten die Menschen ihn zwar sehen, jedoch nicht erkennen. Er würde als Held gefeiert werden, der sich um die Wiesen der Stadt kümmerte. Sein Drachentöterherz würde endlich die Würdigung bekommen, die es verdiente.
Heinz hatte noch kein Superheldenanzug. Er überlegte, wie es bis dahin weitergehen sollte.
Heinz wusste, dass es im Süden der Stadt eine ausgedehnte Parkanlage gab. Dort gab es keine Häuser, keine Menschen, die ihn bei seinem nächtlichen Tun bemerken würden.
»Ja, dort fahre ich morgen Nacht hin.«
Heinz schlug sich mit der rechten Hand auf die Stirn. Etwas hatte ihn berührt. Eine Mücke vielleicht, die ihn als Opfer ausgesucht hatte. Er betrachtete seine Handfläche, in Erwartung dort das tote Insekt zu finden. Nein, keine tote Mücke. Es war Wasser. Schlagartig wurde ihm bewusst, es regnete. Heinz sah sich um. Tatsächlich, es hatte begonnen zu regnen. Die Sterne waren verschwunden, nur dunkle Wolken waren zu sehen. Ein Blitz erhellte die Nacht und der erste Donner war zu hören. Er hatte in den letzten Tagen den Wetterbericht nicht mehr verfolgt.
Endlich. Regen. Eine kühlende Windbö wehte über die Terrasse. Heinz blieb einfach sitzen und genoss die Regentropfen, die durch seine Kleidung den Weg auf seine Haut fanden.
Er hob seinen Kopf, öffnete seinen Mund und ließ den Regen auf seine Zunge prallen.
»Herrlich, einfach nur herrlich.«
Er würde wieder schlafen können. Nachts, so wie es üblich war.
Plötzlich wurde Heinz traurig. Ihm fiel ein, dass seine Karriere als Nachtmäher vorerst vorbei sein würde.
Sein Blick fiel auf seinen roten Rasenmäher, der auf seinen Vollgummirädern mit den gelben Felgen immer noch auf dem Anhänger stand. Der Regen perlte auf dem glanzroten Lack. Wassertropfen fielen von den Handgriffen herunter. Es schien, als würde der Mäher weinen.



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schrei.ben.
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BeitragVerfasst am: 24.03.2016 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe es jetzt erst einmal überflogen und muss sagen: Die Idee finde ich originell und amüsant! Smile Very Happy

Die Umsetzung - mir ist besonders aufgefallen, dass du den Namen Heinz eben sehr oft wiederholst, das fand ich störend. Und warum kommt der Abschnitt "Gegenwart" zweimal vor im seben Wortlaut?

Zitat:
»Du Vollpfosten. Hör sofort auf damit!«, hallte es zwischen den Häusern.
Rumms! Ein Fenster wurde zugeschlagen. Heinz hielt inne. Er kramte aus der rechten Tasche seiner abgewetzten, ehemals hellbraunen Cordhose eine zerknitterte Schachtel Zigaretten hervor. Langsam zog Heinz eine Kippe raus und steckte sie sich in den Mund.
»Wo ist mein Feuerzeug?«
Während er mit beiden Händen von außen an seine Hosentaschen tastete, biss er leicht auf den Filter.
»Mist, nicht da«, fluchte Heinz.


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Wolfin
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BeitragVerfasst am: 24.03.2016 20:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Der erste Abschnitt wiederholt sich, da ich den Rückblick verdeutlichen wollte. Ja, Heinz kommt oft vor.

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BeitragVerfasst am: 27.03.2016 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Wolfin,

ich finde den Text sprachlich richtig gut. Insgesamt finde ich die Idee auch ganz amüsant - aber zwischendurch habe ich schon einige Sätze übersprungen, weil ich immer dachte - wann passiert da jetzt mal etwas interessantes?
Auch das mit Gegenwart und Vergangenheit finde ich nicht so gut gelöst - das kann man bestimmt eleganter lösen.
Viele Grüße,
Lissasgeschreibsel
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Wolfin
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BeitragVerfasst am: 28.03.2016 11:41    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke. Es stimmte. Ich habe es in der neuen Version geändert. Erst als ich es hier wieder gründlich las, fand ich die erste Lösung mit Gegenwart, Vergangenheit, Gegenwart bescheiden. Nun ja, sehr spannend ist das nicht, das gebe ich zu. Aber es ist nur eine kleine Episode, die einen kleinen Ausschnitt von Heinz beleuchtet. Ich wollte die Hitze, die Langeweile, die Sehnsucht von Heinz darstellen. Ist vielleicht nicht so gelungen. Für Tipps bin ich immer offen.

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Lissasgeschreibsel
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BeitragVerfasst am: 28.03.2016 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry - hatte ich nicht gründlich gelesen oben - ich hatte es als Kurzgeschichte verstanden - aber als eine von vielen Episoden von Heinz finde ich es gut - würde allerdings gerade am Anfang deutlich kürzen. Viele Grüße
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