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melancholiestudent
Geschlecht:männlichErklärbär

Alter: 25
Beiträge: 2



BeitragVerfasst am: 18.03.2016 20:21    Titel: So fühlt es sich an... eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

So fühlt es sich an…

Auszug aus dem Tagebuch eines liebeskranken Studenten

18.01.14

Was tut man nicht alles für die junge Liebe? Warum denke ich mir sowas überhaupt? Die haben doch alle recht! „Du bist jung, du weißt doch noch gar nicht was Liebe wirklich ist!“ Natürlich nicht, mit 21 Jahren ist die Liebe noch immer so unbedeutend wie in der 4. Klasse.

Statt jetzt einfach Heim zu fahren bleibe ich lieber an der Uni und warte darauf, dass ihr Seminar zu Ende geht. Bloß um ihr ein paar zu geben damit sie abends mal etwas mehr Unterhaltung hat. Oft sind es die kleinen Dinge, welche die größte Freude bereiten. Vielleicht sogar den entscheidenden Schritt bedeuten? Hier mache ich mir nichts vor, es sind nur Filme. Aber sie dadurch zum Lächeln zu bringen ist das schönste, egal was ich dafür tun muss. Was für eine klischeehafte Einstellung! Normalerweise lache ich über sowas. Aber ich bin sicher nicht der einzige, der so denkt und so fühlt.

Erstmal warten, gute 2 Stunden habe ich ja noch. Ich sitze an meinem Lieblingsplatz in der Uni und wie immer trinke ich eine Dose Relentless. „Deep into that darkness peering long i stood there. Wondering, fearing, doubting, dreaming dreams, no mortals ever dared to dream before.“, sagt Edgar Allan Poe.
Ich weiß nicht genau warum dieser eigentlich unspektakuläre Platz in der Uni so anziehend auf mich wirkt. Gemütliche Bänke? Nahe am Raucherbereich? Oft sitzt man mit Fremden an einem Tisch und zu einem Gespräch kommt es nie. Warum eigentlich nicht? Warum reden dort denn nur die Bekannten miteinander? Warum lernt man den Menschen, der gerade neben einem sitzt nicht einfach mal kennen?
Vielleicht sind es aber auch die Mathematik-Studenten, welche sich seltsamerweise auch am liebsten hier breitmachen. Wenn ich hier sitze und immer wieder sehe wie diese armen Seelen mit Tränen in den Augen die Hände über den Kopf zusammenschlagen denke ich mir, dass ich es ja eigentlich ganz gut habe.  

Ich höre ein freundliches „Moin!“. Mein alter Teamer, mit welchem ich mich damals anfreundete setzt sich zu mir. Er hat seine Unizeiten durcheinandergewirbelt und hat noch etwas für eine mündliche Prüfung zu erledigen. „Gleich auf eine Zigarette?“, frage ich.
Das einsam aussehende Mädchen zu meiner Linken trinkt ihren Kaffee und schaut gelangweilt auf ihr Handy. Sie hat mitbekommen, dass ich gerade mit Schreiben beschäftigt bin und sie weiß auch sicher, dass dies nicht zwecks Uni geschieht. Seltsames Buch, ein Fließtext, keine Stichwörter? Nein, sowas tut kein Student.
Sie sieht sehr hübsch aus, schulterlanges und blondes Haar, eine Brille, einen lila Pullover. Lila, die Farbe der unbefriedigten Frau? Ist das vielleicht so? Wahrscheinlich bin ich der einzige, der sich das denkt. Aber vielleicht?
Sie sieht aus als warte sie auf jemanden. Sie hört keine Musik, sie schreibt niemandem, sie schaut einfach nur auf ihr Handy. Fotos? Chatverläufe? Ihr Blick zeugt nicht von Trauer, ebenso wenig von Glück oder Freude. Nur Langeweile. Sie entschließt sich auch nicht dazu wegzugehen, jetzt hört sie Musik. Ich würde gerne wissen was genau. Erinnert mich ein wenig an mich selbst. Sie scheint ein Mensch zu sein, der Langeweile genießt. Vielleicht geht bei ihr auch nichts mehr. Befindet sich in einem Samsara. Einem Kreislauf niemals endendem Leides. Trotzdem hat sie bestimmt Freunde.
Ich kenne das zu gut. Wenn ich Musik höre, dann mache ich dabei auch nichts Anderes. „Du bist ja auch einfach ein Genießer!“, sagte sie mal zu mir. „Mich stört das ganz und gar nicht, eher im Gegenteil!“. Scheinbar gefällt ihr meine leicht abgeschnittene Art. Auch wenn ich der festen Überzeugung bin, dass ich alles andere als Geheimnisvoll bin, im Gegensatz zu ihr.
Das Mädchen hat ihr Handy um 180 Grad gedreht. Sie schaut wohl Videos. Was für welche? Einen Film, eine Serie, etwas selbst Aufgenommenes? Alleine die Antwort auf diese Frage kann viel über einen Menschen aussagen. Schaut sie Selbstgefilmtes, so schwelgt sie in Erinnerungen. An was? Erlebnisse mit ihren Freunden? Ihrem Freund, der sie gerade verlassen hat? Oder den sie gerade verlassen hat? Welche Dinge sind es wert auf Video festgehalten zu werden? Ein Konzert, das ist es meistens bei mir. Ein Unfall? Eine Schlägerei? Sie sieht nicht nach der Sorte Mensch aus, die sich auf dieses Niveau herablässt. Also was filmt sie?
Ihr Gesichtsausdruck ändert sich nicht beim Betrachten des Videos. Kein Seufzen, kein Lächeln, keine Träne. Sie scheint sehr konzentriert zu sein. Ich weiß nicht warum, aber es interessiert mich. Wie viele Fragen beim bloßen Betrachten eines Menschen entstehen können!

Ich drehe mir eine Zigarette. Kalt ist es draußen kaum noch. Noch eine gute Stunde bis sie kommt. Was wohl daraus wird? Ob sie wohl wirklich alleine kommt? Vielleicht trinkt sie noch einen Kaffee mit mir. Momentan fände ich nichts schöner. Jedes Mal hoffe ich auf eine negative Geschichte über ihren Freund. Erfreulicherweise bekomme ich nur selten etwas Positives über ihn zu hören. Und wenn, dann mal sowas wie: „Eigentlich ist er ja okay…“. Okay? Er sollte nicht „okay“ sein, er sollte DER Mann sein und sie weiß, dass er es nicht ist. Trotzdem bleibt sie einfach bei ihm. Bisher habe ich aus ihrem Mund noch nie etwas gehört wie: „aber ich liebe ihn einfach trotzdem!“. Was das betrifft ist ihr Lieblingssatz „Ich weiß es nicht.“. Soll das alles irgendwas bedeuten? Ich weiß es nicht aber ich hoffe es. Sie sehen sich kaum noch und wenn, dann streiten sie sich nur. Ob sie mit mir mehr Kontakt hat als mit ihm? Vielleicht bilde ich mir das nur ein. Aber ich glaube, dass es Tag für Tag weniger wird. Ich hoffe es. Ich kann einfach nicht verstehen wie man auf diese Weise glücklich sein kann! „Aber vielleicht ändert sich das ja nach der Klausurphase, ich habe momentan so viel zu tun, da bleibt keine Zeit für dauerhaften Kontakt mit meinem Freund!“. Aber dauerhafter Kontakt mit mir. Außerdem: Leere Hoffnungen. Wenn es nach 3 Jahren nicht besser geworden ist, dann wird es jetzt auch nicht besser. Er ist ein Kontrollfreak! Er fährt von Köln nach Mainz ohne sich vorher anzukündigen. Und sagt ihr direkt, dass er nur hier sei, weil er wissen will was sie macht und wo sie ist. Und vor allem: Mit wem. Er hat ihr das Handy geklaut. Heimlich unsere Chatverläufe gelesen. Es reicht ihm schon, wenn sie nur mit anderen Männern redet, ein Händeschütteln könnte das Todesurteil für den Mann sein.
Aber dennoch: warten wir die Klausurphase mal ab. Sie will ja mit ihm drüber reden. Er will das aber nicht. Unsere Verabredungen stehen schon. Die mit ihrem Freund auch? Kann sie wirklich mit diesem Freund glücklich sein? Ich sollte ausnahmsweise einmal optimistisch sein…

Die nachfolgenden Einträge wurden alle aus dem Tagebuch des unbekannten Studenten herausgerissen. Es ist unbekannt, was in der Zwischenzeit alles geschah und wie es zu diesem Ende kam.


24.03.14

Sie sitzt vielleicht 2 Meter von mir weg. Nein, sie steht und telefoniert mit ihm. Sie sollte es nicht tun. Ich verbringe das erste Mal die Nacht bei ihr und sie redet schon wieder mit ihm. Dabei verletzt er sie bloß. Auch jetzt gerade. Man hört es. Sie sollte nichts mehr empfinden, wenn sie schon damit drohen muss ihn zu verlassen. Sie ist nicht glücklich. Ich weiß das. Ich habe heute ihre Schwester kennen gelernt. Was ein liebenswertes Mädchen. Sie denkt dasselbe. Gesagt habe ich es ihr dennoch nicht. Noch nicht. Ich hatte gehofft es hätte sich heute eine Möglichkeit ergeben, dies geschah aber nicht. Vielleicht kommt dies noch. Den heutigen Abend habe ich mir lange gewünscht. Der Bus schon lange weg und mein Arm um ihre Schultern während ich sie begleite. Dieses Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr. Es ist wie Magie. Den Menschen, den man bedingungslos liebt nahe an sich zu haben. Ob man zurück geliebt wird oder nicht.
Und nun sitze ich hier in ihrem Zimmer und höre mir an, wie sie wieder so tut als sei zwischen ihnen ja alles in Ordnung. Sie weiß nicht was Liebe ist. Sie weiß es einfach nicht. All dies, was sie sagt, spiegelt nichts als eine Lüge wieder.

…Ich bin froh, dass sie nicht weiß, dass sie nicht weiß, dass ich sie gerade beobachte. Im Schlaf sehen wir so aus wie wir wirklich sind. Man glaubt es liegt ein Engel friedlich in ihrem Bett, umhüllt von zarten und hauchdünnen Seidentüchern. Ihr Atem klingt so seicht, ich will nichts Anderes mehr hören, wenn ich mich schlafen lege.

Ein Schriftsteller werden… Dass ich nicht lache! Ein Schriftsteller gibt das Kapitel nicht auf, wenn ihm gerade mehr durch den Kopf geht als er eigentlich festhalten kann. Aber ich bin ja keiner. Ich könnte das Kapitel hier und jetzt einfach beenden. Aber dies ist nicht das, was ich will. Erst wenn sie diese Seiten gelesen hat, wenn sie es erfahren hat, dann werde ich aufhören. Wenn dieses Buch ein Ende hat, egal wie abrupt es ist, dann weiß sie es. Dann hat sie es gelesen. Dann hat sie es herausgefunden. Auch wenn ich mir sicher bin, dass es wahrscheinlich niemals soweit komm…

Sie steht hinter mir… Eine Träne landet auf meinem Nacken…

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Infantilist
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 21
Beiträge: 23



BeitragVerfasst am: 18.03.2016 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend melancholiestudent,
Dein gesamter Text gefällt mir sehr gut, er beschreibt das situative Bild des alltäglichen Unigeschehens und zeitgleich wird die Handlung mehr in eine romantische Richtung gelenkt. Die Gedanken sind gut dargestellt und situiert, sodass ich mich in das Ereignis, in den Kopf, hineinversetzen kann. Vor allem reizt mich die Eigenart, das aufstellen von Hypothesen und die vielen Fragen, die im ganzen Leseprozess von mir omnipräsent waren. Der Sprung vom 18.01.14 zum 24.03.14 gibt dem ganzen noch einen mystischen Schimmer, Du füllst aber auch mit den letzten Abschnitten meinen ganzen Interpretationsspielraum aus, daraus resultierend schwirrt mir Dein Text noch durch die Gedanken.

Diese Frage "Lila, die Farbe der unbefriedigten Frau?" brachte mich zum Schmunzeln, weil der Fragesteller sich dadurch, in meinen Augen, selbst charakterisiert und ein gewisses Charisma spürbar wird.  

Du hast meine Aufmerksamkeit Very Happy


_________________
Friedvolle Grüße
Infantilist
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Jack Burns
Geschlecht:männlichReißwolf

Alter: 50
Beiträge: 1547



BeitragVerfasst am: 18.03.2016 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo melancholiestudent
und:
willkommen im Forum!

Ich konnte mit dem Text leider gar nichts anfangen. Zum einen gibt es manch stilistische Schwächen aber das wäre zu behandeln.
Es ist aber so, dass mir der gesamte Tonfall und Inhalt auf die Nerven geht. Hier wird ausschweifend gejammert. Über die unerfüllte Liebe, über die unglückliche Beziehung der Herzensdame (wäre sie glücklich, wäre es auch nicht recht) über die Situation im Allgemeinen ...
Der Protagonist kommt dermaßen passiv und gleichtönig rüber, dass ich ihn gerne rütteln würde, wenn nicht gar mit ein paar Backpfeifen aus seiner selbstverliebten Jammerei erwecken. Vielleicht sollte er auch nur aufhören zu kiffen.

Diese ganz normale, etwas unangenehme Situation müsste literarisch interessant verpackt werden, um mich anzusprechen. Das gelingt Dir nach meinem Geschmack überhaupt nicht.

Beste Grüße
Jack


_________________
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schrei.ben.
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Beiträge: 100



BeitragVerfasst am: 19.03.2016 17:08    Titel: Re: So fühlt es sich an... Antworten mit Zitat

melancholiestudent hat Folgendes geschrieben:
So fühlt es sich an…

Auszug aus dem Tagebuch eines liebeskranken Studenten

18.01.14

Was tut man nicht alles für die junge Liebe? Würde ein junger Mensch diese Formulierung tatsächlich wählen? Kommt mir unglaubwürdig vor. Warum denke ich mir sowas überhaupt? Die ?? Wer? haben doch alle recht! „Du bist jung, du weißt doch noch gar nicht was Liebe wirklich ist!“ Natürlich nicht, mit 21 Jahren ist die Liebe noch immer so unbedeutend wie in der 4. Klasse.

Statt jetzt einfach Heim zu fahren bleibe ich lieber an der Uni und warte darauf, dass ihr Seminar zu Ende geht. Bloß um ihr ein paar hier fehlt etwas zu geben damit sie abends mal etwas mehr Unterhaltung hat. Oft sind es die kleinen Dinge, welche die größte Freude bereiten. Vielleicht sogar den entscheidenden Schritt bedeuten? Hier mache ich mir nichts vor, es sind nur Filme. Aber sie dadurch zum Lächeln zu bringen ist das schönste, egal was ich dafür tun muss. Er gibt ihr doch - wie grade selbst festgestellt - lediglich DVDs?Was für eine klischeehafte Einstellung! Normalerweise lache ich über sowas. Aber ich bin sicher nicht der einzige, der so denkt und so fühlt.

Erstmal warten, gute 2 Stunden habe ich ja noch. Ich sitze an meinem Lieblingsplatz in der Uni und wie immer trinke ich eine Dose Relentless. „Deep into that darkness peering long i stood there. Wondering, fearing, doubting, dreaming dreams, no mortals ever dared to dream before.“, sagt Edgar Allan Poe.
Ich weiß nicht genau warum dieser eigentlich unspektakuläre Platz in der Uni  dann musst du ihn zuvor noch genauer beschreiben, sonst hat man kein Bild so anziehend auf mich wirkt. Gemütliche Bänke? Nahe am Raucherbereich? Oft sitzt man mit Fremden an einem Tisch und zu einem Gespräch kommt es nie. Warum eigentlich nicht? Warum reden dort denn nur die Bekannten miteinander? Warum lernt man den Menschen, der gerade neben einem sitzt nicht einfach mal kennen?
Vielleicht sind es aber auch die Mathematik-Studenten, welche sich seltsamerweise wieso seltsam?auch am liebsten hier breitmachen. Wenn ich hier sitze und immer wieder sehe wie diese armen Seelen mit Tränen in den Augen die Hände über den Kopf zusammenschlagen denke ich mir, dass ich es ja eigentlich ganz gut habe.  Wieso weinen diese Mathematikstudenten dauernd??

Ich höre ein freundliches „Moin!“. Mein alter Teamer, mit welchem ich mich damals anfreundete setzt sich zu mir. Er hat seine Unizeiten durcheinandergewirbelt und hat noch etwas für eine mündliche Prüfung zu erledigen. „Gleich auf eine Zigarette?“, frage ich.
Das einsam aussehende Mädchen zu meiner Linken trinkt ihren Kaffee und schaut gelangweilt auf ihr Handy. Sie hat mitbekommen, dass ich gerade mit Schreiben beschäftigt bin und sie weiß auch sicher, dass dies nicht zwecks Uni geschieht. Seltsames Buch, ein Fließtext, keine Stichwörter? Nein, sowas tut kein Student.
Sie sieht sehr hübsch aus, schulterlanges und blondes Haar, eine Brille, einen lila Pullover. Lila, die Farbe der unbefriedigten Frau? Ist das vielleicht so? Wahrscheinlich bin ich der einzige, der sich das denkt. Aber vielleicht?
Sie sieht aus als warte sie auf jemanden. Sie hört keine Musik, sie schreibt niemandem, sie schaut einfach nur auf ihr Handy. Fotos? Chatverläufe? Ihr Blick zeugt nicht von Trauer, ebenso wenig von Glück oder Freude. Nur Langeweile. Sie entschließt sich auch nicht dazu wegzugehen, jetzt hört sie Musik. Ich würde gerne wissen was genau. Erinnert mich ein wenig an mich selbst. Sie scheint ein Mensch zu sein, der Langeweile genießt. Vielleicht geht bei ihr auch nichts mehr. Befindet sich in einem Samsara. Einem Kreislauf niemals endendem Leides. Trotzdem hat sie bestimmt Freunde.
Ich kenne das zu gut. Wenn ich Musik höre, dann mache ich dabei auch nichts Anderes. „Du bist ja auch einfach ein Genießer!“, sagte sie mal zu mir. „Mich stört das ganz und gar nicht, eher im Gegenteil!“. Worauf bezieht sie sich? Scheinbar gefällt ihr meine leicht abgeschnittene Art. was bedeutet das? Auch wenn ich der festen Überzeugung bin, dass ich alles andere als Geheimnisvoll bin, im Gegensatz zu ihr.
Das Mädchen hat ihr Handy um 180 Grad gedreht. Sie schaut wohl Videos. Was für welche? Einen Film, eine Serie, etwas selbst Aufgenommenes? Alleine die Antwort auf diese Frage kann viel über einen Menschen aussagen. Schaut sie Selbstgefilmtes, so schwelgt sie in Erinnerungen. An was? Erlebnisse mit ihren Freunden? Ihrem Freund, der sie gerade verlassen hat? Oder den sie gerade verlassen hat? Welche Dinge sind es wert auf Video festgehalten zu werden? Ein Konzert, das ist es meistens bei mir. Ein Unfall? Eine Schlägerei? Sie sieht nicht nach der Sorte Mensch aus, die sich auf dieses Niveau herablässt. Also was filmt sie?
Ihr Gesichtsausdruck ändert sich nicht beim Betrachten des Videos. Kein Seufzen, kein Lächeln, keine Träne. Sie scheint sehr konzentriert zu sein. Ich weiß nicht warum, aber es interessiert mich. Wie viele Fragen beim bloßen Betrachten eines Menschen entstehen können!



Hey!

Leider finde ich den Text nicht sehr überzeugend - zum Outfit wurde ja bereits etwas gesagt. Da ist zu viel Holpern und Stolpern drin und es kommt mir nicht authentisch vor.
Vielleicht guckst du dir die Stellen zb mit dem Mädchen/Handy nochmals durch...damit es flüssiger wirkt.

LG Ben
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