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I. Mein letzter Tag


 

 
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harwayjunior
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 26
Beiträge: 13



BeitragVerfasst am: 17.03.2016 16:42    Titel: I. Mein letzter Tag eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Der folgende Text ist der erste Teil einer Episodengeschichte.
Mehrere Episoden werden erzählt, diese soll die Eröffnung sein.
Sagt mir bitte, was ihr davon haltet und wo man ansetzten kann.

1.Mein letzter Tag

Heute ist der 17.März 2015. In einigen Ländern wird heute der St. Patricks Day gefeiert. In anderen Ländern ist dies nur ein gewöhnlicher Mittwoch.
Für mich ist es ein ganz besonderer Tag, heute werde ich mich selbst eliminieren.
Ich starte den Tag mit meinem gewohnten Rhythmus.
Als erstes genieße ich die Stimme der netten Wetterfrau im Fernsehen.
Danach trainiere ich eine halbe Stunde auf meinem Laufband und frühstücke.
Die Zeiten, in welchen ich morgens durch meine Kinder geweckt wurde, sind Vergangenheit.
Ich wohne nun alleine und existiere nur noch ohne zu leben.
Alles erscheint mir wie ein schlechtes Spiel, in dem der Protagonist immer wieder den gleichen Tagesablauf hat. Mein persönliches Highlight am Tag ist immer die Arbeit.
Ich arbeite in einem Krankenhaus als Oberarzt für Allgemeine Medizin.
Jeden Tag sehe ich die kranken Menschen, die ein Krankenhaus aufsuchen, um wieder gesund zu werden und ihr normales Leben weiterführen.
Ich wünsche mir manchmal auch, dass ich einer dieser Patienten wäre, die hier von allen umsorgt werden und dann zurück in ihr normales Leben geschickt werden.
Mein Leben ist jedoch anders. Ich bin seit dem Tod meiner Tochter nur noch ein verbitterter Mann. Das Leben meiner Mitmenschen interessiert mich nicht mehr.
Alle sind glücklich, nur ich habe alles verloren, was ich je geliebt habe.
Ich setze mich in mein dreckiges Auto und fahre zum Krankenhaus.
Nach der Arbeit werde ich mich von dem Dach des Krankenhauses schmeißen.
In der Amerikanischen Verfassung steht das Streben nach Glück.
Von vielen wurde dieser Satz als die Urstunde des Amerikanischen Traumes angesehen. Ich bin zwar Deutscher, aber ich habe alles versucht, um glücklich zu werden. Für eine zeitlang war ich es sogar. Diese schöne Zeit hielt jedoch nicht lange an. Meine Tochter wurde von einem LKW überfahren.
Es war ein regnerischer Tag. Sie war mit meiner Ehefrau Jessica in der Stadt.
Ich sollte beide abholen, doch ich verspätete mich.
Sie warteten an einer Straße. Meine Tochter verlor ihren Ball und lief einfach auf die Straße. Jessica versuchte sie aufzuhalten, doch ehe sie bei ihr war, wurde sie von einem Lastwagen überrollt.
Die Ehe ging zu Bruch. Ich konnte sie einfach nicht mehr ansehen, ohne an meine kleine Tochter zu denken. Wir gaben uns gegenseitig die Schuld an ihrem Tod.
Keiner von uns konnte einsehen, dass schlimme Sachen passieren.
Ich parke meinen Wagen auf meinem eigenen Parkplatz, den jeder Oberarzt des Krankenhauses bekommt.
Ich steige aus, berühre ein letztes Mal mein Auto, und gehe in das Krankenhaus.
„Guten Morgen, Herr Finster, wir haben einen Patienten in Zimmer B03, der ihre Hilfe braucht“, sagt die Krankenschwester Fröhlich.
„Danke, Sandra, ich gehe direkt dort hin.“
Im Fahrstuhl sehe ich ein Plakat von dem Chefarzt der Allgemeinen Medizin, der mit anderen Patienten zu sehen ist.
Er lächelt und zeigt mit seinem Zeigefinger auf unsere Klinik.
Das Bild scheint erst seit heute hier zu hängen. Ich mag es nicht.
Ich gehe zum Zimmer B03 und werde von dem jungen Assistenzarzt, Dominik Jung, begrüßt.
 „Hey, Richard, wir haben hier ein Problem mit dem Patienten.“
„Was ist denn mit ihm?“
„Er ist Dachdecker und hatte während der Arbeit einen Anfall, wenn man den Kollegen glaubt.“
„Warum sollten sie denn lügen?“
„Nun, ja, die Firma ist nicht gut abgesichert. Wie ich hörte, würde die Firma bei einem Sturz von Herrn Jung ohne einen vorhergehenden Anfall gerichtliche Schwierigkeiten bekommen. Die Sicherheit der Dachdecker muss immer gegeben sein.“
„Schon gut, quatschen sie mich nicht voll. Er soll also einen Anfall gehabt haben.
Sind seine Kollegen noch hier im Krankenhaus?“
„Ja, unten im Eingangsbereich.“
„Gut, wir gehen jetzt dahin.“
„Und was ist mit dem Patienten?“
„Das klären wir gleich.“
Beide gehen nach unten und suchen nach den zwei Kollegen des Dachdeckers.
„Hey, wer von euch hier ist Dachdecker und hat den Patienten…“
„Niels Schuh“, sagt der Assistenzarzt.
„Wer hat Niels Schuh eingeliefert?“
Zwei Männer stehen auf und gehen zu den zwei Ärzten.
„Wir sind seine Kollegen, Herr Doktor“.
„Das ist gut. Also erzählen sie mir bitte, was heute passiert ist.“
„Wir waren an der Goethestraße auf einem Blockhaus beschäftigt.
Wir mussten eine Stelle auf dem Dach erneuern. Niels griff nach seinem Werkzeug und seine Hand fing an zu zittern. Er verlor das Gleichgewicht und fiel vom Dach.“
„Wieso haben sie ihm nicht geholfen?“
„Ähm, er war schon zu weit weg von uns.“
„Aber sie haben gesehen, wie seine Hand zitterte?“
„Ich bin mir nicht sicher, ich denke schon.“
„Das wars schon, danke.“
Die beiden Ärzte gehen wieder zum Patientenzimmer.
„Was soll das jetzt bedeuten, Richard?“
„Dass er keinen Anfall hatte.“
„Sie sind  sich nur nicht sicher, das heißt doch nichts.“
„Dominik, so war doch dein Name, oder?“
„Ja.“
„Jeder hier lügt, das musst du lernen.“
Richard sieht den Patienten und untersucht ihn. Er tastet ihn ab und liest seine Blutwerte durch.
„Was wurde bei ihm festgestellt?“
„Mehrere Brüche , Prellungen, ein hoher Blutzuckerwert…“
„Wie hoch?“
„255“.
„Was? Warum geben sie ihm dann nicht Insulin?“
„Insulin? Wofür denn?“
„Er ist Diabetiker, sie Grünschnabel.“
Der Assistenzarzt streckt seine Hände über seinen Kopf und guckt erstaunt.
„Ach, ja, genau.“
„Mein Gott, sind hier eigentlich nur Idioten eingestellt? Bringen sie das hier in Ordnung.“
Richard Finster geht weiter den Gang entlang und möchte in den Aufenthaltsraum.
Ihm kommt der Chefarzt, Herr Groß, entgegen.
„Richard, haben Sie einen Moment?“
„Na gut, wenns sein muss“
„Sie haben ja seit längerem den jungen Assistenzarzt Jung bei sich.
Im Krankenhaus gehen Gerüchte herum, dass er ungeeignet für seinen Job sei.
Was sagen sie zu diesen Gerüchten.“
Nach dem Beenden seines Satzes schaut der Chefarzt gespannt auf die Antwort von Richard und schnalzt mit seiner Zunge.
Der Oberarzt blickt zu Dominik Jung und schaut seinen Vorgesetzten direkt an.
„Er ist gut.“
Der Chefarzt ist überrascht und geht ohne ein weiteres Wort weg.
Richard bleibt einen Moment stehen.
Er schaut wieder zu Dominik Jung und geht jetzt nach oben.
„Scheiß drauf, ich machs jetzt.“
Richard geht auf das Dach und läuft zum Ende des Daches.
Er schaut nach unten und springt.
Seine Augen sind geschlossen und er wartet auf den Aufprall.

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Wolfin
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 128
Wohnort: Duisburg


BeitragVerfasst am: 17.03.2016 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

die Episode hat meiner Ansicht Potenzial. Richard erscheint mir nur sehr distanziert. Du beschreibst ihn recht emotionslos. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mensch in einer solch extremen Gefühlslage so nüchtern erzählt. Als Arzt wählt er eine brutale Todesart. Ich an seiner Stelle würde mir ein schnell wirkendes Gift verabreichen. Ist aber nur meine Meinung.
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schrei.ben.
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 100



BeitragVerfasst am: 17.03.2016 18:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!!
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schrei.ben.
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 100



BeitragVerfasst am: 17.03.2016 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!!

Ich kann mit dem Begriff "Episodengeschichte nicht so viel anfangen - sollen diese Geschichten miteinander verbunden sein durch einen roten Faden? Was genau macht "Episodengeschichte" vs Kurzgeschichte/story aus?


Was mir aufgefallen ist:
Zitat:
ch arbeite in einem Krankenhaus als Oberarzt für Allgemeine Medizin."


n Krankenhäusern praktizieren, anders als in Praxen, in der Regel Fachärzte verschiedener Richtungen, genau wie die Stationen unterteilt sind. Es gibt meines wissens keine "Station für Allgemeinmedizin", sondern eben Innere (käme dem evt am nächsten?), Chirurgie, Orthopädie, Gyn usw.


Zitat:
Ich wünsche mir manchmal auch, dass ich einer dieser Patienten wäre, die hier von allen umsorgt werden und dann zurück in ihr normales Leben geschickt werden.


Das ist für mich nicht stimmig oder nur teilweise. Wenn der Prota im Kh arbeitet, wird er auch mit schlimmen Schicksalen konfrontiert und ist sich der Unsicherheit des Lebens evt bewusster als andere. Ganz sicher ist ihm klar, dass nicht jeder Patient geheilt in eine Normalität entlassen wird.
Verständlich dagegen scheint der wunsch danach, umsorgt zu werden, gesehen zu werden.

Zitat:
Ich setze mich in mein dreckiges Auto und fahre zum Krankenhaus.


Das gefällt mir irgendwe. Es passt.

Zitat:
In der Amerikanischen Verfassung steht das Streben nach Glück.

Der Satz ist unvollständig?

Zitat:
Für eine zeitlang


entweder eine Zeit lang oder für eine Zeit

Zitat:

Jessica versuchte sie aufzuhalten, doch ehe sie bei ihr war, wurde sie von einem Lastwagen überrollt.

So bedeutet es, dass Jessica überfahren wurde. Besser: wurde das Kind....


Zitat:
Beide gehen nach unten und suchen nach den zwei Kollegen des Dachdeckers.


Ab hier verlässt du die Ich-Perspektive!


Zitat:
„Jeder hier lügt, das musst du lernen.“


Dr. House Fan Razz ??

Zitat:

Was sagen sie zu diesen Gerüchten?“
Nach dem Beenden seines Satzes schaut der Chefarzt gespannt auf die Antwort von Richard und schnalzt mit seiner Zunge


Ungeschickt, er kann die antwort direkt ja nicht "anschauen"

***

Anfangs habe ich die Episode interessiert gelesen. Die kurzen, schnörkellosen Sätze passen gut zu dem Prota, der mit allem abgeschlossen hat. Nett auch, wie sich in den Namen der Handelnden ihre Eigenschaften wiederfinden.

Doch je länger ich las, desto mehr hat mich gestört, vor allem die Schilderungen in und um den Patienten. Das ist einfach noch nicht sauber und vor allem korrekt ausgearbeitet. Recherchier noch einmal gut, wie so etwas abläuft - Notaufnahme, Untersuchungen, Diagnosestellung etc.
Auch das Gespräch mit dem Chef wirkt für mich unglsaubwürdig - noch dazu zwischen Tür und Angel.



LG
Ben
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harwayjunior
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 26
Beiträge: 13



BeitragVerfasst am: 18.03.2016 01:22    Titel: Episode I pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi, zusammen.

Vielen Dank für die netten Resonanzen.
Also mit Episodengeschichte meine ich eine Geschichte, in welcher mehrere Figuren eigene Handlungsstränge haben, aber kurz aufeinander treffen.
Der hochgeladene Text wird von mir noch überarbeitet.
Danke auch an Ben, der meinen Text fast schon lektoriert hat, danke für die Tipps.
Auch das mit der Allgemeinen Medizin hab ich wohl vergessen.
Innere Medizin ist der richtige Begriff.
Die trockene und distanzierte Art ist denke ich ein Nachteil der Kurzbündigkeit dieser Story.
Als nächstes wollte ich die zweite Episode über die Krankenschwester Fröhlich schreiben, da diese schön gegensätzlich zu der ersten ist, dann die zum Assistenzarzt, Patienten und die vom Chefarzt.
Meint ihr, dass die Geschichte seine Leser finden wird?

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Wolfin
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 128
Wohnort: Duisburg


BeitragVerfasst am: 18.03.2016 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Mir wird nicht klar, in welcher Gefühlslage Richard sich befindet. Ist er depressiv? Scheint so, denn er möchte sich umbringen.
Ist er zornig? Er pfeift seinen Assistenten an.
Ist er Ermittler oder Arzt? Er spricht zu erst mit den Kollegen des Dachdeckers, bevor er ihn versorgt.
Kann er seinen Chef nicht leiden? Obwohl Richard seinen Assistenten für einen Idioten hält, empfiehlt er ihn seinem Chef.
Kann er sich selbst nicht leiden? Warum sollte er sonst so eine brutale Todesart wählen. Irgendwie erscheint mir die Figur nicht "logisch" angelegt.

Schwester Fröhlich soll gegenteilig angelegt werden. Gegenteil von was?
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harwayjunior
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 26
Beiträge: 13



BeitragVerfasst am: 18.03.2016 16:50    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja, also die ganzen Fragen sollten eigentlich erst im Verlauf des Buches geklärt werden. Ich finde es immer so schade, wenn eine Figur alle wichtigen Charaktereigenschaften auf den Seiten preis gibt.
Hier ist das vielleicht ein bisschen überzogen von mir, da die Figur tatsächlich sehr distanziert wirkt.

Gruß,

Michael

« Was vorher geschah123

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Jack Burns
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 48
Beiträge: 1559



BeitragVerfasst am: 18.03.2016 23:44    Titel: Re: I. Mein letzter Tag Antworten mit Zitat

Hallo harwayjunior

harwayjunior hat Folgendes geschrieben:
Der folgende Text ist der erste Teil einer Episodengeschichte.
Mehrere Episoden werden erzählt, diese soll die Eröffnung sein.
Sagt mir bitte, was ihr davon haltet und wo man ansetzten kann.

1.Mein letzter Tag

Heute ist der 17.März 2015. In einigen Ländern wird heute der St. Patricks Day gefeiert. In anderen Ländern ist dies nur ein gewöhnlicher Mittwoch. Ein Einstieg, mit dem Du mich sofort hast.
Für mich ist es ein ganz besonderer Tag, heute werde ich mich selbst eliminieren. Ein Satz bei dem ich sofort wieder gehe.
Ich starte den Tag mit meinem gewohnten Rhythmus.
Als erstes genieße ich die Stimme der netten Wetterfrau im Fernsehen.
Danach trainiere ich eine halbe Stunde auf meinem Laufband und frühstücke.
Die Zeiten, in welchen ich morgens durch meine Kinder geweckt wurde, sind Vergangenheit. hier passt eher ein "vorbei" oder den Satz ändern.
Ich wohne nun alleine und existiere nur noch ohne zu leben. ohne das, wirkte es stärker
Alles erscheint mir wie ein schlechtes Spiel schlechte Metapher (Film? Ok, zu abgedroschen. Besser ganz weg.), in dem der Protagonist immer wieder den gleichen Tagesablauf hat. Mein persönliches besser weg lassen Highlight am Tag des Tages ist immer die Arbeit.
Ich arbeite in einem Krankenhaus als Oberarzt für Allgemeine Medizin.
Jeden Tag sehe ich die kranken Menschen, die ein Krankenhaus aufsuchen, um wieder gesund zu werden und ihr normales Leben weiterführen.
Ich wünsche mir manchmal auch, dass ich einer dieser Patienten wäre, die hier von allen umsorgt werden und dann zurück in ihr normales Leben geschickt werden.
Mein Leben ist jedoch anders. Ich bin seit dem Tod meiner Tochter nur noch ein verbitterter Mann. Das Leben meiner Mitmenschen interessiert mich nicht mehr. Das ist sehr banal formuliert. Etwas mehr Leben!
Alle sind glücklich, nur ich habe alles verloren, was ich je geliebt habe.
Ich setze mich in mein dreckiges Auto und fahre zum Krankenhaus.
Nach der Arbeit werde ich mich von dem Dach des Krankenhauses schmeißen.
In der Amerikanischen Verfassung steht das (Recht auf) Streben nach Glück.
Von vielen wurde dieser Satz als die Urstunde schlechter Vergleich "Urstunde" des Amerikanischen Traumes angesehen. Ich bin zwar Deutscher, aber ich habe alles versucht, um glücklich zu werden. Für eine zeitlang "Für eine Zeit" oder "Eine Zeit lang" war ich es sogar. Diese schöne Zeit hielt jedoch nicht lange an. Meine Tochter wurde von einem LKW überfahren.
Es war ein regnerischer Tag. Diesen Satz hat die Stil-Polizei verboten! Sie war mit meiner Ehefrau Jessica in der Stadt.
Ich sollte beide abholen, doch ich verspätete mich.
Sie warteten an einer Straße. Meine Tochter verlor ihren Ball und lief einfach auf die Straße. Jessica versuchte sie aufzuhalten, doch ehe sie bei ihr war, wurde sie von einem Lastwagen überrollt. Da kommt kein Gefühl auf
Die Ehe ging zu Bruch. Ich konnte sie Bezugsfehler einfach nicht mehr ansehen, ohne an meine kleine Tochter zu denken. Wir gaben uns gegenseitig die Schuld an ihrem Tod. Der ganze letzte Absatz ist schrecklich emotionslos. Gerade in Bezug auf den Inhalt.
Keiner von uns konnte einsehen, dass schlimme Sachen passieren.
Ich parke meinen Wagen auf meinem eigenen Parkplatz, den jeder Oberarzt des Krankenhauses bekommt.
Ich steige aus, berühre ein letztes Mal mein Auto, und gehe in das Krankenhaus.
„Guten Morgen, Herr Finster, wir haben einen Patienten in Zimmer B03, der ihre Hilfe braucht“, sagt die Krankenschwester Fröhlich.
„Danke, Sandra, ich gehe direkt dort hin.“
Im Fahrstuhl sehe ich ein Plakat von dem des Chefarzt der Allgemeinen Medizin, der mit anderen Patienten zu sehen ist.
Er lächelt und zeigt mit seinem Zeigefinger auf unsere Klinik.
Das Bild scheint erst seit heute hier zu hängen. Ich mag es nicht.
Ich gehe zum Zimmer B03 und werde von dem jungen Assistenzarzt, Dominik Jung Du scheinst mit Gewalt Wiederholungen einzubauen Laughing , begrüßt.


Weiter bin ich heute nicht gekommen. Mir ist es zu wackelig in Grammatik und Stil. Die ständig gleichen Satzanfänge (ich ...) und die extrem kalte Schreibweise , vor allem durch die meist sehr kurzen Sätze, macht den Text für mich nicht ansprechend.

Grüße
Jack


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