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Abs lässt seine Mammats frei

 
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Constantine
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Beiträge: 3196

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 25.03.2016 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

Fortsetzung, da mir mein Beitrag in kompletter Fassung nicht angezeigt worden ist.

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
Schnürt sie sich jeden Abend; lässt sich Zeit dafür, doppelschlaufig. Vorbereitung braucht Zeit, braucht zuweil doppelte Schnur passiert gleich <-- Godon’s  neue Latschen Nacht  / legt MADAME ihr Durchsicht über mich ... ausgetretene Latschen, raumweit. Schmeckst Schattenstaub, rieselt zwischen die Dinge, schmunzelt Abs, verschwindet genauso schnell hinterm Vorhang. Ist so wunderbar komplementär; morgen wieder such ich mir einen neuen Kiesel, gibt’s noch genug auf dem Griebenweg hinterm Haus  / also doch. Ich könnte ihr begegnen ... der SCHÖNEN. Im Chiffon.

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Constantine
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Beiträge: 3196

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 25.03.2016 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
Im Café SCARA MOUCHE <-- Godon’s  neue Latschen. Hier weilt er gerne, darf hier seine lila Mammats frei lassen, klitzekleine. Nimmt eines in die Händemulde, oben im Haar wuselflitz eine Fliedermaus  / streckt den Rüssel über den Kopf:  auch Appetit? hab noch ne Erdnuss.
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Constantine
Geschlecht:männlichBücherwurm


Beiträge: 3196

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 25.03.2016 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

letzter Teil (sorry für das Fragmentierte):

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

Jetzt  / bist du auf dem Trapez, <-- T(r)umor der Lyrik nur einen Swing entfernt vom zwieRaum. Vom Hier ins Dort, ahnst den Schattenstaub wenn du willst drüben bei den Löwenzahnbäumen <-- will mich! der Spieg narrfoppen ... Godon’s  neue Latschen. Ist der blues.Tong <-- Godon’s  neue Latschen unter der Füßelhaut <-- T(r)umor der Lyrik, Ästeknirsch, vielleicht Schnee drüber gucken Krokusse.

Abs klatscht die Hände zusammen:  Nichts. Die Chance. Wär Zeit da, gewesen und M <-- der Mulchgärtner, die Madame oder die ab und an erwähnte Madeleine aus vorigen Werken? war da ...


LG,
Constantine
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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 25.03.2016 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Constantine hat Folgendes geschrieben:
... Dieser Text enthält einige Referenzen/Zitate an frühere Werke des Users Stimmgabel ...
Man kann sich selbst zitieren, der Text sollte dennoch auf eigenen Beinen stehen können ohne die Vorwerke zu kennen ...


Hallo @Constantine

Ich sehe Deinen Einwand und ich sehe auch Deine Begründung, die sich (unter anderem) zu weiten Teilen auf die Wiederholung von Begriffen und Bildern aus Stimmgabels Werk Godon´s neue Latschen beruft.

Das kann man vielleicht so sehen, allerdings müsste man dann jedem Krimiautor vorwerfen, dass er sich auf sich selbst und seine vorangegangenen Werke bezieht, wenn er den Namen des Kommissars oder Einzelheiten aus dessen erdachtem Umfeld wiederholt. Man müsste Urteilen, dass seine nachfolgenden Geschichten nicht für sich selbst stehen könnten, denn da gäbe es ja auch wieder eine Leiche und dieser Langeweiler hätte zum x-ten mal nichts besseres zu tun, als deren Mörder zu suchen und nebenher mit seiner Frau zu streiten.
Aber so zu denken ist natürlich unsinnig.

Stimmgabels Werk hat einen ganz eigenen stilistischen und sprachlichen Duktus und die Gedankenwelt dahinter wird sicher auch ihre sehr eigenen Bilder, Begriffe und Wortschöpfungen erschaffen haben und ja, die werden sich dann gelegentlich auch in Folgewerken wiederfinden. Soweit ich es übersehe, ist das in manchen Fällen sogar ein ganz bewusst gesetztes Element in Stimmgabels Wortschaffen.
Offenbar sind da also einige Begriffe und Bilder aus früheren Werken mit in dieses neue Werk gewandert. Der kraftvollen Eigenständigkeit von Abs lässt seine Mammats frei schadet das meiner Meinung nach aber in keiner Weise.

@Stimmgabel: Herzlichen Dank für die umfangreichen Erläuterungen zu Deinem Text und auch zu Deiner Arbeitsweise. Die haben mir manches Bild tatsächlich näher gebracht.
Allerdings - und das möchte ich betonen - bedurfte es dieser Vertiefung nicht wirklich.
Sie zeigt mir halt ein wenig mehr von dem, was von Deiner Seite aus hinter den Buchstaben Deines Werkes steht und das freut mich natürlich sehr.

Im Normalfall, zum Beispiel, wenn ich einem Deiner Texte ein erstes Mal begegne, kenne ich solche Erläuterungen allerdings nicht und das Werk muss mich Kraft seiner eigenen Form und Aussage ansprechen - oder es eben lassen.
Ich hatte geschrieben: "Nicht, dass ich seinen Text verstanden hätte ...", aber auch: "Stimmgabels 'Abs lässt seine Mammats frei' hat mich einfach am tiefsten berührt".
Und das mit gutem Grund: Man muss einen Text nicht unbedingt auf intellektuelle Art verstehen, man kann das auch auf einer gefühlsmäßigen Ebene tun.
Zinna hat das sehr schön zum Ausdruck gebracht, als sie schrieb:

Zinna hat Folgendes geschrieben:
... Ich glaube, deinen Text kann ich nicht mit dem Kopf verstehen.
Beim lesen ist es wie beim Ansehen eines Filmes in einer Fremdsprache, die man zwar kann aber nicht wirklich beherrscht.
Lässt man sich so auf diesen/einen Film ein und bemüht sich nicht zwanghaft, jeden Satz zu verstehen, nimmt man den Film doch auf und der erreicht einen auf eine gewisse Weise.
So ging es mir mit Abs & co.
Und da sind so viele Schmankelstückchen. Der Griebenweg hatte es mir gleich angetan, aber dann kam die Fliedermaus.
So eine hätt ich gern ...


Dem habe ich eigentlich nichts hinzuzufügen ... smile

LG Merlinor


_________________
„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte.
Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms:
Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie.“

MAX PLANCK (1858-1947), Mailand, 1942
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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 25.03.2016 23:01    Titel: Antworten mit Zitat

-

Hallo Constantine,
hallo Merlinor,

gehe auf eure beider Position zu meinem Text ein Hubberle später ein; ist ja quasi eine wunderschöne, zueinander komplementäre zwei_Meinungen Sicht zu ein und derselben Medaillienseite ... Hach, doch genau jenes Interessantum, was Literatur einerseits ausmacht, andererseits im Ding der Rezeption fast schon immanent angelegt ist  Wink

... zunächst widme ich mich Lorraine’s Gedanken   also bis dann.


-


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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 25.03.2016 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

-


Lorraine hat Folgendes geschrieben:

Ich lese dich (fast) immer gern, dennoch ... frage ich mich immer öfter, ob ein Kompendium überhaupt nützte. Auch wenn ich all deine Figuren, deine Orte, deine Metaphern nachschlagen könnte, ich bin mir nicht sicher, ob du sie nicht manchmal austauschst, ihre Rollen vertauschst. Das muss man jetzt nicht verstehen.

Abs liebt die Nacht ... es gibt wieder viele Wortgeschöpfe, Sehnsüchte und eine Portion Selbstironie.

 Absinth,
 Abstinenz,
 Absence,

nichts ist sicher, alles ist dabei.

Ich mag's. Auch wenn es nur ist, weil ich nichts muss, aber alles ... könnte.
.



Hallo Lorraine, erst einmal ein Danke für deinen Besuch bei Abs ... oder doch mehr ein Besuch bei Stimmgabel’s Schreibe in ihrer Algemeinheit Wink ... genau diese Unsicherheit treibt mich mit deinen geheimnisvollen Gedanken um, umso mehr mit diesem Anhängsel:  Das muss man jetzt nicht verstehen.

Du sprichst von einem Kompendium bzgl meiner Text_bilder [ Figuren, Orte, Metaphern ], was aber letztlich sowieso keinen Sinn machte ... / ehrlich, den Zusammenhang dieses verneinten Wortwertes [ Kompendium ] wie du ihn für dich textbezogen bedeutest verstehe ich leider nicht.

Ich denke mal, diese Worte_ableitungen “Absinth“, “Abstinenz“, “Absence“ haben sich dir aus dem Namen ’Abs’ des Protagonisten entwickelt [ inwieweit aus dem Text seinerselbst abgeleiet bleibt mir leider verschlossen, zumal inhaltlich so weit voneinander entfernt ] ... setzt du sie scheinbar in Verbindung mit den von dir benannten Gedankensequenzen [ die ebenfalls eine riesige Spannbreite umschließen ]:  “Wortegeschöpfe des Textes“, Abs “Sehnsüchte“ und jene Abs’eske “Selbstironie“ ...

; ganz nebenbei:  Selbstironie hat Abs tatsächlich  / eben in diesem Moment bewusst, als er in die Hände klatscht ... real nichts mehr dazwischen bleibt und doch voller Figurationen.

Und nun wird es für mich ganz schwierig. Du sprichst von:  nichts ist sicher [ hier wohl der Text in seinerselbst gemeint? ], alles ist dabei / weil ich nichts muss, aber alles ... könnte ...  / empfinde ich so, als empfändest du es so, als könnte der Text beliebige Worte, Bilder, Inhalte beliebig  austauschen“  und er bliebe immer noch das, was er für dich ist ... quasi eine Art Text_abstinenz zu sich selbst Wink ... ein Ding, was man so fein nach Lust und Laune befüllen kann ... hi hi.

Lorraine, du siehst, dein Kommentar birgt mir mehr Geheimnisse als hieraus deine Text_spur, ob nun flüssig oder holprig oder apsinthisch anerahnen zu können; ein Hubberle Lorraine_hilfe ob meiner offenkundigen b’Stutzigkeit würde mich freuen.

Dir wieder einen lieben Gruß, Stimmgabel ...

und wünsche dir reale Ostereier in deiner Händemulde  / und dann bitte nicht Abs’esk zusammenschlagen Smile


-


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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 26.03.2016 11:25    Titel: Antworten mit Zitat

-


Hallo Constantine,


möchte nun auf deine behauptete Position [ wow, und auf deine mühevoll zusammengesuchten Beispiele ] eingehen  / zum Thema: der vorliegende Text enthalte intertextuelle Bezüge, Referenzen und Zitate zu anderen Stimmgabel_texten ... seien quasi eine versteh_Voraussetzung für den Abs_text ...

Constantine hat Folgendes geschrieben:

Dieser Text [ also der Abs_text ] enthält einige Referenzen/Zitate an frühere Werke des Users Stimmgabel  / man kann sich selbst zitieren, der Text sollte dennoch auf eigenen Beinen stehen können ohne die Vorwerke zu kennen  / ... dürfte es für den nicht-belesenen Leser deiner Werke noch schwerer sein, sich einen Reim auf diesen vorliegenden Text zu machen.
.


Constantine, im Folgenden stelle ich mal die von dir ausgewählten Worte_werte des Abs_textes mit Worte_werten (deiner) anderen Stimmgabeltexte gegenüber / haben mMn schon in ihrer eigen_Wert Bedeutung aber auch nix Gemeinsames mit einander  Wink   ... oder sind eben einfach nur gleiche Grundwörter der deutschen Sprache.

zu deinen Beispielen:

_______ Abs_text        ____andere lyrische Stimmgabel_texte

Löwenzahnbäume     Löwenzahnwiese
ausgetrene Latschen     neue Latschen
Erdnüssschalen     Erdbeergrund, Walnuss
blues.Tong     ?????
Ästeknirsch     Äste???
das Café SCARA MOUCHE    die lit. schalk_Figur Scaramouche
[ übrigens: Mouche = Fliege ]

Trapez
Füßelhaut
Maulwurf

--------------------------------------


... ehrlich, wo hier ein intertextueller sinn_Bezug sein soll???  geschweige, dass die von dir aufgeführten anderen Werke wie:  Godon  / der Homotroph  / T(r)umor der Lyrik oder  / Goh’s neue Latschen... keinerlei auch nur annähernd ähnliche Text_aussage zum Abs_text implizieren.

Godon’s neue Latschen   zwei Embryonen schauen sich schon mal vor ihrer Geburt das menck_Treiben auf der Erde an, dialogisieren / monologisieren zueinander; entscheiden sich:  Okay, da hinten winkt ein Wanderer; man könnte es versuchen.

der Homotroph   hier geht’s einzig um die scheinbar dubiose Beziehung von Künstler zu seiner bereit_gehaltenen Muse [ heißt hier Musse ]

T(r)umor der Lyrik   erdale Oberflächlinge namens Qua schnüren sich tagein tagaus ihre Latschen dafür, um quasi ihrer Oberflächlichkeit völlend weiter zu fröhnen ... peitschen sich fett mit einem  hama qua wah, fra ... hama qua ... an.

Goh’s neue Latschen [ noch Laub dran ]   ist doch offenkundig eine adapt’eske kurz_Version auf das vorige DSFO-WB Langgedicht Godon’s neue Latschen

------------------------------------------

Abs lässt seine Mammats frei   Der Prosagonist Abs sieht sich selbst als Mulchgärtner [ einfach mal nach_recherchieren Wink ], weiß für sich noch den Wert der Kieselsteine, ahnt von versteckten Wirklichkeiten hinter den Dingen ... weiß von den Muldenbeeren wie sie so schnell wieder in die Ahnung zurück_verwehen  / die Chance: berührt den Schattenstaub finger_rieslig, lässt seine Mammats auf die Händemulde frei

und dann  / jetzt passiert Abs' Erkenntnis Er schlägt seine Hände zusammen.  Nichts  / als wäre nichts mehr da, darin ... und doch, bleiben berührte Figurationen, wenn ich es will   als wär ich MADAME tatsächlich begegnet. brauche dafür nur meine ausgetretenen Latschen doppelschlaufig schnüren ...


--------------------------

Zusammenfassend:  da existiert defakto keinerlei  int/sinn_Zusammenhang zwischen dem Abs_text und den von dir benannten Stimmgabel_texten; geschweige, dass hier im Detail referenzielle, zitatische, sukzessive intertextuelle sinn_Werte vorlägen, die den anderen Text voraussetzend erklären.

Constanine, solltest du etwas anderes gemeint haben, okay, dann ist es aber etwas anders, hi hi ...

Warum ich mir jetzt diese Detail_mühe recherchierend machte ... denke mal, liegt auf der Hand.  Denn. stimmte deine Aussage [ auch nur ansatzweise ], hätte ich mich ernsthaft ob meiner geistigen literatur_Konstitution zu Schrödingers Katze in die black cat-box ein_versperren lassen müssen lol ... mindestens sofort.

... und ja, in diesem verfizierten Fall wäre tatsächlich meine Schreibe einzig vom zufalls_Zerfall meiner Denk_atome bestimmt, selbst wenn, unterstellte man, dass in meinem Gehirn apriore Vorgänge wechselseiten würden ... selbst dann ...  / erführe der Text selbst erst dann, sähe man ihn an, was er überhaupt ist und ob er überhaupt ist.


wieder einen Gruß Stimmgabel ...

und ungeachtet ungeachtet ... auch die Ostereier_suche im grasigen distel_Grün ist doch quasi gleich einem zwischen_Füßeln in den süßen Schattenstaub hinein Smile


-


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drusilla
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Ei 7


BeitragVerfasst am: 26.03.2016 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für den Einblick in deinen Schreibprozess. Du hast meine Frage schon richtig gedeutet, sie war etwas unglücklich formuliert.

Schöne Ostereiersuche!
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Heidi
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BeitragVerfasst am: 26.03.2016 22:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stimmgabel,

die Fliedermaus hat sich in meinem Kopf festgesetzt, und dann kam die Erkenntnis. Mir wurde klar – es handelt sich um eine Flieder-Maus und keine Fledermaus, denn für so eine hatte ich sie gehalten. Auf meine Art habe ich jetzt wohl Zugang gefunden zu deinem Werk. Die Fliedermaus bietet mir einen Anhaltspunkt, an dem ich festmachen kann, warum mir deine Geschichte taghell vorkommt.

Mich hat, na ja, dieser Begriff lange beschäftigt. Erst hatte ich mir eine stinknormale Maus vorgestellt die zufällig auf einem Fliederstrauch hockt (warum auch immer, im Text steht ja was völlig anderes) – aber das Tier hat einen Rüssel! Jetzt kam mir der Gedanke, dass die Fliedermaus sozusagen der Gegenpol zur „nächtlichen“ Fledermaus ist. Sie lebt in Abs Garten, der die Tagseite darstellt, oder mit anderen Worten, die Wirklichkeit (liest sich schließlich ziemlich bunt, die Welt von Abs). Ich als Leser hocke hier in der Nachtseite (materielle, physische Welt) lediglich ausgestattet mit meinen dumpfen Sinnen und kann nur vordringen in Abs Garten indem ich „andere Sinne“ benutze und dadurch in die (ich nenne es mal) Ideenwelt vordringe. So ergibt für mich die Geschichte und das Thema Sinn.

Ich hoffe du kannst meinen Gedanken folgen. Hört sich vielleicht ein bisschen wirr und abstrakt an, aber besser kann ich es nicht in Worte fassen.

Ich dachte lange Zeit, deine Werke wären intellektuell zu lösen, aber wenn meine Theorie stimmt, dann muss man sie anders lesen.

Schöne Grüße
Heidi
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Constantine
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Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 28.03.2016 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
-


Hallo Constantine,


möchte nun auf deine behauptete Position [ wow, und auf deine mühevoll zusammengesuchten Beispiele ] eingehen  / zum Thema: der vorliegende Text enthalte intertextuelle Bezüge, Referenzen und Zitate zu anderen Stimmgabel_texten ... seien quasi eine versteh_Voraussetzung für den Abs_text ...

Hallo Stimmgabel,

du erfasst meine Behauptung, aber ich meinte keine versteh_Vorraussetzung, sondern eine versteh_Hilfe für den Abs_text.

Constantine hat Folgendes geschrieben:

Dieser Text [ also der Abs_text ] enthält einige Referenzen/Zitate an frühere Werke des Users Stimmgabel  / man kann sich selbst zitieren, der Text sollte dennoch auf eigenen Beinen stehen können ohne die Vorwerke zu kennen  / ... dürfte es für den nicht-belesenen Leser deiner Werke noch schwerer sein, sich einen Reim auf diesen vorliegenden Text zu machen.
.


Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
Constantine, im Folgenden stelle ich mal die von dir ausgewählten Worte_werte des Abs_textes mit Worte_werten (deiner) anderen Stimmgabeltexte gegenüber / haben mMn schon in ihrer eigen_Wert Bedeutung aber auch nix Gemeinsames mit einander  Wink   ... oder sind eben einfach nur gleiche Grundwörter der deutschen Sprache.

Dahingehend würde ich gerne von dir erläuert bekommen, inwiefern beispielhafte Begriffe wie "Scaramouche" bzw. "Scara Mouche" oder "Füßelhaut" Grundwörter der deutschen Sprache sind?

Du hast dir die Mühe gemacht und die vergleichbaren zitier_Begriffe/Bilder herausgesucht. Eine beispiel_Vervollständigung deiner Tabelle:

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

zu deinen Beispielen:

_______ Abs_text        ____andere lyrische Stimmgabel_texte

Löwenzahnbäume     Löwenzahnwiese, Gelb gelbe Löwen
ausgetrene Latschen     neue Latschen / Latschen (z.B. aus "Godon", aus "Goh" und aus "T(r)umor der Lyrik")
Das Schnüren von Schuhen/Latschen ist auch ein wiederkehrendes Motiv bei dir
Erdnüssschalen     Erdbeergrund, Walnuss, Blätterteig (Nüsse)
blues.Tong     ????? --> bluest, ticketack_Blues,  aus Godon
Ästeknirsch     Äste??? --> richtig.
das Café SCARA MOUCHE    die lit. schalk_Figur Scaramouche
[ übrigens: Mouche = Fliege ]

Trapez / Trapez (aus "T(r)umor der Lyrik")
Füßelhaut / Füßelhaut (aus "T(r)umor der Lyrik")
Maulwurf / Maulwurf (aus "Godon")


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Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:


... ehrlich, wo hier ein intertextueller sinn_Bezug sein soll???  geschweige, dass die von dir aufgeführten anderen Werke wie:  Godon  / der Homotroph  / T(r)umor der Lyrik oder  / Goh’s neue Latschen... keinerlei auch nur annähernd ähnliche Text_aussage zum Abs_text implizieren.

Von einer annähernd ähnlichen Text_aussage per se habe ich nichts gesagt, sondern es ging mir um das Verständnis deines Textes und meine Behauptung bezog sich auf deine zitier_referenz_iellen Bilder und Motive deiner lyr_Prosa, die es deinen Lesern oft schwer machen, Zugang zu deinen Werken zu bekommen. Allein nur die Freude und das Spiel an der Sprache oder der Motivik habe ich im Prosawettbewerb nicht geltend machen wollen und dementsprechend meine Behauptung, es bei deinem lyr_Prosa-Werk mit einem Text zu tun zu haben, der sich kryptisch_motivisch an bekannten Bildern, Formulierungen und Mustern früherer Werke von dir bedient.

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

Godon’s neue Latschen   zwei Embryonen schauen sich schon mal vor ihrer Geburt das menck_Treiben auf der Erde an, dialogisieren / monologisieren zueinander; entscheiden sich:  Okay, da hinten winkt ein Wanderer; man könnte es versuchen.

der Homotroph   hier geht’s einzig um die scheinbar dubiose Beziehung von Künstler zu seiner bereit_gehaltenen Muse [ heißt hier Musse ]

T(r)umor der Lyrik   erdale Oberflächlinge namens Qua schnüren sich tagein tagaus ihre Latschen dafür, um quasi ihrer Oberflächlichkeit völlend weiter zu fröhnen ... peitschen sich fett mit einem  hama qua wah, fra ... hama qua ... an.

Goh’s neue Latschen [ noch Laub dran ]   ist doch offenkundig eine adapt’eske kurz_Version auf das vorige DSFO-WB Langgedicht Godon’s neue Latschen

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Abs lässt seine Mammats frei   Der Prosagonist Abs sieht sich selbst als Mulchgärtner [ einfach mal nach_recherchieren Wink ], weiß für sich noch den Wert der Kieselsteine, ahnt von versteckten Wirklichkeiten hinter den Dingen ... weiß von den Muldenbeeren wie sie so schnell wieder in die Ahnung zurück_verwehen  / die Chance: berührt den Schattenstaub finger_rieslig, lässt seine Mammats auf die Händemulde frei

und dann  / jetzt passiert Abs' Erkenntnis Er schlägt seine Hände zusammen.  Nichts  / als wäre nichts mehr da, darin ... und doch, bleiben berührte Figurationen, wenn ich es will   als wär ich MADAME tatsächlich begegnet. brauche dafür nur meine ausgetretenen Latschen doppelschlaufig schnüren ...

Es geht mir nicht darum, dass du mir hier die beispielhaften Werke subjektiv_skizzenhaft erläuterst. Schaut man sich all die Leserkommentare deiner Werke an, so bezweifle ich, dass ein eindeutiges gleich_Verständnis unter den Lesern auftritt.

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

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Zusammenfassend:  da existiert defakto keinerlei  int/sinn_Zusammenhang zwischen dem Abs_text und den von dir benannten Stimmgabel_texten; geschweige, dass hier im Detail referenzielle, zitatische, sukzessive intertextuelle sinn_Werte vorlägen, die den anderen Text voraussetzend erklären.

MMn greifst du auf eindeutige Motive, Bilder und Formulierungen früherer Werke zurück, wodurch bei mir Verbindungen entstanden sind, die dem Verständnis deines hier vorliegenden Textes hilfreich sein könnten. Warum sonst sollten so spezielle, beispielhafte Begriffe wie "blues-", wie "Trapez", wie "Füsselhaut", wie das Schnüren von Schuhen/Latschen, ja der öftere Gebrauch von "Latschen" für diesen lyr-prosaesken Text von Bedeutung sein.
Was die intertextuellen sinn_Werte angeht, so sind deine lyr_Werke pasend zur Lyrik in ihrer Gänze nicht eindeutig. Darum geht es mir nicht.

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

Constanine, solltest du etwas anderes gemeint haben, okay, dann ist es aber etwas anders, hi hi ...

Ich denke, du hast im Großen und Ganzen erfasst, worum es mir geht. Wenn nicht zuvor, dann vielleicht jetzt mit meinen Erläuterungen.
Es fiel mir persönlich schwer, Zugang zu deinem hier vorliegenden Text zu finden und meine Behauptungen sagen eher mehr über mich als Leser aus, als über dich und deine Qualitäten als Literat und Autor.

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

Warum ich mir jetzt diese Detail_mühe recherchierend machte ... denke mal, liegt auf der Hand.  Denn. stimmte deine Aussage [ auch nur ansatzweise ], hätte ich mich ernsthaft ob meiner geistigen literatur_Konstitution zu Schrödingers Katze in die black cat-box ein_versperren lassen müssen lol ... mindestens sofort.

hihi..nee, das brauchst du nicht. Denn deine Conclusio liegt meiner Aussage so fern wie ein "Wanted: Dead and Alive"-Steckbrief der besagten Katze. Laughing

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

... und ja, in diesem verfizierten Fall wäre tatsächlich meine Schreibe einzig vom zufalls_Zerfall meiner Denk_atome bestimmt, selbst wenn, unterstellte man, dass in meinem Gehirn apriore Vorgänge wechselseiten würden ... selbst dann ...  / erführe der Text selbst erst dann, sähe man ihn an, was er überhaupt ist und ob er überhaupt ist.

Wäre das so schlimm, wenn zu Beginn eines Werkes der inspier_Zufall als erstes seine Finger im Spiel hätte? Und, man vergesse nicht die subjektive wald_Brille, die auch darin ein Wirk haben könnte. Laughing


Dir auch einen schönen (Rest-)Ostermontag.

LG,
Constantine
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Lorraine
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BeitragVerfasst am: 31.03.2016 04:33    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:


 weil ich nichts muss, aber alles ... könnte ...  / empfinde ich so, als empfändest du es so, als könnte der Text beliebige Worte, Bilder, Inhalte beliebig  austauschen“  und er bliebe immer noch das, was er für dich ist ... quasi eine Art Text_abstinenz zu sich selbst Wink ... ein Ding, was man so fein nach Lust und Laune befüllen kann ... hi hi.

Lorraine, du siehst, dein Kommentar birgt mir mehr Geheimnisse als hieraus deine Text_spur, ob nun flüssig oder holprig oder apsinthisch anerahnen zu können; ein Hubberle Lorraine_hilfe ob meiner offenkundigen b’Stutzigkeit würde mich freuen.


Re-Hallo

Mulch ist kein Kompost, es ist Zerhäckseltes für mich, und was ich meinte, ist ja gerade: Es hätte keinen Sinn, Bedeutung übertragen zu wollen, nur weil man sieht, dass Hackstückchen aus Verschnitt vom letzten Jahr verwendet werden, aber … es ist halt derselbe Gärtner oder Gestalter, der durch Textlandschaft geht, lässiger: latscht, und hier ist es Abs. Abs, der als Figur selbst zum Textgestalter wird, sich aber (selbstverständlich) an den Fäden seines Puppenspielers hängend nicht aus denen ihm zugedachten Schauplätzen herausbewegt, von einem zum anderen hüpft, zu schweben scheint, aber ich weiß ja, er ist angeknüpft, sein Schöpfer, der ihm Wortgeschöpfe zur Seite stellt, manipuliert ihn – er ist ein (mehr oder weniger) Gelenkter, Gelenkiger und wie er sich artikuliert, hängt erst mal von dir ab, und davon, wie es schwingt.

Und schau selbst:
Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

Schnürt sie sich jeden Abend; lässt sich Zeit dafür, doppelschlaufig. Vorbereitung braucht Zeit, braucht zuweil doppelte Schnur passiert gleich Nacht  / legt MADAME ihr Durchsicht über mich ... ausgetretene Latschen, raumweit. Schmeckst Schattenstaub, rieselt zwischen die Dinge, schmunzelt Abs, verschwindet genauso schnell hinterm Vorhang. Ist so wunderbar komplementär; morgen wieder such ich mir einen neuen Kiesel, gibt’s noch genug auf dem Griebenweg hinterm Haus  / also doch. Ich könnte ihr begegnen ... der SCHÖNEN. Im Chiffon.


Spricht das nicht von Inspiration?

Nicht nur einmal habe ich zu beobachten geglaubt, wie Benutzer Stimmgabel die Rezeption, die ihm Leser versuchen zu beschreiben, ihre Textsempfangswirklichkeit oder auch Einzelheiten, was ihre Assoziationen zu Wörtern oder Teilen eines Textes angeht, danach in die Weiterentwicklung des ursprünglichen Entwurfs einbezieht.

Das kann ich hier natürlich nicht geltend machen, mir ging es darum, zu sagen oder mich zu fragen, wie deine Wörterwelten sich selbst speisen, und ich glaube, dass dieses Suchen nach neuen Kieseln auch bedeutet, aufzusammeln, was in Texten anderer oder im Kompost deiner Fäden, Kommentare und Bemerkungen so an Steinchen zurückgelassen wird und bleibt.

Nein, ich finde nicht, dass dein Wettbewerbstext etwas Beliebiges hâtte oder man völlig frei irgendetwas hinein- oder herauslesen könnte. Allerdings gleitet man sehr leicht in Deutungsversuche ab, die der Text nicht kanalisieren kann, damit könnte etwas verloren gehen, jedenfalls: wenn man dahinter schaut oder zwischen den Zeilen liest, findet man schnell mal: nur sich selbst und die eigene Lesart. Und die habe ich allerdings nur angedeutet, dabei soll es auch bleiben. Vielleicht ein andermal wieder, bei einem weiteren Text, falls es mich nicht zu sehr - anstrengt.

Auf Wiederlesen
Lorraine
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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 01.04.2016 10:19    Titel: Antworten mit Zitat

-


Hallo an alle Mitmachenden;  es geht inspiriert weiter


Hallo Merlinor,

deine deftigen Latschenschritte behagen mir [ heimlich ], deswegen: sie konturen Abdrücke  / wär da was im Text, hätte auch Konturen [ für dich ]  Smile

Merlinor hat Folgendes geschrieben:

Stimmgabels Werk hat einen ganz eigenen stilistischen und sprachlichen Duktus und die Gedankenwelt dahinter ...
Bilder, Begriffe und Wortschöpfungen
werden sich dann gelegentlich auch in Folgewerken wiederfinden.

... in manchen Fällen sogar ein ganz bewusst gesetztes Element in Stimmgabels Wortschaffen.

Der kraftvollen Eigenständigkeit von Abs lässt seine Mammats frei schadet das meiner Meinung nach aber in keiner Weise.

... ein Grund:  Man muss einen Text nicht unbedingt auf intellektuelle Art verstehen, man kann das auch auf einer gefühlsmäßigen Ebene tun.
  / Zinna hat das sehr schön zum Ausdruck gebracht, als sie schrieb:  ... Ich glaube, deinen Text kann ich nicht mit dem Kopf verstehen. Beim lesen ist es wie beim Ansehen eines Filmes in einer Fremdsprache ... lässt man sich so auf diesen/einen Film ein ...
.


... geht es mir so, lese ich meinen Abs, z.B. grad jetzt (wieder)  / ist mir der Text doch längst schon ein fremd_Stück geworden, doch schon, als ich ihn aus den Händen gab !   erzählt Abs bewussten Schrittes, in seinen füßelnden Latschen, gäbe es für ihn ein Schmeckbares im Spannbreit zwischen hand_Wirklichkeit und schatt_Wirklichkeit ...
wollte er ziseliert seinen Blick erklären / dabei ein Bein auf festem Grund (mMn); weiß es doch:

selbst wenn ...

bleibt für ihn nach dem Hände-zusammen-Klatschen das erste reale Nichts, und doch mehr.

Merlinor hat Folgendes geschrieben:

@Stimmgabel: Herzlichen Dank für die umfangreichen Erläuterungen zu Deinem Text und auch zu Deiner Arbeitsweise. Die haben mir manches Bild tatsächlich näher gebracht ... zeigt mir halt ein wenig mehr von dem, was von Deiner Seite aus hinter den Buchstaben Deines Werkes steht und das freut mich natürlich sehr.
.


... geht es mir so  / während des Schreibens, nun beim Lesen, ist Abs einerseits natürlich retortisch gebaut, andererseits war/ist er es doch ebenso [ fast schon eigenwillig ], der mich zu diesen Gedanken schreib_verleitet hat Smile

... schließt sich hier sehr schön die Frage der Ursachen_Verwirkung an  / wie es deutlich  * Constantine empfindet, spüre er eine Annähe zu Stimmgabels anderen Werken, wehe da ein Hauch Böe eingreifend hin und her (vllt sogar unbewusst); wie es  * Lorraine mit Abs / und über Abs hinaus befragt: inwieweit bleibt die gebaute Figur an den Marionettenfäden nur eine gelenkte Puppe ... oder gibt es da auch entgleitende Verselbständigungen?

Gehe ja im Folgenden dann noch sehr inspiriert auf diese nachweh_Gedanken ein; wär's doch sehr ähnlich beim Schreiben ... wär da auch ein reales Dazwischen ... ist's.

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Merlinor, fürs Jetzt:  dein Besuch hat mir und Abs einen festen Latschenschritt geschenkt Smile


wünsche dir einen fröhpfeif Gruß, Stimmgabel ...



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Stimmgabel
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Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 01.04.2016 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

-


Hallo drusilla,


drusilla hat Folgendes geschrieben:

Danke für den Einblick in deinen Schreibprozess
!


Ist es nicht immer wieder diese Überraschung, passiert’s doch zuweil ... schreiben (wir) und stellen während des Schreibens fest, dass die Feder Wortebahnen so eigenständig papier_zieht als hätte unser inneres schreib_ICH die Regie über unsere quere (kontroll/stör)Ratio vollständig übernommen  / legen sich innere Plot_fetzen aufs Papier ... sind dann da, genau so, und bleiben auch so. Ja teilweise sogar derart [ bei mir jedenfalls ], steht eine Inhaltsspur da, die ich in ihrer Verfeinerung genau erst dann als solche überschaue, hätte ich meinen angedachten Plot zu dieser Stelle jetzt erst tatsächlich begriffen ... passiert es so Smile

... lese ich auch immer wieder gerne selbst_reflektierende Gedanken echter Autoren über ihren Schreibprozess –und Akt, teilweise ganz konkret zu einer bestimmten Szene ... wie er passiert [ läuft oder eckelt ], wenn und wie der Autor plötzlich ganz separat beginnt über diese konkrete Sequenz neue denk_Flächen zu begehen, wollte/brauchte der Text gerade jetzt diese/seine Intervention;

Hach,

passieren solche Momente, weiß der Text [ Plot ] teilweise mehr über sich selbst als der Erbauer es anerahnt  / beginnt z.B. ein Prota [ gerade jetzt ] seine passende Gedankenspur vom Schreiber ein –und abzufordern, wäre der Autor nun einzig der handlangende Übersetzer des sich verselbständigenden text_Moments. Welche Momente !!!


drusilla, dir einen fröh_Gruß, Stimmgabel ...


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Orpheus
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Beiträge: 130
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BeitragVerfasst am: 31.05.2016 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stimmgabel
Nachdem ich deinen Beitrag zu meinem Songtext gelesen habe, wieder gelesen habe, immer wieder. ...
Und nichts verstanden habe, war ich gespannt, einmal etwas von dir zu lesen.
Wirklich nicht als Returkutsche:  aber auch jetzt habe ich nichts verstanden. Wo ist da ein normaler Satzbau?
Ehrlich, das klingt nach Schizophrenie und Manie, so wie manche meiner Patienten für mich sinnlos klingende neue Wortgebilde schaffen.


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Orpheus
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Eulenbaum
Klammeraffe


Beiträge: 843



BeitragVerfasst am: 31.05.2016 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Orpheus,

wenn man sich einliest in diese eigene Sprechweise, dann sagt sie auch etwas, mir jedenfalls.

Aus meiner Sicht wird hier versucht, etwas genau ... nämlich auch Vieldeutigkeit mitdenkend, auszudrücken.

Das als Antwort, weil wir uns "oben" schon begegnet sind.

Gruß,
Eulenbaum

EDIT: wobei "ausdrücken" oben nicht das richtige Wort ist. Sprache gibt hier Autoren-(geschaffenen-)Raum, für den Leser, und es ist ein Raum, in dem Bilder von anderen Räumen hängen usw.
Vielleicht sagt das ja ansatzweise etwas über die (so verschiedenen) Texte aus, vielleicht ist es auch ein mißlungener Versuch ...
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Eulenbaum
Klammeraffe


Beiträge: 843



BeitragVerfasst am: 31.05.2016 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

Orpheus hat Folgendes geschrieben:

Ehrlich, das klingt nach Schizophrenie und Manie, so wie manche meiner Patienten für mich sinnlos klingende neue Wortgebilde schaffen.


Und noch etwas:
Mit solchen Zuschreibungen würde ich ganz vorsichtig sein. Damit kann man sowohl den einen als auch den andern gewaltig Unrecht tun.

Autoren müssen Sprache, Sprachmöglichkeiten usw. auch ausloten.

Stimmgabel tut das auf eine (zunächst vielleicht befremdende?) Weise.

Ich hoffe, ich tue das in meinem Text-Schaffen bzw. mit meinem Schreiben auch, das Ausloten, aber ich mache das dann wieder anders.

Gruß,
Eulenbaum
Ich meine mit "mein Schreiben" (oben, im letzten Satz/Absatz) nicht das Kommentieren hier im Forum, sondern meine eigene "Textproduktion".
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Eulenbaum
Klammeraffe


Beiträge: 843



BeitragVerfasst am: 01.06.2016 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo noch einmal, Orpheus,

vielleicht ist es Zeit, daß Du Dich mal mit Ingeborg Bachmann (ich denke an ihre Lyrik),  Christa Wolf ("Medea", "Kassandra", das ist dann Prosa), Paul Celan (Lyrik) eingehender beschäftigst, oder auch mit dem Dadaismus.

Das wären dann alles anerkannte Klassiker, die, wenn man es so ausdrücken möchte, "unverständlich" schreiben. (und es sind nur Beispiele)

Dann verlierst Du vielleicht Deine Scheu(?) (ich diagnostiziere jetzt auch mal unprofessionell aus der Ferne), Dich auf eine bestimmte Art von literarischen Texten einzulassen.

Gruß,
Eulenbaum
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