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seelenblind

 

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Lesezeichenpoesie 02/2016
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Mardii
Stiefmütterle

Alter: 59
Beiträge: 1819



BeitragVerfasst am: 06.03.2016 19:00    Titel: seelenblind eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

seelenblind

schatten wolkengeworfen auf der landschaft

namen gebende kondensstreifen am himmel, sieh

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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 848



BeitragVerfasst am: 07.03.2016 08:54    Titel: Re: seelenblind Antworten mit Zitat

Postkartenprosa hat Folgendes geschrieben:
seelenblind

schatten wolkengeworfen auf der landschaft

namen gebende kondensstreifen am himmel, sieh


Ich interpretiere so:
Wenn jemand die Kondensstreifen nutzt (Namenszüge an den Himmel malen/schreiben), um den eh schon verletzten Wolkenhimmel zu manipulieren, dann ist er seelenblind.

Die Nachtseite der Zivilisation, daß die Seelen dunkler -> blind auf eine ganz bestimmte (letztlich zerstörerische) Art und Weise werden.
 
Gruß,
Eulenbaum
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HerbertH
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BeitragVerfasst am: 07.03.2016 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

neutraler kommentar, um werten zu können

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Lorraine
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 696
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Das goldene Stundenglas Ei 10
Pokapro 2016


BeitragVerfasst am: 07.03.2016 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Am Beginn der Berwertungsphase meinte ich hier etwas zu lesen, was ich nun nicht mehr finde. Ohne den Titel gäbe es keine "Nachtseite" in diesem Gedicht, das mir, wie schon gesagt, nichts mehr zeigt. "Sieh" steht da, aber ich muss blind sein, für die Seele in deinen Zeilen. Vielleicht erleuchten mich die Kommentare von anderen, bis dahin Grüsse,

Lorraine
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crim
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BeitragVerfasst am: 08.03.2016 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

Titel und Gedicht bringe ich nicht wirklich zueinander, aber das Bild erschließt sich mir. Ich mag sehr das "sieh" als Abschluss, und ich denke mir ein Ausrufungszeichen dahinter. Eine Forderung in den Himmel zu schauen. Ein anderes Problem: namen gebende kondensstreifen. Da herrscht Leerlauf. Ich sehe zwar die Kondensstreifen, aber das Gedicht lässt es (vielleicht nur bei mir) nicht zu, dass ich herausfinden könnte, wem oder was sie Namen geben, welchen Namen, und warum überhaupt. Ein bisschen blöd, weil das ja ziemlich zentral ist. Ich nehme mir das als Mysterium mit, und denke noch ein bisschen weiter drüber nach, und dafür gibt es dann sogar noch zwei Punkte, weil mir manchmal gefällt, auch ergebnislos über etwas nachgedacht zu haben.
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firstoffertio
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Beiträge: 5661
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Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
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BeitragVerfasst am: 08.03.2016 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hier gefallen mir gut die wolkengeworfenen Schatten.

Das "sieh" am Ende.

Inwiefern Kondensstreifen Namen geben? Das verstehe ich nicht.

Auch nicht den Titel.

Aber metrisch und sprachlich ein schöner Text.
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HerbertH
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 553
Wohnort: terra sol III


BeitragVerfasst am: 08.03.2016 20:57    Titel: Re: seelenblind Antworten mit Zitat

Postkartenprosa hat Folgendes geschrieben:
seelenblind

schatten wolkengeworfen auf der landschaft

namen gebende kondensstreifen am himmel, sieh


Auch hier ist der Titel spannend. Wie passt "seelenblind" zu den Schatten, den die Wolken werfen, zu den kondensstreifen, denen man aufblickend "namen gibt", also Sinn und Interpretation gibt? Wie zum Landschaftsbild mit der Aufforderung "sieh", Namen zu denken in die Muster am Himmel?

Die Seele ist blind, sie kann nicht sehen, was dort in den Himmel geschrieben wurde, sie empfindet die schatten für sich, namenlos, und ohne intellektuelle Durchdringung. So kann sie zur Nachtseite der Ratio werden.


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tronde
Hobbyautor


Beiträge: 405

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BeitragVerfasst am: 08.03.2016 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Schöne Bilder. Den Zusammenhang mit dem Titel sehe ich nicht.
Grüße
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holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


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BeitragVerfasst am: 09.03.2016 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Neutraler Kommentar. Ich will nur Punkte vergeben.

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Froh zu sein bedarf es wenig.
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Oktoberkatze
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 53
Beiträge: 324

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BeitragVerfasst am: 11.03.2016 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Schönes Bild, doch finde ich leider nur schwer den Zusammenhang zur Nachtseite
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Abari
Geschlecht:männlichAutor

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Beiträge: 717
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BeitragVerfasst am: 11.03.2016 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ein zweifelsohne gelungener Text. Dennoch kann ich nicht den Bezug zur Nachtseite erkennen. Der Titel allein bringt ihn mir nicht.
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hypnobader
Geschlecht:männlichHobbyautor

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Beiträge: 427
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BeitragVerfasst am: 12.03.2016 08:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hab ich nicht verstanden. Wem geben die Kondensstreifen Namen?
Und wenn ich das nicht sehe, bin ich seelenblind?
Ne.


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Literättin
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

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BeitragVerfasst am: 14.03.2016 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

Der Reiz in diesen Zeilen liegt für mich im abschließenden "sieh", das mich - warum auch immer - an ein Haiku denken lässt. Rätselhaft erscheinen die Namen, die von Kondensstreifen gegeben werden. Etwas banal dagegen das "am Himmel". Die Wolken, deren Schatten auf der Landschaft, die Kondensstreifen am Himmel: Allein ergibt das noch nichts Lyrisches. Das titelgebende "seelenblind" verweist zusammen mit dem "sieh" auf etwas, das darüber hinaus geht. Dazwischen allerdings klafft für mich eine zu große Lücke in der kein Resonanzton entsteht. Da hätte vielleicht etwas dichter zueinander gemusst?
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Mardii
Stiefmütterle

Alter: 59
Beiträge: 1819



BeitragVerfasst am: 14.03.2016 17:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Aufmunterungskommentar Very Happy

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Zinna
Geschlecht:weiblichschweißt zusammen, was


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BeitragVerfasst am: 15.03.2016 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

.
Hallo Inko,

Wolkenbildgebung, sowohl lichte als auch dunkle Schattierungen.
Das „sieh“ am Schluss gefällt mir, korrespondiert mit dem „blind“ im Titel.
Der Titel nicht so, Seele- ist als Begriff sehr strapaziert.

Gruß
Zinna


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(c) Zinna
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Rübenach
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2291



BeitragVerfasst am: 15.03.2016 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

zwei punkte

knapp wars, zwischen den plätzen sieben und zwölf. mag sein, dass da nicht die qualität der lyrik, sondern die psychische konstitution der kritikers maßgebend war.


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"Von Literatur verstehen Autoren so viel wie Vögel von Ornithologie." (Marceel Reich-Ranicki)

„Ist es nicht idiotisch, sieben oder gar acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für zwei Dollar einen kaufen kann?“ (Mark Twain)
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Babella
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 55
Beiträge: 600

Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 16.03.2016 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

hm... noch so Zeilen, deren Sinn mir sich nicht wirklich erschließt ...

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- auch ich glaube, dass die Literatur das Beste ist, was gegen das Unglück erfunden wurde -

M. V. Llosa
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Mardii
Stiefmütterle

Alter: 59
Beiträge: 1819



BeitragVerfasst am: 22.03.2016 17:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank für Kommentare und Bewertungen; ich habe mich gefreut, dass etwas für mich abgefallen ist.

Den Text habe ich bewusst sehr allgemein und vage gehalten. Im Hinterkopf schwebte mir das Krankheitsbild der Agnosie, was wörtlich übersetzt seelenblind bedeutet. Ich wollte jedoch nicht den gesundheitlichen Aspekt überwiegen lassen, es steckte einfach viel mehr darin, als nur das. Unter anderem kam ich durch die Worte "blind sein für etwas" auf einige der Fügungen, wie den Kondensstreifen, die Namen geben. Zuerst hatte ich an "Namen schreibende" gedacht. Doch es war mir zu eindeutig. Ich hatte eine übergreifende Bedeutungsebene im Sinn. In einem Kommentar wurde es als Veränderung an der Natur gesehen. Es kann auch um Veränderungen im Bewusstsein gehen.
Vielleicht habe ich auch zu viel hinein gedacht und es so zu sehr verallgemeinert. Dass der Text das Thema nur anreißt, sehe ich nicht so. Es geht schon um die Nacht in der Seele. Ich finde das Wort nicht abgenutzt, das andere: Psyche, geht mir zu sehr in den medizinischen Bereich und den wollte ich nicht in den Vordergrund setzen.
Die Kommentare haben mich eines Besseren belehrt und ich denke noch einmal darüber nach.

LG Mardii


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Ridickully
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