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[Die schlechteste Geschichte] Karl, der Busfahrer

 
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hobbes
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3123

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 10.02.2016 13:22    Titel: [Die schlechteste Geschichte] Karl, der Busfahrer eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Als Ida-Marie in ihrem gelben Pulli und der grauen Cordhose zur Bushaltestelle ging, wartete dort schon Olaf in seinem schwarzen Ledermantel, der ebenfalls schwarzen Lederhose und dem lila Schal. Später kam auch noch Ilse in ihrer cremefarbenen Bluse und den blau gepunkteten Gummistiefeln. Apropos Gummistiefel, es war ein heißer, sonniger Dienstag und man könnte sich fragen, ob Ilse in ihren Gummistiefeln und Olaf in seinem Lederoutfit nicht furchtbar schwitzten.
Man könnte es aber auch sein lassen, außerdem kommt sowieso gerade der Bus.
Karl, der Busfahrer mit dem Hundegesicht und der Baseballmütze, verzichtete wie immer auf die eigentlich vorgeschriebene olivfarbene Busfahreruniform und trug stattdessen ebenfalls wie immer den roten Mantel mit dem weißen Flausch, in dem er wie ein Weihnachtsmann hätte aussehen können, wären da nicht seine hagere Statur und die Glatze gewesen. Für den Weihnachtsmann sprachen allerdings die Lakritzschnecken, Gummibärchen und Tropifruttis, die er immer kistenweise einkaufte, wenn sie gerade bei Edeka für fünfundsechzig Cent im Angebot waren. Diese Lakritzschnecken, Gummibärchen und Tropifruttis hortete er in diversen Taschen und Säcken seines Mantels, was wiederum für den Weihnachtsmann sprach. Dagegen sprach, dass er niemals Lakritzschnecken, Gummibärchen und Tropifruttis abgab, auch nicht an kleine, süße Engelchen oder alte, schwächegeplagte Omis. Karl fuhr auch nie die Rampe für Rollstuhlfahrer aus, aber das nur nebenbei.
Unter seinem Weihnachtsmannmantel trug er jedenfalls nur eine knallgrüne Badehose, allerdings nur im Sommer, im Winter trug er nämlich nur die knallgrüne Badehose, ohne Weihnachtsmannmantel – ja lieber Leser, das widerspricht sich, hatte ich doch vorhin geschrieben, dass er diesen Weihnachtsmannmantel immer tragen würde.
Den Weihnachtsmannmantel hatte er übrigens vor siebzehn Jahren im Ausverkauf bei C&A erstanden, für ganze fünfundzwanzig Euro.
Damals war er noch mit Irene zusammen gewesen; Irene trug meist lachsfarbene Blusen und pastellfarbene Hosen, manchmal aber auch knallgelbe T-Shirts zu schwarz-roten Röcken.
Irene hatte mittlerweile einen neuen Freund, Karl-Gustav, natürlich störte es sie sehr, dass dieser neue Freund ebenfalls Karl hieß, wenn auch Karl-Gustav, dabei hieß er eigentlich Fridolin, aber das wussten nur diejenigen, die seinen Pass zu sehen bekamen, er war ein Fan des schwedischen Königshauses, nannte sich deshalb Karl-Gustav und war höchst betrübt, dass Irene wenig Ähnlichkeit mit Silvia von Schweden hatte.
Aus Rücksicht auf den Leser ist diese Geschichte damit zu Ende.

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Ithanea
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Ei 3


BeitragVerfasst am: 10.02.2016 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß nicht. Ich hatte beim Lesen einfach keine Bilder im Kopf. Manches ist mir zu unkonkret beschrieben. Dass man weiß, was die Leute anhaben, ist zwar ganz gut, aber oft bist du dann doch zu ungenau geblieben. Ich weiß zum Beispiel nicht, welche Farbe die Mütze des Busfahreres hat. Oder auch die Gummibärchen. Welche mag er am liebsten? Das würde mir den Charakter viel näher bringen. Und was Karl-Gustav meistens trug, wird gar nicht erwähnt. Die Beschreibungen der Kleidungsstücke sind mir auch zu unkreativ. Ich lese zweimal rot und zweimal gelb. Was ist mit: Karmin, Zinnoberrot, Scharlach, Weinrot, Kadmium und Purpur? Zitronengelb, Safran, Eidotter und Butterblumengelb?

Du musst du nochmal ran! Oder was sagt nebenfluss? Im Kontext?



Deine schlechteste Geschichte hat schon jetzt mehr Aufrufe (und Kommentare, aber daran war ich ja selber schuld) als meine völlig ernst gemeinte seit zwei Tagen im Trash. Dabei hab ich Schuhe erwähnt! Aber ich geh mal schnell noch ein paar Pulloveraufdruckbeschreibungen und Hosentaschanzahlsbestimmungen hineineditieren.


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Verschrieben. Verzettelt.
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 10.02.2016 14:02    Titel: Antworten mit Zitat

Muss ich dazu jetzt etwa wirklich was sagen Shocked
Fällt mir schwer, denn mein Kopfkino ist jetzt dermaßen geflasht, dass meine Gehirnströme nur schwer Richtung Sprachzentrum und nüchternem Urteilvermögen zurückfinden. Vielleicht liegt es daran, dass ich den Kontext gerade nicht finden kann. Keine Charakterzeichnung und keine Handlung, in der die Figuren miteinander agieren. Nee, da war das Zitat aus dem Krimi im Melde-Thread irgendwie ergiebiger. Aber vielleicht ist es ja deshalb als "schlechteste Geschichte der Welt" eingestellt? angel
Mir bleibt wohl nur übrig, mich mit einem "schlechtesten Gedicht der Welt" aus der Affäre zu ziehen:
Als C&A-Werbespot wäre das ein toller Kracher
und fände vor den Fernsehschirmen bestimmt einige Lacher


Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich habe zu tun. Laughing


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Jenni
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Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 10.02.2016 14:25    Titel: Re: [Die schlechteste Geschichte] Karl, der Busfahrer Antworten mit Zitat

Ich markiere dir einfach mal ein paar Textstellen farbig, dann erkennst du wahrscheinlich alles selbst:
hobbes hat Folgendes geschrieben:
Als Ida-Marie in ihrem gelben Pulli und der grauen Cordhose zur Bushaltestelle ging, wartete dort schon Olaf in seinem schwarzen Ledermantel, der ebenfalls schwarzen Lederhose und dem lila Schal. Später kam auch noch Ilse in ihrer cremefarbenen Bluse und den blau gepunkteten Gummistiefeln. Apropos Gummistiefel, es war ein heißer, sonniger Dienstag und man könnte sich fragen, ob Ilse in ihren Gummistiefeln und Olaf in seinem Lederoutfit nicht furchtbar schwitzten.
Man könnte es aber auch sein lassen, außerdem kommt sowieso gerade der Bus.
Karl, der Busfahrer mit dem Hundegesicht und der Baseballmütze, verzichtete wie immer auf die eigentlich vorgeschriebene olivfarbene Busfahreruniform und trug stattdessen ebenfalls wie immer den roten Mantel mit dem weißen Flausch, in dem er wie ein Weihnachtsmann hätte aussehen können, wären da nicht seine hagere Statur und die Glatze gewesen. Für den Weihnachtsmann sprachen allerdings die Lakritzschnecken, Gummibärchen und Tropifruttis, die er immer kistenweise einkaufte, wenn sie gerade bei Edeka für fünfundsechzig Cent im Angebot waren. Diese Lakritzschnecken, Gummibärchen und Tropifruttis hortete er in diversen Taschen und Säcken seines Mantels, was wiederum für den Weihnachtsmann sprach. Dagegen sprach, dass er niemals Lakritzschnecken, Gummibärchen und Tropifruttis abgab, auch nicht an kleine, süße Engelchen oder alte, schwächegeplagte Omis. Karl fuhr auch nie die Rampe für Rollstuhlfahrer aus, aber das nur nebenbei.
Unter seinem W
eihnachtsmannmantel trug er jedenfalls nur eine knallgrüne Badehose, allerdings nur im Sommer, im Winter trug er nämlich nur die knallgrüne Badehose, ohne Weihnachtsmannmantel – ja lieber Leser, das widerspricht sich, hatte ich doch vorhin geschrieben, dass er diesen Weihnachtsmannmantel immer tragen würde.
Den Weihnachtsmannmantel hatte er übrigens vor siebzehn Jahren im Ausverkauf bei C&A erstanden, für ganze fünfundzwanzig Euro.
Damals war er no
ch mit Irene zusammen gewesen; Irene trug meist lachsfarbene Blusen und pastellfarbene Hosen, manchmal aber auch knallgelbe T-Shirts zu schwarz-roten Röcken.
Irene hatte mittlerweile einen neuen Freund, Karl-Gustav, natürlich störte es sie sehr, dass dieser neue Freund ebenfalls Karl hieß, wenn auch Karl-Gustav, dabei hieß er eigentlich Fridolin, aber das wussten nur diejenigen, die seinen Pass zu sehen bekamen, er war ein Fan des schwedischen Königshauses, nannte sich deshalb Karl-Gustav und war höchst betrübt, dass Irene wenig Ähnlichkeit mit Silvia von Schweden hatte.
Aus Rücksicht
auf den Leser ist diese Geschichte damit zu Ende.

Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen.

Abgesehen davon: Buch smile hmm ohh Grr sad Buch Blink Buch Wohow Aua Dozey Buch Daumen hoch
Such dir aus, was du davon brauchen kannst, und behalt den Rest.
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rieka
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BeitragVerfasst am: 10.02.2016 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo hobbes, an die von dir von nebenfluss qualitativ hochwertige Rückmeldung werde ich nicht heranreichen. Da ich aber mich deinem beschriebenen Geschehen nicht entziehen kann: hier meine Sicht auf deinen Text.  
Hallo hobbes, an nebenfluss qualitativ hochwertige Rückmeldung werde ich nicht heranreichen. Da ich aber mich deinem beschriebenen Geschehen nicht entziehen kann: meine Sicht auf deinen Text.
hobbes hat Folgendes geschrieben:
Als Ida-Marie in ihrem gelben Pulli und der grauen Cordhose zur Bushaltestelle ging, wartete dort schon Olaf in seinem schwarzen Ledermantel, der ebenfalls schwarzen Lederhose und dem lila Schal. Später kam auch noch Ilse in ihrer cremefarbenen Bluse und den blau gepunkteten Gummistiefeln. Apropos Gummistiefel, es war ein heißer, sonniger Dienstag und man könnte sich fragen, ob Ilse in ihren Gummistiefeln und Olaf in seinem Lederoutfit nicht furchtbar schwitzten.
Liebe hobbes, ich kann mir zwar schon ein einigermaßen gutes Farbbild machen, bin aber etwas unzufrieden, weil mir einige wichtige Details fehlen. So würde mich interessieren, ob Ida-Maries Lippenstift die Farben ihres Pullis oder ihrer Hose unterstreichen. Auch zu Olafs Kleidung fehlt mir der passende Teint. Bei Ilse sollten die zu den blauen Punkten auf den Gummistiefeln passenden Pickel erwähnt werden. Grün
Man könnte es aber auch sein lassen, Das finde ich auch. Allerdings bekommt das Schwitzen eventuell doch wieder eine Bedeutung, da es ja möglicherweise den Ton der jeweiligen Farbe verändert. außerdem kommt sowieso gerade der Bus.
Karl, der Busfahrer mit dem Hundegesicht und der Baseballmütze, verzichtete wie immer auf die eigentlich vorgeschriebene olivfarbene Busfahreruniform und trug stattdessen ebenfalls wie immer den roten Mantel mit dem weißen Flausch, in dem er wie ein Weihnachtsmann hätte aussehen können, wären da nicht seine hagere Statur und die Glatze gewesen.
Das finde ich mal ein sehr schönes Outfit. Mit dieser Beschreibung wirst du nicht nur einen Bestseller landen, sondern auch einen neuen Modetrend setzen.
Für den Weihnachtsmann sprachen allerdings die Lakritzschnecken, Gummibärchen und Tropifruttis, die er immer kistenweise einkaufte, wenn sie gerade bei Edeka für fünfundsechzig Cent im Angebot waren. Diese Lakritzschnecken, Gummibärchen und Tropifruttis hortete er in diversen Taschen und Säcken seines Mantels, was wiederum für den Weihnachtsmann sprach. Dagegen sprach, dass er niemals Lakritzschnecken, Gummibärchen und Tropifruttis abgab, auch nicht an kleine, süße Engelchen oder alte, schwächegeplagte Omis. Karl fuhr auch nie die Rampe für Rollstuhlfahrer aus, aber das nur nebenbei.
Na, vielleicht wird das bei dieser fiesen Persönlichkeit doch nichts mit einem Bestseller. Aber das Trendsetting bleibt.
Unter seinem Weihnachtsmannmantel trug er jedenfalls nur eine knallgrüne Badehose, allerdings nur im Sommer, im Winter trug er nämlich nur die knallgrüne Badehose, hier wird’s spannend, ein Busfahrer mit gegenläufigem Wärmehaushalt ohne Weihnachtsmannmantel – ja lieber Leser, das widerspricht sich, hatte ich doch vorhin geschrieben, dass er diesen Weihnachtsmannmantel immer tragen würde. Nun ja, ein bisschen Widerspruch wirkt belebend.
Den Weihnachtsmannmantel hatte er übrigens vor siebzehn Jahren im Ausverkauf bei C&A erstanden, für ganze fünfundzwanzig Euro.
Das nun verändert die Szenerie grundlegend. War doch das Rot der endneunziger Jahre ein fundamental anderes als heute. Also ich finde, das macht deinen Text jetzt sehr verwirrend. Man muss beim Einsatz von Farbinformationen schon etwas sorgfältiger arbeiten.
Damals war er noch mit Irene zusammen gewesen; Irene trug meist lachsfarbene Blusen und pastellfarbene Hosen, manchmal aber auch knallgelbe T-Shirts zu schwarz-roten Röcken.
Da haben wir es schon wieder mit dem Rot. Ich finde, du gehst sehr unbedarft mit der deine Geschichte durchdringende Kleiderordnung und Farbgebung um. Wie soll ich aus deinem Text die Feinheiten und Schattierungen erfassen.
Irene hatte mittlerweile einen neuen Freund, Karl-Gustav, natürlich störte es sie sehr, dass dieser neue Freund ebenfalls Karl hieß, wenn auch Karl-Gustav, dabei hieß er eigentlich Fridolin, aber das wussten nur diejenigen, die seinen Pass zu sehen bekamen, er war ein Fan des schwedischen Königshauses, nannte sich deshalb Karl-Gustav und war höchst betrübt, dass Irene wenig Ähnlichkeit mit Silvia von Schweden hatte.
Diese Wendung nun hätte doch die Möglichkeit geboten, die Farbe Gold, etwas Bärenfell und Flittergaze ins Geschehen einzuführen.
Aus Rücksicht auf den Leser ist diese Geschichte damit zu Ende.
Fazit: An dieser schlechtesten Geschichte könnte noch etwas gearbeitet werden.
 


Tja, eigentlich wollte ich ja mit meiner Antwort dichter dran sein, aber ich bin zu langsam.
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Klemens_Fitte
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BeitragVerfasst am: 10.02.2016 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Also, ich würde weiterlesen smile

Und ein extra- Laughing an Jenni für den Prototyp des modernen TextarbeitsKommentars. Mustergültig.


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»Es ist illusionär, Schreiben als etwas anderes zu sehen als den Versuch zur extremen Individualisierung.« (Karl Heinz Bohrer)
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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 10.02.2016 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Klemens_Fitte hat Folgendes geschrieben:
Also, ich würde weiterlesen smile

Und ein extra- Laughing an Jenni für den Prototyp des modernen TextarbeitsKommentars. Mustergültig.


Mustergültig?
Werden heutzutage nur noch nur Formulierungseigenarten angemerkt?
Hat Jenni deshalb übergangen, dass es vor siebzehn Jahren noch gar keinen Euro gab?

Eine wirklich gewissenhafte Rezensation hätte einen solch gravierenden Recherchefehler doch wohl mit leuchtend roten Fettbuchstaben nebst Unterstrich ahnden müssen ...

Einmal abgesehen davon, dass ein Weihnachtsmantel für 25 Euro ja wohl nur mit Hilfe von Kinderarbeit realisiert werden konnte, und dass wir in diversen Weihnatsfilmen, die über den Norpol gedreht wurden, dies ja auch immer wieder brühwarm vorgeführt bekommen, auch wenn da jedesmal von Neuem behauptet wird, es handele sich bei den Malochern in der Weihnachtswerkstatt nicht um Kinder, sondern um Elfen, was natürlich völliger Quatsch ist.
Aber das ist ein anderes Thema ...

Würde ich weiterlesen? Also auf jeden Fall würde ich wissen wollen, in welcher Klamotte der gute Karl-Gustav sein Wesen treibt. Es ist schon hart, den Cliffhanger genau an diesem cruzialen Punkt zu setzen.

tief-gespannt ...

Merlinor


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Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms:
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Jenni
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Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 10.02.2016 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Könnt ihr euch bitte, anstatt meinen Kommentar zu kommentieren, auf den Text konzentrieren.
Außerdem @Merlinor, dass es vor 17 Jahren noch keinen Euro gab, das ist nun wohl wirklich deine ganz subjektive Einzelmeinung, und als solche solltest du sie also auch kennzeichnen. Rolling Eyes
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 11.02.2016 00:31    Titel: Antworten mit Zitat

Jenni hat Folgendes geschrieben:

Außerdem @Merlinor, dass es vor 17 Jahren noch keinen Euro gab, das ist nun wohl wirklich deine ganz subjektive Einzelmeinung, und als solche solltest du sie also auch kennzeichnen. Rolling Eyes

Außerdem sind Namen wie Ida-Marie, Olaf, Ilse, Karl und Fridolin noch lange nicht wieder in Mode, weshalb die Erzählzeit deutlich in der Zukunft liegen dürfte. Passt also.


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hobbes
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Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 11.02.2016 01:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Tss. Banausen, ihr. Bis auf Klemens natürlich. Der einzige, der mich und meine Texte versteht und gute Literatur zu schätzen weiß.

Ithanea hat Folgendes geschrieben:
Und was Karl-Gustav meistens trug, wird gar nicht erwähnt.

Das stimmt so natürlich gar nicht (und wenn, dann war es Absicht), denn selbstverständlich steht das zwischen den Zeilen, da braucht es eben etwas mehr Einfühlungsvermögen. Du hättest dir halt noch etwas mehr Zeit nehmen und den Text noch ungefähr dreiundzwanzigmal mehr durchlesen müssen, dann wärst du selbst draufgekommen, was Karl-Gustav üblicherweise trägt.
Aber nun ja, du bist nicht allein mit diesem Fehlverhalten.  

nebenfluss hat Folgendes geschrieben:
Keine Charakterzeichnung (...)

Ich bin empört. Und entsetzt. Die Farben sagen doch alles! Und ich bitte dich, ein Hundegesicht, spätestens das ist doch ein ganz eindeutiger Hinweis darauf, mit welchem Charakter man es zu tun hat.
Aber nun ja, vermutlich fehlt auch dir das entscheidende literarische Verständnis, vielleicht warst du auch einfach noch nicht beim C&A einkaufen, ja, das wird es sein, es ist natürlich zwingend notwendig zum Verständnis dieses Textes, dass man a) schon mal bei C&A eingekauft hat und b) mindestens einmal in seinem Leben den Weihnachtsmann gespielt hat oder c) (wie Klemens) wenigstens schon mal Weihnachtsbäume verkauft hat.

Und von wegen keine Handlung - Handlung wird total überschätzt, Handlung, das ist was für U-Schreiber, das hier hingegen ist natürlich E-Literatur, da braucht es überhaupt keine Handlung.

Jenni! Wie so oft hast du mir sehr geholfen, ich werde bei der Überarbeitung dafür sorgen, dass viel mehr Blau im Text vorkommt.

rieka, sehr schön, dass du die Feinheit mit dem Schwitzen bemerkt hast, also, dass sich das eventuell auf die Farbe auswirkt, man bekommt ja auch schon mal einen roten Kopf dabei und der passt dann nicht mehr zum lila Schal usw.
Tatsächlich ist mir diese Feinheit mit deinem Kommentar überhaupt erst aufgefallen, vielen Dank, ich werde es bei der Überarbeitung mit einfließen lassen. Karl, der Busfahrer, geht übrigens leidenschaftlich gern saunieren, genaugenommen ist das auch der Grund, warum er im Winter nur mit Badehose Bus fährt, er hat sich nämlich vorgenommen, seinen Bus ins Guiness-Buch zu kriegen, als heißesten Bus überhaupt. Aber das nur nebenbei.

Klemens, wunderbar, ich hatte zwar gar nicht gefragt, ob jemand weiterlesen würde, ich meine, davon gehe ich doch aus, ich habe schließlich vor, sämtliche 532 Seiten dieser Geschichte hier einzustellen, ich schreibe dir dann auch immer eine PN, damit du nichts verpasst. Ach ja, du kennst doch jemanden mit so einem Blogprojekt nicht wahr? Da könntest du doch sicher mal nachfragen, ich meine, ich wäre mit dieser Geschichte eine echte Bereicherung für euch. Es kommen auch noch dunkle Geheimnisse darin vor. Und sag mal, bist du nicht neuerdings auch Verleger? Wie wär's wenn ich dir mein zwölfseitiges Expose schicke? Oder lassen wir das und du schickst mir gleich den Vertrag?

Merlinor, wo hast du denn diesen Blödsinn mit dem Euro her? Den gibt es doch bestimmt schon seit dreißig Jahren, das hab ich irgendwo gelesen und der Karl-Heinz sagt das auch und der Karl-Heinz hat immer recht, immer!

so, und jetzt husch, husch, rüber mit euch zu Ithaneas Text
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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 11.02.2016 01:35    Titel: Antworten mit Zitat

Schade.
Bin leider zu spät gekommen, deshalb gelöscht ... smile


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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 11.02.2016 04:09    Titel: Antworten mit Zitat

hobbes hat Folgendes geschrieben:
Und ich bitte dich, ein Hundegesicht, spätestens das ist doch ein ganz eindeutiger Hinweis darauf, mit welchem Charakter man es zu tun hat.

Dachte ich zunächst auch, aber es gibt da ja diese Bilder vom Wacken 2014 und da hatte der jedenfalls noch keine Glatze, und deshalb dachte ich: Nee, er isses doch nich. Kann aber sein, dass die Glatze mehr im übertragenen Sinne gemeint war. Da habe ich mich wohl von meiner oberflächlichen Lesart in die Irre führen lassen.


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BeitragVerfasst am: 11.02.2016 08:14    Titel: Antworten mit Zitat

also ich finde diese kleine story, hm, wie soll ich sagen, ziemlich rassistisch. wenn man von den vornamen auf die ethnologische herkunft deiner protagonisten schließt, dann sind das alles biodeutsche. dabei ist doch gerade im öpnv der anteil an menschen mit migrationshintergrund besonders groß.

[oT] laut einer studie (die so alt ist, dass sie im internet nicht zu finden ist) wird der öpnv zu 90% von den sogenannten fünf a benutzt: alte, arbeitslose, auszubildende, ausländer und alkoholiker) [/oT]

damit diskriminierst du eine sehr große bevölkerungsgruppe. ich glaube, einige polnische protagonisten würden deiner sonst sehr lesenswerten geschichte gut zu gesichte stehen.

just my 0,02 €.


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hobbes
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BeitragVerfasst am: 12.02.2016 20:57    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Tja, Herr Rübenach, da haben Sie sich aber ziemlich in die Nesseln gesetzt. Sagt ein Kommentar doch mehr über den Kommentierenden als über die Autorin, das sieht man hier wieder ganz eindeutig. Schließlich ist völlig klar, dass Ida-Marie eine aus Schweden emigrierte Schwarzafrikanerin, Olaf ein Rumäne mit bulgarischem Großvater, Ilse eine Finnin mit russischem Pass und Irene ganz langweilig eine Ungarin mit ungarischen Vorfahren ist.
Nur Karl ist ein Deutscher, aber Karl ist ja auch der Bösewicht.
Und Karl-Gustav ist natürlich auch deutsch, aber der wäre gern ein Schwede und zählt deshalb nicht.

Doch Sie haben Recht, die Geshichte würde eindeutig hinzugewinnen, träten auch noch ein paar Polen auf. Ich werde sehen, was sich machen lässt.
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BeitragVerfasst am: 13.02.2016 08:01    Titel: Antworten mit Zitat

was ich nicht verstehe, warum wird die schlechteste Geschichte der Welt bemäkelt? Damit sie noch schlechter wird? Laughing Oder ist die Intention der Autorin, die Geschichte zu verbessern, damit sie den Weg aus dieser Schublade heraus in die Schublade Trash findet?

Verwirrte liebe Grüße
gold


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BeitragVerfasst am: 13.02.2016 08:25    Titel: Antworten mit Zitat

@gold:
textarbeit, ganz normale textarbeit. auch die schlechteste geschichte der welt hat immer noch etwas verschlechterungspotential. das wollen wir herauskitzeln.


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BeitragVerfasst am: 13.02.2016 08:29    Titel: Antworten mit Zitat

Rübenach hat Folgendes geschrieben:
@gold:
textarbeit, ganz normale textarbeit. auch die schlechteste geschichte der welt hat immer noch etwas verschlechterungspotential. das wollen wir herauskitzeln.


ach ja, klar!!! lol *Hand an die Stirn schlag* lol

Ich würde noch ein paar Saxen aufdrädn und die durch den Bus grölen oder rempeln lassen...


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hobbes
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BeitragVerfasst am: 18.03.2016 11:16    Titel: Re: [Die schlechteste Geschichte] Karl, der Busfahrer pdf-Datei Antworten mit Zitat

hobbes hat Folgendes geschrieben:
Aus Rücksicht auf den Leser ist diese Geschichte damit zu Ende.

Als Karl, der Busfahrer nach Dienstschluss seinen Bus kontrollierte, fand er zwischen Sitz 52 und Sitz 117 einen dicken Wälzer in einer unscheinbaren Farbe. Normalerweise (Karl hielt nicht viel von Büchern) hätte er diesen sofort in den Müllsack gestopft, den er auf seiner Runde immer parat hatte, aber in diesem Fall tat er es nicht, nämlich weil auf dem Titel in dicken, fetten Lettern "So werden Sie reich!" prangte. Karl wollte schon immer mal reich werden, bisher hatte es leider nie funktioniert, bis auf das eine Mal, als er den Geldkoffer im Bus gefunden hatte.

Der Untertitel des Buches "Die krokodil'sche Adjektiv-Formel: In 92 Adjektiven auf 121 Seiten zu 94 krokokilsledernen Handtaschen*"
Für Karl, den Busfahrer, hörte sich das verdächtig danach an, als müsse er ein Buch schreiben, um reich zu werden. Irgendwie hatte er dazu aber wenig Lust, er hatte das schon einmal probiert, hatte sich dazu in einem Schreiberforum angemeldet, in dem sein Talent entsetzlich verkannt worden war. Banausen, allesamt! Die hatten doch keine Ahnung. Karl hätte sich natürlich nicht vom Schreiben abbringen lassen, er hatte ja auch schon ein attraktives Angebot vom S.R. Discher Verlag an der Hand, aber dann war ihm plötzlich sein knallgrüne Badehose abhanden gekommen und er hatte kurzzeitig andere Sorgen.

Wo war ich? Ach ja, der gefundene Wälzer.
Karl setzte sich auf Sitz 302, aß eine Tüte Tropi-Fruttis und las in einer halben Stunde die 712 Seiten durch. Karl, der Busfahrer, war ein Schnellleser, das kam ihm jetzt zu Gute. Karl, der Busfahrer, war auch ein Mathegenie, das kam ihm ebenfalls zu Gute, war die adjektiv'sche Bestsellerformel doch höchst mathematisch**.
Er überlegte kurz, sein eigenes Werk, das natürlich immer noch zu Hause in einer seiner Schublade herumlag*** mit den notwendigen Adjektiven anzureichern, entschied sich dann aber dagegen, buchte stattdessen eine Krokodilsafari in den Everglades**** und schickte den Wälzer an den einzigen User des Schreibforums, der sein Werk verstanden literarische Ahnung gehabt hatte.

hobbes hat Folgendes geschrieben:
Aus Rücksicht auf den Leser ist diese Geschichte damit zu Ende.


* wahlweise auf die Malediven
** 24 Adjektive pro Satz minus [Anzahl "das" pro Satz] mal [Anzahl "," pro Seite] plus aktuelle Temperaturgrade mal Brotpreise im Edeka etc.
*** es war die dritte von oben, linke Reihe, der Kommode Nordli in cremeweiß
**** unverständlicherweise scheiterte er dann an der Einreise in die USA, aber das ist eine andere Geschichte

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BeitragVerfasst am: 24.03.2016 14:59    Titel: Re: [Die schlechteste Geschichte] Karl, der Busfahrer pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dieser Teil der Geschichte fiel mir ein, als ich kürzlich in der Metzgerei Dünnweller darauf wartete, endlich dranzukommen.  Das dauert immer ewig, denn Metzger Dünnweiler ist der beste, außerdem war es der Donnerstag vor Karfreitag, also vor Ostern und da kaufen die Leute immer wie blöd. Jedenfalls dachte ich gerade darüber nach, ob ich lieber Hackfleisch oder Bratwürste kaufen sollte, ich bevorzugte eigentlich das Hackfleisch, aber die Bratwürste sind auch immer sehr lecker. Jedenfalls, wie ich so da stand und wartete, fiel mir dieser Teil der Geschichte ein, ich habe ihn dann noch in der Metzgerei in mein grünes Notizbuch notiert, zum Glück kann ich schnell schreiben, sonst hätte ich Frau Gantner vorlassen müssen und die kann ich nicht leiden.

Den Text habe ich dann zu Hause in den Rechner übertragen, es gab eigentlich nichts zu verbessern, nur über den letzten Satz habe ich noch stundenlang gegrübelt, letzte Sätze sind ziemlich schwer, aber der letzte Satz ist der wichtigste, das weiß man ja. Ich denke, er ist gelungen, aber lest selbst.
Ich freu mich auf eure Kommentare, zu verbessern gibt es ja eigentlich nichts, ich habe mein Bestes gegeben, weiß auch nicht, warum ich das nicht im Feedback einstelle, wahrscheinlich aus Angst vor [zensiert].

Noch eine kurze Info vorweg, damit ihr alles richtig versteht: Karl ist Karl der Busfahrer aus den ersten Teilen und er hat immer von 12:00 bis 13:00 Mittagspause, meistens geht er dann zu Connys Imbissbude, an diesem Tag aber nicht, denn – aber das darf ich jetzt nicht verraten, lest selbst, jedenfalls zu dieser Mittagspause muss man noch wissen, die dauert eigentlich nur 45 Minuten, Karl macht aber immer 60 Minuten Pause, er ist nicht nur ein unangenehmer Kerl, sondern nimmt sich auch noch Freiheiten heraus, die eigentlich bestraft werden müssten, werden sie aber nicht, denn Hans-Peter, sein Chef, hat eine Schwäche für Weihnachtsmannmäntel und Tropi-Fruttis, die Karl ihm immer zusteckt, nicht aus Herzensgüte natürlich, sondern weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist.

So, jetzt aber:

hobbes hat Folgendes geschrieben:
Aus Rücksicht auf den Leser ist diese Geschichte damit zu Ende.

Karl der Busfahrer aß zu Mittag Bratwürste mit Sauerkraut. Nachtisch gab es keinen.

Aus Rücksicht auf den Leser ist diese Geschichte damit zu Ende.

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BeitragVerfasst am: 24.03.2016 15:10    Titel: Re: [Die schlechteste Geschichte] Karl, der Busfahrer Antworten mit Zitat

Es freut mich, eigentlich, dass du selbst nochmal im erwähnten Schreibratgeber nachgesehen hast, in dem doch steht (wenn ich mich recht erinnere, Lektüre ist schon eine Weile her, und dann habe ich das Teil wohl mal im Bus liegengelassen), dass eine schlechteste Geschichte zwingend aus einer Trilogie bestehen muss.

Leider wirst du die Sache vergeigen, denn das hier:
hobbes hat Folgendes geschrieben:

Aus Rücksicht auf den Leser ist diese Geschichte damit zu Ende.

glaubt dir mittlerweile natürlich keiner mehr, wo du doch schon ein 400-Seiten-Epos angekündigt hast. Die behauptete Qual mit dem letzten Satz ist also eine Vorspiegelung falscher Tatsachen künstlerische Freiheit. Ich harre deiner Announce im Publikations-Faden.


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BeitragVerfasst am: 10.12.2018 23:34    Titel: Die Baggerfahrerin pdf-Datei Antworten mit Zitat

Karl traute seinen Augen nicht, ja, ihm stockte sogar der Atem, als vor seinen Augen auf der Straße, der zweispurigen, plötzlich, quasi aus dem Nichts heraus, Karl hatte wirklich nicht damit gerechnet, ein Bagger auftauchte. Ein ziemlich großer Bagger. Ein sehr großer Bagger. Ein sehr, sehr großer Bagger, so groß wie der größte Bagger der Welt. Und somit der größte Bagger, den Karl je gesehen hatte (Karl hatte viele Bagger gesehen, er verbrachte seine Urlaub regelmäßig im weltgrößten Baggermuseum der Welt und träumte heimlich davon, selbst einmal einen Bagger zu fahren).
Karl stoppte den Bus, natürlich stoppte er den Bus, er wäre doch ansonsten frontal in den Bagger hineingefahren und das kann ja wohl keiner wollen, Karl schon gar nicht.
Der Bagger stoppte übrigens auch und dann stand er da, mitten auf der dreispurigen Straße und sie sahen sich an, der Bagger und der Bus und auf einmal ging die Tür des Baggers auf und heraus hüpfte Beatrice, die Baggerfahrerin. Schon als Kind wollte sie Baggerfahrerin werden und niemand hatte es ihr ausreden können, noch nicht einmal ihre Oma.
Kind, hatte die Oma gesagt, werde nicht Baggerfahrerin, dann musst du ja Bagger fahren.
Aber Oma, hatte Beatrice gesagt, das ist doch genau das, was ich will.
Diesem bestechenden Argument hatte die Oma nichts entgegenzusetzen, daher wurde Beatrice Baggerfahrerin und sie lebte glücklich mit Finja, der Feuerwehrhauptkommandantin, Petra der Pilotin und Annika der Astronautin in einer Villa am Rand der vierspurigen Straße.
Jetzt stand sie sogar mitten auf dieser fünfspurigen Straße, sie sah Karl an und sagte etwas, das im Dröhnen des Airbus unterging, mit dem Pilotin Petra hinter dem Bagger auf der sechsspurigen Straße aufsetzte.
Das gibt es doch nicht, sagte Karl und wie recht er doch damit hatte.

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BeitragVerfasst am: 11.12.2018 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde sagen, dies sollte man nicht während eines Überholmanövers auf einer siebenspurigen Straße lesen, denn dann wäre die Unfallgefahr erhöht.

Das ist nun ein Kommentar, den man in vielfältiger Hinsicht interpretieren kann - als als Lob verkleidete Kritik, als als Kritik verkleidetes Lob, als einen Ruf nach Reform der Straßenverkehrsordnung oder irgendwas anderes.

Aber ich habe soeben beschlossen, dass die schlechteste Geschichte der Welt auch den schlechtesten Kommentar der Welt verdient hat, und dehalb schließe ich mit einem:
Gerne gelesen.


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