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Ortzi
Geschlecht:männlichVorschüler

Alter: 22
Beiträge: 1



BeitragVerfasst am: 01.02.2016 20:34    Titel: Der Ausbruch eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier ist der erste Teil von meiner ersten Geschichte, wäre toll wenn ihr mir Feedback geben könntet. Die Stadtnamen und alle weiteren Ortsnamen sind nicht zu beachten, die Geschichte spielt im Universum von einem meiner Lieblingsspiele.

"EILMELDUNG: Der zu lebenslanger Haft verurteilte Massenmörder und Mafia-Boss Dennis F. ist heute aus dem als absolut ausbruchsicher geltenden Hochsicherheitsgefängnis Alkatraz ausgebrochen. Herr F. war heute morgen nicht in seiner Zelle anwesend, bei genauerer Durchsuchung der Zelle wurde ein Loch entdeckt, das er in den Boden gegraben haben muss, ohne dass es den Aufsehern aufgefallen ist. Genauere Informationen sind noch nicht bekannt. Die Polizei sucht fieberhaft nach Zeugen oder Informanten. Sollten Sie ihn irgendwo sehen, geben Sie sofort der Polizei Bescheid und verstecken Sie sich, der Mann ist hochgefährlich, sprechen Sie ihn nicht an, es könnte Ihr Tod sein. Danke für Ihre Aufmerksamkeit."

Diese Meldung warf mein Leben durcheinander. Ich war doch bislang sicher, und jetzt fängt alles wieder von vorne an. Wieso habe ich das verdient? Was habe ich in meinem Leben falsch gemacht? Ins SEK zu gehen war vielleicht mein größter Fehler, den ich begehen konnte. Hätte ich doch auf meine Freunde gehört, die mir vor dem Fall mit Dennis geraten haben, dass ich aussteigen soll. Aber nein, ich musste wieder meinen Kopf durchsetzen. Und jetzt ist es soweit gekommen. Dennis ist ausgebrochen. Und er wird mich suchen. Und er wird mich finden. Bald. Sehr bald.

Ich bin Michael, Ex-SEK Mitarbeiter, vorher Chef der Sonderkommission für Schwerverbrecher Liberty City, einer der Sorte: Ich hab´Alles gesehen. Meine Versetzung nach San Andreas war ein Kulturschock für mich. Alles ist größer hier, die Verbrechen sind schockierender, der Drogenhandel ist unbarmherziger. Ich brauchte lange um Fuß zu fassen. Nach ein paar Monaten konnte ich meine ersten Fälle lösen, nur kleiner Raubserien und ein Mord. Dann ging uns aber einer der größten Verbrecher unserer Zeit ins Radar: Dennis F. Typisch Verbrecher: Kam aus schwierigen Verhältnissen, der Vater Alkoholiker, die Mutter nie zu Hause, mit vierzehn ermordete er Beide, als ihn der Vater sternhagelvoll verprügelte und die Mutter dem Ganzen keine Aufmerksamkeit schenkte. Er ging nachts in ihr Zimmer und erschoss sie beide mit der Waffe des Vaters. Dann tauchte er unter. In gewisser Weise beeindruckend, was ein vierzehnjähriger schon alles ausrichten kann. Keiner sah ihn mehr für ungefähr zehn Jahre. Nicht dass er sich versteckte, nein. Wer einmal mordet, der kann kaum aufhören. Er rächte sich mit der Zeit an Allen, die ihm das Leben schwer gemacht hatten. Mitschüler, Nachbarn, Lehrer, sogar den Pfarrer seines Heimatortes, weil dieser ihn einmal vergewaltigen wollte. Mit 20 Jahren hatte er schon insgesamt 41 Morde am Hals hängen. Wieso man wusste dass er es war? An jedem seiner Opfer hinterlässt er einen Zettel mit einem X drauf und dem Text: Die Schmerzen die ich dir zugefügt habe, sind zu vergleichen mit denen, die du mir zugefügt hast. Seine Masche war es, die Leute unterschiedlich qualvoll zu töten, je nachdem wie schwer sie ihm das Leben gemacht haben. Wieso sie ihn im Bericht vorhin als Vergewaltiger bezeichnet haben? Tja, die, die es seiner Meinung nach besonders verdient haben zu sterben, die... ihr wisst schon. Dann baute er sich nebenbei noch eines der größten Drogenkartelle auf, die es je gegeben hat. Es reichte von Bayside in den Industriehafen von Los Santos, vom Mount Chilliad zum Einkaufszentrum Las Venturas, jeder Dealer auf der Straße hatte den Stoff von ihm. Sein Name im Drogengeschäft war Dr.Ody, so hieß der Doktor, er ihn in seiner Kindheit falsch behandelt hat, und davon ausgegangen war, dass der Bruch im Arm, den er sich bei einer Prügelei mit seinem Vater geholt hatte, wieder zusammenwachsen würde. War er nicht, und so hatte er mittlerweile eine gewaltige Fehlstellung des Armes. Brauche ich zu erwähnen dass er Doktor tot ist? Eher nicht. Wie gesagt, auf Grund eines Informanten bekamen wir Hinweise auf seine Unterkunft. Leider war er etwas schneller als das SEK, dass mit ca. 200 Mann angerückt war, um seinen Bunker mitten im Niergendwo in der Wüste östlich von Las Venturas zu stürmen. Alle seine "Helfer" haben wir erwischt, nur er konnte fliehen. Irgendwie bekam er raus, dass ich der Einsatzleiter war, und er rächte sich für seine getöteten "Brüder" (so bezeichnete er seine Untertanen). Er tötete meinen Bruder, seine Frau und seinen Sohn, um mich davon abzuhalten ihn weiter zu suchen. Ich verfiel in tiefe Depressionen, machte mir Vorwürfe, dass es meine Schuld ist, versuchte mich umzubringen. Und gerade als der Lauf des Revolvers an meiner Schläfe ist, bekam ich einen Anruf. Meine Frau rief an, um mir zu sagen dass sie und meine Tochter von ihm entführt worden sind. Und damit überschritt er eine Grenze. Meine Depressionen waren weg, ich rappelte mich auf und suchte nach dem Bastard. Schließlich spürte ich sein Versteck auf, ein Bauernhof im Wald, unscheinbar gelegen in der Nähe von San Fierro. Wir stürmten den Hof, und fanden ihn. Das war das erste Mal, dass ich ihn sah. Und diesen Moment werde ich nicht mehr vergessen. Wie er mich angegrinst hat, mit seinen eckigen Zähnen sah er aus wie ein Vampir, seine Hand machte das Erscheinungsbild noch gruseliger. Er bat mir einen Deal an: Ich ließ ihn laufen, dafür bekam ich meine Familie. Ich stimmte den Deal natürlich nicht zu, schoss ihn an, sodass er bewusstlos wurde und wir konnten ihn einbuchten. Alkatraz, Einzelhaft, Einzeltrakt, keine Fluchtmöglichkeit. Dachten wir. Dachte das ganze Land. Ich wurde gefeiert für meine Tat, bekam Abzeichen verliehen, und dennoch musste ich kündigen, zu tief war die Angst vor noch so einem Fall, zu tief der Schmerz über den Verlust meines Bruders. Ich zog mich zurück, machte mir mit meiner Familie ein schönes Leben. Und das hatte ich auch. Bis jetzt. Bis zum Tag X. Bis zur Gegenwart. Und die beginnt jetzt.

Ich bin sprachlos. Geschockt, Betroffen, Verängstigt, Traurig, Verägert, Alles gleichzeitig. Wie konnte dieser Psychopath von einem Hochsicherheitsgefängnis auf einer gottverdammten Insel fliehen? Wie? WIE VERDAMMT? Ich bin in Gefahr. Nein, noch schlimmer: Meine Familie ist in Gefahr. Ich weiß genau, dass er sich an mir rächen wird. Immerhin habe ich ihn damals auf dem Bauernhof beschissen, habe ihn eingebuchtet, und dafür war er jetzt fünf Jahre in Einzelhaft. Er ist sicher schon untergetaucht. Hat mit den Leuten, die er noch hat, wieder Kontakt aufgenommen. Kurz gesagt: Ich bin total am Arsch, und jeder der mich kennt ebenso. Meine Frau kommt gerade ins Wohnzimmer gestürmt, mit Tränen in den Augen.
 "Du hast es auch gehört, stimmt´s?"
"Ja, hab´ ich."
Das war die Kürzeste und doch Emotionalste Unterhaltung, die wir jemals hatten. Sie brach in Tränen aus, in der Angst, das Ganze nochmal erleben zu müssen. Meine Frau hat sich in der Zeit, als sie Geisel war, verändert. Früher war sie der Sonnenschein höchstpersönlich. Immer freundlich, immer gut drauf. Jetzt war sie nachdenklich, nahe am Wasser gebaut, wortkarg. Sie hat sich die Haare kurz geschnitten und schwarz gefärbt. Weg waren sie, die blonden langen Haare, die ich an ihr so geliebt habe. Sie nahm drastisch ab, wurde fast magersüchtig. Dann kam das mit meiner Tochter. Sie litt unter Angstattacken, und brachte sich vergangenen Sommer um, schluckte Tabletten, die Sanitäter fanden sie mit Schaum vor dem Mund, zuckend auf dem Bett liegend. Das war der Tiefpunkt meines Lebens. Dennis hatte mir zwar nicht meine Frau genommen, dafür meinen Bruder, meine Schwägerin, meinen Enkel und auch meine Tochter. Meine Wut wuchs immer mehr, bis dass mich ausgerechnet meine Frau beruhigte und meinte, wir sollten mit unserem alten Leben abschließen. Also zogen wir aus Los Santos weg Richtung San Fierro in ein riesiges Appartment. Wir wohnen im 18. Stock, von dem man einen wunderschönen Blick auf das Umland von San Fierro hatte. Ironischerweise hatte ich auch einen kleinen Blick auf den Bauernhof, auf dem ich Dennis stellen konnte. Ich konnte mir das Ganze leisten, schließlich bekam ich für meine Heldenleistung genug Geld, sodass ich ausgesorgt hatte. Den seelischen Schmerz aber konnte mir keiner nehmen. So stehen wir also mitten im großen Wohnzimmer, sie mit Tränen in den Augen, ich mit Wut im Bauch über die Verfehlungen, die die Polizisten auf der Insel getroffen haben.
"Was machen wir jetzt?", fragt meine Frau.
 "Ich hab nicht den blassesten Schimmer. Das Beste wäre, wenn du dich schlafen legst, es ist spät, ich telefoniere noch mit den Leuten vom SEK, sie sollen uns persönliche Wachen bereit stellen, denn ich bin mir sicher, er wird uns, speziell mich, finden wollen."
 "Aber er kennt doch unsere neue Adresse gar nicht, das ist doch Unsinn, so kommt doch nur Panik auf, ich würde mich mit Wachen vor der Tür auch nicht wohler fühlen."
 "Schatz, Leute wie er haben keine Probleme damit, Adressen zu bekommen. Ich tue das für uns. Leg dich jetzt schlafen, bitte!"
"Okay, Gute Nacht, und mach nicht zu lange."
Das habe ich auch nicht vor. Ich telefoniere noch wegen der Wachen, die ich zugesprochen bekomme und sich für morgen Mittag ankündigen. Gut, bis morgen Mittag kann er wohl kaum 800 Kilometer zu Fuß zu uns kommen und uns etwas antun, nicht wahr? Wie naiv.. Ich gehe also in Bett, küsse meine Frau noch und schlafe mit einem etwas ungutem Gefühl ein.
Am nächsten Morgen wache ich auf. Das Bett ist leer, meine Frau ist wohl schon auf und eine Runde joggen gegangen, so wie sie es jeden Morgen macht. Ich denke mir nichts, gehe vom Schlafzimmer in die Küche und mache mir erstmal Kaffee. Den Zettel neben dem Telefon bemerke ich zunächst gar nicht. Ich genieße den Kaffee, streiche mir ein Brot und gehe ins Wohnzimmer um den Fernseher anzumachen. Die Nachrichten bringen immer dieselbe Meldung über Dennis, der ausgebrochene Massenmörder. Ich schalte um und schaue mir eine Dokumentation über das Leben der Pinguine an. Ich blicke aus dem Fenster und sehe gerade die Sonne aufgehen. Ein wunderschöner Morgen, wie fast immer. Dann fällt mein Blick auf den Zettel neben dem Telefon. Vielleicht eine Notiz meiner Frau? Ich gehe zum Telefon und sehe auf den Zettel. Dort steht: "Ruf an, es wird dir helfen." Ich bin etwas stutzig. Ich kenne die Handschrift nicht. Auf keinen Fall ist es die von meiner Frau, dazu ist sie viel zu krakelig, es wirkt als ob den Zettel jemand in Eile geschrieben hat. Ich wähle also die Nummer. Es wählt. Wähl. Wählt. Etwas in meinem Kopf schreit: Leg auf! Das kann nichts Gutes verheißen. Hätte ich es doch getan. Dann macht es klick und das Gespräch beginnt. "Hallo, ist da jemand?", frage ich. Stille. Ich fühle mich beobachtet. Ich will gerade auflegen. Hätte ich es doch bloß getan. Gerade als ich auflegen will höre ich die Stimme, die mein Leben veränderte. "Hallo alter Freund, lange ist es her, oder? Hast du mich vermisst? Bestimmt hast du. Sag doch etwas." Ich fange an zu schreien, verzweifelt und voller Wut. "WO BIST DU? WO IST MEINE FRAU?", brülle ich durchs Telefon. "Deiner Frau? Tja, der geht es noch gut. Bitte beachte hier das Wort NOCH. Ich will dir noch eine Chance geben. Das letzte Mal hast du es ja gründlich versaut. Aber ich bin geduldig, obwohl ich zugeben muss, dass ich in meiner Zelle viel Zeit für Foltermethoden hatte, die ich zu gerne ausprobieren würde. Ich gebe dir jetzt hier offiziell eine zweite Chance. Gleicher Ort, gleiche Voraussetzung. Du kommst her, wir plaudern, du bekommst gegen eine Gegenleistung die ich bestimme deine Frau, wir gehen beide als glückliche Männer nach Hause und du kannst dich von mir aus wieder feiern lassen. Wir gehen getrennte Wege, so einfach ist das. Verstehst du?" "Du bist ein krankes Arschloch, gib mir meine Frau zurück, du....du..". Mir fehlten ganz einfach die Wort für das was ich ihm sagen wollte. "Du kriegst deine Frau zurück. Komm einfach wieder an unseren Platz. Diesmal aber ohne Polizei, und diesmal mache ich Ernst. Sollte ich auch nur in der Nähe eine Polizeisirene hören, stirbt deine Frau. Habe ich Zweifel, stirbt deine Frau. Hälst du dich nicht an den Plan, stirbt deine Frau. Verstanden? Also, komm einfach wenn du willst auf den Bauernhof, den du von deiner Wohnung aus sehen kannst, alleine, und wir reden in Ruhe darüber, wie es mit uns weiter geht. In gewisser Weise bist du wie die Pinguine, die du dir gerade im Fernsehen ansiehst: Sie haben Flügel, können aber nicht fliegen. Du hast Polizisten, kannst sie aber nicht einsetzen." Wieso weiß der Wixxer was ich mir ansehe? Doch dazu bleibt keine Zeit. "Ich werde kommen." Das waren meine letzten Worte an ihn. Ja, das werde ich. Ich werde kommen, und zwar allein, meine Frau bedeutet mir zu viel, als dass ich sie verlieren will. Und ich weiß, dass er mich nicht töten will, ich habe einfach so ein Gefühl. Ich weiß, dass das Ganze wieder von vorne anfängt. Mein Leben nimmt wieder eine abstruse Wendung, genau in die Hölle zurück, aus der ich gerade komme. Doch es nutzt nichts. Ich muss mir seine Bedingung anhören, ansonsten bin ich nicht sicher. Die Hölle beginnt wieder, und ich bin nicht bereit dafür. Doch das ist man nie, wenn es um sowas geht. Zeit, dem Teufel ins Gesicht zu blicken, jetzt oder nie..... Gerade als ich auflegen wollte, sagt er mir noch etwas. "Achja, hier ist noch jemand, der dich ganz sicher gerne sehen würde." Dann Stille. Ich will schon fragen, was der Unfug soll. Dann höre ich die Stimme, von der ich glaubte, sie nie wieder zu hören. "Michael, bitte mach was er sagt, BITTE!" Ein Schrei, dann macht es klick, die Leitung ist tot. Ich schreie vor Schmerz, vor Wut, vor Überraschung. Die Stimme am Telefon gibt mir noch mehr Bestätigung, dass ich es diesmal durchziehen will. Und trotzdem kann ich es nicht fassen. Das Alles wird mir zu viel, ich falle um und verliere das Bewusstsein. Die Stimme meines Bruders, den ich für tot hielt, den die ganze Welt für tot hielt, war zu viel für mich.....

Das wäre nun der erste Teil der Geschichte, bin gespannt was ihr davon haltet! smile
Liebe Grüße

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nothingisreal
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor


Beiträge: 4266
Wohnort: unter einer Brücke


BeitragVerfasst am: 02.02.2016 00:09    Titel: Re: Der Ausbruch Antworten mit Zitat

Hallo Ortzi,

ich hinterlasse dir hier ein paar Worte, die nur meine Meinung wiederspiegeln.

Ortzi hat Folgendes geschrieben:

"EILMELDUNG:

Würde ich nicht groß schreiben, sonst schreit der Nachrichtensprecher es.
Zitat:
Der zu lebenslanger Haft verurteilte Massenmörder und Mafia-Boss Dennis F. ist heute aus dem als absolut ausbruchsicher geltenden Hochsicherheitsgefängnis Alkatraz ausgebrochen.

Das ist ein sehr langer Satz fürs Fernsehen, so etwas funktioniert nur schriftlich.
Zitat:
Herr F.

Herr F. würde man bei Nachrichtensendungen nicht sagen.
Zitat:
war heute morgen nicht in seiner Zelle anwesend,

das klingt, als wäre er nicht in der Schule erschienen. Lass es ganz weg und komm auf den wichtigen Teil zu sprechen. Nachrichten werden kurz gehalten, weil Sendeplatz viel kostet
Zitat:
. bei genauerer Durchsuchung der Zelle wurde ein Loch entdeckt,

Loch klingt hier lachhaft, finde ein besseres Wort, eines, das nicht nur sachlich ist, sondern auch zum Charakter Dennis passt.
Zitat:
das er in den Boden gegraben haben muss,

wer sonst?
Zitat:
ohne dass es den Aufsehern aufgefallen ist.

andernfalls wäre er wohl kaum abgehauen, es sei denn, er hatte sie bestochen oder ihnen mit den Tod ihrer Familien gedroht oder irgendwas anderes gemacht, was Mafiabosse so mal machen.
Zitat:
Genauere Informationen sind noch nicht bekannt. Die Polizei sucht fieberhaft nach Zeugen oder Informanten.

Fieberhaft zeugt vom Versagen der Polizei.
Zitat:
Sollten Sie ihn irgendwo sehen, geben Sie sofort der Polizei Bescheid und verstecken Sie sich,

Das Verstecken klingt sehr kindisch.
Zitat:
PUNKT der Mann ist hochgefährlich, sprechen Sie ihn nicht an, es könnte Ihr Tod sein.

Das "Ihr Tod" ist sehr pathetisch.
Zitat:
Danke für Ihre Aufmerksamkeit."

Ich habe noch nie eine Fernsehunterbrechung erlebt, aber ich glaube irgendwie nicht, dass am Ende das gesagt wird.

Insgesamt finde ich die Idee, mit einer Fernsehunterbrechung anzufangen und somit sofort in die Handlung einzusteigen, gelungen und interessant.

Der nächste Absatz macht mir dagegen Schwierigkeiten. Ich habe das Gefühl den Gedanken eines missverstandenen Teenagers zu folgen. Ach, warum ist die Welt nur so gemein zu mir und vielleicht sollte ich mal lieber paar Schlaftabletten nehmen. Jetzt mal übertrieben gesagt.

Dann stellt sich jedoch heraus, der Typ ist irgendein wichtiger Typ bei irgendwelcher wichtigen polizeiähnlichen Stelle. Das widerspricht sich.

Ausgestiegen bin ich leider bei der Vorstellung des Protas. Ich mag so etwas einfach nicht. Das hat nichts mit deinen Text zu tun. Ich will nicht vom Autor in einem Stück etwas über die Person erfahren, sondern nach und nach. Solche elenlangen Erzählungen über eine Person kann ich nicht leiden. Das ist meine absolut persönliche Meinung! Viele sehen das anders.

LG NIR


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"Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten." - William Somerset Maugham
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