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501734
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 30
Beiträge: 115
Wohnort: Wald


BeitragVerfasst am: 30.01.2016 11:22    Titel: Nachhall (Arbeitstitel) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ahoi, alle miteinander Mr. Green
Es ist Samstag morgen, ich konnte nicht mehr schlafen und habe deswegen meine aktuelle KuGe korrekturgelesen und wollte daraufhin gleich mal wissen, was ihr davon haltet.

Verfasst habe ich sie vor einigen Wochen nachts um drei, die Idee kam mir im Halbschlaf und der Text musste einfach raus aus mir Wink
Da sie jedoch wie gesagt nachts im Halbschlaf ausgedacht und verfasst wurde, ist sie hier und da noch recht kantig.
Der Titel ist noch nicht fest, auch hier wäre ich für jeden Vorschlag dankbar....

Ich hoffe, ihr könnt mir dabei helfen, diese KuGe entsprechend zu veredeln, sodass sie auf meinem Rechner künftig im korrigiert-Ordner ihr Dasein fristen darf Mr. Green

Grüße,
501734

______________________________


Vor ein paar Monaten begann mein bester Freund, stimmen zu hören. Wenn solche Dinge, die von der Allgemeinheit wohl als Wahnsinn bezeichnet werden von einem Tag auf den Anderen ohne Vorzeichen in deinem unmittelbaren Umfeld wie ein Meteorit einschlagen, dämmert dir erst einmal, dass solche Vorfälle jeden Tag im unmittelbaren Umfeld von irgendjemandem geschehen. Es wäre nur ein Bad im Selbstmitleid, wenn nicht sogar maskierte Arroganz, hier von einer Tragödie zu reden, denn die eigentliche Tragik liegt wohl darin, dass Tag für Tag ebendiese Vorfälle unbemerkt bleiben.
Ich kenne meinen besten Freund seit der Grundschule. Deswegen kann ich versichern, dass der Vorfall unvorhersehbar war. Er war geistig immer fit – das ist er noch immer. Keine psychischen Krankheiten, abgefuckte Eltern oder Drogenabstürze. Kein Stress im Job, kein Dasein als unglücklicher Single fristend. Die plötzliche Stimme schien fast so etwas wie eine Laune der Natur oder so etwas Ähnliches zu sein.
Seinen Anfang fand das alles an einem Samstagvormittag, welcher sowie für ihn, als auch für mich gewöhnlich und unspektakulär war. Wir waren in der vorangegangenen Nacht zusammen feiern gewesen und wie sonst auch fuhren wir samstags zusammen zum Parkplatz der Disco, um das Auto von demjenigen zu holen, welcher am Abend nicht mit Fahren dran war.
Ich holte meinen Freund ab und die Begrüßung war für einen verkaterten Samstagvormittag wie gewohnt eher mäßig euphorisch. Erst als wir beide schon ein paar Minuten im Auto saßen, sagte er: „Seit heute morgen redet jemand in meinem Kopf…“
Ironischerweise ist so etwas genau sein Humor. Ich lachte, bis er weiter sprach: „…und ich hab’ Angst, dass Sie nicht mehr weg geht.“
„Hä? Halt, warte mal, du meinst so richtig?“
„Ohne Mist, seit ich heute Morgen pissen war.“
„Und was sagt sie so?“
„Keine Ahnung, was die gute Stimme sagt, aber die böse Stimme sagt, ich soll deine Seele stehlen und dein fleischliches Gefängnis im Wald verscharren.“
Ich schwieg, bis er sagte: „Meine Fresse, das war doch nur Spaß alter. Keine Sorge, ist nur eine Stimme.“
„Ahja.“
„Sagen tut sie irgendwie nix. Sie summt vor sich hin, räuspert sich, murmelt irgendwas Unverständliches.“
„Deine Ex hatte doch auch so was. Katatone Schizophrenie, nicht?“
„Ey Kerl, vergleich mich mal bitte nicht mit der Alten! Sonst bin ich ja voll da im Kopf.“
„Und welches Geschlecht?“
„Hä?“
„Na ist das die Stimme einer Frau oder eines Mannes?“
Mein Freund blies den Zigarettenqualm aus dem Fenster. Ich zündete mir auch eine Kippe an und machte das Radio wieder ein wenig lauter.
„Weiß ich noch nicht. Entweder eine Frau oder ein Junge vorm Stimmbruch.“

Die nächsten Tage schien er etwas verwirrt, jedoch klärte sich das nach kurzer Zeit. Seine Familie reagierte anfangs schockiert, doch nachdem er wieder klarer schien, gingen sie wohl davon aus, die Stimme sei verschwunden. Ich hingegen wusste, dass sie noch immer da war – es war im Übrigen die Stimme einer Frau – und ich hatte dieses Gefühl, dass es irgendwie okay ist. Ich bewunderte seine Art, den Alltag auch weiterhin so gut zu bewältigen, trotz des massiven Hirnficks. Wenn man es nicht besser wüsste, man hätte angenommen, dass diese Stimme in seinem Kopf nie existiert hat.

Etwa zwei Wochen später bat mich besagter bester Freund, so früh, wie möglich mit ihm Urlaub zu machen, mindestens vierzehn Tage, er würde so gut, wie alle Kosten übernehmen, wichtig sei nur, dass der Urlaub so bald, wie möglich beginnt. Auf die Frage, was denn so dringend sei, entgegnete er: „Du musst mir beistehen. Ich weiß, wie ich die Stimme loswerde, aber ich brauche deine Hilfe.“
Es dauerte noch einmal drei Wochen, bis wir die gemeinsame Reise antraten. Am Abend zuvor saßen wir gemeinsam in einer Kneipe und ließen uns das rituelle Wochenend-Bier schmecken.
Ich hatte mein Feuerzeug verloren und musste deshalb Feuer von einem Studenten schnorren. Ich setzte mich zurück auf den Sessel des Raucherbereiches, als mein bester Freund mit zwei neuen Biergläsern zurückkam, sich auf die Couch gegenüber von mir setzte und mit ernster Mine und ungewohnt stabilen Augenkontakt zu reden begann: „Hör zu, das könnte jetzt alles total Banane klingen, aber genau deswegen bitte ich dich um Hilfe. Denn in den unzähligen Momenten unserer Freundschaft, als alle sagten, meine Ideen seien bescheuert, kindisch, gefährlich, krank, hatte ich dich auf meiner Seite ergo habe ich dir im Gegenzug immer vertraut, auch dann, wenn alle anderen schon aufhörten, zuzuhören.
Okay, nicht alle Pläne waren gut, aber keinem Plan fehlte dein Segen oder Vertrauen. Und deswegen bitte ich dich, da ich glaube, dass kein anderer Mensch auf dieser Welt mich ernst nehmen, geschweige denn mich unterstützen würde. Im Prinzip also wie immer: „Wenn du’s nicht machst, mach ich’s auch nicht.“
Hastig nahm er zwei Schluck Bier, zündete sich noch eine Kippe an und reichte mir auch eine Zigarette. Als wir etwa 16 waren, entwickelte sich dieser Ritus bei uns, welcher beinhaltete, dass der Ideengeber dem zu motivierenden eine Zigarette spendiert, während er spricht. Es gab dazu so gar einen Vers, da wir beide dachten, mit einer nach Bauernregel klingenden Weisheit hätte dieser Ritus eine unbestreitbare Daseinsberechtigung:
„Damit du nicht denkst die Zeit sei verschenkt; ne Kippe sind auch 15 Cent.“
Ich ließ mir von meinem Kumpel Feuer geben und schwieg wie üblich während des gesamten Monologs, beziehungsweise Zigarettenlänge.
„Ich habe mich wohl in die Stimme in meinem Kopf verliebt oder so etwas ähnliches. Ich möchte die Frau finden, der diese Stimme gehört. Sie ist mir vollkommen fremd, ich erinnere mich nicht daran, je diese Stimme außerhalb meines Kopfes gehört zu haben. Ich will wissen, zu wem sie gehört. Bisher habe ich noch keine wirkliche Strategie, welche über das Umherreisen und das Ansprechen wildfremder Frauen hinausgeht. Willst du mich begleiten?“
Ich drückte die Zigarette aus.

Wir saßen im Zug nach Frankfurt. Ich konnte mittlerweile nicht mehr mit Sicherheit sagen, nicht einmal mehr grob schätzen, bei wie vielen Frauen ich mich die letzten Tag im Beisein meines besten Freundes nach der Uhrzeit erkundigte. Ich fragte mich, was die Frauen denken, wenn sie, nachdem sie mir die Uhrzeit sagen, von zwei Männern angesehen werden, bis einer von ihnen sagt „Ne, die nich’.“ Und sie anschließend gehen.
„Entschuldigen?“, sagte ich zu der Frau, die uns gegenüber saß: „wie spät ist es gerade?“ Die Frau blickte auf ihr Mobiltelefon und erwiderte: „14:53.“ Mein Freund schaute mich an und schüttelte kaum merklich den Kopf.
An der nächsten Haltestelle stieg eine Gruppe von fünf jungen Frauen ein, den Klamotten nach zu urteilen Kunst-Studentinnen. Vom Gespräch über die Arbeitsbedingungen in rumänischen Großbetrieben wachgerüttelt zeigte mein Freund auf ein Mädchen mit rundlichem Gesicht, Zahnspange und Bommelmütze und rief: „Ey! Sag’ mal was!“
„Wie meinen Sie das?“, fragte das Mädchen, woraufhin sich mein Freund entnervt mit der flachen Hand gegen die Stirn schlug, sich zurück in seinen Sitz warf und „Oah, fast!“ brüllte. Die Frau auf dem Sitz gegenüber von uns tat so, als müsse sie an der nächsten Haltestelle aussteigen und wechselte den Sitzplatz.
„Ich bin so froh, das du mitgekommen bist.“, meinte mein Freund zu mir: „Ich glaube, allein wäre ich bereits wahnsinnig geworden.“ Ich schaute ihn für einen Augenblick schweigend an und wir fingen beide an, zu lachen.

Annährend in der Mitte der zweiten Woche waren wir in Warnemünde angekommen. Eine Tatsache hatte dieser „Urlaub“ definitiv für sich: Ich habe innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl deutscher Städte bereist, welche ich normalerweise nie besuchen würde. Zwar habe ich meist nur die Fußgängerzonen, Einkaufszentren und Stadtparks von Freiburg, Heidelberg oder Bremen gesehen, aber immerhin ist es eine Vielzahl von Städten, die ich in Gesprächen stolz mit „Kassel? War ich auch schon einmal.“ Präsentieren kann.

Es war noch etwas früh, die Sonne quoll aus den Reliquien der vergangenen Nacht heraus, um mäßig die Kälte aus diesem pastellblauen, wolkenlosen Morgen zu saugen.

„Lass’ uns hier fix was beim Bäcker holen. Planmäßig geht’s heute nach Rostock. Brauchst du noch irgendwas?“, fragte mich mein Freund, als wir durch den warmen Schwall des Torluftschleiers des Kaufhauseingangs gingen. Die nahtlose Aneinanderreihung der Informationen überforderte mein schläfriges Hirn, welches morgens immer ein wenig Zeit braucht, um auf Betriebstemperatur hochzufahren.
„Kaffee, ja. Und keine Ahnung, mal kurz durch gucken. Kaugummis.“
Ich kam mir so eloquent vor, wie der Rollstuhlfahrer aus Little Britain, der immer „ja, ich weiß“ sagt.
„Entschuldigen Sie, können Sie mir vielleicht sagen, wo ich hier die Deoroller finde?“, fragte mein Begleiter eine etwa 40-jährige Frau mit rubinrotem Kurzhaarschnitt. „Nein, keine Ahnung.“, grummelte sie zurück und wir gingen weiter. Mittlerweile hatten wir ein Match am laufen: Ziel war es, nicht zwei Mal die gleiche Frage innerhalb eines Tages zu stellen. Ich führte. Während der vergangenen Wochen wurde seine Motivation verhaltener, jedoch wusste ich, dass er es – wenn nötig – die vollen zwei Wochen durchziehen würde.
„In Rostock sollten wir uns dann einen Kopf machen, wohin wir als nächstes fahren, mir gehen so langsam die größeren Städte aus.“, sagte er und wendete sich daraufhin der Verkäuferin zu: „Zwei Kaffee, schwarz, ohne Zucker. Und vier belegte Brötchen. Was drauf ist, ist eigentlich egal.“
„Vielleicht sollten wir’s auch mal in einer Mensa von irgendeiner Uni probieren.“, antwortete ich. „Nee, die sind denke ich von der Frequentierung her ungünstig. Zwischen den Vorlesungen geht des vielleicht. Aber was sollen wir zwischen den Pausen dort tun? Was ich mir auch überlegt hab…“, sagte mein Freund, bevor er von der Verkäuferin unterbrochen wurde: „Kann ich die Brötchen alle in eine Tüte tun?“
Plötzlich riss mein bester Freund die Augen auf und verstummte, hielt vermutlich sogar die Luft an. All seine Muskeln schienen angespannt zu sein und sein Adrenalinhaushalt wurde augenscheinlich restlos in seine Blutbahnen gekotzt. Er brauchte einen Moment, bis er den Blick der Verkäuferin suchte und Worte fand: „Ich habe so oft von deiner Stimme geträumt.“, begann er mit weicher Stimme. ‚Geträumt? Nicht so ganz’, dachte ich mir, schluckte den Kommentar jedoch wieder herunter. „Es war, als hätte ich das ganze Land nach dir durchsucht, jener Frau, welcher diese wundervolle Stimme in ihrer Brust innewohnt.“
„Genau genommen haben wir das ganze Land durchsucht.“, flüsterte ich meinem Freund zu, der wie im Rausch seine sicherlich schon lange vorbereiteten Worte in einem beachtlich sanften Tonfall zur Verkäuferin schweben ließ, ohne den Blick von ihren Augen zu lassen. „Bitte sag’ mir, wie heißt du? Darf ich dich zum Essen einladen? Darf ich noch ein wenig die Wärme und Schönheit deiner Stimme spüren?“
Ich kann mich nicht daran erinnern, je etwas so schmalziges von ihm gehört zu haben und vermutlich hätte ihn jede andere ignoriert oder abgewiesen. Aber sie lächelte, strich sich eine Strähne aus dem Gesicht und sagte zu.

Etwa zwei Jahre später trennten sie sich, nachdem sie zu ihm gezogen war und ihn mehrfach betrogen hatte. Die Stimme in seinem Kopf war seit ihrer Begegnung in Warnemünde verschwunden. Er vermutete, dass er die Stimme nur reell wahrnehmen musste, um diesen Knoten  in seinem Kopf aufzulösen. Sie zog nach der Trennung zurück zu ihrer Familie und ich sah sie nie wieder. Mein bester Freund redet seitdem nicht mehr über diese Beziehung und weicht allen Fragen aus, als hätte diese Frau nie existiert.

Vielleicht wäre es besser gewesen, diese Geschichte nach ihrer ersten Begegnung dem Happy End zuliebe enden zu lassen, jedoch spielt bei Happy Ends das wahre Leben nur selten mit. Ich denke allerdings, dass es letztlich egal ist, wann und wie sie endet, diese Geschichte, denn darum geht es am Ende auch gar nicht. Es ist viel wichtiger, sich an die Suche, die Reise, die Idee zu erinnern. Denn die süße Einzigartigkeit dieses absurden Augenblickes wird wahrscheinlich bis ich eines Tages sterben muss als ein schützendes und heilendes Echo durch meinen Kopf hallen.



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ᴡᴇ'ʀᴇ ᴀʟʟ ғᴜᴄᴋᴇᴅ!
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Catalano
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

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Beiträge: 140



BeitragVerfasst am: 30.01.2016 12:32    Titel: Antworten mit Zitat

gelöscht

gute Geschichte, interessante Wendung.
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Zeitenträumer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 39
Beiträge: 123



BeitragVerfasst am: 02.02.2016 01:38    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

ich will schon seit Tagen etwas zu deiner Geschichte schreiben, schaffe es im Moment aber zeitlich einfach nicht in dem Umfang, wie ich es gern täte. Daher erstmal kurz:

Ich finde die Idee, ihn seine Kopfstimme in einer realen Frau wiederfinden zu lassen, schön und ungewöhnlich. So gut, dass ich mich wie gesagt gern  an die Geschichte setzen will. Denn an der Umsetzung hapert es für mich noch ganz ordentlich. Ich weiß nicht einmal, ob ich die beiden wirklich auf die Suche gehen lassen würde, oder den Freund nicht vielmehr durch die Geschichte leiden und die Frau am Ende völlig überraschend als Rettung finden lassen würde. Happy End muss es ja trotzdem nicht geben.

Ich hoffe, ich komme in den nächsten Tagen irgendwie mal dazu, detaillierteres Feedback geben zu können.

Bis dahin, beste Grüße,

David
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Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 29
Beiträge: 1271

Ei 3


BeitragVerfasst am: 05.02.2016 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zahl, die ich mir nicht merken kann,

mir gehts gerade andersrum wie meinem Vorschreiber. Ich finde die Umsetzung, also deine Art zu schreiben, großartig (sehr viel mehr die Dialoge als die Erzählung, ich mag das Umgangssprachliche sowieso und deins klingt genau richtig und trotzdem gibts gute Bilder), die Figuren sind so sympathisch, aber die mit der Idee kann ich nichts anfangen. Das ist so eine Geschichte bei der ich am Ende denk: Und jetzt? Wozu hab ich das gelesen?
Ist per se gar nicht abwertend gemeint, ich bin auch nicht von der Sorte "jede gute Story muss eine Aussage haben", aber ich weiß am Schluss einfach nicht, was das sein soll (und der letzte Absatz ist auch arg ... platt erklärend. Oder so. Wobei der Titel bislang wahrscheinlich genau daraufhin gewählt ist.)
Jetzt hab ich mich durch noch paar andere Texte von dir geklickt und viel ähnliches gefunden: Richtig gut geschrieben, genau mein Fall, aber Inhalte, bei denen mir am Ende nichts übrig bleibt. Also muss diese meine Einschätzung für dich überhaupt nix heißen, außer, wir haben da wohl verschiedene Interessen. Aber verdammt schade find ich das (für mich), weil mir dein Schreibstil halt so passt!

LG


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
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Rodge
Geschlecht:männlichSchreiberling


Beiträge: 273
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BeitragVerfasst am: 06.02.2016 09:10    Titel: Antworten mit Zitat

Moin, moin,

ich kann mit der Geschichte nichts anfangen. Ich verstehe nicht, warum die durch Deutschland fahren und ich finde die Sprache gekünstelt locker. Insbesondere passen manche Passagen nicht, die ich geschwülstig finde (s. Beispiel).

"Es war noch etwas früh, die Sonne quoll aus den Reliquien der vergangenen Nacht heraus, um mäßig die Kälte aus diesem pastellblauen, wolkenlosen Morgen zu saugen".

Grüße
Rodge
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Malbec
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 33
Wohnort: Norddeutsche Tiefebene


BeitragVerfasst am: 12.02.2016 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo 501734,

mir gefällt die Idee,  die Frau zu der Stimme zu suchen. Sprachlich finde ich die Geschichte auch ganz gelungen.

Was mir fehlt, ist eine gewisse Logik: Wenn Du eine Frau von 40 Millionen suchst, fährst Du dann in verschiedene Städte und sprichst wahllos ein paar Frauen an? Würdest Du nicht eher auf Anhaltspunkte in der Stimme lauschen? Rückschlüsse aus Dialekt,  der Ausdrucksweise usw ziehen,  um die Auswahl einzuengen?

Was ich außerdem als Leserin unbefriedigend finde, ist das lapidare Ende: Am Anfang steht etwas Übernatürliches, es folgt die lange Suche. Und dann? Sind sie plötzlich zusammen,  führen eine Durchschnittsbeziehung, die scheinbar kaum drei Sätze wert ist, und trennen sich wieder. Da könntest Du noch mehr draus machen!
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weltensegler
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 89
Wohnort: Nürnberg


BeitragVerfasst am: 04.03.2016 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

die Idee mit der Stimme im Kopf und der Verknüpfung mit einer wirklichen Person finde ich gut. Der Stil passt für mich auch, du hattest ja schon erwähnt, dass dein Text noch ungeschliffen ist.

Mir fehlt nur ein bisschen mehr Struktur. Wie kommt der Kerl auf den Gedanken, dass die Stimme in seinem Kopf zu einer Frau gehört die es wirklich gibt? Wenn die Suche das eigentliche Thema deiner Geschichte ist, wieso muss sie dann von Erfolg gekrönt sein? Ich empfinde es ähnlich wie Malbec es umrissen hat: zufällig die Richtige zu finden ist unglaubwürdig. Was aber, wenn sie die Suche enttäuscht aufgeben und DANN die Frau auftaucht? Vielleicht gehört die Stimme zu einer Frau, der er schon häufig begegnet ist? Vielleicht fühlte er sich unbewusst zu ihr hingezogen, hatte sich dem Gefühl aber nicht stellen können / wollen weil sie absolut nicht in sein "Beuteschema" passte?

Beim Ende hatte ich das Gefühl, du hättest es inhaltlich eher für dich grob zusammengefasst. Mir persönlich wäre es genug, wenn die Geschichte mit der Begegnung endet. Ob die Stimme im Kopf danach noch da ist, ist für mich eigentlich irrelevant. Es ist ja schon fantastisch genug, dass es ihm gelungen ist die Frau zu finden, zu der diese Stimme gehört...

Würde gern die geschliffene Version lesen!!

Hoffe meine Anregungen erscheinen dir nachvollziehbar.

Gruß
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