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Der Zahnlose


 

 
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wohe
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Alter: 67
Beiträge: 30
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 20.01.2016 15:09    Titel: Der Zahnlose eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Freunde,

ursprünglich nur aus Spaß am Schreiben (ist immer besser als Fernsehen) habe ich eine m.E. amüsante Geschichte (Titel: Der Zahnlose) verfaßt, die nun immerhin ca. 500 Normseiten unfaßt.
Irgendwann kam mir der Gedanke, daß dies ja doch einer gewissen Arbeit entspricht und ich diese gern gewürdigt sehen würde, und zwar, indem sie als Buch veröffentlicht und von jedem Erdenbürger (naja, vielleicht reichen auch ein paar) gelesen wird.
Also habe ich ein Exposé zusammengestellt und mit den ersten 30 Seiten meines Textes an verschiedene Literaturagenturen geschickt.
Deprimierenderweise waren die Reaktionen nicht so begeistert, wie von mir erwartet.
Sie blieben nämlich entweder aus oder waren ablehnend.
Von unseren Forumadministratoren sind an dieser Stelle max. 2000 Wörter empfohlen. Dies etspricht nur 1/4 dieser 30 Seiten, aber vielleicht reicht es ja schon aus, um die Empfehlung "Einstampfen" auszusprechen oder auszuschließen.
Ich mich sehr freuen, falls jemand mal Lust verspüren sollte, einen Blick darauf zu werfen.

Dank im Voraus
Wohe


1. Der Zahnlose

„Da kannst du noch so lange gucken. Es bleibt leer.“ Die Bedienung zeigte auf W.H.s Bierglas.
„Das“, sagte W.H., „stimmt.“
Er trauerte ein wenig über die Schnelllebigkeit in der heutigen Zeit, die mangelnde Muße bei jeglichem Tun und insbesondere über das Tempo, mit dem neuerdings Biergläser leer zu werden pflegten.
„Ich sag dir, was dir fehlt“, sagte Gaby, die Bedienung. „Du bist schon zu lange allein. Der Mensch ist nicht geboren, um so lange allein zu sein.“ Sie scharwenzelte noch ein wenig um ihn herum und brachte dann in einem Anfall von Eigeninitiative ein unbestelltes, aber dennoch gern genommenes Bier.
Auch dieses Bierglas wurde trotz genauester Observation leer und leerer.
Jemand gesellte sich hinzu und half beim Beobachten.
„Hallo Bert“, sagte W.H. „Auch mal wieder in Berlin?“
„Hallo“, sagte Bert und berichtete sogleich das Neueste: „Der Zahnlose ist wieder draußen.“
„Na sowas. Wie kommt das denn?“
„Ich nehme an, man hat ihn entlassen.“
„Na sowas.“
Sie starrten noch ein wenig auf das leere Bierglas.
„Hat ihn denn schon jemand gesehen?“
„Ja.“
„Wer denn?“
„Ich.“
„Wo denn?“
„Hier“, sagte der Zahnlose und brachte je ein Bier für W.H. und sich selbst und eine Cola für Bert.
Sie prosteten sich zu.
„Willkommen in der Freiheit“, sagte W.H..
Der Zahnlose schnalzte mit der Zunge. „Das schmeckt.“
„Das Bier oder die Freiheit?“
„Gibt’s da einen Unterschied?“
Bert und der Zahnlose luden ihre Taschen in W.H.s Taxi und fuhren mit zu ihm nach Haus.
W.H. liebte es geradezu, mit offenkundigem Unsinn zu provozieren.
„Nun Zahnloser“, sagte er, „man munkelt, du wolltest ab jetzt auf dem Pfade der Tugend wandeln und einem ehrlichen Broterwerb nachgehen?“
„Wer munkelt das?“
„Man.“
„Es stimmt“. Der Zahnlose vermochte es, Seriosität, Aufrichtigkeit, guten Willen und was er noch so alles nicht hatte, in die Aussprache nur zweier Wörter zu kleiden.
„Ehrlich?“
„Sicher.“
W.H. und Bert waren irritiert. Sollten sie ihre Kleidung jetzt etwa ganz normal einkaufen?
Zwar zählten sie sich selbst zu dem Teil der Bevölkerung, der eigentlich unter den beruflichen Aktivitäten des Zahnlosen am meisten zu leiden hatte, nämlich zur Menge der normalen Bürger, privilegierterweise waren sie jedoch als Mitglieder der Untermenge der Freunde des Zahnlosen vor dessen Angriffen geschützt und als Elemente der Unter-Untermenge der Abnehmer seiner Waren sogar Bestandteile der Menge der Proviteure.
„Bevor du diesen unbedingt zu befürwortenden Vorsatz in die Tat umsetzt“, warf Bert ein, „ich bräuchte einen neuen Mantel.“
„Das kann doch nicht wahr sein.“ W.H.s tat empört. „Der da will ein neues Leben beginnen und du versuchst, ihn zu unredlichem Tun zu überreden.“
„Ich versuche gar nichts. Ich darf doch aber wohl noch auf den bedauerlichen Umstand meiner abgenutzten Kleidung hinweisen.“ Bert blickte traurig auf sein mangels schützendem Mantel den Unbilden eventueller Witterung ausgesetztes Lacoste-Hemd und die schöne Boss-Jeans herab.
"Abgesehen davon jammerst du selbst auch schon die ganze Zeit, dass du neue Klamotten brauchst.“
„Ich habe aber nie gefordert, dass der Zahnlose sie mir besorgen soll. Ich habe nur eine unbestreitbare Tatsache herausgestellt.“
„Und warum hast du dann nicht schon längst was Neues gekauft? Du verdienst doch wahrlich genug.“
„Eben nicht. Schließlich bin ich nur ein armer studierender Taxifahrer. Überdies ist da noch die Inflation. Essen wird immer teurer, Trinken wird immer teurer und Klamotten werden auch immer teurer.“
„Und wo ist da das Problem? Dann ißt du eben mal in der Mensa, säufst weniger und kaufst deine Klamotten bei C&A“:
W.H. schwieg. Dazu fiel ihm nichts ein.
Sie polterten in die Wohnung.
„Sieh an“, keuchte Hasso. „Der Zahnlose ist wieder draußen.“
Der Zahnlose und Bert warfen ihre Sachen ins Besucherzimmer.
Bert klatschte Hasso die Hand auf die Schulter und suchte dann nach einer Möglichkeit, den Schweiß wieder abzuwischen. „Warum trainierst du eigentlich immer nachts?“ fragte er.
„Ich trainiere nicht immer“, korrigierte Hasso, „sondern nur ab und zu nachts“
„Wenn du tagsüber draußen laufen würdest, hätten die Welt aber mehr Gelegenheit, dich zu bewundern.“
Hasso hatte sein Spinningrad vor dem großen Garderobenspiegel positioniert und bewunderte sich gerade ausgibigst selbst.
Er betrachtete fasziniert seinen unbekleidet auf dem Rad transpirierenden Astral- und Realleib und schleuderte genießerisch mit jedem Tritt sein Gemächte von einer Sattelseite auf die andere. Dabei dozierte er: „Das tut sie auch so schon genug. Im Übrigen ist dies ein Trieb. Ich lebe nur meine Bedürfnisse aus. Also nerv nicht.“
„Was sagen eigentlich eure Untermieter?“, fragte der Zahnlose. „Dieses Tretrad dröhnt doch geradezu höllisch.“
„Die denken, die Waschmaschine ist kaputt und empfehlen eine neue“, sagte W.H. „Und zwar ziemlich dringend.“
W.H., der nach Bier immer Hunger bekam, holte sich zwei Scheiben Toastbrot mit Nutella und zwei Becks und marschierte in sein Zimmer - Richtung Sessel.
„Ich gehe noch mal raus“, rief Hasso. „Willst du mit?“
„Nein, ich muss ruhen. Ich leide“
„Woran“
„An Dummheit“, erklärte Bert. „Außerdem an akutem Frauen-, Geld- und Mangel an Lebenszweck.“
Die Tür knallte hinter W.H. ins Schloss.
Hasso sprang vom Rad und steckte den Kopf in W.H.s Zimmer. „Was ist eigentlich mit der Kleinen aus dem Filou.“
„Wer, was?“ Bert und der Zahnlose steckte ihre Köpfe dazu.
„Nichts“, erwiderte W.H.
„Warum nicht? Die sieht doch ganz gut aus. Zugegeben, sie ist zwar nicht ganz Brigitte Bardot, aber mit Sicherheit schon nah genug dran, um zu schade für dich zu sein.
Und komischerweise interessiert sie sich auch noch für dich.“
„Das tut sie? Woher weißt du das?“, fragte Bert. „Egal“, fügte er hinzu, „das merkt der sowieso nicht.“
„Was merke ich nicht?“, fragte W.H.
„Wenn sich, was sowieso unglaublich wäre, irgend jemand mal für dich interessieren würde.“
“Ich merke alles. Ich bin ausgesprochen sensibel und empfänglich für jede Gefühlsströmung.“
„Das“, sagte der erstaunte Hasso, „ist nun allerdings neu.“
„Laßt mich in Frieden“, forderte W.H. „Ich muß denken.“
„Auch das“, meinte Hasso, „ist neu. Aber es bleibt dabei, daß du Frauen immer erst dann bemerkst, wenn sie dir ihr Interesse direkt ins Ohr posaunen.“
„Ích bin eben“, betonte W.H., „ein zurückhaltender Typ und habe diese naßforsche Art eh nicht drauf. Zum zweiten vergeude ich so bei Nichtinteresse keine Energie und drittens belästige ich so niemanden.
Und dann ist Abwarten eben auch am bequemsten.“
„Das Argument“, sagte Hasso, „glaube ich dir sogar.“

W.H. schälte sich mühsam aus seinem Kokon aus Schlaf und Decken.
Er ging ins Bad, dann in die Küche, wo die Kaffeemaschine  eingeschaltet und kannenlos auf  dem Tisch stand. Er holte sich eine Tasse und marschierte in den Wintergarten, goß sich aus der dort stehenden Kanne ein und trank einen Schluck.
„Du lernst es nicht“, schüttelte er sich. „Das Zeug ist wieder mal ungenießbar.“
„Guten Morgen“, erwiderte Bert und legte die Zeitung zur Seite. „Mein Kaffee ist wie üblich exzellent.“
Sie schlürften einträchtig nebeneinander her und sahen aus dem Fenster.
„Schau mal, wer da kommt“, sagte Bert. „Dein Nachbar samt Bauch und Jogginghose.“ Er gluckste vor sich hin. „Und er hat tapfer weiter zugenommen.“
„Stimmt. Und ebenso tapfer raucht er weiter. Mal sehen, wie lange er diesmal braucht.“
Der junge Mann, der aus einem der gegenüberliegenden Häuser gekommen war, schnippte gekonnt seine Zigarette fort und warf sich dann hektisch über seinen Wagen, um sie vom Autodach hinunterzuwischen. Er stieg ein, zündete sich eine neue an und rauchte einige Züge. Dann hängte er den Arm mit der Zigarette aus dem Fenster und ließ den Motor röhren.
„Wow“, sagte Bert, „das war mindestens ein Liter Super.“
„Normal“, korrigierte W.H. „Diese großen amerikanischen Motoren brauchen zwar wahnsinnig viel, aber dafür nur Normalbenzin.“  
Unter mächtigem Donnern hüpfte der Wagen davon. Unter seinem hochgesetzten Heck  leuchtete das rot gestrichene Differential obszön zwischen den von funktionslosen Stoßdämpfern unbeeinflußt wippenden Blattfedern hindurch.
W.H. sah auf seine Uhr. Dann standen sie spalierartig am Wintergartenfenster, der Eine bekleidet mit Kaffeetasse und Armbanduhr und der Andere mit Kaffeetasse und prinzipiell weißer Feinripp-Eingriffunterhose.
„Zehn Minuten“, sagte W.H., als der Wagen wieder auftauchte und seine alten Parkplatz belegte.
„Er ist schneller geworden“, stellte Bert fest.
„Kein Gedanke. Aber er fährt jetzt nur noch um die Ecke, bleibt in zweiter Reihe stehen, läßt den Motor laufen und holt die Kippen vom Automaten. Einmal morgens und einmal nachmittags. Seinen Parkplatz hat er in letzter Zeit jedenfalls immer wieder bekommen.“
„Und direkt gegenüber ist ein Tabakhändler.“
„Stimmt. Aber das ist so was Ähnliches wie Hunde ausführen bei alten Leuten. Er kommt mal raus, führt sein Auto aus und pflegt seine Sozialkontakte.“
„Mit dem Zigarettenautomaten.“
„Genau."
Einige Minuten später: „Schläft der Zahnlose noch?“, fragte W.H.
„Nein. Der ist  das frühe Aufstehen noch vom Knast her gewöhnt und wollte erstmal nachsehen, wie es seinem Daimler geht.“
W.H. war erstaunt. „Ich dachte, den hätten sie längst weggeräumt.“
„Nee, nee. Irgendwie muß er es geschafft haben, die Garagenmiete zu bezahlen.“
„Bezahlen zu lassen?“, fragte W.H.
„Wahrscheinlich“, antwortete Bert. „Sie werden ihm wohl kaum extra Ausgang gegeben haben, damit er den Stellplatz für genau den Wagen bezahlt, den die Bullen schon ewig suchen. Ein paar Brüche hat er damit schließlich schon gemacht.“
„Vielleicht hätte er angeben sollen“, dachte W.H. laut, „daß er sich um sein Arbeitsgerät kümmern muß. Für sowas gibt’s bestimmt Freigang.“
„Das ist überhaupt die Idee“, stimmte Bert zu. „Er müßte den Wagen sogar als Arbeitsmittel steuerlich absetzen können.
Was der Pflug den Bauern, ist der Daimler den Klauern.“
Angesichts solcher Dichtkunst verharrten sie eine Zeitlang ehrfürchtig schweigend.
Dann kam Bert selbst drauf. „Allerdings hat der Zahnlose noch nie in seinem Leben Steuern gezahlt.“
„Stimmt“, sagte W.H. „Aber die Idee an sich ist gut.“
Sie tranken weiter ihren Kaffee und sahen, was beinahe schon so eine Art Ritus war, stillvergnügt den draußen hektisch Herumeilenden und Arbeitenden zu.
Deren Strebsamkeit ermüdete Bert derart, daß er prompt wieder einnickte.
W.H. trollte sich ins Bad und kam dann frisch, aber keineswegs munter, noch einmal im Wintergarten vorbei.
Er goß sich den Rest des Kaffees ein und merkte gerade noch rechtzeitig, daß dieser inzwischen kalt geworden war.
„Erst dein Gebräu und nachher Pappbecherkaffee in der Uni. Der Tag wird schlecht“, fürchtete er.
„Training heute?“, fragte der wieder erwachte Bert.
„Ja. Um drei im Mommsenstadion?“
„Ich bin da“, behauptete Bert.
„So so“, zweifelte W.H. „Paß auf, daß Du nicht verfährst.“
„Ich verfahre mich nie.“
W.H. war kurzzeitig sprachlos. „Irgendwie glaube ich mich zu erinnern, daß du es kürzlich geschafft hast, dich bei deinem tausendsten Aufenthalt in Berlin auf dem Weg vom KaDeWe zum Bahnhof Zoo zu verfahren?“
„Lüge. Alles gelogen.“
„Und wann bist du bitte das letzte Mal auf der Autobahn nach München statt auf der nach Hannover gelandet? Zufällig letzte Woche?“
„Ebenfalls gelogen. Kein Wort ist wahr. Überdies fahre ich immer die beste Strecke, nicht die bekannteste. Daher mag ab und zu bei Unbedarften und Kenntnisfreien der Eindruck von unorthodoxer Streckenführung aufkommen. Tatsächlich ist meine Fahrtroute stets absolut optimiert.“
„Wou!“ W.H. war beeindruckt. „Wie auch immer, ich laufe pünktlich los. Ich muß danach noch arbeiten.“

W.H. saß auf den oberen Rängen des Sportstadions und sah den Leichtathletinnen des dort beheimateten Sportclubs beim Training zu.
Hasso, wie üblich nach neuesten modischen Vorgaben mit Netzhemd und ultrakurzer, seitlich geschlitzter Sporthose bekleidet, stand plötzlich neben ihm. „Willst Du mitlaufen? Ich mach ne Saubuchtrunde.“
„Nein danke. Ich habe schon zwei Runden hinter mir.“
„Laß mich raten. Eine allein und eine mit Bert, als er eine Stunde zu spät kam.“
„Stimmt. Wenn du ihn übrigens triffst, sag ihm den Weg an.“
„Hat er sich schon wieder verlaufen?“
„Ich nehme es an. Er meinte, ich solle mal warten, verschwand zum Pinkeln im Gebüsch und kam nie wieder zum Vorschein. Also ist er wohl nach vollbrachter Tat in die falsche Richtung gerannt. Direkt neben dem rettenden Weg. Das ist insofern ein neuer Rekord.“
Eine der Läuferinnen winkte zu ihnen hoch.
Hasso winkte zurück.
„Häh?“, fragte W.H.
„Carola.“
W.H. sah genauer hin. „Aus dem Barollo?“
„Stimmt.“
„Ich wußte gar nicht, daß die läuft.“
„Du weißt so manches nicht. Z.B. wie es sich mit Sportlerinnen schläft. Statt ihnen beim Training zuzusehen, solltest Du Sie lieber mal besamen. Äußerst belebende Sache das.“
W.H., der genau dies gern getan hätte, jedoch nicht wußte, wie er es initiieren sollte, bedauerte sich erstmal ein wenig. Dann jedoch bewunderte doch lieber wieder den weiblichen Nachwuchskader.
„Ich lauf mal los“, sagte Hasso „Viel Spaß noch.“
„Ähm“, sagte W.H.
Er kontrollierte noch, ob sein Eindruck, die Läuferinnen seien bereits beim Training schneller als er im Wettkampf, korrekt war und ging, als er dieses bestätigt sah, leicht deprimiert duschen.

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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 21.01.2016 02:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
da du eine ehrliche Meinung wolltest, gebe ich dir meine:  Ich sehe Potential, einige kleine Gags gefielen mir (bekleidet mit Kaffeetasse und…) nur da muss für meinen Geschmack wesentlich mehr von sowas rein. Insgesamt hat der Text mich eher gelangweilt, auch wenn er nicht schlecht geschrieben ist. Ich konnte nur irgendwie keine Richtung erkennen, wo das hingehen soll. Du hängen zusammen ab und unterhalten sich, aber ihre Unterhaltungen sind (bis auf einige Stellen, wo dann doch ein guter Humor durchblinkt) relativ nichtssagend und uninteressant. Verzeih mir das Wortspiel, aber für Satire ist mir das alles zu zahnlos. Mach es viel bissiger, das Potenzial dafür ist definitiv da.

Meine Empfehlung: Nicht einstampfen, aber bau den Humor stärker aus und kürze die Dialoge, die nur so dahinplätschern. Und lass uns einen Plot erkennen, irgendwas, was die planen und sie in groteske Schwierigkeiten bringen wird. Ich denke mal, das ist auf Ganovengroteske ausgelegt, ich mag sowas eigentlich, es wäre nur besser, wenn man auf den ersten Seiten schon etwas davon mitbekommt und sich auf viele seltsame Verwicklungen und absurde Situationen freuen kann, wo die bestimmt noch reingeraten werden.


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Graven
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BeitragVerfasst am: 21.01.2016 09:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo wohe,

ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um Deine Geschichte durchzulesen. Ich kam nicht rein. Der Anfang ist für mich zu verwirrend und zu karg. Ich hänge im leeren Raum, höre Leuten zu und kann zum Teil gar nicht identifizieren, wer spricht. Zu viele Personen werden am Anfang eingeführt, was verwirrt. Ich versuche unten Dir die Stellen zu zeigen.

Was mir noch aufgefallen ist, Du könntest sinnlicher schreiben. Das bedeutet alle Sinne benutzen. Wie sich etwas anfühlt, wie es riecht, schmeckt, usw.

Was mir positiv aufgefallen ist, Deine Sprache ist nicht mit unnötigem Ballast aufgebläht.
Allerdings zu viele Substantive.


„Da kannst du noch so lange gucken. Es bleibt leer.“ Die Bedienung zeigte auf W.H. (Die Abkürzung stört mich. Ein Name wäre besser. Außerdem würde ich die Sätze tauschen) s Bierglas.
„Das“, sagte W.H., „stimmt.“
Er trauerte ein wenig über die Schnelllebigkeit in der heutigen Zeit, die mangelnde Muße bei jeglichem Tun und insbesondere über das Tempo, mit dem neuerdings Biergläser leer zu werden pflegten.
„Ich sag dir, was dir fehlt“, sagte Gaby, die Bedienung. „Du bist schon zu lange allein. Der Mensch ist nicht geboren, um so lange allein zu sein.“ Sie scharwenzelte noch ein wenig um ihn herum und brachte dann in einem Anfall von Eigeninitiative ein unbestelltes, aber dennoch gern genommenes Bier.
Auch dieses Bierglas wurde trotz genauester Observation leer und leerer.
Jemand nenne ihn gleich beim Namen, sonst klingt es komisch gesellte sich hinzu und half beim Beobachten.
„Hallo Bert“, sagte W.H. „Auch mal wieder in Berlin?“
„Hallo“, sagte Bert und berichtete sogleich das Neueste: „Der Zahnlose ist wieder draußen.“
„Na sowas. Wie kommt das denn?“
„Ich nehme an, man hat ihn entlassen.“
„Na sowas.“
Sie starrten noch ein wenig auf das leere Bierglas.
„Hat ihn denn schon jemand gesehen?“
„Ja.“
„Wer denn?“
„Ich.“
„Wo denn?“
„Hier“, sagte der Zahnlose
hier haust Du mich völlig raus. Die Figur bringst du völlig zusammenhanglos ins Geschehen. Ich weiß nicht mehr, wer wer ist. und brachte je ein Bier für W.H. und sich selbst und eine Cola für Bert.
Sie prosteten sich zu.
„Willkommen in der Freiheit“, sagte W.H..
Der Zahnlose schnalzte mit der Zunge. „Das schmeckt.“
„Das Bier oder die Freiheit?“
„Gibt’s da einen Unterschied?“
Bert und der Zahnlose luden ihre Taschen in W.H.s Taxi und fuhren mit zu ihm nach Haus. Hä? Trinken sie nicht gerade noch in der Kneipe Bier? Der Übergang ist zu plötzlich.
W.H. liebte es geradezu, mit offenkundigem Unsinn zu provozieren.
„Nun Zahnloser“, sagte er, „man munkelt, du wolltest ab jetzt auf dem Pfade der Tugend wandeln und einem ehrlichen Broterwerb nachgehen?“
„Wer munkelt das?“
„Man.“
„Es stimmt“. Der Zahnlose vermochte es, Seriosität, Aufrichtigkeit, guten Willen und was er noch so alles nicht hatte, in die Aussprache nur zweier Wörter zu kleiden.
„Ehrlich?“
„Sicher.“
W.H. und Bert waren irritiert. Sollten sie ihre Kleidung jetzt etwa ganz normal einkaufen?
Zwar zählten sie sich selbst zu dem Teil der Bevölkerung, der eigentlich unter den beruflichen Aktivitäten des Zahnlosen am meisten zu leiden hatte, nämlich zur Menge der normalen Bürger, privilegierterweise waren sie jedoch als Mitglieder der Untermenge der Freunde des Zahnlosen vor dessen Angriffen geschützt und als Elemente der Unter-Untermenge der Abnehmer seiner Waren sogar Bestandteile der Menge der Proviteure.
Die vielen Substantive machen für mich die Sprache sehr hölzern. Das Problem zieht sich durch den Text. Versuche mehr mit Verben zu arbeiten.
„Bevor du diesen unbedingt zu befürwortenden Vorsatz in die Tat umsetzt“, warf Bert ein, „ich bräuchte einen neuen Mantel.“
„Das kann doch nicht wahr sein.“ W.H.s tat empört. „Der da will ein neues Leben beginnen und du versuchst, ihn zu unredlichem Tun zu überreden.“
„Ich versuche gar nichts. Ich darf doch aber wohl noch auf den bedauerlichen Umstand meiner abgenutzten Kleidung hinweisen.“ Bert blickte traurig auf sein mangels schützendem Mantel den Unbilden eventueller Witterung ausgesetztes Lacoste-Hemd und die schöne Boss-Jeans herab.
"Abgesehen davon jammerst du selbst auch schon die ganze Zeit, dass du neue Klamotten brauchst.“
„Ich habe aber nie gefordert, dass der Zahnlose sie mir besorgen soll. Ich habe nur eine unbestreitbare Tatsache herausgestellt.“
„Und warum hast du dann nicht schon längst was Neues gekauft? Du verdienst doch wahrlich genug.“
„Eben nicht. Schließlich bin ich nur ein armer studierender Taxifahrer. Überdies ist da noch die Inflation. Essen wird immer teurer, Trinken wird immer teurer und Klamotten werden auch immer teurer.“
„Und wo ist da das Problem? Dann ißt du eben mal in der Mensa, säufst weniger und kaufst deine Klamotten bei C&A“:
W.H. schwieg. Dazu fiel ihm nichts ein.

Hier höre ich auf. wie gesagt, es ist nur meine Meinung. Nimm, was Dir nützlich erscheint, vergiss den Rest.
Viele Grüße Graven
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Sillja
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 43



BeitragVerfasst am: 21.01.2016 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schließe mich V.K.B. und Graven an. Mir fehlt in erster Linie der Einstieg, lieber wohe, der mich in die Geschichte zieht und zum Weiterlesen animiert. Vielleicht kannst du dafür den Text umstellen, Zündendes nach vorn holen, das Kapitel, von dem du denkst, es ist dir besonders gelungen.

Die teils langen Gespräche kannst du kürzen und interessanter strukturieren. Hier bräuchte ich auch Beschreibungen, die Atmosphäre aufbauen.

Das Amüsante, wie du es einleitend definierst, wirkt auf mich stellenweise aufgesetzt und optimierbar. Da geht mehr.

Die stark verschachtelten Sätze sind schwer lesbar und nehmen Tempo raus.

Rechtschreibfehler, vergessene Wörter und Satzzeichen sind mir auf Dauer lästig und stören den Lesefluss.

Ein Überarbeiten wäre der Story auf jeden Fall zuträglich. Ich bin gespannt. smile
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wohe
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BeitragVerfasst am: 21.01.2016 13:11    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Freunde,

danke für Eure Kommentare.
Hieraus folgt für mich:
Der Gedanke war, dass sich Personen durch das, was sie sagen bzw. tun, selbst beschreiben --> Scheint aber so nicht zu klappen --> also gleich identifizieren.
Beschreibung der Gesprächsatmosphäre, Gespräche kürzen --> Hm, ich dachte, die Atmosphäre ergebe sich gerade aus der Gesprächsführung und dem Inhalt des Gesagten. Schade.
Verschachtelte Sätze kommen später noch mehr --> Muss ich wohl noch mal drüber.
Übergänge zu abrupt --> Idee: Absätze einbauen.
Den abgekürzten Namen hielt ich für eine gute Idee. Zumal der Protagonist eine Entsprechung in der Realität hat und dort ebenfalls so tituliert wird.
Zündendes nach vorn holen scheint mir eine Spitzenidee. Alternative scheint mir, diesen Anfang ganz zu vergessen.

Gruß Wohe
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Graven
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Beiträge: 295



BeitragVerfasst am: 21.01.2016 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

wohe hat Folgendes geschrieben:


Den abgekürzten Namen hielt ich für eine gute Idee. Zumal der Protagonist eine Entsprechung in der Realität hat und dort ebenfalls so tituliert wird.


Gruß Wohe


Wohe, das ist nur mein subjektiver Eindruck. Ich kann es Dir nicht einmal erklären, warum es mich stört. Vielleicht, weil ich mir bei einem realen Namen den Charakter besser vorstellen kann. Vielleicht reicht es auch, wenn Du schreiben würdest: Herbert, H.W. genannt.

Geht es in Deiner Geschichte nur um Gags, oder gibt es eine fortlaufende Handlung, ein Ziel, den Dein Prota zu erreichen versucht? Das möchte der Leser wissen.
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wohe
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BeitragVerfasst am: 21.01.2016 15:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Graven,

Die von Dir angesprochenen Gags ergeben sich aus den teils erstaunlichen bis absurden Dialogen und Aktionen.

Die Geschichte ist in Form einer chronologisch aufeinander folgenden Reihe von Episoden geschrieben (zuzüglich einiger verbindender Elemente), die jede einen eigenen Höhepunkt haben.
Die Handlung fasse ich mal ganz grob zusammen:
Rahmen_1: Der Zahnlose, der zwar Titelgeber, aber nicht Hauptperson, kommt aus dem Gefängnis, erlebt und erzählt einige Abenteuer und wandert zum Schluss wieder ins Gefängnis.
Rahmen_2: Liebesgeschichte zwischen W.H., dem eigentlichen Protagonisten + Gaby = sie kommen zusammen, trennen sich und kommen am Ende wieder zusammen.

Das Ziel des/der Hauptperson/en ist mit den Themen "Frauen, Bier, Studium, Geld" beschreibbar.

So habe ich mir das jedenfalls gedacht.
Gruß Wohe
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 22.01.2016 01:49    Titel: Antworten mit Zitat

wohe hat Folgendes geschrieben:

Das Ziel des/der Hauptperson/en ist mit den Themen "Frauen, Bier, Studium, Geld" beschreibbar.


Das finde ich schade, denn das ist nichts Festes. So kann das Buch nur von seinen Charakteren leben, und es ist ziemlich schwierig hinzukriegen, dass sowas wirklich funktioniert und auch interessant genug bleibt, um zum Weiterlesen zu animieren. Ich denke, ein richtiger Plot wäre besser als ein paar lose zusammenhängende Geschichten.

Ist aber nur meine Meinung.


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Willebroer
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BeitragVerfasst am: 22.01.2016 03:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo wohe,

ich hab mir erst mal die ersten Absätze angeschaut. Der Rest ist mir noch zu lang. Vielleicht klappt es später. Ich sehe allerdings keinen Ansatz einer Entwicklung. Wahrscheinlich würde ich nicht weiterlesen, wenn ich das als dicker Schinken mit 500 Seiten auf dem Tisch liegen hätte.

Was mir vor allem auffällt, sind einige umständliche Formulierungen, die wie Steine den sonst eher flapsigen Text aufhalten, häufig als aufgeblähte Partizipialkonstruktionen:

Zitat:
ein unbestelltes, aber dennoch gern genommenes Bier.

privilegierterweise waren sie jedoch als Mitglieder

diesen unbedingt zu befürwortenden Vorsatz

sein mangels schützendem Mantel den Unbilden eventueller Witterung ausgesetztes Lacoste-Hemd

bewunderte sich gerade ausgibigst selbst

seinen unbekleidet auf dem Rad transpirierenden Astral- und Realleib

goß sich aus der dort stehenden Kanne ein

der aus einem der gegenüberliegenden Häuser gekommen war

zwischen den von funktionslosen Stoßdämpfern unbeeinflußt wippenden Blattfedern hindurch


Oft geht es besser mit einem Nebensatz oder einfach verkürzt, z. B.:

und kannenlos auf dem Tisch stand. Er holte sich eine Tasse und marschierte in den Wintergarten, goß sich aus der dort stehenden Kanne ein und trank einen Schluck.  --> .... und ohne Kanne auf dem Tisch stand. Mit einer Tasse marschierte er in den Wintergarten, goß sich aus der Kanne dort ein und trank einen Schluck.

Noch kürzer: Er ging ins Bad, dann in die Küche. Die Kaffeemaschine war eingeschaltet, die Kanne dazu fand er im Wintergarten. Er goß sich etwas ein und trank einen Schluck.

(Hier stellt sich die Frage, ob er die Kaffeemaschine nicht ausschaltet)

der aus einem der gegenüberliegenden Häuser gekommen war --> aus einem der Häuser gegenüber

Als Ironisierung auf den Versuch, gestelzt zu reden, klappt es auch nicht, dazu fehlt die Systematik.

Die einzelnen Szenen und Bilder sind durchaus unterhaltsam, am Ende aber interessiert mich das Schicksal der Leute kaum. Als wäre ich rein zufällig kurz dabei gewesen (vielleicht als Handwerker, der in dem Haus was repariert) und würde nun wieder meiner Wege gehen.
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