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Nina hat sich in Luft aufgelöst


 

 
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eg42
Sonntagsschreiber

Alter: 28
Beiträge: 16



BeitragVerfasst am: 12.01.2016 02:45    Titel: Nina hat sich in Luft aufgelöst eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Prolog

   Nina hat mit mir Schluss gemacht und sich anschließend in Luft aufgelöst. Und damit ist nicht gemeint, dass sie abgehauen ist - sie hat sich von mir getrennt, und ist dann wortwörtlich verpufft.
   Es wäre äußerst befriedigend gewesen denken zu können, das wäre nur passiert, weil sie mir das Herz gebrochen hat, allerdings lagen mehrere Tage zwischen den beiden Ereignissen und da war noch diese klitzekleine Tatsache, dass alle Menschen verschwunden waren.
  
   Üblicherweise wollte Nina bei ihrem Vater abgeholt werden, der ständig in Boxershorts am Küchentresen saß und mir peinliche Fragen über meine Beziehung zu seiner Tochter stellte.
   Einmal zog er mich zur Seite, während Nina im Badezimmer beschäftigt war, und wollte wissen, ob sie je den blauen BH getragen hatte, den sie vor Jahren mal eingekauft hätten. Ein Nein würde ihn traurig machen, das war mir klar, aber würde er bei einem Ja nicht den Baseballschläger aus dem Auto holen, weil sie schon mal im BH vor mir stand? Dabei waren wir doch zwei volljährige in Deutschland - da wusste jeder, was Abends auf dem Parkplatz am Rhein passierte.
   Also sagte ich, sie würde nie einen BH tragen, wenn wir uns treffen.
  
   Nina erwartete mich diesmal jedoch im Café, was alle Alarmglocken in mir läuten ließ. Dass sie mich nicht bei sich Zuhause antreffen wollte konnte man ja absolut nachvollziehen, aber ihr Vorschlag war dennoch abseits der Norm.
   Das La'Fleur war ein ruhiges Café in dem nur ein anderes Paar in der Ecke saß und sich gegenseitig ankicherte, als erahnten sie, was man mit mir anstellen würde.
   Kaum suchte ich mir einen Tisch aus, hielt die Bedienung lächelnd neben mir. Sie hatte sich das Menü unter die Achsel geklemmt und schmatzte am Kaugummi in meine Richtung. »Tag. Wissen Sie, wir haben auch schöne Einzelplätze.«
   »Meine Freundin kommt gleich.«
   Warte mal. Hatte sie das gerade wirklich gesagt?
   »Ist es nicht total gefährlich anzunehmen, dass ich ganz allein hier bin? Als könnte man sich nicht vorstellen, ich könnte hier verabredet sein.«
   »Whatever,« sagte sie schulterzuckend. »Was möchte denn ihre ›Freundin‹ trinken?«
   Sie setzte das Wort Freundin tatsächlich mit den Fingern in Gänsefüßchen.
   »Jetzt verstehe ich, wieso der Laden hier so leer ist.«
   »Das liegt daran, dass die Leute an einem Freitag etwas besseres zu tun haben, als mit der Bedienung zu quatschen.«
   Verdammte Scheiße.
   Sie brachte mir meine Cola und setzte den Kaffee auf die gegenüberliegende Tischseite, wo gleich meine ›Freundin‹ sitzen würde.
  
   Nina setzte sich mir gegenüber, doch sie bedankte sich nicht einmal dafür, dass eine Tasse Kaffee vor ihr lag.
   Oh mein Gott, du hast mir schon Kaffee bestellt? Genau so, wie ich ihn mag? Du bist der süßeste Freund den ich je hatte, fantasierte ich eine Konversation im Kopf zusammen. Dann würde sie nur ein bescheidenes Lächeln auf meinem Gesicht sehen, als wäre das keine große Sache, und dahinschmelzen.
   Ich griff nach ihren blassen Händen, die mich allein mit ihrem Anblick zum Erzittern brachten.
   »Wie geht's?« fragte ich.
   »Gut.« Sie setzte ein eindeutig erzwungenes Lächeln auf das sogleich wieder verschwand.
   »Weißt du was gerade passiert ist?« Ich warf einen Blick zur Bedienung, die Kaugummi schmatzend am Tresen stand und am Handy spielte. »Die Tussi da vorne hat mir sagen wollen, dass ich keine Freundin haben könnte.«
   Nina lächelte zwar, verbarg es dann aber hinter ihrem Kaffee, von dem sie einen vorsichtigen Schluck nahm.
   »Wo wir gerade davon reden ...,« sagte sie.
  
   Tatsache: sie hat einen genialen Geschmack für wunderbare Übergänge in Konversationen.
   Worin sie nicht so gut war: alles andere was mit menschlichen Emotionen zu tun hat.
  
   »Hör zu, Andy, ich weiß gerade echt nicht wie ich anfangen soll.« Sie zog ihre Hände weg und verweigerte den Blickkontakt. »Ich will mit dir offen sein, okay?«
   War das ihr ernst?
   »In einem Café?!«
   »Ich wollte es nicht neben meinem Vater machen, und ich wollte nicht extra zu dir fahren, um ...,« sie schüttelte den Kopf, als wäre es der falsche Anfang. »Hör zu, Andy —«
   »Hat dich die Bedienung dafür bezahlt?«
   »Ich glaube,« sagte Nina, »es wäre das Beste wenn wir uns trennen.«
   Doch Nina sah absolut nicht so aus, als würde sie spaßen. Sie würde niemals solch einen Blick zustande bringen, wenn sie mich veräppeln wollte. Ich versank weiter in meinen Sitz und konnte es nicht glauben.
   Rückblickend betrachtet wäre es wohl das Beste gewesen, aus dem Café zu spazieren und sie auf dem Handy zu blockieren. Das wäre wohl das männlichste gewesen, was man hätte tun können. Aber habe ich schon erwähnt, was für eine Pussy ich bin? Nein? Na, dann passt mal auf.
   »Ich habe alles für dich getan, Nina. Wie kannst du mir das antun? Was habe ich denn falsch gemacht?«
   Die Worte sprudelten nur so aus mir heraus.
   »Du hast nichts falsch gemacht.«
   »Ach?«, fragte ich. »Ist das so ein ›Es liegt nicht an dir, es liegt an mir‹ Scheiß?«
   Sie konnte ihren Blick nicht vom Tisch heben. Dann atmete sie tief ein und sagte, »Es liegt an dir.«
   Ich blinzelte sie an.
   »Du bist miserabel, okay?« Sie hörte sich so an, als hätte sie diesen Dialog schon öfter in Gedanken simuliert. »Du bist miserabel, du bist kaputt, du ... du bist unglücklich. Du warst es schon immer, sogar als wir Kinder waren. Ja, du hast Witze gerissen und du bringst Leute zum Lachen, du bringst mich zum Lachen, aber ich kenne dich. Gut. Ich weiß gar nicht mehr, wieso ich mich überhaupt mit dir eingelassen habe.« Da sah sie mich zum ersten Mal wieder an. »Ich glaube, ich wollte dich reparieren und dich wieder in Ordnung bringen ... keine Ahnung.«
   Ich versuchte wieder nach ihrer Hand zu greifen, doch sie ballte sie zur Faust und ließ mir keinen Finger, an dem ich mich halten konnte.
   »Ich bin mit dir glücklich, Nina. Ich bin es.«
   »Weißt du was ich glaube? Du willst gar nicht bei mir sein, weil du mich liebst, sondern weil du nicht einsam sein willst.«
   »Manchmal ist das ein und dasselbe.«
   »Diesmal nicht.«
  
   Kennt ihr diese alten Männer, die immer am Ententeich auf der Sitzbank anzutreffen sind - diejenigen, die ihr Butterbrot immer in Zeitungspapier wickeln? Einer hat mir mal erzählt, ich solle nie heiraten, denn Frauen würden einem die Klöten mit einer Rasierklinge abtrennen und sie zwischen ihren Tamponschachteln und dem Makeup-Zeug aufbewahren.
   Ich habe damals gedacht, der Mann sei einfach nur verrückt, und jetzt weiß ich: der Mann war tatsächlich verrückt.
   Meine Klöten waren der einzige Grund, wieso mir an dem Tag wehgetan wurde. Ohne Klöten wäre ich irgendwann ein glücklicher Mann am Ententeich gewesen, der an einem Erdbeermarmeladebrot knabbert und später dann Zuhause Arte schaut.
  
   Sie nahm sich ihre Handtasche und warf sie sich um die Schulter. Dann stand sie auf, sah mich noch kurz an, als wolle sie etwas sagen.
   Ich kam ihr zuvor. »Geh nicht.«
  
   Mein Gott, wie erbärmlich das klang. Gäbe es eine Sendung namens Deutschland sucht die Superpussy, wo Kandidaten von Null bis Superpussy bewertet werden, dann hätte ich sicher nicht teilgenommen, weil ich lieber Zuhause einer Frau die Füße massieren würde, während sie mir von ihrem Freund erzählt.
  
   Nina schaute mich einen Moment lang bemitleidend an und drehte sich dann zur Tür.
   Als sie ging, lief ich ihr hinterher und packte sie dann an der Schulter.
   »Nina,« sagte ich. »So willst du das beenden? Vor der Bedienung?«
   »Du machst schon wieder Witze. Das hier ist ernst, verstehst du das?« Sie schüttelte den Kopf als würde es ihr nicht einfach fallen. Da ging sie durch die Tür auf die Straße, und ich folgte ihr.
   »Ihre Rechnung,« rief mir jemand hinterher. Es war die Bedienung mit einem Zettel in der Hand, den sie mir entgegenwinkte. Zur Hölle, lächelte sie mir dabei zu?
   »Ich komme gleich zurück,« sagte ich.
   »Tut mir leid, ich kann Sie nur gehen lassen, wenn sie ein Pfand zurücklassen und —«
   »Scheiße, ich brauche nur eine Minute,« sagte ich und lief nach draußen.
   Da war Nina gar nicht mehr aufzufinden. Keine der Passanten sah ihr ähnlich. Da gab es zwar eine Blondine, aber sie sah nicht so aus, als würde sie ihren Freund in ein Café einladen um dort mit ihm Schluss zu machen.
   »Entschuldigung!«, rief mir die Bedienung wieder hinterher.
   Ich drehte mich gerade mit zusammengebissenen Zähnen um, bereit, sie anzuschreien, da plantschte etwas zu Boden. Als ich mich umgedreht hatte, entdeckte ich einen Becher Kaffee auf dem Boden - mitten im Laden. Ich hatte erwartet, die Bedienung würde grimmig auf den Becher schauen, doch sie war nicht mehr da. Selbst das Paar, das die ganze Zeit über gekichert hatte, war verschwunden.
   Dann knallte es draußen und ich duckte mich in Sicherheit.
   Es knallte erneut.
   Die Diebstahlsicherung eines Autos piepte.
   Pieeep, pieeep, pieeep.
   An der Kreuzung herrschte ein ganz schönes Chaos: fünf Autos waren ineinander gekracht, mit dampfenden Motoren und wild leuchteten Lichthupen.
   Ein roter Pontiac rollte den Berg hinab, und schien nicht bremsen zu wollen. Verdammte Scheiße. Was war da los?
   »Nina!«, schrie ich, nur für den Fall, dass sie noch dort irgendwo war.
   Kurz vor dem Aufprall der Autos fiel mir etwas auf, was nicht leicht zu glauben war: in keinem der Wagen saß irgendeine Person. Sie waren leer, als würde hier irgendein Crashtest stattfinden - ja nicht einmal Dummys hatten sie eingesetzt.
   Pieeep, pieeep, pieeep.
   Zwei bellende Hunde liefen quer über die Straße und schliffen ihre Leinen hinter sich her.
   Und dann dämmerte es mir.
   Niemand war mehr da. Keine Menschenseele.
   Pieeep, pieeep, pieeep.
   Langsam beschlich mich das Gefühl, in einer Fernsehserie zu sein. Gleich würde ein Reporter um die Ecke kommen, mit einem Kamerateam am Rücken, Scheinwerfern und Richtmikrofonen. Nina würde sich entschuldigen. Es wäre alles nur ein Streich. Wir würden uns vor lachen nicht mehr halten können.
   Aber nichts passierte.
   Ich ging die Straße entlang, bis zur Kreuzung. Langsam tastete ich mich ins Chaos und sah in einigen Autos nach, ob irgendjemand drin saß, doch die Antwort war mir schon bekannt, noch bevor ich nachgesehen hatte.
   Pieeep, pieeep, pieeep.
   »Das ist nicht witzig,« murmelte ich vor mich hin, nur für den Fall, dass hier Mikrofone versteckt waren.
   Es musste eine Show sein. Es musste einfach.

----------------

Das ist der Anfang meiner Kurzgeschichte, mit insgesamt zehn Kapitel (~12.000 Worte). Jenachdem wie die Resonanz so ist - und ob ich noch viel daran feilen muss - würde ich auch den Rest hier noch kapitelweise posten. Aber vorerst freue ich mich auf die eventuellen Kritiken : -) Bitte seid so brutal wie es geht! Es dürfen ruhig auch nur oberflächliche Meinungen darüber sein, ob es euch gefallen hat oder ob ihr euch nun meinen Namen merkt, um meine Texte für immer meiden zu können : -D

12Wie es weitergeht »




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DieGunkel
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BeitragVerfasst am: 13.01.2016 15:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo eg42,
liest sich flüssig. Zuerst habe ich gedacht, das ist eine Teenie Liebesgeschichte und wollte schon aufhören zu lesen. Das Ende war dann doch überraschend und macht mich neugierig. Wie geht es weiter, wo sind die anderen Menschen hin... gibt es einen Zusammenhang zu dem "Schluss machen"?
Und was ist das für ein Vater, der seiner Tochter einen BH kauft und den Freund auch noch fragt, ob seine Tochter den trägt. Der gehört doch in Luft aufgelöst.
Na gut, bin gespannt wie es weiter geht.
LG
Gunkel
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eg42
Sonntagsschreiber

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BeitragVerfasst am: 14.01.2016 18:26    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo DieGunkel,
danke für dein Review.

Zitat:
Zuerst habe ich gedacht, das ist eine Teenie Liebesgeschichte und wollte schon aufhören zu lesen.

Dass es danach klingt, habe ich beim Schreiben schon befürchtet. Die Liebe spielt zwar eine gewisse Rolle, aber die Geschichte sollte im folgenden Verlauf eigentlich viele der Klischees brechen oder gar in eine andere Richtung führen. Wenn der Anfang aber bereits etwas falsches verspricht, dann habe ich einen Fehler gemacht.

Danke nochmals, ich werde daran arbeiten!


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Tjana
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Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 14.01.2016 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

eg42 hat Folgendes geschrieben:
Hallo DieGunkel,
danke für dein Review.

Zitat:
Zuerst habe ich gedacht, das ist eine Teenie Liebesgeschichte und wollte schon aufhören zu lesen.

Dass es danach klingt, habe ich beim Schreiben schon befürchtet. Die Liebe spielt zwar eine gewisse Rolle, aber die Geschichte sollte im folgenden Verlauf eigentlich viele der Klischees brechen oder gar in eine andere Richtung führen. Wenn der Anfang aber bereits etwas falsches verspricht, dann habe ich einen Fehler gemacht.

Danke nochmals, ich werde daran arbeiten!


Langsam, nicht vorschnell abändern. Dass es keine typische Teenie Liebesgeschichte ist, liest man doch in den ersten beiden Sätzen. Cool

Was mag dahinter stecken? SF? Mystik?


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Paradigma
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BeitragVerfasst am: 15.01.2016 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Wow, das habe ich total gerne gelesen - ich könnt mich ganz in den Helden einfühlen, und seine Emotionen genau mitempfinden.

Schön, das die Geschichte damit anfängt, das erklärt wird, das nicht nur Nina verschwindet, sondern alle Menschen "verpuffen" - das macht klar, das eben keine abgedroschene Liebesgeschichte erzählt werden soll, sondern etwas anderes, nämlich SF / Fantasie / Utopie auf den Leser wartet - und das hoffentlich ohne Einhörner und Aliens ...

Ich möchte auf jeden Fall weiter lesen!

Para


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Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will.

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eg42
Sonntagsschreiber

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Beiträge: 16



BeitragVerfasst am: 16.01.2016 02:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Tjana und @Paradigma
Danke für eure Kommentare. Daran habe ich jetzt gemerkt, was für ein Genre mein Prolog verspricht und wollte deswegen den Rest (oder den Prolog) über Bord werfen, da es in einigen (späteren) Kapiteln in eine Richtung geht, die euch eventuell nicht gefallen könnte. Aber bevor ich zu viel verrate, folgen hier die nächsten zwei Kapitel, die euch gefallen sollten, falls ihr den Prolog gemocht habt.
Das Genre würde ich selbst als Dramedy bezeichnen. Es soll eher eine lockere, witzige Geschichte für zwischendurch werden, mit einigen dramatischen Elementen.

Es gilt, wie weiter oben auch schon: es hilft mir auch, wenn ihr keine so große Lust habt, viel dazu zu schreiben, und nur so etwas sagt wie: "An dieser Stelle habe ich aufgehört zu lesen," oder generell alles was negativ ist. (Und natürlich auch wenn es positiv ist.)

------------------------------

Kapitel 1

  
   Alle Gebäude schienen leer zu sein.
   Die Cafés ohne fiese Bedienungen, die leeren Kinos, die Kneipe in der noch die Musik trällerte, wo aber keine Menschenseele zu finden war.
   Ich zog mein Handy aus der Tasche und wählte meine Mutter im Adressbuch aus.
   Düüt. Bitte geh ran. Düüt. Bitte geh ran.
   Da sprang die Mailbox an.
   Nächster Versuch: Papa.
   Düüt. Geh ran. Düüt. Komm schon.
   Nichts. Es klingelt ewig weiter.
   Dann war meine Schwester dran.
   Düüt. Bitte geh nicht ran. Düüt. Mein Gott, bitte sei nicht mehr da. Ich konnte nicht allein auf dieser Welt mit meiner Schwester leben.
   Sie ging auch nicht ran. Gott war also noch nicht verschwunden.
  
   Nur für den Fall, dass meine ganze Familie zufällig nicht ans Telefon gehen konnte - oder sogar hinter diesem Spaß steckte und gerade vor einem Bildschirm stand, um meine Reaktion zu sehen - wählte ich eine Nummer, bei der doch jemand rangehen musste.
   Zuhause durchsuchte ich die Regale nach irgendeiner Servicenummer und stieß auf eine Werbung der Telekom.
   Es klingelte. Dann ertönte eine süße Melodie.
   »Alle Leitungen sind im Moment belegt,« teilte mir eine Frauenstimme mit, »bitte haben sie ein wenig Geduld.«
   Das musste doch etwas gutes heißen. Alle Leitungen belegt, ergo viele Menschen rufen an, ergo viele Menschen sind am Leben.
   Doch es trällerte und trällerte und die Frau erinnerte mich ständig daran, sie seien belegt, als würden sie ständig Alzheimerpatienten bedienen.
   Okay.
   Entweder die Menschen waren wirklich alle verschwunden, oder der Telekom-Support war einfach nur Scheiße. Da für letzteres empirische Beweise existieren, war das kein guter Test gewesen.
   110. Natürlich. Die Polizei.
   Rückblickend betrachtet, hätte ich diese Nummer zuerst wählen sollen.
   Aber war es wirklich notwendig, die Polizei anzurufen? Das war die Notfallnummer, und war das hier wirklich ein Notfall? Was würden die schon tun?
   Oh, du sagst alle Menschen sind verschwunden? Danke für die Neuigkeit, Sherlock! Wie wäre es, wenn wir uns erst um unsere EIGENEN SCHEIß FAMILIEN KÜMMERN, DU WICHSER!
   Mein Zeigefinger schwebte über dem grünen Telefonsymbol auf meinem Handy.
   Vor lauter Beklommenheit spielte ich eine Runde Angry Birds.
   Dann rief ich an.
   Vergeblich.
   Alle Menschen waren verschwunden, verpufft, vom Erdboden verschluckt, hatten sich in Luft aufgelöst ohne zu sagen, wohin sie gegangen waren.
  

Kapitel 2

  
   Fünf Gründe, wieso es gut ist, dass alle Menschen weg sind:
   • Lebensvorrat an Nutella für mich allein.
   • Ich muss nie wieder meine Fürze zurückhalten.
   • Wenn ich mal aufhören würde mich selbst zu hassen, wäre Weltfrieden.
   • Bülent Ceylan tritt nicht mehr auf.
   • Ich kann debile Listen darüber erstellen, wieso es gut ist, dass alle Menschen weg sind.
  
   Was macht man, wenn einen die Einsamkeit zu erdrücken droht?
   Man setzt sich die Kopfhörer auf und spielt irgendetwas - check.
   Dann surft man Facebook für eine Weile - check.
   Legt sich ins Bett - check.
   Heult bis die Augen angeschwollen sind - check.
   Masturbiert - check.
   Und heult dann nochmal, weil man so verdammt einsam ist - check.
   Seitdem die Menschen weg sind hat sich an diesem Ablauf nichts geändert.
  
   Ich schrieb auf Facebook: »Bin noch am Leben, sonst irgendwer?«
   Und je länger dieser Eintrag auf meiner Pinnwand hängen blieb, desto unwahrscheinlicher wurde der Gedanke, das alles wäre nur ein großer Streich. Sie konnten doch nicht alle dahinter stecken. So viel Aufwand, nur um meine Reaktion zu sehen?
   Wenn es tatsächlich eine versteckte Kamera Show war, hatten sie verdient, was auch immer sie damit bezwecken wollten. Ich meine, wow, das musste Millionen gekostet haben.
  
   Das Internet hielt am wenigsten. Nur sechs Stunden nach dem Verschwinden brach die Verbindung ab. Das konnte allerdings auch allein an meiner Wohnung liegen - Beweisstück B für die Telekom-Hypothese.
   Wenn es noch einen Menschen dort draußen gab, dann würde es das Internet sein, wo wir uns finden würden.
   Also verließ ich die Wohnung mit meinem Laptop unter dem Arm und ging zu den Nachbarn. Bereits die Gardinen verrieten, dass hier eine alte Frau gewohnt haben musste, und meine Unkenntnis der Nachbarn verriet, was für ein asozialer Sack ich war.
   Ich suchte mir einen großen Stein und warf ihn durch das Fenster. Mit dem Pullover über die Hand gezogen, öffnete ich das Fenster daneben und stieg durch. Im Korridor lag dieses eine WLAN-Gerät mit dieser merkwürdigen Antenne - mein Informatiklehrer hätte mir bei dieser Beschreibung die Ohren lang gezogen, wenn er nicht jeglichen Menschenkontakt ablehnen würde. Unter dem Gerät war ein Kleber aufgebracht, wo das WLAN-Passwort abzulesen war.
   Und wisst ihr was? Im Internet war nichts los. Spiegel Online hatte nichts aktualisiert. Selbst auf Reddit waren die letzten Einträge vor mehreren Stunden publiziert worden.
   Zwei Stunden lang kniete ich auf dem Korridor nieder - mir ein Sofa zu suchen kam mir gar nicht erst in den Sinn - und durchforstete verschiedene Internetseiten nicht nur nach Überlebenden, sondern zusätzlich nach irgendeinem Hinweis darauf, was passiert sein konnte. Irgendjemand hätte ja von dem Phänomen berichtet haben können, kurz bevor es passiert ist. Er entdeckte ein merkwürdiges grelles Licht in einer Höhle in Australien und es verbreitete sich rasant, oder so etwas.
   Wieso er in einer Höhle Internetempfang haben sollte, weiß ich gerade nicht.
   Ich surfte im Internet noch eine Weile, und stellte stets dasselbe fest: alle Einträge hörten noch vor dem 23 Mai 2014 um 17:33 auf. Nach diesem hatte das Internet nichts anzubieten.
  
   Also wieder ab nach Hause.
   Die Kanäle im Fernsehen hatten etwas interessantes an sich: zwar waren die meisten Sender auf blau geschaltet, doch bei ARD war gerade ein leeres Studio zu sehen. Die Computer mussten automatisiert auf die Nachrichten geschaltet haben.
   Mein Gott. Irgendein anderer musste doch noch existieren. Wieso sollte gerade ich noch weiterhin bestehen? Was war so besonders an mir? Wieso gab es niemand anderen der so verdammt besonders war wie ich?
   Im Radio war auf allen möglichen Frequenzen nur Rauschen zu finden. Also schaltete ich den automatischen Suchdurchlauf an, und ließ ihn das ganze Frequenzband nach irgendetwas suchen, was mal etwas anderes als Rauschen war. Das Ding lief komplett durch, fand nichts, und schaltete sich dann wieder ab. Wieso hatte es keine Funktion, wieder von vorne anzufangen, bis es etwas gefunden hatte?
   Das wäre eine geniale Funktion für den Fall, dass die überlebenden Menschen irgendwo auf der Welt einen Radiosender übernahmen, um eine Botschaft zu senden.
   Da ich keine Ahnung von elektrischen Schaltungen hatte, musste ich mir anders behelfen, um diese Funktion einzubauen. Ich probierte verschiedene Dinge in der Wohnung aus - wie beispielsweise einen tropfender Hahn, der ständig auf die Suchlauftaste fällt. Fast wäre das Radio dadurch ruiniert gewesen. Der Wassertropfen war nicht stark genug, um die Taste auszulösen.
   Schließlich fand ich bei den Nachbarn einen DVD-Player, der bei falsch eingelegter Disc das Laufwerk wieder aufstieß. War das Radio gekonnt davor platziert, so sprang das Laufwerk des DVD-Players etwa alle zehn Sekunden auf, traf den Knopf zum automatischen Sendersuchlauf, und zog sich dann durch den Aufprall wieder zurück. Ein ewiger Kreislauf.
   Ich bin ein verdammtes Genie.
  
   Mit fünf Jahren hatte ich immer befürchtet tief in der Nacht irgendein Monster atmen zu hören. Aber man kann sich nicht vorstellen, wie angsterregend völlige Stille ist, ehe man sie erlebt hat.
   Daher spielte irgendetwas von Jack Johnson in meinen Kopfhörern.
  
   Ich bekam dennoch die ganze Nacht über kein Auge zu.
   An meiner Wand flimmerte ein grüner Schriftzug, den mir mein Vater gegeben hatte, um mich zu motivieren. Wenn du jeder auf der Welt sein könntest, wer würdest du sein?
   Darunter klebten Bilder von Ronaldinho, Magnus Carlsen, Rachmaninow und Niels Bohr. Sie mussten dort schon seit zehn Jahren kleben.
   Danke, Dad, jetzt da es keine Menschen mehr auf der Welt gab, konnte ich niemand mehr werden. Und das war ich ja schon.
  
   Der nachfolgende Tag fühlte sich so benommen irreal an, dass ich annahm, gestern auf dem Weg zum Cafe im Bus eingeschlafen zu sein und mich noch immer im Traum zu befinden.
   Selbst wenn eine göttliche Bestrafung, wie das Verschwinden aller Menschen, einem zu schaffen macht, muss man irgendwann mal etwas essen, also servierte ich mir Eier und Toast, setzte mich dann damit vor das Rauschen im Fernsehen, das mir mitteilte, dass die Welt untergegangen war. Auf keinem anderen Sender war etwas zu finden. Selbst ARD war inzwischen von diesen winzigen Ameisen bevölkert.
   Verdammt. So konnte es nicht weitergehen. Wer wollte sein Leben lang einsam Zuhause sitzen und sich weißes Rauschen ansehen?
   Also sprang ich auf, ging nach draußen, schlug ein paar Scheiben ein, masturbierte in einen Busch, stahl Leuten die Post, masturbierte, aß Bonbons in der Trinkhalle bis ich Magenschmerzen bekam und legte einen Haufen auf dem Kinderspielplatz. Ich schlug auch einige Fenster ein, wenn dahinter eine Katze oder einen Hund saß. Sie sollten nicht allein Zuhause verhungern. Wenn schon, dann in der Freiheit.
   Aber irgendwie machte das einen nicht glücklich.
   Es gibt nur eine bestimmte Anzahl an Dingen, die man alleine auf der Welt tun kann, bis sich die Einsamkeit plötzlich offenbart wie ein Exhibitionist.
   Allerdings hatte all das einen gewissen Vorteil: als ich Zuhause ankam, war alles an mir so erschöpft, dass ich auf dem Sofa einschlief. Der Tag huschte an mir vorbei und ich erwachte erst am nächsten Morgen.
  
   Das Rauschen im Fernseher war nicht auszuhalten. Ich brauchte Filme, Serien und was es sonst noch zu holen gab.
   Mein Gott. Media Markt musste nun komplett frei von jeglicher Menschenseele sein.
   Also brach ich zur Stadt auf.
   Und wisst ihr was? Ich nahm sogar den Bus. Nicht als Mitfahrer - ich bin ihn gefahren. Der 19er hielt bereits brav an der Haltestelle nebenan, als hätte er nur auf mich gewartet - die Türen weit geöffnet und der Schlüssel im Zündschloss.
   Ich kurbelte das Fenster runter, startete den Motor und schrie mit der Faust aus dem Fenster gestreckt, »Wuuhuuuu!«
   Dann gab ich Gas.
   Nun, was man bei merkwürdigen Apokalypsefantasien nie bedenkt sind die Kleinigkeiten, wie z.B. dass ein Bus eine sehr niedrige Beschleunigung aufweist. Mein Freudenschrei passte nicht zu der Geschwindigkeit, die ich erreichte.
   Doch als ich fast am Bahnhof war, rammte ich noch einige Autos zur Seite und schrie, »Ich bin ein scheiß Bus! Kommt doch alle her!«
   Da war ein Media Markt, die Türen sperrangelweit geöffnet. Der komplette Laden war hell erleuchtet. Die Fernseher an der Ausstellungen zeigten alle zwar nur blau an, aber sonst schien alles noch zu funktionieren.
   Ich konnte die modernste Ausstattung bei mir Zuhause haben: 2.999€ UltraHD Fernseher, ein 999€ Soundsystem von Sony, den neuesten BluRay Player für 349€, und insgesamt hat mich das alles nur die gesamte Menschheit gekostet.
  
   Mit dem Einkaufswagen voller Geräte, rollte ich zurück zum Bus, der mit laufendem Motor quer über die Straße geparkt war - hey, beklagt jetzt nicht die ach so schöne Umwelt, die mir alles genommen hat.
   Gerade als ich den Fernseher in den Bus schleppte, ertönte ein Summen. Fast hätte ich es ignoriert, denn es hätte alles mögliche sein können, aber es ertönte erneut, wie in einem Rhythmus.
   Ich bewegte mich kein Stück, um das Geräusch nicht zu übertönen.
  
   Da war es wieder.
   Ein Brummen.
   Ein Trällern.
  
   Irgendwo klingelte ein Telefon.

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Tjana
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BeitragVerfasst am: 16.01.2016 03:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Eg42
Kapitel 1 und 2 scheinen mir "schneller" geschrieben zu sein, als der Prolog. Ich hatte eine Menge Kommentare im Kopf beim Lesen.
Bevor ich mich an die (meist sehr langwierige) Textarbeit mache, wollte ich ein bisschen mehr über dich erfahren und hab gelesen, dass du eigentlich nach der Devise schreibst, dass niemand deine Texte lesen soll, damit du stets ohne Scheu und Zweifel schreiben kannst. Das kann ich gut verstehen. Ich frage mich allerdings, was dich zu der Änderung dieser Einstellung bewogen hat. Ich sehe mehr als ein Jahr Pause - und dann direkt den Sprung in den Einstand -  ohh


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eg42
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BeitragVerfasst am: 16.01.2016 12:51    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Tjana,
Zitat:
Kapitel 1 und 2 scheinen mir "schneller" geschrieben zu sein, als der Prolog.

Das stimmt. Der Grund dafür ist, dass dies eine Kurzgeschichte sein sollte, und die muss so schnell wie möglich anfangen. Allerdings wollte ich auch eine Charakterentwicklung drin haben, was dann dazu führt, dass es dennoch ~4.000 Worte dauert, bis der "Hook" erscheint.

Zitat:
dass du eigentlich nach der Devise schreibst, dass niemand deine Texte lesen soll, damit du stets ohne Scheu und Zweifel schreiben kannst. Das kann ich gut verstehen. Ich frage mich allerdings, was dich zu der Änderung dieser Einstellung bewogen hat. Ich sehe mehr als ein Jahr Pause - und dann direkt den Sprung in den Einstand

Das stimmt alles - diesen Gedanken, dass niemand irgendetwas von mir lesen muss halte ich stets im Hinterkopf. So kann ich mir erlauben, für den ersten (!) Entwurf so frei wie möglich zu schreiben, ohne mich selbst ständig zu editieren und somit zu sabotieren. Ich lese den Text daraufhin einige Wochen später (mit frischem Kopf) noch einmal und entscheide, ob es sich lohnt, diese Geschichte zu bearbeiten. Falls ja, verwerfe ich den ersten Entwurf und beginne komplett neu mit der Geschichte. Diesen überarbeite ich dann, bis die Sätze schön klingen.
Der Grund, wieso ich mich nun entscheide, zum ersten Mal einen Text zu posten, liegt an meinem Ziel: ich habe mich vor über zwei Jahren entschieden, jeden Tag mindestens 1.000 Worte zu schreiben, was ich bisher ohne Ausreden vollzogen habe. Einer der Ziele war, bei 1.000.000 geschriebenen Worten endlich anzufangen, Texte zu überarbeiten und komplett fertig zu veröffentlichen (Wettbewerbe, oder halt hier im Forum). Die Zahl habe ich fast erreicht (es fehlt mir nur noch ein Monat Schreibarbeit, oder so). Außerdem habe ich jetzt genug Disziplin, dass mich schlechte Rückmeldungen nicht mehr demotivieren. Kann mir also erlauben, etwas zu posten Smile


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Tjana
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BeitragVerfasst am: 16.01.2016 15:15    Titel: Antworten mit Zitat

eg42 hat Folgendes geschrieben:
Hallo Tjana,
Zitat:
Kapitel 1 und 2 scheinen mir "schneller" geschrieben zu sein, als der Prolog.

Das stimmt. Der Grund dafür ist, dass dies eine Kurzgeschichte sein sollte, und die muss so schnell wie möglich anfangen. Allerdings wollte ich auch eine Charakterentwicklung drin haben, was dann dazu führt, dass es dennoch ~4.000 Worte dauert, bis der "Hook" erscheint.

Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt, sorry.
Ich meinte nicht das inhaltliche Tempo, sondern schneller heruntergeschrieben, also weniger gut durchdacht, an manchen Stellen nicht stimmig.


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eg42
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BeitragVerfasst am: 16.01.2016 15:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Achso, verstehe!
Das ist sehr gut möglich, denn das ist bestimmt mittlerweile die fünfte Fassung der Geschichte. Einmal ging es in eine ganz andere Richtung, dann habe ich den Prolog komplett ersetzt, und dann wieder zurückgesetzt etc. (also ständig etwas herausgeschnitten und hinzugefügt) Ich glaube, ich weiß daher, was du meinst. Falls ich die Geschichte komplett neu aufschreiben sollte, werde ich das im Hinterkopf behalten. Danke Smile


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Padraig
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BeitragVerfasst am: 24.01.2016 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich finde es super smile Leider konnte ich es nicht ganz lesen (aus zeitlichen Gründen ehrlich gesagt) aber das, was ich lesen konnte, fand ich super. Vor allem weil es so richtig schön lustig geschrieben ist und das mag ich smile
Den Stil solltest du auf jedenfall beibehalten. Es klingt locker und frei. Genau so wie man es denkt, frei und unabhänging smile


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