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Rock`n Roll

 
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Lore
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Alter: 84
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Wohnort: Düsseldorf


Code Philomele
Frauenschicksale in einer Großstadt
BeitragVerfasst am: 24.11.2007 17:20    Titel: Rock`n Roll eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

„Was hast Du denn wieder für Grillen im Kopf“?
Mutter sah mich missbilligend an und beschloss dann wohl,
mich meinen ehrgeizigen Träumen zu überlassen.

Sie hatte große Wäsche und so was pflegte im Jahre des Heils 1948 den ganzen Haushalt durcheinander zu bringen.

Es gab an diesen Tagen kalte Küche – wenn überhaupt - und Mutter sagte unmissverständlich, „ wer was zu essen haben will, soll sich gefälligst selber was machen oder hungern.“ Basta !

Aus dem Vollen lebten wir auch nach der Währungsreform noch nicht, es war also reichlich unverschämt von mir, aus dem Kühlfass im Keller die Butter fingerdick aufs Brot zu schmieren, aber ich war stinksauer und gedachte, zumindest kulinarisch keine Verzichtshaltung an den Tag zu legen

Ansonsten würde ich wohl heute doch auf der Verliererliste erscheinen,denn ich war erst vierzehn und beim Tanz in den Mai nicht zugelassen.

Sechzehn musste man sein, wie meine Schwester Marlene,
die würde am heutigen Abend zum erstenmal zum Sommerfest gehen, begleitet von meinen ätzenden Sprüchen, die sie aber völlig kalt ließen.

„ Ich würde da gar nicht auftauchen an Deiner Stelle du lahme Ente,“ sagte ich erbittert, „wenn die Dich tanzen sehen, bieten sie dir aus reinem Mitleid zwei Krücken an“

„ Halt die Klappe Baby“, Marlene drehte sich in ihrem hellblauen Organzarock vor dem Spiegel hin und her und warf ihre roten Locken elegant über die Schulter.

„Und blau passt überhaupt nicht zu Deinen Haaren du räudiger Fuchs“.

Ich war finster entschlossen, Marlene vor ihrem Abgang noch ein paar schwesterliche Breitseiten zu verpassen.

„ Fall nur nicht beim Rock’n Roll über Deine unegalen Füße,
mit den Quadratlatschen kriegst Du den richtigen Schwung sowieso nicht hin, die Preisrichter werden Dich disqualifizieren, sobald Du den ersten Schritt gemacht hast."

Ich hatte mein Pulver verschossen und Marlene war völlig unbeeindruckt.
Mit erhobenen Armen drehte sie sich wirbelnd durchs Zimmer und sang, " ich werde tanzen, tanzen, tanzen in die herrliche Sommernacht."

Ja, so sahs aus, sie würde tanzen und ich?
Ich war doch viel besser als sie. Immerhin war Rock’n Roll meine Spezialität und Marlenes Babyspeck hatte bei mir nie eine Chance gehabt, ich war fit und top, aber...Vierzehn.

Mist verdammter.
Was war dagegen eine Stulle mit fingerdicker Butter.

Ein kärgliches Trostpflaster.
Ich kaute missmutig an meiner Schnitte und tat mir nur noch Leid.
Mir würde schon wieder als Trainingspartner nur Horst von nebenan bleiben, mit dem ich bisher mein Tanzhobby teilte.

Aber der würde mir auch bald von der Fahne gehen, denn er war nicht im gleichen Tempo gewachsen wie ich und wenn er auch ein vorzüglicher Rock`n Roller war, die Hebefiguren fielen ihm immer schwerer und er begann sogar unter meinem Fliegengewicht zu keuchen wie eine Dampflok mit Ventilschaden.

Außerdem hatte seine Mutter darauf bestanden, dass er sich die langen Haare abschneiden ließ, sie passten nicht zum Berufsbild eines angehenden Beamten sagte sie.

Ich dagegen fand, der brave Scheitel hatte aus Horst auch äußerlich den Langweiler gemacht, der er meiner Meinung nach schon immer war.

Mein Rat, es mit einem Bürstenhaarschnitt zu versuchen,
der sei der letzte Schrei in der amerikanisch besetzten Zone, stieß auf Ablehnung.
Horst war so innovativ wie ein Küchensieb und meinen Einwand ein Rock’n Roller mit Beamtenfrisur sei ein Anachronismus, pflegte er lakonisch damit zu kontern, dass mit mir als Partnerin ohnehin keiner auf ihn achten würde.
Nun, das änderte sich, als er mich zum erstenmal fallen ließ und ich mir die Kehrseite für drei Wochen verstauchte.

Seitdem tanzte Horst lieber Boogie und ich war unablässig auf der Suche nach einem passenden neuen Partner.

Leider vergeblich, denn was sich da anbot war unterste Schiene und ich immerhin die Nummer EINS im Rock’n Roll Club.

Nur nützte mir das gar nichts, zum Sommerfest war ich aus Altersgründen nicht zugelassen und kam mir vor wie ein Rennpferd, das man nicht an den Start lassen wollte.
Aber dabei sein würde ich trotzdem, daran konnte mich keiner hindern.
Ich würde diese kleinliche Bande austricksen, das stand fest.

Schon eine Stunde nach Marlenes triumphalen Abgang zum Fest des Jahres, ging ich demonstrativ gähnend auf mein Zimmer und gab Mutter den obligatorischen Gute-Nacht-Kuss.
Sie sah mich zwar erstaunt an, war aber so mit ihrer Bügelarbeit beschäftigt, dass sie nicht weiter auf mich achtete.

Hastig kleidete ich mich um, stieg in meine nagelneuen Jeans, ein Geschenk aus dem Carepaket meiner Tante Hariett aus Dallas/Texas und zog nach kurzer Prüfung den dazu passenden engen Rolli von Marlene an.

Ein Kleidungsstück, dass Mutter verboten hatte, weil es ziemlich provozierend – wie sie fand – Marlenes Brüste hervorhob.

Na ja, immerhin betonte es bei mir nur das, was einmal Brüste zu werden versprachen.
Den blonden Pferdeschwanz hochgebunden und ich war fertig.

Leider nicht zum Rock’n Roll Festival, aber zum klettern wars auch nicht übel.
Der Schützenplatz, auf dem der Maitanz stattfand, war unmittelbar hinter unserem Haus, nur das Wäldchen lag dazwischen, eine eher baumbewachsene Wiese.

Ich vermied den bevölkerten Weg zum Festzelt, das mich ohnehin nicht interessierte, denn der Tanzwettbewerb würde auf dem sogenannten RING stattfinden, eine weite Tanzfläche vor dem Zelt.

Ich schlich mich vorsichtig durch das hohe Gras an, umging die Ordner, die unerwünschte Nichtzahler fernhalten sollten und kletterte schnell auf eine Tanne mit niederhängenden Ästen.
Von hier aus hatte ich den perfekten Blick auf die Tanzfläche .

Die Veranstaltung war in vollem Gange. Noch wurden die gängigen Tänze der reiferen Jugend, Tango, Walzer, Foxtrott getanzt und darin war Marlene eine Wucht.

Sie sah toll aus, vor mir selber konnte ich das ja nun zugeben.
Ihre rote Mähne war der Blickfang des Abends.

Aber was war das? Das konnte doch nicht wahr sein. Alex war ihr Partner.
Mein Alex, auch wenn er das nicht wusste, denn er hätte es kaum toll gefunden, der Traumprinz einer Vierzehnjährigen zu sein.

Er war der Rock`n Roller des Bezirkes, mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Das absolute Idol meiner Jungmädchenträume.

Er und Marlene Tango tanzend, sie an ihn geschmiegt wie die Wurst an ihre Pelle.

Es zerriss mich fast vor Eifersucht.
Sie würde ihm den Abend versauen.
Sobald die Band zu rocken begann, war meine Schwester die Loserin des Abends.

Sie tanzte Rock’n Roll wie eine Schlafwandlerin und, sie war zu üppig, um ihrem Partner besonders gewagte Hebefiguren zu erlauben.
Das konnte nur ins Auge gehen, auch wenn Alex so ziemlich der Einzige war, der sie stemmen konnte.

Und da wars auch schon so weit.
Die Band drehte auf, und wie.

Verzweifelt rutschte ich auf meinem luftigen Sitz hin und her, ich litt Höllenqualen.
Aber nicht nur ich. Das bisher beste Tanzpaar des Abends geriet in Bedrängnis.

Alex konnte mit dieser Partnerin seine Tanzeinfälle nicht durchziehen, sie blockierte ihn regelrecht.
Und ich saß auf meiner Tanne, unfähig einzugreifen.
Erahnte jeden seiner Schritte bereits in seiner Entstehung und warf meine Beine in wildem, begeisterten Schwung hoch.

Zu hoch, denn ich verlor das Gleichgewicht und stürzte in einem Regen abgebrochener Äste und Tannennadeln auf den Rand der Tanzfläche.

Die Band hatte das Malheur nicht mitgekriegt, sie spielte unverdrossen weiter und ich saß auf meinem Jeanshintern und sah unglaublich töricht aus.

Doch jetzt erwies sich, dass Blut dicker ist als Wasser.
Später war mir zwar nicht mehr so ganz klar, wer hier wen gerettet hat, aber Marlene reagierte zuerst.

Mit einem Satz war sie bei mir und riss mich hoch.
Nicht, um mich von der Tanzfläche zu entfernen, nein, sie stieß mich in die Arme von Alex und zischte, „ jetzt zeig was Du kannst, los“

Alex sah total perplex aus, aber dazu hatte er nur ein paar Sekunden Zeit, denn ich hob meinen Arm und er fasste instinktiv zu.

Ein paar Schritte und er erkannte seine Chance

Ich tanzte, ich tanzte den Rock’n Roll meines Lebens.
Ich wirbelte, sprang, steppte, jeder Schritt saß.
Mit traumwandlerischer Sicherheit landete ich in den Armen meines Partners, der mich hochwarf, auffing, durch seine Beine schleuderte, als habe er nie etwas anderes getan.

Wir waren füreinander geschaffen, tänzerisch und optisch das Idealpaar.
Die anderen Tänzer hatten uns längst Platz gemacht.
Wir hatten plötzlich Raum für unsere immer gewagter werdenden Figuren.

Ich sah nichts außer diesem Tänzer, der mich ergänzte, mich antrieb, mich auffing, immer dort stand, wo ich ihn erwartete und mich federleicht in die nächste Schrittfolge schleuderte.

Als die Band mit einem wilden Trommelwirbel endete, riss Alex mich ein letztes mal so hoch, dass meine Beine senkrecht in der Luft standen und ließ mich dann unendlich
sanft in die letzte Drehung gleiten.

Tosender Beifall, und ich, atemlos, glücklich, berauscht, stürzte mich in die Arme von Alex und wartete auf seinen Kuss.

Der kam dann auch, aber.....züchtig auf die Stirn. „ Klasse gemacht Kleine“, sagte er und ich fiel aus dem Himmel der Erwachsenen in die Kleinmädchenrolle zurück, schmerzhaft aber unabänderlich.

Dennoch wurde diese Maiennacht zu einem Start für mich.
Im Sommer des Jahres 1948 wurde ich Alex Tanzpartnerin auf allen Events zu denen er antrat.

Mein Hobby wurde zum Beruf.

Und im Mai des Jahres 1953, genau fünf Jahre nach unserem sturzähnlichen Kennenlernen stürzten wir uns in die Ehe.

Wir tanzen noch immer zusammen, wenngleich auch nicht mehr Rock’n Roll



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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Shocked
Das ist ja 'ne Menge Text. Aber allein der Titel fasziniert mich. Ich drucke mir das gerade aus. Im Laufe der nächsten Tage kannst du mit einer umfassenden Antwort rechnen. smile
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 24.11.2007 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Obwohl deine Texte oft lang sind, schecken sie mich seltsamerweise nie besonders ab, weil du das Talent hast, sie durch Absätze locker zu halten. Man wird durch das Fehlen wuchtiger Textblöcke zum Lesen verführt.

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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Nett zu lesen, aber ich habe, weil ich mir nicht ganz sicher war, nachrecherchiert: 1948 ist zu früh für Rock n Roll.
Bill Haleys berühmter Rock startete keinesfalls vor 1949. Bis der Stil sich durchsetzte, so dass Events wie der von dir geschilderte aufkamen, war es ca. 1953, denke ich.
Jeans im Carepaket: gab es da überhaupt Kleidung? und jeans 1948 - sorry, ich bin bei sowas pingelig. Versuche grade, mir amerikanische Filme aus der Zeit vorzustellen, selbst da gab es noch kaum Frauen in Jeans.
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Lore
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Code Philomele
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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 18:15    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Jeans?

Es gab, ich trug sie.  Very Happy
Allerdings gefielen mir Pettycoats besser.

Kann sein, dass sie in normalen Carepaketen nicht drin waren, aber die Absenderin war ja auch Tante Hariet.

Aber ich trug damals auch ein lindgrünes Merinowollkleid mit aufgestickten Sternchen und das war aus einem Carepaket und nicht von Tante Hariet.

Bill Haley war doch nicht der Erfinder des Rock`Roll, ehe der sich da reinhängte, kams mit den Besetzern längst im Rheinland an.

Weil ich mich an die Jahreszahl auch nicht mehr zu 100% erinnerte, habe ich ebenfalls recherchiert, es war also weit vor 1953, denn zu dem Zeitpunkt war ich schon verheiratet und Mutter.

Ich verlasse mich also doch lieber auf meine eigenen Erinnerungen.

Lore


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Code Philomele
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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 18:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Terrorkrümmel.

hi.hi, ich weiss, diese Textblöcke ohne Absätze machen mir auch Probleme.
Vor Texten, die nicht unterteilt sind, drücke ich mich meistens.

Wenn ich das also so nicht lesen mag, mögen es andere auch nicht und deshalb achte ich darauf, dass das Ganze nicht in einem Block erscheint.

Siehste, bei Dir klappt es ja.  Very Happy  Very Happy  Very Happy

Lore


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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 18:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Probber


Langer Text?
Ich weiss manchmal nicht, was die Leser unter Kurzgeschichten verstehen.

Das ist eine.
Glaubs mir nur. Very Happy
Wenn Du jemals ein richtiges Kurzgeschichtenbuch gekauft hast, dann weisst Du das.

Lass Dir Zeit, es eilt ja nicht.

Lore


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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 20:18    Titel: Antworten mit Zitat

Lore tanzt nun mal gern und ich auch. Jeans oder wie man das so nennt, hat es doch schon in den Ami-Western in den 40er Jahren gegeben. Ganz normale Arbeitshosen - für Männlein und Weiblein. Das weiß ich als Ossi sogar, Leute.
Der Inhalt der Jeans ist doch wichtig und nicht die Krümelklauberei von manchen, am Inhalt der Geschichte. Furchtbar. Wahrscheinlich, wissen manche garnicht, was ein Rock auf dem Roller ist, oder wie heißt das heiße Gehopse. Da scheinen manche eine Menge verpasst zu haben.

Quasi fragte auch gerade; haben die Langeweile? Sie sollen lieber tanzen, als schreiben.
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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 20:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Aber Quasi, sie nehmen doch ihre Aufgabe ernst.... oder???
 Very Happy  Very Happy  Very Happy  Very Happy


Lore


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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Lore tanzt nun mal gern und ich auch. Jeans oder wie man das so nennt, hat es doch schon in den Ami-Western in den 40er Jahren gegeben. Ganz normale Arbeitshosen - für Männlein und Weiblein. Das weiß ich als Ossi sogar, Leute.
Der Inhalt der Jeans ist doch wichtig und nicht die Krümelklauberei von manchen, am Inhalt der Geschichte. Furchtbar. Wahrscheinlich, wissen manche garnicht, was ein Rock auf dem Roller ist, oder wie heißt das heiße Gehopse. Da scheinen manche eine Menge verpasst zu haben.

Quasi fragte auch gerade; haben die Langeweile? Sie sollen lieber tanzen, als schreiben.
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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 20:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dachtet Ihr beiden, doppelt gemoppelt hält besser.??

Lore


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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hätte ja auch einen dreifachen Salto unterm Rock machen können. Technischer Tanzfehler, meint Qusai.
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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 20:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat



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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Diese Fähigkeiten deines Stepptanzes hatte ich schon einmal wochenlang bewundert. Was mich fasziniert, ist, dass du es immer schaffst, nicht mehr zu zeigen. Schade, dass ich nicht die nötige Rechnertechnik habe, dann würde ich dir mal einen Männerbauchtanz mit Badehose zeigen. Mit 57 Jahren ist ein Waschbretttanz sicherlich verpönt, oder?
Ich denke wir wären dann unschlagbar, in dieser Szene.

Quasi meinte gerade, dass wir beide spinnen, denn wo er Recht hat...
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Lore
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Code Philomele
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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 21:57    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Sag Quasi, inzwischen reicht es nicht mal mehr zum spinnen, geschweige denn dazu wilde Tänze zu veranstalten.

Aber warte, in der nächsten Reinkarnation komme ich als Gene Kelly oder Ginger Rogers zurück, dann ist aber Polen offen.

Lore


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Brynhilda
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Edgar Allan Poe (1809 bis 1849) - Zum 200. Geburtstag
BeitragVerfasst am: 25.11.2007 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lore!

Das ist eine großartige Geschichte!
Ich bin dein Fan!

Viele Grüße,
Ilka!
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Lore
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BeitragVerfasst am: 25.11.2007 14:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Ilka


das freut mich sehr.
Ich dachte schon, wir verlieren uns hier in Nebensächlichkeiten, gut, dass Du die Kommentarliste wieder auf das Wesentliche zurück geführt hast.

Lore


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Hardy-Kern
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BeitragVerfasst am: 25.11.2007 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Aber Hallo, was heißt denn hier Nebensächlichkeiten? Die 2 kleinen Sätze von Brynhilda habe ich doch viel besser umschrieben, liebe Lore.
Manchmal verstehe ich nicht mal 2 Minisätze, wie mir scheint.

Quasi schüttelt auch nur unverständlich mit seinem Nuschel
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Probber
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BeitragVerfasst am: 27.11.2007 01:04    Titel: Antworten mit Zitat

Lore hat Folgendes geschrieben:

Langer Text?
Ich weiss manchmal nicht, was die Leser unter Kurzgeschichten verstehen.


Ist mir schon klar. eine richtige Kurzgeschichte hat für mich auch 20-50 Seiten.
Ich wollte nur ausdrücken, daß das ziemlich viel auf einen Schlag ist. Aber bei dir gibt es eigentlich nicht viel zu rezensieren. wink

Dir hast da wieder eine sehr gelungene Geschichte ins Forum gesetzt.  Very Happy

Aber wie immer habe ich ein paar unwesentliche Kritikpunkte:
Zum einen scheinst du Probleme bei der Zeichensetzung zu haben, wenn du willst, kann ich dir diese aufzeigen, ich habe mir sämtliche Stellen (?) auf meinem Ausdruck markiert.

Dann habe ich eine Frage
Zitat:
Fall nur nicht beim Rock’n Roll über Deine unegalen Füße ...

Der Ausdruck unegal ist mir nicht geläufig, bedeutet das sowas wie unförmig?

Zitat:
Na ja, immerhin betonte es bei mir nur das, was einmal Brüste zu werden versprachen.
Den blonden Pferdeschwanz hochgebunden und ich war fertig.

Leider nicht zum Rock’n Roll Festival, aber zum klettern wars auch nicht übel.

Bis zu dieser Stelle bin ich auch davon ausgegangen, daß sie sich eben auch davon stehlen wollte, weil sie am Fest teilnehmen wollte. Ihr Plan war von Anfang an, nur zuzusehen?
Das habe ich mich zumindest gefragt und dann später beim lesen so gedeutet.

Zitat:
Ihre rote Mähne war der Blickfang des Abends.

Zitat:
Sobald die Band zu rocken begann, war meine Schwester die Loserin des Abends.

Nichts wichtiges, mir ist nur aufgefallen, daß Marlene ziemliche viele eigenschaften des Abends in sich vereinigt.
Und ich muß zugeben, daß mir das auch erst gerade zufällig aufgefallen ist. Stört also eigentlich gar nicht.  Wink


Und zum Schluß noch ein paar Stellen, die ich herausstellen möchte:
Zitat:
Immerhin war Rock’n Roll meine Spezialität und Marlenes Babyspeck hatte bei mir nie eine Chance gehabt, ich war fit und top, aber...Vierzehn.

tolle Wortverdrehung.  Daumen hoch

Zitat:
... und er begann sogar unter meinem Fliegengewicht zu keuchen wie eine Dampflok mit Ventilschaden.

Sehr schöner Vergleich.

Zitat:
Ich tanzte, ich tanzte den Rock’n Roll meines Lebens.
Ich wirbelte, sprang, steppte, jeder Schritt saß.
Mit traumwandlerischer Sicherheit landete ich in den Armen meines Partners, der mich hochwarf, auffing, durch seine Beine schleuderte, als habe er nie etwas anderes getan.

 Shocked
Wahnsinn. Sehr bildhaft und lebendig dargestellt. Dafür spreche ich dir ein großes Lob aus.
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Lore
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BeitragVerfasst am: 27.11.2007 10:52    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
Aber wie immer habe ich ein paar unwesentliche Kritikpunkte:
Zum einen scheinst du Probleme bei der Zeichensetzung zu haben, wenn du willst, kann ich dir diese aufzeigen, ich habe mir sämtliche Stellen (?) auf meinem Ausdruck markiert.


Danke, aber die Mühe musst Du Dir auch später bei keiner meiner Geschichten machen.
Das sind Dinge, die wichtig werden, wenn man sein Machwerk irgendwo einreichen möchte, denke ich jedenfalls.

Wenn sie aber den Lesefluß nicht stören und bei erhöhter Aufmerksamkeit auch von mir gefunden werden können, ist das fü Dich nur unnötige Arbeit.
Lesen soll ja genau so viel Spaß machen wie schreiben.
Und was habe ich davon, wenn Du frustriert nach fehlenden Kommata suchst. Very Happy

Zitat:
unegal

Das ist ein rheinischer Ausdruck für *tolpatschig, ungeschickt.

Zitat:
Bis zu dieser Stelle bin ich auch davon ausgegangen, daß sie sich eben auch davon stehlen wollte, weil sie am Fest teilnehmen wollte. Ihr Plan war von Anfang an, nur zuzusehen?


Sie kann ja nicht teilnehmen, weil aus Altersgründen nicht zugelassen.
Aber zusehen, das muss, wenn auch auf einer Tanne verborgen, durchaus machbar sein, wars dann ja auch.

Zitat:
Zitat:
Ihre rote Mähne war der Blickfang des Abends.


Das ist doch die rote Mähne von Marlene, von der wird doch auch vorher einigemale gesprochen, von wegen räudiger Fuchs usw.

Zitat:
Zitat:
Sobald die Band zu rocken begann, war meine Schwester die Loserin des Abends.  

Nichts wichtiges, mir ist nur aufgefallen, daß Marlene ziemliche viele eigenschaften des Abends in sich vereinigt.
Und ich muß zugeben, daß mir das auch erst gerade zufällig aufgefallen ist. Stört also eigentlich gar nicht


Das verstehe ich jetzt nicht, was meinst Du denn mit Eigenschaften des Abends?

Marlene war wichtig, superwichtig, denn sie musste ja Platz machen für die Protagonistin und....ihre Aktionen mussten daher genau geschildert werden, weil es für dieses Platzmachen ja einen Grund geben muss, sie musste einsehen, dass Rock `n Roll nicht ihr Talent, sondern das ihrer Schwester war.

Danke für die Mühe

Lore


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BeitragVerfasst am: 27.11.2007 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

liest sich perfekt, da simmt alles. mehr gibts nicht zu sagen.
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BeitragVerfasst am: 27.11.2007 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Wenn sie aber den Lesefluß nicht stören und bei erhöhter Aufmerksamkeit auch von mir gefunden werden können, ist das fü Dich nur unnötige Arbeit.

Da ich mir lange Geschichten seit kurzem Ausdrucke, ist das für mich kein Aufwand. Das bedeutet kurz einen Strich setzen. Die Arbeit ist, das später auf den Computer zu übertragen und zu markieren usw.
Daher meine Frage. Ich sehe das ebenfalls als eine Art Hilfestellung, die ich gerne bereit bin, zu übernehmen, wenn dies gewünscht wird.  Very Happy

Zitat:
Zitat:
Ihre rote Mähne war der Blickfang des Abends.


Das ist doch die rote Mähne von Marlene, von der wird doch auch vorher einigemale gesprochen, von wegen räudiger Fuchs usw.

Zitat:
Zitat:
Sobald die Band zu rocken begann, war meine Schwester die Loserin des Abends.  

Nichts wichtiges, mir ist nur aufgefallen, daß Marlene ziemliche viele eigenschaften des Abends in sich vereinigt.
Und ich muß zugeben, daß mir das auch erst gerade zufällig aufgefallen ist. Stört also eigentlich gar nicht


Das verstehe ich jetzt nicht, was meinst Du denn mit Eigenschaften des Abends?

Marlene war wichtig, superwichtig, denn sie musste ja Platz machen für die Protagonistin und....ihre Aktionen mussten daher genau geschildert werden, weil es für dieses Platzmachen ja einen Grund geben muss, sie musste einsehen, dass Rock `n Roll nicht ihr Talent, sondern das ihrer Schwester war.


Die Betonung für mich lag auf 'des Abends', kurz hintereinander. Andere würden es als Wortwiederholung bezeichnen, ich tendiere dazu, es Übertreibung zu nennen. Aber ich glaube, das ist auch so gewollt.  Wink
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