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Das Mobile Blackhole


 

 
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Belzustra
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Alter: 33
Beiträge: 342
Wohnort: Belgien


BeitragVerfasst am: 27.12.2015 20:41    Titel: Das Mobile Blackhole eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo liebe Leseratten,

helft ihr mir? Ich arbeite momentan an dieser Geschichte und bräuchte einen Blick von "außen". Der Englischmix und die "flappsige" Dialogsprache der einen Figuren im Gegensatz zur normal anmutenden der anderen ist Absicht, obwohl wir diesbezüglich gerne über Rechtschreibung diskutieren können. wink
Mich interessiert aber vor allem, wie die Sprache wirkt und ob der Text durch die langen Erzählblöcke noch einen Leserhythmus besitzt, oder langatmig wirkt.
Der Text besteht aus zwei Teilen. Die Dialoge kommen an sich erst durch den zweiten Teil zum Tragen.
Lieben Dank im Voraus.



Billy Bob Mauser will die Welt zerstören, oder die letzte verheerende Erfindung vor des Rätsels Lösung - das Mobile Blackhole

12 017 A.Z (Antik.Zeit)
Coldwater City


Mobile Blackhole–Outbreak im City Unterground Garden

Gespenstisch hallten ihre Schritte im asynchronen Gleichklang von den Tunnelwänden wider. Ihre Schatten türmten sich im spärlichen Licht bis zur gekrümmten Decke hinauf. Zwei Männer und eine Frau …

Rocket berührte das metallene Implantat an ihrer linken Schläfe, schloss die Augen und öffnete das i-Com. Auf Metaebene durchforstete sie dutzende Mission-Files, bevor sie fand, was sie suchte, einen Ray-Scan vom Outbreak. Sie katapultierte das Bild per Eyetooth in ihre ausgestreckte  Handfläche und zog es anschließend mit beiden Händen auseinander, bis es sie wie eine Blase umhüllte, die sie beim Gehen begleitete. Sie zoomte per Push&Pull ins Zentrum, mitten in den Kern aus purschwarzer Energie und studierte ihr Missionsziel. Da ließ Jemenie Klicker, der Missionsleiter der Phönix21 die Gruppe halten, zu plötzlich, als dass Rocket hätte verhindern können, in ihn rein zu stolpern.
„Sorry“, nuschelte sie, schaltete das i-Com auf Standby und trat einen Schritt zurück. Tikar Samson, der Bulle schloss auf, in einer seiner Pranken einen massiven Dunkelkoffer. „Hier ist nah genug“, teilte Klicker ihnen mit und Samson ließ den Koffer zu Rockets Füßen knallen, haarscharf an ihren Zehen vorbei. Erschrocken zuckte sie zusammen.
„Bist du bescheuert, Bulle?“, sie boxte ihn. „Das Ding wiegt ne gefühlte Tonne. Ich brauch meine Zehen noch.“
Samson knurrte: „Weiß nich‘ wat de meenst“ und entriegelte per Fußtritt das Koffersiegel. Der Deckel klappte mechanisch auf. „Anziehen kannste dich alleen?“, brummte Samson fragend und wendete sich doch, ohne Rockets Antwort abzuwarten, ab.
„Was ist n dem über die Leber stolziert?“
„Nicht was, wer. Voilà, moi.“, ließ Klicker verlauten. „Ich habe entschieden, dass Samson für diesen Auftrag nicht die richtige Person ist. Das sieht er nicht ein, hält er sich doch für unseren Spezialisten, wenn es darum geht, Sachen in die Luft zu jagen.“
Rocket grinste. „Das ist alles?“
Jemenie nickte. „Der kriegt sich wieder ein.“

„Na wird ja wohl. Was für n Kindergarden.“ Sie zog an den Schnüren ihres Mantels, befreite die Schultern und schon segelte das Kleidungsstück zu Boden. Darunter war Rocket in einen hautfarbenen Ganzkörperanzug gehüllt. Sie bückte sich hinunter zum Koffer, die metallenen Antriebsstiefel mit integrierter Dekompressionstechnik standen aufrecht parat, daneben, vier weitere Mulden mit unscheinbar aussehenden Gegenständen. Rocket entnahm zuerst das schwarze Mundstück. Jetzt hieß es, Luft anhalten. Sie setzte das Ding an ihre Lippen, positionierte die Zähne, bis es saß und versiegelte mit dem anderen Teil die Nasenatemwege, dann fuhr sie in einem Kreis über das Schläfenimplantat und ein Sichtschutz legte sich über ihre Augen. Er verschmolz mit der Oberfläche ihrer Haut. Bei den Ohren verhielt es sich gleich. Sie stand auf, Jemenie bot seine Schulter als Stütze, sie nahm seine Hilfe an und stieg nacheinander erst in den einen, dann in den anderen Rüstungsstiefel. Klicker ließ Rocket los und trat zurück. Über das Handcom-Steuergerät löste Rocket den Dekompressionszyklus aus. Die bernsteinfarbenen Silikontierchen, ehemals Verwesungstierchen, gefunden auf dem Persephillis Planeten Ommichroom, anschließend von Coldwater Industries zu eigenen Zwecken „umprogrammiert“ besaßen für die Weltraum- und Tiefseeforschung, wie sie Space&Submarine, die einflussreichste Tochterfirma von Coldwater Industries betrieb, eine unverzichtbare Eigenschaft. Sie waren unkaputtbar. Wie eine zweite Haut glitten sie Rockets Beine hinauf, erst die Oberschenkel, dann die Hüfte. Über den Bauchnabel erreichten sie die Brüste, umschlossen die Achseln, krochen hinunter die Arme, bis zu den Fingerspitzen und hinauf den Hals bis zum Kiefer und bis zu den Ohrenspitzen. Vorbei an den Augen, zogen sie sich Rockets Stirn rauf und verschlossen sich zu einer undurchdringlichen Masse an ihrem Haaransatz. Eine letzte Kalibrierung per Handcom, ein signifikantes Verschlussgeräusch und Rocket sog über das Mundstück dringend benötigten Sauerstoff in ihre Lungen.
„Alles Ok?“ Längst war Samson wieder näher getreten.
Rocket nickte. Mit mechanischer Stimme, die per Gedanken gesteuert über ein Mikrofon am Schläfenimplantat nach außen übertragen wurde, merkte sie an. „Das nächste Mal bist du wieder dran, Bulle. Versprochen.“
Samson war ein stolzer Mann und nahm sie beim Wort. Behutsam entnahm er der Box einen Gürtel, bestückt mit vier Quantum-Grenades und legte ihn um Rockets schmale Hüften. Sie verstand den Wink der Versöhnung und ließ ihn gewähren. Mit einem Grinsen auf den Lippen überreichte Klicker den letzten Gegenstand, eine an beiden Seiten gekrümmte Stange, den Phönix-Gleiter.
   
Ein Ultraviolett, so intensiv und blendend, dass es selbst mit dem menschlichen Augen klar zu erkennen war, tauchte den Untergrund-Garten in ein unheimliches Leuchten. Ein Flimmern, wie von einem prähistorischen Stroboskop entströmte dem Ring, der sich innerhalb der letzten halben Stunde auf das Zehnfache seiner gewöhnlichen Größe gedehnt hatte. Wummernd pulsierte der Universumsschlund. Einst als endgültige Lösung des terrestrischen Müllproblems erdacht, drohte er nun, außer Kontrolle geraten, den Raum selbst im Augenblick zu gefrieren. Breakout Nummer 13 musste dringend aufgehalten werden.

Rocket nahm Anlauf und beschleunigte innerhalb kürzester Zeit auf mehr als einhundert Sachen. Dann sprang sie ab, reckte die Arme nach vorne und der Phönix-Gleiter baute sich um sie herum auf. Als rotgelber Blitz tauchte sie ins finstere Loch und nahm alsbald mehr Farben als sie kannte wahr, bevor sie, wie von einem lebendigen Organismus ausgespuckt im luftleeren Raum eines keineswegs leeren Raums landete und sich mit zahlreichen Ausweichmanövern und deren Durchführung konfrontiert sah. Zielbesessen navigierte sie durch Gestein und Weltraumschrott, vorbei an den aufgedunsenen Körpern unglücklicher City-Garden-Besucher, auf das purschwarz glühende Zentrum zu. Sie deaktivierte den Gleiter, behielt im Fall die Lenkstange in der Hand, bevor sie sich mit den Antriebsdüsen abfing, die sich seitlich ihrer Stiefel und unter ihren Füßen befanden. So schwebte sie über dem Kern, als sie den Gürtel von ihren Hüften löste und in die zeitlose Tiefe fallen ließ. Die Explosion erfolgte in absoluter Stille. Die erste von drei Druckwellen riss Rocket aus der Vertikalen. Unkontrolliert taumelte sie in einer elliptischen Achse um ihre eigene Mitte, bis eine weitere Druckwelle sie gegen einen in Raum und Zeit, an Ort und Stelle festgefrorenen Meteoriten drückte, was ihr sämtliche Luft aus den Lungen presste und gefühlt jeden Knochen ihres Körpers zum Bersten anstrengte. Die letzte Welle sah sie kommen. Antriebsdüsen aktiviert, in die Höhe geschossen, Gleiter materialisiert und schon vollführte sie ein Space-Kunststück, das nur wenige beherrschten, den Ritt auf dem Kamm einer Welle aus purer Energie. Doch noch bevor sie den Ausgang erreichte, begann der Raum um sie herum zu erstarren.  Die zähflüssig werdende Konsistenz des Vakuums verlangsamte Rockets Flug stark. Das Tor wurde in der Ferne sichtbar. „Viel zu weit.“
Ihre letzte Chance hieß Hyperantrieb. Sie baute den murmelgroßen Energiekern aus einem ihrer Stiefel aus. Die Dekompressionstierchen reagierten auf den Verlust. Zitternd formierten sie sich neu. Doch der Anzug hielt. Jede Bewegung in dem dickflüssigen Raum erforderte Unmengen an Kraft. Rockets Herzschlag raste, während ihre Hand nur in Zeitlupe den Kern in die Vorrichtung innerhalb der Lenkstange platzieren konnte. „Hyperantrieb bereit“, teilte das Headcom endlich mit. Das Lenkrad vibrierte. Mit beiden Händen umgriff sie es. Es strahlte Wärme aus und sie drehte die Gelenke auf volle Kraft voraus. Zuerst tat sich nichts, doch dann, wie eine Fliege, die sich, hat sie erst ihre Flügel aus Kaugummi befreit, an Übermacht gewinnt, schoss Rocket im Phönix auf den winzigen ultravioletten Kreis zu. „Viel zu eng.“    

Auf der anderen Seite zählten Klicker und Samson die Druckwellen. Seit der dritten starrten sie gebannt auf das sich schließende Portal. „Sie wird wohl nicht …“, setzte Klicker an, als Samson aufgeregt „Da“, rief und tatsächlich, eine Hand krallte sich von innen an den Portalrand, eine zweite folgte und dann Rockets Kopf; ihr Helm, die Dekompressionshaut, total lädiert, wie abgeschliffen. Rockets Partner eilten herbei, zogen sie heraus. Endgültig dem Schlund entstiegen, schloss sich der Zugang augenblicklich hinter ihr und die Apparatur erlosch. Samson packte das harmlos aussehende Gerät, das immer noch wie schwerelos knapp über seinem Kopf schwebte. Er warf es auf den Boden, stampfte zehn Sekunden lang darauf herum, als ob es etwas lebendiges sei, das es zu töten galt, dann richtete er sich zu seiner vollen Größe auf, lächelte Rocket an und klopfte ihr einen Bruchteil Universumsstaub von der Schulter. „Mission complete.“
Rocket brach in mechanisch schallendes Gelächter aus.
Als allerdings ein Geräusch seine Ausbreitung fand, vergleichbar mit dem Laut, den eine Hose macht, wenn sie bis zum Bersten gespannt, plötzlich reißt, nur wesentlich wuchtiger, fast dröhnend, da stellten sich Rocket die Nackenhaare unter ihrem Bernsteinanzug auf. „Lauft!“, schrie sie. Gerade reagiert, da zerbarst das Gefüge von Raum und Zeit hinter ihnen. Unter ohrenbetäubendem Getöse stürmten die drei den Tunnel entlang, mit eingezogenen Köpfen, im Zickzack-Sprint. Der Boden bebte, dass sie schwankten, Platten hoben und senkten sich, selbst die Wände bewegten sich. „Schneller!“, trieb Klicker, Rocket und Samson an. „Hier stürzt gleich alles ein.“ Eine letzte Kurve und die drei flogen quasi in die Arme der Aufräumtruppe, der Tauri, Samsons ehemaligen Kumpanen. Diese richteten bereits Schläuche auf den Zugang zum Untergrund. „Versiegeln!“, brüllte Henson. Sein ganzes Erscheinen ließ keinen Zweifel, befehlsgewohnt, gerade Haltung, er war der Oberste der Tauri. Das Spektakel dauerte die ganze Nacht. Doch gegen Morgengrauen schien die Versiegelung endlich zu halten. Vorerst war die Gefahr gebannt.
Und dann fand Henson Zeit, sich mit Samson zu unterhalten. „Wir ham dir un dein’n Leut‘n n Arsch gerettet“, zog er ihn auf.
„Jo, dank. Einmal un nie wieda.“
Freundschaftlich schlug Henson dem Bullen auf die Schulter. „Kein Dank. Immer wieder. Ok?“
Samson nickte. Sein ehemaliger Oberst blickte mit Sorgenfalten zwischen den Augen auf die getane Arbeit. „Das hält nich ewig.“, schlussfolgerte er. „Ne andre Lösung muss her.“



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Oktoberkatze
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Ei 1 Ei 9


BeitragVerfasst am: 28.12.2015 11:29    Titel: Re: Das Mobile Blackhole Antworten mit Zitat

Hallo Belzustra,

dein Text hat auf jeden Fall Tempo. Der erste Absatz erschlägt mich allerdings mit seinen vielen technischen Begriffen, die du mir jedoch nicht näher erklärst. Erst beim zweiten Lesen komme ich dahinter, dass sich Rocket ein Hologramm in ihrer Hand anschaut. Mag aber auch daran liegen, dass ich kein Genreleser bin Wink

Was mir sonst noch aufgefallen ist:

Belzustra hat Folgendes geschrieben:

„Was ist'n dem über die Leber stolziert?“
...
„Na wird ja wohl. Was für'n Kindergarden.“

Gegen Umgangssprache im Dialog ist nichts einzuwenden, aber die Apostrophe wären schon notwendig.

Belzustra hat Folgendes geschrieben:
Einst als endgültige Lösung des terrestrischen Müllproblems erdacht, drohte er nun, außer Kontrolle zu geraten, den Raum selbst im Augenblick zu gefrieren. Breakout Nummer 13 musste dringend aufgehalten werden.

Der Grund für den Einsatz finde ich sehr beiläufig mitgeteilt. Ich hab ihn erst beim zweiten Lesen wirklich wahrgenommen.

Belzustra hat Folgendes geschrieben:
Die Explosion erfolgte in absoluter Stille.

Das Bild gefällt mir, obwohl ich nicht sicher bin, ob sowas wirklich möglich ist.

Belzustra hat Folgendes geschrieben:
„Schneller!“, trieb Klicker, Rocket und Samson an. „Hier stürzt gleich alles ein.“

Wenn Klicker die anderen beiden antreibt, muss das Komma weg. So ist es eine Aufzählung.
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Belzustra
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BeitragVerfasst am: 28.12.2015 12:07    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Oktoberkatze,

vielen Dank für deine schnelle Rückmeldung. smile extra

Zitat:
dein Text hat auf jeden Fall Tempo. Der erste Absatz erschlägt mich allerdings mit seinen vielen technischen Begriffen, die du mir jedoch nicht näher erklärst. Erst beim zweiten Lesen komme ich dahinter, dass sich Rocket ein Hologramm in ihrer Hand anschaut. Mag aber auch daran liegen, dass ich kein Genreleser bin Wink

Das Tempo entfließt den Fingerspitzen. Die meisten meiner Texte sind auf diese Art geschrieben. Ist bestimmt nicht immer einfach zu lesen.
Erschlagen wollte ich dich aber nicht wink Die vielen technischen Begriffe empfinde ich als notwendig, auch wenn es mir nicht ganz gelingt, sie durch den gesamten Text zu ziehen. Ich habe mich bemüht einfache und gut verständliche Begriffe zu finden.
Ich bin übrigens auch kein wirklicher Genreleser, nur ein Schreiber.


Zitat:
Was mir sonst noch aufgefallen ist:

Zitat:
Belzustra hat Folgendes geschrieben:

„Was ist'n dem über die Leber stolziert?“
...
„Na wird ja wohl. Was für'n Kindergarden.“


Gegen Umgangssprache im Dialog ist nichts einzuwenden, aber die Apostrophe wären schon notwendig.


Meinst du, ja? Ich habe lang hin und her überlegt, mal diese und mal jene Schreibweise probiert und ganz entschieden habe ich mich in der Tat noch nicht. Die Geschichte spielt sehr weit in der Zukunft, so dass es mir schwer fällt, der Logik zu folgen. Ich möchte ungerne, dass die "gekürzte" Sprache ausschließlich als Umgangssprache rüber kommt. Mir wäre ganz lieb, wenn diese Art zu sprechen ihren eigenen Rhythmus besitzen würde, so dass man sie im Verlauf der Geschichte nicht mehr als plump empfindet.

Zitat:
Zitat:
Belzustra hat Folgendes geschrieben:
Einst als endgültige Lösung des terrestrischen Müllproblems erdacht, drohte er nun, außer Kontrolle zu geraten, den Raum selbst im Augenblick zu gefrieren. Breakout Nummer 13 musste dringend aufgehalten werden.

Der Grund für den Einsatz finde ich sehr beiläufig mitgeteilt. Ich hab ihn erst beim zweiten Lesen wirklich wahrgenommen.

Ich denke mir etwas aus, damit es offensichtlicher wird.


Zitat:
Zitat:
Belzustra hat Folgendes geschrieben:
Die Explosion erfolgte in absoluter Stille.


Das Bild gefällt mir, obwohl ich nicht sicher bin, ob sowas wirklich möglich ist.


Soweit ich weiß verursachen Explosionen im luftleeren, schwerelosen Raum keine Geräusche. Im Weltraum herrscht demnach Stille und im Innern eines Mobile Blackhole, so habe ich entschlossen, demnach auch.

Zitat:
Zitat:
Belzustra hat Folgendes geschrieben:
„Schneller!“, trieb Klicker, Rocket und Samson an. „Hier stürzt gleich alles ein.“


Wenn Klicker die anderen beiden antreibt, muss das Komma weg. So ist es eine Aufzählung.

Das wird sofort geändert! Vielen lieben Dank.

LG
Belzustra


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Imaginatio
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BeitragVerfasst am: 28.12.2015 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Du schreibst zwar sehr verständlich, ohne Dich dabei in den technischen Details zu verlieren, aber es folgt eine Aktion nach der anderen, dadurch wirkt das Tempo etwas hoch. Es kommt einem so vor, als würde es sich um eine Actionszene handeln, dazu passiert aber Verhältnismässig wenig aufregendes. Vielleicht kannst Du dem ganzen etwas mehr Spannung geben, oder dem Leser eine kleine Pause zwischen den Erklärungen gönnen, indem Du den Text dazwischen, etwas länger ziehst.

Die Redensarten Deiner Charaktere, gefallen mir. Du solltest nur darauf achten, diesen Stil auch beizubehalten, denn sonst schleichen sich in späteren Dialogen Fehler ein, die der Leser sofort bemerkt.
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nothingisreal
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BeitragVerfasst am: 28.12.2015 17:43    Titel: Re: Das Mobile Blackhole Antworten mit Zitat

Hallo Belzustra,

ich habe wenig Zeit, wollte dennoch das eine oder andere anmerken. Nimm was du brauchst und bitte verstehe meine Anmerkungen nicht böse. Ich habe nur keine Lust auf schmeichelhafte Worte, wenn mir etwas missfällt. Ich sage es einfach direkt. Also, dann wollen wir mal:

Belzustra hat Folgendes geschrieben:



Billy Bob Mauser will die Welt zerstören, oder die letzte verheerende Erfindung vor des Rätsels Lösung - das Mobile Blackhole



12 017 A.Z (Antik.Zeit)
Muss da nicht ein Leerzeichen hin? Zwischen Antik. und Zeit?
Zitat:

Coldwater City


Mobile Blackhole–Outbreak im City Unterground Garden

Gespenstisch hallten ihre Schritte im asynchronen Gleichklang von den Tunnelwänden wider. Ihre Schatten türmten sich im spärlichen Licht bis zur gekrümmten Decke hinauf. Zwei Männer und eine Frau …

Soll mir das Angst einjagen? Oder besonders neugierig machen? Zwei Männer und eine Frau. Warum schreibst du nicht einfach nur: Die Schatten zweier Männer und einer Frau etc.

Zitat:


Rocket berührte das metallene Implantat an ihrer linken Schläfe, schloss die Augen und öffnete das i-Com.

Vom Apple?
Zitat:
Auf Metaebene durchforstete sie dutzende Mission-Files, bevor sie fand, was sie suchte, einen Ray-Scan vom Outbreak. Sie katapultierte das Bild per Eyetooth in ihre ausgestreckte einleerzeichenweniger Handfläche und zog es anschließend mit beiden Händen auseinander, bis es sie wie eine Blase umhüllte, die sie beim Gehen begleitete.
Breche den Satz auf zwei. Er ist zu lang.
Zitat:
Sie zoomte per Push&Pull ins Zentrum, mitten in den Kern aus purschwarzer Energie und studierte ihr Missionsziel.

Okay, hier bin ich raus. Welche purschwarze Energie? Ich kann mir darunter nichts vorstellen.
Zitat:
Da ließ Jemenie Klicker, der Missionsleiter der Phönix21 KOMMA  die Gruppe halten, zu plötzlich, als dass Rocket hätte verhindern können, in ihn rein zu stolpern.

Normalerweise sagt man reinzulaufen. (ich glaube übrigens man schreibt das zusammen, aber ich bin kein Experte) Aber ich denke, es ist Geschmackssache.
Zitat:
„Sorry“, nuschelte sie, schaltete das i-Com auf Standby und trat einen Schritt zurück.

Wie reagiert Klicker darauf? Gar nicht? Beachtet er sie nicht einmal? Was fühlt sie dabei? Scham, Ärger auf sich selbst, auf ihn etc.?
Zitat:
Tikar Samson, der Bulle KOMMA schloss auf, in einer seiner Pranken einen massiven Dunkelkoffer.

Da es ein SF ist, kann es tatsächlich sein, dass Tikar ein Alienbulle ist. Daher hier eventuell irgendwie klarmachen, ob es sich um einen Menschen oder Alien oder Mutation oder Roboter oder weiß-der-Geier-wenn handelt.
Zitat:
„Hier ist nah genug“, teilte Klicker ihnen mit und Samson ließ den Koffer zu Rockets Füßen knallen, haarscharf an ihren Zehen vorbei. Erschrocken zuckte sie zusammen.
„Bist du bescheuert, Bulle?“, sie boxte ihn. „Das Ding wiegt ne gefühlte Tonne. Ich brauch meine Zehen noch.“

Sie boxte ihn? Freundschaftlich, mit aller Kraft etc.?
Zitat:
Samson knurrte:
knurren ist keine Art etwas zu sprechen. Du kannst nicht knurrend etwas sagen. Geht einfach nicht.
Zitat:
  „Weiß nich‘ wat de meenst“ und entriegelte per Fußtritt das Koffersiegel.

Okay, das zerstört absolut mein Bild vom Bullen. Ich habe mir einen kräftigen Kerl mitte Vierzig, mit Tattoos, hervortrettenden Adern und kahlrasierten Kopf vorgestellt. Wenn das keine Satire ist, dann passt es zu mindestens in meinen Augen nicht.
Zitat:
Der Deckel klappte mechanisch auf. „Anziehen kannste dich alleen?“, brummte Samson fragend und wendete sich doch, ohne Rockets Antwort abzuwarten, ab.

Warum wendete er sich doch ab? Was hat das doch für eine Funktion hier. Der Satz ist übrigens sehr umständlich dadurch, dass du das "ab" hinten hinstellst.
Zitat:

„Was ist n dem über die Leber stolziert?“

Wer sagt das?
Zitat:

„Nicht was, wer. Voilà, moi.“,

Da kommt kein Punkt vor einem Komma. Das ist laut Duden schlicht und ergreifend falsch.
Zitat:
ließ Klicker verlauten. „Ich habe entschieden, dass Samson für diesen Auftrag nicht die richtige Person ist. Das sieht er nicht ein, hält er sich doch für unseren Spezialisten, wenn es darum geht, Sachen in die Luft zu jagen.“

Oh ja, klär den Leser auf, was genau sie vorhaben, schließlich würde das in einer echten Situation genauso passieren. Wisst ihr noch, was unser Auftrag ist, irgendwas in die Luft zu jagen, nicht vergessen, ja?
Außerdem, was ist die Reaktion vom Bullen darauf?
Zitat:

Rocket grinste. „Das ist alles?“
Jemenie nickte. „Der kriegt sich wieder ein.“

Wer ist Jemenie? Ich musste hochscrollen, um herauszufinden, dass das Klicker ist. Ist das der Beginn der Geschichte? Wenn ja, versuche die Namen soweit wie möglich zu reduzieren. Nicht für jeden zehn unterschielche zu verwenden. Das verwirrt.
Zitat:


„Na wird ja wohl. Was für n Kindergarden.“ Sie zog an den Schnüren ihres Mantels, befreite die Schultern und schon segelte das Kleidungsstück zu Boden. Darunter war Rocket in einen hautfarbenen Ganzkörperanzug gehüllt. Sie bückte sich hinunter zum Koffer, PUNKT die metallenen Antriebsstiefel mit integrierter Dekompressionstechnik standen aufrecht parat, daneben, KEINKKOMMA vier weitere Mulden mit unscheinbar aussehenden Gegenständen.

Was für Gegenstände?
Was ist hier überhaupt passiert? Gab es da einen Zeitsprung? Wo ist der Bulle hin? Ich habe nur gelesen, er wandte sich ab. Ist er auch weggegangen? Warum hast du zwei Zeilen dazwischen gemacht? Warum zieht Rocket sich plötzlich aus? Warum konnte sie nicht schon davor so rumlaufen?
Zitat:
Rocket entnahm zuerst das schwarze Mundstück. Jetzt hieß es, Luft anhalten. Sie setzte das Ding an ihre Lippen, positionierte die Zähne, bis es saß und versiegelte mit dem anderen Teil die Nasenatemwege, PUNKT dann fuhr sie in einem Kreis über das Schläfenimplantat und ein Sichtschutz legte sich über ihre Augen.

Ich weiß, Schachtelsätze sind bei Autoren immer noch in. Bei Lesern aber unbeliebt wink
Zitat:
Er verschmolz mit der Oberfläche ihrer Haut.
Wer? Der Sichtschutz? Oberfläche der Haut klingt sehr technisch.
Zitat:
Bei den Ohren verhielt es sich gleich.
Verstehe ich nicht, überzieht sie keine Haut? Der Zusatz klingt übrigens nach einem Zusatz.
Zitat:
Sie stand auf, Jemenie bot seine Schulter als Stütze,PUNKT sie nahm seine Hilfe an und stieg nacheinander erst in den einen, dann in den anderen Rüstungsstiefel. Klicker ließ Rocket los und trat zurück. Über das Handcom-Steuergerät löste Rocket den Dekompressionszyklus aus. ABSATZ Die bernsteinfarbenen Silikontierchen, ehemals Verwesungstierchen, gefunden auf dem Persephillis Planeten Ommichroom, anschließend von Coldwater Industries zu eigenen Zwecken „umprogrammiert“ besaßen für die Weltraum- und Tiefseeforschung, wie sie Space&Submarine, die einflussreichste Tochterfirma von Coldwater Industries betrieb, eine unverzichtbare Eigenschaft.

Immer noch sehr, sehr unbeliebt, vor allem, wenn jede Menge Fachbegriffe verwendet werden und neuer Wortschatz eingeführt wird.
Wozu überhaupt der Lexikoneintrag? Wo sind diese Silikontierchen? Und was sind ehemalige Verwesungstierchen? Tiere, die schon verwest sind und dann wieder lebendig wurden? Vielleicht verstehe ich etwas grundlegendes nicht, aber das macht für mich keinen Sinn.
Zitat:
Sie waren unkaputtbar.

Auch wenn es das Wort gibt, hört es sich fürchtbar an. Meine Meinung.
Zitat:
Wie eine zweite Haut glitten sie Rockets Beine hinauf, erst die Oberschenkel, dann die Hüfte.

Wer? Die Tierchen?
Zitat:
Über den Bauchnabel erreichten sie die Brüste, umschlossen die Achseln, krochen hinunter die Arme, bis zu den Fingerspitzen und hinauf den Hals bis zum Kiefer und bis zu den Ohrenspitzen. Vorbei an den Augen, zogen sie sich Rockets Stirn rauf und verschlossen sich zu einer undurchdringlichen Masse an ihrem Haaransatz. Eine letzte Kalibrierung per Handcom, ein signifikantes Verschlussgeräusch und Rocket sog über das Mundstück dringend benötigten Sauerstoff in ihre Lungen.
„Alles Ok?“ Längst war Samson wieder näher getreten.
Rocket nickte. Mit mechanischer Stimme, die per Gedanken gesteuert über ein Mikrofon am Schläfenimplantat nach außen übertragen wurde, merkte sie an. DOPPELPUNKT „Das nächste Mal bist du wieder dran, Bulle. Versprochen.“
Samson war ein stolzer Mann und nahm sie beim Wort. Behutsam entnahm er der Box einen Gürtel, bestückt mit vier Quantum-Grenades und legte ihn um Rockets schmale Hüften. Sie verstand den Wink der Versöhnung und ließ ihn gewähren. Mit einem Grinsen auf den Lippen überreichte Klicker den letzten Gegenstand, eine an beiden Seiten gekrümmte Stange, den Phönix-Gleiter.


Okay, aus Zeitgründen nur bis hierhin.

Denke noch einmal daran, ich schreibe direkt meine Gedanken auf. Nichts ist böse gemeint und fast immer nur meine Meinung.
Übrigens: Ich habe erst nach einer Weile verstanden, dass die drei dieselben drei sind, die im allerersten Absatz vorkamen.
Nenne die Leute immer gleich, zu mindestens am Anfang, das erleichtert das Lesen.
Verwende nicht soviele neue Begriffe auf sowenigen Zeilen. Das kann sich der Leser einerseits nicht merken, andererseits verwirrt es ihn nur.

Soviel von mir.

LG NIR


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nothingisreal
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BeitragVerfasst am: 28.12.2015 23:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe gearde gesehen, ich habe deine Fragen gar nicht beantwortet:

Erst einmal, ich würde vorerst weiterlesen, denn eventuell komme ich dann in den Stil rein.
Die Sprache wirkt teilweise sehr poetisch, teilweise sehr modern. Bei den Beschreibungen tue ich mir schwer, einerseits sind sie total schön, andererseits drifte ich ab, weil der Text einfach fließt. Kann das nicht genau erklären.
Ich empfand keine langen Erzählblöcke bis auf den "Lexikonauszug". Das störte die Spannung aber nicht. Na ja, vielleicht der Teil mit dem Anzug, der war mir etwas zu lang. Da, wo sie sich anzieht. Aber sonst nicht.

So, bin dann mal weg.


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Belzustra
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BeitragVerfasst am: 29.12.2015 13:17    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Imaginatio,

deine Anmerkung zum Text empfinde ich als äußerst hilfreich. Ich werde mir überlegen, wie und wo ich eine Art Ruhephase einfügen kann, um dem Text ein wenig an Tempo zu nehmen. Und was die Redensart der Figuren angeht, ich werde mich bemühen, den Stil aufrecht zu erhalten, mehr kann ich nicht versprechen wink Lieben Dank



Hallo NIR,

schön, von dir zu lesen und dafür, dass du wenig Zeit hattest, ist deine Antwort ganz schön ausführlich ausgefallen wink

Was deine direkte Art angeht, mach dir keine Sorgen. Schmeichelhafte Worte ist nichts, was man in diesem Forum erwartet. Würde ich solcherlei benötigen, würde ich meine Texte meinen Freunden vorlegen lol2

Eines vorweg, abgesehen von "Antik.Zeit" akzeptiere ich jegliche Verbesserungen bezüglich Interpunktion, Grammatik und Rechtschreibung anstandslos. Vielen Dank.

Zitat:
Zitat:
Zitat:

Coldwater City


Mobile Blackhole–Outbreak im City Unterground Garden

Gespenstisch hallten ihre Schritte im asynchronen Gleichklang von den Tunnelwänden wider. Ihre Schatten türmten sich im spärlichen Licht bis zur gekrümmten Decke hinauf. Zwei Männer und eine Frau …


Soll mir das Angst einjagen? Oder besonders neugierig machen? Zwei Männer und eine Frau. Warum schreibst du nicht einfach nur: Die Schatten zweier Männer und einer Frau etc.



Das klingt mir für einen Einleitungssatz ein bisschen zu ordinär. Sinn und Zweck der drei Punkte? Eine Art Hinauszögerung vielleicht, so dass der Leser sich einen Moment länger als gewöhnlich zwei Männer und eine Frau vorstellt, die einen Tunnel entlanggehen.

i-Com: Das muss nach meiner Logik nicht unbedingt etwas mit Apple zu tun haben. Es kann sich über die Zeit zu einem Eigennamen entwickelt haben, zu einer Art Eigenschaft in Bezug auf Technologie, ein Kommunikationsgerät, das über den Sehnerv, verbunden mit dem Gehirn über eine fortgeschrittene Kommunikations-, Informations- und Darstellungstechnik (Hologramm) verfügt. Aber nun gut, ich denke, dass ist die einzige Stelle, an der ich den Begriff auf diese Art verwende. Mal schauen, entweder lasse ich das "i" weg, oder ich arbeite es besser in den Text ein.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Auf Metaebene durchforstete sie dutzende Mission-Files, bevor sie fand, was sie suchte, einen Ray-Scan vom Outbreak. Sie katapultierte das Bild per Eyetooth in ihre ausgestreckte einleerzeichenweniger Handfläche und zog es anschließend mit beiden Händen auseinander, bis es sie wie eine Blase umhüllte, die sie beim Gehen begleitete.

Breche den Satz auf zwei. Er ist zu lang.
Das sind doch zwei Sätze. Nach "Outbreak" steht ein Punkt und keiner von beiden Sätzen ist zu lang. Da befinden sich im Text sicher bessere Beispiele für längere Sätze.


Zitat:
Zitat:
Zitat:
Sie zoomte per Push&Pull ins Zentrum, mitten in den Kern aus purschwarzer Energie und studierte ihr Missionsziel.

Okay, hier bin ich raus. Welche purschwarze Energie? Ich kann mir darunter nichts vorstellen.
Dann habe ich mich nicht gut genug ausgedrückt. Sie hat einen Scan vom Mobile Blackhole, eine Art schwarzes Loch mit einem Kern aus purschwarzer Energie.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
„Sorry“, nuschelte sie, schaltete das i-Com auf Standby und trat einen Schritt zurück.

Wie reagiert Klicker darauf? Gar nicht? Beachtet er sie nicht einmal? Was fühlt sie dabei? Scham, Ärger auf sich selbst, auf ihn etc.?
Ist das echt wichtig, was sie dabei empfindet? Und warum muss Jemenie reagieren? Sein Nicht-Reagieren sollte für sich sprechen. In dieser Truppe herrschen flache Hierarchien.

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Tikar Samson, der Bulle KOMMA schloss auf, in einer seiner Pranken einen massiven Dunkelkoffer.

Da es ein SF ist, kann es tatsächlich sein, dass Tikar ein Alienbulle ist. Daher hier eventuell irgendwie klarmachen, ob es sich um einen Menschen oder Alien oder Mutation oder Roboter oder weiß-der-Geier-wenn handelt.
Wichtige Anmerkung, auf die ich gerade nicht antworten kann, weil du mich auf eine Idee gebracht hast und ich mich jetzt erst einmal entscheiden muss wink Danke

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„Hier ist nah genug“, teilte Klicker ihnen mit und Samson ließ den Koffer zu Rockets Füßen knallen, haarscharf an ihren Zehen vorbei. Erschrocken zuckte sie zusammen.
„Bist du bescheuert, Bulle?“, sie boxte ihn. „Das Ding wiegt ne gefühlte Tonne. Ich brauch meine Zehen noch.“


Sie boxte ihn? Freundschaftlich, mit aller Kraft etc.?
Das sollte aus dem Dialog hervorgehen.

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Samson knurrte:

knurren ist keine Art etwas zu sprechen. Du kannst nicht knurrend etwas sagen. Geht einfach nicht.
Ohh, ich mag's, wenn Männer knurren lol Aber stimmt schon, was du sagst, knurrend kann man nichts sagen. Ist mir bisher nicht aufgefallen.

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„Weiß nich‘ wat de meenst“ und entriegelte per Fußtritt das Koffersiegel.

Okay, das zerstört absolut mein Bild vom Bullen. Ich habe mir einen kräftigen Kerl mitte Vierzig, mit Tattoos, hervortrettenden Adern und kahlrasierten Kopf vorgestellt. Wenn das keine Satire ist, dann passt es zu mindestens in meinen Augen nicht.
Überraschung! Der Bulle ist nicht, wie man ihn sich vorstellt. Das empfinde ich jetzt aber mal gar nicht als schlimm. Wenn "Bulle" nämlich nur ein Name ist, oder eine Gruppenzugehörigkeit, dann muss das nicht gezwungenermaßen mit seinem Äußeren, oder seiner Redensart übereinstimmen.

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Der Deckel klappte mechanisch auf. „Anziehen kannste dich alleen?“, brummte Samson fragend und wendete sich doch, ohne Rockets Antwort abzuwarten, ab.


Warum wendete er sich doch ab? Was hat das doch für eine Funktion hier. Der Satz ist übrigens sehr umständlich dadurch, dass du das "ab" hinten hinstellst.
Der Satz ist Mist, ich weiß. Habe ihn schon zigmal leicht umformuliert. Das "doch" hat aber einen Sinn. Er fragt schließlich, interessiert sich aber nicht für ihre Antwort. Meine Ausdrucksweise lässt hier allerdings zu wünschen übrig.

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„Was ist n dem über die Leber stolziert?“

Wer sagt das?
Rocket. Am Ende des vorherigen Satzes befindet sich der Leser bei Rocket. Ich dachte, es wäre nicht nötig, darauf zu verweisen.

Zitat:
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Rocket grinste. „Das ist alles?“
Jemenie nickte. „Der kriegt sich wieder ein.“


Wer ist Jemenie? Ich musste hochscrollen, um herauszufinden, dass das Klicker ist. Ist das der Beginn der Geschichte? Wenn ja, versuche die Namen soweit wie möglich zu reduzieren. Nicht für jeden zehn unterschielche zu verwenden. Das verwirrt.
Drei Namen werden ja wohl nicht zu viel sein und was sagst du dann, wenn du den nächsten Teil zu Gesicht bekommst. Oh je, nochmal drei Namen, nein warte, vier!!

Zitat:
Warum zieht Rocket sich plötzlich aus? Warum konnte sie nicht schon davor so rumlaufen?
Guter Punkt. Frage ich mich auch gerade. lol2

Zitat:
Ich weiß, Schachtelsätze sind bei Autoren immer noch in. Bei Lesern aber unbeliebt wink
Ist mir egal, behaupte ich jetzt einfach mal ganz dreist und direkt. Ich habe mich jetzt jahrelang darum bemüht, Regeln zu folgen, unter anderem einer solchen. Das hat mich einiges gelehrt und zwar, das man auch Luft braucht, seinen eigenen Stil zu finden und deshalb muss man sich erlauben, ab und an schlichtweg frei zu schreiben, Schachtelsätze inklusive. Der Leser sollte auch nicht zu bequem werden und vor allem nicht zu kritisch. Ein Buch ist schnell verschlungen und leicht kritisiert, aber eines kann man nicht behaupten, nämlich, dass es schnell geschrieben ist!

Das mit den Dekompressionstierchen werde ich überarbeiten.

Ich danke dir für deine Anmerkungen und hoffe, dass ich nicht zu abweisend, oder direkt rüber gekommen bin. Am Freitag werde ich die Geschichte überarbeiten und ich werde all die Dinge berücksichtigen, auf die du und auch die anderen mich hingewiesen habt.

LG
Belzustra


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nothingisreal
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BeitragVerfasst am: 30.12.2015 16:27    Titel: Antworten mit Zitat

Belzustra hat Folgendes geschrieben:


Zitat:
Zitat:
Zitat:
„Sorry“, nuschelte sie, schaltete das i-Com auf Standby und trat einen Schritt zurück.

Wie reagiert Klicker darauf? Gar nicht? Beachtet er sie nicht einmal? Was fühlt sie dabei? Scham, Ärger auf sich selbst, auf ihn etc.?
Ist das echt wichtig, was sie dabei empfindet? Und warum muss Jemenie reagieren? Sein Nicht-Reagieren sollte für sich sprechen. In dieser Truppe herrschen flache Hierarchien.

Meines Erachtens ja. Ich möchte schließlich wissen, wie die Leute so drauf sind. Die flachen Hierarchien behauptest du gerade. Aber du kannst nicht jeden Leser nach dem Lesen der Geschichte sagen, da herrschen flache Hierarchien. Hier hast du den Moment, in dem du das zeigen kannst.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
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„Hier ist nah genug“, teilte Klicker ihnen mit und Samson ließ den Koffer zu Rockets Füßen knallen, haarscharf an ihren Zehen vorbei. Erschrocken zuckte sie zusammen.
„Bist du bescheuert, Bulle?“, sie boxte ihn. „Das Ding wiegt ne gefühlte Tonne. Ich brauch meine Zehen noch.“


Sie boxte ihn? Freundschaftlich, mit aller Kraft etc.?
Das sollte aus dem Dialog hervorgehen.

Tut es aber nicht. Ich kann dir ihre Worte in zig unterschiedlichen Möglichkeiten sagen. Ich kann gespielt böse sein, ich kann wirklich böse sein etc.



Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:

„Was ist n dem über die Leber stolziert?“

Wer sagt das?
Rocket. Am Ende des vorherigen Satzes befindet sich der Leser bei Rocket. Ich dachte, es wäre nicht nötig, darauf zu verweisen.

Ist es auch nicht, wenn es im selben Absatz steht. Was es hier nicht tut.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:

Rocket grinste. „Das ist alles?“
Jemenie nickte. „Der kriegt sich wieder ein.“


Wer ist Jemenie? Ich musste hochscrollen, um herauszufinden, dass das Klicker ist. Ist das der Beginn der Geschichte? Wenn ja, versuche die Namen soweit wie möglich zu reduzieren. Nicht für jeden zehn unterschielche zu verwenden. Das verwirrt.
Drei Namen werden ja wohl nicht zu viel sein und was sagst du dann, wenn du den nächsten Teil zu Gesicht bekommst. Oh je, nochmal drei Namen, nein warte, vier!!

Jetzt fühle ich mich leicht verarscht!
Nein, du missverstehst mich. Drei Namen und selbst weitere vier erschrecken mich nicht im Geringsten. Das Problem ist, dass du für jeden von den drei noch andere Bezeichnungen hast. Jeremie ist nicht nur Jeremie. Für dich ist es einfach. Für mich als Leserin, die die drei erst kennengelernt hatte, dagegen schwer sich zu merken, wer wer ist. Desweiteren kommt hier noch ein Logikproblem dazu. Rocket ist ja die Perspektive aus der du schreibst. Das bedeutet, man muss sich fragen, wie nennt sie Jeremie? Und dabei solltest du auch bleiben.

Zitat:

Ich danke dir für deine Anmerkungen und hoffe, dass ich nicht zu abweisend, oder direkt rüber gekommen bin. Am Freitag werde ich die Geschichte überarbeiten und ich werde all die Dinge berücksichtigen, auf die du und auch die anderen mich hingewiesen habt.



Nein, alles perfekt smile Dann bin ich mal gespannt. Denk daran, alles ist nur meine Meinung.

LG NIR


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BeitragVerfasst am: 30.12.2015 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Belzustra,

ich hab' mich durch deinen Text gekämpft und darüber nachgedacht, warum ich damit nicht warm werden kann.
Hier nur die m.E. wichtigsten Punkte:
    - schiefe Bilder, die mich immer wieder aus dem Lesefluss rissen, bzw. verhinderten, dass dieser überhaupt zustande kommt ("asynchroner Gleichklang", "Ultraviolett, so intensiv und blendend", "prähistorischen Stroboskop" , "einen in Raum und Zeit, an Ort und Stelle festgefrorenen Meteoriten", ...)
    - zu viele unwichtige Details, dafür fehlt Wesentliches: Emotionen und Gedanken des Perspektivträgers.
    - Verhalten und Redeweise der Figuren passen nicht zum Stand der Technik
    - Stil ändert sich ohne erkennbaren Grund (wo Rocket sich mit dem Dekompressionsanzug bekleidet): Vorher wird der Leser seiner Intuition überlassen, jetzt wird ihm zu viel erklärt. Insbesondere die Beschreibung über welche Körperteile die Silikonteilchen kriechen haben bei mir Kopfschütteln ausgelöst.
    - Beim ersten und zweiten mal Lesen dachte ich, Rocky würde 100 km/h rennen können.
    - Der Ortswechsel ist nicht erkennbar. Erst beim vierten Lesen ist mir aufgefallen, dass sie mit ihrem Gleiter ins finstere Loch getaucht ist. Das musst du vorbereiten (später wird ja ersichtlich, dass es eine Art Gerät gibt ...)
    - Das tat weh beim Lesen: "Unkontrolliert taumelte sie in einer elliptischen Achse um ihre eigene Mitte..."
    - Und das auch: "Die zähflüssig werdende Konsistenz des Vakuums verlangsamte Rockets Flug stark"
    - Dass der Gleiter keine Energie für seinen Hyperantrieb eingebaut hat, kauf' ich dir nicht ab.
    - Die Figuren agieren mir zu emotionslos.


Hast du dich mal gefragt, warum das jemand lesen sollte (ich meine, wenn's mal "fertig" ist) und welche Bilder und Gefühle dein Text hervorrufen soll?

Was mich noch interessiert: Wie oft hast du den Text überarbeitet?

Zum Trost: Die Bedrohung, die du hier andeutest, hat Potential und du hast gute Ideen.
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Belzustra
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 33
Beiträge: 342
Wohnort: Belgien


BeitragVerfasst am: 01.01.2016 20:37    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Erst einmal: Frohes neues Jahr!

Hallo NIR,

ich habe mir deine Einwände durchgelesen und werde nun überlegen, wie ich was umsetzen kann. Danke für deine Hilfe.


Hallo Amateur,

Zitat:
Zum Trost: Die Bedrohung, die du hier andeutest, hat Potential und du hast gute Ideen.
Ich benötige zwar keinen Trost, aber danke. wink

Einige der Bilder, die du bemängelst, gefallen mir selbst ziemlich gut. Schätze, das ist Geschmackssache, oder eine Stilfrage, wobei mir bewusst ist, dass dieser Text keinen speziellen außergewöhnlichen Stil besitzt. Das kommt schon noch.

An deinen Anmerkungen habe ich auf jeden Fall gemerkt, wo die Schwachstellen meines Textes sich befinden. Mein Fazit? Ein anderer Ansatzpunkt muss her.

Zitat:
Hast du dich mal gefragt, warum das jemand lesen sollte (ich meine, wenn's mal "fertig" ist) und welche Bilder und Gefühle dein Text hervorrufen soll?

Ja, habe ich. Und ich habe versucht, genau dies umzusetzen!!

Zitat:

Was mich noch interessiert: Wie oft hast du den Text überarbeitet?
Was für eine Frage. Höre ich darin eine Art Vorwurf heraus, oder bilde ich mir das nur ein? Ich kann dir natürlich gerne meine Arbeitsweise erklären.
Ich schreibe, am nächsten Tag überarbeite ich das bereits Geschriebene und schreibe weiter. Diese Geschichte befindet sich noch im Entstehungsprozess. Ich habe vier-, oder fünfmal daran geschrieben, also ähnlich viele Überarbeitungen bzw. Anpassungen vorgenommen.

LG
Belzustra


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Rodge
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BeitragVerfasst am: 02.01.2016 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

ich kann mit der Sprache überhaupt nichts anfangen und habe es nur bis unten "geschafft". Auch kleine Änderungen würden für mich nicht ausreichen. Auch glaube ich, dass das technisch zu kompliziert ist, wer weiß schon, dass man Dateien auf Meta-Ebene durchsuchen kann, indem man die Informationen über die jeweiligen Dateien auswertet.

Grüße
Rodge

"Auf Metaebene durchforstete sie dutzende Mission-Files, bevor sie fand, was sie suchte, einen Ray-Scan vom Outbreak".
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