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thatscoya
Geschlecht:weiblichAbc-Schütze

Alter: 17
Beiträge: 3
Wohnort: Deutschland


BeitragVerfasst am: 11.01.2016 15:40    Titel: Dieses Buch trägt noch keinen Namen. eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Über eine Geschäftsführerin, die egoistisch und arrogant eine Afrikareise startet und als eine andere Person zurückkommt.

KAPITEL 2
Die Straßen waren verschneit. Ich stieg aus dem Auto und kramte dabei den Schlüssel mit der Bommel raus. Wer weiß, ob ich den überhaupt noch habe. Ich war schon ewig nicht mehr in dem Waldhaus meines Vaters, ein weiteres Erbe. Er hatte hier am Wochenende seine Zeit verbracht. Er sagte mir, dass seine besten Ideen für das Unternehmen hier entstanden, mitten im Wald wo sich Fuchs und Hase eine gute Nacht wünschten, so erzählte er es mir immer, als ich noch ein Kind war. Ich schloss die Tür auf und sofort stieg mir der intensive Geruch von Holz und Gewürzen entgegen, so als wäre mein Vater erst gestern hier gewesen. Es roch hier schon seit Jahren nach Teebeuteln und Lavendel, denn mein Vater hatte eine Vorliebe für Wildkräuter, besonders wenn er diese selbst pflücken ging. Seinen Tee hatte er mit mir damals öfters selber gemischt, er ist in den Wald gegangen und hat gesagt ich soll nach Brombeeren suchen und ihm die Blätter davon in den Korb legen.
Ich setzte mich auf den Stuhl, bis mir auffiel dass eine Kiste auf der Fotos draufgedruckt war, auf dem Tisch stand. Ich legte meine Jacke ab und öffnete die Fotokiste. Oben drauf lag ein Bild meines Vaters, meiner Mutter und mir wie wir gerade an Weihnachten eine Gans aßen. 1995 stand unten rechts. Ich war zu diesem Zeitpunkt also fünf Jahre alt. Ich holte den Stapel Fotos aus der Kiste und griff ein Bild, dass ich tatsächlich noch in Erinnerung hatte. Mein Vater in diesem Haus, auf diesem Stuhl mit Benny, seinem Berner Sennenhund auf dem Arm. Benny verdeckte seinen ganzen Körper und man konnte nur noch das Gesicht meines Vaters erkennen. Er lachte und die Verbundenheit zwischen Mensch und Hund könnte nicht besser in einem Foto ausgedrückt werden. Mein Vater ging damals drei Mal am Tag mit Benny Pilze suchen, woraus er meist eine Jägersoße oder eine Lasagne kochte. Er war kein besonders guter Koch um ehrlich zu sein, aber ihm hatte es Spaß gemacht und manchmal war es sogar genießbar. Egal wie schlecht es geschmeckt hat, er hat sich immer darüber gefreut und gesagt: "Wenn das heute nicht so ein schöner Tag gewesen wäre, mit Benny in dem Wald, dann würde ich das gar nicht essen. Aber ich habe mir so viel Mühe gemacht, also tue ich wenigstens so als könnte man es essen." Das war auch seine Lebenseinstellung. Wenn man für etwas gearbeitet hat, egal wie schwer es war und was daraus geworden ist, freue dich. Es gibt keinen Grund traurig zu sein, auch wenn es schlecht geworden ist. Du hast dafür gearbeitet und es hat Spaß gemacht, also tue so als würde sich die Arbeit gelohnt haben. Wenn nicht, weißt du was du verbessern kannst. Dazu ist das Leben da, lernen und zuversichtlich sein.
Auch wenn ich nicht der Typ für Gefühle und Emotionen bin, die Erinnerungen an  meinen Vater machen mich schnell traurig. Aber er hatte auch gesagt, egal wann und wo ich sterbe, du hast deine Erinnerungen mit mir, auf die du immer zurückblicken kannst. Wenn du willst, bin ich also immer da, wenn auch nur in deinen Gedanken. Denk immer daran, dass ich erst verschwinde, wenn du nicht mehr an mich denkst. Diese Worte klungen lange Zeit nach, selbst jetzt, nach zwei Jahren. Ich finde 87 Jahre sind ein stolzes Alter und mein Vater hat viel erlebt und erreicht in seinem Leben, er hat die endlose Sorgenfreiheit und Ruhe verdient. Ich blätterte weiter und fand ein anderes Foto, das ich tatsächlich noch kannte. Mein Vater, wie er seinen 80. Geburtstag feierte. Feiern, mehr oder weniger. Er saß auf dem Stuhl, auf dem ich hier gerade sitze und auf dem Tisch stand eine Torte, auf den ersten Blick eine Hochzeitstorte. Sie hatte vier Stöcke und obendrauf stand eine 80. Mein Vater sah schon etwas müde aus. Man konnte, umso neuer die Fotos und umso älter mein Vater war, erkennen wie er erfahrener und ruhiger er wurde. Die lebende Energie, die er auch noch mit 50 Jahren hatte, sah man ihm bald nicht mehr an. Allgemein hatte er seine Einstellung zum Leben und seine Art kurz vor seinem Tod ziemlich geänderrt. Er hatte immer das Motto gehabt gehe froh durchs Leben und vergesse alle Schattenseiten. Irgendwann, bestimmt vier Jahre vor seinem Tod hatte er sich viel Gedanken über die negativen Seiten der Welt gemacht, angefangen sich zu fragen, was er verbessern könnte. Trotzdem war sein positiver Kern immer noch am Strahlen. 2013 war es dann so weit und eines Abends, als er schlafen ging, wachte er nächsten Morgen nicht mehr auf. Ich war dort seit drei Monaten 18 und voller Energie und Lebensfreude, die mir seit dem Zeitpunkt an genommen wurde. Ich hatte bis zu meinem 19. Lebensjahr eine mehr oder wenige schwere Depression, da mir einfach die größte Bezugsperson fehlte. Mein Vater. Ich hatte das Gefühl, verloren zu sein. Wen sollte ich jetzt fragen, wenn ich fragen musste. Wer gab mir eine Antwort. All das ging mir Tag für Tag durch den Kopf. Nach einer Zeit fing ich dann an, an das Unternehmen meines Vaters zu denken, welches Lynn, die stellvertretende Chefin für ein paar Monate übernahm. Als sie schwanger wurde, musste ich einfach machen. Einfach ein Modeunternehmen übernehmen und leiten. Ich war so überfordert und lustlos zugleich, die Firma war einmal kurz vor dem Abgrund, bis ich mich dazu entschloss, Michael, den besten Freund meines Vaters, anzurufen. Er hatte meinem Vater immer geholfen und ihm, so denke ich, die wertvollsten Dinge, die er nie in einem Studium hätte lernen können, beigebracht. Er wohnte zwar immer noch in Los Angeles, dort wo mein Vater und er sich kennengelernt hatten, aber er hatte mir einen Mann seines Vertrauens, wie er es nannte, empfohlen und gesagt, ich solle mit ihm zusammen arbeiten. Ich wohnte zu der Zeit schon seit vier Jahren in Deutschlad mit meinem Vater, daher waren regelmäßige Treffen mit ihm nicht möglich. Er war Unternehmensberater und sehr erfolgreich. Durch Hilfe von Michael schaffte ich es, nach und nach alles auf die Beine zu stellen und wenigstens die Hälfte eines Studiums nachzuholen. Ich war gerade erst aus der Schule raus, hatte keine Möglichkeit zu studieren. Umso stolzer bin ich nun, dass das Unternehmen unter meiner Hand so gut läuft. So ein großer Erfolg macht einen Menschen mutig, selbstsicher und selbstbewusst. Und, ein netter Nebeneffekt, Erfolg ist die größte Motivation.


16 Uhr und ich habe immer noch so gut wie nichts heute geschafft. Seit zwei Stunden bin ich schon zu Hause und überlege, was man mit so einem angebrochenen Abend machen könnte. Diese Probleme scheinen sich zu regeln, denn mein privates Handy klingelt. "Hey Noreen!", begrüßte mich eine fröhliche, angenehme Stimme. Es war Evelyn. "Hey Evy, ich hätte nicht erwartet dass du nochmal anrufst! Seit zwei Wochen warte ich darauf", lachte ich. Evelyn ist eine alte Schulfreundin aus Los Angeles. Ich ging damals mit ihr auf die Schule und hatte mich von Anfang an gut mit ihr verstanden. Ihr Vater ist Noah Cunningham, ein angesehener Regisseur. "Oh Noreen, das tut mir Leid. Ich don't know dass du darauf wartest", Evy konnte zwar Deutsch sprechen, aber sie fand nicht immer die richtigen Wörter und benutzte daher gleich die englischen. "Jaja, ich hatte sowieso  sehr viel zu tun. Es passt mir gut, dass du anrufst. Ich weiß, nach Langem, nicht, was ich machen soll. Es stimmt, dass der Beruf irgendwann dein Hobby wird, und was soll man machen wenn man nicht arbeiten muss?", grinste ich. "Oh yes, das stimmt. Ich bin langsam nach dem Weg nach oben. Gestern, endlich nach zwei Wochen, wurde ich als Hauptrolle für einen Film genommen. Ich dachte schon ich bekomme gar keinen Anruf mehr. Immer dasselbe im Business", berichtete Evy, im Hintergrund laute Windgeräusche. "Das freut mich. Das mit den Anrufen kenne ich, aber nicht aus dem Filmbereich, wie du vielleicht weißt", lachte ich, "wo spielst du nun mit?", kundschaftete ich mich aus. "Oh, vielleicht kennst du die Bücherreihe Two Sisters. Band vier soll nun verfilmt werden und ich war sofort so happy, denn die Hauptrolle ist wirklich der Charakter!", erzählte sie fröhlich. "Ich bin die erste die Karten für den Film kauft! Evy, ich muss auflegen. Ich glaube es hat geklopft. Ich ruf dich später nochmal an, bis dann", ich schaltete den Fernsehr aus und lief zur Tür. Anna stand eingeschneit vor meinem Haus. "Anna?", fragte ich überrascht. Sie breitete die Arme aus, bereit für eine Umarmung. "Besser nicht", sagte ich und zeigte auf ihre klitschnasse Jacke. "Stimmt", lachte Anna, als wäre nie etwas gewesen. "Darf ich vielleicht reinkommen?", ich machte eine einladende Geste und Anna trat sich die Schuhe ab. Ich schloss die Tür hinter ihr  und fragte etwas vorsichtig, was denn ihr Anliegen wäre. "Ich wollte einfach mal mit dir plaudern, so wie wir es vor ... ungefähr zwei Jahren gemacht haben." Anna guckte auf den Boden, etwas eingeschüchtert, hing ihre Jacke an die Garderobe und sah mich erwartungsvoll an. "Achso", ich knirschte peinlich berühert mit den Zähnen. In manche Situationen im Leben möchte man einfach nicht kommen.
"Ich ...", räusperte sich Anna und kramte in ihrer Tasche, "habe Kuchen mitgebracht. Zwar nur aus dem Center, aber ... besser als nichts!", verkündete sie belustigt, mit einem unbehaglichen Unterton in der Stimme. "Danke danke, wenn du willst, dann stell ihn auf den Tisch. Ich hole Teller", entgegnete ich. Der Weg in die Küche war mir gerade recht. Zwar hatte ich bis vor Kurzem nichts zu tun, aber das war mir lieber als unangekündigter Besuch. Da ist mir nämlich alles lieber. Müssen Leute einen immer so überfallen? Da hat man schon mal Ruhe vom Job und sämtlichen Mitarbeitern, da meint jemand auch noch eine auf 'beste Freundin' tun zu müssen. Die Zeiten sind doch lange vorbei, wenn wir ehrlich sind. Sie hat sich zwar entschuldigt wegen der 'kleinen Auseinandersetzung', aber Freunde sind wir deshalb immer noch nicht. Das war vor zwei Jahren. Man muss nicht nachtragend sein. Vorallem was Freundschaften angeht. Was vorbei ist, ist vorbei. Ich holte die Teller und ging schleichend langsam die Treppe nach unten. Unten angekommen wartete Anna mit einem fröhlichen Lächeln auf mich. Sie sah mich etwa so an, als wäre ich ein schwer therapierbarer Jugendlicher und sie eine hilfsbereite Angestellte, die mir gleich bei meinen ganzen schwierigen Jugendproblemen zuhören würde. Ich setzte mich und Anna reichte mir ein Stück Kuchen. „Gibt es ... naja, gibt es gar keinen richtigen Grund weswegen du hier bist? Das soll jetzt nicht unhöflich rüberkommen, aber ...“, hakte ich etwas mulmig nach. „Noreen, du kannst mir ruhig sagen, wenn ich störe.“ Entgegnete sie. Ihre Augen sahen mich durchdringlich an. „Nein, nein. Aber willst du mir irgendetwas Wichtiges sagen?“, erwiderte ich prompt. Vielleicht habe ich mit dieser Antwort nochmal eine ziemlich peinlich werdende Situation verhindert. „Also ... ganz ohne Grund bin ich ehrlich gesagt nicht hier. Aber ich wollte sowieso die Woche mal wieder vorbeikommen. Weißt du, wir sehen uns nur noch geschäftlich und ich habe das Gefühl das die Freundschaft einfach nicht mehr die ist, die sie mal war. Ich bin mir sicher, du weißt was ich meine.“ Ja, ich weiß was sie meint. Doch tatsächlich bin ich mit dem derzeitigen Verhältnis zwischen Anna und mir zufrieden, denn wie sie schon sagte, alles auf geschäftlicher Basis. Mehr muss auch nicht sein. „Okay. Was ist denn?“, fragte ich emotionslos. Vielleicht erkannte sie ja sogar den ungeduldigen, trockenen Unterton in meiner Stimme. „Josh ist nicht mit der Versammlung letztens an die Presse gegangen ... also nicht direkt. Er wurde von einem Jugendmagazin zu einem Interview eingeladen, ohne dass ihm das genaue Thema vorher angesagt wurde. Er dachte es ginge um seine Tochter, wegen ihrem Alkoholabsturz und wie er sich damit fühlt und so. Aber es ging darum, wie es ist bei R&H zu arbeiten und was sich alles geändert hat seit ... du weißt schon“, leitete Anna ein, durchgängig auf den Boden guckend. Irgendwas komplett Schlimmes muss ja passiert sein. Was, was alle vom Hocker haut. Sonst ist sie nie so. Sie guckte mich an, als hätte sie meine Gedanken gelesen. „Er meinte, dass du alle rumkommandierst, dir die Tiere egal sind und du keineswegs Pelzmode aus dem Sortiment nehmen willst ... dass du ständig zu spät kommst und so aussiehst, als hättest du tagelang gefeiert“, Anna lief rot an. Es ist eigentlich auch eine ziemlich heikle Angelegenheit. „Glaub mir, über mich und meinen Vater wurde so viel Scheiße erzählt.“ Sagte ich unbewegt. „Das ist ein Jugendmagazin. Wie viele Leute lesen sich so was durch? Vielleicht ein paar hundert. Das sind Jugendliche, was interessiert die eine Geschäftsführerin von irgendeinem Reichen-Unternehmen. Da schert sich keiner drum“, meine hölzerne Art, Dinge zu erzählen, seien es wichtige oder unwichtige, habe ich garantiert von meinem Vater. Er konnte es so gut. Er konnte einen so gut manipulieren, er konnte Übles runterspielen und die kleinsten Dinge zu schwerwiegenden Problematiken machen. „Das weiß ich. Aber welche Schlagzeile kommt allein?“, Anna sah mich ernst an. Stille. „Um es auf den Punkt zu bringen ... wenn du irgendwelche Anrufe bekommst ... also besser gesagt, Ruby ... dann wird es in Zukunft von irgendwelchen Sendern sein, die dich zu einer Talkshow einladen und dich besorgt nach Alkoholproblemen ausfragen.“ Annas Blick durchstach mich förmlich und war unheimlich. Ich bemerkte, dass das zwar kein unglaubliches Problem war, aber etwas, was mich vielleicht privat etwas belasten könnte. Was bin ich doch in diesen Momenten glücklich, wenn ich realisiere, dass ich Ruby, meine Managerin, habe. Sie erspart mir nicht nur lästige Gespräche mit aufdringlichen Menschen sondern einen Nervenzusammenbruch.



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hobbes
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Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 11.01.2016 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Oje. Absätze, Absätze, Absätze. Höchst leserunfreundlich kommt das daher. Das mag in deinem Dokument ganz anders aussehen, aber hier im Browser sind das zwei Blöcke, die den Leser erschlagen. Ich suche nicht nur nach Absätzen, sondern denke auch: "zu viel Text."
Und schon bin ich wieder weg (ohne überhaupt erst mit dem Lesen anzufangen).
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thatscoya
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Beiträge: 3
Wohnort: Deutschland


BeitragVerfasst am: 11.01.2016 17:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Okay...wusste nicht dass das so schlimm ist. Wäre trotzdem nett wenn du ein bisschen lesen könntest.

Ansonsten an alle anderen: Freue mich über Verbesserungsvorschläge!


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Seraiya
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 891



BeitragVerfasst am: 11.01.2016 17:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo thatscoya,

Ich bin leider nicht über den ersten Teil hinausgekommen und selbst bei diesem habe ich am Ende vieles nur noch überflogen.

Zitat:
  Die Straßen waren verschneit  

Das kommt mir eingeschoben und fehl am Platz vor, weil nichts daran anknüpft. Es folgt nichts, was etwas mit diesen Wetterbedingungen zu tun hat, wie z.B. dass sie beim Aussteigen ausrutscht oder evtl. Stufen vorm Haus glatt sind.

Zitat:
  und kramte dabei den Schlüssel mit der Bommel raus. Wer weiß, ob ich den überhaupt noch habe. Ich war schon ewig nicht mehr in dem Waldhaus meines Vaters,    

Hat mich irritiert. Sie kramt nach einem bestimmten Schlüssel, hat aber bevor sie diesen Weg antrat nicht nachgesehen, ob sie ihn dabei hat? Denke, man würde schon nachschauen, bevor man zu dem Haus fährt, zumal es sich um dieses Haus handelt.

Der Text erklärt für meinen Geschmack zuviel und enthält eine Fülle an Infos, die man vlt. besser nach und nach reinbringt.
Die Protagonistin wirkt abgeklärt, soll scheinbar auch so sein - mich lässt sie dementsprechend kalt.
Und sie erklärt. Ich bekomme kein Gefühl für sie oder für das Verhältnis, das sie zu ihrem Vater hatte. Zu trocken. Mich würde interessieren, was sie empfindet, wenn sie die Tür öffnet, wenn ihr diese altbekannten Gerüche entgegenschlagen.
Ich konnte nichts auf mich wirken lassen. Schade. Irgendwann war mir, als würde ich ein altes Tagebuch lesen. Das Tagebuch einer Tochter über ihren Vater.

Hier wird betont, dass sie keine emotionale Person ist:
Zitat:
  Auch wenn ich nicht der Typ für Gefühle und Emotionen bin, die Erinnerungen an  meinen Vater machen mich schnell traurig.  

Die Protagonistin erklärt dem Leser sich selbst. Das reißt mich raus, wie viele andere Stellen auch. Ich würde nicht weiter lesen wollen.
Der Ton des Textes ist nicht meiner.

Vielleicht ist trotzdem etwas Hilfreiches dabei.


LG,
Seraiya


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thatscoya
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BeitragVerfasst am: 13.01.2016 16:03    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für deine Antwort! Stimmt, du hast mich auf viele Dinge aufmerksam gemacht. Werde es mal ein bisschen verfeinern. LG

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