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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Nur ein Wunsch ( Kurzgeschichte )


 

 
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Donhas
Abc-Schütze


Beiträge: 7



BeitragVerfasst am: 10.10.2015 23:41    Titel: Nur ein Wunsch ( Kurzgeschichte ) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

„Nur ein Wunsch“
Eine Kurzgeschichte von Donhas

Einst hab ich im Dorf mit Freunden gespielt.
Meine Unbekümmertheit ausgelebt.
Die Fassetten des Lebens genossen, mit meiner Familie eine glückliche Zeit erlebt.
Ich strahlte jeden Tag, mit einem Lächeln startete ich in den Tag, ich war ein glückliches Kind.
Meine Eltern liebten mich und ich liebte sie, ich war ihnen dankbar, für das Geschenk des Lebens, dass ich die Möglichkeit bekam all das zu erleben.
Aber eines Tages, als der Morgen gewöhnlich für mich begann, als ich im Hof spielte, und einem buntem Schmetterling hinter her sprang, da veränderte sich mit einem Schlag alles was ich zuvor kannte.  
Plötzlich zog Er mir den Boden unter der Füßen weg, ich stürzte in die Tiefe hinab. Ich schaute hinauf, während ich fiel, und sah sein Gesicht.
Er lachte diabolisch auf, applaudierte hämisch, winkte mir zu als ich in der Tiefe verschwand.
Ich öffnete meine Augen, fand mich auf der Flucht wieder, die Sonne hatte sich rot verfärbt, die die Farbe des Himmels erwidert.
Ich schaute mich um, sah die Menschen rennend, verfolgt von den Männern in schwarzer Maskerade, die ihre Fahne schwenkten und den Koran in den Himmel streckten.
Meine Mutter hielt mir mit ihren Händen die Ohren zu, wollte dass ich nicht hörte, wie die Geschosse in die Mengen flogen.
Wir rannten weiter, an einer Frau vorbei, sie saß am Boden und weinte.
Sie klammerte in ihren Armen ein kleines Kind, ihr eigenes, es blutete, trotz Unschuld, vor sich hin.
Ich blickte in ihr Gesicht, tief in ihre Augen, sie schrie und ich hörte ihre Qual und ihre Angst aus dem Inneren.
Männer wie Engel aussehend, ließen uns an Bord, sie stießen uns ab, und verhalfen uns zur Flucht. Aber je mehr ich in die Ferne sah, desto mehr verwandelten sie sich in Satan.  
Auf stürmischer See, sah ich mit an, dass meine Genossen, die in die Gewässer sprangen, ertranken und verschwanden.
Kalte Nächte segelten wir durch die Ozeane, mein Gesicht war versteinert, es herrschte tödliche Stille.
Es war dunkel, tödlich leise, ich zitterte und weinte.
Hinter mir lagen die Menschen übereinander, ich wachte allein am Bug.
Mein Blick stach in weite Ferne, meine Mimik war vereist, meine Hände gefroren, sowie mein Angstschweiß.
Mein Herz pochte immer langsamer, mein Hauch wurde immer kälter, meine Augen wollten zufallen, doch ich kämpfte ums überleben.
Nach ungewisser Zeit sah ich etwas kommen, es war das gesegnete Land.
Wir liefen weiter, meine Füße taten weh, meine Mutter zerrte mich, über den gesamten Weg.
Ich hatte Hunger, Durst, ich wollte nicht länger mehr, aber wir hielten nicht, wir gingen immer weiter.
Ich sah Menschen, die uns mit Wut anstarrten, die uns hassten, Männer in Uniform die uns schlugen, und treten mochten, die uns am liebsten mit Feuer entfachen wollten.
Sie bauten Zäune, sperrten uns ein, zogen uns zu Boden, hämmerten auf uns ein.
Ich schüttelte den Kopf, stand auf dem Feld allein, um mich herum ging mein Volk ein.
Noch weniger verstand ich die Ereignisse, wie je zuvor.
Ich war doch dem Tod entwischt, hab Grausames erlebt, musste alles aufgeben, was ich liebte, was ich verehrte und für was ich lebte.
Ich fragte mich:
Für was werde ich gehasst, geschlagen und gefoltert?
Mir wurde mein Leben genommen, meine Liebe, meine Kindheit , mein Glück, meine Heimat.
Weshalb werde ich gehasst, dafür dass ich ums Überleben kämpfe.
Warum werde ich beleidigt und verachtet?
Ich will nichts haben, um was ihr fürchtet, weder euer Geld, Kultur oder euer Land.
Nur einen Wunsch pflege ich seit dem einen ersten Tag, als der Schrecken begann.
Nur diesen einzigen Wunsch, diesen alleinigen Gefallen.
Ich möchte doch nur eins.
Einfach wieder ein normales Kind sein.

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Seraiya
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 914



BeitragVerfasst am: 11.10.2015 00:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Donhas,

nur mal kurz mein erster Eindruck.

Zu viele Bilder, die zu schnell aufeinander folgen. Keine Ruhe, um etwas wirken zu lassen.
Die Reise ist dadurch genauso schnell vorbei, wie sie begonnen hat.
Hier gibt es für mich kein Gefühl, nur Hetze. Die Bilder und Gedanken des Jungen flackern auf, sind für mich aber nicht greifbar.
Mir fehlt hier das, was mich innehalten lässt und zum Nachdenken anregt.

Es ist, als würdest du durch die Geschichte, das Trauma dieses Jungen, spulen und mir sein Erlebtes durch diese Geschwindigkeit besonders vermitteln wollen - als sollte ich ihn durch diese Schreibweise besser verstehen. Aber das tue ich persönlich hier nicht.
Mir geht das zu schnell.


LG,
Seraiya


_________________
Einen Dummkopf erkennt man daran, dass er alles abtut, was er anhand eigener Erfahrungen nicht erklären kann.
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Donhas
Abc-Schütze


Beiträge: 7



BeitragVerfasst am: 11.10.2015 13:54    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank für diese sachliche Kritik.
Ich werde mir Gedanken machen und versuchen mich zu verbessern.

L.g Donhas
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Seraiya
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 914



BeitragVerfasst am: 11.10.2015 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nochmal,

Meine Meinung ist rein subjektiv. Du kannst sie also auch getrost ignorieren.
Ich mag das Thema. Es ist wichtig. smile
Aber hier finde ich Unmengen von Adjektiven, die mir die Zustände beschreiben sollen und doch gar nichts sagen, weil es einfach zuviel des Guten ist.
Ich kenne das Problem. Embarassed

(Ich würde diesen Text vlt. als Reise aus der Sicht eines Kindes mit authentischer Sprache schreiben. Nicht als Nacherzählung.)

Vielleicht ist ja etwas Hilfreiches für dich dabei.



Zitat:
Einst hab ich im Dorf mit Freunden gespielt. <- der erste Satz gefällt mir eigentlich gut, bis auf das allererste Wort. "Einst" erinnert mich zu sehr an ein Märchen.
Meine Unbekümmertheit ausgelebt. <- ich würde das in den Anfang packen. "Einst/Früher/In einem anderen Leben habe ich unbekümmert im Dorf/in meinem Heimatdorf mit meinen Freunden gespielt" So zum Beispiel. Das "meinen" vor Freunde, macht es für mich persönlicher.
Die Fassetten <- Facetten des Lebens genossen, mit meiner Familie eine glückliche Zeit erlebt. <- hier wiederholst du eigentlich was oben schon steht.
Ich strahlte jeden Tag, mit einem Lächeln startete ich in den Tag, ich war ein glückliches Kind. <- Jetzt wirkt es überladen. Du sagst drei Mal dasselbe, nur anders formuliert.
Meine Eltern liebten mich und ich liebte sie, ich war ihnen dankbar, für das Geschenk des Lebens, dass ich die Möglichkeit bekam all das zu erleben. <- Nochmal. Das ist zuviel des Guten. Vielleicht kannst du es mit einem einzigen aussagekräftigen Satz versuchen.
Aber eines Tages, als der Morgen gewöhnlich für mich begann, als ich im Hof spielte, und einem buntem Schmetterling hinter her sprang, da veränderte sich mit einem Schlag alles was ich zuvor kannte.   <- ich glaube, ich verstehe welches Bild du hier erzeugen möchtest, aber das funktioniert so für mich nicht. Das ist mir zu distanziert. Und durch den Schmetterling wirkt es irgendwie lächerlich. Die Unschuld und Unbekümmertheit eines Kindes musst du mMn nicht auf diese Weise darstellen.
Plötzlich zog Er mir den Boden unter der Füßen weg, ich stürzte in die Tiefe hinab. Ich schaute hinauf, während ich fiel, <- das ist unwahrscheinlich. und sah sein Gesicht.
Er lachte diabolisch auf, applaudierte hämisch, winkte mir zu als ich in der Tiefe verschwand. <- bis hierhin benutzt du öfters "als". Und welche Tiefe meinst du? So weit weg kann der Boden nicht sein.
Ich öffnete meine Augen, <- eben hat der Junge oder das Mädchen noch den "Er" angeschaut. fand mich auf der Flucht wieder, die Sonne hatte sich rot verfärbt, die die Farbe des Himmels erwidert. <- das verstehe ich nicht.
Ich schaute mich um, sah die Menschen rennend, verfolgt von den Männern in schwarzer Maskerade, die ihre Fahne schwenkten und den Koran in den Himmel streckten.
Meine Mutter hielt mir mit ihren Händen die Ohren zu, wollte dass ich nicht hörte, wie die Geschosse in die Mengen flogen. <- Ich denke, eine Mutter wünscht sich eher, dass ein Kind sowas nicht sieht. Und "wollte nicht, dass ich höre ..." klingt besser.
Wir rannten weiter, <- könnte raus an einer Frau vorbei, sie saß am Boden und weinte.
Sie klammerte <- umklammerte in ihren Armen ein kleines Kind, ihr eigenes, <- das kann dein Protagonist nicht wissen. es blutete, trotz Unschuld, <- das gefällt mir gut. vor sich hin.<- das nicht. würde ich streichen.
Ich blickte in ihr Gesicht, tief in ihre Augen, <- bedenke, dass er/sie eigentlich mit seiner Mutter gerade rennt. sie schrie und ich hörte ihre Qual und ihre Angst <- das würde ich auch streichenaus dem Inneren.
Männer Komma wie Engel aussehend, ließen uns an Bord, sie stießen uns ab, <- verstehe ich nicht. Inwiefern? Das Boot? Hier hört es sich an, als würde man Mutter und Kind abstoßen. und verhalfen uns zur Flucht. Aber je mehr ich in die Ferne sah, desto mehr verwandelten sie sich in Satan.  
Auf stürmischer See, sah ich mit an, dass meine Genossen, die in die Gewässer sprangen, ertranken und verschwanden. <- hier empfinde ich null. Was geht in dem Kind vor?
Kalte Nächte segelten wir durch die Ozeane, mein Gesicht war versteinert, es herrschte tödliche Stille.
Es war dunkel, tödlich leise, ich zitterte und weinte.
Du erzählst mir zwar, was das Kind fühlt, aber es erreicht mich irgendwie nicht. Und es ist zuviel.
Hinter mir lagen die Menschen übereinander, ich wachte allein am Bug.
Mein Blick stach in weite Ferne, meine Mimik war vereist, <- hier wiederholst du dich. Oben ist sein Gesicht schon versteinert. meine Hände gefroren, sowie mein Angstschweiß.
Mein Herz pochte immer langsamer, mein Hauch wurde immer kälter, meine Augen wollten zufallen, doch ich kämpfte ums überleben. <- Überleben hier groß
Nach ungewisser Zeit sah ich etwas kommen, es war das gesegnete Land.
Wir liefen weiter, meine Füße taten weh, meine Mutter zerrte mich, Komma weg über den gesamten Weg.
Ich hatte Hunger, Durst, ich wollte nicht länger mehr, Question  aber wir hielten nicht, wir gingen immer weiter.
Ich sah Menschen, die uns mit Wut anstarrten, die uns hassten, Männer in Uniform die uns schlugen, und treten mochten, die uns am liebsten mit Feuer entfachen wollten.
Sie bauten Zäune, sperrten uns ein, zogen uns zu Boden, hämmerten auf uns ein.
Ich schüttelte den Kopf, stand auf dem Feld allein, um mich herum ging mein Volk ein. <- Ob der Reim hier so passend ist? Ansonsten schöner Satz!
Noch weniger verstand ich die Ereignisse, wie je zuvor.
Ich war doch dem Tod entwischt, hab <- falsche Zeitform Grausames erlebt, musste alles aufgeben, was ich liebte, was ich verehrte und für was ich lebte. <- Übertreibung
Ich fragte mich:
Für was werde ich gehasst, geschlagen und gefoltert? <- Ich würde ehrlich gesagt nur "gefoltert" nehmen. Das sagt genug über seelische und körperliche Grausamkeit aus.
Mir wurde mein Leben genommen, meine Liebe, meine Kindheit , mein Glück, meine Heimat. <- einfach nur zuviel.
Weshalb werde ich gehasst, dafür dass ich ums Überleben kämpfe.
Warum werde ich beleidigt und verachtet?
Ich will nichts haben, um was ihr fürchtet, weder euer Geld, Kultur oder euer Land.
Nur einen Wunsch pflege ich seit dem einen ersten Tag, als der Schrecken begann.
Nur diesen einzigen Wunsch, diesen alleinigen Gefallen.
Ich möchte doch nur eins.
Einfach wieder ein normales Kind sein.  



LG,
Seraiya


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Papa Schlumpf
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Beiträge: 364
Wohnort: Friedersdorf


BeitragVerfasst am: 15.10.2015 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe(r) geheimnisvoller Donhas,
ich will versuchen, meinen Eindruck da zu lassen. Dein Anliegen geht mir sehr nahe, und Du kannst durchaus schreiben, mit Wörtern und Bildern umgehen, aber dieser Versuch geriet mir einfach zu plakativ. Du schilderst die Katastrophe, die sich gerade abspielt, in eindrucksvollen Bildern, die aber nur die rationale Seite des Rezipienten ansprechen, was ungünstigenfalls dazu führt, dass er mit den Worten:"Was geht mich fremdes Elend an" den Schauplatz verlässt. Was fehlt ist der Versuch, emotional zum Leser vorzudringen.
Den Rest hat Dir Seraiya schon da gelassen, deren Textarbeit ich ausdrücklich zustimme.
Deine Idee verdient es, weiter verfolgt zu werden. Mach was draus.
Man liest sich.
P. S.


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