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Die Akte Pfeiffer (Titel wird noch geändert) 1/1


 
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Dave82
Gänsefüßchen


Beiträge: 16



BeitragVerfasst am: 23.05.2012 15:49    Titel: Die Akte Pfeiffer (Titel wird noch geändert) 1/1 eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Hallo zusammen,
vor zwei Jahren war ich hier schonmal unterwegs, aber dann habe ich ne Pause eingelegt. Heute habe ich mich neu angemeldet, um mein Werk von euch rezensieren zu lassen. Ich bin natürlich noch nicht fertig, aber die ersten Teile von meinem Krimi wollte ich hier gerne reinstellen.

Bestimmt werden nach dem Lesen einige sagen, dass es sich nach einem Bericht der Staatsanwaltschaft anhört. Ich bin für jede Kritik offen. Natürlich ist Mord an einer Journalistin nicht neu und in Frankfurt gibt es schon verschiedene Ermittler, aber ich wollte mein Glück versuchen. ALso ich bin für jede Kritik dankbar.

LG Dave

Kapitel 1
Die Sonne schien an diesem Freitag direkt in unser Büro. Mein Team und ich hatten nichts zu tun. Seit zwei Wochen hatten wir keinen spektakulären Fall mehr. Die Leute morden einfach nicht mehr, dachte ich. Wir wollten deshalb früher ins Wochenende gehen. Vor lauter Langeweile holte ich mir einen Kaffee am Automaten. Als ich an dem alten Ding stand und wartete, kam Max auf mich zugeeilt und sagte, dass die Zentrale angerufen hätte. Es gäbe einen Mord in der Friedberger Landstraße. Nähere Infos wüsste man noch nicht. Das Team der Spurensicherung und Dr. Stern wären schon auf dem Weg. Wir gingen zu unseren Autos und fuhren zum Tatort. Nach zehn Minuten waren wir dort. Schaulustige versperrten uns den Weg. Man ließ uns durch, während andere Polizisten versuchten, die Menschenmenge hinter die rot-weiße Absperrung zu bekommen. Das Haus, in das wir gingen, sah von außen sehr prunkvoll aus, wie eine Villa. Der Eingang war voller Blut. Im Wohnzimmer lag eine junge Frau auf dem Rücken. Sie trug einen schwarzen Hosenanzug. Um ihren Körper war eine große Blutlache.   
Michael, der Leiter der Spurensicherung begrüßte uns und gab mir den Ausweis der Ermordeten.
„ Lisa Peters, Journalistin, 30 Jahre“ sagte er knapp.
„So ein hübsches Mädel.“ merkte ich an.
Beim Eintreten hatte ich bemerkt, dass in der Wohnung sehr viele Kunstwerke, Gemälde meist, hingen.
„Bestimmt war sie sehr vermögend.“ fügte ich hinzu
Neben der Leiche kniete Doktor Stern.
„Hallo Herr Stern. Können Sie uns schon etwas sagen?“ fragte ich.
„Genaues kann ich erst nach der Obduktion sagen. Das wissen sie doch. Und woran sie gestorben ist, sehen sie ja selbst.“ fauchte er mich an.
„ Sie wurde erschossen.“
„ Ja mit zwei Schüssen. Einer traf ihr Knie und einer ging direkt ins Herz. Außerdem sehe ich hier Hämatome am Hals. Das heißt, sie ist wahrscheinlich gewürgt worden. Aber wie gesagt, näheres nach der Obduktion.“
„ Ja, ich weiß, aber danke erstmal.“
Max hatte das Gespräch mitbekommen und fragte mich ironisch:
„ Was ist ihm denn für eine Laus über die Leber gelaufen?. Er hat wohl schlecht geschlafen.“
Ich grinste nur. Daraufhin ging ich in die anderen Räume und schaute mich um. Leon, ein Kollege der Spurensicherung, zeigte mir mehrere Bündel Geldscheine und teilte mir mit, dass er diese 10.000 € in einer Schatulle unter der Matratze gefunden hat. Saskia begann indessen eine alte Dame, etwa 60 Jahre alt, in der Küche zu vernehmen. Um das Gespräch mitzukriegen, ging ich zu ihnen.
„ Martin, das ist Frau Gärtner. Sie wohnt nebenan. Sie hat die Tote vor einer halben Stunde entdeckt. Die Haustür stand offen.“
„ Guten Tag Frau Gärtner, ich bin Hauptkommissar Klein. Also die Haustür von Frau Peters stand offen. Können sie mir erzählen was sie dann gemacht haben?“ fragte ich.
„ Ich war beim Einkaufen. Als ich wieder kam, nahm ich meinen Schlüssel aus der Tasche und wollte aufschließen, da sah ich die offene Tür. Ich rief mehrmals ihren Namen, aber keiner antwortete. Das fand ich merkwürdig und ging dann in die Wohnung. Dann sah ich, wie sie im Wohnzimmer auf dem Boden lag. Ich sah das Blut und schrie. Dann rief ich die Polizei an und habe in meiner Wohnung auf sie gewartet.“
Saskia holte Frau Gärtner ein Glas Wasser.
„ Kannten sie Frau Peters gut?“ fragte Saskia daraufhin.
„ Danke fürs Wasser. Nun ja, sie wohnte hier 3 Jahre. Sie müssen wissen, ich bin die Hausbesitzerin. Dadurch habe ich guten Kontakt zu allen Mietern. Frau Peters war immer freundlich zu allen. Ich war mit ihr zufrieden. In letzter Zeit jedoch war sie manchmal spät nachts erst zu Hause und hatte das ganze Haus wach gemacht.“
„ War sie alkoholisiert?“
„ Ja. Sie hat immer mehr getrunken. Vor einer Woche hat sie mir stolz erzählt, dass ich mir ab sofort keine Sorgen mehr über die Miete machen soll. Sie hat wohl was Großes aufgedeckt. Mehr weiß ich aber auch nicht. Ich weiß, dass sie beim Frankfurter Kurier arbeitet.“
„ Frau Peters ist etwa zwischen 11 und 12 umgekommen. Haben sie da irgendwas bemerkt? Ist Ihnen eine unbekannte Person vielleicht entgegengekommen?“
„ Ich war vorm Einkaufen noch bei meiner Tochter in Bornheim. Also war ich seit 5 Stunden nicht mehr hier. Tut mir leid.“
„ Eine letzte Frage, hat sie irgendwelche Verwandten?“
„ Ihre Eltern leben hier in Frankfurt. Sie hat einen Bruder, der in München wohnt, der sie aber regelmäßig besucht hat.“
„ O.K., danke erst mal. Ich merke, sie stehen noch ein wenig unter Schock. Ein Kollege nimmt ihre Personalien auf und kümmert sich dann um sie. Und wenn Ihnen noch etwas einfällt, dann rufen sie uns bitte an. Hier unsere Visitenkarte“ sagte Saskia und gab Frau Gärtner eine Karte.  
„ Saskia, willst du mit mir zu den Eltern fahren, oder soll ich Max bitten?“
„Nein, es geht schon. Ich fahre mit dir.“

Ich ging zu Max und gab ihm Bescheid, dass Saskia und ich zu den Eltern fahren werden und er sollte doch weiter mit den Leuten von der Spurensicherung die Wohnung durchsuchen. Die Polizisten, die die Nachbarn befragt hatten, kamen auf mich zu und gaben mir Bescheid, dass nichts Auffälliges bemerkt wurde. Ich sagte ihnen, sie sollten mir die Berichte auf den Schreibtisch legen.

Saskia forderte per Funk die Adresse der Eltern der Toten bei der Zentrale an und ich startete den Wagen. Nach etwa 10 Minuten waren wir beim Opernplatz. Jeden Freitag herrscht großer Betrieb in der Frankfurter City. In der Nähe des Opernhauses sollten die Eltern von Lisa Peters wohnen. Es war ein schlichtes Einfamilienhaus. Wir fanden einen Parkplatz und stiegen aus dem Auto aus und gingen zur Haustür. Nach dem zweiten Klingeln machte uns eine Frau, etwa 50 Jahre alt, auf.
„ Guten Tag, wir sind von der Mordkommission. Ich bin Hauptkommissar Klein und das ist meine Kollegin Frau Müller. Sind sie Frau Peters?“
„ Ja, bin ich. Wie? Mordkommission? Was ist denn passiert?“
„ Wer ist denn da, Birgit?“ rief jemand aus einem Zimmer.
Ein Mann kam und begrüßte uns. Er war in demselben Alter wie die Frau.
„ Schatz, die sind von der Kripo. Mordkommission.“
Wir zeigten ihm unsere Ausweise.
„ Was führt sie zu uns? Ist etwas passiert?“ fragte er.
„ Können wir reinkommen? Wir haben eine schlechte Nachricht für sie. Es geht um ihre Tochter Lisa. Sie wurde erschossen. Unser Beileid.“
Es war eine Weile still, aber dann fing Frau Peters an zu weinen. Ihr Mann nahm sie in den Arm und tröstete sie. Dann setzten sie sich auf eine Couch im Wohnzimmer.
„ Erschossen? Wann und wo?“ stammelte Frau Peters.
„ Sie wurde vor etwa 4 Stunden in ihrer Wohnung getötet. Mehr wissen wir noch nicht. Können wir Ihnen ein paar Fragen stellen oder fühlen sie sich nicht in der Lage diese zu beantworten und sollen wir morgen wiederkommen?
„ Doch, fragen sie nur. Meiner Frau geht es nicht gut, aber ich versuche die Fragen zu beantworten.“
„ Danke. Wir werden sie auch nicht lange stören. Sie sagen uns einfach Bescheid, wenn es zu viel wird. Ihre Tochter war Journalistin. An welchem Projekt hat sie zuletzt gearbeitet? Wissen sie das?
„ Nein leider nicht. Wenn sie kam, hat sie nie über ihre Arbeit gesprochen. Sie wollte das nicht.“
„ War sie in letzter Zeit anders als sonst und wann haben Sie sie das letzte Mal gesehen?“
„ Eigentlich nicht. Doch warten sie. Vorgestern Abend war sie hier und hatte gesagt, dass sie vorher einen anonymen Anruf erhalten hat. Der Anrufer hat ihr gedroht, wenn sie weiterhin sich in Sachen einmischt, die sie nichts angeht, würde ihr was passieren. Ich weiß aber nicht, was damit gemeint war. Wie gesagt, Lisa hat uns nichts von ihrem Job erzählt.“ meinte Herr Peters.
„ Hatte sie Feinde und können sie uns noch was sagen, was für uns wichtig sein könnte?“ fragte ich.
„ Sie hat gesagt, sie hat einen neuen Freund. Er arbeitet auch in der Redaktion. Den Namen wissen wir aber nicht.“
„ Gut. Das war es erstmal. Können sie beide morgen um 9 in der Rechtsmedizin sein, damit sie Lisa identifizieren können? Bleiben sie ruhig sitzen. Wir beide finden alleine raus. Bis morgen dann.“
Als Saskia und ich aus der Wohnung gingen, hörten wir, wie Frau Peters wieder anfing zu weinen.
„ Und was machen wir jetzt?“ fragte mich Saskia.
„ Ich sag Max Bescheid, dass wir uns jetzt im Büro treffen und besprechen was morgen zu tun ist. Bestimmt sind Michael und die anderen mit der Wohnung fertig.“
Ich wählte die Nummer von Max Handy und sagte ihm, was war. Ich teilte ihm auch mit, dass wir uns zu einer ersten Besprechung im Präsidium treffen und er allen Bescheid geben sollte.
Saskia fuhr dann los und wir waren nach 15 Minuten im Polizeirevier.
Im Präsidium angekommen gingen wir in den Besprechungsraum. Ich schrieb alle Informationen, die wir bisher hatten auf eine Flipchart. Die anderen waren noch nicht da.
„ Wie geht es denn eigentlich Jakob? Gefällt es ihm an der neuen Schule?“ interessierte sich Saskia.
„ Ja sehr sogar, ich bin auch froh darüber. Seine Mitschüler unterstützen ihn. Es war ja ein schwerer Schritt für ihn nachdem was alles passiert ist.“
Ich wollte weitererzählen, da kamen in diesem Moment Max, Michael und die anderen in den Raum.  
„ So Jungs, was habt ihr in der Wohnung außer dem Geld gefunden. Irgendwelche Spuren?“
„ Jede Menge Spuren und Fingerabdrücke. In ihrem Arbeitszimmer waren Fotos und ausgeschnittene Artikel von irgendeiner Pfeiffer AG.“ begann Michael die Runde und gab die Fotos und Artikel herum.
„ Auf ihrem Rechner haben wir nur Liebesmails und Berichte von irgendwelchen Sportveranstaltungen gefunden. Sonst war nichts auffälliges. In ihrem Kalender ist diese Woche für Mittwoch, also gestern, nur ein Eintrag für ein Essen mit einem Daniel.“ teilte uns Thomas, unser EDV-Spezi mit.

Ich schrieb mit und klebte die Fotos des Opfers, die mir Jörg gab, an die Pinnwand. Jörg war unser Fotograf.

„ Das ist bestimmt ihr neuer Freund. Ihr Freund arbeitet auch in der Redaktion. Außerdem hat Frau Peters nach Aussage ihrer Eltern an einer heiklen Sache wohl gearbeitet. Man hat ihr danach gedroht. Lisa hat aber nichts von ihrer Arbeit erzählt“ erzählte Saskia den anderen.

„ Danke Saskia. Michael, du analysierst morgen die Spuren, Max geh du zum Frankfurter Kurier. Thomas, schau dir den Mail-Verkehr genauer an und vielleicht findest du ja noch etwas auf der Festplatte. Saskia befrage die Nachbarn nochmal. Nimm dir vielleicht noch zwei Kollegen mit und schau dir die Umgebung des Tatorts an. Ich bin mit den Peters morgen früh in der Pathologie wegen der Identifizierung der Leiche. Wir haben also ein anstrengendes Wochenende vor uns. Geht nach Hause und schlaft euch aus. Wir treffen uns morgen um 12:00 hier. Gute Nacht zusammen.“

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Dave82
Gänsefüßchen


Beiträge: 16



BeitragVerfasst am: 23.05.2012 15:51    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die Absätze wurden leider nicht übernommen, ich habe sie hier noch nicht gemacht, also nicht wundern.
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KeTam
Geschlecht:weiblichUngeduld

Alter: 46
Beiträge: 6762

Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 23.05.2012 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dave, herzlich Willkommen im Forum!

ich habe deinen Text gelesen und möchte dir ein paar Vorschläge machen, wie du ihn evtl noch verbessern könntes.

Du könntest zum Beispiel etwas langsamer in die Geschichte einsteigen, indem du z.B. das Team/Umgebung näher beschreibst.
Wer befindet sich im Raum?
Wie sehen die Personen aus?
Vielleicht Eigenarten, die sie besitzen.

Du versuchst ja schon ganz gut, Stimmung zu erzeugen, indem du beschreibst, dass die Sonne ins Zimmer scheint.
das könntest du noch etwas ausbauen.

Meine Anregung wäre, dass du dir deinen Text nochmal durchliesst und schaust, welche Bilder dir dabei in den Kopf kommen.
Und dann könntest du ja versuchen diese noch etwas genauer zu beschreiben.

Ich bin kein Profi, also schau einfach, ob meine Bemerkungen hilfreich für dich sind!

Lg,KeTam.
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Rufina
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 769



BeitragVerfasst am: 23.05.2012 16:37    Titel: Re: Die Akte Pfeiffer (Titel wird noch geändert) 1/1 Antworten mit Zitat

Hallo Dave,

ja, dein Text liest sich berichtsartig und an einigen Stellen dazu relativ unbeholfen . Die Sätze sind alle annähernd gleich lang und ähnlich aufgebaut. Daher wirkt der Text extrem monoton und mir ist es schwer gefallen, ihn ganz zu lesen.

Auch der Monolog liest sich leider ziemlich eintönig, weil du am Anfang jede Dialogzeile mit "sagte er", "fragte sie" etc. beendest, um den Sprecherwechsel zu signalisieren. Das geht auch geschickter und gleichzeitig lebhafter. In der Regel machen deine Charaktere ja irgendwas, während sie sprechen. Beispiel: " ... erwiderte Saskia, während sie die Zwiebeln in kleine Würfel schnitt." oder einfach nur "Saskia schnitt die Zwiebeln in kleine Würfel." und dann weiter im Dialog. Schau mal in irgendeinen Roman rein. Das wirst du überall so ähnlich finden.
Zusätzlich hast du jede Menge Zeichensetzungsfehler im Dialog. Die Kommata fehlen hinten durchgängig.
Zitat:

(kein Leerzeichen)Lisa Peters, Journalistin, 30 Jahre“, sagte er knapp.
„So ein hübsches Mädel.“, merkte ich an.


Dann wären da noch einige Rechtschreibfehler. Beispiel:
„ Ja mit zwei Schüssen. Einer traf ihr Knie und einer ging direkt ins Herz.
Zitat:
Außerdem sehe ich hier Hämatome am Hals. Das heißt, sie ist wahrscheinlich gewürgt worden. Aber wie gesagt, näheres nach der Obduktion.“

Auf Nebensächliches wie "wir stiegen aus dem Auto" kannst du verzichten.

Insgesamt liest es sich nicht wie ein Bericht der Staatsanwaltschaft, sondern wie ein Bericht über den "Tatort". mit ein bisschen "CSI". Mir fehlt die Recherchearbeit. Was die Polizei hier tut scheint aus anderen Krimis übernommen zu sein, wobei du das amerikanische und das deutsche System vermischt hast.  

Viele Grüße
Rufina


_________________
Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, dass wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden. (Douglas Adams)
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Beobachter
Klammeraffe


Beiträge: 736



BeitragVerfasst am: 23.05.2012 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Willkommen, Dave. Ich mag Krimis, von daher probiere ich mich auch einmal als Kritiker aus. Bitte nimm zur Kenntnis, dass ich mich noch ganz am Anfang einer "Schreiberkarriere" befinde und von daher eher meinen Eindruck als Leser darstellen kann. Außer bei Rechtschreibung und Grammatik werde ich also möglicherweise keine große Hilfe sein.

Ich finde deinen Einstieg holprig.

Zitat:
Die Sonne schien an diesem Freitag direkt in unser Büro.


Schön, und weiter? Warum nimmst du darauf Bezug? Ist es an anderen Freitagen nicht so?

Zitat:
Mein Team und ich hatten nichts zu tun. Seit zwei Wochen hatten wir keinen spektakulären Fall mehr.


Bei allem schuldigem Respekt, aber nein. Nein, nein, nein. Du sagst, du schreibst über Frankfurt, richtig? Natürlich ist Frankfurt nicht New York, aber 1.) gibt es dort genügend Todesfälle, die untersucht werden müssen und 2.) bezweifle ich stark, dass ein Kriminalist im Rahmen von "spektakulärer Fall" denkt. Das ist eher der Stil von Romanheftchen á la Jerry Cotton, und ich glaube, das möchtest du eher nicht. (Falls doch, nehme ich alles zurück!  Wink )

Zitat:
„So ein hübsches Mädel.“ merkte ich an.


Würde ein Polizist auf eine Leiche schauen und so was sagen? Ich weiß es nicht, daran hänge ich mich auch nicht auf. Allerdings kommt nach "Mädel" kein Punkt, nur ein Komma nach den Ausführungszeichen. Du machst diesen Fehler öfter, aber das siehst du schon, wenn du den Text noch mal durchliest.

Zitat:
„Genaues kann ich erst nach der Obduktion sagen. Das wissen sie doch. Und woran sie gestorben ist, sehen sie ja selbst.“ fauchte er mich an.


Hier zum Beispiel machst du es auch wieder, aber wie gesagt, ich werde nicht dauernd darauf rumreiten. Wichtiger ist in dem Fall, dass "sie" als Anrede groß geschrieben werden muss.

Bei folgendem Beispiel möchte ich nur darauf hinweisen, dass nach einem Anführungszeichen nicht die Leertaste betätigt wird. Außerdem kommt nach "Ja" ein Komma.

Zitat:
„ Sie wurde erschossen.“
„ Ja mit zwei Schüssen.


Vor allem ist es wichtig, auch und gerade in einem Regionalkrimi, von Anfang an ein wenig Spannung aufzubauen. Dein 1. Kapitel würde mich nur wenig reizen, weiter zu lesen. Es geht die ganze Zeit so: Es war das, dann war das. Ich sagte das, er sagte das. Du benutzt auch jede Menge Füllwörter, die überflüssig sind wie "daraufhin", "unterdessen" oder Umgangssprache, die in einem Buch außer in Dialogen nichts verloren haben, bspw. "mitzukriegen".

Was mich auch irritiert, ist, dass du anfangs schreibst, das Haus sähe aus wie eine Villa, und der Eingang sei voller Blut. Natürlich gehe ich in dem Fall davon aus, dass es auch tatsächlich ein sehr großes Einfamilienhaus ist, doch plötzlich taucht die Vermieterin auf, findet die Tote und erzählt, diese hätte zu Lebzeiten recht viel Radau gemacht und die anderen Mieter geweckt.

Du erwähnst mehrmals, wie alt die Personen sein könnten, die man antrifft. Ich finde, es gibt elegantere Methoden, um das zu beschreiben anstatt "eine Frau, etwa 50 Jahre". Davon abgesehen, wenn du ein Alter beschreibst, solltest du die Zahlen ausschreiben, es sei denn, es handelt sich um Methusalem, der ein wenig über 900 Jahre geworden ist, wenn man der Bibel glauben darf.

Zitat:
„ Guten Tag, wir sind von der Mordkommission. Ich bin Hauptkommissar Klein und das ist meine Kollegin Frau Müller. Sind sie Frau Peters?“
„ Ja, bin ich. Wie? Mordkommission? Was ist denn passiert?“
„ Wer ist denn da, Birgit?“ rief jemand aus einem Zimmer.
Ein Mann kam und begrüßte uns. Er war in demselben Alter wie die Frau.
„ Schatz, die sind von der Kripo. Mordkommission.“
Wir zeigten ihm unsere Ausweise.
„ Was führt sie zu uns? Ist etwas passiert?“ fragte er.
„ Können wir reinkommen? Wir haben eine schlechte Nachricht für sie. Es geht um ihre Tochter Lisa. Sie wurde erschossen. Unser Beileid.“


Dieser Absatz kommt so rüber: Ja, hallo erstmal, ich weiß nicht, ob Sie es gewusst haben, aber wir sind von der Mordkommission. Ach, ha, ha, lustig, oder? Aber Ihre Tochter ist erschossen worden, tja, tut uns leid, echt, ey."

Ich kann dir nicht sagen, wie man es besser machen kann, aber so sieht es nicht nach ernsthaftem Kriminalroman aus.

Zitat:
Ich schrieb mit und klebte die Fotos des Opfers, die mir Jörg gab, an die Pinnwand. Jörg war unser Fotograf.


Du erklärst zu viel. Es spielt in dem Moment keine Rolle, wer Jörg ist, und wenn es doch so wichtig ist, hänge es nicht extra an, sondern erkläre es in einem Satz.


Zitat:
Michael, du analysierst morgen die Spuren, Max geh du zum Frankfurter Kurier. Thomas, schau dir den Mail-Verkehr genauer an und vielleicht findest du ja noch etwas auf der Festplatte. Saskia befrage die Nachbarn nochmal. Nimm dir vielleicht noch zwei Kollegen mit und schau dir die Umgebung des Tatorts an. Ich bin mit den Peters morgen früh in der Pathologie wegen der Identifizierung der Leiche. Wir haben also ein anstrengendes Wochenende vor uns. Geht nach Hause und schlaft euch aus. Wir treffen uns morgen um 12:00 hier. Gute Nacht zusammen.“


Okay. Nein. So läuft das nicht. Polizeiarbeit ist kein Job, der von 9.00 - 16.00 Uhr geht und man pünktlich alles stehen und liegen lässt, sobald die Uhr geschlagen hat. Wenn sie einen Mord haben, wird alles gleich erledigt. Nichts da von wegen "wir gehen jetzt mal fix nach Hause, schlafen gemütlich aus und machen morgen den Kram, der zu erledigen ist, weil die Tote eh tot ist und nichts mehr davon hat, wenn wir uns jetzt noch den A... llerwertesten aufreißen." Bei einem Mord ist es wichtig, den Spuren so zeitnah wie möglich zu folgen, und je länger man wartet, desto mehr vergessen mögliche Zeugen und desto mehr Spuren gehen verloren.

Ich fürchte, ich habe ziemlich viel angekreidet, doch jetzt das Positive: Bis jetzt gefällt mir dieser Text besser als alles, was ich von Andreas Franz gelesen habe, und der (Gott sei seiner Seele gnädig) war immerhin ein erfolgreicher Autor.
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KeTam
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Beiträge: 6762

Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 23.05.2012 17:24    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
„ Guten Tag, wir sind von der Mordkommission. Ich bin Hauptkommissar Klein und das ist meine Kollegin Frau Müller. Sind sie Frau Peters?“
„ Ja, bin ich. Wie? Mordkommission? Was ist denn passiert?“
„ Wer ist denn da, Birgit?“ rief jemand aus einem Zimmer.
Ein Mann kam und begrüßte uns. Er war in demselben Alter wie die Frau.
„ Schatz, die sind von der Kripo. Mordkommission.“
Wir zeigten ihm unsere Ausweise.
„ Was führt sie zu uns? Ist etwas passiert?“ fragte er.
„ Können wir reinkommen? Wir haben eine schlechte Nachricht für sie. Es geht um ihre Tochter Lisa. Sie wurde erschossen. Unser Beileid.“


Versuch es mal so:
"Guten Tag", er(ich) zog meinen Dienstausweis heraus,
"Sind sie Frau Peters?"
"Ja,.."
"Wer ist denn gekommen?", ein Mann kam den Flur hinunter und stellte sich hinter Frau Peters, die sich fragend nach ihm umdrehte.
"Sie sind Herr Peters?"
"Ja. Und wer sind sie, wenn ich fragen darf?"
" (Name), Kriminalpolizei. Dürfeten wir hereinkommen? Es tut mir leid, aber wir haben eine schlechte Nachricht für sie."
"Lisa! Was ist mit ihr?!"
Frau Peters senkte ihren Kopf, griff nach der Hand ihres Mannes und fing an zu weinen.

Wie gesagt, perfekt ist das so bestimmt nicht,
ist eher eine Anregung.

Ich hoffe, du verstehst was ich meine.
Lg,KeTam.
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Dave82
Gänsefüßchen


Beiträge: 16



BeitragVerfasst am: 23.05.2012 17:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke euch für eure Kritik. Ihr habt natürlich Recht. Den Anfang muss ich nochmal ändern und Stimmung erzeugen. Doch manchmal fangen Krimis auch gleich mit einer Leiche an, deshalb hatte ich das mal ausprobiert. Aber ich werde das anders machen.
Ich habe gar nicht gesehen, dass mir die Rechtschreibfehrler passiert sind. Ich bin normalerweise sehr gut in der Rechtschreibung. Aber das passiert.

@KeTam:
Danke für deine Infos und Anregung. Ich werde das berücksichtigen.

@Rufina
Ja, das habe ich nicht gut gemacht, aber wo siehst du, das ich es vermischt habe?


Wegen den Leerzeichen in den Dialogen war ich mir auch unsicher.

Bei den Füllwörtern und so muss ich mir was anderes einfallen lassen.

@Beobachter:
Das mit dem Mädel war auch nur eine Idee hinterher, dass Martin irgendwas dazu noch sagt, aber ich fand das auch schrecklich.

Eigentlich ist es so, dass es sich so langsam bei mir aufbaut.

Mir hat schon jemand gesagt, dass ich wie Andreas Franz schreibe, aber das der Text besser ist, glaub ich nicht. Kann vielleicht sein, ich kenne seine Bücher und finde ich gut.

In den nächsten Tagen werde ich dann die Überarbeitung mit allen euren Tipps und das Kapitel 2 reinsetzen.

Dave
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Hitchhiker
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Wohnort: Münster


BeitragVerfasst am: 23.05.2012 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Dave!

In deinen Anfangsworten sagtest du ja bereits, dass sich dein Text wie ein Bericht lesen könnte und dieser Einschätzung muss ich generell leider zustimmen. Obwohl sich die meisten deiner Sätze zwar recht gut und flüssig lesen lassen, wirkt einiges (gerade im Bereich der wörtlichen Rede) noch sehr statisch.

Schön finde ich, dass du in diesem Kapitel schon erste Fragen aufwirfst, die das Interesse des Lesern wecken, z.B. der anonyme Anruf oder was mit dem Sohn des Protagonisten los ist.

Ich habe jetzt absichtlich wenig Erbsen gezählt, mir sind jetzt erst einmal grundlegende Dinge wichtiger. Damit du weißt, was ich meine, sind hier meine Kommentare zu den Dingen, die mir in deinem Text besonders aufgefallen sind. Ich hoffe, ein paar Sachen helfen dir weiter. wink

Zitat:

Kapitel 1
Die Sonne schien an diesem Freitag direkt in unser Büro. Mein Team und ich hatten nichts zu tun. Seit zwei Wochen hatten wir keinen spektakulären Fall mehr. Die Leute morden einfach nicht mehr, dachte ich. Wir wollten deshalb früher ins Wochenende gehen. Vor lauter Langeweile holte ich mir einen Kaffee am Automaten. (Hier gebe ich mal einen kleinen Zwischenkommentar ab, denn bereits hier lässt sich deine Neigung zu kurzen Sätzen erkennen. Naturlich können kurze Sätze auch als Stilmittel dienen, um z.B. eine Szene temporeicher zu gestalten, man sollte aber im normalen Erzähltext darauf achten, dass man eine ausgewogene Balance zwischen kurzen und etwas längeren Sätzen hält. Mit dem richtigen Verhältnis wird der Text abwechsungsreich, hier liest es sich eher wie eine nüchterne Aufzählung von Begebenheiten. Was mir hier noch aufgefallen ist: Du hast zwei Mal direkt hintereinander das Hilfverb hatte benutzt. Hilfverben wie hatte und war sind zwar oft notwendig, nehmen dem Text aber auch die Dynamik, wenn sie zu häufig verwendet werden. In deinem Fall könnte man sie leicht austauschen, und beide Sätze zusammenziehen, ungefähr so: Die spektakulären Fälle blieben bereits seit zwei Wochen aus, sodass es für mein Team und mich momentan wenig zu tun gab. Ist natürlich nur ein Beispiel, aber so verflüssigst du deinen Text etwas. Da sich diese kurzen Sätze durch den kompletten Text ziehen, gehe ich im nachfolgenden Teil nicht weiter darauf ein.) Als ich an dem alten Ding stand und wartete, kam Max auf mich zugeeilt und sagte, dass die Zentrale angerufen hätte. Es gäbe einen Mord in der Friedberger Landstraße. Nähere Infos wüsste man noch nicht. Das Team der Spurensicherung und Dr. Stern wären schon auf dem Weg. (Manchmal ist es nötig, eine Szene passiv zu beschreiben, hier wäre es allerdings besser gewesen, wenn du diese Stelle wirklich aktiv beschrebst, also durch wörtliche Rede usw. Passivität lässt eine Szene (gerade in einem Krimi) schnell lanfweilig wirken und der Leser hat das Gefühl, dass er sich nicht inmitten der Geschichte befindet, sondern eher am Rand. Diese Distanz musst du hier überwinden.) Wir gingen zu unseren Autos und fuhren zum Tatort. Nach zehn Minuten waren wir dort. Schaulustige versperrten uns den Weg. Man ließ uns durch, während andere Polizisten versuchten, die Menschenmenge hinter die rot-weiße Absperrung zu bekommen. Das Haus, in das wir gingen, sah von außen sehr prunkvoll aus, wie eine Villa. Der Eingang war voller Blut. Im Wohnzimmer lag eine junge Frau auf dem Rücken. Sie trug einen schwarzen Hosenanzug. Um ihren Körper war eine große Blutlache. (Die Beschreibung klingt wirklich sehr nüchtern. Gerade in der Szene, in der im Krimi/Thriller eine Leiche beschrieben wird, lohnt es sich, anschaulicher zu schreiben, damit beim Leser das Kopfkino anspringt.)
Michael, der Leiter der Spurensicherung begrüßte uns und gab mir den Ausweis der Ermordeten.
„ Lisa Peters, Journalistin, 30 Jahre“ sagte er knapp.
„So ein hübsches Mädel.“ merkte ich an. (Kann es sein, dass das jeder männliche Fernseh-Kommissar sagt, wenn er eine weibliche Leiche sieht? Very Happy Da solche Phrasen doch schon sehr abgedroschen sind, würde ich mir hier etwas anderes überlegen oder seinen Bemerkung komplett streichen.)
Beim Eintreten hatte ich bemerkt, dass in der Wohnung sehr viele Kunstwerke, Gemälde meist, hingen. (Kein Absatz, da du immer noch beim Protagonisten bist.)
„Bestimmt war sie sehr vermögend.“ fügte ich hinzu
Neben der Leiche kniete Doktor Stern.
„Hallo Herr Stern. Können Sie uns schon etwas sagen?“ fragte ich.
„Genaues kann ich erst nach der Obduktion sagen. Das wissen sie doch. Und woran sie gestorben ist, sehen sie ja selbst.“ fauchte er mich an.
„ Sie wurde erschossen.“
„ Ja mit zwei Schüssen. Einer traf ihr Knie und einer ging direkt ins Herz. Außerdem sehe ich hier Hämatome am Hals. Das heißt, sie ist wahrscheinlich gewürgt worden. Aber wie gesagt, näheres nach der Obduktion.“
„ Ja, ich weiß, aber danke erstmal.“
Max hatte das Gespräch mitbekommen und fragte mich ironisch: (Kein Absatz, wenn du immer noch die Handlungen/das Gesagte der selben Person beschreibst)
„ Was ist ihm denn für eine Laus über die Leber gelaufen?. Er hat wohl schlecht geschlafen.“
Ich grinste nur. Daraufhin ging ich in die anderen Räume und schaute mich um. Leon, ein Kollege der Spurensicherung, zeigte mir mehrere Bündel Geldscheine und teilte mir mit, dass er diese 10.000 € in einer Schatulle unter der Matratze gefunden hat. Saskia (Wer ist Saskia?) begann indessen eine alte Dame, etwa 60 Jahre alt, in der Küche zu vernehmen. Um das Gespräch mitzukriegen, ging ich zu ihnen.
„ Martin, das ist Frau Gärtner. Sie wohnt nebenan. Sie hat die Tote vor einer halben Stunde entdeckt. Die Haustür stand offen.“
„ Guten Tag Frau Gärtner, ich bin Hauptkommissar Klein. Also die Haustür von Frau Peters stand offen. Können sie mir erzählen was sie dann gemacht haben?“ fragte ich.
„ Ich war beim Einkaufen. Als ich wieder kam, nahm ich meinen Schlüssel aus der Tasche und wollte aufschließen, da sah ich die offene Tür. Ich rief mehrmals ihren Namen, aber keiner antwortete. Das fand ich merkwürdig und ging dann in die Wohnung. Dann sah ich, wie sie im Wohnzimmer auf dem Boden lag. Ich sah das Blut und schrie. Dann rief ich die Polizei an und habe in meiner Wohnung auf sie gewartet.“
Saskia holte Frau Gärtner ein Glas Wasser.
„ Kannten sie Frau Peters gut?“ fragte Saskia daraufhin.
„ Danke fürs Wasser. Nun ja, sie wohnte hier 3 Jahre. Sie müssen wissen, ich bin die Hausbesitzerin. Dadurch habe ich guten Kontakt zu allen Mietern. Frau Peters war immer freundlich zu allen. Ich war mit ihr zufrieden. In letzter Zeit jedoch war sie manchmal spät nachts erst zu Hause und hatte das ganze Haus wach gemacht.“
„ War sie alkoholisiert?“
„ Ja. Sie hat immer mehr getrunken. Vor einer Woche hat sie mir stolz erzählt, dass ich mir ab sofort keine Sorgen mehr über die Miete machen soll. Sie hat wohl was Großes aufgedeckt. Mehr weiß ich aber auch nicht. Ich weiß, dass sie beim Frankfurter Kurier arbeitet.“
„ Frau Peters ist etwa zwischen 11 und 12 umgekommen. Haben sie da irgendwas bemerkt? Ist Ihnen eine unbekannte Person vielleicht entgegengekommen?“
„ Ich war vorm Einkaufen noch bei meiner Tochter in Bornheim. Also war ich seit 5 Stunden nicht mehr hier. Tut mir leid.“
„ Eine letzte Frage, hat sie irgendwelche Verwandten?“
„ Ihre Eltern leben hier in Frankfurt. Sie hat einen Bruder, der in München wohnt, der sie aber regelmäßig besucht hat.“
„ O.K., danke erst mal. Ich merke, sie stehen noch ein wenig unter Schock. Ein Kollege nimmt ihre Personalien auf und kümmert sich dann um sie. Und wenn Ihnen noch etwas einfällt, dann rufen sie uns bitte an. Hier unsere Visitenkarte“ sagte Saskia und gab Frau Gärtner eine Karte. (Naja, die gute Frau Gärtner wirkt nicht gerade so, als würde sie unter Schock stehen. Hier hast du ein Glaubwürdigkeitsproblem, was deiner berichtsmäßigen Sprache geschuldet ist, die sich auch durch alle Dialoge zieht. Bei keinem Wort von Frau Gärtner hat der Leser den Eindruck, dass sie verschreckt oder verstört ist, sie rattert alle Fakten in sehr flüssigem Ton runter und das macht das ganze Unglaubwürdig. Zeige dem Leser, dass die alte Frau noch unter Schock steht, beschreibe zwischendurch ihre Gestik und ihre Mimik, lass sie Pause machen, tief durchatmen usw. usw.
Eine andere Sache, die mir aufgefallen ist und die auch mit deinen Dialogen zu tun hat, ist, dass sie generell etwas hölzern und gestellt wirken und dass meistens die Zwischenhandlung fehlt. Soll heißen: Du reihst eine wörtliche Rede hinter die andere, ohne auf die Person einzugehen und zu beschreiben, wie sie es sagt oder wie sich ihr Gesichtsausdruck verändert, wenn sie es sagt. Auch fehlen mir hier die zwischenzeitlichen Gedanken deines Ich-Erzählers. Der Leser erfährt in deinem Abschnitt so gut wie nichts über ihn, auch er nimmt an den Dialogreihen teil, ohne dass der Leser etwas von seiner Innensicht mitbekommt. Weißt du, was ich meine?)

„ Saskia, willst du mit mir zu den Eltern fahren, oder soll ich Max bitten?“
„Nein, es geht schon. Ich fahre mit dir.“

Ich ging zu Max und gab ihm Bescheid, dass Saskia und ich zu den Eltern fahren werden und er sollte doch weiter mit den Leuten von der Spurensicherung die Wohnung durchsuchen. Die Polizisten, die die Nachbarn befragt hatten, kamen auf mich zu und gaben mir Bescheid, dass nichts Auffälliges bemerkt wurde. Ich sagte ihnen, sie sollten mir die Berichte auf den Schreibtisch legen. (Wieder eine Szene, die „aktiviert“ viel besser klingen würde.)

Saskia forderte per Funk die Adresse der Eltern der Toten bei der Zentrale an und ich startete den Wagen. Nach etwa 10 Minuten waren wir beim Opernplatz. Jeden Freitag herrscht großer Betrieb in der Frankfurter City. In der Nähe des Opernhauses sollten die Eltern von Lisa Peters wohnen. Es war ein schlichtes Einfamilienhaus. Wir fanden einen Parkplatz und stiegen aus dem Auto aus und gingen zur Haustür. (Zwei und-Überleitungen in einem Satz. Hier würde ich das irgendwie anders verbinden.) Nach dem zweiten Klingeln machte uns eine Frau, etwa 50 Jahre alt, auf.
„ Guten Tag, wir sind von der Mordkommission. Ich bin Hauptkommissar Klein und das ist meine Kollegin Frau Müller. Sind sie Frau Peters?“
„ Ja, bin ich. Wie? Mordkommission? Was ist denn passiert?“
„ Wer ist denn da, Birgit?“ rief jemand aus einem Zimmer.
Ein Mann kam und begrüßte uns. Er war in demselben Alter wie die Frau.
„ Schatz, die sind von der Kripo. Mordkommission.“
Wir zeigten ihm unsere Ausweise.
„ Was führt sie zu uns? Ist etwas passiert?“ fragte er.
„ Können wir reinkommen? Wir haben eine schlechte Nachricht für sie. Es geht um ihre Tochter Lisa. Sie wurde erschossen. Unser Beileid.“
Es war eine Weile still, aber dann fing Frau Peters an zu weinen. Ihr Mann nahm sie in den Arm und tröstete sie. Dann setzten sie sich auf eine Couch im Wohnzimmer.
„ Erschossen? Wann und wo?“ stammelte Frau Peters.
„ Sie wurde vor etwa 4 Stunden in ihrer Wohnung getötet. Mehr wissen wir noch nicht. Können wir Ihnen ein paar Fragen stellen oder fühlen sie sich nicht in der Lage diese zu beantworten und sollen wir morgen wiederkommen?
„ Doch, fragen sie nur. Meiner Frau geht es nicht gut, aber ich versuche die Fragen zu beantworten.“ (Diese durchaus dramatische Szene erzeugt beim Leser leider überhaupt keine Stimmung. Hier solltest du auf jeden Fall die Reaktionen der Eltern intensiver und glaubwürdiger beschreiben, ich meine, sie haben gerade erfahren, dass ihre Tochter erschossen wurde!)
„ Danke. Wir werden sie auch nicht lange stören. Sie sagen uns einfach Bescheid, wenn es zu viel wird. Ihre Tochter war Journalistin. An welchem Projekt hat sie zuletzt gearbeitet? Wissen sie das?
„ Nein leider nicht. Wenn sie kam, hat sie nie über ihre Arbeit gesprochen. Sie wollte das nicht.“
„ War sie in letzter Zeit anders als sonst und wann haben Sie sie das letzte Mal gesehen?“
„ Eigentlich nicht. Doch warten sie. Vorgestern Abend war sie hier und hatte gesagt, dass sie vorher einen anonymen Anruf erhalten hat. Der Anrufer hat ihr gedroht, wenn sie weiterhin sich in Sachen einmischt, die sie nichts angeht, würde ihr was passieren. Ich weiß aber nicht, was damit gemeint war. Wie gesagt, Lisa hat uns nichts von ihrem Job erzählt.“ meinte Herr Peters.
„ Hatte sie Feinde und können sie uns noch was sagen, was für uns wichtig sein könnte?“ fragte ich.
„ Sie hat gesagt, sie hat einen neuen Freund. Er arbeitet auch in der Redaktion. Den Namen wissen wir aber nicht.“
„ Gut. Das war es erstmal. Können sie beide morgen um 9 in der Rechtsmedizin sein, damit sie Lisa identifizieren können? Bleiben sie ruhig sitzen. Wir beide finden alleine raus. Bis morgen dann.“
Als Saskia und ich aus der Wohnung gingen, hörten wir, wie Frau Peters wieder anfing zu weinen.
„ Und was machen wir jetzt?“ fragte mich Saskia.
„ Ich sag Max Bescheid, dass wir uns jetzt im Büro treffen und besprechen was morgen zu tun ist. Bestimmt sind Michael und die anderen mit der Wohnung fertig.“
Ich wählte die Nummer von Max Handy (besser: Max' Handynummer) und sagte ihm, was war. Ich teilte ihm auch mit, dass wir uns zu einer ersten Besprechung im Präsidium treffen und er allen Bescheid geben sollte.
Saskia fuhr dann los und wir waren nach 15 Minuten im Polizeirevier.
Im Präsidium angekommen gingen wir in den Besprechungsraum. Ich schrieb alle Informationen, die wir bisher hatten auf eine Flipchart. Die anderen waren noch nicht da.
„ Wie geht es denn eigentlich Jakob? Gefällt es ihm an der neuen Schule?“ interessierte sich Saskia.
„ Ja sehr sogar, ich bin auch froh darüber. Seine Mitschüler unterstützen ihn. Es war ja ein schwerer Schritt für ihn nachdem was alles passiert ist.“
Ich wollte weitererzählen, da kamen in diesem Moment Max, Michael und die anderen in den Raum.
„ So Jungs, was habt ihr in der Wohnung außer dem Geld gefunden. Irgendwelche Spuren?“
„ Jede Menge Spuren und Fingerabdrücke. In ihrem Arbeitszimmer waren Fotos und ausgeschnittene Artikel von irgendeiner Pfeiffer AG.“ begann Michael die Runde und gab die Fotos und Artikel herum.
„ Auf ihrem Rechner haben wir nur Liebesmails und Berichte von irgendwelchen Sportveranstaltungen gefunden. Sonst war nichts auffälliges. In ihrem Kalender ist diese Woche für Mittwoch, also gestern, nur ein Eintrag für ein Essen mit einem Daniel.“ teilte uns Thomas, unser EDV-Spezi mit.

Ich schrieb mit und klebte die Fotos des Opfers, die mir Jörg gab, an die Pinnwand. Jörg war unser Fotograf. (Diese Information würde ich in den Satz einflechten und dafür nicht extra einen neuen beginnen.)

„ Das ist bestimmt ihr neuer Freund. Ihr Freund arbeitet auch in der Redaktion. Außerdem hat Frau Peters nach Aussage ihrer Eltern an einer heiklen Sache wohl gearbeitet. Man hat ihr danach gedroht. Lisa hat aber nichts von ihrer Arbeit erzählt“ erzählte Saskia den anderen.

„ Danke Saskia. Michael, du analysierst morgen die Spuren, Max geh du zum Frankfurter Kurier. Thomas, schau dir den Mail-Verkehr genauer an und vielleicht findest du ja noch etwas auf der Festplatte. Saskia befrage die Nachbarn nochmal. Nimm dir vielleicht noch zwei Kollegen mit und schau dir die Umgebung des Tatorts an. Ich bin mit den Peters morgen früh in der Pathologie wegen der Identifizierung der Leiche. Wir haben also ein anstrengendes Wochenende vor uns. Geht nach Hause und schlaft euch aus. Wir treffen uns morgen um 12:00 hier. Gute Nacht zusammen.“


_________________
Das hier ist 'ne verdammt harte Galaxis. Wenn man hier überleben will, muss man immer wissen, wo sein Handtuch ist!
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Dave82
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BeitragVerfasst am: 23.05.2012 18:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke, Hitchhiker.

Auch deine Bemerkungen sind gut und richtig. Mir war einiges nicht bewusst, aber mir ist es jetzt klarer.

Gut, dass ich hier meinen Text reingestellt habe.
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Schreibmaschine
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BeitragVerfasst am: 23.05.2012 18:40    Titel: Re: Die Akte Pfeiffer (Titel wird noch geändert) 1/1 Antworten mit Zitat

Dave82 hat Folgendes geschrieben:

Die Sonne schien an diesem Freitag direkt in unser Büro. Mein Team und ich hatten nichts zu tun. Seit zwei Wochen hatten wir keinen spektakulären Fall mehr. Die Leute morden einfach nicht mehr, dachte ich. Wir wollten deshalb früher ins Wochenende gehen. Vor lauter Langeweile holte ich mir einen Kaffee am Automaten. Als ich an dem alten Ding stand und wartete, kam Max auf mich zugeeilt und sagte, dass die Zentrale angerufen hätte. Es gäbe einen Mord in der Friedberger Landstraße. Nähere Infos wüsste man noch nicht.


Hallo Dave,

erst einmal vorweg: Ich finde den Textauszug viel zu lang. So ist es unmöglich, hier im Forum ein auch nur annähernd detailiertes Feedback zu bekommen.

Ich habe mich durch die ersten paar Sätze durchgekämpft. Danach nur noch ein bisschen überflogen. Vor dir liegt noch eine Menge Arbeit, aber wenn du dich reinhängst, kann deine Geschichte deutlich davon proftieren.

Du begehst zu Beginn der Geschichte einen typischen Anfängerfehler: Die Handlung beginnt mit etwas belanglosen. Es ist schlichtweg langweilig. Dabei ist es der Anfang besonders wichtig, weil er den Leser fesseln soll.

Dies zum Allgemeinen. Nun ganz konkret zum Text:

Zitat:
Die Sonne schien an diesem Freitag direkt in unser Büro.


Schon im ersten Satz bist du POV-fern. Du musst alles aus der Sicht deines Charakters erzählen. Unabhänhig davon, dass die Information des ersten Satzes (wie schon erwähnt) belanglos ist, hältst du den Leser von deinem Charakter fern.
Übrigens ist das Wort "direkt" überflüssig. Verwende so viele Worte wie nötig, aber so wenig wie möchlich. Übrigens könntest du deinem Satz noch Sinn geben, wenn zum Beispiel die Tageszeit daraus hervorgehen würde. Das kann durchaus handlungsrelevant sein.
Den Tag zu nennen, macht nebenbei erwähnt nur Sinn, wenn er eine Bedeutung für die Handlung hat.
Wenn dieser Satz nicht am Anfang stünde und du ihn richtig schreiben wolltest, müsste er also z.B. lauten:

Mit Zisch- und Klackgeräuschen hoben sich die Bürojalousinen. Die Abendsonne blendete mich und ich kniff die Augen zusammen.

Zitat:
Mein Team und ich hatten nichts zu tun. Mein Team und ich hatten nichts zu tun. Seit zwei Wochen hatten wir keinen spektakulären Fall mehr.


Das ist Telling in Reinkultur. Du informierst den Leser, nicht aber der Charakter. Im Übrigen sollte sich diese Tatsache aus dem Zusammenhang (wenn nicht anders möglich aus einem Dialog ergeben):
Vorschlag:

Ich ließ das Jalousinenband los und sank in meinen Bürostuhl. Seufzend fischte ich einen Bleistift auf dem Stiftebecher und begann ihn anzuspitzen. Es folgte ein zweiter Bleistift, dann ein dritter. Mein Blick landete auf dem Wandkalender. Zwei Wochen. Seit zwei verdammten Wochen saßen ich und das Team jetzt schon in unseren Büros rum und schaukelten uns die Eier.

Zitat:
Die Leute morden einfach nicht mehr, dachte ich.


Dieser Satz ist problematisch. Du willst den Leser wissen lassen, dass es sich um eine Polizeistelle handelt. Genauer gesagt die Mordkommission. Aber der Gedanke ist unglücklich, finde ich. Daher würde ich ihn weglassen und es aus dem Zusammenhang im Verlauf deutlich machen.

Zitat:
Vor lauter Langeweile holte ich mir einen Kaffee am Automaten.


Wieder haben wir telling. Das dein Charakter Langeweile hat, musst du zeigen, nicht "sagen".
Zum Beispiel so:


Ächzend raffte ich mich auf und schlenderte zum Kaffeeautomaten im Flur. Da würde mindestens zwei oder drei Minuten totschlagen.


Zitat:

Als ich an dem alten Ding stand und wartete, kam Max auf mich zugeeilt und sagte, dass die Zentrale angerufen hätte. Es gäbe einen Mord in der Friedberger Landstraße. Nähere Infos wüsste man noch nicht.


Hier machst du eine Reihe von Fehlern: Wieder informierst du den Leser, anstatt ihn die Handlung "erleben" zu lassen. Und wieder hast du Telling drin. Hier kommt allerding noch hinzu, dass du die Geschehnisse indirekt erzählst. Warum lässt du Max nicht zu Wort kommen? Und noch was: Wie können die schon wissen, dass es ein Mord war? Ich würde erwarten, dass jetzt erst einmal eine Leiche gefunden wurde, oder?
Mein Vorschlag wäre:

Kaum hatte ich auf den abgegriffenen Kaffeeknopf gedrückt, riss jemand die Flurtür auf. Ich zuckte zusammen.
Es war Max. Hechelnd rannte er auf mich zu. "Die ... die Zentrale hat angerufen." Er stoppte und hielt sich am Kaffeeautomaten fest. "In der Fried... Friedberger Landstraße wurd' 'ne Leiche gefunden."
Endlich Arbeit. Ich schnappte mir meinen Kaffeebecher und schmiss ihn samt Inhalt in den Mülleimer. "Lass uns gehen", sagte ich, schnappte mir den immer noch japsenden Max am Arm und eilte zum Ausgang. "Was haben wir sonst noch für Infos?"
Max stolperte neben mir her. "Nichts, Boss."

(Direkte) Gedanken kannst du (wie in meinem Beispiel) einfach kursiv setzen. Wink

Meine Empfehlung wäre, dass du dir ein oder zwei Schreibratgeber kaufst. Falls du Buchempfehlungen möchtest, sag mir bitte, ob du auch englische lesen würdest. Die besten mir bekannten sind nämlich englischsprachig.

Liebe Grüße,
Alison
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Dave82
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BeitragVerfasst am: 23.05.2012 20:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke, Schreibmaschine.

Ich werde dein Feedback berücksichtigen. Danke auch dir für deine Tipps. Ratgeber habe ich deshalb schon mir besorgt. Kannst du mir ein paar Ratgeber nennen?

Ja, eigentlich wollte ich nur ein Teil veröffentlichen und dann Stück für Stück, aber dann war es zu spät.
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Schreibmaschine
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BeitragVerfasst am: 23.05.2012 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

Das beste mir bekannte Buch übers Schreiben ist "Stein on Writing" von Sol Stein. Ich glaube, dass es mittlerweile ins Deutsche übersetzt wurde, aber ich kann über die deutsche Fassung nichts sagen. Der Titel ist: "Über das Schreiben"

Hier sind beide Links:
http://www.amazon.de/Stein-Writing-Successful-Techniques-Strategies/dp/0312254210/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1337798107&sr=8-1

http://www.amazon.de/%C3%9Cber-das-Schreiben-Sol-Stein/dp/3861509083/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1337798401&sr=8-1
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Dave82
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BeitragVerfasst am: 24.05.2012 00:02    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Also ich bin gerade an einer ganz anderen Vision. Ich hatte eben einen guten Idee.

Bevor ich es vergesse, ich haben eben eure Beiträge nochmal gelesen. Die sind echt gut.

Dave
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Dave82
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BeitragVerfasst am: 27.05.2012 12:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

So, jetzt habe ich mal den Anfang neu gestaltet mit ein paar Ideen von euch. Vielleicht ist der ja besser.

Sehnsüchtig schaute ich auf die Uhr. Sie zeigte 14 Uhr an. Draußen schien die Sonne und es war etwa 28 Grad, also es war sehr heiß draußen. Wir drei wollten bei dieser Hitze ins Wochenende. Außer ein paar Berichte zu schreiben, hatten wir gar nichts zu tun. Saskia und Max saßen gelangweilt an ihren PC und schrieben an den Texten. Ich fischte mir einen Kulli und spielte mit ihm. Mein Blick richtete sich dann auf den Wandkalender. Zwei Wochen. Seit zwei verdammten Wochen saßen ich und mein Team im Büro ohne einen spektakulären Fall zu lösen.
„Ich hole mir einen Kaffee, wollt ihr auch einen?“
„Nein, danke“ riefen Saskia und Max im Chor.
„O.k., ich komme gleich wieder. Dann machen wir auch Feierabend.“
Da unsere Kaffeemaschine kaputt war, musste ich zum Automaten, der im Flur stand. Von der Hitze flossen mir Schweißperlen von der Stirn. Gelangweilt schlenderte ich zum Kaffeeautomaten. Vor lauter Frust, bei dieser Hitze zu arbeiten, trat ich gegen das alte Ding, als es nicht gleich funktionierte. In Gedanken trank ich noch am Automaten den Kaffee. Kaum hatte ich den Becher leer, riss jemand die Flurtür auf. Ich zuckte zusammen. Max kam auf mich zugeeilt.
„Martin…die Zentrale hat angerufen.“
Max war aus der Puste und hielt sich am Automaten fest.
„In der Fried…Friedberger Landstraße wurde eine Leiche gefunden.“
Endlich Arbeit, dachte ich mir, auch wenn es dann nichts aus dem frühen Feierabend wird.
Ich schmiss den Becher in den Mülleimer, der neben der Tür stand.
„Lass uns gehen. Sind Spusi und der Doc informiert?“
„Ja, sie sind auch schon auf dem Weg.“
„Haben wir sonst noch Infos?“
„Nein, Chef.“
Ich schnappte mir Max am Arm und ging mit ihm ins Parkhaus.
Saskia wartete schon auf uns an meinem Wagen, einem gebrauchten Mercedes.

Nach zehn Minuten Fahrzeit waren wir in der Friedberger Landstraße. Von weitem sahen wir die rot-weiße Absperrung. Schaulustige versperrten uns den Weg. Man ließ uns durch, während andere Polizisten versuchten, die Menschenmenge hinter die Absperrung zu bekommen. Das Haus, in das wir gingen, sah untypisch für den Stadtteil Nordend aus, groß und prunkvoll. Wie eine kleine Villa. Ein Kollege von der Schutzpolizei stand am Eingang und sagte uns, dass die Leiche im zweiten Stock sei. Oben angekommen, begegnete uns Michael, der Leiter der Spurensicherung.
„Hallo Martin, das Opfer liegt im Wohnzimmer. Das Opfer heißt Lisa Peters, 30 Jahre alt und sie war Journalistin.“
„Dann wollen wir mal schauen.“
In der Wohnung war schon viel Betrieb. In jedem Zimmer waren Leute von der Spurensicherung. Das Wohnzimmer, in dem die Leiche auf dem Rücken lag, war direkt gegenüber der Wohnungstür. Neben dem Opfer kniete Dr. Stern.
„Hallo Doc, können Sie schon etwas sagen?“

Wenn ich Zeit habe, setze ich mich an den Rest.

LG
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Schreibmaschine
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BeitragVerfasst am: 27.05.2012 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dave,

tja,...es ist schon etwas besser. Aber es liegt noch Arbeit vor dir. Du hast immer noch die Angewohnheit dem Leser alles auf einem silbernen Tablett zu servieren. Ich möchte nicht den ganzen Text kommentieren. Daher nur ein paar Beispiele:
Zitat:
Sehnsüchtig schaute ich auf die Uhr. Sie zeigte 14 Uhr an. Draußen schien die Sonne und es war etwa 28 Grad, also es war sehr heiß draußen.

Sehnsüchtig ist telling. Zeig es und sag es nicht. Der Leser muss die Sehnsucht durch deine Beschreibungen erkennen und nicht dadurch, dass du das Wort verwendest. Hat es eine besondere Bedeutung, dass es 14 Uhr ist? Falls ja, solltest du das deutlich machen. Im Übrigen würde ich die Zahl ausschreiben.
Zitat:
Draußen schien die Sonne

Das ist eine vollkommen emotionslose Faktenbeschreibung. Ein Gefühl für die Atmosphäre erzeugst du damit nicht. Dann eine Frage: Woher weiß dein Charakter, dass es genau 28°C (das Celsius ist wichtig. Könnte ja auch z.B. Fahrenheit sein) ist? Und...ist das überhaupt wichtig? Der Teilsatz der dann folgt ist ein no-go!
Zitat:
also es war sehr heiß draußen.

Das ist deine Bewertung als Autor und weder die Einschätzung deines Charakters, noch ist es (mal so nebenbei erwähnt) wichtig. Solche Infos müssen sich aus dem Zusammenhang ergeben.
Bitte schau dir deinen gesamten Anfang noch mal genau an. Auch und insbesondere auf meine Hinweise hin.
Viel Glück.
Liebe Grüße,
Alison
ps. Trotz meiner Kritik: Es ist schon etwas besser.
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Dave82
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BeitragVerfasst am: 27.05.2012 14:39    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Da mir der Anfang bisschen schwer fällt, ist es vielleicht besser, wenn ich gleich mit dem Tatort beginne? Oder soll ich bei der Büroszene als Einstieg.bleiben?
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Schreibmaschine
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BeitragVerfasst am: 27.05.2012 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Dave82 hat Folgendes geschrieben:
Da mir der Anfang bisschen schwer fällt, ist es vielleicht besser, wenn ich gleich mit dem Tatort beginne? Oder soll ich bei der Büroszene als Einstieg.bleiben?


Bei deiner Geschichte gilt dasselbe, wie für alle anderen: Schreib so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich!

Ganz egal, wann du die Handlung beginnt, es muss einen Sinn haben. Wenn du die Handlung schon vor dem Tatort beginnst, könntest du die Zeit z.B. nutzen, den Hauptcharakter einzuführen. Eine Geschichte steht und fällt mit seinen Charakteren. Sind sie schlecht dargestellt, kann man sich nicht gut in sie hineinversetzen, sind sie nur oberflächlich umrissen, kann die Geschichte auch nicht gut sein.

Falls du die Geschichte mit dem Tatort beginnst, ist das der Anfang. Jede Geschichte fängt irgendwo an. Frage dich doch, warum dir Anfänge so schwer fallen.
Viele haben dieses Problem. Es kann helfen, Kurzgeschichten zu schreiben. So hat man öfter einen Anfang. Das kann eine gute Übung sein.

So oder so musst du dich immer fragen, was du dem Leser vermitteln willst. Informationstechnisch, aber auch emotional.

Schau doch mal in einige deiner (Lieblings-)Bücher und schau, wie es da gemacht wird. Vielleicht hilft dir das auch.
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Rufina
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BeitragVerfasst am: 27.05.2012 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dave,

Schreibmaschine hat ja schon versucht, dir weiterzuhelfen. Ein Roman schreibt sich nicht von jetzt auf gleich und vor allem scheinen deine Schwierigkeiten nicht nur damit zusammenzuhängen, dass es dir schwer fällt, reinzukommen.

1. Recherche:
Ich habe es weiter oben schon gesagt, du kannst keinen Krimi schreiben, ohne zu recherchieren, weil dir die Leser das nicht abnehmen werden. Du bräuchtest Kenntnisse darüber, wer bei der Polizei was macht, wie sie aufgebaut ist, wie sich so ein "Team" zusammensetzt etc.. Ich habe den Eindruck, du schreibst einfach drauflos. Vor der neuen Version scheinst du zwar kurz bei Wikipedia reingeschaut zu haben, aber das wird dir für einen Krimi nicht reichen.

2. Sprache:
Deine Sprache ist an einigen Stellen richtig wackelig:
Zitat:
Draußen schien die Sonne und es war etwa 28 Grad, also es war sehr heiß draußen.

Niemand würde sagen: "Es ist 28 Grad.". Wenn schon, müsste noch ein "heiß" oder "warm" dahinter, aber überhaupt ist das viel zu steif. So denkt niemand.
Ebenso:
Zitat:
Sehnsüchtig schaute ich auf die Uhr. Sie zeigte 14 Uhr an.

Denkst du wörtlich: "Die Uhr zeigt 14 Uhr an."? Eher doch: "Gerade erst zwei." oder so ...
Zitat:
„Martin…die Zentrale hat angerufen."

Hier gehören Leerzeichen vor und hinter die Auslassungspunkte.
Zitat:
„In der Fried…Friedberger Landstraße wurde eine Leiche gefunden.“

Hier nur eines danach. Die Regel dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Auslassungspunkte
Zitat:
Von der Hitze flossen mir Schweißperlen von der Stirn.

Das Bild ist schief. Schweißperlen fließen nicht, sie stehen einem auf der Stirn. Was du wahrscheinlich meintest: "Der Schweiß floss mir (in Strömen/Bächen) von der Stirn."
Zitat:
Endlich Arbeit, dachte ich mir, auch wenn es dann nichts aus dem frühen Feierabend wird.

Der Satz ist grammatikalisch ziemlich verkorkst.

Außerdem erklärst du viel zu viel. Beispiel:
Zitat:
Saskia wartete schon auf uns an meinem Wagen, einem gebrauchten Mercedes.

Schon klar, du willst dem Leser sagen, um was für ein Auto es sich handelt, damit er ein Bild vor Augen hat, aber niemand denkt, wenn er an sein Auto heranläuft: "Ah, da ist ja mein Auto, ein gebrauchter Mercedes." Das weiß er doch selbst. Wenn du die Info hier reinpacken willst, solltest du das geschickter machen.

...

3. Charaktere:
Zitat:
Max kam auf mich zugeeilt.
„Martin…die Zentrale hat angerufen.“
Max war aus der Puste und hielt sich am Automaten fest.

Wer ist Max? Hier fehlen die Infos. Natürlich sollst du nun nicht schreiben. "Max kam auf mich zugeeilt. Er ist mein bester Freund seit der Grundschule. Nun arbeiten wir zusammen.", sondern du kannst die Infos sparsam nebenbei einfließen lassen. Woran merkt man, dass jemand atemlos ist? Er atmet schnell und heftig, vielleicht weil er nicht in Form ist, ständig nur hinter dem Schreibtisch sitzt. Schon wüssten wir etwas mehr über Max, aber auch hier scheint mir, dass du dir über deine Charaktere kaum Gedanken gemacht hast. Wer "ich" überhaupt ist, erfahre ich auch viel zu spät.

Lass es mich mal klar sagen, ohne dich kränken zu wollen. Bei dir scheint es noch an den Grundlagen zu fehlen. Oben wurden schon Schreibratgeber genannt, die du lesen könntest. Zusätzlich kannst du dich im Forum umschauen. Schau auch, wie die anderen schreiben und dir werden erste Unterschiede auffallen. Wenn du Bücher liest, schau genau hin, wie es diese Autoren machen. Versuche dich auf der Kurzstrecke, bevor du dich an einem Roman versuchst. Das ist weit weniger Arbeit und du bekommst einen besseren Eindruck, wo du dich wie verbessern kannst.

Grüße
Rufina


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Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, dass wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden. (Douglas Adams)
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Dave82
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BeitragVerfasst am: 27.05.2012 21:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Leuchtet mir auch alles ein, was ihr sagt, aber ich erklär die Charaktere immer Stück für Stück. Naja, ich werde es gleich nochmal probieren.

Rufina, ich habe nicht bei Wikipedia nachgesehen. Aber ok, du hast Recht mit deinen Vorschlägen.
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Schreibmaschine
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BeitragVerfasst am: 27.05.2012 22:41    Titel: Antworten mit Zitat

Dave82 hat Folgendes geschrieben:
Leuchtet mir auch alles ein, was ihr sagt, aber ich erklär die Charaktere immer Stück für Stück. Naja, ich werde es gleich nochmal probieren.

Die Charaktere Stück für Stück zu erklären ist hoffentlich nicht was du meinst. Du sollst sie nicht erklären, du sollst sie darstellen.

Du sollst nicht zu Anfang alles was es über den Charakter zu wissen gibt runterschreiben. Vielmehr muss der Charakter im Laufe der Handlung eine Entwicklung durchmachen. Da muss nichts gehastet werden.

Du versuchst verzweifelt was übers Knie zu brechen, habe ich den Eindruck. Mache dir erst mal Gedanken, wie du es schreiben willst. Und lass dir Zeit! Wenn du fertig bist, lies es mindestens drei Mal und korrigiere. Schau dir noch einmal alle Feedbacks zu deinem bisherigen Text an und schau, ob das neu Geschriebene nicht auch wieder ähnliche Fehler enthält.
Und dann, erst dann, würde ich dir empfehlen die Änderungen hochzuladen.
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Dave82
Gänsefüßchen


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BeitragVerfasst am: 28.05.2012 00:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich will Sie ja auch darstellen.

Ich mach jetzt was ganz anderes mit dem Anfang und ich will es nicht übers Knie brechen. Ich mach mir schon Gedanken. Eigentlich schon seit zwei Jahren. Ich habe es immer mal verändert. Aber danke für deine Kritik, ich schaue mal wie ich meine sieben Kapitel ändere.
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Dave82
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BeitragVerfasst am: 03.06.2012 14:51    Titel: Neuer Anfang pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi,
nach mehreren Versuchen habe ich mich an diesen Anfang gewagt. Es ist ganz anders und er muss noch verändert werden und er geht noch weiter. Aber kann ich das so al Anfang schreiben?

(Müde schleppte ich mich zum Badezimmer). Eigentlich wollte ich meinen Rausch von gestern Nacht ausschlafen, wir hatten endlich den Hirschmann-Fall abgeschlossen. Bis tief in die Nacht verhörte ich Dr. Jens Hirschmann. Um zwei Uhr nachts hat er in Anwesenheit seines Anwalts, Dr. Markus Bender, zugegeben, dass er seine Frau, Sarah Hirschmann, getötet hat. Sie hatte mit seinem besten Freund, Michael Krüger, eine Affäre. Nach der Festnahme habe ich noch meine Kollegen zum Absacker eingeladen.

„Ja, ich habe sie getötet. Ich habe herausgefunden, dass dieses Biest mit meinem besten Freund rumgevögelt hatte.
Es stimmt auch, dass ich sie vergiftet habe.“


Über diese letzten Worte von Herrn Hirschmann dachte ich im Schlaf noch nach. Doch ich wurde durch ein Klingeln geweckt. Es war aber nicht der Wecker. Ich erkannte schließlich den Klingelton und suchte das Handy. Nach dem dritten Klingeln, hatte ich es endlich gefunden und nahm den Anruf entgegen.
„Hallo Martin, wir haben eine Leiche in der Friedberger Landstraße. Eine junge Frau. Spusi und Dr. Stern sind auf dem Weg. Soll dich jemand abholen?“
„Nein, es geht schon. Ich bin in einer halben Stunde da.“
Max hatte die letzten Tage Bereitschaftsdienst und wusste schon immer vor mir die wichtigsten Infos. Da sich seine Freundin Babsi von ihm getrennt hatte, wollte er dies wieder übernehmen.
Im Badezimmer rieb ich mir die Augen und betrachtete mich im Spiegel. „Mensch, wie seh ich denn aus. Wenn das Jakob sehen würde.“ sagte ich mir und ging in die Dusche. Gut, dass Jakob heute länger schlafen wollte.
Während ich mich anzog, hörte ich Jakob in der Küche und rief:
„Guten Morgen Jakob, räumst du die Spülmaschine noch aus, bevor du gehst? Ich muss nochmal weg, wir haben einen neuen Fall.“
„Ist schon gut, Papa.“
Bevor ich ging, machte ich mir noch ein Brot und bedankte mich bei Jakob mit einem Kuss. Eigentlich hatte ich ein schlechtes Gewissen. Seitdem Sylvia nicht da ist, musste Jakob den Haushalt machen. Ich hatte kaum Zeit oder manchmal keine Lust.
----

Der erste Satz ist überflüssig.
LG
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