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Im Inneren eines atmenden Hauses

 
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Mettbrötchen
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 31
Beiträge: 1001
Wohnort: Rheinland
Ei 1


BeitragVerfasst am: 13.09.2015 18:00    Titel: Im Inneren eines atmenden Hauses eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Im Inneren eines atmenden Hauses

Es ist der Durchzug eines Traumes, der mich weckt mit dem Knarren der Zimmertür, der Durchzug, der entstanden sein musste, als Laura die Haustür ein Stockwerk unter mir öffnete und in die Nacht verschwand; eine kurze Irritation in der Reglosigkeit meines Hauses, da sämtliche Türen wenige Zentimeter ins Rauminnere schwangen, alle lautlos, bis auf die in unser Schlafzimmer Führende, welche so massiv ist, dass niemand denken würde, etwas könnte aus diesem Raum entweichen.
Warum Laura sich entschlossen hatte, zu verschwinden und das mitten in der Nacht, wusste ich nicht. Es ist mehr aus Interesse, dass ich durch die Räume in Richtung Haustür wandere, als aus Traurigkeit oder aus dem Drang heraus, sie einzuholen und zurück ins Haus zu führen, in die Küche vielleicht, die gerade groß genug für uns beide, einen Tisch und den Kühlschrank mit dem Herd darauf ist und die uns intim vorkam, in der Zeit, als wir uns liebten, und beengend in der Zeit, als wir uns nicht mehr liebten, was langsam geschehen war und mir aufgefallen war, als wir die Küche als eng empfanden, die wir vorher als intim … ich bin müde und meine Gedanken treiben umher und meine Füße wiederholen die immer gleichen Schritte und ich habe es geschafft, im Kreis zu gehen, durch den Salon, der nach Vanilletabak riecht, durch das Gästezimmer, das durch das Mondlicht noch leerer ist, so winterweiß und ungeheuer weit wirkt das Doppelbett, durch das Esszimmer, wo ein halbvolles Rotweinglas steht, an dem ein Tropfen herabrinnt, schwarz im wenigen Licht, die Fingerabdrücke erkennbar, und der Tropfen trifft die Tischdecke und verbreitert sich zu einem schwarzen Fleck, der mich nervös macht und den ich mit Lauras Tagebuch zudecke, danach wieder der Flur vor dem Schlafzimmer, der Flur, der durch Türen unterteilt ist, die Türen, die ich niemals ganz schließe, die ich immer anlehne, vor dem Schlafengehen mit Laura, denn ich glaube, wenn ich sie ganz schließe und als letztes in dem kalten Schlafraum die Augen zumache, könnte ich nie wieder erwachen, die Türen, die sich infolge des Durchzugs um ein paar Zentimeter geöffnet haben, eine Verschiebung, wie wenn der Meeresboden um Zentimeter absackt und an den Küsten eine so mächtige Welle gegen die Häuser kracht, dass alle Bauten zusammenbrechen, so fühlt sich mein Inneres an: In Erwartung der Welle, Schritt für Schritt, immer deutlicher, je mehr Türen ich durchwandere, die Türen, deren Positionen mir so vertraut sein müssten, deren Klinken ich aber in der Dunkelheit verfehle, weil sie nicht dort sind, wo sie sein sollten.
An einer ansonsten leeren Wand sehe ich ein Foto von Laura und mir. Es gab einige Frauen, die irgendwann die Haustür hinter sich schlossen und nie mehr zurückkehrten. Immer fühlte ich mich danach fremd in meinem Haus. Laura aber war Stück für Stück verschwunden. Wahrscheinlich hat nie einer meiner früheren Freunde gemerkt, dass ich ihn verlassen habe, sagte sie mal und ich gehe einen Raum weiter in die Bibliothek, in der ein Regalbrett leer ist. Es fällt mir jetzt erst auf. Laura musste ihre Bücher schrittweise entfernt und an einen anderen Ort gebracht haben; so wie sie mit jedem Tag weniger gesprochen hatte und mit jedem Tag seltener im Haus gewesen war. Ich erinnere mich an die Stunden, in denen sie hier in einem der roten Sessel gesessen und Bücher gelesen hatte. Ich erinnere mich an die Bewegung der schweren Vorhänge auf dem staubigen Laminatboden und daran, wie der Staub in dem Lichtstreifen tanzte, wenn die Sonne in den Spalt zwischen den Vorhängen gewandert war. Laura war irgendwann vergilbt wie die Seiten und wenn sie schwieg redete sie mit Staub, wie mit dem Gespenst eines alten Traumes. Mir wird bewusst, dass sie das Ganze lange vorbereitet hatte. So wie sich Kontinentalplatten über lange Zeit verschieben.
Der letzte Ruck allerdings, das Absinken des Meeresboden, die Verschiebung der Türen, hatte das Beben ausgelöst. Das wird nicht ihr Plan gewesen sein.
Ich gehe weiter in Richtung Ausgang, unsicher, ob es draußen überhaupt etwas gibt, so vollgestellt erscheint mir das Haus nun. Tagsüber, wenn es hier besonders windig ist, lasse ich die Haustür offen und die Türen bewegen sich hin und her, weil das Haus atmen kann und die Gäste, die gerade bei mir wohnen, fühlen sich besonders sicher, im Inneren dieses Wesens, weshalb ich ihnen sage, dass die Türen bis auf die Haustür nie geschlossen werden dürfen, denn sonst fühlt man sich hier nicht mehr sicher, sondern unendlich beengt, weil es eben so viele Türen sind, aber es sollen so viele sein, es sollten noch viel mehr Türen sein, damit das Haus an den Tagen besser atmen kann und stark genug bleibt, damit es die Kraft hat, die Menschen, die ich liebe, in sich zu behalten, doch irgendwann schließen sie die Türen doch zu, wollen alleine sein und das Haus verliert die Kraft, die Menschen in sich zu behalten und ich fühle mich mit jeder Tür elender, während das Haus langsam stirbt.
Ich zögere, als ich vor der Haustür stehe. Mit zittriger Hand drücke ich die Klinke, warm noch von Lauras Händen. Sie musste die Klinke lange gedrückt haben, sie musste gezögert haben. Die Wärme der Klinke lässt mich hoffen. Ich öffne die Tür. Kalter Wind peitscht mir den Regen ins Gesicht. Hinter mir verschieben sich knarrend die Türen. Die Welle trifft meine Brust. Ich stolpere hinaus in die Nacht und verschwinde im Regen.

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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 59
Beiträge: 1924
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BeitragVerfasst am: 13.09.2015 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Schon der erste Satz ist toll. Nicht obwohl, sondern weil er über drei Zeilen geht. Ich mag das. Das Wortspiel mit dem Durchzug super. Es zieht sofort in die Geschichte hinein.
Fein gezeichnete Bilder, isch folge disch durch alle Räume.

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Rübenach
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2416



BeitragVerfasst am: 14.09.2015 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Eigentlich ein schöner Text. Sicher geschrieben, sehr bildreich. Nur zwei Unstimmigkeiten sind mir aufgefallen.

Zitat:
An einer ansonsten leeren Wand sehe ich ein Foto von Laura und mir.


An Stelle des ansonsten passt wohl besser das schlichte sonst.

Zitat:
(...) den ich mit Lauras Tagebuch zudecke, (...)


Laura hat ihr Bücherregal ausgeräumt und mitgenommen, aber ihr Tagebuch zurückgelassen? Unwahrscheinlich, es sei denn, sie tat es absichtlich. Dafür fehlt aber jeder Hinweis im Text.

Wenn da nicht diese dämliche Vorgabe wäre. Okay, Türen kommen im Text reichlich vor (insgesamt 22 mal, was, bezogen auf die Gesamtwortzahl, einer Quote von 0,25 Promille entspricht.)

Aber: Fast immer sind sie offen, geschlossen werden sie nur zweimal und geknallt nicht ein einziges Mal. Außerdem jede Menge Metaphern.

z.B.
das Absinken des Meeresboden, das Beben, das atmende Haus, die Welle, die seine Brust trifft ...

Fazit: keine Ahnung. Ein schöner Text. Eigentlich.

Edit:
Nachdem ich mich entschieden habe, Texte, bei denen ich die Themenvorgabe als nicht erfüllt betrachte, nur massiv abzuwerten, sie aber bei der Puntvergabe zu berücksichtigen, ist es ein Punkt geworden.


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Seraiya
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Beiträge: 891



BeitragVerfasst am: 14.09.2015 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Den Titel finde ich schön.
Ich musste diesen Text aufgrund der von mir empfundenen Langatmigkeit mehrmals lesen, weil ich bei den ersten zwei Malen anfing Sätze zu überspringen.
Die Idee finde ich gut. Die Gedanken des Protas sind mir allerdings zu schwerfällig. Für mich las es sich zäh und hat mir leider nicht so gut gefallen.

LG,
Seraiya


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Literättin
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

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BeitragVerfasst am: 15.09.2015 05:55    Titel: Antworten mit Zitat

Das atmende haus bietet einen interessanten Ansatz, der sich leider im letzten teil etwas verliert.

Sprachlich ist diese Geschichte sehr verschlungen, teilweeise einfach zu kompliziert gearbeitet. Zum Beispiel dieser Satz, der weniger schön als lang und ziellos vor sich hin mäandert:

Zitat:
Es ist mehr aus Interesse, dass ich durch die Räume in Richtung Haustür wandere, als aus Traurigkeit oder aus dem Drang heraus, sie einzuholen und zurück ins Haus zu führen, in die Küche vielleicht, die gerade groß genug für uns beide, einen Tisch und den Kühlschrank mit dem Herd darauf ist und die uns intim vorkam, in der Zeit, als wir uns liebten, und beengend in der Zeit, als wir uns nicht mehr liebten, was langsam geschehen war und mir aufgefallen war, als wir die Küche als eng empfanden, die wir vorher als intim … ich bin müde und meine Gedanken treiben umher und meine Füße wiederholen die immer gleichen Schritte und ich habe es geschafft, im Kreis zu gehen, durch den Salon, der nach Vanilletabak riecht, durch das Gästezimmer, das durch das Mondlicht noch leerer ist, so winterweiß und ungeheuer weit wirkt das Doppelbett, durch das Esszimmer, wo ein halbvolles Rotweinglas steht, an dem ein Tropfen herabrinnt, schwarz im wenigen Licht, die Fingerabdrücke erkennbar, und der Tropfen trifft die Tischdecke und verbreitert sich zu einem schwarzen Fleck, der mich nervös macht und den ich mit Lauras Tagebuch zudecke, danach wieder der Flur vor dem Schlafzimmer, der Flur, der durch Türen unterteilt ist, die Türen, die ich niemals ganz schließe, die ich immer anlehne, vor dem Schlafengehen mit Laura, denn ich glaube, wenn ich sie ganz schließe und als letztes in dem kalten Schlafraum die Augen zumache, könnte ich nie wieder erwachen, die Türen, die sich infolge des Durchzugs um ein paar Zentimeter geöffnet haben, eine Verschiebung, wie wenn der Meeresboden um Zentimeter absackt und an den Küsten eine so mächtige Welle gegen die Häuser kracht, dass alle Bauten zusammenbrechen, so fühlt sich mein Inneres an: In Erwartung der Welle, Schritt für Schritt, immer deutlicher, je mehr Türen ich durchwandere, die Türen, deren Positionen mir so vertraut sein müssten, deren Klinken ich aber in der Dunkelheit verfehle, weil sie nicht dort sind, wo sie sein sollten.


Ich habe in diesem Satz versuchsweise die Stellen kursiviert, wo mir die Anschlüsse und Bezüge wirklich zu verworren und unlogisch werden. Die Stelle, in der der Autor nach den drei Pünktchen sich im Chaos verlierende Gedanken erwähnt, scheint mir hier slebstentlarvend dem Satzentstehungsprozess unter Zeitdruck geschuldet und eher keinen weiteren literarischen Sinn zu haben.

Der Text ist also zu anstrengend zu entschlüsseln, um der im Ansatz erkennbar literarisch verarbeiteten, melancholisch angehauchten Reflexion des Protagonisten über seine gescheiterte/n Beziehunge/n gerecht zu werden.

Was mich etwas stört, ist der leicht jammervolle Unterton am Schluss, wo der Protagonist das für ihn ungute Verhalten seiner Gäste (die mir auch zu plötzlich im Text auftauchen) moniert: sie schließen die Türen (vor ihm) und er verschiebt die empfundene Kränkung auf das Haus, das dann nicht atmen könne. Hier verliere ich dann gänzlich die Verbindung zum Prota, der mir nun doch sehr dramatisch im uneingestandenen Selbstmitleid zu versinken droht.

Von mir gibt es für den ambitionierten Ansatz noch zwei Punkte.
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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3226

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 15.09.2015 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Der letzte Satz ist für mich einer zu viel, da gleitet es für mich dann doch zu sehr ins Melodramatische ab.

Ansonsten fand ich die Sprache gerade sehr wohltuend, vielleicht aber auch, weil ich zuvor eine eher einfach geschriebene Geschichte gelesen habe.

Im übrigen scheinen kreisende Gedanken bei diesem Wettbewerb schwer in Mode zu sein.

***

So, mit dem nächsten Durchgang relativiere ich das mit der Sprache ein klein wenig und merke an, dass man da sehr wohl noch feinschleifen könnte, aber gut, immerhin ist was zum Feinschleifen da.

Das Rotweinglas mag ich übrigens total gern.

Aber: Sie lässt ihr Tagebuch zurück? Ernsthaft?

Ich frage mich außerdem, wo hier das ruinierte Leben zu finden ist. Klar, sie verlässt ihn, aber ich hab den Eindruck, das hat er sich längst schon gedacht bzw. im Grunde war sie doch längst schon weg. Beziehungsweise er. Beziehungsweise beide.
Und die Welle, die ihn trifft - das erscheint mir mehr wie etwas zwingend notwendiges, ja, sogar fast schon etwas Positives, das ihn aus seiner resignierten Lethargie herausholt.

Zitat:
eine Verschiebung, wie wenn der Meeresboden um Zentimeter absackt

Ich hab dieses "wie wenn" jetzt schon so oft irgendwo gelesen, auch in veröffentlichen Büchern, Zeitschriften, etc. Es muss also wohl richtig sein, trotzdem zucke ich jedesmal zusammen und finde, es sieht einfach nicht schön aus.
Eventuell fühlt sich ja hier jemand dazu berufen, mich in der Hinsicht aufzuklären.

Ich mag an dem Text, dass er sich nicht völlig entschlüsselt und aufblättert, ich mag, dass er ein Gefühl vermittelt und dass er es mir als Leser nicht ganz so leicht macht.
(Im Gegensatz zu manch anderem Wettbewerbstext)

Ich mag auch die Idee mit dem atmenden Haus, und das, obwohl ich den Eindruck habe, sie noch nicht ganz durchschaut zu haben, aber vielleicht mag ich sie ja gerade deshalb.
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Nihil
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Moderator
Alter: 29
Beiträge: 7472



BeitragVerfasst am: 17.09.2015 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Eine von höchstens zwei Geschichten, die es verdient haben, wegen des Titels einen Extrapunkt zu bekommen. Oder überhaupt besonders bedacht zu werden bei der Wertung. Den meisten hätte ich lieber einen Negativpunkt gegeben, trotz der Vorgabe, dass auf der Überschrift ein besonderes Augenmerk liegen sollte. Nicht so hier, das war der erste Text, den ich angeklickt habe. (Ich rezensiere allerdings nach einer zufälligen Reihenfolge.)

Das atmende Haus ist auch sehr schön umgesetzt. Auch wenn diese feine Balance, die es im Haus geben muss, indem die Türen alle ein kleines bisschen offen stehen, nur nicht die ins Allerheiligste, das Thema eigentlich verfehlt. Die Türen sollen jeden Tag knallen, was den Erzähler fertig macht. Hier knallen sie eben nicht, auch wenn das Zuschlagen eine Katastrophe bedeuten würde. Dauerhafte Wiederholungen und Alltäglichkeit sollten gemeint sein, keine potenzielle Gefahr. Auf der anderen Seite war es gut genug für die Organisatoren.

Und mir gefällt vor allem die Sprache und die Allegorik des Textes sehr gut. In der erzählten Welt finden wir eine stille Trennung, die sich langsam und unsichtbar vollzieht und auch wegen der (noch) fehlenden Trauer des EI so seltsam wirkt. Eine Spannung, da könnte etwas zerbrechen, da könnte etwas anrollen, aber der Knall kommt erst am Schluss. Allegorisch steht das Haus natürlich für das Ich, nach Freud oder Jung oder beiden. Offene Türen sprechen für einen offenen, geselligen Typen, die abgesperrte Schlafzimmertür zeigt die Grenzen des ganz Privaten auf. Das Verrücken der Türen „konnte nicht ihr Plan gewesen sein“, bedeutet, sie wollte mich nicht verletzen, usw. Das ist stimmig und gefällt mir gut. Nur der letzte Abschnitt, der die „Kraft des Hauses“ zum Thema hat, ist mir entschieden zu kitschig. „Kalter Wind peitscht mir den Regen ins Gesicht“ – ein fast erschreckender Satz in diesem Text, weil er so abgegriffen ist und das besonders im Kontrast auffällt. Aber kurz vor knapp hat man natürlich keine Zeit mehr, über jeden Satz nachzudenken.

Gerne gelesen, bekommt sicher ein paar Punkte als Türstopper spendiert.
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Drakenheim
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BeitragVerfasst am: 19.09.2015 14:51    Titel: Antworten mit Zitat

Eine tiefe, ruhige Melancholie, die auch im Titel mitgetragen wird. Einige der langen Sätze musste ich mehrmals lesen, um sie zu erfassen.

Die Themenvorgabe ist hier sehr frei eingehalten. Türen sehe ich wohl, sie schlagen aber nicht zu. Es ist auch niemand (mehr) da, der sie ständig zuschlagen kann.
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BlueNote
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Ei 4



BeitragVerfasst am: 19.09.2015 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

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Nina
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Beiträge: 4355



BeitragVerfasst am: 19.09.2015 22:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz kurz: Mag ich, auch wenn ich an einer Stelle aus dem Text gefallen bin, weil die Beschreibung und Aufzählung nicht enden wollte. Habe aber wieder zurück gefunden. Stimmungsvoll das Ganze. Schöne Geschichte, schöne Sätze, ich mag den Stil, schöne Beschreibungen, z.B. das hier:

Zitat:
ich bin müde und meine Gedanken treiben umher und meine Füße wiederholen die immer gleichen Schritte und ich habe es geschafft, im Kreis zu gehen, durch den Salon, der nach Vanilletabak riecht, durch das Gästezimmer, das durch das Mondlicht noch leerer ist, so winterweiß und ungeheuer weit wirkt das Doppelbett


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Constantine
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Beiträge: 2765

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 20.09.2015 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour!

Dein Prota streunt nachts in der von der Ehefrau verlassenen Wohnung umher und schwelgt in Erinnerungen. Er sieht das Haus als einen Organismus an, der in einer Art Symbiose mit seinen Bewohnern steht: Die Türen dürfen nicht geschlossen sein, bestenfalls angelehnt, damit das Haus atmen kann und die Menschen in sich behält.
Wie bereits beim Beitrag "Fünf Stunden bis Sonnenuntergang" sind mir bei dir die langen Rückblenden auch zu omnipräsent, du erzählst deine Geschichte eher in den Rückblenden als in der Gegenwart, wodurch die Präsensvorgabe mMn umgangen wird. Durch diese langen Rückblenden empfinde ich deine Geschichte auch leider zu gekünstelt, zu konstruiert, und sie nimmt mich nicht wirklich mit.

Es tut mir leid, du hast es nicht in meine Top Ten geschafft: zéro points.

Merci beaucoup.

Constantine
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Jenni
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3876

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 22.09.2015 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

In diesem atmenden Haus müssen die Türen offenbleiben, weil sonst die geliebten Menschen entfliehen. Vielleicht tun sie das aber trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb. Weil selbst das Offenlassen der Türen besitzergreifend wirkt. Ich mag die traumhafte Atmosphäre, die in dem atmenden Haus (und im Text) herrscht, der Erzählfluss nimmt mich mit, und selbst wo es mir rätselhaft bleibt (am Ende zum Beispiel), scheint das seinen Platz zu haben.

Einzig: Du liebst es nicht im Präsens zu schreiben, oder? Denn aus dem Präsens heraus Vergangenes im Plusquamperfekt auszudrücken - grusel! (Ein Fauxpas, der mich wunderte in Anbetracht der Sprachsicherheit, von der der Rest zeugt.)

Ich mag den Text und in meinen Top10 ist er jedenfalls, mit 6 Punkten.
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tronde
Hobbyautor


Beiträge: 403

Das goldene Aufbruchstück Das silberne Niemandsland


BeitragVerfasst am: 22.09.2015 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Schöne Bilder. Das mit der Küche und der Enge und der Intimität, dem sich Nahe/Eng-Sein gefällt mir besonders.
Viele Rückblenden.
Leider lange, lange Sätze, die zumindestmal ein Semikolon vertragen hätten.
Zitat: jein. Das Türenzuschlagen ist hier nichts alltägliches, aber doch regelmäßig, wenn Besuch da ist.
Titel/Text: ja.
Stilistisch gut.

Grüße
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Michel
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

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Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 23.09.2015 07:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ein halbwacher Abschied.
Der Ich-Erzähler erwacht aus einem Traum, und so klingt auch die Sprache des Textes: Traumverloren, unsicher, unscharf - un-alltäglich, ein lyirscher Abschiedsgesang. Die Bilder finde ich konsequent umgesetzt, nur die knallende Tür finde ich nicht. Überlesen?
Worüber ich immer wieder stolpere, sind die Tempuswechsel, die die Wettbewerbsvorgabe beinahe aushebeln. Rückblicke im Präteritum, teilweise Plusquamperfekt, schmeißen mich aus dem Textfluss und hinterlassen ein Gefühl des Nicht-Fertigen. Der Schluss kommt mir etwas abrupt und riecht nach Zeitmangel.
Trotz des Gemotzes: Gern gelesen. Gern bepunktet. Die Überschrift sowieso.
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Jack Burns
Geschlecht:männlichDichter und Denker

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Beiträge: 1554



BeitragVerfasst am: 23.09.2015 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, ich kriege keine guten Kommentare hin. Deshalb von mir nur die Wertung. Ich hab mich an den Vorgaben und meinem Geschmack orientiert. Wenn beides passt gibt es Punkte.
Viel Glück!


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Merope
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Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 24.09.2015 09:27    Titel: Antworten mit Zitat

- Thema erfüllt: Ja.
- Originalität: Mittel.
- Form: Ein paar Leerzeilen mehr wäre schöner. Mir sind die Bandwurmsätze zu lang. Sie treiben nicht richtig vorwärte.
- Fehler: Nicht auffällig.
- Passt der Titel: Ja.
- Bleibt etwas davon im Gedächtnis: Mir zu wenig.
- Wie hat's mir gefallen: Mäßig.
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Violet_Pixie
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Beiträge: 446
NaNoWriMo: 20863



BeitragVerfasst am: 25.09.2015 08:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Thema, dass wahrscheinlich jeder von uns schon erlebt hat.

Mir gefällt die Schilderung des Abschieds, anhand eines Hauses.

Thema über Abzweigungen getroffen.
Titel ist stimmig.

LG
Violet
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Piratin
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Wohnort: Mallorca
Ei 2


BeitragVerfasst am: 25.09.2015 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

ein schöner Text, fast schon lyrisch an manchen Stellen.
Hat mir gefallen,
viele Grüße
Piratin


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Das größte Hobby des Autors ist, neben dem Schreiben, das Lesen.
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Nathan Pascal
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Beiträge: 39



BeitragVerfasst am: 26.09.2015 03:51    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, schreiben wir einen Kommentar, kurz und subjektiv, viel zu bewerten, wenig Zeit:

1. Inhalt und Sprache

Schwierig.
Einerseits sehr schön, wie die zwischenmenschlichen Beziehungen des Protagonisten sich durch die Zustände in dem Haus widerspiegeln und wie sich sein Gemütszustand mit dem Stand der Türen verbindet, andererseits scheinen mir diese ganzen Beschreibungen sprachlich ein wenig überladen, nicht so, wie wenn man viel schreibt und nichts ausdrückt, aber doch als würde es viele Worte brauchen um vergleichsweise wenig auszudrücken, dies dafür jedoch recht deutlich.

Persönlich mag ich das ja, ob ich es auch objektiv als "gut" bewerten würde, weiß ich leider nicht. Wahrscheinlich klänge mein Geschriebenes ähnlich, wenn ich auch mehr Zeit dafür gebraucht hätte als hier gegeben war.

2. Thema und Titel

Noch schwieriger.
Es ist ja grob betrachtet nicht das stete Zuschlagen von Türen, dass dem Charakter den Tag ruiniert, sondern nur eine Veränderung, eine einmalige oder seltene Störung, kurzfristige Irritation.
Das trifft die Vorgabe, meiner Meinung nach, leider nicht ganz, aber ich bin fast geneigt es in diesem Fall zu ignorieren, weil die Stille einfach so viel besser zur Textatmosphäre passt als ein Knallen.
Schwierig.

Titel sehr passend, da der Text, wie gesagt, sich sehr auf das Hausinnere bezieht und das dort vorherrschende Gefühl anständig vermittelt, wie es der Titel ja gewissermaßen verspricht.

Wertung:
Außerhalb der Konkurrenz gesehen wohl im guten mittleren Punktebereich, wobei ich mir wegen der Zitatumsetzung noch unsicher bin, so bleibt das Ende abzuwarten, nichtsdestotrotz meine Würdigung für die Leistung des Verfassers / der Verfasserin.

Uneins
Nathan Pascal
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shatgloom
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 344
NaNoWriMo: 27985
Wohnort: ja, gelegentlich


BeitragVerfasst am: 26.09.2015 14:56    Titel: Antworten mit Zitat

Wahrscheinlich sind die langen Sätze hier gewollt. Aber sorry, ich kann am Anfang nicht folgen. Mir sind sie zu lang. Ich fand es sehr anstrengend, den Text zu lesen.
Gefehlt hat mir auch die Umsetzung des Themas. Dieses "hier schlagen sie die Türen immer zu" kommt bei mir nicht an.
Was mir gut gefallen hat ist die Stimmung, die der Text gut vermittelt hat. Und ich mag die Sprache, die so wunderschön beschreibt.


_________________
Gruß von Karolin
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halcyonzocalo
Geschlecht:männlichEinsamer Trancer

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Beiträge: 1251
Wohnort: Irgendwo im Nirgendwo


BeitragVerfasst am: 26.09.2015 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

Wow! Viel mehr möchte ich zu diesem Text gar nicht mehr sagen. Dieser innere Monolog gefällt mir wirklich ausnehmend gut. Vor allem die sprachlich-stilistische Gestaltung macht was her. Schier endloes Sätze, wundervolle Metaphern und Vergleiche, die Wehmut, Verzweiflung und innere Zerrissenheit des Erzählers sind hier wirklich greifbar. Noch dazu finde ich den Titel sehr originiell und dieses Bild des atmenden Hauses zieht sich eindrucksvoll durch die ganze Geschichte. Das gibt mit Sicherheit einige Punkte am Ende. Starker Text, wirklich!

Edit: Herzlichen Glückwünsch. Meiner Meinung nach ist das hier mit Abstand der beste Beitrag bei diesem Wettbewerb. Dafür bekommst du 12 Punkte von mir! smile


_________________
Die minimaldeterministische Metaphernstruktur mit ihrer mytophoben Phrasierung spiegelt den ideeimmanent abwesenden Bedeutungsraum.
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nebenfluss
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3823
Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 26.09.2015 23:22    Titel: Antworten mit Zitat

Mit diesen Wettbewerbsbeitrag habe ich am längsten gekämpft, und mich letzten Endes entschieden, ihm keine Punkte zuzugestehen. Keine Frage, dass er vom sprachlichen Niveau in die Top 5 gehörte, eventuell sogar auf den ersten Platz. Doch genau das lässt mich leider fast schon misstrauisch werden.

Ich frage mich als FFF-Teilnehmer natürlich auch, wie viel besser mein Text in den zwei Stunden hätte werden können, wenn ich die Vorgabe einfach als "Schreibe irgendwas mit Türen, die nicht geschlossen werden dürfen" intepretiert hätte. Aus meiner Sicht war über das Bernhard-Zitat ganz deutlich ein Text mit einem Prota gefragt, der unter ständigem Türenschlagen (im Zweifelsfall akustisch) leidet. Und dummerweise ist das Motiv "Türen" in der Literatur ein so gängiges, dass die Wahrscheinlichkeit eines Schubladentextes, der bei dieser Gelegenheit recycelt wird, relativ hoch ist. Ich möchte dir das nicht unterstellen. Ich weiß nicht mal, wer du bist.

Ich habe mich deshalb trotz der Schönheit des Textes, der in ihm gefundenen Bilder und Ideen für eine persönliche Disqualifikation entschieden. Ich habe das bei einigen Beiträgen gemacht, aber hier dürfte es am stärksten Auffallen, weil bestimmt andere dafür sorgen werden, dass das atmende Haus auf einem der vorderen Plätze landet.
Ausgleichende Gerechtigkeit vielleicht.


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fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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