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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Unbekannte Schatten - (Auszug eines Kapitels [Spannungsbogen])


 

 
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5chre1b
Sonntagsschreiber


Beiträge: 13



BeitragVerfasst am: 07.07.2015 17:13    Titel: Unbekannte Schatten - (Auszug eines Kapitels [Spannungsbogen]) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Nachfolgend poste ich einen Auszug aus einem Kapitel das ich geschrieben habe.

Es ist einfach eine Passage die sehr spannend "sein soll". Buch

Dazu würde ich gerne Eure Meinung hören. Wie wirkt der Text auf Euch? Langweilig, vorhersehbar, spannend ?
Jegliche andere Form von Kritik und Verbesserungsvorschläge sind sehr gerne gesehen, da ich blutiger Anfänger als Schreiberling bin und - um es mit den Worten Obi-Wan Kenobi zu sagen - "muss ich meinen Platz noch finden, als junger Padawan"

Ich freue mich sehr über Euer Feedback:

...
Zwei weitere Räume auf der Etage waren noch unerforscht.
Greg's wacher Verstand sagte Ihm, das einer davon das Bad und das andere das Schlafzimmer sein musste. Auf der linken Seite hinter dem Arbeitszimmer war das Bad. Er schlich zur Kopfseite des kleinen Flurs und drückt vorsichtig die angelehnte Tür auf. Als Greg sah dass jemand im Bett lag, schreckte er zusammen. Beinahe hätte er die Tür wieder zugezogen, doch dann wurde Ihm bewusst, das die Person im Bett Ihn nicht zu bemerken schien.

Fast vergessen durch den Schreck drangen nun wieder die schleichenden Schritte in sein Bewusstsein.
Panik stieg in ihm auf. Seine Finger kribbelten, sein Herz schlug wie wahnsinnig und sein Mund war wie ausgetrocknet. "Ich muss mich verstecken, aber wo? Im Arbeitszimmer in der Schrankwand? Nein, gehe ich zurück sieht er mich sofort, wenn er die Treppe hochschaut. Was wenn der Schrank keine Möglichkeiten zum verstecken bieten, dann stehe ich wie auf dem Präsentierteller. Ich muss mich im Schlafzimmer verstecken. Im Schrank oder unterm Bett, mehr bleibt nicht... So ein Mist, der Klassiker eines jeden schlechten Films, wo der Liebhaber erwischt wird."

Greg öffnete den Schrank vorsichtig, doch erschrocken stellte er fest, dass Regalbretter und Schubladen so angeordnet waren, dass der einzige Freiraum Ihn gezwungen hätte, sich auf ein Regalbrett zu setzen. "Bei meinem Gewicht hab ich das Glück, dass die Bretter einkrachen. Bleibt nur das Bett!"

Greg schlich zur gegenüberliegenden Seite des Doppelbetts. Die Person die auf dem vorderen Teil des Bettes lag hat sich immer noch nicht gerührt. Greg legte sich flach hinter das Doppelbett um darunter zu robben. Doch der Zwischenraum des Bettgestells war zu schmal, als das es passen würde.

Gregs Panik nahm weiter zu. "Was mach ich nur? Denk nach Junge, denk nach!!!"  Dann kam Ihm eine Idee.
Extrem vorsichtig hob er die hintere Matratze und das Lattenrost des Doppelbetts an. "Schlaf weiter, Schlaf weiter" beschwor er den schlafenden in Gedanken, als er unter das Lattenrost schlüpfte. Die Verkleidung des Bettgestells war zwar nicht hoch genug um von der Seite darunter zu kriechen, aber der Leerraum unter dem Lattenrost war hoch genug um sich darin zu verstecken.

Greg lag auf dem Bauch. Auf den Rücken drehen ging nicht, dazu war es zu eng. Langsam robbte er auf die Seite des Bettes so dass sich der schlafende über Ihn befand und spähte durch den schmalen Spalt zwischen Bettgestell und Fußboden hindurch in Richtung Treppe. Greg konnte den oberen Teil der Treppe und ein Stück des Flurs einsehen. Das Mondlicht schien diffus durch das Fenster an der Kopfseite der Treppe hinab in das Untergeschoss.

Plötzlich hörte Greg die Schritte näher kommen. Sehr langsam schob sich eine schattenhafte Gestalt die Treppe hinauf. Die Kontur des Schattens schienen Ihn als Mann zu verraten.
"Warum schleicht der so? Will er seine Frau nicht wecken, oder denkt er Sie in flagranti zu erwischen? Oh Mist! Bestimmt hat er mich gehört und weiß das ich irgendwo hier bin." Greg beobachtete wie die Gestalt die letzte Stufe der Treppe nahm. Gerade als der Schatten sich so drehte das der Mond das Gesicht von der Seite kenntlich machen würde, schob sich eine Wolke vor den Mond.

Die dunkle Gestalt war nur noch Schemenhaft zu erkennen. Ohne sich lange orientieren zu müssen, ging der Schatten auf das Schlafzimmer zu. Er schlich ganz nah an das Bett heran. Sein rechter Fuß stand nur wenige Zentimeter von Gregs Gesicht entfernt. Greg hörte wie ein Schraubverschluss leise geöffnet wurde, während die Füße immer noch regungslos vor dem Bett verharrten. Einige Momente später ging der Unbekannte zielstrebig in das Arbeitszimmer. Er hatte den Laptop gestartet, Greg hörte wie er auf der Tastatur des Laptops tippte.

"Verdammt, was geht hier vor. Das ist weder der Ehemann, noch ein gewöhnlicher Einbrecher?!" Greg hatte einen einfachen Plan gefasst. Er würde warten bis der Kerl verschwunden war, und würde sich dann so schnell es geht aus dem Staub machen.

Nach 20 endlosen Minuten hörten die Tippgeräusche der Tastatur abrupt auf, der Unbekannte kam erneut in das Schlafzimmer, verharrte wieder kurze Zeit vor dem Bett um dann wieder den Flur entlang, die Treppe hinunter und aus dem Haus zu schleichen. Greg hörte deutlich wie die Tür ins Schloss fiel. Er hielt die Luft an um besser auf Geräusche lauschen zu können. "Ich gehe erst wenn ich absolut sicher bin, das der Typ weg ist."

Zehn Minuten später, als Greg sich sicher war, das der mysteriöse Einbrecher das Haus verlassen hatte wollte auch er die Flucht antreten. Er drückte sich leicht gegen das Lattenrost durch dass er unter das Bett geschlüpft war, doch sofort merkte er das es sich viel schwerer bewegen ließ als zuvor. Der Besitzer des Bettes schien viel Platz beim schlafen zu benötigen, was nun seinen Fluchtweg blockierte.
"Na toll. Das wird ja immer besser!" dachte Greg und beschloss in regelmäßigen Abständen zu prüfen ob sein Fluchtweg frei geworden wäre.
...

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Dave
Geschlecht:männlichSchreiberassi

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Beiträge: 30



BeitragVerfasst am: 08.07.2015 19:16    Titel: Re: Unbekannte Schatten - (Auszug eines Kapitels [Spannungsbogen]) Antworten mit Zitat

5chre1b hat Folgendes geschrieben:

Zwei weitere Räume auf der Etage waren noch unerforscht.
Greg's wacher Verstand sagte Ihm, [Das soll jetzt exemplarisch für einige Stellen sein, die darauf folgen. Die Szene spielt aus Gregs Perspektive. Dann muss nicht erwähnt werden, dass sein Verstand ihm etwas sagt. Das ließe sich verbessern, in dem du direkt und aktiv schreibst. Wenn man das noch mit einer eigenen und expliziteren (in diesem Beispiel flapsigen) Stimme des Protagonisten verbindet, könnte es sich so lesen: In dem einem Raum futterten die Leute; in dem anderen würden sie ihre Ärsche zum Schlafen verfrachten.] das einer davon das Bad und das andere das Schlafzimmer sein musste. Auf der linken Seite hinter dem Arbeitszimmer war das Bad. Er schlich zur Kopfseite des kleinen Flurs und drückt vorsichtig die angelehnte Tür auf. Als Greg sah dass jemand im Bett lag, schreckte er zusammen. [Das gleiche Spiel. Man könnte es beispielsweise so schreiben: Potzblitz! Da lag jemand im Bett. Das musste ihm natürlich passieren.] Beinahe hätte er die Tür wieder zugezogen, doch dann wurde Ihm bewusst, das die Person im Bett Ihn nicht zu bemerken schien. [Wieder das gleiche Spiel. Zeig dem Leser, wie Greg das bewusst wurde.]

Fast vergessen durch den Schreck drangen nun wieder die schleichenden Schritte in sein Bewusstsein.
Panik stieg in ihm auf. Seine Finger kribbelten, sein Herz schlug wie wahnsinnig und sein Mund war wie ausgetrocknet.
[Ich habe erst kürzlich durch dieses wunderbare Forum erfahren, dass derlei Personalpronomen eher für schlechten Stil stehen, dem in der Regel hastige Übersetzungen zu Grunde liegen. Also aus "seine Finger" solltest du "die Finger" machen und so weiter. Es ist klar, dass es sich um Gregs Finger handelt.]
"Ich muss mich verstecken, aber wo? Im Arbeitszimmer in der Schrankwand? Nein, gehe ich zurück sieht er mich sofort, wenn er die Treppe hoch schaut. Was wenn der Schrank keine Möglichkeiten zum verstecken bieten, dann stehe ich wie auf dem Präsentierteller. Ich muss mich im Schlafzimmer verstecken. Im Schrank oder unterm Bett, mehr bleibt nicht... So ein Mist, der Klassiker eines jeden schlechten Films, wo der Liebhaber erwischt wird."
[Eine handwerkliche Anmerkung: Ich schätze mal, das sind eher die Gedanken Gregs als seine Worte. Dann solltest du die Anführungszeichen streichen und den Abschnitt kursiv setzen. Aber auch die Gedanken könnten durch kürzere Sätze mehr die "Panik" rüber bringen, die Greg in dieser Situation verspürt.]
Greg öffnete den Schrank vorsichtig, doch erschrocken stellte er fest, dass Regalbretter und Schubladen so angeordnet waren, dass der einzige Freiraum Ihn gezwungen hätte, sich auf ein Regalbrett zu setzen. "Bei meinem Gewicht hab ich das Glück, dass die Bretter einkrachen. Bleibt nur das Bett!"

Greg schlich zur gegenüberliegenden Seite des Doppelbetts. Die Person die auf dem vorderen Teil des Bettes lag hat sich immer noch nicht gerührt. Greg legte sich flach hinter das Doppelbett um darunter zu robben. Doch der Zwischenraum des Bettgestells war zu schmal, als das es passen würde. [Eher: Als das er hindurchpassen würde.]

Gregs Panik nahm weiter zu. "Was mach ich nur? Denk nach Junge, denk nach!!!" Dann kam Ihm eine Idee.  [Wenn du die Gedanken noch ein wenig krasser darstellst, kann der erste Satz gestrichen werden, dann man dann sieht, wie die Panik weiter zu nahm.]
Extrem vorsichtig hob er die hintere Matratze und das Lattenrost des Doppelbetts an. "Schlaf weiter, Schlaf weiter" beschwor er den schlafenden in Gedanken, als er unter das Lattenrost schlüpfte. Die Verkleidung des Bettgestells war zwar nicht hoch genug um von der Seite darunter zu kriechen, aber der Leerraum unter dem Lattenrost war hoch genug um sich darin zu verstecken.

Greg lag auf dem Bauch. Auf den Rücken drehen ging nicht, dazu war es zu eng. {Der Satz klingt ein wenig schief. Man könnte ihn ein wenig anders formulieren: Es war zu eng um sich auf den Rücken zu drehen.] Langsam robbte er auf die Seite des Bettes so dass sich der schlafende über Ihn befand[,] [Bin nun wahrlich kein Experte auf diesem Gebiet, aber ich glaube, da kommt ein Komma hin.] und spähte durch den schmalen Spalt zwischen Bettgestell und Fußboden hindurch in Richtung Treppe. Greg konnte den oberen Teil der Treppe und ein Stück des Flurs einsehen. [Auch ein wenig umformulieren: Greh sah den oberen Teil ...] Das Mondlicht schien diffus durch das Fenster an der Kopfseite der Treppe hinab in das Untergeschoss.

Plötzlich hörte Greg die Schritte näher kommen. Sehr langsam schob sich eine schattenhafte Gestalt die Treppe hinauf. Die Kontur des Schattens schienen Ihn als Mann zu verraten.
"Warum schleicht der so? Will er seine Frau nicht wecken, oder denkt er Sie in flagranti zu erwischen? Oh Mist! Bestimmt hat er mich gehört und weiß das ich irgendwo hier bin." Greg beobachtete wie die Gestalt die letzte Stufe der Treppe nahm. [Es muss nicht erwähnt werden, dass Greg das beobachtet. Die Story ist aus seiner Perspektive geschrieben.] Gerade als der Schatten sich so drehte das der Mond das Gesicht von der Seite kenntlich machen würde, schob sich eine Wolke vor den Mond.

Die dunkle Gestalt war nur noch Schemenhaft [Wird klein geschrieben.] zu erkennen. Ohne sich lange orientieren zu müssen, ging der Schatten auf das Schlafzimmer zu. Er schlich ganz nah an das Bett heran. Sein rechter Fuß stand nur wenige Zentimeter von Gregs Gesicht entfernt. [Hier wird raum verspielt, um Spannung zu erzeugen. Gregs Gefühle hier zeigen; er könnte die Luft anhalten; er könnte beten, innerlich fluchen etc.] Greg hörte wie ein Schraubverschluss leise geöffnet wurde, während die Füße immer noch regungslos vor dem Bett verharrten. Einige Momente später ging der Unbekannte zielstrebig in das Arbeitszimmer. Er hatte den Laptop gestartet, Greg hörte wie er auf der Tastatur des Laptops tippte.

"Verdammt, was geht hier vor. [? statt .] Das ist weder der Ehemann, noch ein gewöhnlicher Einbrecher?! [Das sind zwei Satzzeichen hintereinander. Das geht in einem Chat, aber nicht in einer Kurzgeschichte. Ist das eine Frage oder eine Aussage. Entscheide dich und entferne eines der Satzzeichen.] Greg hatte einen einfachen Plan gefasst. Er würde warten bis der Kerl verschwunden war, und würde sich dann so schnell es geht aus dem Staub machen.

Nach 20 endlosen Minuten hörten die Tippgeräusche [besser: Das Tippen.] der Tastatur abrupt auf, der Unbekannte kam erneut in das Schlafzimmer, verharrte wieder kurze Zeit vor dem Bett um dann wieder den Flur entlang, die Treppe hinunter und aus dem Haus zu schleichen. Greg hörte deutlich wie die Tür ins Schloss fiel. Er hielt die Luft an um besser auf Geräusche lauschen zu können. "Ich gehe erst wenn ich absolut sicher bin, das der Typ weg ist."

Zehn Minuten später, als Greg sich sicher war, das der mysteriöse Einbrecher das Haus verlassen hatte wollte auch er die Flucht antreten. Er drückte sich leicht gegen das Lattenrost durch dass er unter das Bett geschlüpft war, doch sofort merkte er das es sich viel schwerer bewegen ließ als zuvor. Der Besitzer des Bettes schien viel Platz beim schlafen zu benötigen, was nun seinen Fluchtweg blockierte.
"Na toll. Das wird ja immer besser!" dachte Greg und beschloss in regelmäßigen Abständen zu prüfen ob sein Fluchtweg frei geworden wäre.
...


Ich finde die Geschichte interessant. Es war nicht so, dass ich vor Spannung die Luft angehalten hätte, aber das lag weniger an der Szene und deren Konflikt, der zur genüge deutlich wurde, als viel mehr, dass ich mich an einigen handwerklichen Kleinigkeiten gestört habe, die das "Eintauchen" in die Geschichte erschwert haben. Da es sich um einen Auszug handelt, weiß ich natürlich auch nichts über Greg, nicht mal, was er da eigentlich tut und schon gar nicht warum? Mir fehlte die Identifikation mit der Hauptfigur. Dies liegt auch daran, dass Gregs Art zu denken irgendwie sehr gewöhnlich ist. Dem Protagonisten eine eigene Stimme zu verleihen, würde hier Abhilfe schaffen.

Das war jetzt viel Kritik, aber damit will ich dich nicht entmutigen. Im Gegenteil! Ich bin sicher, es werden sich noch andere "Lektoren" finden und wenn du deine Geschichte auf die Kritiken hin überarbeitest, kann die echt gut werden.

Gruß,

Dave


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“Write the book the way it should be written, then give it to somebody to put in the commas and shit.”
Elmore Leonard
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5chre1b
Sonntagsschreiber


Beiträge: 13



BeitragVerfasst am: 08.07.2015 21:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Dave,

vorab schon einmal vielen Dank für deine Anmerkungen. Ich bin ja absoluter Anfänger in Bezug auf das Schreiben, daher freue ich mich über jeden Tipp und Hinweis. Nur so erhalte ich Hinweise, woran ich als nächstes gezielt arbeiten kann.

Nun das ein oder andere Feedback zu deinen Kommentaren:

Ich hatte Greg hier und da namentlich erwähnt, weil ich dachte, das es etwas abwechslungsreicher ist, als immer nur "er". Hab Ihn aber wirklich sehr oft namentlich genannt - ist mir gar nicht so bewust gewesen. Aber sollte man in einer solchen Situation - wo Greg sich gerade in einem Erlebnis-Zyklus befindet - besser komplett auf den Namen verzichten? Ich verstehe auf jeden Fall, was du meinst. Der Name schafft beim Lesen zuviel Distanz zum erlebten und zur Person (richtig?)!

Mit Umgangssprachlich meinst du etwas lockerer, dem Charakter der Figur entsprechend? Also nicht umgangssprachlich lässig wie "Kommste mit zum Bus.... Nee, hab nen Wagen da stehn"? Mir sagte jemand, dass diese "Slang-Schreibweise zu schwer zu lesen sei?!

Guter Tipp: "zeig wie Greg das bewust wurde". Hast Recht, damit muss ich mehr arbeiten.

Kürzere Sätze in Paniksituationen sind auch ein super Tipp. Jetzt wo du es sagst ist es klar, das man in so einem Moment keine langen komplizierten Sätze bildet. Damit hab ich mir ordentlich drive aus der Story genommen.

"Extrem" vom Satz "Extrem vorsichtig hob er die hintere Matratze hoch..." hattest du markiert, aber nicht Kommentiert. Hast du dazu noch einen Tipp?


Hier mal etwas, das ich schon im Forum gelernt habe, was du auch zu Recht als verbesserungswürdig Kommentiert hast... vielleicht kann jemand bestätigen oder dementieren ob meine folgende Aussage dazu korrekt ist:
"Greg konnte den oberen Teil der Treppe und ein Stück des Flurs einsehen." Hier bin ich vom Präteritum ins Plusquamperfekt gerutscht. Und das Plusquamperfekt ist die Vergangenheitsform im Roman. Somit würde mein Satz etwas beschreiben, das aus Gregs Sicht in der Vergangenheit lag, richtig? (Nur als Rückfrage, ob ich die Thematik hier richtig verstanden habe) - oder wäre "Greg hätte ... nicht einsehen können" Plusqaumperfekt? Wink

Du schlägst vor "hörte das Tippen der Tastatur auf". Wird damit nicht der Anschein erweckt, das die Tastatur selbst Tippen könnte. Vielleicht "hörte der Unbekannte auf zu tippen", oder "hörte das Tippen auf der Tastatur auf"?


Deine letzen Markierungen sind "wieder, wieder und deutlich". Soll ich die Wörter besser weglassen, oder warum hast du die markiert?


Danke nochmal für deine Ausführliche Textkritik. Ich habe nun einige Mankos, denen ich mir jetzt bewust bin, und an denen ich arbeiten werde. Ich stelle in kürze eine Überarbeitete Fassung hier ein.
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gruen
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 30
Beiträge: 133



BeitragVerfasst am: 08.07.2015 22:40    Titel: Re: Unbekannte Schatten - (Auszug eines Kapitels [Spannungsbogen]) Antworten mit Zitat

5chre1b hat Folgendes geschrieben:

...
Zwei weitere Räume auf der Etage waren noch unerforscht.
Greg's wacher Verstand sagte (verriet) Ihm, dass einer davon das Bad und das andere, das Schlafzimmer sein musste. Auf der linken Seite hinter dem Arbeitszimmer war das Bad.(Den Satz würde ich löschen. Entweder du beschreibst, wie der Flur aussieht und das zwei Türen gab, oder du überlässt es komplett der Phantasie des Lesers, denn zu diesem Zeitpunkt kann Greg nicht wissen welche Tür ins Bad führt. Du als Erzähler zwar schon, aber das wirkt ein Bisschen Plump. Oder du beschreibst wie er ins Badezimmer geht und dann bemerkt, dass es eben dieses ist.) Er schlich zur Kopfseite des kleinen Flurs und drückte vorsichtig die angelehnte Tür auf. Als Greg sah, dass jemand im Bett lag, schreckte er ("kurz") zusammen. Beinahe hätte er die Tür wieder zugezogen, doch dann wurde Ihm bewusst, das die Person im Bett Ihn nicht zu bemerken schien.(Beschreiben, statt benennen. Wieso wurde ihm das bewusst? Du könntest etwas, dass er zu dem Schluss kam, weil sich die Person nicht bewegte und nichts darauf hindeutete das sie wach war)
Fast vergessen durch den Schreck, drangen nun wieder die schleichenden Schritte in sein Bewusstsein. (Versteh ich nicht. Welche Schritte? Und hört er sie oder denkt er nur daran?)Panik stieg in ihm auf.Seine Finger kribbelten (plötzlich), sein Herz schlug wie wahnsinnig und sein Mund war wie ausgetrocknet. "Ich muss mich verstecken, aber wo? Im Arbeitszimmer in der Schrankwand? Nein, gehe ich zurück sieht er mich sofort, wenn er die Treppe hochschaut. Was wenn der Schrank keine Möglichkeiten zum verstecken bieten, dann stehe ich wie auf dem Präsentierteller. Ich muss mich im Schlafzimmer verstecken. (>)Im Schrank oder unterm Bett, mehr bleibt nicht... (<- würde ich löschen) So ein Mist, der Klassiker eines jeden schlechten Films, wo (bei dem) der Liebhaber erwischt wird."

Greg öffnete (vorsichtig) den Schrank vorsichtig, ("Scheiße", fluchte er leise. Der Schrank kam nicht länger in Frage. Die Regalbretter und Schubladen waren so angeordnet, dass er gezwungen währe, sich auf ein Regalbrett zu setzen. 'Mit 95Kg, keine gute Idee', dachte er.)doch erschrocken stellte er fest, dass Regalbretter und Schubladen so angeordnet waren, dass der einzige Freiraum Ihn gezwungen hätte, sich auf ein Regalbrett zu setzen. "Bei meinem Gewicht hab ich das Glück, dass die Bretter einkrachen. Bleibt nur das Bett!"

Greg schlich zur gegenüberliegenden Seite des Doppelbetts. Die Person (Frau. Inzwischen sollte er sie sehen)die auf dem vorderen Teil des Bettes lag hat sich immer noch nicht gerührt. Greg legte sich flach hinter das Doppelbett um darunter zu robben. Doch der Zwischenraum des Bettgestells war zu schmal, als das es passen würde.

Gregs Panik nahm weiter zu. "Was mach ich nur? Denk nach Junge, denk nach!!!"  Dann kam Ihm eine Idee.
Extrem vorsichtig hob er die hintere Matratze und das Lattenrost des Doppelbetts an. "Schlaf weiter, Schlaf weiter" beschwor er den schlafenden in Gedanken, als er unter das Lattenrost schlüpfte. Die Verkleidung des Bettgestells war zwar nicht hoch genug um von der Seite darunter zu kriechen, aber der Leerraum unter dem Lattenrost war hoch genug um sich darin zu verstecken.

Greg lag auf dem Bauch. Auf den Rücken drehen ging nicht, dazu war es zu eng. Langsam robbte er auf die Seite des Bettes so dass sich der schlafende über Ihn befand und spähte durch den schmalen Spalt zwischen Bettgestell und Fußboden hindurch in Richtung Treppe. Greg konnte den oberen Teil der Treppe und ein Stück des Flurs einsehen. Das Mondlicht schien diffus durch das Fenster an der Kopfseite der Treppe hinab in das Untergeschoss.

Plötzlich hörte Greg die Schritte näher kommen. Sehr langsam schob sich eine schattenhafte Gestalt die Treppe hinauf. Die Kontur des Schattens schienen Ihn als Mann zu verraten.
"Warum schleicht der so? Will er seine Frau nicht wecken, oder denkt er Sie in flagranti zu erwischen? Oh Mist! Bestimmt hat er mich gehört und weiß das ich irgendwo hier bin." Greg beobachtete wie die Gestalt die letzte Stufe der Treppe nahm. Gerade als der Schatten sich so drehte das der Mond das Gesicht von der Seite kenntlich machen würde, schob sich eine Wolke vor den Mond.

Die dunkle Gestalt war nur noch Schemenhaft zu erkennen. Ohne sich lange orientieren zu müssen, ging der Schatten auf das Schlafzimmer zu. Er schlich ganz nah an das Bett heran. Sein rechter Fuß stand nur wenige Zentimeter von Gregs Gesicht entfernt. Greg hörte wie ein Schraubverschluss leise geöffnet wurde, während die Füße immer noch regungslos vor dem Bett verharrten. Einige Momente später ging der Unbekannte zielstrebig in das Arbeitszimmer. Er hatte den Laptop gestartet, Greg hörte wie er auf der Tastatur des Laptops tippte.

"Verdammt, was geht hier vor. Das ist weder der Ehemann, noch ein gewöhnlicher Einbrecher?!" Greg hatte einen einfachen Plan gefasst. Er würde warten bis der Kerl verschwunden war, und würde sich dann so schnell es geht aus dem Staub machen.

Nach 20 endlosen Minuten hörten die Tippgeräusche der Tastatur abrupt auf, der Unbekannte kam erneut in das Schlafzimmer, verharrte wieder kurze Zeit vor dem Bett um dann wieder den Flur entlang, die Treppe hinunter und aus dem Haus zu schleichen. Greg hörte deutlich wie die Tür ins Schloss fiel. Er hielt die Luft an um besser auf Geräusche lauschen zu können. "Ich gehe erst wenn ich absolut sicher bin, das der Typ weg ist."

Zehn Minuten später, als Greg sich sicher war, das der mysteriöse Einbrecher das Haus verlassen hatte wollte auch er die Flucht antreten. Er drückte sich leicht gegen das Lattenrost durch dass er unter das Bett geschlüpft war, doch sofort merkte er das es sich viel schwerer bewegen ließ als zuvor. Der Besitzer des Bettes schien viel Platz beim schlafen zu benötigen, was nun seinen Fluchtweg blockierte.
"Na toll. Das wird ja immer besser!" dachte Greg und beschloss in regelmäßigen Abständen zu prüfen ob sein Fluchtweg frei geworden wäre.
...



Hi Schreib.

ich habe nicht den ganzen text korrigiert. hab da jetzt schon länger dran gesessen als ich dachte lol2. mit meinem Laptop ist es auch nicht sehr konfortabel geb ich zu lol2

In Rot gekennzeichnet habe ich dir Grammatik bzw. Rechtschreibfehler. Und in Grün, Dinge, die ich anders Formulieren würde oder die der Logig halber anders formuliert werden sollten.

Im Grunde ist es eine spannende Situation die du da beschreibst. An der Stelle mit dem Bett bin ich hängengeblieben. Zum Einen kommt in wenigen, aufeinander folgenden Sätzen das Wort "Bett" zu oft vor. Und zum Anderen ist die ganze Situation ein bisschen unglücklich erklärt. Aber ich gehe jetzt schlafen wink.

lg gruen
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QingLong
Sonntagsschreiber


Beiträge: 14



BeitragVerfasst am: 09.07.2015 02:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hi.

Bevor du über Spannungsaufbau und dergleichen nachdenkst, solltest du die direkte Rede rauswerfen. Ich als Leser distanziere mich jedes Mal von der Figur, wenn sie ins "Ich" verfällt.
Hier habe ich einen kurzen Absatz für dich umgebaut. Stilistisch habe ich wenig dran gemacht, es ging mir nur um seine Gedankengänge und wie man sie rüberbringen könnte.

Fast vergessen durch den Schreck drangen nun wieder die schleichenden Schritte in sein Bewusstsein.
Panik stieg in ihm auf. Seine Finger kribbelten, sein Herz schlug wie wahnsinnig und sein Mund war wie ausgetrocknet. Er musste sich verstecken, aber wo? Im Arbeitszimmer in der Schrankwand? Nein, ginge er zurück, würde er ihn sofort sehen, sollte er die Treppe hochschauen. Was, wenn der Schrank keine Möglichkeiten zum verstecken bot? Dann stünde er wie auf dem Präsentierteller. Er musste sich im Schlafzimmer verstecken. Im Schrank oder unterm Bett, mehr blieb nicht... So ein Mist, der Klassiker eines jeden schlechten Films, wo der Liebhaber erwischt wird.


Ansonsten hat mich das Wort "Panik" etwas gestört. Solltest du schon einmal in Panik verfallen sein, dann weißt du, dass alles Denken einfach aussetzt. Panik ist der Supergau, der dich komplett lähmt.

Lass deine Figur mit der Panik kämpfen, lass ihn Angst haben, lass ihn schreckliche/eiskalte/würgende/tödliche/dumpfe Angst spüren, lass seine Beine zittern, lass ihm Übel werden, lass ihn den Tunnelblick bekommen. Aber die Panik solltest du dir aufsparen, bis echt nichts mehr geht. Versuche, kreativer zu sein, was seine Angst angeht. smile
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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1710
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 09.07.2015 08:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Schreib,

ich pflüge mal durch einen Textteil, ohne vorher alle Kommentare gelesen zu haben. Kann sein, dass meine Kritikpunkte schon erwähnt wurden.
Das Setting ist spannend, es bleibt mir aber zu viel offen. Es kann sein, dass die Erklärung, wer Greg verfolgt (eifersüchtiger Ehemann? Zombie? Helmut Kohl?), schon vorher gegeben wurde. Hier schwimme ich und kann die Gefahr nicht richtig einordnen. Riskiert Deine Figur eine Tracht Prügel oder das Leben?

Im Einzelnen:
Zitat:
Zwei weitere Räume auf der Etage waren noch unerforscht.
 Greg's wacher Verstand sagte Ihm, das einer davon das Bad und das andere das Schlafzimmer sein musste. Auf der linken Seite hinter dem Arbeitszimmer war das Bad. Er schlich zur Kopfseite des kleinen Flurs und drückt vorsichtig die angelehnte Tür auf. Als Greg sah dass jemand im Bett lag, schreckte er zusammen. Beinahe hätte er die Tür wieder zugezogen, doch dann wurde Ihm bewusst, das die Person im Bett Ihn nicht zu bemerken schien.
Aha, er erforscht also ein Haus. Schatzsucher? Einbrecher? Fensterln? Der Forscher klingt ein bisschen nach Indiana Jones oder einem PC-Game.
Sein Verstand sagt ihm? Hm, klingt aus zwei Gründen schräg. 1) Kann der Verstand sprechen? 2) Perspektivfehler. Eigentlich "filmst" Du die Szene ja durch Gregs (nicht Greg's!) Augen. Aber hier erklärst Du von außen, was in ihm vorgeht, als ob der Erzähler nach vorn tritt und sagt: "Also, in seinem Kopf passiert Folgendes ..." Also auktoriale Perspektive. Solche Phrasen werden mir regelmäßig von meiner Testleserin rausgestrichen. Näher ran wäre einfach geschildert, wie Greg es erlebt:
Zitat:
Einer musste das Bad sein.
Fertig.
Kämm mal den Text nach solchen Beispielen durch: "Als Greg sah", "wurde ihm bewusst" usw. Wenn möglich, rausstreichen, und sofort wird der Text dichter.
Zitat:
Fast vergessen durch den Schreck drangen nun wieder die schleichenden Schritte in sein Bewusstsein.
Ganz schön komplizierte Satzkonstruktion für so eine actiongeladene Szene. Wenn's schnell oder spannend wird: kurze Sätze.
Zitat:
Ein Schlurfen auf dem Treppenabsatz ließ ihm das Blut gefrieren. Himmel, war sein Verfolger schon so nah?
Zugegeben, klischeehaft. Aber näher dran und knapper.
Zitat:
Panik stieg in ihm auf. Seine Finger kribbelten, sein Herz schlug wie wahnsinnig und sein Mund war wie ausgetrocknet.
Für mich würden zwei nachfühlbare Sinneseindrücke reichen, aber das mag Geschmackssache sein. So wie Du es schreibst, ist es eine Aufzählung, wie aus dem Lehrbuch "Typische Symptome einer Panik". Mehr Leben, mehr direktes Erleben!
Dann kommt ein Absatz, den ich sehr problematisch finde.
Zitat:
"Ich muss mich verstecken, aber wo? Im Arbeitszimmer in der Schrankwand? Nein, gehe ich zurück sieht er mich sofort, wenn er die Treppe hochschaut. Was wenn der Schrank keine Möglichkeiten zum verstecken bieten, dann stehe ich wie auf dem Präsentierteller. Ich muss mich im Schlafzimmer verstecken. Im Schrank oder unterm Bett, mehr bleibt nicht... So ein Mist, der Klassiker eines jeden schlechten Films, wo der Liebhaber erwischt wird."

Warum in direkte Rede wechseln? Und wie findet er die Zeit für einen ganzen Gedankenroman? Hier bremst Du die Story bis zum Stillstand. Den Gedanken über das Filmklischee kann er haben, wenn er im Versteck liegt und abwarten muss. Ich würde seine Gedanken wie oben formulieren:
Zitat:
Er musste sich verstecken, aber wo? Zum Arbeitszimmer direkt neben der Treppe konnte er nicht zurück. Hektisch blickte er sich um. Im Schrank? Unter dem Bett?
Die Schritte kamen näher.


Fazit: Spannende Szene, die aber noch viel Schliff braucht. Achte auf konsistente Perspektive - filme mehr durch Gregs Augen. Verwende seinen Namen genau dann, wenn nicht klar ist, wer spricht oder handelt. Schmeiß jedes Wort raus, das der Geschichte nicht weiterhilft. (Ich schätze: ein Drittel kann mindestens weg.) Nimm direkte Rede der Gedanken raus.

Ich hoffe, das hilft ein wenig. Dranbleiben!

Herzliche Grüße,
Michel
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Rodge
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Beiträge: 259
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 09.07.2015 08:05    Titel: Bett Antworten mit Zitat

Hi,

gut geschrieben, könnte spannend sein, aber mich bringen die "falschen Bilder" aus der Spannung wieder raus. Dabei finde ich diese Bett-Sache unlogisch. Du schreibst: „Die Verkleidung des Bettgestells war zwar nicht hoch genug um von der Seite darunter zu kriechen, aber der Leerraum unter dem Lattenrost war hoch genug um sich darin zu verstecken“

Eigentlich müsste es ja heißen, "...war zu hoch, um sich von der Seite...". Aber auch dann finde ich das nicht überzeugend. Irgendwie klingt das für mich unglaubwürdig, dass man einen Schlafenden mitsamt dem Lattenrost hoch heben kann um dann unter das Bett zu schlüpfen. Das bringt weitere Probleme mit sich: Wenn das Bettgestell eingerahmt ist, warum? Weil ein Bettkasten dort ist? Dann würde das ja gar nicht mehr funktionieren. Weiterhin ist es dann fraglich, ob man überhaupt noch was sehen kann.
Außerdem: Greg liegt auf dem Bauch - Warum braucht das weniger Platz als wenn er auf dem Rücken liegt? Kann er dann überhaupt noch sehen, wer rein kommt (da ist ja noch die Bett-Verkleidung). Auch: Wenn er auf dem Bauch liegt, wie ist er denn dann eingestiegen. Mit dem Kopf nach unten? Ginge ja nicht anders, da ja der Platz zu eng ist (um sich unter dem Bett umzudrehen). Eigentlich kann ich mir nur vorstellen, dass wenn man den Rost hochhebt, man ich auch noch hochhalten muß, wenn man reinkrabbelt, dann kann man aber nicht bäuchlings einsteigen...

Warum ist von einer "Person" im Bett die Rede.  Das macht es mir schwer, mir das vorzustellen - ein Mann, eine Frau, ein Kind?).

Viel Kritik für eine Szene, auch glaube ich kaum dass ein Leser das so bewußt reflektiert, aber wenn du zu viele Szenen hasst, bei denen keine Bilder entstehen können, verlierst du zumindest diejenigen Leser, die so lesen wie ich. Problem kann sein, dass bei Dir die Bilder sehr schnell entstehen können, da du die Szene vor Augen hast. Entsprechend schwer ist es, sich vorzustellen, was jemand an Erzählung braucht, um ein Bild entstehen zu lassen.

Anmerkung: Ich mußte allein diesen Kommentar fünfmal editieren, bis er so einigermaßen so war, wie ich es wollte!

Grüße
Rodge
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5chre1b
Sonntagsschreiber


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BeitragVerfasst am: 09.07.2015 10:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi gruen, QingLong, Michel und Rodge,

vielen Dank für Eure super Anmerkungen. Ich bin begeistert, wie viel verwertbares man aus so einer Text-Besprechung für sein eigenes Schreiben ziehen kann.

Ich überarbeite den Text entsprechend Euren Anregungen noch einmal und stelle Ihn dann in Kürze hier wieder ein.


Doch um ein wenig mehr Background in der Story zu geben hier mal das Umfeld in dem Sich Greg in diesem Auszug bewegt:

Greg hat mitten in der Nacht (während ein Stromausfall die ganze Stadt lahmlegte) ein fremdes Haus betreten (weil die Tür offen Stand) und inspiziert da die Räume (hier muss ich mir für die Story jedoch noch einen besseren Grund überlegen, warum er letztendlich das Haus betritt).
Die Besitzerin ist am gleichen Tag von einem Amerikaflug zurückgekommen und war früh schlafen gegangen.
Und in dieser Situation wird er Zeuge dieses mysteriösen Vorfalls, das auch jemand anderes im Haus herumschleicht. In der späteren Handlung wird dies zu einem wichtigen Puzzleteil.
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Dave
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BeitragVerfasst am: 09.07.2015 19:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Schre1b!

5chre1b hat Folgendes geschrieben:
Ich hatte Greg hier und da namentlich erwähnt, weil ich dachte, das es etwas abwechslungsreicher ist, als immer nur "er". Hab Ihn aber wirklich sehr oft namentlich genannt - ist mir gar nicht so bewust gewesen. Aber sollte man in einer solchen Situation - wo Greg sich gerade in einem Erlebnis-Zyklus befindet - besser komplett auf den Namen verzichten? Ich verstehe auf jeden Fall, was du meinst. Der Name schafft beim Lesen zuviel Distanz zum erlebten und zur Person (richtig?)!


Im Prinzip richtig. Allerdings sehe ich persönlich das nicht so eng. Das Problem, wenn man nur "Er" schreibt liegt in einer gewissen Eintönigkeit, die da aufkommen kann. Ab und ab kannst du aus einem "Greg" noch ein "Er" machen, aber nicht durch den gesamten Text hindurch. Das sehe ich nicht als notwendig.



5chre1b hat Folgendes geschrieben:
Mit Umgangssprachlich meinst du etwas lockerer, dem Charakter der Figur entsprechend? Also nicht umgangssprachlich lässig wie "Kommste mit zum Bus.... Nee, hab nen Wagen da stehn"? Mir sagte jemand, dass diese "Slang-Schreibweise zu schwer zu lesen sei?!


Genau, wann man zu sehr versucht die orthographischen Eigenarten von Dialekten bzw. Soziolekten zu verschriftlichen, dann kann mitunter ein ziemlich schwer zu entwirrendes Wörterkneul bei rauskommen. Ich meinte damit eher, dass die flapsige Art, die ich dir als Beispiel aufgezeigt war, nur eine Interpretation meinerseits war, die du nicht so annehmen musst. Wichtig ist, dass er eine Sprache erhält. Ob dies nun eher auf die lockere Art geschieht; (Bsp.: Ach du Scheiße! Wo kommt der denn jetzt her?) oder in einem gehobenerem Deutsch, das der Leser eher einem Akademiker zutraut, sei dahin gestellt.

5chre1b hat Folgendes geschrieben:
"Extrem" vom Satz "Extrem vorsichtig hob er die hintere Matratze hoch..." hattest du markiert, aber nicht Kommentiert. Hast du dazu noch einen Tipp?

Deine letzen Markierungen sind "wieder, wieder und deutlich". Soll ich die Wörter besser weglassen, oder warum hast du die markiert?


Ups, Sorry, das war mein Fehler. Immer, wenn ich etwas einfach nur kommentarlos rot angestrichen habe, dann bedeutet das nur, dass das Wort gestrichen werden kann.

5chre1b hat Folgendes geschrieben:
Du schlägst vor "hörte das Tippen der Tastatur auf". Wird damit nicht der Anschein erweckt, das die Tastatur selbst Tippen könnte. Vielleicht "hörte der Unbekannte auf zu tippen", oder "hörte das Tippen auf der Tastatur auf"?


Sehe ich nicht so. Wenn ich im Vorfeld erfahre, dass dort ein unbekannter Mann ist und kurz nach dem dieser aus Gregs Blickfeld verschwindet, beginnt eine Tastatur zu tippen, dann ist dem Leser klar, dass bei der Formulierung "hörte das Tippen der Tastatur auf" diese das nicht alleine tut, sondern der Unbekannte aufhört, zu tippen.

Sehr gut finde ich, dass du dich mit der Kritik auseinandersetzt und diese wiederum hinterfragst. Nur so kann man sich verbessern. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen.

Gruß,

Dave


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“Write the book the way it should be written, then give it to somebody to put in the commas and shit.”
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Catalano
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BeitragVerfasst am: 09.07.2015 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ja so in etwas denke ich auch. Aber trotzdem ne gute Sache.
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5chre1b
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BeitragVerfasst am: 10.07.2015 00:38    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

So, hier nun meine überarbeitete Fassung. Es ist doch etwas spät geworden, daher gehe ich im Moment nicht detailliert auf Eure super Anregungen im Einzelnen ein. Vielleicht erübrigen sich einige Fragen (@Rodge) mit dieser neuen Fassung. Ich gehe aber später auch nochmal auf Eure bisherigen Fragen ein (nur heute ist es schon zu spät).

Ich freue mich sehr über Eure Meinung zur 2. Fassung:

....
Ein Geräusch aus dem Untergeschoss ließ Ihn zusammenfahren. Die Haustür war ins Schloss gefallen! Ob das der Wind war, oder die Katze?
Aber da, war noch ein Geräusch! Verdammt, da waren leise Schritte. "Ich muss mich irgendwo verstecken!".

Der nächste Raum im Flur war das Bad, blieb also nur das Schlafzimmer.  Er schlich zur Kopfseite des Flurs und drückte die angelehnte Tür auf. Verdammt, da lag jemand im Bett. Greg erstarrte vor Schreck. Aber die Frau im Bett bewegte sich nicht.

Die schleichenden Schritte, kamen näher. Die Angst kroch Ihm eiskalt den Rücken hoch. Die Finger begannen zu kribbeln und das Herz schlug wie Wild. Er kämpfte die aufkeimende Panik nieder.

Er musste sich verstecken, aber wo?
Zum Arbeitszimmer, direkt neben der Treppe konnte er nicht zurück. Hektisch blickte er im Schlafzimmer umher. Im Schrank?

Greg öffnete leise den Schrank. Die Regalbretter und Schubladen waren so angeordnet, dass er gezwungen wäre, sich auf ein Regalbrett zu setzen. ( Oder besser… Der einzig vorhandene Freiraum war oberhalb eines Regalbretts.???)  Mit seinen fünfundneunzig Kilo, wäre das keine gute Idee. Blieb nur noch das Bett!

Die unterste Stufe der Treppe gab ein leises knarzen von sich, als ein dunkler Schatten seinen Fuß darauf setzte. Gregs Nackenhaare stellten sich auf. “Scheiße, der kommt hoch!”

Das Bett! Mit zügigen Schritten schlich Greg auf die freie Seite des Doppelbetts. Der Bettrahmen endete etwa eine Handbreit über dem Boden, zu niedrig um darunter zu kriechen.

“Schlaf weiter, Schlaf weiter”, beschwor er die Frau in Gedanken, als er das Lattenrost zusammen mit der Matratze so anhob, das er in den Hohlraum darunter schlüpfen konnte.

Er robbte er auf die andere Seite des Bettes und spähte vorsichtig durch den schmalen Spalt zwischen Bettrahmen und Fußboden. Greg sah ein Stück vom Flur und den oberen Teil der Treppe. Diffuses Mondlicht schien durch das Fenster an der Kopfseite der Treppe hinab in das Untergeschoss.

Als sich eine schattenhafte Gestalt langsam die Treppe hinaufschob, wurde Greg heiß und kalt. Die Konturen des Schattens schienen die Gestalt als Mann zu verraten, sein Gesicht konnte Greg nicht erkennen.

"Warum schleicht der so? Hat er mich gehört und ist deswegen so vorsichtig?" Die Gestalt nahm die letzte Stufe der Treppe, drehte den Kopf und schaute Greg direkt in die Augen.
Greg gefror das Blut in den Adern. Schwaches Mondlicht warf den bedrohlich wirkenden Schatten des Unbekannten in Gregs Richtung.
Greg brauchte eine gefühlte Ewigkeit, um sich bewusst zu werden, das der Mann Ihn in dem dunklen Zimmer gar nicht sehen konnte.
Zielstrebig ging der Mann direkt auf Greg zu.

Nur wenige Zentimeter blieb der rechte Fuß des Mannes vor Gregs Gesicht stehen. Greg hielt die Luft an und zog instinktiv den Kopf leicht zurück. Plötzlich hörte er, wie ein Schraubverschluss geöffnet wurde. Ein leises Surren ertönte.

Wenige Momente später verließ der Unbekannte das Schlafzimmer und ging in das Arbeitszimmer. Er hatte den Laptop gestartet, Greg hörte das Tippen auf der Tastatur des Laptops.

"Verdammt, was geht hier vor? Das ist weder der Ehemann, noch ein gewöhnlicher Einbrecher!" Gregs Plan war einfach, er würde warten bis er sicher ist, das der Kerl weg war. Dann würde auch Greg sich so schnell es geht aus dem Staub machen.

Zwanzig endlose Minuten später hörte das Tippen abrupt auf. Der Unbekannte kam erneut in das Schlafzimmer, verharrte kurze Zeit vor dem Bett um dann den Flur entlang, die Treppe hinunter und aus dem Haus zu gehen. Das der Unbekannte sich nicht mehr schleichend bewegte, irritierte Greg.
Deutlich hörte er, wie die Tür ins Schloss fiel. Er war sich nicht sicher, ob der Unbekannte Ihm vielleicht eine Falle stellen wollte. Greg entschloss sich weitere fünfzehn Minuten zu warten, bevor er seine Flucht antreten würde.

Greg wurde aktiv, als er endgültig sicher war, das der mysteriöse Einbrecher das Haus verlassen hatte. Er drückte sich leicht gegen das Lattenrost durch dass er unter das Bett geschlüpft war, doch es ließ sich kaum bewegen. Die Besitzerin des Bettes schien viel Platz beim schlafen zu benötigen, was nun seinen Fluchtweg blockierte.
"Na toll. Das wird ja immer besser!" dachte Greg und beschloss in regelmäßigen Abständen zu prüfen ob sein Fluchtweg frei geworden wäre.

....
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Rodge
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BeitragVerfasst am: 10.07.2015 06:38    Titel: Kommentare im Text Antworten mit Zitat

5chre1b hat Folgendes geschrieben:
So, hier nun meine überarbeitete Fassung. Es ist doch etwas spät geworden, daher gehe ich im Moment nicht detailliert auf Eure super Anregungen im Einzelnen ein. Vielleicht erübrigen sich einige Fragen (@Rodge) mit dieser neuen Fassung. Ich gehe aber später auch nochmal auf Eure bisherigen Fragen ein (nur heute ist es schon zu spät).

Ich freue mich sehr über Eure Meinung zur 2. Fassung:

....
Ein Geräusch aus dem Untergeschoss ließ Ihn zusammenfahren. Die Haustür war ins Schloss gefallen! Ob das der Wind war, oder die Katze?
Wenn Du "die Katze" schreibst würde man denken, es handelt sich um eine bestimmte Katze (also eine Katze, die man kennt). Sonst wäre "eine Katze" besser.
Aber da, war noch ein Geräusch! Verdammt, da waren leise Schritte. "Ich muss mich irgendwo verstecken!".

Der nächste Raum im Flur war das Bad, blieb also nur das Schlafzimmer.  Er schlich zur Kopfseite des Flurs und drückte die angelehnte Tür auf. Verdammt, da lag jemand im Bett. Greg erstarrte vor Schreck. Aber die Frau im Bett bewegte sich nicht.
Ahhh, jetzt werd ich erst richtig neugierig. Als Leser will ich sehen, was der Protagonist sieht oder auch nicht sieht, z. B. Haarfarbe, etc. Versuche es so auszumalen, dass ein Bild entstehen kann
Die schleichenden Schritte, kamen näher. Die Angst kroch Ihm eiskalt den Rücken hoch.
Hmmm....hast du das schon mal so erlebt? Was macht Angst mit Dir!
Die Finger begannen zu kribbeln und das Herz schlug wie Wild. Er kämpfte die aufkeimende Panik nieder.

Er musste sich verstecken, aber wo?
Zum Arbeitszimmer, direkt neben der Treppe konnte er nicht zurück. Hektisch blickte er im Schlafzimmer umher. Im Schrank?

Greg öffnete leise den Schrank. Die Regalbretter und Schubladen waren so angeordnet, dass er gezwungen wäre, sich auf ein Regalbrett zu setzen. ( Oder besser… Der einzig vorhandene Freiraum war oberhalb eines Regalbretts.???)  Mit seinen fünfundneunzig Kilo, wäre das keine gute Idee. Blieb nur noch das Bett!

Die unterste Stufe der Treppe gab ein leises knarzen von sich, als ein dunkler Schatten seinen Fuß darauf setzte. Gregs Nackenhaare stellten sich auf. “Scheiße, der kommt hoch!”

Das Bett! Mit zügigen Schritten schlich Greg auf die freie Seite des Doppelbetts. Der Bettrahmen endete etwa eine Handbreit über dem Boden, zu niedrig um darunter zu kriechen.

“Schlaf weiter, Schlaf weiter”, beschwor er die Frau in Gedanken, als er das Lattenrost zusammen mit der Matratze so anhob, das er in den Hohlraum darunter schlüpfen konnte.

Er robbte er auf die andere Seite des Bettes und spähte vorsichtig durch den schmalen Spalt zwischen Bettrahmen und Fußboden. Greg sah ein Stück vom Flur und den oberen Teil der Treppe. Diffuses Mondlicht schien durch das Fenster an der Kopfseite der Treppe hinab in das Untergeschoss.
Jepp! Jetzt hab ich ein Bild!

Als sich eine schattenhafte Gestalt langsam die Treppe hinaufschob, wurde Greg heiß und kalt.
Hmm...wie geht das? Hast du das schon mal selbst erlebt - heiß und kalt - oder ist das evtl. nur eine ausgetretene Metapher?
Die Konturen des Schattens schienen die Gestalt als Mann zu verraten, sein Gesicht konnte Greg nicht erkennen.

"Warum schleicht der so? Hat er mich gehört und ist deswegen so vorsichtig?" Die Gestalt nahm die letzte Stufe der Treppe, drehte den Kopf und schaute Greg direkt in die Augen.
Greg gefror das Blut in den Adern.
Tja...also wenn mir das Blut in den Adern gefriert, bin ich tot!
Schwaches Mondlicht warf den bedrohlich wirkenden Schatten des Unbekannten in Gregs Richtung.
Jetzt bringst du mich raus. Irgendwie hat ich unterstellt, es sei hell - auch wenn du das nicht schreibst
Greg brauchte eine gefühlte Ewigkeit, um sich bewusst zu werden, das der Mann Ihn in dem dunklen Zimmer gar nicht sehen konnte.
Zielstrebig ging der Mann direkt auf Greg zu.

Nur wenige Zentimeter blieb der rechte Fuß des Mannes vor Gregs Gesicht stehen. Greg hielt die Luft an und zog instinktiv den Kopf leicht zurück. Plötzlich hörte er, wie ein Schraubverschluss geöffnet wurde. Ein leises Surren ertönte.

Wenige Momente später verließ der Unbekannte das Schlafzimmer und ging in das Arbeitszimmer. Er hatte den Laptop gestartet, Greg hörte das Tippen auf der Tastatur des Laptops.
Setzt voraus, dass Greg schon im Arbeitszimmer war und gesehen hat, dass dort ein Laptop steht, sonst kann er das nicht wissen

"Verdammt, was geht hier vor? Das ist weder der Ehemann, noch ein gewöhnlicher Einbrecher!"
Warum kann das nicht der Ehemann sein: Er kommt ins Schlafzimmer, sieht dass seine Frau schläft und geht arbeiten. Es gibt Leute, die würden sagen, dass die sich so verhalten, die Männer...
Gregs Plan war einfach, er würde warten bis er sicher ist, das der Kerl weg war. Dann würde auch Greg sich so schnell es geht aus dem Staub machen.

Zwanzig endlose Minuten später hörte das Tippen abrupt auf. Der Unbekannte kam erneut in das Schlafzimmer, verharrte kurze Zeit vor dem Bett um dann den Flur entlang, die Treppe hinunter und aus dem Haus zu gehen. Das der Unbekannte sich nicht mehr schleichend bewegte, irritierte Greg.
Deutlich hörte er, wie die Tür ins Schloss fiel. Er war sich nicht sicher, ob der Unbekannte Ihm vielleicht eine Falle stellen wollte. Greg entschloss sich weitere fünfzehn Minuten zu warten, bevor er seine Flucht antreten würde.

Greg wurde aktiv, als er endgültig sicher war, das der mysteriöse Einbrecher das Haus verlassen hatte. Er drückte sich leicht gegen das Lattenrost durch dass er unter das Bett geschlüpft war, doch es ließ sich kaum bewegen. Die Besitzerin des Bettes schien viel Platz beim schlafen zu benötigen, was nun seinen Fluchtweg blockierte.
"Na toll. Das wird ja immer besser!" dachte Greg und beschloss in regelmäßigen Abständen zu prüfen ob sein Fluchtweg frei geworden wäre.

Es ist viel besser geworden, Glückwunsch!
....
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5chre1b
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BeitragVerfasst am: 10.07.2015 09:29    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke Rodge für deine neuen Kommentare.

Ich gehe nun darauf und auf die vorherigen Kommentare näher ein.

Die Episode ist ein Auszug aus Kapitel 3, meiner bisher 4 vorhandenen Kapitel.

Ich schreibe hier nun die wichtigsten Fakten aus den anderen Kapiteln, damit das richtige Bild im Kopf entstehen kann.

Rahmen:
Nur eine Zusammenfassung des Rahmens. In dieser Form erscheint der Text nicht in der Story.
Zitat:
Bei einem Stromausfall - in der gesamten Stadt-, schlich Greg (IT-Fachman) um 2 Uhr nachts in ein fremdes Haus dessen Tür offen Stand.
Zuvor lief eine Katze Ihm bei seinem Nachtspaziergang über den Weg und ins Haus, wodurch er erst bemerkte, das die Tür nur angelehnt war.
Er inspiziert erst das Untergeschoss, dann das Obergeschoss.
Erster Raum im Obergeschoss war das Arbeitszimmer, in dem nur ein Schreibtisch (mit DSL-Router und Laptop darauf), ein Aktenschrank, Stuhl und Yucca-Palme stand.


Im vorangehenden Kapitel wird die Frau thematisiert. Sie kommt von einem geschäftlichen Meeting aus Amerika, ist vom Jetlag geschafft und geht früh zu Bett.
Sie hatte die Tür nur zugeschoben, aber die war nicht richtig eingerastet und öffnete sich bei einem leichten Windstoß





Kommentare
@Rodge:

Danke für deine Sichtweise in Bezug mit dem Bett. Ich habe diesen Bereich nochmal überarbeitet und jetzt viel knackiger gemacht.

Rodge hat Folgendes geschrieben:

Wenn Du "die Katze" schreibst würde man denken, es handelt sich um eine bestimmte Katze (also eine Katze, die man kennt). Sonst wäre "eine Katze" besser.

Konntest du nicht wissen, da im vorigen Kapitel erwähnt. (Siehe oben "Rahmen")

Rodge hat Folgendes geschrieben:

Ahhh, jetzt werd ich erst richtig neugierig. Als Leser will ich sehen, was der Protagonist sieht oder auch nicht sieht, z. B. Haarfarbe, etc. Versuche es so auszumalen, dass ein Bild entstehen kann....

....Jetzt bringst du mich raus. Irgendwie hat ich unterstellt, es sei hell - auch wenn du das nicht schreibst ....

Der Kontext fehlte dir (s.o. Rahmen), aber er ist in einem Dunklen Haus unterwegs (Stromausfall), dass nur teilweise vom diffusen Mondlicht erhellt wird.
Ich habe Angst den "drive" aus dem Spannungsbogen zu ziehen, wenn ich jetzt anfange die Frau zu beschreiben. In seiner "kurz vor Panik"-Situation hätte er ja auch keinen Kopf dafür sich die Frau genauer anzusehen.
Vielleicht sollte ich es hier so umschreiben, dass er annimmt es ist eine Frau, weil er sie gar nicht richtig sehen kann... Das würde auch die Dunkelheit im Zimmer nochmal zur Sprache bringen.

Rodge hat Folgendes geschrieben:

Tja...also wenn mir das Blut in den Adern gefriert, bin ich tot!

Es soll eine verdeutlichende Metapher sein. Ich würde unterstellen dass man diese Aussage aufgrund der Situation richtig als Metapher deutet. Ist es nicht O.K. so etwas zu nutzen. Nur physikalische Empfindungen zu beschreiben würde ich jetzt etwas eintönig empfinden.

Rodge hat Folgendes geschrieben:

Es ist viel besser geworden, Glückwunsch!

Danke, freut mich zu hören.

@Dave:
Ich habe viele, viele Anregungen von dir Umgesetzt und der gesamte Text macht auf mich nun auch einen gereiften Eindruck und bringt mich in Bezug auf besseres Schreiben ein ganzes Stück voran.

@Michel:
Ich denke durch obige Rahmenbeschreibung wird einiges rund um den Protagonisten deutlicher.
Deine Anmerkung das der Leser an der Handlung die inneren Denkansätze und Gefühle des Akteurs ablesen kann sind super.
Texte verdichten, kürzere Sätze in Action-Szene und spielen mit Position von Haupt- und Nebensatz haben mir ein neues Werkzeug an die Hand gegeben.
Ich denke für mich bedeutet dass : Schreibstil = Level UP +1 Daumen hoch²

@QingLong
Wörtliche Rede, bzw. Gedankensätze habe ich jetzt sehr sparsam eingesetzt. Ich finde, das an den wenigen Stellen wo ich Sie noch verwende, sie relativ gut passt. Oder stört dies nach wie vor? Ist das vermeiden solcher Gedankensätze "State of the Art", oder eher persönliches Empfinden des Lesers?
QingLong hat Folgendes geschrieben:

Lass deine Figur mit der Panik kämpfen, lass ihn Angst haben, lass ihn schreckliche/eiskalte/würgende/tödliche/dumpfe Angst spüren, lass seine Beine zittern, lass ihm Übel werden, lass ihn den Tunnelblick bekommen. Aber die Panik solltest du dir aufsparen, bis echt nichts mehr geht. Versuche, kreativer zu sein, was seine Angst angeht.

Top Tipp Exclamation Danke!

@gruen
Deine Gesamtübersicht - wer kann was wissen [Sicht des Autors, des Charakters, etc], ist sehr gut.
 Idea Super Tipp von dir: Überlasse bestimmte Passagen der Phantasie des Lesers... das ist ein super Werkzeug mit dem man spielen kann. Habe aufgrund deines Tipps gemerkt, dass ich mich teilweise zu stark in nebensächliche Details verliere.
Du merkst das ich mir den Tipp zu herzen genommen habe, wenn du die Stelle an der Bett unters Bett kriecht - in der überarbeiteten Story - nochmal anschaust. Zuvor meinte ich erwähnen zu müssen, wie rum er liegt, wie er die Matratze anhebt usw.. Ich denke das habe ich durch deinen Tipp nun gut komprimiert und der Phantasie des Lesers Freiraum gegeben. Übrigens auch in Bezug darauf, wie die Möbel, etc. im Schlafzimmer angeordnet sind.

"Beschreiben, satt benennen", einer meiner neuen Merksätze im Hinterkopf während des Schreibzyklus. Danke dafür!
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Rodge
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BeitragVerfasst am: 10.07.2015 09:45    Titel: Metaphern Antworten mit Zitat

Hi,

das mit den Metaphern ist so eine Sache. Sie sind ausdruckstark, aber fast jeder verwendet sie ohne drüber nachzudenken und das macht sie zu Abziehbildern, die im Grunde nix wert sind. "Ließ das Blut in den Adern gefrieren" ist so ein Ausdruck, sehr starke Bezeichnung, aber so oft gelesen ... gähn.... So ähnlich wie "zitterte wie Espenlaub". Also, wenn wir dann jemanden hätten, der zittert wie Espenlaub und dem das Blut in den Adern gefriert, ist das in meiner Sicht ein Zombie. Ein Vorschlag: Überleg dir, was passiert, wenn dein Protagonist Angst hat. Wie drückt sich das aus? Wie bemerkt er selbst das? Wie andere?
Versuche das anfangs einzuführen, dann kannst du es bei entsprechenden Stellen wiederverwenden.

Grüße
Rodge
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Yachen
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BeitragVerfasst am: 10.07.2015 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich finde die zweite Version schon besser.

Anmerkungen:

Ich würde erst schreiben, dass er erstarrte, und dann, dass da jemand im Bett liegt. Ich würde auch nur erstarren schreiben. Kürzer und prägnanter.

Wirf die wörtliche Rede raus!

Kann es sein, dass du "ihn" und "ihm" immer groß schreibst? Oder sind das nur Tippfehler? Schreibt man klein.

Ohne deine Kurzzusammenfassung, was er da im Haus tut, war da nichts spannend, weil ich ständig überlegt habe, was er da will.

Mir fehlt die Spannung auch deshalb, weil ich es zu breit beschrieben finde.

LG
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Yachen
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BeitragVerfasst am: 10.07.2015 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

5chre1b hat Folgendes geschrieben:


....
Ein Geräusch aus dem Untergeschoss ließ ihn zusammenfahren. Die Haustür war ins Schloss gefallen! Ob das der Wind war, oder die Katze?
Aber da, war noch ein Geräusch! Verdammt, da waren leise Schritte. "Ich muss mich irgendwo verstecken!".

Der nächste Raum im Flur war das Bad, blieb also nur das Schlafzimmer. Wieso? Was stimmt mit dem Bad nicht?  Er schlich zur Kopfseite des Flurs, drückte die angelehnte Tür auf - und erstarrte. Verdammt, da lag jemand im Bett. Eine Frau.. Aber sie bewegte sich nicht. Hört er vielleicht gleichmäßiges Atmen?

Die Schritte kamen näher. Angst kroch ihm eiskalt den Rücken hoch. Seine Finger kribbelten, sein Herz schlug wild. Er kämpfte die aufkeimende Panik nieder. Wie denn? Tief durchatmen?

Er musste sich verstecken, aber wo? Dass er sich verstecken muss, hatten wir doch schon am Anfang. Evtl. "Wo sollte er sich jetzt verstecken?
Zum Arbeitszimmer, direkt neben der Treppe konnte er nicht zurück. Hektisch blickte er im Schlafzimmer umher. (Etwas pingelig - aber stand er nicht eben nur davor? )Im Schrank? Ich würde ein Ausrufezeichen setzen und aus dem "im" ein "der" machen.

Greg öffnete leise den Schrank. Die Regalbretter und Schubladen waren so angeordnet, dass er gezwungen wäre, sich auf ein Regalbrett zu setzen. ( Oder besser… Der einzig vorhandene Freiraum war oberhalb eines Regalbretts.???)  Mit seinen fünfundneunzig Kilo, wäre das keine gute Idee. Blieb nur noch das Bett! Der Absatz gefällt mir nicht. Zu breit beschrieben. Evtl. nur schreiben, dass der einzige freie Platz auf einem Regalbrett gewesen wäre? Also ohne Anordnung usw.

Die unterste Stufe der Treppe gab ein leises knarzen von sich, als ein dunkler Schatten seinen Fuß darauf setzte. Dadurch entfernst du dich von Greg. Der weiß ja nicht, welche Stufe das ist? Besser evtl., dass ein Knarzen verriet, dass jemand die Treppe hoch kam? Gregs Nackenhaare stellten sich auf. Phrase “Scheiße, der kommt hoch!” Weg mit den Anführungszeichen!

Das Bett! Mit zügigen Schritten schlich Greg auf die freie Seite des Doppelbetts. Der Bettrahmen endete etwa eine Handbreit über dem Boden, zu niedrig um darunter zu kriechen. Es war zu niedrig. Punkt! Nix mit Handbreit. Das wirkt nicht panisch, sondern überlegt.

“Schlaf weiter, Schlaf weiter”, beschwor er die Frau in Gedanken, als er das Lattenrost zusammen mit der Matratze so anhob, das er in den Hohlraum darunter schlüpfen konnte.


....


Mehr hab ich jetzt nicht geschafft. Sorry!

LG
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5chre1b
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BeitragVerfasst am: 10.07.2015 17:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Yachen hat Folgendes geschrieben:

Wieso? Was stimmt mit dem Bad nicht?

Hier hab ich bewusst einen Sprung gemacht, um die Erzählung nicht künstlich in die Länge zu ziehen. Ich denke mit "blieb also nur das Schlafzimmer" wird dem Leser klar, das Greg einen Entschluss gefasst hat ( nämlich, das sich ein Blick ins Bad eh nicht lohnt).

Ich hatte auch mal einen Tipp gelesen, manche Fakten einfach als gegeben hinzustellen (wenn diese nicht zu abwegig sind). Das lässt Raum für Vermutungen von Seiten des Lesers.

Yachen hat Folgendes geschrieben:

Greg öffnete leise den Schrank. Die Regalbretter und Schubladen waren so angeordnet, dass er gezwungen wäre, sich auf ein Regalbrett zu setzen. ( Oder besser… Der einzig vorhandene Freiraum war oberhalb eines Regalbretts.???) Mit seinen fünfundneunzig Kilo, wäre das keine gute Idee. Blieb nur noch das Bett! Der Absatz gefällt mir nicht. Zu breit beschrieben. Evtl. nur schreiben, dass der einzige freie Platz auf einem Regalbrett gewesen wäre? Also ohne Anordnung usw.

Hatte ich ja auch schon so überlegt, daher hatte ich es in Klammern geschrieben: Der einzig vorhandene Freiraum war oberhalb eines Regalbretts.


Yachen hat Folgendes geschrieben:

Ich würde auch nur erstarren schreiben. Kürzer und prägnanter.


Meinst du so:
Er schlich zur Kopfseite des Flurs und drückte die angelehnte Tür auf. Erstarren! Verdammt, da lag jemand im Bett. Aber die Frau im Bett bewegte sich nicht.

Wenn ich das so lese, stocke ich im Lesefluss, weil ich das Gefühl habe, dass da was fehlt. Was meint Ihr dazu? Alternative vorschläge?

Oder meinst du "Greg erstarrte"?

Yachen hat Folgendes geschrieben:

Der Bettrahmen endete etwa eine Handbreit über dem Boden, zu niedrig um darunter zu kriechen. Es war zu niedrig. Punkt! Nix mit Handbreit. Das wirkt nicht panisch, sondern überlegt.


Ja, hier fand ich die Formulierung schwer, weil zwingend deutlich werden muss, dass er nicht darunter kriechen - aber wenn er später unterm Bett liegt - dennoch darunter durch sehen kann.
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BeitragVerfasst am: 11.07.2015 00:16    Titel: Antworten mit Zitat

Also mal rein von der Logik her.

Es ist dunkel (Stromausfall). Trotzdem erkennt er sofort, dass eine Frau im Bett liegt?

Ein Blick (im Mondlicht) in den Schrank zeigt ihm die Anordnung. Viel zu lang, würde ich vermutlich umschreiben.
"Vorsichtig öffnet er die Schranktür. Ein schneller Blick zeigt ihm, dass hier kein guter Platz war. Alles voller Bretter und Schubladen. Hastig schloss er sie wieder."

Mehr Probleme habe ich allerdings mit deinem Versteck.
 
Kein Mensch würde, glaube ich, auf die Idee kommen, in einem Zimmer, in dem ein Doppelbett steht, in dem eine Frau (anscheinend komatös) schläft, die Matratze anzuheben + das Lattenrost (vorsichtig natürlich, ist ja klar), sich dann irgendwie in eine Art Liegestützposition zu begeben  (auf den Bauch, denn umdrehen ist ja nicht), um anschließend (selbstverständlich leise) das Lattenrost samt Matratze wieder in die Ursprungsposition zu bringen. Sportlich.

Es gibt übrigens auch Lattenroste und Matratzen, die die volle Breite eines Doppelbetts haben, aber das nur am Rande. Weiß er vorher natürlich nicht.

Wieviel Zeit hat er dafür? So lange, wie der Unbekannte die Treppe heraufkommt. Mal abgesehen von dem Lärm, den er verursachen würde und der Gefahr, dass die Frau jederzeit aufwachen könnte, wäre das bestimmt nicht mal eben so in zehn Sekunden möglich.

Ich verstehe also nicht so ganz, warum er sich derart umständlich verstecken muss. Um zu zeigen, was für ein pfiffiger Kerl er ist?
"Kill your darlings" heißt es doch so schön.
Ich fürchte, mit deiner Art, sein Verstecken zu beschreiben erreichst du da eher das Gegenteil.

Da einfachste wäre tatsächlich, er versteckt sich einfach unter einem Bett, das hoch genug dafür ist oder du spendierst dem Zimmer noch eine riiiiiiesige Zimmerpflanze, von wo er dann durchs Geäst lugen kann, eine Spanische Wand, einen begehbaren Kamin, eine Truhe, auf der kein Fernseher steht, eine Geheimtür... whatever.
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Yachen
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BeitragVerfasst am: 11.07.2015 07:40    Titel: Antworten mit Zitat

5chre1b hat Folgendes geschrieben:
Yachen hat Folgendes geschrieben:

Wieso? Was stimmt mit dem Bad nicht?

Hier hab ich bewusst einen Sprung gemacht, um die Erzählung nicht künstlich in die Länge zu ziehen. Ich denke mit "blieb also nur das Schlafzimmer" wird dem Leser klar, das Greg einen Entschluss gefasst hat ( nämlich, das sich ein Blick ins Bad eh nicht lohnt).

Ich hatte auch mal einen Tipp gelesen, manche Fakten einfach als gegeben hinzustellen (wenn diese nicht zu abwegig sind). Das lässt Raum für Vermutungen von Seiten des Lesers.

Ich hab als erstes an Dusche und Badewanne gedacht. Vielleicht dann nur erwähnen, dass er sich für das Schlafzimmer entschied?


Yachen hat Folgendes geschrieben:

Ich würde auch nur erstarren schreiben. Kürzer und prägnanter.


Meinst du so:
Er schlich zur Kopfseite des Flurs, drückte die angelehnte Tür auf - und erstarrte. Verdammt, da lag jemand im Bett. Eine Frau. Aber sie bewegte sich nicht. Ich würde da noch evtl. gleichmäßiges Atmen erwähnen. Darauf würde ich hören, wenn ich wissen will, ob jemand schläft. (Mach ich bei meinen Kindern auch.)


Yachen hat Folgendes geschrieben:

Der Bettrahmen endete etwa eine Handbreit über dem Boden, zu niedrig um darunter zu kriechen. Es war zu niedrig. Punkt! Nix mit Handbreit. Das wirkt nicht panisch, sondern überlegt.


Ja, hier fand ich die Formulierung schwer, weil zwingend deutlich werden muss, dass er nicht darunter kriechen - aber wenn er später unterm Bett liegt - dennoch darunter durch sehen kann.


Ich schließe mich da dem Kommentar vor mir an. Irgendwie unlogisch, ein Lattenrost anzuheben. Aber vielleicht hast du noch mehr ähnliche Szenen in der Geschichte. Dann ist es vielleicht ganz witzig.


Noch etwas am Schluss. Ich behaupte nicht, dass meine Vorschläge besser sind. Ich markiere nur, was ich nicht so gut finde und wie ich es erstmal ändern würde. Ob das besser funktioniert, sieht man erst, wenn man es komplett geändert hat. Ich schreibe manche Szenen auch zigmal um.

An deiner Szene stört mich nur, dass zu viel beschrieben wird. Ich finde, es müsste alles gehetzter klingen. Er sucht ja dringend ein Versteck. Bist du das mal gedanklich durchgegangen? Lauf mal selber durchs Haus und such ein Versteck. Was denkst du dabei? Schrank auf, kein Platz, weitersuchen? Oder denkst du über die Anordnung der Regalbretter nach?

Vielleicht: Er öffnete die Schranktür. Da war kein Platz! Er hätte sich höchstens auf eins der Regalbretter setzen können. Keine gute Idee, wenn man 95 Kilo wiegt. oder so ähnlich

LG
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5chre1b
Sonntagsschreiber


Beiträge: 13



BeitragVerfasst am: 12.07.2015 15:55    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Tape Dispenser: Danke für dein Feedback. Aber du hast scheinbar die erste Variante der Geschichte bewertet. Leider gibt es im Forum keine Durch Nummerierung der Postings im Thread, daher gehe bitte ins erste Posting und Klicks ganz oben auf den Button "Neue Version" oder verwende folgenden Link (http://www.dsfo.de/fo/viewtopic.php?p=981292#981292).
Ich hatte nämlich durch viel konstruktive Kritik und gute Anregungen einige dieser Fehler bereits ausgebügelt.

Nicht alles tot reden - legitim ?
Deine Anregung dazu, wie er erkennen kann, das es eine Frau ist, sind berechtigt. Zuvor hatte ich bewusst nur von einem schlafenden geschrieben. Ich hatte überlegt es so zu beschreiben, dass er im diffusen Mondlicht die Körperproportionen erkennt. Aber auch hier denke ich, man sollte Spielraum für das Kopfkino des Lesers lassen und nicht alles bis ins kleinste Detail zu erklären.
Ich habe schon öfter gelesen und gehört, das man als Erzähler, eine gewisse Freiheit hat nicht alles erklären zu müssen. Der Leser akzeptiert bestimmte Beschreibungen auch gerne als gegeben, wenn die "nicht gesagten Umstände" kein Loch in die Handlung reißen.

Was sagt Ihr zu dieser These? Sollte man alles lang und breit erklären, oder kann man sich einfach die Freiheit nehmen, Dinge als gegeben hinzustellen ... hier z.B. "es war eine Frau im Bett - Punkt, aus!" ?

Das Lattenrost
Die Idee mit dem Lattenrost ist aus 2 Gründen wichtig. Zum ersten schränkt es die offensichtlichen Möglichkeiten zum Verstecken ein und bietet einen stärkeren Spannungsbogen (keiner Schaut in den Schrank, wenn das Bett auf den ersten Blick passen würde). Und zweitens besteht sonst nicht die Möglichkeit, das Greg "gefangen bleibt", weil die Frau sich im Schlaf so verlagert, das Sie über beide Matratzen liegt.

Vielleicht sollte ich vor der Untersuchung des Schranks erwähnen, das das Bett zu flach ist um darunter zu kriechen... also ein offensichtlich wegfallende Option.
Da das Schlafzimmer ansonsten leer ist, ist bei der Feststellung das der Schrank nicht als Versteck dienen kann die Spannungsspitze erreicht. Dann kommt Greg die Idee mit dem Lattenrost....
Das es ein Doppelbett mit geteilter Matratze ist, ist in der Story einfach mal Glück. Beim lesen sollte klar werden, das es sich um ein solches Modell handeln "muss". (Auch hier wieder dem Leser als gegeben unterjubeln  )

Zeit zu verstecken - realistisch!
Die Zeit die er im Schlafzimmer hat um sich zu verstecken ist etwas dehnbar, da ja auch der andere Eindringling schleicht.
Wenn du eine Treppe hoch schleichen möchtest, und die untere Stufe knarzt, bist du ja automatisch bei den folgenden Stufen vorsichtiger.
Die Lattenrost-Aktion dauert ca. 15 Sekunden.  

BTW: In der überarbeiteten Fassung ist es wieder dem Leser überlassen, wie rum er unterm Bett liegt.

@Yachen: Also persönliche Anrede schreibt man im Roman immer klein? Also: " Als sie auf die Tür zuging..."?
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Rodge
Geschlecht:männlichSchreiberling


Beiträge: 259
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 13.07.2015 07:50    Titel: Antworten mit Zitat

Na klar, alles totreden ist nicht schön...Aber so ein bisschen brauche ich schon, damit bei mir Bilder entstehen können. Also bei "Person" entsteht bei mir kein Bild, bei Frau würde ich mich auch fragen "Woher weiß er das", also zeig mir etwas, das ein Bild entstehen lässt und dennoch Freiraum läßt, also z. B. langes blondes Haar (kann auch ein Mann sein) oder beschreibe ein Bein, das herausschaut oder lass dir was anderes einfallen.

Grüße
Rodge
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nothingisreal
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor


Beiträge: 4242
Wohnort: unter einer Brücke


BeitragVerfasst am: 14.07.2015 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

5chre1b hat Folgendes geschrieben:

Ein Geräusch aus dem Untergeschoss ließ Ihn kleingeschrieben zusammenfahren. Die Haustür war ins Schloss gefallen! Ob das der Wind war, oder die Katze? hier fühlt sich das Komma falsch an
Aber da, KEIN KOMMA war noch ein Geräusch! Verdammt, da waren leise Schritte. "Ich muss mich irgendwo verstecken!". KEIN PUNKT

Hallo 5schre1b,

bereits hier sehe ich deinen ersten Schwachpunkt: Zeichensetzung. Schau dir die Regeln hierzu noch einmal an.
Weiterhin: Ich weiß, es ist mitten aus dem Buch herausgenommen, dennoch würde ich gerne als Leserin etwas vor meinen geistigen Augen sehen wollen.
Beim Satz "Die Haustür...gefallen!" weiß ich nicht, ob es Gedanken oder eine Beschreibung sind.
"Ich muss mich irgendwo verstecken!" Sagt dein Prota das laut? Im Moment ja. Wenn du Gedanken kennzeichnen willst, schreib sie kursiv. Anderfalls halte ich deinen Prota für bescheuert, wenn er laut denkt, während jemand ins Haus einbricht.

Zitat:

Der nächste Raum im Flur war das Bad, blieb also nur das Schlafzimmer.

Das ist sehr merkwürdig. Es spring sehr stark. Ich weiß weder wo deine Prota zuvor war, noch wie zum "nächsten" Raum gekommen ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass es ein Auszug ist.

Zitat:
Er schlich zur Kopfseite des Flurs und drückte die angelehnte Tür auf. Verdammt, da lag jemand im Bett. Greg erstarrte vor Schreck. Aber die Frau im Bett bewegte sich nicht.

Warum benutzt du so gern das Wort verdammt? Dazu immer in der selben Satzkonstruktion:
Verdammt, da waren leise Schritte.
Verdammt, da lag jemand im Bett.

Das wirkt unwillkürlich komisch. Lieber beschreist du die Szenerie als diese seltsame Art der indirekten Gedankengänge.

Zitat:
Die schleichenden Schritte, KEIN KOMMA kamen näher. Die Angst kroch Ihm kleingeschrieben eiskalt den Rücken hoch.

Es heißt entweder: Die Angst kroch seinen Rücken empor. Oder: Ein Schauer lief ihn über den Rücken. Nicht irgendwas dazwischen.
Abgesehen davon: Versuche dich von Redewendungen fernzuhalten. Sie sind nie gut.

Zitat:

 Die Finger begannen zu kribbeln und das Herz schlug wie Wild kleingeschrieben. Er kämpfte die aufkeimende Panik nieder.

Wie? Du willst nicht beschreiben, willst show, statt tell anwenden, aber genau das hast du gerade gemacht. Wie hättest du es besser machen können?
Vorschlag:
Er schloss die Augen und atmete langsam tief durch. Ganz ruhig, beruhigte er sich, ich habe schon schlimmeres erlebt. etc.

Bis hierhin. Ich hoffe, du kannst etwas damit anfangen. Bei Fragen, einfach fragen.

LG NIR


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"Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten." - William Somerset Maugham
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