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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Der Tag, andem ICH das erste Mal die Treppe herunterfiel.


 

 
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XFranzi
Sonntagsschreiber


Beiträge: 10



BeitragVerfasst am: 01.06.2015 20:02    Titel: Der Tag, andem ICH das erste Mal die Treppe herunterfiel. eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich fiel, als ich zum zweihundertelfte Mal die Treppe herunterhetzte.
So oft, jeden Morgen, jeden Abend war ich heil die Treppe hoch und heruntergekommen. Warum musste es also gerade heute sein, dass ich das Gleichgewicht verlor und die zwölf Stufen herunterfiel?
Diese Frage versuchte ich mir zu beantworten, während ich die zwei Sekunden durch die Luft flog, bevor ich endgültig, neun Stufen tiefer, auf dem steinernen Boden vor der Treppe landete.
Zudem hatte ich keine Erfahrung im Treppenherunterfallen. Absolut nicht.
Naja, diese Erfahrung hatte ich jetzt ja nachgeholt. Jetzt stand ich den anderen Schülern also in nichts mehr nach.
Auch wenn ich diese Erfahrung gerne umgangen wäre, denn… nun ja, es war schmerzhaft.
 Wirklich, wirklich schmerzhaft!
„Val, geht es dir gut?!“, brüllte mein Bruder aus der oberen Etage herunter.
„Bestens, bestens.“ Ich stöhnte leise auf, während ich eine Hand auf mein Knie drückte. Ich fürchte, das würde einen blauen Fleck geben. Und zwar einen kräftigen dunkelblauen.
Vorsichtig, um die Sache nicht noch schlimmer zu machen, richtete ich mich auf und humpelte in die Küche.
Zumindest würde ich jetzt ein bisschen mehr Mitgefühl aufbringen können, wenn meine kleinere vierjährige Schwester Ess die Treppe herunterfiel. Ich verarztete meine Wunde und sang für mich selber „Heile-Heile-Segen“. Allerdings schien das nichts besser zu machen.
„Blödes Lied.“, fluchte ich und kramte Geschirr und Aufschnitt aus der Küche.
Nie wieder würde ich diese tückische Treppe herunterrasen! Darauf konnte sie sich verlassen!
Auf dem Weg zum Kindergarten wurde meine Laune nicht besser. Das Wetter schien sich meiner Stimmung angepasst zu haben, denn kleine, kaum erkennbare Tropfen bannten sich ihren Weg durch die Atmosphäre direkt zu uns herunter. Auf unsere Köpfe. In den schmalen Spalt zwischen Jacke und Nacken.
Wie ich das hasste!
„Val, ich will aber gar nicht in diesen Kindergarten!“, quengelte meine kleine Schwester und zur Bekräftigung zog sie heftig an meiner Jacke.
Wie ich das hasste. Meine Regenjacke war zudem von dem Wetter schon ganz aufgeweicht und ich hätte wetten können, dass sich einige Regentropfen unter meiner Jacke hindurchgeschlängelt hatten. Na super!
„Val! Ich WILL aber gar nicht in den Kindergarten!“, wiederholte meine nörgelnde Schwester, als wir vor dem grauen Betonklotz angelangt waren. Als ob ich das nicht gerade eben schon gehört hätte!
„Schatz, hör zu:“ Ich ging vor ihr in die Hocke.
Keine gute Idee: Der blaue Fleck auf meinem Bein begann sich bemerkbar zu machen. „Es ist nicht für lange. Ist deine Freundin nicht wieder da? Wie hieß sie noch… Oseaphine?“
Es war wirklich keine gute Idee gewesen in die Hocke zu gehen, jetzt hingen die Ränder meiner Hosenbeine in einer Pfütze. Schnell überwand ich erneut die gewaltige Differenz zwischen Kindergartenkind-Größe und Erwachsen-Höhe. Was war das eigentlich für ein grässliches Wetter?
„Oseaphina!“, verbesserte sie mich und zog beleidigt eine Schnute.
„Ganz genau die meinte ich!“ Ich versuchte so viel Begeisterung wie möglich in den Satz zu bringen und steuerte noch ein aufmunterndes Lächeln in ihre Richtung nach. Dabei verfluchte ich das Wetter und sah nervös auf die Uhr.


Hallo,
Ich versuch mich jetzt auch mal daran einen eigenen Text einzustellen. Es ist das erste Kapitel.
Bedenkt bitte, dass ich noch relativ neu bin, was aber nicht heißen soll, dass ihr mich nicht mit Kritik "überhageln" dürft! Sagt, was ihr los werden wollt.

(Die Überschrift ist übrigens Quatsch. Ich hab absolut noch keine Idee. Vielleicht habt ihr ja Vorschläge?)

Vielen lieben Dank, Franzi

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tokidoki
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 33
Beiträge: 49



BeitragVerfasst am: 02.06.2015 00:14    Titel: Re: Der Tag, andem ICH das erste Mal die Treppe herunterfiel. Antworten mit Zitat

Hallo Franzi,

ich bin auch neu hier, und versuche mich dann mal an ein bisschen Kritik Smile



XFranzi hat Folgendes geschrieben:
Ich fiel, als ich zum zweihundertelften Mal die Treppe herunterhetzte.


XFranzi hat Folgendes geschrieben:
die zwölf Stufen herunterfiel?
Diese Frage versuchte ich mir zu beantworten, während ich die zwei Sekunden durch die Luft flog, bevor ich endgültig, neun Stufen tiefer, auf dem steinernen Boden vor der Treppe landete.

Erst sind es 12, dann nur noch 9?


XFranzi hat Folgendes geschrieben:
Jetzt stand ich den anderen Schülern also in nichts mehr nach.

Welchen Schülern?

XFranzi hat Folgendes geschrieben:
Ich stöhnte leise auf, während ich eine Hand auf mein Knie drückte. Ich fürchte, das würde einen blauen Fleck geben. Und zwar einen kräftigen dunkelblauen.

Hier springst du in der Zeit, entweder verwendest du die wörtliche Rede "Ich befürchte, das gibt einen blauen Fleck" oder du bleibst in der Vergangenheit: Ich befürchtete, dass es einen blauen Fleck geben würde.
 
XFranzi hat Folgendes geschrieben:
und kramte Geschirr und Aufschnitt aus der Küche.

klingt ein bisschen merkwürdig, vielleicht schreibst du einfach das er sich etwas zu essen machte? Oder holte Geschirr aus dem Schrank und Aufschnitt aus dem Kühlschrank


bannten bahnten

XFranzi hat Folgendes geschrieben:
Keine gute Idee: Der blaue Fleck auf meinem Bein begann sich bemerkbar zu machen

So schnell entsteht kein blauer Fleck Laughing

Meiner Meinung nach wiederholst du ein wenig zu oft das deine Hauptfigur die Treppe hinab gestürzt ist. Vielleicht kannst du das noch ein wenig straffen.

Lieben Gruß
tokidoki
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Trakkel
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 54
Beiträge: 5
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 02.06.2015 01:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Franzi,

als erstes, ich finde deinen Titel toll. Nur deshalb hab ich den Rest gelesen. Behalte ihn, geschweige den, deine Geschichte läuft auf etwas anderes hinaus.

Zweites, die blauen Flecke, die sich mein Vater regelmäßig an der Anhängerkupplung holt, sind auch sehr schnell da. Das kann sich bei jedem verschieden schnell entwickeln.

Bestens, bestens.“ Ich stöhnte leise auf, während...  
„Val, ich will aber gar nicht in diesen Kindergarten!“,

So redet kein Kind. Ich nehme mal an er ist ein Kind, zwar älter als seine Schwester, aber immer noch ein Kind. Oder Jugendlicher. Das sollte etwas Kindlicher klingen.

Ich gebe tokidoki recht. Du solltest es straffen. Und ich denke, so sollte dein Kapitel nicht enden. Es fehlt was. Das Ende sozusagen. Irgend wie, könnte da noch mehr kommen.

Trakkel
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XFranzi
Sonntagsschreiber


Beiträge: 10



BeitragVerfasst am: 02.06.2015 14:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen lieben Dank an die Kommentare smile


Was mir sehr aufgefallen ist, ich glaube ich habe sehr einen Hang zu übertriebenen Emotionen. (habe ich mich verständlich ausgedrückt?!) Ich weiß gar nicht genau wieso, aber irgendwie will ich die Gefühle dem Leser unbedingt übermitteln und zwar möglichst real

Findet ihr das irgendwie störend? Soll ich mir das abgewöhnen?

Vielen Dank für die lieben Kommentare, ihr habt mir sehr geholfen!

LG Franzi
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Steffi92
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 26
Beiträge: 44



BeitragVerfasst am: 02.06.2015 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Franzi,

beim dritten Satz bin ich hängen geblieben. Deine Hauptfigur fliegt die Treppe runter und während dem sie stürzt, denkt sie darüber nach, warum es ausgerechnet heute passiert.
Müsste sie sich nicht erst erschrecken, vielleicht die Hände zum Schutz vor das Gesicht heben?

Liebe Grüße
Steffi
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XFranzi
Sonntagsschreiber


Beiträge: 10



BeitragVerfasst am: 03.06.2015 06:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Steffi,

Da hast du auch wieder Recht...
LG Franzi
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Papa Schlumpf
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 59
Beiträge: 364
Wohnort: Friedersdorf


BeitragVerfasst am: 03.06.2015 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, XFranzi,
ich fand Deinen Text ganz hübsch, wenn es auch Mühe bereitet, den Protagonisten einzuordnen. Zwei Dinge will ich Dir da lassen.
Zitat:
Zudem hatte ich keine Erfahrung
Das Hilfsverb benutzt Du im  folgenden Satz wieder. Dort benötigst Du es, um eine Zeitform zu bilden. Hier aber ersetzt es ein zutreffenderes Verb: besitzen. Das "hatte" im folgenden Satz ließe sich auch umgehen, aber dazu müsstest Du  den Satz auch inhaltlich umformulieren. Das gleiche gilt für "gerne umgangen wäre", was ich als keine besonders schöne Wendung empfinde.
Zitat:
Zumindest würde ich jetzt ein bisschen mehr Mitgefühl aufbringen können
Es besteht die Möglichkeit, den Konjunktiv ohne Hilfsverb zu bilden. Im Alltag benutzt man sie nur nicht. Wir können. Du benutzt in diesem Satz "würde" und "können", beide Verben inkludieren konjunktivische Aussage. Auf eine verzichtete (das ist ein Konjunktiv ohne Hilfsverb) ich: "Zumindest könnte ..."
Du kannst noch mehr Stellen in Deinem Text finden, die ähnliche Schwächen zeigen. Aber das ist alles kein großes Problem.
Interessantes kleines Stück. Wie geht es weiter?
Man liest sich.
P. S.[/quote]


_________________
Nicht alles, was wir bewirken, haben wir auch gewollt.
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Kaja_Fantasy
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 18
Beiträge: 185
Wohnort: Mein literarisches Wohnflugzeug


BeitragVerfasst am: 06.06.2015 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

Trakkel hat Folgendes geschrieben:
Hallo Franzi,

als erstes, ich finde deinen Titel toll. Nur deshalb hab ich den Rest gelesen. Behalte ihn, geschweige den, deine Geschichte läuft auf etwas anderes hinaus.

Ganz meine Meinung.

Trakkel hat Folgendes geschrieben:
So redet kein Kind. Ich nehme mal an er ist ein Kind, zwar älter als seine Schwester, aber immer noch ein Kind. Oder Jugendlicher. Das sollte etwas Kindlicher klingen.

Aber is es denn ein er? "Val" kann für mich die Abkürzung für Valerie oder Valentin sein.
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