16 Jahre Schriftstellerforum!
 
Suchen
Suchabfrage:
erweiterte Suche

Login

Jetzt erhältlich! Eine Anthologie von und mit unseren Usern. Jetzt bestellen! Die erste, offizielle DSFo-Anthologie! Lyrikwerkstatt Das DSFo.de DSFopedia


Plötzlicher Perspektivenwechsel

 
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Selbsthilfe -> Plot, Handlung und Spannungsaufbau
 Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Gießkanne
Geschlecht:weiblichVolle Kanne ungeduldig

Alter: 20
Beiträge: 713
Wohnort: Nicht mehr in deiner Welt


BeitragVerfasst am: 31.05.2015 16:59    Titel: Plötzlicher Perspektivenwechsel eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben!
In meinem neusten Projekt schreibe ich aus der Sicht eines jungen Mädchens. Irgendwann ist der Punkt gekommen, wo das Mädchen einen Weg läuft und kurz danach entführt wird. In dieser Zeit möchte ich die Perspektive zu ihrer Freundin wechseln, solange bis die Freundin den Entführer erwischt. Dann schreibe ich den Rest wieder aus der Sicht des Mädchens.

Findet ihr das doof? Muss ein Buch entweder gar keinen Perpektivenwechsel beinhalten oder wenn dann regelmäßig?

Danke für Antworten
Gießkanne


_________________
Die Schlacke einer verbrannten Liebe im Hochofen des Herzens ist ein Nebenprodukt, das man so schnell leider nicht loswird.
Mogmeier
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ron Swanson
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 31
Beiträge: 859
NaNoWriMo: 4094
Wohnort: Gütersloh


BeitragVerfasst am: 31.05.2015 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu Gießkanne,


Es ist doch viel spannender, wenn du beim entführten Mädchen bleibst.
Und: du darfst ja schreiben, was ihre Freundin in der Zwischenzeit so macht.
Am besten was ganz Entspanntes... Wie sich sich einen heißen Kakao macht oder so.
Du solltest nur nicht ihre Gefühle oder Gedanken beschreiben.
Dann ist das sogesehen nicht einmal ein Perspektivwechsel würde ich sagen.
Und das musst du auch nicht im regelmäßigen Wechsel machen.
Ich finds völlig okay.

Liebe Grüße
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Gießkanne
Geschlecht:weiblichVolle Kanne ungeduldig

Alter: 20
Beiträge: 713
Wohnort: Nicht mehr in deiner Welt


BeitragVerfasst am: 31.05.2015 17:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Ron,
danke für deine Antwort. Das hatte ich mir auch schon überlegt. Das Problem dabei ist nur, dass die Motivation von ihrer Freundin, ihr nachzugehen (sie kann ja nicht ahnen, dass das Mädchen entführt wird) nicht ganz klar ist.
Wenn ich bei dem Mädchen bleibe, sieht sie, dass ihre Freundin plötzlich auftaucht, weiß aber nicht, wo sie plötzlich herkommt und woher sie von der Entführung weiß.
Um den Leser aber später aufzuklären, müsste ich dann einen langweiligen Dialog zwischen dem Mädchen und ihrer Freundin machen, in dem ihre Freundin erzählt, was ihre Motivation war, dem Mädchen hinterherzugehen.
Das kommt dann am Ende ziemlich langweilig, weil ich den Leser ja aktiv dabeihaben möchte.

Ziemlich kompliziert, ich hoffe jemand versteht das ... Laughing

LG Gießkanne


_________________
Die Schlacke einer verbrannten Liebe im Hochofen des Herzens ist ein Nebenprodukt, das man so schnell leider nicht loswird.
Mogmeier
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Merope
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 745
Wohnort: Am Ende des Tals
Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 31.05.2015 17:19    Titel: Re: Plötzlicher Perspektivenwechsel Antworten mit Zitat

Gießkanne hat Folgendes geschrieben:
In meinem neusten Projekt schreibe ich aus der Sicht eines jungen Mädchens. Irgendwann ist der Punkt gekommen, wo das Mädchen einen Weg läuft und kurz danach entführt wird. In dieser Zeit möchte ich die Perspektive zu ihrer Freundin wechseln, solange bis die Freundin den Entführer erwischt. Dann schreibe ich den Rest wieder aus der Sicht des Mädchens.

Schreibst Du über das junge Mädchen in der Ich-Perspektive oder als personaler Erzähler?

Zur Perspektive gibt es hier übrigens ein nettes Tutorial:
http://www.belleslettres.eu/artikel/perspektive-schriftstellerei.php
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nicki
Geschlecht:weiblichPapiertiger

Alter: 66
Beiträge: 4792
Wohnort: Mönchengladbach
Ei 10


BeitragVerfasst am: 31.05.2015 17:22    Titel: Re: Plötzlicher Perspektivenwechsel Antworten mit Zitat

Gießkanne hat Folgendes geschrieben:
Hallo ihr Lieben!
In meinem neusten Projekt schreibe ich aus der Sicht eines jungen Mädchens. Irgendwann ist der Punkt gekommen, wo das Mädchen einen Weg läuft und kurz danach entführt wird. In dieser Zeit möchte ich die Perspektive zu ihrer Freundin wechseln, solange bis die Freundin den Entführer erwischt. Dann schreibe ich den Rest wieder aus der Sicht des Mädchens.

Findet ihr das doof? Muss ein Buch entweder gar keinen Perpektivenwechsel beinhalten oder wenn dann regelmäßig?

Danke für Antworten
Gießkanne


Hallo Gießkanne,
also erst einmal Folgendes: Du musst nicht zwangsläufig in der einmal gewählten Perspektive bleiben, du kannst schon wechseln. Aber immer abgegrenzt in Kapiteln oder klar erkennbaren Szenen.
Aber genauso gut macht es Sinn, alles aus einer Sicht zu schreiben.
Möglichkeit 1: Beim Perspektivwechsel auf die Freundin hast du einen prima Cliffhanger, denn der Leser hängt ja erst einmal in der Luft, weiß nicht, wie es mit der Entführten weitergeht.
Möglichkeit 2: Du kannst hier ebenfalls Spannung aufbauen, indem du sie auf ein baldiges glückliches Ende hoffen lasst und schreibst, was sie direkt nach der Entführung erlebt. Die Spannung dabei ergibt sich aus der Tatsache, dass sie, aber auch der Leser nicht weiß, dass Hilfe naht.
Was du auf keinen Fall tun solltest: Die Handlungen einer Person außerhalb ihrer Sicht zu schreiben. Woher soll sie wissen, was die Freundin gerade macht? Das wäre wirklich ein klassischer Perspektivfehler.


_________________
MfG
Nicki

"Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist." Henry Ford
"Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." A.Einstein


*Sommerblues* September 2017 Eisermann Verlag
*Trommelfeuer* November 2017 Eisermann Verlag
*Silvesterliebe* 30. November 2018 Eisermann Verlag
*Gestohlene Jahre* Work in Progress
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1724



BeitragVerfasst am: 31.05.2015 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

Das kann funktionieren, dürfte den Leser aber erstmal irritieren.
Ich habe vor kurzem ein Buch gelesen, wo genau das gemacht wurde. In dem Moment, wo der Hauptdarsteller vermutlich starb, wurde auf die Perspektive des Mörder gewechselt. So erfuhr man, wie die Ereignisse weitergingen und war völlig in der Schwebe, ob der Protagonist noch lebt.

Fand ich gut gelöst, aber es war trotzdem ungewohnt, wenn man auf einmal umdenken muss und durch die Augen einer anderen Figur schaut.


Kannst du vielleicht schon vorher einige Szenen aus der Perspektive der Freundin schreiben? Dann ist der Wechsel nicht so überraschend.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Antago
Eselsohr


Beiträge: 302



BeitragVerfasst am: 31.05.2015 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hätte da keine Probleme. Es gibt sogar wirkliche Bestseller, in denen das gemacht wurde - es kommt immer darauf an, ob man es kann, also dazu in der Lage ist, es gut zu machen.

(Wobei, wenn ich an "Twilight" denke, ist es anscheinend völlig Schnuppe, ob es gut rüberkommt oder nicht, man macht es einfach) Very Happy
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
nothingisreal
Geschlecht:weiblichPapiertiger


Beiträge: 4595
Wohnort: unter einer Brücke


BeitragVerfasst am: 31.05.2015 19:24    Titel: Antworten mit Zitat

Stefanie hat Folgendes geschrieben:


Kannst du vielleicht schon vorher einige Szenen aus der Perspektive der Freundin schreiben? Dann ist der Wechsel nicht so überraschend.


Wäre auch mein Vorschlag. Ich habe letztens auch ein Buch gelesen, in dem plötzlich und ohne wirklich erkennbaren Grund die Perspektive für ein paar Kapitel wechselte. Fand ich sehr merkwürdig und es hat mich sehr gestört. Ich hätte lieber vorher ein paar Kapitel von dieser Person.
Außerdem liebe Gießkanne, kann es sehr spannend sein, aus der Perspektive einer anderen Person als der Hauptprota zu schreiben. So kann man die Hauptprota besser und entsprechend tiefer darstellen.


_________________
"Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten." - William Somerset Maugham
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
sleepless_lives
Geschlecht:männlichSchall und Wahn

Administrator
Alter: 56
Beiträge: 7721
Wohnort: Fürth
DSFo-Sponsor Pokapro und Lezepo 2014
Pokapro VI Weltrettung in Gold


BeitragVerfasst am: 31.05.2015 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

Kapitel-oder mehrfachkapitelweise Perspektivwechsel sind vor allem in der Unterhaltungsliteratur inzwischen gang und gäbe. So sehr, dass du dir noch nicht mal eine halbe Sekunde Gedanken darüber machen musst. Es wird sogar empfohlen für den Einstieg ins Roman-Schreiben. Regelmäßig muss es nicht sein, nur gut motiviert. Worüber du dir vielleicht vorher im Klaren sein solltest, ist die Frage, was passiert, wenn beide Figuren zusammentreffen. Aus welcher Sicht wird beschrieben und welche Motivation steht hinter der Wahl einer der beiden Figuren als Erzählerin.

   

Ron Swanson hat Folgendes geschrieben:
Es ist doch viel spannender, wenn du beim entführten Mädchen bleibst.
Und: du darfst ja schreiben, was ihre Freundin in der Zwischenzeit so macht.
Am besten was ganz Entspanntes... Wie sich sich einen heißen Kakao macht oder so.
Du solltest nur nicht ihre Gefühle oder Gedanken beschreiben.

Das wäre auf jeden Fall schon ein Perspektivwechsel in der personalen Erzählhaltung. Die Entführte weiß ja nicht, was ihre Freundin macht, sieht es nicht, hört es nicht. Mit dem Beschreiben von Gefühlen oder Gedanken hat das nichts zu tun, es sei denn sie wären beide zusammen, sprich, die Freundin wäre die Entführerin.


_________________
Es sollte endlich Klarheit darüber bestehen, dass es uns nicht zukommt, Wirklichkeit zu liefern, sondern Anspielungen auf ein Denkbares zu erfinden, das nicht dargestellt werden kann. (Jean-François Lyotard)

If you had a million Shakespeares, could they write like a monkey? (Steven Wright)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
nothingisreal
Geschlecht:weiblichPapiertiger


Beiträge: 4595
Wohnort: unter einer Brücke


BeitragVerfasst am: 31.05.2015 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

sleepless_lives hat Folgendes geschrieben:
... Mit dem Beschreiben von Gefühlen oder Gedanken hat das nichts zu tun, es sei denn sie wären beide zusammen, sprich, die Freundin wäre die Entführerin.


lol2 Finde ich gut. Gießkanne, bitte schreib das.


_________________
"Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten." - William Somerset Maugham
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
KeTam
Geschlecht:weiblichUngeduld

Alter: 47
Beiträge: 6738

Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 31.05.2015 20:28    Titel: Re: Plötzlicher Perspektivenwechsel Antworten mit Zitat

Gießkanne hat Folgendes geschrieben:
Muss ein Buch entweder gar keinen Perpektivenwechsel beinhalten oder wenn dann regelmäßig?



es gibt beim Schreiben nur ein MUSS:

Erzähl deine Geschichte, wie sie erzählt werden muss.
Und das weißt du schon sehr genau, wie ich oben sehe.
Falls deine einziges Bedenken ist, ob man das "darf", dann wisch dieses Bedenken weg. Du darfst alles!
Falls du aber SELBST Zweifel daran hast, dann nimm das Ernst und überdenke deinen Aufbau noch mal.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Willebroer
Geschlecht:männlichPapiertiger


Beiträge: 4529
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 31.05.2015 21:19    Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich: Entscheidend ist das Resultat. Wenn das stimmt, kann an alles machen.

Aber wieso "plötzlicher" Perspektivenwechsel? Ein allmählicher Wechsel wäre eher ungewöhnlich und eigentlich eine besondere literarische Herausforderung.

In der modernen Unterhaltungs-/Trivialliteratur wird meist zu großzügig gewechselt. Damit der Leser sich bloß nicht langweilt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Belfort
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 651
Wohnort: tief im Herzen


BeitragVerfasst am: 01.06.2015 09:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin kein Belletristik-Experte, aber mein Gefühl sagt mir: wenn der Perspektivwechsel erstmalig auf, sagen wir: Seite 184 erfolgt, wäre das zu spät.

Ich würde empfehlen, dann häufiger zu wechseln, also quasi die Freundin zu einer "Haupt-Nebenfigur" zu machen und von Anfang an in wechselnden Perspektiven zu erzählen. Die Frage ist, ob bei der Story nicht ohnehin eigentlich die Freundin die Hauptperson ist, die ja aktiv werden muss, um die Entführte zu finden...

Meine eigene aktuelle Geschichte ist in wechselnden Erzählperspektiven verfasst, aber das zieht sich von Anfang an durchs ganze Buch und ist kapitelweise getrennt. Ich will allerdings nicht verhehlen, dass das die Geschichte nach Aussage mehrerer Agenten schwerer verkäuflich macht. Es ist aber in meinem Fall nötig, um die Handlung entsprechend erzählen zu können, da Protagonist und Antagonist sich nur ab und zu begegnen und in den getrennten Momenten auf beiden Seiten entscheidende Handlungen geschehen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
nothingisreal
Geschlecht:weiblichPapiertiger


Beiträge: 4595
Wohnort: unter einer Brücke


BeitragVerfasst am: 01.06.2015 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

Beim Leben meine Schwester war mein erstes Buch - sagen wir vor 10 Jahren - das wecgselnde Perspektiven hatte. Da war ich erstmalig verwirrt. Aber seit diesem Buch ist es mir egal, ob's in einer oder zehn Perspektiven geschrieben ist. Solange es zur Geschichte passt ...
Ich schreibe ja an zwei Büchern. In einem habe ich um die 20 Charaktere. Wenn ich nur einen ausgewählt hätte - ich könnte auch nicht sagen, wer das gewesen wäre - müsste ich umständlich schreiben, woher er die ganzen Infos hat. Ich glaube, die ganze Geschichte hätte nicht funktioniert. Beim anderen Buch habe ich nur ein Prota und ein Wechsel der Perspektive würde zu viel verraten und die Geschichte würde wieder nicht funktionieren.
Daher: Wenn es zur Geschichte passt, wechsle die Perspektive. Anderfalls lass es sein.


_________________
"Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten." - William Somerset Maugham
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Kris
Eselsohr


Beiträge: 465



BeitragVerfasst am: 01.06.2015 12:21    Titel: Antworten mit Zitat

So lange sich der Perspektivwechsel logisch erklärt,
in diesem Fall durch die Entführung, finde ich
ihn völlig unproblematisch und die Leser werden sicher
folgen können.

Spannend wird es dann im Verlauf der Geschichte.

"Springst" Du von einem Mädchen zum anderen?

Sind die Ereignisse während der Entführung wichtig oder
ist das Mädchen dann einfach "weg"?

Bleibt die Freundin diejenige, aus deren Perspektive
die Geschichte zu Ende erzählt wird?

Solange ich als Leser folgen kann und genau weiß, wo bzw.
bei welchem Protagonisten ich mich befinde, kannst Du
meiner Meinung nach hin und her wechseln, wie es die Geschichte
verlangt.

Ist ja auch gar nicht sooo ungewöhnlich. In Krimis kommt das oft vor,
dass gegen Ende einer in die Fänge des Täters gerät und der Autor
zwischen dem Gefangenen und dem Rettungstrupp/Helden hin und
her springt. Wink
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
asriel66
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 55
Beiträge: 185
Wohnort: Katzenhausen


BeitragVerfasst am: 01.06.2015 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Perspektivwechsel kann die Geschichte lebendiger machen. Die Kunst wird sein in der jeweilige Perspektive zu bleiben und den Fluss der Geschichte nicht unterbrechen.

Hier gab es viele Antworten die Zeigen das es kein NoGo ist. In meiner Geschichte arbeite ich auch mit einem Perspektivwechsel. Zu Beginn habe ich es bei einer Perspektive gelassen, den zweiten Handlungsstrang habe ich aufgedröselt und neu überarbeitet.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
XFranzi
Schneckenpost


Beiträge: 10



BeitragVerfasst am: 01.06.2015 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ich persönlich würde mich KeTam anschließen. Mach es nach deinem Gefühl.

Wenn du dir komplett unsicher bist (und die nötige Zeit hast) dann probiere doch einfach beides aus und schau, wobei du dich sicherer fühlst. So mach ich das immer.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
asriel66
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 55
Beiträge: 185
Wohnort: Katzenhausen


BeitragVerfasst am: 02.06.2015 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

Mir hat es auch geholfen Bücher zu lesen, mit der Erfahrung kommt auch das Handling die "richtige" Perspektive für seinen Roman zu wählen. ich hab mal ne Passage genommen und sie in verschiedenen Perspektiven durchgespielt, da hab ich ganz schnell bemerkt was geht und was sich gar nicht gut "angefühlt" hat... sonst kann ich mich vielem anschließen was hier schon geschrieben wurde...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
tokidoki
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen

Alter: 37
Beiträge: 49



BeitragVerfasst am: 04.06.2015 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt viele erfolgreiche Bücher, die nur funktionieren, weil die Perspektive immer wieder gewechselt wird. (z.B. game of thrones)

So lange die Geschichte in sich schlüssig bleibt und der Leser klar erkennt, welches Mädchen gerade erzählt sollte es kein Problem sein
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Malaga
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 897



BeitragVerfasst am: 02.07.2015 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

Interessant dazu der Text von Katerina Poladjan, Es ist weit bis Marseille, in Klagenfurt, im Rahmen des Bachmannpreises 2015.
Perspektivwechsel schon nach wenigen Zeilen.
Gut, wurde auch von einigen Jurymitgliedern deshalb kritisiert, aber immerhin, der Text konnte es so weit bringen, trotz dieses Tabubruchs.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Willebroer
Geschlecht:männlichPapiertiger


Beiträge: 4529
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 02.07.2015 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Malaga hat Folgendes geschrieben:
Interessant dazu der Text von Katerina Poladjan, Es ist weit bis Marseille, in Klagenfurt, im Rahmen des Bachmannpreises 2015.
Perspektivwechsel schon nach wenigen Zeilen.
Gut, wurde auch von einigen Jurymitgliedern deshalb kritisiert, aber immerhin, der Text konnte es so weit bringen, trotz dieses Tabubruchs.


Schafft man es denn OHNE Tabubruch überhaupt nach Klagenfurt???
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Gießkanne
Geschlecht:weiblichVolle Kanne ungeduldig

Alter: 20
Beiträge: 713
Wohnort: Nicht mehr in deiner Welt


BeitragVerfasst am: 04.07.2015 20:52    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben!
Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten. Sie haben mir weitergeholfen.
Eure Gießkanne


_________________
Die Schlacke einer verbrannten Liebe im Hochofen des Herzens ist ein Nebenprodukt, das man so schnell leider nicht loswird.
Mogmeier
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Selbsthilfe -> Plot, Handlung und Spannungsaufbau Alle Zeiten sind GMT - 11 Stunden
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2



 
 Foren-Übersicht Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.
In diesem Forum darfst Du Ereignisse posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen

Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Perspektivenwechsel nach Tod des Prot... Tinkerbell263 Plot, Handlung und Spannungsaufbau 11 05.09.2021 17:10 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Perspektivenwechsel kapitelweise gold Impulse Prosa 23 26.12.2020 21:43 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Perspektivenwechsel weltensegler Zehntausend 11/2016 19 01.12.2016 20:00 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge J.K.Rowling-Ein plötzlicher Todesfall... Anabelle Konkrete Buchtitel und Autoren 3 04.11.2012 22:20 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Perspektivenwechsel im Krimi adelbo Genre, Stil, Technik, Sprache ... 6 03.09.2012 18:52 Letzten Beitrag anzeigen

BuchBuchEmpfehlungBuchEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungBuchBuch

von JJBidell

von JJBidell

von nicolailevin

von Leveret Pale

von Minerva

von Piratin

von Violet_Pixie

von Scritoressa

von hexsaa

von Humpenstemmer

Impressum Datenschutz Marketing AGBs Links
Du hast noch keinen Account? Klicke hier um Dich jetzt kostenlos zu registrieren!