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verlorene Hand


 

 
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Autor Nachricht
Satara Holmes
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber

Alter: 21
Beiträge: 29
Wohnort: irgendwo im Nebel


BeitragVerfasst am: 27.04.2015 17:31    Titel: verlorene Hand eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Es war kurz vor 5 Uhr morgens als Madeleine, kurz Maddy, Gallagher gähnend das Haus verließ. Sie trug grau-pink Joggingschuhe, schwarze Shorts, ein pinke Neonfarbenes T-Shirts. Ihr Schulterlanges  Kastanienbraunes Haar war zu einem Hohen Pferdeschwanz gebunden und sie trug ein  weißes Cappi von Puma.
Sie zog ihre Haustür hinter sich zu und schaltete dann Musik und schritt/- und Pulsmesser ein bevor sie zu Nickelback losjoggte.
Wie jeden Morgen bog sie rechts ab und joggt die Oakley Street entlang und über die Albert Bridge entlang, wo sie einen halben Schritt schneller lief um den Battersea Park bei der Carriage Dr N. zu betreten und dann, nach der Hälfte der Strecke  in einen langsamen Laufschritt zu verfallen um wieder Luft zu bekommen.
Maddy  nahm die Kopfhörer aus den Ohren und streckte sich. Sie wollte gerade wieder ihre Musik anschalten und weiter joggen, als sie ein Geräusch hörte, ähnlich einem Hasen, der auf Plastikboden buddelt. Sie sah sich ängstlich um und entschloss sich dann dem Geräusch auf den Grund zu gehen.
Panisch zuckte sie zusammen als leichter Nieselregen einsetzte und es in der Ferne leise Donnerte.
Vorsichtig verließ sie den Hauptweg und hielt sich an den Sträuchern fest, um halt zu finden während sie sich den kleinen Abhang hinunter rutschen ließ.
Sie geriet, auf dem feuchten Erdboden ins Schwanken, stolperte und rutschte den restlichen Abhang hinunter.
„Autsch!“
Mühsam richtete sie sich wieder auf und klopfte sich den Dreck an den Shorts ab und sah dabei das Blut an ihren Händen, konnte aber, außer ein paar Schrammen keine Blutende Wunde entdecken.
Maddy ging in die Hocke und schob das Laub beiseite.
Ihr entfuhr ein spitzer Schrei, als sie plötzlich ein abgetrennte, blutige Hand, auf dem Boden entdeckte, der der Ring/und der Mittelfinger fehlte. Erschrocken erklomm sie den Abhang und ließ sich auf die Taufrische Wiese fallen, als ein rascheln erklang sah sie sich fast panisch um, konnte aber niemanden entdecken.
Sie wischte sich die Hände ab und rief dann den Notruf.
„Notruf! Was kann ich für Sie tun?“
„ich habe eine… eine Hand gefunden, da war so viel Blut…so viel Blut!“
„Bitte beruhigen Sie sich. Wie heißen Sie, und wo befinden Sie sich momentan?“
„Ich heiße Madeleine Gallagher. Ich befinde mich im Battersea Park, etwa auf der Mitte der Carriage Dr N.“
„Gut. Bleiben Sie wo Sie sind. Ich schicke Ihnen eine Streife.“



_________________
"Eigentlich dürfte ja sowieso nichts existieren", meinte der Selbstmörder, "also stelle ich ganz einfach den normalen Zustand wieder her.
Wolfgang J. Reus
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Christof Lais Sperl
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 58
Beiträge: 509
Wohnort: Hangover
Der silberne Roboter


BeitragVerfasst am: 27.04.2015 18:09    Titel: Beautiful text Antworten mit Zitat

Gern gelesen. Aber die englischen Bezeichnungen wirken wie gestelzt. Willst du die Story wirklich im Angloraum spielen lassen, dann streue die Begriffe besser nach und nach ein. Cls

_________________
Lais
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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3353

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 27.04.2015 22:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Satara Holmes,

ich war kurz davor, endlich mal wieder etwas zu einem Text zu schreiben, zu diesem nämlich. Im Gegensatz zu Christof Lais Sperl hätte meine Kritik wohl eher mit "Das geht so leider nicht" angefangen.

Dass ich jetzt doch nichts schreibe, liegt daran, dass ich keine Lust habe, ins Leere zu schreiben. Der Verdacht, ins Leere zu schreiben, liegt nahe, da du auf die Kritiken zu deinem anderen Werkstatttext bisher auch noch nicht eingegangen bist.
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Papa Schlumpf
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 60
Beiträge: 375
Wohnort: Friedersdorf


BeitragVerfasst am: 28.04.2015 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Satara,
auf die Gefahr hin, dass hobbes ins Schwarze traf, will ich trotzdem etwas da lassen. Weil der Text viele Tücken aufweist. Das beginnt im ersten Satz.
 
Zitat:
als Madeleine, kurz Maddy, Gallagher
Üblicherweise positioniert man den Rufnamen ganz hinten und nicht mitten hinein.
Zitat:
Sie trug grau-pink Joggingschuhe, schwarze Shorts, ein pinke Neonfarbenes T-Shirts.
Wer trägt denn sowas? Pink darf Roger Waters mit seinen Männern oder der Panther, besonders mit Peter Sellers. Im Deutschen kommst Du damit in die Grammatikhölle. Weil das ein Fremdwort ist, für das es eine sehr deutsche Entsprechung gibt: rosa. "Neonfarben" ist erstens ein Adjektiv und deshalb klein zu schreiben und zweitens eine Unmöglichkeit. Neon ist ein farbloses Edelgas. Die Deklination von "pink" stimmt jedenfalls gar nicht.
Zitat:
war zu einem Hohen Pferdeschwanz gebunden und sie trug ein weißes Cappi von Puma.
Der hohe Pferdeschwanz ist kein Eigenname (sonst Anführungszeichen) und wird klein geschrieben, und Cappi ist inkonsequent. Meinst Du ein Käppi oder Schiffchen, wie ich es beim Militär tragen musste, oder ein Basecap, kurz Cap, das ganz anders aussieht? Und Puma-Werbung war drauf. Spielt das in Deiner Geschichte noch irgendeine Geige? Ist das Outfit der Protagonistin so wesentlich, ihm einen ganzen Absatz zu widmen? Das "und" in diesem Satz hat eine Chance verdient, zum Punkt oder wenigstens zum Komma aufzusteigen. So wirkt das irgendwie aneinandergepappt.
Zitat:
Sie zog ihre Haustür hinter sich zu und schaltete dann Musik und schritt/- und Pulsmesser ein bevor sie zu Nickelback losjoggte.
Warum "ihre" Haustür. genügte nicht "die"? Wieder ein unmotiviertes "und", ein Komma diente besser, ein überflüssiges "dann", ich verwendete MP3-Player, ist aber Geschmackssache, noch ein und, das besser als Komma stünde, dann wäre groß und ohne Schrägstrich "Schritt-" zu schreiben, nach "ein" gehört ein Komma, wer zum Henker ist "Nickelback"(kanadische Rockmusik?) und "losjoggen" ist keine gebräuchliche Vokabel. Jetzt fällt mir ein, meintest Du, sie beschallt sich mit "Nickelback", während sie läuft? Was so ein paar Satzzeichen ausmachen können.
Der folgende Satz ist nicht nur lang, voller belangloser Informationen und fehlender Kommata, ich fand diese Perle:  
Zitat:
joggt die Oakley Street entlang und über die Albert Bridge entlang,
Alles steht im Präteritum, nur bei "joggte" fehlt das e, "entlang ... entlang" werte ich als Missgriff.
Nach Deinem ersten, ambitionierten Text bin ich hier enttäuscht. Die Kommasetzung ist mangelhaft, gut, geschenkt, aber auch viele andere grammatikalische Regeln ignorierst Du. Vielleicht sind das auch nur massenhaft Tippfehler. Oder Niesel und Donner, das funktioniert meteorologisch nicht. Es sei denn, du lässt etwas ganz anderes donnern. Oder unmittelbare Wiederholung von ganzen Wendungen (den Abhang hinunter rutschen). Vielleicht ist es besser, Du siehst Dir den Text nochmal durch. Denn extrahiere ich die Essenz, so bleibt eine sehr interessante Idee, und von der will ich mehr lesen.
LG
P. S.


_________________
Nicht alles, was wir bewirken, haben wir auch gewollt.
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Uibui
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 39
Beiträge: 92
Wohnort: Dublin


BeitragVerfasst am: 30.04.2015 13:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo smile

Also was mir an dem Text als erstes aufgefallen ist, waren die vielen Rechtschreib- und Kommafehler.

Weiterhin fand auch ich die englischen (amerikanischen?) Namen irgendwie gekünstelt und nicht passend.

Inhaltlich fand ich den Text jetzt nicht besonders spannend, aber da kann ja noch werden.

Grüße
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Yksin
Sonntagsschreiber


Beiträge: 13



BeitragVerfasst am: 01.05.2015 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Du hast ganz schön viel Feedback erhalten. Da wir uns in der Werkstatt befinden, möchte ich meinen Senf auch noch abgeben. Lass den Kopf nicht hängen. Mit 16 bist du noch ganz am Anfang und hast sehr viel Zeit für deine Schreibe. Aber du musst schon aktiv mitarbeiten. Es bringt dich keinen Schritt weiter, wenn du alle paar Wochen einen neuen Text ins Dsfo stellst. Stattdessen solltest du auf das Feedback der Leser eingehen und eine überarbeitete Version ins Forum bzw. in den Thread stellen.

Zitat:
Es war kurz vor 5 Uhr morgens als Madeleine, kurz Maddy, Gallagher gähnend das Haus verließ.


Der Satz liest sich ein bisschen holprig. Lies dir den Satz mal selber laut vor.  Jetzt dürftest du einen Knoten in der Zunge haben.
Du könntest den ersten Satz viel schöner anfangen. Vor allem viel atmosphärischer und lebendiger. War ist ein Hilfsverb. Immer wenn du ein war, haben, hatten in deinem Text findest, solltest du dir überlegen, ob es nicht ein stärkeres Verb gibt. Denn war liest sich total langweilig und vor allem ist es nichtssagend. Natürlich sollst du nicht jeden Satz, der ein -war- beinhaltet, herzlos löschen oder umständlich verstellen. In der Schreiberei steht die Verständlichkeit an der ersten Stelle. Vor allem, wenn es um Unterhaltung geht, (Thriller, Liebe, Fantasy, Krimi etc.) Gut merken. Verständlichkeit geht vor! So wie rechts vor links. Da gibt es auch keine Ausnahmen.
Immer wenn du irgendwo ein Hilfsverb entdeckst (war, haben, hatten), sollten dir folgende Gedanken durch den Kopf schießen:
- Kann ich den Satz umstellen oder leicht verändern und das Hilfsverb dadurch eliminieren? (Einfach ein wenig mit den einzelnen Satzgliedern spielen. Das Ende mal an den Anfang, die Mitte ans Ende usw. Oft hat sich das Problem dann in Luft aufgelöst)
- Gibt es ein passendes, aussagestärkeres Verb?
- Könnte ich den Satz in Show »umwandeln«? Zeigen, nicht beschreiben.
Der letzte Punkt ist sehr wichtig. Zeig uns, dass es so früh am Morgen ist. Du musst nicht unbedingt die Uhrzeit nennen, du kannst uns auch zeigen, dass es erst kurz vor fünf ist.
Auch die Stelle mit dem Namen finde ich unpassend. Schreib doch einfach Maddy hin. Muss es unbedingt Madeleine Gallagher sein? Die Info kannst du uns auch später geben. Maddy reicht vollkommen aus.
Gähnend ist ein Partizip. Überall wo ein Partizip das Tageslicht erblickt, ist der Text höchstwahrscheinlich sehr passiv, erzählend. Die deutsche Sprache ist gar nicht so leicht. All die Regeln und so weiter. Ich mach es mir deswegen sehr leicht.  Beim Schreiben ignoriere ich alle Regeln. Sei es Grammatik, - und Rechtschreibregeln oder »Schriftstellerregeln«. Erst beim Überarbeiten kommt mein Kritiker raus. Jedes war, hatte und habe etc. wird angestrichen und begutachtet. Könnte ich das war streichen, wenn ich den Satz umstelle oder lebendiger (Show) schreibe? Mir macht das sehr viel Spaß. Ist eigentlich wie ein Kreuzworträtsel und ich würde mir wünschen, dass es im Handel solche Übungsbücher geben würde. Manche spielen Sudoku, andere lösen Rätsel und ich würde gerne jedes Hilfsverb und jeden »nicht lebendigen« Satz streichen.
Danach kommt jedes Adjektiv/Verb mit einem -end am Ende, unter das Messer.
Klingt nach sehr viel Arbeit. Aber es ist wirklich halb so schlimm. Es macht sogar richtig viel Spaß.
Aber vergiss nie: So bald sich der Satz gestellt anhört, das Ersatzwort für war überhaupt nicht in den Satz passt, lass das Hilfsverb (war etc.) stehen. Die Verständlichkeit ist wichtiger.
Zitat:
Sie trug grau-pink Joggingschuhe, schwarze Shorts, ein pinke Neonfarbenes T-Shirts. Ihr Schulterlanges  Kastanienbraunes Haar war zu einem Hohen Pferdeschwanz gebunden und sie trug ein  weißes Cappi von Puma.


Also ist Maddy ein buntes Mandala? Soo viele Adjektive. Gar nicht schön. Natürlich soll der Leser wissen, wie Maddy aussieht. Aber hier sind viel zu viele Informationen auf einmal. Wenn man sich den Satz durchliest, kann man sich Maddy vorstellen. Aber drei Sätze später hat man es vergessen. Lass dir beim Beschreiben Zeit und verteil es sinnvoll. Nicht immer muss der Leser wissen, wie der Prota bis ins kleinste Detail aussieht. Ich bin ein Fan davon die Beschreibungen mit Show zu verbinden. Statt: Sie trug graupink Joggingschuhe, würde ich wohl beschreiben, wie sie ihre Schuhe bindet. Das weiße Cappy könnte sie zurechtrücken und so weiter. Ist natürlich Geschmackssache und in vielen Romanen wird vieles einfach nur »langweilig« beschrieben. Sein brauner Bart. Seine roten Augen. Das Nike T-Shirt. Andere Bücher hingegen legen viel Wert auf knackige und lebendige Beschreibungen. Die müssen nicht einmal viel länger als der »originale« Satz sein. Wie auch immer. Weniger Adjektive, Beschreibungen sinnvoll aufteilen und in die Handlung einfügen.
Oft reicht es auch einfach nur aus, wenn du ein Wort benutzt, welches die Situation bzw. die Beschreibung perfekt trifft. Hier wäre das Wort Laufbekleidung vollkommen ausreichend. Der Leser will sich auch selber ein Bild machen. Immerhin regst du als Autor die Fantasie an, aber du solltest dem Leser auch ein wenig Spielraum lassen und ihm nicht alles bis ins kleinste Detail beschreiben.
Achte drauf, wie es andere Autoren machen. Manche bauen ihre Beschreibungen in die Handlung ein und beschreiben sehr lebendig, also mit Show und beschreiben dann auch nur die wichtigsten, markantesten Stellen. Der Rest bleibt dem Leser überlassen.
Manche machen es so wie du - was aber die schlechteste Möglichkeit ist, meiner Meinung nach. Da vergisst man die Hälfte eh wieder.
Andere versuchen einfach für die Beschreibung ein treffendes Synonym zu finden. Also ein Wort, das die Person, den Gegenstand perfekt beschreibt. Oder zumindest so beschreibt, dass sich der Leser selber ein Bild davon machen kann.
Ich bevorzuge Möglichkeit 1 und 3 oder eine Mischung darauß. Möglichkeit 2 erinnert mich immer an Malkästen...

Zitat:
Sie zog ihre Haustür hinter sich zu und schaltete dann Musik und schritt/- und Pulsmesser ein bevor sie zu Nickelback losjoggte.

Auch hier wieder sehr umständlich geschrieben.
Lies dir den Satz laut vor. Achte auf die unds. Du wirst es dann ganz schnell merken smile
  
Zitat:
Wie jeden Morgen bog sie rechts ab und joggt die Oakley Street entlang und über die Albert Bridge entlang, wo sie einen halben Schritt schneller lief um den Battersea Park bei der Carriage Dr N. zu betreten und dann, nach der Hälfte der Strecke  in einen langsamen Laufschritt zu verfallen um wieder Luft zu bekommen.


Argh. So viele Informationen. Oakley Street, Albert Bridge ... Ich finde diese ganzen Namen schrecklich verwirrend. Vor allem sagen mir die Straßen nichts.
Wie jeden Morgen bog sie rechts ab [..] nach der Hälfte der Strecke in einen langsamen Laufschritt zu verfallen.
Geh nicht davon aus, dass der Leser weiß wo sich die Oakley Street befindet. Wie sieht die Oakley Street aus? Wer ist Albert und warum wurde eine »Bridge« nach ihm benannt? Mach es dir einfacher und beschreib ihre Router allgemeiner. Welche Häuser befinden sich an der Oakley Street? Oder sind es gar Hochhäuser? Ist es ein »typischer« Vorort? Versuch ein Bild zu erschaffen, aber greif dabei nicht auf unendlich viele Namen zurück. Du kannst die Oakley Street erwähnen, aber dann solltest du sie auch zumindest kurz beschreiben. Was macht die Oakley Street aus? Lass dir Zeit. Du musst ihre ganze Laufroute nicht in einem Satz abhandeln. Du kannst dafür ruhig vier, fünf oder mehr Sätze verwenden.

Zitat:
Maddy  nahm die Kopfhörer aus den Ohren und streckte sich. Sie wollte gerade wieder ihre Musik anschalten und weiter joggen, als sie ein Geräusch hörte, ähnlich einem Hasen, der auf Plastikboden buddelt.


Wieso nahm sie die Kopfhörer aus den Ohren? Hatte sie schmerzende Ohren? So liest es sich, als würde der Autor »krampfhaft« nach einer Möglichkeit suchen, um das Geräusch in die Geschichte einzubauen. Du schreibst viel zu distanziert. Dazu nachher mehr. Aber vorab: Lass dir Zeit. Auch wenn es immer heißt: kürzen! kürzen! kürzen!
Zu viel kürzen ist schlecht. Weil dann liest sich ein Text kalt, monoton, langweilig und es fehlt Etwas. Und weißt du was fehlt? Der eigene Schreibstil. Also, lass dir Zeit. Wir sind jetzt beim sechsten? siebten Satz? Ich hätte bis hierhin fünfzehn Sätze verwendet, wenn nicht mehr.
Kürzen ist natürlich wichtig. Aber richtiges Kürzen ist unglaublich schwer. Inhaltliche Kürzungen sollten schon in der Rohfassung gar nicht erst auftreten. Wenn du ordentlich plottest, sollte es keine zähen Strecken geben. Sätze hingegen kann man hingegen sehr oft kürzen und darauf sollte man auch achten.

Mir gefällt aber diese Beschreibung sehr gut: , als sie ein Geräusch hörte, ähnlich einem Hasen, der auf Plastikboden buddelt.
Sehr schöne Beschreibung. Da kann man sich was vorstellen. Auch wenn das Geräusch eklig klingt.

Zitat:
Panisch zuckte sie zusammen als leichter Nieselregen einsetzte und es in der Ferne leise Donnerte.


Hier zum Beispiel. Da könnte man sehr viele Wörter streichen.
Wenn jemand zusammenzuckt, dann hat er sich erschreckt, dann ist er überrascht, whatever. Also ist panisch nicht nötig. Mit der »Zuckreaktion« zeigst du uns doch, dass sie sich erschreckt - panisch reagiert. Verstehst du, was ich meine?
Nieselregen ist immer »leicht«.
Und wenn etwas in der Ferne donnert, ist es meistens auch leise - außer es ist ein Drache. Deswegen könntest du leise auch streichen.

Sie zuckte zusammen, als es in der Ferne donnerte und der Nieselregen einsetzte.

Ich weiß, wieso du leicht benutzt hast.
Sie zuckte zusammen, als der Nieselregen einsetzte und es in der Ferne donnerte.
Durch das gestrichene leicht liest sich der Satz nicht mehr so schön.
Sie zuckte zusammen, als ein leichter Nieselregen einsetzte und es in der Ferne donnerte.

Eine knifflige Sache.
Ich hätte den Satz wohl ganz anders geschrieben. , als es in der Ferne donnerte, will mir gar nicht gefallen.
, als der Niesel...
sagt mir auch nicht zu.
Da würde mir die Variante, als leichter Nieselregen ..., am besten gefallen. Vielleicht könnte man ein stärkeres Adjektiv suchen. Wenn jemand zuckt, dann erschreckt er sich oder so...
, als kalter Nieselregen
eventuell.
Na, zum Glück ist das nicht mein Satz lol2 Ich hoffe du siehst, was man alles aus einem Satz machen kann/könnte. Mir machen solche Überarbeitungen sehr viel Spaß. Dir vielleicht auch? Das richtige, stärkere Wort finden ist immer eine sehr spannende und lehrreiche Geschichte. Wichtig ist aber, dass man es nicht übertreibt. Bevor sich der Satz wie ein Fremdkörper in die Geschichte einschleicht, sollte man den einfachsten Satz wählen.
»Sie zuckte zusammen, als ein leichter Nieselregen einsetzte und es in der Ferne donnerte.«

Zitat:
Vorsichtig verließ sie den Hauptweg und hielt sich an den Sträuchern fest, um halt zu finden während sie sich den kleinen Abhang hinunter rutschen ließ.


Dir fehlt noch die Schreibroutine und du solltest mehr Bücher lesen bzw. genauer lesen. Schau dir ab, wie es andere Autoren machen.
Du hast in deinem Kopf eine genaue Vorstellung. Du weißt wie der Ort aussieht, der Leser aber nicht. Ich wusste gar nicht, dass sich Maddy auf der Hauptstraße befindet und der Abhang ist mir auch neu.
Versuch dein Bild im Kopf so auf das Papier zu bringen, dass der Leser das gleiche Bild im Kopf - oder zumindest ein Ähnliches. Es sollte in die gewünschte Richtung gehen. Hättest du ihre Laufstrecke bisschen genauer beschrieben, wäre ich jetzt nicht aus der Geschichte »geflogen«.
Achte auch auf deine unds. Ich würde nach Hauptweg ein Punkt setzen. Dann würde ich den Satz in einen stärkeren Satz umschreiben. Wie verlässt man vorsichtig eine Hauptstraße? Du meinst wahrscheinlich in geduckter Haltung.

Zitat:
Ihr entfuhr ein spitzer Schrei, als sie plötzlich ein abgetrennte, blutige Hand, auf dem Boden entdeckte, der der Ring/und der Mittelfinger fehlte. Erschrocken erklomm sie den Abhang und ließ sich auf die Taufrische Wiese fallen, als ein rascheln erklang sah sie sich fast panisch um, konnte aber niemanden entdecken.

Der erste Satz ist wieder so unglaublich passiv. Achte auch auf deine unds. Lies dir den ersten Satz laut vor. Wieso ist der erste Satz so erzählend/passiv? Ihr entfuhr ..., Daran liegt es. Da gibt es sicherlich irgendeine Regeln in der deutschen Sprache. Leider kenne ich mich da nicht so aus. Aber gefühlsmäßig merkt man es sofort. Du könntest viel aktiver schreiben. Pass auf. Maddy schrie, als sie eine abgetrennte Hand ... Merkst du es? Ich habe den Anfang komplett umschrieben und schon liest es sich flüssiger, lebendiger. Ein spitzer Schrei ist auch ein kreischen. Wenn der Schrei unbedingt spitz sein soll, könnte man es auch so schreiben: Maddy kreischte, als ...
Auch der nächste Satz ist wieder sehr passiv und erzählend. Wieso nicht so?
Sie/Maddy kletterte/krabbelte/whatever den Abhang hinauf und ließ sich auf die taufrische Wiese fallen. Ihre Brust schmerzte ... Ihr Brustkorb hob ... Ihr Körper zitterte ... Whatever. Sie hörte etwas/im Abhang/im Busch/whatever rascheln. Maddy richtete ... Sie sah sich ... Ich schreib schon seit einigen Jahren nicht mehr. Aber bemerkst du den Unterschied? Ich schreib lebendiger. Ich versuch nicht in einen Satz zehn verschiedene Informationen zu packen.
Zitat:

Sie wischte sich die Hände ab und rief dann den Notruf.
„Notruf! Was kann ich für Sie tun?“

Ruf mal bei der Feuerwehr oder bei der Polizei an. Melden die sich wirklich so? Ist nur Spaß. Aber denk trotzdem darüber nach. Melden die sich wirklich mit Notruf/Polizei/Feuerwehr?

Zitat:
„Bitte beruhigen Sie sich. Wie heißen Sie, und wo befinden Sie sich momentan?“
„Ich heiße Madeleine Gallagher.

Siehste, hier erwähnst du ihren ganzen Namen. Also reicht am Anfang das Maddy vollkommen aus.

Du schreibst leider viel zu distanziert. Du musst bedenken: Du schreibst aus Maddys Sicht. Da fehlen aber die Emotionen. Die persönlichen Gedanken. Du hast zuhause sicherlich ein paar Jugendbücher. Schnapp dir fünf Stück und lies dir die ersten fünf Seiten durch. Achte dabei darauf, wie die Autoren mit Beschreibungen umgehen, wann ihre Charaktere denken, wie ihre Charaktere denken. Achte auf Alles.
Hier noch ein paar interessante Links:
Ralphies Schreibwerkstatt
Ahrimans Schreibschule
Dsfopedia
Schreibübungen (Sehr nützlich!)
Jackys Blog - Schriftsteller werden

Klingt nach viel Arbeit :,D? Aber es ist halb so schlimm und vor allem hast du alle Zeit der Welt. Wenn du dich verbessern willst, solltest du dir einen Plan machen. Fang klein an. Mach ein paar Übungen. Vor allem solltest du viel Lesen - aber bewusst lesen. Auch hilft es sehr viel, wenn du im Dsfo andere Texte kommentierst. Du kannst dabei nichts falsch machen. Jeder hat eine eigene Meinung. Du kannst dich ja erst einmal auf Wortwiederholungen, holprigen Sätzen (Laut vorlesen) und Beschreibungen konzentrieren. Mit der Zeit werden dir immer mehr »Fehler« auffallen.
Ich wünsche dir noch viel Spaß beim Schreiben.
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Larsson
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 52
Beiträge: 107
Wohnort: Wakendorf I


BeitragVerfasst am: 01.05.2015 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Satara,

auch auf die Gefahr hin, Dich zu brüskieren: Dein Problem ist Deine Flusigkeit bei der Rechtschreibung! Schon vor Ende des ersten Absatzes hatten sich bei mir sämtliche Fußnägel hochgerollt und ich las dann noch ein paar Sätze weiter, um zu sehen, ob Du auch dort konsequent Groß- und Kleinschreibung nach Deinem Gutdünken verteilst und Deine "Kreativität" in der übrigen Orthographie beibehältst.
Dies war der Fall und damit habe ich den Rest Deines Textes auch nicht mehr gelesen; zum Inhalt kann ich daher nichts sagen - schade!

Arbeite bitte daran. Frohes Schaffen dabei!

Ralf
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Satara Holmes
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber

Alter: 21
Beiträge: 29
Wohnort: irgendwo im Nebel


BeitragVerfasst am: 03.05.2015 16:15    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi,

Ich danke allen fürs lesen und überarbeiten, aber ich werde den Text weder weiterschreiben, noch überarbeiten. Traut es euch zu sagen, er ist verdammt schlecht.Bitte entschuldigt, dass ihr euch die Mühe gemacht habt ihn zu lesen und zu verbessern und ich jetzt einfach aufgebe.

LG S.H


_________________
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Wolfgang J. Reus
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