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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Das größte Abenteuer


 

 
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Anton Maurer
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 29
Beiträge: 21
Wohnort: Baden bei Wien


BeitragVerfasst am: 29.03.2015 00:49    Titel: Das größte Abenteuer eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Grüß euch!

Ich habe heute einen Text geschrieben und möchte diesen hiermit eurer geschätzten Kritik aussetzen. Wink

Wie sich am Text unschwer erkennen lässt, bin ich aus Österreich. Die Stadt Graz, um die es geht, kennt vermutlich nicht jeder, deshalb möchte ich kurz die im Text angedeuteten Sehenswürdigkeiten erklären. Es handelt sich dabei um den Grazer Schlossberg samt Höhlen und Uhrturm (oben drauf) und das eher futuristisch anmutende Grazer Kunsthaus. Kernöl ist eine steirische Spezialität.

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Das größte Abenteuer

Ich hatte die ganze Welt bereist, hatte jahrelang auf einer einsamen Insel ausgeharrt, im Hundeschlitten siebzehnmal die Welt umrundet, mit tollwütigen Krokodilen gekämpft und mit Amerikanern unter einem Dach gelebt. Und dann fühlte ich, dass das noch nicht alles gewesen sein konnte. Dass ich bereit war für das ganz große Abenteuer. Ich packte meine Sachen und fuhr nach Graz.

Kaum angekommen, erlebte ich auch schon die erste Überraschung. Die Erkenntnis traf mich wie ein Blitz: In dieser Stadt lebten Menschen! Ziemlich viele Menschen sogar, alle wuselten durcheinander und wussten offenbar genau, wo sie hinwollten.

Es faszinierte mich, dass es Menschen gab, die sich dazu entschlossen hatten, unter diesen Bedingungen zu leben. So weit weg vom Wiener Prater, vom Schloss Schönbrunn und vom Stephansdom. So weit weg von uns Wienern! Ohne jede Kultur und ganz ohne… Ohne was eigentlich? Geschäfte schien es auch hier zu geben, ich sah eine Metzgerei, in der rohes Fleisch verkauft wurde. Später ging ich an einigen Tischen und Sesseln vorbei, in Wien würde man es ein Straßencafé nennen. Bei 18 Grad saßen die Menschen hier auf der Straße und aßen Torte. Die mussten Frostschutzmittel im Blut haben, oder Kürbiskernöl.

Das Schicksal hatte diese Menschen hart gemacht, rund um mich sah ich lauter verwegene Gestalten. Ein Mann kam mir entgegen, er schaute wild und gefährlich aus. Der tägliche Kampf ums nackte Überleben hatte sich tief in sein Gesicht eingegraben. Was mochte in diesem Menschen vorgehen, was fühlte er? Hatten die Bewohner dieser Stadt Gefühle?

Als es Nachmittag wurde, schienen plötzlich alle Leute einem bestimmten Ort zuzustreben. Ich beschloss, ihnen zu folgen, wobei ich stets darauf bedacht war, in Deckung zu bleiben. Meine Vorsicht zahlte sich aus, denn der Spaziergang endete vor einer senkrechten Felswand mit einem großen Loch. Eine Opferstätte? Einige der Menschen, die in dem Loch verschwanden, trugen kleine Rucksäcke. Und da verstand ich: Die beklagenswerten Einwohner dieser Stadt, jedenfalls ein großer Teil von ihnen, lebten in diesem Höhlensystem. In den Rucksäcken trugen sie alles mit sich, was sie besaßen. Recht viel mehr als eine Flasche mit sauberem Trinkwasser (vermutlich von Hilfsorganisationen aus Wien gespendet) konnte das nicht sein. Ich war erschüttert. Durfte ich diese Menschen ihrem Schicksal überlassen? Vielleicht konnte ich sie irgendwie aufheitern? Sollte ich ihnen ein Eis kaufen?

Auf dem höchsten Gipfel von Graz hatten erfahrene Baumeister einen hohen Turm errichtet, um das gelobte Land (Wien) wenigstens sehen zu können. Ein aussichtsloses Unterfangen! Von der Turmspitze konnte man lediglich die Stadt sehen, ein Anblick, an Trostlosigkeit kaum zu überbieten.

Ich beschloss, vor meiner Abreise noch einen Blick auf jenes dreckige Gewässer zu werfen, das Mur genannt wird, bog irgendwo um eine Ecke und erstarrte. Vor mir lag ein großes Etwas, ein Etwas, das aussah wie ein Organ, wie ein deformiertes menschliches Herz. Nur war dieses Herz mindestens zehn Meter hoch und fünfzig Meter lang. Ich merkte, wie meine Knie weich wurden, denn plötzlich begann dieser ganze Irrsinn, den ich seit dem Morgen gesehen hatte, Sinn zu machen. Die Puzzleteile in meinem Kopf ergaben ein großes Ganzes, schlagartig wurde mir klar: In Graz herrschte ein atomarer Winter. Deshalb war es hier so kalt, deshalb verbarrikadierten sich die Menschen in einer Höhle, deshalb lag hier dieses aufgequollene Organ. Meine Knie wollten mich nicht mehr tragen, deshalb klammerte ich mich an einen Wegweiser. „Kunsthaus Graz“ stand darauf geschrieben, aber für Kunst hatte ich jetzt keine Zeit. Ich hatte genug gesehen und verließ diese Stadt, so schnell ich konnte.

Auf dem Heimweg beruhigte ich mich allmählich, mein Puls raste nicht mehr, und als Wien näher rückte, schöpfte ich neue Hoffnung. Ich würde mich dekontaminieren lassen, und dann würde ich die Wiener Gegend nie mehr verlassen, nicht um alles in der Welt. Graz und der ganze Rest von Österreich waren für mich nun Sperrgebiete, schwarze Flecken auf meiner Landkarte. Sie kümmerten mich nicht mehr.



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Willebroer
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2586
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 29.03.2015 01:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anton,

erst mal willkommen im Forum! Smile

Es ist eigentlich eine sehr hübsche und lustige Geschichte. Vor allem der Anfang, der an Tucholsky oder Mark Twain erinnert.

Ich sehe allerdings einen deutlichen Bruch in der Perspektive des Erzählers, der am Anfang als überlegener Spötter daherkommt - und man weiß, wie es gemeint ist. Dann aber stellt er sich unerwartet (und unpassend) dumm und weiß die einfachsten Dinge nicht mehr einzuordnen. Das scheint mir nicht ganz zu passen.

Gruß W. Smile
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Papa Schlumpf
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 58
Beiträge: 364
Wohnort: Friedersdorf


BeitragVerfasst am: 29.03.2015 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Anton,
so schnell kanns gehen, eben noch auf dem Roten Teppich ...
Das Beste ist der Anfang, furios und appetitanregend. Kurz und pointiert. Aber Du hältst weder den Ton noch die Treffgenauigkeit durch. Für eine Satire sind zu viele Wörter um die wenigen Pointen. Und ich bezweifle, dass es klug ist, Wien gegen Graz auszuspielen. Eine Notwendigkeit besteht nicht. Sinnfälliger scheinen Paris, Madrid und Los Alamos.
Der Rote Faden des Textes kommt mir ein wenig dünn vor, und das verstärkt den Eindruck der breiten Erzählweise. Du solltest unbedingt auf den Einsatz von Hilfsverben achten, der erscheint tendenziell inflationär. Eins noch: da gibt es ein paar Pointen, die Du verschenkst, die "verwegenen Gestalten" zum Beispiel.
Was den Erzählfluss angeht eine nette Geschichte und bereitet durchaus Freude.
LG
P. S.


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Anton Maurer
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 29
Beiträge: 21
Wohnort: Baden bei Wien


BeitragVerfasst am: 29.03.2015 22:07    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die Rückmeldungen!

Mit dem Bruch habt ihr wohl Recht, ich weiß aber nicht, wie ich das ändern könnte, ohne den Text langatmig zu machen. Um alles falsch zu interpretieren, muss ich mich eben dumm stellen. Und den Anfang möchte ich auch nicht opfern.

Wien und Graz habe ich wegen der typisch wienerischen "Großkopfertheit" gewählt. Als Wiener nimmt man Restösterreich meist gar nicht wahr.

Was meinst du mit breiter Erzählweise? Welche Hilfsverben stören dich? Ich habe überlegt, den Text im Präsens zu schreiben, damit es spannender wird und das Wort "hatte" nicht so oft vorkommt, aber dann müsste der erste Absatz im Perfekt stehen, und das klingt nicht gut.

Wie könnte ich die verwegenen Gestalten überzeugender bringen?

Herzlichen Dank für eure Zeit!


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Sue Ulmer
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 25
Beiträge: 331
Wohnort: Göttingen


BeitragVerfasst am: 29.03.2015 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

ein Wiener setzt seinen Text unserer geschätzten Kritik aus. Ich fühle mich geehrt...

Nun denn, ich bin nicht ironisch und sicher nicht gewitzt, also der letzte Mensch auf der Welt, der deine Geschichte kommentieren könnte. Nachdem ich aber versehentlich zwischen dem Lesen begann zu denken, wollte ich nicht weiter schweigen. Meine Anmerkungen sind ohnehin kurz.

Zitat:
Das Schicksal hatte diese Menschen hart gemacht, rund um mich sah ich lauter verwegene Gestalten.

Ich würde schreiben: Das Schicksal hatte diese Menschen hart gemacht, um mich herum sah ich lauter vewegene Gestalten.
Verwegen finde ich auch ein schönes Wort, nur leider nicht ganz angebracht. Sind sie wirklich verwegen oder vielleicht eher verwildert, verroht,...?

Zitat:
So weit weg von uns Wienern! Ohne jede Kultur und ganz ohne… Ohne was eigentlich?

Ich bin ja Ulmer, aber was den Grazern fehlt, weiß sogar ich. 1. Wiener Apfelstrudel 2. Donau 3. der Narrenturm (heißt er so?)

Die Dummheit des weltbereisten und überlegen schlagfertigen Mannes finde ich eigentlich sehr verzeihlich. Ulmer sind ja bekanntlich in der ganzen Welt zu Hause, egal ob Peru, Schottland, Vietnam oder Guinea Bisseau. Aber wenn wir über Donau müssen und auf einmal im bayrischen Neu-Ulm stehen, da -ja da beginnt man eben sich zu fürchten.


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Anton Maurer
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 29
Beiträge: 21
Wohnort: Baden bei Wien


BeitragVerfasst am: 29.03.2015 22:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Sue Ulmer hat Folgendes geschrieben:
Aber wenn wir über Donau müssen und auf einmal im bayrischen Neu-Ulm stehen, da -ja da beginnt man eben sich zu fürchten.


Laughing Kann ich mir lebhaft vorstellen!

Ja, den Narrenturm gibts wirklich, mit einem schaurigen pathologischen Museum drin.


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Sue Ulmer
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 25
Beiträge: 331
Wohnort: Göttingen


BeitragVerfasst am: 29.03.2015 23:18    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt da steht sogar eine Kinderleiche drin. Ausgestopft oder so ähnlich. Das nennt man dann Kultur!
Aber der Apfelstrudel ist geil


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Papa Schlumpf
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 58
Beiträge: 364
Wohnort: Friedersdorf


BeitragVerfasst am: 30.03.2015 23:54    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Anton,
meine Anmerkungen waren kurz und unpräzise, damit kann kein Mensch etwas gescheites anfangen. Deshalb noch einmal eine etwas längere Fassung.
Weshalb solltest Du den Anfang opfern? Gerade die Perspektive des Weltläufigen bei Betrachtung von Provinzialität ergibt doch diese Irrtümer, zum Beispiel bei der Völkerwanderung zu den Höhlen. Und den zugehörigen Spaß.
Die muffige Überheblichkeit der Wiener wird nicht deutlich, also funktioniert dieser Antagonismus nicht. Wien - die Krone der Schöpfung, wenn man den Wiener fragt. Wäre eine mögliche Ergänzung.
Dem Text bekäme aber eine Straffung auch ganz gut, Du findest bestimmt einige entbehrliche Informationen.
Was hindert Dich eigentlich, den Text ins Präsens und den ersten Absatz ins Imperfekt zu transformieren? Damit entfielen schon viele Hilfsverben. Und z. B. diese sind unnötig:
Zitat:
Die mussten Frostschutzmittel im Blut haben,

Hatten die Bewohner dieser Stadt Gefühle?

Durch Umformulieren oder direkt sind diese Habens zu substituieren. Auch die Formen von "Sein" lassen sich dezimieren. Das meinte ich damit, auf die Hilfsverben zu achten.
Vor den verwegenen Gestalten stehen einfach zu viele Worte. Darunter leidet der Bezug zu den harten Hunden im vorhergehenden Satz. Vielleicht reicht es schon, die verwegenen Gestalten vor zu ziehen ("Lauter verwegene Gestalten sah ich rund um").
Der "Bruch" befindet sich genau an der Nahtstelle von stark und dicht Pointiertem Anfang und dem etwas gemächlicheren Rest. Du kannst also den Anfang ausbremsen (schlechte Wahl, wenn Du mich fragst) oder den Rest aufpeppen (schwere Arbeit), indem Du kürzt oder noch treffendere Pointen ergänzt, ohne den Text länger zu machen.
Soweit. Nimm, was Du magst, den Rest vergiss.
Man liest sich.
P. S.


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Milly Gabor
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Beiträge: 6
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BeitragVerfasst am: 31.03.2015 10:02    Titel: Meine Meinung zu deiner Geschichte? Antworten mit Zitat

Lieber Anton, du erinnerst dich an mich? Blutige Anfängerin, die trotzdem versprach, deine Kurzsatire zu lesen. Das habe ich getan. Ich war noch nie in Wien oder Graze. Als ehemalige DDR-Bürgerin war ich im Harz, im Erzgebirge, in Thüringen und an der Ostsee. Ja, und dann als die Freiheit zum Greifen nah war, stellten wir fest, dass das Reisen nicht umsonst ist und vieles Andere (z. B. zwei studierende Kinder) eben wichtiger waren. Also lange Rede - kurzer Sinn: Ich habe deine Satire dahingehend verstanden, dass du den Wiener mit seinem übertriebenen Lokal-patriotismus auf die Schippe genommen hast. Du hast Phantasie. Und für eine Geschichte, die du mal eben so aufgeschrieben hast - sprich aus dem Ärmel geschüttelt - ist sie gut. Aus den fachkundigen Antworten (meine ist es nicht) hast du ja herausgelesen, dass du deine Geschichte besser machen kannst. Es gibt ja auch bekanntlich nichts, was man nicht noch besser machen kann. Herzliche Grüße von mir und ein gleichzeitiges Tschüss, ich verabschiede mich aus diesen illustren Kreisen. Ich denke, dass ich irgendwo kleiner anfangen muss. Laughing

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Mercedes de Bonaventura
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Beiträge: 2792
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BeitragVerfasst am: 31.03.2015 11:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Text über Graz, hab ich mich gefreut. Boah eh, wehe der verhunzt mir MEIN Graz, hab ich mir gedacht.
Aber Entwarnung: nur ein scheuer Blick über den Semmering, a gemächliches Altstadt Rundgangal mit Murinsel motschgern und Schlossbergplatz Leut schaun.

Gerade gelesen: http://www.amazon.de/Sechs-%C3%96sterreicher-unter-ersten-Entpiefkenisierung/dp/3550088353
(Noch unschlüssig: langsamer Wiener Walzer durch eine (teilweise) urig skizzierte Hauptstadt mit viel Würschtlstand Flair oder Klischeesammelsurium?)

Liebe Grüße,
Merci.


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Anton Maurer
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BeitragVerfasst am: 31.03.2015 23:08    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Schönen Dank für die Rückmeldungen! Das Buch von Dirk Stermann steht noch auf meiner Leseliste.

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lupus
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BeitragVerfasst am: 01.04.2015 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

Servus,

Als Steirer, der seit fast 30 Jahren in Wien lebt hat mich deine kleine Geschichte überzeugt. Alles ist angekommen, jede kleine Andeutung, jedes nur denkbare KLischee hast du ironisch eingebaut und es funktioniert. Auch wenn ich glaube, man muss Ost-Österreicher sein, damit der Text wirklich funktioniert, aber das macht ja nix. Den Bruch kann ich nicht erkennen. Es ist nämlich genau das, was dem 'weltoffenen' Wiener - natürlich wieder klischeehaft - innewohnt: Die ganze Welt gesehen, aber Graz? Wo oder was soll denn das sein? Menschen? Möglich, aber wenn dann sind das doch Wilde (hinterm Semmering). Nicht ganz grundlos wurde der Erzherzog JOhann nicht nach Italien ins politische Abseits geschickt, oder nach UNgarn oder Böhmen oder ans Nordkap. Nein: in die Steiermark.

Gut gemacht und schreiben kannst du

lgl


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lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

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"Ich bin leicht zu verführen. Da muss nur ein fremder Mann herkommen, mir eine Eiskugel kaufen und schon liebe ich ihn, da bin ich recht naiv. " (c) by Hubi
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Mercedes de Bonaventura
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Beiträge: 2792
Wohnort: Château Probbaventura


BeitragVerfasst am: 01.04.2015 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Schreiben kann er, ka Frag. Aber Woifal, überzeugen tut das Stückl als Satire nicht. Viel zu viel Graz in zu wenig Text; fast wie a Waschklappn im Gsicht: gut gemeint, aber sauber macht er nicht.
Trotzdem: Anna Plochl sagt: Guter Einstand, Anton.


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Anton Maurer
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Beiträge: 21
Wohnort: Baden bei Wien


BeitragVerfasst am: 02.04.2015 22:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke euch!

Ich feile immer mit Begeisterung an meinen Texten, aber diesmal tu ich mir echt schwer. Ich glaub, ich lass ihn einstweilen einfach so stehen, und überleg mir, worüber ich noch schreiben könnte. Embarassed


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