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Konfrontation?


 

 
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Langelo
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 21
Beiträge: 39
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 06.04.2015 14:15    Titel: Konfrontation? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Neue Version »

Mit tief gesenkten Schultern saß er da. Mund halb offen, Augen halb geschlossen, Blick auf das halb gefüllte Blatt vor ihm. Ende stand darauf, daneben ein Datum. Der schwere Eichenholztisch war, im Gegensatz zu ihm, gefüllt mit den unterschiedlichsten Dingen. Ein Dutzend leerer Kaffeetassen türmte sich neben einer vollen, kalten, abgestandenen Brühe desselben Getränks gen Zimmerdecke. Ein Aschenbecher. Darüber die dünne Rauchfahne einer längst zur Seite gelegten Zigarette, die sich vermischte mit der nächtlichen Brise aus dem offenen Fenster. Der Mann saß einfach nur da, stierte auf das Blatt. Die Medizin war ihm ausgegangen. Und jetzt? Nein, Konfrontation war ausgeschlossen.

Plötzlich erhob der erste Vogel laut seine Stimme. Der Mann schreckte mit einem Mal hoch. Er begann hektisch auf seinem Schreibtisch herum zu wühlen. Es musste da sein. Irgendwo, zwischen abgestandenem Kaffee, beschriebenen Seiten und unzähligen Tellern mit Essensresten. Er konnte es nicht finden. Der Mann sank wieder in seinen Stuhl und lehnte sich, den Kopf in den Händen vergraben, über den Tisch. Sein Kiefer malmte. In seiner Erinnerung könnte er noch suchen. Nein, Konfrontation war ausgeschlossen.

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Gast







BeitragVerfasst am: 06.04.2015 15:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Langelo!

Mir ist nicht ganz klar, von was für einer Konfrontation, welche ja augenscheinlich den Kern deiner Geschichte darstellt, du da genau sprichst.

Sieht dein Protagonist sich damit konfrontiert ...

- zu erkennen, sein Werk vollendet zu haben und sich jetzt anderen Dingen zu widmen?

oder

 zu erkennen keine Medizin mehr zu haben und jetzt evtl. unter starken Schmerzen/schlimmen Erinnerungen leiden muss?

oder

- zu erkennen, dass es bereits wieder Tag ist und er zu spät zu einem Termin kommt?

Doch dein vorletzter Satz gibt mir zu denken:
Zitat:
In seiner Erinnerung könnte er noch suchen.


Ich finde solche kleinen Hinweise, welche auf die Lösung des Rätsels hindeuten, ja immer sehr spannend! Vielleicht bin ich einfach nur zu blöd es zu lösen Razz

Anbei noch ein paar Verbesserungsvorschläge meinerseits.

Zitat:
Mit tief gesenkten Schultern saß er da. Mund halb offen, Augen halb geschlossen, Blick auf das halb gefüllte Blatt vor ihm. Ende<-(kursiv) stand darauf, daneben ein Datum. Der schwere Eichenholztisch war, im Gegensatz zu ihm, gefüllt mit den unterschiedlichsten Dingen. Ein Dutzend leerer Kaffeetassen türmte sich neben einer vollen (was genau ist eine volle Brühe?), kalten, abgestandenen Brühe desselben Getränks gen Zimmerdecke. Ein Aschenbeche (wirkt, finde ich, zu reingeschmissen). Darüber die dünne Rauchfahne einer längst zur Seite gelegten Zigarette, die sich vermischte mit der nächtlichen Brise aus dem offenen Fenster. Der Mann saß einfach nur da, stierte auf das Blatt. Die Medizin war ihm ausgegangen. Und jetzt? Nein, Konfrontation war ausgeschlossen.

Plötzlich erhob der erste Vogel laut seine Stimme. Der Mann schreckte mit einem Mal (das kannst du rausschmeißen, dann klingt's knackiger)hoch. Er begann hektisch auf seinem Schreibtisch herum zu wühlen. Es musste da sein. Irgendwo, zwischen abgestandenem Kaffee, beschriebenen Seiten und unzähligen Tellern mit Essensresten. Er konnte es nicht finden. Der Mann sank wieder (hier würde ich einfach nur "sackte" schreiben) in seinen Stuhl und lehnte sich, den Kopf in den Händen vergraben, über den Tisch. Sein Kiefer malmte (mahlte). In seiner Erinnerung könnte er noch suchen. Nein, Konfrontation war ausgeschlossen.
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Langelo
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 21
Beiträge: 39
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 06.04.2015 15:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich weiß, dass das sehr unverständlich ist, ich bin mir bei einigen Dingen selbst nicht ganz sicher. Der Text hat sich heute morgen nur irgendwie von selbst geschrieben, da wollte ich ihn euch nicht vorenthalten Laughing
Ich will hier jetzt noch nicht alles auflösen, zumal selbst ich da verschiedene Interpretationen sehe.
Mit Medizin ist auf jeden fall keine Medizin im herkömmlichen Sinne gemeint, der Text war seine Medizin, die ihn davon abhielt mit seinen Erinnerungen konfrontiert zu werden.

Danke für das Feedback, ich finde bei den sprachlichen Sachen hast du überall recht, ich stell hier gleich die neue Version rein. Danke !
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Langelo
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 21
Beiträge: 39
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 06.04.2015 15:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mit tief gesenkten Schultern saß er da. Mund halb offen, Augen halb geschlossen, Blick auf das halb gefüllte Blatt vor ihm.  Ende stand darauf, daneben ein Datum. Der schwere Eichenholztisch war, im Gegensatz zu ihm, gefüllt mit den unterschiedlichsten Dingen. Ein Dutzend leerer Kaffeetassen türmte sich neben einer kalten, abgestandenen Brühe desselben Getränks gen Zimmerdecke.  Daneben ein Aschenbecher, über diesem die dünne Rauchfahne einer längst zur Seite gelegten Zigarette, die sich vermischte mit der nächtlichen Brise aus dem offenen Fenster. Der Mann saß einfach nur da, stierte auf das Blatt. Die Medizin war ihm ausgegangen. Und jetzt? Nein, Konfrontation war ausgeschlossen.

 Plötzlich erhob der erste Vogel laut seine Stimme. Der Mann schreckte hoch. Er begann hektisch auf seinem Schreibtisch herum zu wühlen. Es musste da sein. Irgendwo, zwischen abgestandenem Kaffee, beschriebenen Seiten und unzähligen Tellern mit Essensresten. Er konnte es nicht finden. Der Mann sackte zurück in seinen Stuhl und lehnte sich, den Kopf in den Händen vergraben, über den Tisch. Sein Kiefer mahlte. In seiner Erinnerung könnte er noch suchen. Nein, Konfrontation war ausgeschlossen.
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lupus
Geschlecht:männlichBestseller-Autor

Alter: 52
Beiträge: 4172
Wohnort: wien



BeitragVerfasst am: 06.04.2015 22:41    Titel: Re: Konfrontation? Antworten mit Zitat

Hallo Langelo,
Zunächst einmal: irgendwas hat der Text, das mir gefällt, ich kann's nicht genau benennen, möglicherweise ist es die Stimmung. Allerdings hapert es mE doch mehrfach. Zum einen bleibt einiges im UNklaren. Das ist nicht wirklich ein Problem - im Gegenteil, es erzeugt Neugier, Spannung, regt zum Nachdenken an. Vor allem scheinen mir da einige sprachliche Mankos zu dominieren:

Langelo hat Folgendes geschrieben:
Mit tief gesenkten Schultern senken ist ein aktiver Vorgang, etwa als Turnübung, das ist aber nicht was du sagen willst - es ist also das falsche Wort --> hängende Schultern, das ist abgelutscht --> Bild finden vielleicht oder anderes Wort; 'tief' ist zu nichtssagend, zu alltäglich und passt nicht zum Text saß er da. Mund halb offen, Augen halb geschlossen, Blick auf das halb gefüllte Blatt vor ihm. gut die HalbsätzeEnde stand darauf, daneben ein Datum. Der schwere Eichenholztisch war, im Gegensatz zu ihm, ich weiß nicht - als Spielfigur durchaus gängig, aber dann doch wieder zu aufgelegt?gefüllt mit den unterschiedlichsten Dingen. Ein Dutzend leerer Kaffeetassen türmte sich neben einer vollen, kalten, abgestandenen Brühe desselben Getränks gen Zimmerdecke. der Satz stimmt hinten und vorne nicht: die Kaffeetasse ist kein Getränk, also kann die Brüche nicht dasselbe sein; eine Brüche kann zwar kalt aber nicht voll sein, und 'türmen' ist immer nach oben (=redundant) und 'gen' ist halt ziemlich schräg in diesem Zusammenhang Ein Aschenbecher. Darüber die dünne Rauchfahne einer längst zur Seite gelegten Zigarette, die sich vermischte mit der nächtlichen Brise aus dem offenen Fenster. unlogisch: wenn der Wind weht, dann vermischt sich zwar der Rauch mit der Luft, aber er hängt nicht über dem AschenbecherDer Mann saß einfach nur da, stierte auf das Blatt. Die Medizin war ihm ausgegangen. Und jetzt? Nein, Konfrontation war ausgeschlossen.

Plötzlich erhob der erste Vogel laut seine Stimme. Der Mann schreckte mit einem Mal hoch. 'aufschrecken' ist immer 'mit einem Mal' = redundantEr begann hektisch auf seinem Schreibtisch herum zu wühlen. Es musste da sein. Irgendwo, zwischen abgestandenem Kaffee, beschriebenen Seiten und unzähligen Tellern mit Essensresten. was da steht wissen wir schon = redundantEr konnte es nicht finden. Der Mann sank wieder in seinen Stuhl und lehnte sich, den Kopf in den Händen vergraben, über den Tisch. Sein Kiefer malmte. ein Kiefer allein kann nicht malmenIn seiner Erinnerung könnte er noch suchen. gut ist das - SchlüsselsatzNein, Konfrontation war ausgeschlossen.


Also: eine nette Idee, die an sich auch nicht schlecht umgesetzt ist, aber es müßte präziser sein und weniger ausladend.

lgl


_________________
lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

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"Ich bin leicht zu verführen. Da muss nur ein fremder Mann herkommen, mir eine Eiskugel kaufen und schon liebe ich ihn, da bin ich recht naiv. " (c) by Hubi
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Langelo
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 21
Beiträge: 39
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 06.04.2015 23:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo lupus,
danke erst mal für deine Hilfe. Ein paar Kritikpunkte hatte ich ja schon in der zweiten Version ausgemerzt, aber auch nicht alle. Deswegen hier jetzt die dritte. Schön, dass dir die Stimmung des Textes gefällt Wink



Mit tief gesenkten Schultern saß er da. Mund halb offen, Augen halb geschlossen, Blick auf das halb gefüllte Blatt vor ihm. Ende stand darauf, daneben ein Datum. Der schwere Eichenholztisch war, im Gegensatz zu ihm, gefüllt mit den unterschiedlichsten Dingen. Ein Dutzend leerer Kaffeetassen türmte sich hoch auf, davor eine weitere, gefüllt mit abgestandener, längst kalter Brühe. Daneben ein Aschenbecher, über diesem die dünne Rauchfahne einer längst zur Seite gelegten Zigarette, die von der nächtlichen Brise aus dem offenen Fenster hinfort getragen wurde. Der Mann saß einfach nur da, stierte auf das Blatt. Die Medizin war ihm ausgegangen. Und jetzt? Nein, Konfrontation war ausgeschlossen.

Plötzlich erhob der erste Vogel laut seine Stimme. Der Mann schreckte hoch. Er begann hektisch auf seinem Schreibtisch herum zu wühlen. Es musste da sein. Irgendwo, in dem Chaos auf seinem Schreibtisch. Er konnte es nicht finden. Der Mann sackte zurück in seinen Stuhl und lehnte sich, den Kopf in den Händen vergraben, über den Tisch. Sein Kiefer mahlte. In seiner Erinnerung könnte er noch suchen. Nein, Konfrontation war ausgeschlossen.




Ich weiß nicht genau, was du damit meinst:
  "ich weiß nicht - als Spielfigur durchaus gängig, aber dann doch wieder zu aufgelegt?"
-kannst du das nochmal erklären?
Danke für deine Kritik!!![/quote]
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