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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig mein Einstand: Dylan und Giulia


 

 
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BiancaW.
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BeitragVerfasst am: 08.01.2015 11:41    Titel: mein Einstand: Dylan und Giulia eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,
mit etwas Verzögerung nun mein angekündigter Einstand, eine Szene aus einem Roman: Dylan, ein snobistischer New Yorker Galerist, besucht eine unkonventionelle Künstlerin in ihrem Zuhause auf Long Island.
Viel Spaß beim Lesen Wink
Bianca


Vergnügt fuhr Dylan am nächsten Morgen nach Long Island. Er freute sich darauf, Giulia wiederzusehen, obwohl sie ihm mit ihrem losen Mundwerk die meiste Zeit gehörig auf die Nerven fiel.
Er verpasste trotz Navi die Zufahrt zu ihrem Haus, wendete am Ende der schmalen Straße und tuckerte die Strecke zurück. Mehr aus Zufall entdeckte er zwischen verwilderten Hecken eine unbefestigte Fahrspur, die zu einem niedrigen, in sonnigem Gelb gestrichenen Holzhaus führte. Dylan stieß einen leisen Fluch aus. Für seine Corvette bedeutete diese Kraterlandschaft den Tod. Der Sportwagen war für ausgebaute Straßen konzipiert und nicht für einen Kartoffelacker!
Ein Stück die Straße entlang fand er eine winzige Haltebucht, in die er den Wagen hineinbugsierte. Zu Fuß machte er sich auf zu Giulias Heim und war froh, dass er heute Freizeitkleidung trug anstatt des üblichen eleganten Anzugs. Die robusten Schnürboots würden ihn hoffentlich halbwegs trocken über die vom Tauwasser aufgeweichte Zufahrt bringen.
Dylan zog die Hosenbeine hoch und stakste mit seinen langen Beinen um die größten Pfützen herum. Aufatmend stieg er die Stufen zu einer breiten, überdachten Veranda hinauf, wo eine Schaukelbank aus Holz in der eisigen Brise, die vom Meer hereinwehte, knarzend hin- und herpendelte. Zu beiden Seiten der Haustür stapelten sich wuchtige Holzscheite bis unter die Sprossenfenster und ein Sammelsurium von zur Zeit leeren Blumentöpfen aus Keramik und Terrakotta wies auf die Naturverbundenheit der Bewohnerin hin.

An der Tür suchte Dylan vergebens nach einer Klingel, doch sobald er gegen den Holzrahmen klopfte, erklang von drinnen aufgeregtes Bellen. Ein Hund! Auch das noch. Eingesaute Schuhe waren wohl nicht genug.
Giulia öffnete ihm gleich darauf. Sie trug einen ehemals weißen, nun mit bunten Farbklecksen übersäten Malerkittel, darunter eine weite blaue Hose … und sie war barfuß. Und das bei geschätzten drei Grad über Null. Ihr herrliches Haar hatte sie nachlässig mit zwei Haarkämmen auf ihrem Kopf aufgetürmt, von wo es im Laufe des Vormittags strähnchenweise wieder herabgerieselt war. Auf ihrer rechten Wange prangte ein magentaroter Farbspritzer.
„Hi Dylan. Sind Sie zu Fuß gekommen?“, begrüßte sie ihn.
„Hallo Giulia. Mein Wagen steht an der Hauptstraße. Ihre Zufahrt ...“
„Ich weiß. Ist eine Zumutung. Ich hätte es Ihnen sagen müssen. Jemand wie Sie fährt garantiert ein unpraktisches Auto.“ Sie grinste breit.
„Jemand wie ich?“, wiederholte er leicht pikiert.
„Ein Stadtmensch.“
Bevor er noch etwas erwidern konnte, fuhr sie fort. „Wenigstens sind Sie vernünftig angezogen. Ziehen Sie die matschigen Schuhe aus und kommen Sie rein.“
In seinen teuren, schwarzen Socken folgte er ihr durch die Diele in eine gemütliche Wohnküche, wo ihn das wohlige Knistern eines Holzfeuers willkommen hieß. Neben dem Ofen lag ein Golden Retriever und begrüßte den unbekannten Besucher schwanzwedelnd.
„Das ist Kira. Ich hoffe, Sie sind nicht allergisch.“
„Ich nicht“, murmelte er.
„Aber?“
„Meine Hose.“ Dylans Grinsen wirkte etwas gequält.
Giulias Blick glitt über die schwarze Cordhose. „Ach, Sie meinen wegen der Haare? Stellen Sie sich nicht so an! Geht alles wieder ab.“
Dylan beäugte den langhaarigen, blonden Hund einen Moment lang zweifelnd, doch der blieb brav auf seiner Decke liegen und machte keine Anstalten, den Gast zu belästigen.
Giulia wies auf den ausladenden Küchentisch aus Pinienholz. „Setzen Sie sich. Kaffee oder Tee?“
Dylan sank in einen der Rattan-Korbstühle und fing plötzlich an zu lachen.
„Was ist so komisch?“, fuhr Giulia wie erwartet auf.
„Sie, Giulia. Sie sind einfach herzerfrischend. Immer frei von der Leber weg, ohne Rücksicht auf Verluste.“
„Und das finden Sie witzig?“
Ihrem Tonfall nach war sie nicht seiner Meinung.
„Nicht falsch verstehen. Ich mag geradlinige Menschen. Sie erinnern mich an meine Schwester. Carrie ist auch sehr direkt.“
„Na, dann sind Sie ja Kummer gewohnt.“ Giulia zwinkerte ihm lächelnd zu.

Da Dylan nicht wusste, was Giulia unter einem guten Kaffee verstand, entschied er sich für Tee. Bequem auf eine Armlehne gestützt sah er zu, wie sie aus dem Malerkittel schlüpfte und diesen nachlässig auf einen Stuhl warf. Darunter trug sie ein T-Shirt mit V-Ausschnitt, das sich eng an ihre runden Brüste schmiegte und die Linie ihrer Taille nachzeichnete.
Routiniert hantierte sie mit Teekanne, Wasserkessel, losen Teeblättern, deckte in Windeseile den Tisch für sie beide und zauberte sogar einen Kuchen herbei.
„Sie verwöhnen mich, Giulia. Womit habe ich das verdient?“
„Den Kuchen haben Sie sich doch mühsam erkämpft. Zuerst die Wanderung durch die Kälte und dann im Storchengang über die Pfützen.“ Sie feixte amüsiert.
Sie hatte ihn beobachtet! Wie er ungeschickt den größten Schlammlöchern ausgewichen war. Wie schön, dass er zu ihrer Unterhaltung beigetragen hatte.
„Ist der selbstgebacken?“, wechselte Dylan mit einer Geste Richtung Kuchen das Thema.
„Ja, aber nicht von mir. Das ist ein italienischer Kirschkuchen, Crostata di Visciole. Mein Vater hat ihn gestern Abend gemacht.“
„Ihr Vater?“
„Meine Eltern haben eine Pizzeria. Da Cono, nicht weit von hier.“
Giulia stellte die Zuckerdose auf den Tisch.
„Sie sind vor dreißig Jahren aus Italien ausgewandert und haben sich mit der Pizzeria selbständig gemacht. Damals war ich gerade ein Jahr alt.“
Sie schnitt den Kuchen und lud Dylan ein großes Stück auf den Teller. Dann goss sie Tee ein und setzte sich zu ihm.
„Hm... lecker.“ Dylan schob ein zweite Gabel voll nach und kaute genüsslich.

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ink_in_mind
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BeitragVerfasst am: 08.01.2015 12:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bianca,

deine Geschichte ist wundervoll flüssig geschrieben. Vor allem das Wort "hineinbuchsieren" habe ich ewig nicht mehr gehört; diese Wortwahl wirkt in dessen Zusammenhang treffend und erfrischend.
Ich denke es geht dir bei diesem Einstand eher um Feedback in Bezug auf deinen Schreibstil, denn sonderlich spannend ist dieser Textabschnitt nicht. Ich denke aber, das kommt im Verlauf der Geschichte noch. Ich wäre auf jeden Fall gewillt, weiterzulesen. Keep the good work on.

Liebe Grüße
Ashcloud


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Nafets
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BeitragVerfasst am: 08.01.2015 12:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hi!

Habe den Text gerne gelesen. Du bist sehr wortgewandt und erschaffst mit deiner Erzählungen ein sehr genaues und schönes Bild vor meinem inneren Auge. Auch ich hätte Interesse, weiterzulesen und mehr über die beiden Charaktere vor allem zu erfahren, auch wenn du schon ein recht klärendes Bild vermittelst. Ich finde beide Figuren sind es wert, sie näher kennen zulernen.
Flüssiger Schreibstil, inhaltlich natürlich nicht wahnsinnig fesselnd, aber das muss ja auch nicht durchgehend der Fall sein.

Grüße


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BiancaW.
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BeitragVerfasst am: 08.01.2015 14:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben,

danke fürs Lesen und eure Kommentare. Wie ihr richtig bemerkt habt geht es mir bei meinem Einstand in erster Linie um eine Rückmeldung zu meinem Schreibstil und ob meine Figuren „lebendig“ und authentisch wirken. Eine Einladung zum Tee ist nun mal nicht besonders spannend Wink

Des weiteren habe ich in der Passage versucht, den Unterschied zwischen den beiden Protas herauszustellen. Auf der einen Seite Giulia, eine naturverbundene, lässige Künstlerin mit italienischem Temperament, auf der anderen Seite Dylan, ein erfolgreicher, versnobter Galerist, der seine Statussymbole und Designerklamotten braucht, eben ein richtiger Schnösel Wink Hoffe, das ist mir gelungen.

LG, Bianca
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Nafets
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BeitragVerfasst am: 08.01.2015 14:54    Titel: Antworten mit Zitat

Den Unterschied rauszustellen ist dir in jedem Fall gelungen! Finde die Kombination sehr charmant.

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inmutanka
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BeitragVerfasst am: 08.01.2015 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bianca,

ich finde, du könntest den Typ schnöseliger machen. Mir kommt er ziemlich normal vor.

Ein Schnösel wird auch in die Pampa mit Designer-Klamotten und italien. Slipper marschieren. Übrigens, von den *eingesauten* Schuhen habe ich nichts mitbekommen, er stakst ja um die Pfützen. Er wird sich auch darüber aufregen, dass sein Auto Dreckspritzer von der Landstraße abbekommen hat.

Was mich noch stört: du führst Kira als Golden Retriver ein. Demnach gehe ich davon aus, dass Dylan die Rasse als solche kennt. Später kommt jedoch *langhaarigen blonden Hund*. Das liest sich für mich so, als könne er die Rasse nicht zuordnen. Falls du es wegen der *Haare* erwähnst, denke ich, dass inzwischen jeder in D einen Golden Retriever kennt und weiß, wie die Rasse aussieht. Eher würde sich die Möglichkeit ergeben, dass er sich auf der Couch etc. lauter Hundehaare sieht. Ein Goldie ist übrigens kein Langhaar sondern ein Halblanghaar und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass in einem Haushalt, wo Hunde leben, trotz aller Reinlichkeit immer irgendwo Haare anheften. Für jemanden, der darauf achtet und sich dran stört, ist natürlich dann alles *haarig*.

Und auch wenn sich Dylan zu Giulia hingezogen fühlt, dann wird er als Schnösel ihren Aufzug, den Farbklecks etc. zumind. nicht gedanklich so einfach unkommentiert hinnehmen. Wenn sie barfuss im Haus herumläuft, dann werden sich - bes. mit Hund im Haus - auch dreckige Fußsohlen zeigen, was ihn stören dürfte. Auch dass er strumpfig mit Nobelsocken herumlaufen soll, dürfte ihn pikieren. Das Sammelsurium vom Blumentöpfen und Holzscheiten nicht als Zeichen von *Naturverbundenheit der Bewohnerin* sehen, sondern sie als unordentlich etc. einstufen.

Also, nett geschrieben, aber ich finde, so richtig den Schnösel hängt er nicht raus, da könntest du noch wesentlich mehr rausholen und auch Reibungspunkte zwischen den Charakteren schaffen.

LG
Inmutanka


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Stefanie
Dichter und Denker


Beiträge: 1066



BeitragVerfasst am: 08.01.2015 17:42    Titel: Re: mein Einstand: Dylan und Giulia Antworten mit Zitat

Mir gefällt sie Szene gut. Vor meinem inneren Auge entsteht die Szene.
Mir ist nur eine Sache in deinem Stil aufgefallen, die mich stört. Du meinst es teilsweise zu gut damit, die Stimmung zu erklären. Lass den Leser selbst seine Schlüsse ziehen, mach ihm keine Vorschriften, wie er etwas zu verstehen hat. Du beschreibst sehr farbig, vertrau deinem Leser, dass er es versteht!
Ich habe die Passagen, die meine, kommentiert.

BiancaW. hat Folgendes geschrieben:

Vergnügt fuhr Dylan am nächsten Morgen nach Long Island. Er freute sich darauf, Giulia wiederzusehen, obwohl sie ihm mit ihrem losen Mundwerk die meiste Zeit gehörig auf die Nerven fiel. Das sie ihn nervt, sollte aus seinen Reaktionen auf sie erkenntlich sein. Jetzt braucht der Leser das noch nicht zu wissen.
Er verpasste trotz Navi die Zufahrt zu ihrem Haus, wendete am Ende der schmalen Straße und tuckerte die Strecke zurück. Mehr aus Zufall entdeckte er zwischen verwilderten Hecken eine unbefestigte Fahrspur, die zu einem niedrigen, in sonnigem Gelb gestrichenen Holzhaus führte. Dylan stieß einen leisen Fluch aus. Für seine Corvette bedeutete diese Kraterlandschaft den Tod. Der Sportwagen war für ausgebaute Straßen konzipiert und nicht für einen Kartoffelacker! Die beiden Sätze haben die gleiche Aussage. Einer kann weg.
Ein Stück die Straße entlang fand er eine winzige Haltebucht, in die er den Wagen hineinbugsierte. Zu Fuß machte er sich auf zu Giulias Heim und war froh, dass er heute Freizeitkleidung trug anstatt des üblichen eleganten Anzugs. Die robusten Schnürboots würden ihn hoffentlich halbwegs trocken über die vom Tauwasser aufgeweichte Zufahrt bringen.
Dylan zog die Hosenbeine hoch und stakste mit seinen langen Beinen um die größten Pfützen herum. Aufatmend stieg er die Stufen zu einer breiten, überdachten Veranda hinauf, wo eine Schaukelbank aus Holz in der eisigen Brise, die vom Meer hereinwehte, knarzend hin- und herpendelte. Zu beiden Seiten der Haustür stapelten sich wuchtige Holzscheite bis unter die Sprossenfenster und ein Sammelsurium von zur Zeit leeren Blumentöpfen aus Keramik und Terrakotta wies auf die Naturverbundenheit der Bewohnerin hin. Das mit der Naturverbundenheit hat der Leser auch so verstanden, du musst ihn nicht mit der Nase drauf stoßen.

An der Tür suchte Dylan vergebens nach einer Klingel, doch sobald er gegen den Holzrahmen klopfte, erklang von drinnen aufgeregtes Bellen. Ein Hund! Auch das noch. Eingesaute Schuhe waren wohl nicht genug.
Giulia öffnete ihm gleich darauf. Sie trug einen ehemals weißen, nun mit bunten Farbklecksen übersäten Malerkittel, darunter eine weite blaue Hose … und sie war barfuß. Und das bei geschätzten drei Grad über Null. Ihr herrliches Haar hatte sie nachlässig mit zwei Haarkämmen auf ihrem Kopf aufgetürmt, von wo es im Laufe des Vormittags strähnchenweise wieder herabgerieselt war. Auf ihrer rechten Wange prangte ein magentaroter Farbspritzer.
„Hi Dylan. Sind Sie zu Fuß gekommen?“, begrüßte sie ihn.
„Hallo Giulia. Mein Wagen steht an der Hauptstraße. Ihre Zufahrt ...“
„Ich weiß. Ist eine Zumutung. Ich hätte es Ihnen sagen müssen. Jemand wie Sie fährt garantiert ein unpraktisches Auto.“ Sie grinste breit.
„Jemand wie ich?“, wiederholte er leicht pikiert.
„Ein Stadtmensch.“
Bevor er noch etwas erwidern konnte, fuhr sie fort. „Wenigstens sind Sie vernünftig angezogen. Ziehen Sie die matschigen Schuhe aus und kommen Sie rein.“
In seinen teuren, schwarzen Socken folgte er ihr durch die Diele in eine gemütliche Wohnküche, wo ihn das wohlige Knistern eines Holzfeuers willkommen hieß. Gemütlich und wohlig reichen, damit es willkommen wirkt.
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BiancaW.
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BeitragVerfasst am: 09.01.2015 00:03    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke nochmal an alle für eure Rückmeldungen.

@Stefanie
Ich hatte mich auch schon im Verdacht, dass ich etwas zu blumig schreibe, zu viel „Stimmung“ machen will. Der Text wirkt dann schnell überladen. Danke für deinen Hinweis, werde versuchen, mich zukünftig ein wenig zu bremsen.

@inmutanka
Du hast dir ja richtig viel Mühe gemacht, meinen Text zu analysieren. Freut mich sehr!

Vielleicht war es etwas ungeschickt von mir, eine Passage mitten aus dem Roman herauszugreifen. Da fehlt dann natürlich der Zusammenhang zu Dingen, die vorher geschehen sind.
Dass Dylan nicht im Anzug auftaucht, liegt an einer Bemerkung, die Giulia einige Seiten vorher macht, als sie ihn zu sich einlädt. Sie sagte:
„Ach, und lassen Sie Ihren schicken Anzug zu Hause, das hier ist eine Werkstatt.“

Die matschigen Schuhe holt Dylan sich, als er die unbefestigte Zufahrt zum Haus entlang geht, die vom Tauwasser aufgeweicht ist. Also selbst wenn er den Pfützen ausweicht, so muss er doch durch Schlamm und Matsch. Das hätte ich besser herausstellen können, z. B. indem er auf dem glitschigen Untergrund ausrutscht.

Mit dem Satz
Dylan beäugte den langhaarigen, blonden Hund einen Moment lang zweifelnd, doch der blieb brav auf seiner Decke liegen und machte keine Anstalten, den  Gast zu belästigen
wollte ich nicht erklären, wie ein Goldie aussieht, sondern Dylans Vorbehalte gegenüber dem Hund ausdrücken, seine Gedanken. Etwa so: „Bah, du langhaariges Monster, bleib mir bloß vom Leib. Du haarst und sabberst.“
Als Hundebesitzer fällt es mir etwas schwer, mich in jemanden hinein zu versetzen, der keine Tiere mag.

Du hast recht, was die Reibungspunkte angeht. Da hätte ich mehr herausholen können. Ich habe die Betonung zu sehr auf den Kontrast zwischen Giulias Lebensweise und der von Dylan gelegt. Es würde sicher lebendiger wirken, wenn ich seine Gedanken einfließen lasse, wenn er sich innerlich mal schüttelt wegen all dem Chaos Wink
 
@alle
Kommt eigentlich der Humor rüber oder ist euch Giulia zu plump in ihren Äußerungen?

LG, Bianca
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inmutanka
Geschlecht:weiblichHobbyautor


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BeitragVerfasst am: 09.01.2015 09:36    Titel: Antworten mit Zitat

BiancaW. hat Folgendes geschrieben:


Dass Dylan nicht im Anzug auftaucht, liegt an einer Bemerkung, die Giulia einige Seiten vorher macht, als sie ihn zu sich einlädt. Sie sagte:
„Ach, und lassen Sie Ihren schicken Anzug zu Hause, das hier ist eine Werkstatt.“




Hallo Bianca,

dann kannst du ihn denoch schnösliger rüberkommen lassen. Lass ihn mit Designer-Freizeit-Outfit auftreten, extra vom Nobelausstatter für diesen Anlass gekauft.

Oder rüste ihn mit einem Outfit aus für Dschungelkämpfer im wilden Dschingiskan. Auf jeden Fall würde ich ihn ziemlich übertreiben lassen.


BiancaW. hat Folgendes geschrieben:
Die matschigen Schuhe holt Dylan sich, als er die unbefestigte Zufahrt zum Haus entlang geht, die vom Tauwasser aufgeweicht ist. Also selbst wenn er den Pfützen ausweicht, so muss er doch durch Schlamm und Matsch. Das hätte ich besser herausstellen können, z. B. indem er auf dem glitschigen Untergrund ausrutscht.


nicht nur. Ich würde ihn z. B. über eine Pfütze steigen lassen und direkt nach der Pfütze versinkt er bis zu den Knöcheln im Matsch, quasi dumm gelaufen. Wenn er Slipper trägt, würde ich sie vor Nässe quietschen lassen. Kennst du das Gefühl, wenn du kaltes Wasser in geschlossenen Schuhen hast und dann noch damit laufen musst? Das ist (selbst für mich!) eklig, wenn dann die Socken an den Füßen kleben. So etwas würde die eingesauten Schuhen deutlich machen.

BiancaW. hat Folgendes geschrieben:
Mit dem Satz
Dylan beäugte den langhaarigen, blonden Hund einen Moment lang zweifelnd, doch der blieb brav auf seiner Decke liegen und machte keine Anstalten, den  Gast zu belästigen
wollte ich nicht erklären, wie ein Goldie aussieht, sondern Dylans Vorbehalte gegenüber dem Hund ausdrücken, seine Gedanken. Etwa so: „Bah, du langhaariges Monster, bleib mir bloß vom Leib. Du haarst und sabberst.“
Als Hundebesitzer fällt es mir etwas schwer, mich in jemanden hinein zu versetzen, der keine Tiere mag.


Dann schreib es doch genauso. Lass ihn in das Zimmer kommen, er sieht den Hund, dann die Hundehaare auf den Möbeln/Boden (für Hundefeinde werden schlagartig aus 5 entdeckten Haaren mind. 500 die sie nicht sehen), vllt. hat der Hund noch dreckige Pfoten/Fahnen, weil er kurz davor draußen war und auf dem Boden sind noch die Tappen zu sehen von der Tür zu seinem Liegeplatz. Lass Dylan schnüffeln und feststellen: es stinkt nach nassem Hund. Eine Bekannte behauptet das grundsätzlich, wenn sie in einen Raum kommt und Hunde sieht. Da spielt es auch keine Rolle, wenn es Hochsommer ist und es 3 Wochen nicht geregnet hat.

Du verschenkst auch hier einen Konflikt. Warum lässt du Kira brav daliegen? Lass sie wedelnd auf Dylan zukommen. Ich nehme an, er ist scharf auf die Frau, oder? Als Hundebesitzerin gibt es mich nur mit dem Hund/den Hunden, d. h. wenn Dylan sie will, muss er Kiras Nähe erdulden/Kira akzeptieren, sonst kann er sich die Frau gleich aus dem Kopf schlagen. Ich würde es so bringen: Halten Sie die Bestie von mir fern.- Sie (scharf und beleidigt): Kira ist keine Bestie, sondern ein wohlerzogener freundlicher Hund. Jemand der mich will/zu mir kommt/mit mir Geschäfte machen will, muss Kira akzeptieren, ansonsten kann ER sich jemand anderen suchen. - Peng! Schon hast du ihn in der Falle. Entweder er springt über seinen Schatten oder sieht seine Felle davonschwimmen.

BiancaW. hat Folgendes geschrieben:
Du hast recht, was die Reibungspunkte angeht. Da hätte ich mehr herausholen können. Ich habe die Betonung zu sehr auf den Kontrast zwischen Giulias Lebensweise und der von Dylan gelegt. Es würde sicher lebendiger wirken, wenn ich seine Gedanken einfließen lasse, wenn er sich innerlich mal schüttelt wegen all dem Chaos Wink


nicht nur. Du kannst ihn zeigen, wie freundliche Nasenstubser von Kira in seine Hand ihn versteinern lassen. Er - angeblich unbemerkt - nach einem Taschentuch greift und die Hand abwischt (vllt. mit dem Gedanken an Keime/Krankheiten/nachfolgende Desinfektion), die Frau (zumind. ich würde so handeln wink ) könnte es spitz kommentieren, vllt. würde sie auch dazu neigen, ihn zu piesacken, z. B. einen Platz anbieten, Dylan stellt fest: Da scheinen keine Hundehaare zu sein -setzt sich, und sie erwähnt dann beiläufig, dass es einer von Kiras Lieblingsplätzen ist und er sich geehrt fühlen kann, dass sie ihn nicht wegknurrt. Weitere Möglichkeit wäre, dass Kira ihn in ihr großes Herz geschlossen hat und ihn trotz oder gerade wegen seiner Abneigung abgöttisch liebt/ihm nicht von der Seite weicht. Hach, du hättest so viele Möglichkeiten, ihn zu quälen/pisacken etc.

Nein - ich bin nicht sadistisch veranlagt  Wink


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BiancaW.
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BeitragVerfasst am: 10.01.2015 01:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo inmutanka,

die Idee mit dem Kampfanzug gefällt mir Wink

Die Interaktion mit Kira könnte ich ausbauen. Zum Beispiel ein Hundehaar im Kuchen. Ein extra langes, das sich Dylan zwischen den Zähnen herauszieht … du bringst mich auf fiese Ideen. Twisted Evil

Klar ist Dylan an der Frau interessiert - sie auch an ihm - und im Laufe des Romans werden die beiden sich zusammenraufen, was nicht ohne Konflikte und Kompromisse abgeht. Ich schreibe gerne witzige Dialoge und Giulia darf ihm gehörig einschenken.

LG, Bianca
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inmutanka
Geschlecht:weiblichHobbyautor


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BeitragVerfasst am: 10.01.2015 07:16    Titel: Antworten mit Zitat

BiancaW. hat Folgendes geschrieben:

 
@alle
Kommt eigentlich der Humor rüber oder ist euch Giulia zu plump in ihren Äußerungen?


Hallo Bianca,

habe mir noch einmal daraufhin den Text durchgelesen.

Für mein Geschmack ist Giulia zu brav/bieder. Ich würde sie biestiger machen (frei nach dem Motto: Was sich liebt, das beißt sich). Beide als Sturköpfe darstellen. Da ist die starke gegenseitige Anziehungskraft (Gegensätze ziehen sich an), aber auch (auf beiden Seiten) die Einstellung: Wenn der/die andere mich liebt, ändert er/sie sich/passt sich meiner Lebensweise an. Und beide verteidigen bis aufs Blut ihre Lebenseinstellung/-weise.

Auch beider Einstellung z. B. zu Ordnung/Sauberkeit würde ich gegensätzlicher charakterisieren. Dylan, Einzelkind, der Single mit Penthouse-Wohnung (nur ein Bsp.), mit Putzfrau, kinder- und tierlosem Haushalt, Vorliebe für helle Wohnung/weißer Einrichtung mit viel Glas und Chrom (wunderbar für Fingerabdrücke, Ränder, Hundenasen- und Pfotenabdrücke etc. geeignet).

Auf der anderen Seite Giula, Tochter einer italienischen Großfamilie (vllt. mit einer Handvoll Brüder, die natürlich ein scharfes Auge auf Schwesterlein haben - ok, eventl. Klischee, aber eines mit Sprengstoff), die aus dem Stehgreif eine große Familienparty veranstalten, sehr kinderlieb und den Sprößlingen ggü. mehr als nachsichtig ist, da wird in der Küche gekocht (Tomatensoßenspritzer rund um den Herd mit einbegriffen), gegessen, gekrümelt, und wenn ein gemütliches Beisammensein bis in die Puppen geht, dann bleibt auch schon mal die Küche/Wohnung chaotisch zurück.

Der Hund, als vollwertiges ( wink ) Familienmitglied, darf auch mal als Seelentröster, Heizkissen und Kuscheltier mit auf das Sofa/in das Bett. Und wenn Giula gerade die künstlerische Muse küsst, dann bleibt auch mal die Wohnung unaufgeräumt bzw. wird nur das Allerallernötigste getan.

Alles nur Vorschläge.

LG
Inmutanka


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BiancaW.
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BeitragVerfasst am: 11.01.2015 23:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo inmutanka,

danke für deine Tipps. Ich musste grinsen, als ich deinen Beitrag gelesen habe.

Dylan entspricht so ziemlich deinen Vorstellungen. Er ist zwar kein Einzelkind (ältere Schwester), aber er war der langersehnte Stammhalter und wurde nach Strich und Faden verwöhnt. Er wohnt in einem Loft, das viel zu groß für eine Person ist. Überall nur Glas, Chrom, spiegelnde Flächen und weiße Teppiche. Steriler als ein OP und total ungemütlich.

Giulia hat momentan nur einen Bruder und der ist recht sanft, da er bei Mutter und Schwester nicht zu Wort kommt. Muss ich mal drüber nachdenken, ob ich vielleicht einen halbseidenen „Mafiaonkel“ einführe, der Dylan nicht geheuer ist. Natürlich auch mit Hund, am besten ein Mastino Wink

Ich werde Giulia etwas forscher werden lassen und Dylan noch etwas blasierter, um den Kontrast zwischen beiden mehr herauszustellen.

Es wird übrigens noch spannend, da Dylan in einen Kunstraub verwickelt wird. Also nicht nur eine Beziehungsgeschichte.

LG. Bianca
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2682

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 12.01.2015 02:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo BiancaW,

ich habe deinen Auschnitt gerne gelesen. Insgesamt flüssig geschrieben und der Szene kann ich gut folgen. Stefanies Anmerkungen zur leichten Kürzung stimme ich zu, hier und da empfand ich das Übergenaue/Redundante eher als störend.

Für mich könnte es auch mehr Schnöseligkeit bei Dylan und mehr Direktheit bei Giulia sein, um mehr Reibung zwischen deinen beiden Protagonisten zu erzeugen. Ich schließe mich hierbei der Meinung von Inmutanka an.
Damit könnte deine Szene, die mir noch zu brav ist, dazugewinnen.
Ich finde, der Golden Retriever bietet hierfür eine gute Gelegenheit. Aber auch Giulia mit ihrer Art könnte Dylan etwas mehr ins Schwitzen bringen, was den verbalen Schlagabtausch und somit den Humor angeht.

Ich denke an die feinen Screwball-Komöden aus den 30ern und 40ern, z. B. an "Leoparden küsst man nicht" oder "Die Nacht vor der Hochzeit" mit den beiden grandiosen Schauspielern Katherine Hepburn und Cary Grant.

Ich finde, die Richtug stimmt bei dir und ich drück dir die Daumen beim Ausarbeiten der Szene.

LG,
Constantine
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BiancaW.
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Beiträge: 781
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BeitragVerfasst am: 13.01.2015 16:37    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Constantine,

vielen Dank für deine Einschätzung.

Ich hatte auch Rückmeldung per PM und es kristallisiert sich heraus, dass man meinen Stil flüssig findet, die Protas aber zu brav sind und ich es bei Beschreibungen zu gut meine.

@alle
Eure Kommentare und Anmerkungen waren sehr hilfreich und es freut mich, dass ich so viel Resonanz auf meinen Einstand erhalten habe. Das motiviert zu mehr! Wink

LG, Bianca
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