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Lukrezia KuGe

 

 
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Lore
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 85
Beiträge: 946
Wohnort: Düsseldorf


Code Philomele
Frauenschicksale in einer Großstadt
BeitragVerfasst am: 14.11.2007 12:51    Titel: Lukrezia KuGe eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lukrezia

18.4.1480 - 24.6.1519


Kurzgeschichte aus der Sicht einer historischen Persönlichkeit
geschichtliche Daten und Zusammenhänge wurden übernommen,
alles andere ist Fiktion.
....................................



Ich hasse meinen Vater, ich hasse Cesare und würde mein schlechter Ruf nicht
auf purer Verleumdung basieren, würde ich beiden den Giftbecher reichen.

In ohnmächtiger Wut - wieder einmal - sitze ich vor meinem Schminktisch
und starre insistierend auf mein Spiegelbild, das so oft Anlass zu geben scheint,
als das einer Mörderin und Hure zu gelten.
Wenn das so weiterging, würde ich als pervers, geil und machtbesessen in die Geschichte eingehen.

Alle meine Tagebuchaufzeichnungen sind verschwunden .
Ich weiß nicht einmal, ob sie bei der letzten Reise nach Venedig verloren gingen,
oder gestohlen wurden.
Ich traue niemandem in meiner Umgebung, Cesare hat seine Spitzel überall.

Jetzt werde ich versuchen, die Ereignisse der letzten Jahre erneut niederzuschreiben
und aus der Erinnerung zu berichten.

Diese beiden Teufel. Sie hätten es gemeinsam verhindern können, dass
das Geschlecht der Borgia in ganz Italien den Ruf genoss, nicht nur
machtgierig und skrupellos zu sein, sondern auch blutschänderische Perversionen auszuleben.

So aber war ich wieder einmal als Betthure meines Vaters des
Papstes Alexander VI verunglimpft worden.
Dahinter steckte natürlich Giovanni Sforza, mein erster Ehemann, von dem ich mich aus politischen
Gründen trennen musste, was er wohl nie verwunden hat.
Weniger, weil er mich etwa innig geliebt hätte.
Er ist so potent wie ein der Zeugung unfähiger Hauskater, sondern weil
Cesare, mein Bruder, ihn von jeglicher Teilnahme an seinen machtpolitischen
Umtrieben ausgeschlossen hat.

Er wolle diesen Hahnrei, so hatte er mich wissen lassen, in keiner
Führungsposition sehen, wenn er die Romagna unterwarf.
Perfiderweise hatten mein Vater und Cesare, um eine schnelle Trennung
meiner nicht gerade erfolgreichen Ehe durchzusetzen, Giovanni öffentlich
der Impotenz beschuldigt. Eine Schmach, die kein Mann der Renaissance je verwinden wird.

Und nun rächte Giovanni sich, in dem er meinen Ruf in der Gesellschaft
Stück für Stück durch üble Verleumdungen ruinierte.

Nun ja, ich bin ein Kind meiner Zeit, nicht besser oder schlechter als
die übrigen Töchter der herrschenden Klasse.
Und ja, ich hatte des öfteren durchaus damit geliebäugelt, den massiven Versuchen Cesares,
mich in sein Bett zu kriegen, nachzugeben.

Er ist ein stolzer und schöner Mann, mein Bruder, aber......
er ist auch gefährlich und seine Eifersucht auf jeden Mann, der mir näher trat,
war schon in frühester Jugend ausufernd.

Er ist grausam und einfallsreich und ich vergesse nie, wie er als Sechszehnjähriger
Nikolo, den Neffen des Alfonso d'Aragona, Herzog von Bisceglie,
nächtlicherweise im Arno ertränken ließ.

Ich feierte damals gerade meinen elften Geburtstag und Nikolo,
der arme Junge, nur ein Jahr älter als ich, war einer meiner Geburtstagsgäste.
Als er es wagte, mir als Angebinde ein wunderschönes Armband zu schenken,
dass er am Ufer des Arno gefunden hatte, tobte Cesare, denn das
Schmuckstück trug eingraviert die Inschrift * sei mein bis zum Tode*.
Es wurde Nikolos Tod.

Ich werde wohl Zeitsprünge machen müssen bei meinen Aufzeichnungen,
die Spontanität geht damit verloren, aber ich kann mich unmöglich an
alle Ereignisse und Daten genau erinnern, werde sie also in Abschnitten
erfassen müssen, bis ich wieder in der Gegenwart angekommen bin.
1491 , ich war elf Jahre alt, verlobte mich mein Vater, damals noch Kardinal,
mit einem Angehörigen des alten spanischen Adelsgeschlechtes der Grafen von Oliva.
Noch bevor diese Verlobung aufgelöst wurde, war ich die Verlobte
eines anderen spanischen Adligen, dem Sohn des Grafen von Procida.
Erst mein dritte Verlobung mit Giovanno Sforza führte dann wirklich zur Ehe.
Sie wurde jedoch nie vollzogen, mein Bräutigam reiste noch in der Hochzeitsnacht ab.
Ich war damals 13 Jahre alt und einsam wie ein Stein.

Bereits lange vor meiner Geschlechtsreife Objekt der Machtgelüste
meines Vaters und später von Cesare, war ich Spielball dieser beiden machtbesessenen Männer.
Beide waren nicht zimperlich, wenn es darum ging, mich zu benutzen.
Meine Mutter erhob niemals Einspruch.
Sie war nur eine der vielen Geliebten meines Vaters und sein
Interesse an Vannozza Catanei erlosch bereits um 1480.
Aber damals lebte ich schon nicht mehr bei ihr, man hatte mich schon
mit acht Jahren von meiner Mutter getrennt und einer Tante zur
höfischen Erziehung übergeben, denn ich versprach eine Schönheit zu
werden und mein Vater hatte große Pläne mit mir.

Cesares Besitzdenken steigerte sich mit den Jahren mehr und mehr.
Obwohl die Unterstellungen sexueller Abartigkeiten soweit sie mich
betrafen, nicht stimmten, suggerierte sein Verhalten jedem Beobachter
der Szene, dass er auch mich nur zu allzu gerne seiner sexuellen
Willkür unterworfen sähe

Ich habe nie mit letzter Sicherheit herausgefunden, ob er nicht auch seine
Finger im Spiel hatte, als mein innig geliebter zweiter Mann Alfonso D‘Aragon
im Jahre 1500 zu Tode kam.
Zu diesem Zeitpunkt standen beide in unterschiedlichen politischen Lagern,
was für Cesare schon Grund genug gewesen wäre, Alfonso kaltzustellen.
Aber sein jäh erwachter Hass auf Alfonso hatte Gründe, die nur ich kannte.

Es machte ihn rasend , dass aus meiner erzwungenen Ehe eine so glückliche
und zutiefst innige Verbindung geworden war und als unser gemeinsamer
Sohn Rodrigo geboren wurde, schickte er mir ein Glückwunschbillet
mit schwarzem Rand und den drei Buchstaben, die jedes seiner Schreiben
an mich trug D.g.m. C.

Du gehörst mir *Cesare*.

Meine Angst um Alfonso stieg ins Unermeßliche und ich konnte mit meinem
Mann nicht darüber sprechen, ohne die Absonderlichkeit dieser
Geschwisterbeziehung erklären zu müssen und genau das konnte ich nicht,
ohne mich dem Verdacht auszusetzen, zumindest ebenso abartig zu sein wie
meine männlichen Familienmitglieder.
Zu dieser Zeit kursierten die wildesten Gerüchte über Ausschweifungen im Vatikan.
Ein von Cesare Borgia dort veranstaltetes Gelage mit 50 Dirnen, das zur Orgie
ausartete und bei dem auch mein päpstlicher Erzeuger zugegen gewesen sein soll,
war Stadtgespräch.
Bei dieser Orgie tanzten die Dirnen nach dem Mahl nackt mit Dienern
und anderen Männern, krochen auf dem Boden zwischen brennenden Kerzenleuchtern
umher und sammelten ausgestreute Kastanien.
Männer, die am häufigsten den Akt vollzogen, sollen Preise erhalten haben.
Es wunderte niemanden, dass Cesare das Geschehen anführte und diktierte.

Und dann geschah es ....mein über alles geliebter Mann wurde ermordet.
Er schleppte sich in einer regnerischen Nacht, mit sieben Dolchstichen im Rücken zu mir.
Als ich Hoffnung zu schöpfen begann, dass meine aufopfernde Pflege ihn retten würde,
wurde er von einem der Vasallen Cesares in seinem Bett erwürgt.
Ich werde mir niemals verzeihen, dass ich nach vielen durchwachten Nächten
in meinem Sessel eingeschlafen war und seinen Todeskampf nicht wahrnahm.
Mein Hass stieg ins Unermessliche, aber es war ein ohnmächtiger Hass,
ich wusste, dass sich meine Vermutungen nie beweisen lassen würden und da Vater und Bruder ohnehin die gesamte Gerichtsbarkeit in Rom unterstand,war ich nur eines ihrer vielen Opfer,
denen nie Gerechtigkeit widerfahren würde.

Vater hat nie etwas gegen die vielen Spott- und Schmähschriften und Pamphlete,
die gegen ihn und unsere Familie schon lange in Umlauf waren, unternehmen lassen.
Dem Botschafter von Ferrara erklärte er diesbezüglich:
„Ich habe meinem Sohn Cesare, der diese Lügen und den Spott nicht so leicht
hinnehmen kann, gesagt, dass Rom eine freie Stadt ist, wo jeder das schreiben
und sagen kann, was er möchte.
Es sind so viele Dinge über mich erzählt worden, aber mir ist es egal.“

Aber ich bin es, deren Gefährt gelegentlich mit Pferdedung beworfen wird,
wenn sie in den Strassen von Florenz oder Rom auftaucht.
Meine letzte Fahrt zum Tuchhändler am Fluss hatte damit geendet,
dass man gefüllte Nachttöpfe hinten an meine Kutsche anband, auf denen
* die Hure von Florenz* geschrieben stand.

Ehelicher Treue unfähig waren und sind sie alle meine Vorfahren und
Familienmitglieder, da machte ich mir keine Illusionen.
Aber meine eigenen Wünsche und Ziele lagen in einem völlig anderen Bereich.
Ich bin jetzt zwanzig Jahre alt und heute wird meine dritte Ehe mit Alfonso d'Este,
Herzog von Ferrara stattfinden.
Ich habe mich dem kulturellen Leben verschrieben.
Werde Künstler wie Tizian, Michelangelo und andere Berühmtheiten an den Hof
von Ferrara ziehen und sehe mich eher als Förderin der reichen Gelehrten-
und Kunstszene des Landes.

Auch diese neue Ehe hat machtpolitische, von Cesare eingefädelte Hintergründe.
Gerade hat Cesare auf die Kardinalswürde verzichtet, die ihm von unserem
Vater verliehen worden war.
Er beabsichtigt, in nächster Zeit die hübsche, aber etwas beschränkte
Charlotte d'Albret von Navarra zu heiraten und mit französischer Hilfe
die Romagna, Umbrien und Siena zu unterwerfen.
Dabei liegen Duldung und Nichteinmischung der Herzöge d' Este natürlich
in seinem Interesse. Diese Ehe würde ihm beides sichern.
Aber ich würde endlich weit aus der Gefahrenzone und frei sein.
Nur noch diesen Tag hatte ich zu überstehen und dabei die pflichtschuldigst
verehelichte Repräsentantin zu spielen.
Dann konnte ich mit Alfonso in Ruhe und unbehelligt von den misstrauischen
Blicken meines eifersüchtigen Bruders meinen höfischen Pflichten
als Herzogin von Ferrara leben.
Mein blutjunger, unerfahrener Gemahl würde mich nicht stören,
er war ohnehin bereit, mir die Welt zu Füßen zu legen.
Ich wusste, dass er ein eifriger Besucher der römischen Hurenhäuser war
und war entschlossen, meine Pflicht, ihm Kinder zu gebären,
auf geringe Beischlafnotwendigkeiten zu beschränken.
Er war ein dummer Junge und ich würde ihn wegen seiner Geilheit im Griff haben.

Kritisch mustere ich erneut mein Spiegelbild.
Das Hochzeitskleid ist etwas freizügig geschnitten. aber ich kann es mir
leisten meine Reize vor aller Augen zur Schau zu stellen.

Spielerisch ziehe ich die weißen Spitzen die meine Brust nur unzureichend verhüllen,
von meiner Schulter und die linke Brust hüpft keck und prall aus ihrem Gefängnis.


 

Es sieht ungeheuer erotisch aus und ich weiß, dass Alfonso D‘Este die Frau,
die ihm heute ins Ehebett gelegt werden soll, rasend begehrt.
Ihn stört mein schlechter Ruf nicht. Nicht mehr, seit ich ihm schwor, dass
Cesare niemals mein Bett geteilt hat und auch niemals teilen wird.

Ich hatte nicht gelogen.
Dass Cesare es seit meinem zehnten Lebensjahr liebte,
in unbeobachteten Momenten grob und besitzergreifend zwischen
meine Schenkel zu fahren verschwieg ich tunlichst.
Zumal mein Widerstreben oft genug erlosch, wenn er traumwandlerisch
sicher seine erfahrenen Finger auf die Reise schickte, um mich irgendwann
stöhnend und maßlos erregt, lachend zurückzulassen.
„ Vergiss nicht Lukrezia, wer es ist, dem Du gehörst und der Dich nehmen wird,
wenn Du verheiratet bist“, hatte er damals spöttisch gerufen und war schon wieder weg.
„ Du wirst mich nie bekommen“, schrie ich dann wütend und warf ihm meinen
Schuh hinterher, „lieber gehe ich mit meinem Stallburschen
ins Bett als mit Dir Du Hurensohn.“

Natürlich waren die damaligen Attacken eher spielerisch, er würde mich
nicht wirklich in sein Bett zwingen solange ich nicht verheiratet worden war.
Es hätte alle seine Pläne zerstört, wenn ich nicht jungfräulich in die Ehe gegangen wäre.
Aber jetzt wurden seine sexuellen Angriffe immer zahlreicher und heftiger
und ich hatte Mühe, ihn auf Abstand zu halten.
Ich vermied es ebenso, mit Alfonso darüber zu sprechen, dass Cesare
noch gestern, beim Konzert des begnadeten Sängers Josquin in der
Kathedrale von Ferrara seinen Stammplatz hinter dem meinen
dazu genutzt hatte, die wildesten sexuellen Fantasien in mein Ohr zu flüstern,
wobei sein Atem heiß und begehrlich meinen Nacken streifte.
Für die anderen Besucher sah es so aus, als bespreche er die Darbietung
sakraler Musik mit seiner Schwester und bemühe sich dabei, nicht zu stören.
Aber seine Reden waren geeignet, mir das Blut ins Gesicht zu treiben,
denn er schilderte mir Schritt für Schritt, wie er mich zu seiner Hure machen würde
und was er dabei von mir erwarte.

Als wir uns nach der Vorstellung erhoben, legte er mir fürsorglich
meinen Silberschal um die nackten Schultern und drängte sich dabei derart fest an
meinen Rücken, dass ich sein hartes erregtes Glied deutlich spüren konnte.

Es war riesig, das wusste ich.
Noch vor einer Woche hatte ich es in voller Aktion sehen können.
Als ich unerwartet in mein Zimmer rannte, um ein vergessenes Spitzentuch zu holen,
lag er auf meiner Zofe Maria und durchbohrte sie mit wilden Stößen.
Sie schrie und wimmerte unter ihm, aber ihre Stimme hörte sich an wie
das Schreien einer geilen, kopulierenden Katze.
Ich blieb wie angewurzelt stehen und starrte fasziniert auf dieses Bild überwältigender Gier.
Er musste mich gesehen haben, denn sein harter Blick versenkte sich
bei jedem Stoß in dem meinen und ich wusste, er sah Maria nicht mehr,
ich war es, die er gerade brutal nahm.
Triumphierend riss er seinen Schwanz aus der unter seinem Gewicht
stöhnenden Frau und bot ihn sekundenlang in seiner vollen Größe,
als sei es nun an mir seinem Werkzeug Tribut zu zollen, meinen Blicken an.
Noch immer meinen Blick festhaltend, versenkte er ihn dann erneut,
in immer schneller werdenden Stößen in seiner willfährigen Beute,
die in schmerzender Wollust aufschrie.

Fluchtartig rannte ich aus dem Zimmer. Mein Blut pochte in den Adern.
Ich zitterte und war nicht mehr sicher, ob Angst oder Begierde der Grund dafür waren.
Ich hasste mich dafür, nicht sofort auf dem Absatz kehrtgemacht zu haben,
als ich sah, was da auf meinem Bett vor sich ging.
Aber ich wusste auch, dass er mein Bett gewählt hatte, damit er sich
vorstellen konnte, mich zu besitzen.

Wenn ich nicht ungeheuer aufpasste, würde er mich irgendwann besiegen.
Trotz meiner moralischen Standfestigkeit, ich bin eine Borgia und seine
Verführungskünste waren die eines sexbesessenen Teufels.

1503

Ich hatte nicht geahnt, dass die Zeit auf meiner Seite war und die Dinge
für mich auf eine Weise regelte, von der ich bis heute nicht sagen kann,
ob ich sie so und nicht anders auswählen würde, falls es in meiner Macht gelegen hätte.

Meine dritte Hochzeit war ein viel beachtetes Ereignis gewesen .
Alle waren sie gekommen, Cesares neuestes politisches Meisterstück in Augenschein zu nehmen.
Sie war unermesslich reich und angesehen, die Dynastie der Herzöge von Ferrara.
Ich heiratete also in die angenehmsten Verhältnisse und gedachte,
mit diesem Hintergrund meine kulturellen Pläne zum Gespräch an
allen europäischen Fürstenhäusern zu machen.

Und es gelang.

Ich zog sie alle an den Hof.
Reiste zwischen Ferrara, Venedig, Mailand und Rom, den Hochburgen der
schönen Künste, pausenlos hin und her und gründete einen legendären Zirkel.
In meinem Salon verkehrten die Größen meiner Zeit.
Leonardo da Vinci, Tizian, Michelangelo, Raffael und Albrecht Dürer waren
die bedeutendesten Vertreter der venezianischen Hochrenaissance.
Die großen Geister meiner Zeit waren mehr als geschmeichelt,
wenn sie Zugang zu meinem Salon fanden.
Cesare, mein machtlüsterner Bruder hat bisher keine Gelegenheit gefunden,
meine Kreise zu stören.
Alle seine politischen Ambitionen und kriegerischen Auseinandersetzungen
gingen verloren, er kann mir nie wieder gefährlich werden. ER sitzt
gefangen in der Festung Medina del Campos

Ich bete, dass er darin verrotten möge.

1507

Meine Gebete wurden nicht erhört.
Cesare gelang die Flucht. Ich zittere.
Beginnt jetzt wieder alles von vorne?
Nein, er hat sich nach Navarra gewandt.
Man munkelt, er sei in die Dienste seines Schwagers, des Königs von Navarra
getreten, der sich im Krieg gegen die Truppen von Ferdinand II von Aragon befand.
Ein skrupelloser Mann wie Cesare war ein Segen für ihn.

März 1508

Ich schreibe nur noch in sehr großen Abständen in mein Tagebuch.
Mein Leben ist reich und erfüllt.
Heute kam die Nachricht meiner endgültigen Erlösung.
Cesare fiel bei Viana/Kastilien im Kampf, aber sein letzter Gedanke galt mir.
Ein Bote brachte mir ein Schreiben, das in der zittriger Handschrift eines
Sterbenden nur drei Buchstaben und vier Worte enthielt.

D.g.m. Ich warte im Jenseits....C

Nachsatz: Lukrezia Borgia starb am 24.6. 1519 an den Folgen einer Fehlgeburt.
Sie starb schwer und angsterfüllt, sicher, im Jenseits erneut auf ihren Peiniger zu treffen.
Die Kirche Corpus Domini in der Via Campofranco ist Grabstätte
der Markgrafen und Herzöge d´Este, auch Lucrezia Borgia ist hier bestattet.



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BeitragVerfasst am: 15.11.2007 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
lese mit Interesse - bin ein bisschen Hobby-Historikerin. Die Borgias sind allerdings nicht so mein Gebiet.

Die Idee als solche finde ich gut - mich stört aber etwas, dass ich die Reihenfolge nicht finde, sie fängt an, dann macht sie einen Rückblick, ich konnte aber nicht so recht feststellen, an welchem Punkt der Anfang stehen müsste - gut, vielleicht noch mal lesen.
Ich frage mich, ob der Sprachgebrauch zu Lukretia passt - hätte sie ihre Zeit bereits als "die Renaissance" bezeichnet? Nicht dass ich meine, du müsstest versuchen, die damalige Ausdrucksweise nachzuahmen, aber hin und wieder ist sie mir zu modern.

Manchmal stimmt vielleicht auch die Zeit nicht:
"Wenn das so weiterging, würde ich als pervers, geil und machtbesessen in die Geschichte eingehen." - Vorher und nachher Präsens, zudem passt hier das Imperfekt im ersten Satzteil nicht zum Konjunktiv im zweiten.

Aber insgesamt gefällt mir der Text.
Gruß
Rheinsberg
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Frauenschicksale in einer Großstadt
BeitragVerfasst am: 15.11.2007 13:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Rheinsberg

Es dürfte schwer werden bis unmöglich, sich auch nur ansatzweise in den damaligen Sprachgebrauch einzufühlen, denn soweit ich weiss, sprach ein großer Teil Europas damals Latein, vor allem die begüterten Klassen und in Rom war Latein laut päpstlicher Verfügung sogar Amtssprache.

Den Ton kann ich also keinesfalls treffen.

Und ja, der Text lebt vom Rückblick auf die jungen Jahre der Lukrezia und wird an der Stelle fortgeführt, an der Lukrezia ihre letzte Ehe schloß.
Sie sitzt also vor dem Spiegel - siehe Foto - und erinnert sich an die zurückliegende Zeit und gleichzeitig wagt sie einen Blick in das was vor ihr liegt und auf ihre Pläne.

Wenn das nicht deutlich wird, werde ich das wohl noch überarbeiten müssen.

Die historischen Daten dagegen müssen stimmen, denn ich habe sie mühsam recherchiert, solche prägenden Dinge kann man ja nicht auf gut Glück heranziehen, da musste dann also schon intensiv gegoogelt werden, denn Historie ist so gar nicht mein Ding.

Die Geschichte kam also aufgrund einer Schreibaufgabe in einem Forum zustande, deshalb steht auch der einleitende Satz drin.
Allerdings hatte ich schon einige Bücher über die Borgias gelesen, vor allem über Lukrezia, aber das ist Jahrzehnte her, hat aber noch gereicht, sie als Protaginistin für meinen Aufgabetext auszuwählen.

Lore


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Edgar Allan Poe (1809 bis 1849) - Zum 200. Geburtstag
BeitragVerfasst am: 15.11.2007 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

Lore hat Folgendes geschrieben:
Es dürfte schwer werden bis unmöglich, sich auch nur ansatzweise in den damaligen Sprachgebrauch einzufühlen, denn soweit ich weiss, sprach ein großer Teil Europas damals Latein, vor allem die begüterten Klassen und in Rom war Latein laut päpstlicher Verfügung sogar Amtssprache.

Den Ton kann ich also keinesfalls treffen.


Liebe Lore!

Darf ich dem, mit allem Respekt, wiedersprechen?
 Wink
Man kann diese Sprache natürlich nachempfinden, und wenn man einen Text verfaßt, der ein Bericht einer historischen Persönlichkeit sein soll, dann ist das sogar notwendig, damit es authentisch wirkt.
Sicher fällt das nicht leicht, und man hat als Autorin ja auch seine eigene Schreibe, aus der man so leicht nicht herauskommt. Aber es ist ein Schritt, neumodische Wörter zu vermeiden und diese durch traditioneller, historischere Ausdrücke zu ersetzen.

Worte wie "basieren", "sexuell", "Perversion", "Renaissance" (diese Zeit hat sich selbst kaum so genannt, wenn Lukretia selbst berichtet, spricht sie natürlich von ihrer Gegenwart), "kursieren" und viele andere, vor allem neue Redewendungen sollte man schon vermeiden, wenn man historische Texte schreiben will.
Das, denke ich, ist doch auch der Reiz an der ganzen Sache.

(Ich arbeite zur Zeit an einer Sache, die in einer nordisch-germanischen Welt spielt und bin gerade dabei, an Ersatzwörtern für Lehnwörter wie Fenster etc. zu finden, um die Sprache so authentisch wie möglich zu gestalten.)

Ich finde, daß diese Geschichte, bis eben auf das Manko der Sprache, sehr schön geschrieben ist. Und wenn es dir gelingen könnte, diese Dinge zu bearbeiten, wird ein Meisterstück daraus.
(Gute Hinweise kann man finden, wenn man ein paar Texte älteren Datums liest. Für deinen Stoff empfiehlt sich schon das "Decameron".)

Viele Grüße,
Ilka!
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Lore
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Code Philomele
Frauenschicksale in einer Großstadt
BeitragVerfasst am: 15.11.2007 14:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
Worte wie "basieren", "sexuell", "Perversion", "Renaissance" (diese Zeit hat sich selbst kaum so genannt, wenn Lukretia selbst berichtet, spricht sie natürlich von ihrer Gegenwart), "kursieren" und viele andere, vor allem neue Redewendungen sollte man schon vermeiden, wenn man historische Texte schreiben will.
Das, denke ich, ist doch auch der Reiz an der ganzen Sache.


Das ist eine interessante Sicht.
Aber bist Du sicher, dass Deine Leser das so möchten und sich nicht überfordert fühlen, wenn Du ihnen den damaligen Sprachgebrauch zumutest?

Vielleicht sollten wir mal eine Rundfrage starten, wie Leser das empfinden, denn die sind es ja, die einen solchen Roman kaufen werden/sollen. Very Happy

Ich lese gerade *Rhett*  ein Buch das  auf der Basis des Werkes von Margret Mitchell *vom Winde verweht* geschrieben wurde und erkenne nicht, dass der Autor dabei in den damaligen Sprachgebrauch zurückschaltet, es fällt mir auf jeden Fall nicht auf.

Wenn Du gerade dabei bist einen historischen Stoff zu verarbeiten, wird diese Frage ja wirklich wichtig für Dich.
Für mich weniger, bei mir ist Lukrezia eine Kurzgeschichte und eine weitere aus der Zeit wird es sicher nicht geben.

Lore


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Edgar Allan Poe (1809 bis 1849) - Zum 200. Geburtstag
BeitragVerfasst am: 15.11.2007 14:33    Titel: Antworten mit Zitat

Lore hat Folgendes geschrieben:
Aber bist Du sicher, dass Deine Leser das so möchten und sich nicht überfordert fühlen, wenn Du ihnen den damaligen Sprachgebrauch zumutest?


Ich denke, daß Menschen, die sich von einer eher historisierten Sprache überfordert fühlen, meine Bücher ohnehin nicht lesen würden.
 Wink

Einer der Gründe, warum ich vieles, was einen heute als historischer Roman vorgesetzt wird, gar nicht erst lese, ist diese Sache mit der Sprache.
Ich mag es einfach nicht, wenn ein Buch zu banal geschrieben ist.
(Wohlgemerkt, deine Geschichte ist keineswegs banal geschrieben.)

Und dann ist dieses Stilistische Mittel auch gut, um sich von den anderen zu unterscheiden.
Den deutschen "Tolkien" gibt es leider nicht.
 Crying or Very sad
Im Gegenteil.
Sein großes Werk mußte ertragen, in  einer "jugendgemäßen", d.h. banalisierten Fassung auf den Markt geworfen zu werden, wo es doch eine grandiose Übersetzung aus den 60ern gibt, an der Tolkien selbst sogar noch mitgearbeitet hat.

Sorry, was Literatur betrifft, bin ich mehr als wertkonservativ.
 Embarassed  Wink

Liebe Grüße,
Ilka!
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Lore
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Code Philomele
Frauenschicksale in einer Großstadt
BeitragVerfasst am: 15.11.2007 15:08    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Ilka

Zitat:
Sorry, was Literatur betrifft, bin ich mehr als wertkonservativ.


Das ist deutlich zu erkennen und wird vielleicht die Ursache sein, dass wir das so unterschiedlich sehen.

Meine Ambitionen sind weitaus geringer, ich will meine Leser unterhalten und darunter vor allem Diejenigen, die auch nichts anderes möchten, als sich unterhalten zu lassen.

Große Literatur zu schreiben lag nie in meinem Interesse und übersteigt auch meine Möglichkeiten.

Wenn meine Texte veröffentlicht werden, was zuweilen schon mal geschah, dann landen meine Erzeugnisse auf dem Büchergrabbeltisch und da gehören sie auch hin.
Das sage ich ohne das geringste Bedauern, für mich sind also nur die Texte mißlungen, die ich meinen Lesern erst erklären muss.
Wenn dagegen der Unterhaltunganspruch auch erkennbar wird, wenn ich mich von meinem üblichen Genre entferne, wie bei Lukrezia, dann bin ich hochzufrieden.

Ideal wäre natürlich, man schreibt große Literatur und ist trotzdem unterhaltend. Very Happy  Very Happy
Dann kommt es nur noch darauf an, einen Verlag zu überzeugen, das ebenso zu sehen.
Ich schätze, Du bist noch jung genug, auf dieses Wunder zu warten- oder darauf zu  hoffen??

Gruß Lore


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BeitragVerfasst am: 15.11.2007 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Da hab ich ja mal eine Diskussion losgetreten...
Lore, ich meinte nicht, dass du den ganzen Stil ändern müsstest - würde ich für sehr schwer halten, obwohl es Leute gibt, die es, sehr zu meiner Bewunderung, können (Gutes Beispiel: die "Fortune de France"-Reihe von Merle, dessen Verwendung von Französisch des 16. Jhdt und des Occidentanischen mich manchmal an meine Grenzen stoßen lässt).
Ich meinte aber, wie Ilka, gerade eben so eindeutig später gebräuchlich gewordene Begriffe, wie eben Renaissance.
Und wenn du vor hast, den Text zu überarbeiten, wie gesagt, die Zeiten..
Liebe Grüße
Rheinsberg
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Gabi
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lore!

*Rhett* hab ich auch gelesen. Ist aber schon ein bisschen länger her.
Arme Scarlett, konnte einem fast schon leid tun.

Gruß Gabi
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Gabi
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007 22:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz vergessen!
Deinen Text habe ich auch gelesen. Ist schon harter Tobak und ich finde ihn sehr professionell geschrieben, so dass ich nichts zu kritisieren habe.
Mir gefällts und die Sprache sagt mir auch zu.

L.G.
Gabi
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MichaelaMaria
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BeitragVerfasst am: 29.11.2007 17:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hey ...

egal in welchem Genre du dich bewegst, du schaffst
es immer mich mit deinen Geschichten zu berühren wink

Lore hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Worte wie "basieren", "sexuell", "Perversion", "Renaissance" (diese Zeit hat sich selbst kaum so genannt, wenn Lukretia selbst berichtet, spricht sie natürlich von ihrer Gegenwart), "kursieren" und viele andere, vor allem neue Redewendungen sollte man schon vermeiden, wenn man historische Texte schreiben will.
Das, denke ich, ist doch auch der Reiz an der ganzen Sache.


Das ist eine interessante Sicht.
Aber bist Du sicher, dass Deine Leser das so möchten und sich nicht überfordert fühlen, wenn Du ihnen den damaligen Sprachgebrauch zumutest?
Lore


Ich hab mir gerade gedacht ich weiß nicht ob ich das so gerne gelesen hätte in authentischer Sprache ^^ Würde wohl ziemlich anstrengend sein und nicht mit einer solchen Leichtigkeit und einem solchen Fluss ihre Gedanken vermitteln wink

GlG ^^


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Code Philomele
Frauenschicksale in einer Großstadt
BeitragVerfasst am: 30.11.2007 00:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Da bin ich froh, dass Du das sagst, stelle Dir nur vor, ich müsste den ganzen Sums in Latein erzählen, das war ja nun mal die Amtssprache in Rom.
Ach ja, das Schriftstellerleben ist eines der Härtesten.

Lore


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