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Ethos in Grau


 

 
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Kristallkind
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 148



BeitragVerfasst am: 10.11.2014 23:40    Titel: Ethos in Grau eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ethos in Grau

Frühe Alpha Kränkungen:
Nicht Zentrum des Universums,
Nicht Krone der Schöpfung,
Nicht Herr eigener Triebe,
werden wir willentlich zu
Datenmarionetten einer
dystopischen Moderne.

Wo kein Kläger da
bin ich frei zu richten,
ob Gerechtigkeit sich
wider freier Märkte durchsetzt
sind wir Freier mit der gleichen Hure
Neoliberalisthmus – die Systemenge
von moralischer Instanz entkoppelt
handeln wir unbewusst unethisch,
Intransparenz selbst ist intransparent
einem Klick-Kick an der Börse gleich
einem ethischen Dilemma drehen uns
in einem graustufigen Circle zirkulieren
um schwarz und weiß rempeln wir uns
durch die taumelwunde Welt, isoliert
mit allen verbunden wie in einer Mall
am Sonntag: Tempeldienst ohne Predigt.

Spät ist es durch den Sonnensturm unseres
gekränkten Egos entfacht reisen wir gebrannte
Kinder steigen höher und weiter auf
dem Weg zum Omega. Dem Sonnenreiseende.
Glückverheißende Gewohnheit gibt Auftrieb.
Sonnenreisende zu einer
utopischen Postmoderne?



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"Auge um Auge - und die ganze Welt wird blind sein." (Mohandas Karamchand Gandhi)
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Gast







BeitragVerfasst am: 11.11.2014 11:51    Titel: Hmmm Antworten mit Zitat

Hmmm, auch wenn ich der Aussage gut folgen kann und Dein Nachdenken und Deine Wut sicher ehrenwert sind, bleibt für mich mal wieder die Frage im Raum, ob das Lyrik ist.

Diese FRage wird immer mal wieder diskutiert und nie beantwortet, möchte es trotzdem so stehen lassen.

Bin zu dieser Zeit sehr im Stress, schreibe später aber gerne noch mehr dazu.

Im Kurzen: Ein Rundumschlag, der vieles aufgreift, was in der Lyrik schon unzählige (und auch gute) Male runter geschrieben wurde.
Deshalb finde ich da nix neues und kein lyrisches Aufleuchten.

Bis denne,
monochrom
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Kristallkind
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 148



BeitragVerfasst am: 14.11.2014 12:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey Monochrom,
vielen Dank für Deine Meinung. Eine wirklich wichtige Frage, die ja ebenfalls oft weder schwarz noch weiß ist, wie ich finde. Auf jeden Fall berechtigte Kritik, insofern freue ich mich von Dir (und auch anderen LeserInnen) noch differenzierter etwas zu hören:)
Herzliche Grüße,
KK


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"Auge um Auge - und die ganze Welt wird blind sein." (Mohandas Karamchand Gandhi)
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Gast







BeitragVerfasst am: 21.12.2014 15:34    Titel: zu abstrakt Antworten mit Zitat

Hi Kristallkind,

hatte versprochen, wenn ich wieder Zeit habe, dass ich dann genauer auf Deinen Text eingehen möchte. Das VErsprechen würde ich gerne halten, aber beim erneuten Lesen stelle ich fest, dass
es vielleicht genau dieser Punkt ist, der mich daran hindert, es Lyrik zu nennen.

Keine Tiefe... nur Abstrakte Äußerung (da ist ein Riesenunterschied!!!)

Es liest sich eher wie ein Pamphlet einer Systemgegnerischen Kleinorgansiation, was ehrenswert ist, aber, wie Du feststellen kannst, in den einschlägigen Internetforen zuhauf existiert. Menschen, die ihre Wut in TExtform gießen, mit einigen Metaphern würzen und mit viel Griffen nach großen WOrten wie STerne, SOnne, Schöpfung etc...
Das sind entweder ausgelaugte Wörter oder zu abstrakt, um im Leser Bilder zu zünden.
Bitte nimm es mir nicht übel, aber der Text wäre selbst für Prosa zu plakativ.
Die Konklusion am Ende ist auch zu verklausuliert, um einen lyrischen Ausdruck zu tragen.

In diesem Sinne, ich finde Du hast durchaus Sprachgewandheit, aber Lyrik ist dieser Text (meiner Meinung nach) nicht.

Ciao,
Monochrom
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Babella
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 56
Beiträge: 644

Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 21.12.2014 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ein gutes Gedicht erzeugt mit einfachen Worten tiefe Gefühle. Hier stolpere ich über Wortungetüme und verliere die Lust am Verstehenwollen. Eine Art Gedankentinnitus, es summt nur noch.

Vielleicht kannst du auch mit einfachen Worten beschreiben, was du ausdrücken wolltest?
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Kristallkind
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 148



BeitragVerfasst am: 21.12.2014 18:30    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe/r Monochrom,
liebe Babella,

vielen Dank zuallererst für eure nette und sehr konstruktive Kritik.

@Babella: ich liebe es an der Lyrik, dass man so pointiert und kondensiert ein Ultrafiltrat dieser alltäglichen Buchstabensuppe präsentieren kann (in der Theorie). Da bin ich wohl etwas übers Ziel hinaus, denn wenn ich LeserInnen zum Stolpern bringe, dass sie die "Lust" verlieren bis hin zum Tinnitus, dann muss ich meine Arbeit komplett hinterfragen und bin nach Monochroms Analyse und dem erneuten Lesen wirklich etwas unzufrieden geworden. Ich konnte in dem Gedicht eben jene Leichtigkeit, die Du vermisst, nicht wiederfinden, was auch nur teils der Thematik geschuldet ist. Ich mache ich mich wieder auf die Suche nach dieser Leichtigkeit, danke fürs drauf aufmerksam machen:)

@Monochrom: Du hast mich natürlich durchschaut. Das Thema lag mir am Herzen und ich dachte, um diesem gerecht zu werden, muss ein neologistisches Feuerwerk abgefackelt werden, was irgendwie den gegenteiligen Effekt hatte. Nun führt uns oder mich dieses Gedicht auf die Frage zurück, wie man eine derart komplexe Thematik in einfache "leichte" Worte packt und sie wohldosiert den Lesenden serviert und trotzdem dabei keine Abschläge machen zu müssen. Ich weiß darauf noch keine Antwort gerade.
Vielleicht abschließend meine Frage an Dich, wenn das für Dich keine Lyrik ist, wie sieht es mit anderen Werken von mir aus? Schau doch mal rein, es spielt ja sicher auch immer eine subjektive Vorstellung dessen mit rein was ich selbst als Lyrik definiere. Würde mich einfach interessieren, ob mein Stil an sich vielleicht auch einfach nicht der Deine ist.

Einen schönen 4. Advent noch euch beiden,
KK


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M4GN3TiC_
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 23
Beiträge: 19
Wohnort: Aalen


BeitragVerfasst am: 14.01.2015 16:28    Titel: Kommentar zum Kommentar von Monochrom Antworten mit Zitat

Ich finde es ziemlich gut geschrieben und ebenso faszinierend. Natürlich oft behandelt aber nenne mir mal ein Thema das durch Lyrik kritisch beeugt wird das neu ist?
Jeder hat das Recht auf seine Meinung ja.. aber man sollte sie doch wohl besser begründen wenn man solch heftige Kritik übt.
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Kristallkind
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 148



BeitragVerfasst am: 14.01.2015 20:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey M4GN3TiC_,

danke für das "gut geschrieben" und "faszinierend". Es ist halt Lyrik (oder eben nicht für andere), das ist immer zu einem Teil schlicht subjektiv. Danke, dass Du das Gedicht in Schutz nimmst, aber ich versuche jede Kritik, ob vielzeilig begründet oder knapp gehalten, für mich konstruktiv zu nutzen. Wie steht es mit Dir? Positive Kritik will auch begründet sein. Was hat Dir gefallen?smile

Einen schönen Abend noch und danke,
KK


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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 6044
Wohnort: Irland
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BeitragVerfasst am: 14.01.2015 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Was mir gefällt ist das Tempo des Gedichtes, dass gut abbildet, was du auch inhaltlich und wörtlich ausdrückst. Ich fühle mich nach dem Lesen richtig atemlos.
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Kristallkind
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 148



BeitragVerfasst am: 15.01.2015 00:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank firstoffertio! Lg nach Irland:)

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